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1400 000 Frontkämpfer und

Kriegshinterbliebene sammelten. Die vierte Rcichsstraßensammlung des deutschen WHW.

Im Kameradschaftsgeist der Front stellten sich am ersten Sonntag des neuen Jahres die in der Nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung zusammen-- geschlossenen fast 1,5 Millionen Frontkämpfer und Kriegshinterbliebenen bei der vierten Rcichsstraßensammlung dem deutschen Winterhilfswerk zur Verfügung. Wie einst im Felde, so traten sic auch hier mit beispielgebender Selbstverständlichkeit, still und ohne viel Aufhebens davon zu machen, für eine Sache ein, die wieder dem Ganzen galt.

In einer Reihe von Garnison städten be­teiligte sich auch die Wehrmacht durch Tromepeterkorps, Geschwaderflüge und ähnliches werbend an dieser Hilfs­aktion, abgesehen von den Platzkonzerten, mit denen sie zur äußeren Umrahmung wesentlich beitrug. In alter Frontkameradschaft beteiligten sich auch die Ange­hörigen des Reichsverbandes Deutscher Offiziere an der Sammlung. Im Gehen oder sonst behinderte Frontkämpfer wurden von ihren Kameraden abgeholt und ständig begleitet. Insgesamt haben damit in der Zeit von 10 bis 21 Uhr

mehr als 1 400 000 Frontkämpfer und Kriegshinter- bliebene, darunter 3000 Kriegsblinde, in Stadt und Land vorbildliche Pflichterfüllung bewiesen und sind wieder einmal mit bestem Beispiel vorangcgangcn.

Reichskriegsopferführer O b c r l i n d o b e r , der in den Mittagsstunden in Berlin am Potsdamer Platz und Unter den Linden gesammelt hatte, richtete am Nachmittag im Rundfunk noch einmal einen kurzen Appell an die Hörer, des unschätzbaren Opfers der Frontsoldaten ein­gedenk zu sein und nach der Größe ihres Opfers den Bei­trag zu bemessen. In Berlin waren neben den 45 000 Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen und 2000 ehe­maligen Offizieren auch rund 50 0 0 0 Amtsträger und Hauswarte des Reichsluftschutzbundes, meist gleichfalls aktive Kriegsteilnehmer, eingefetzt. Auch die Mitglieder der Reichsvereinigung ehemaliger Kriegs- aefanaener fehlten nickt.

Die Wlnterhilfsastion

der ReiHSschrifltumskammer.

Erste Verteilung von 5000 Büchern in Berlin.

Der Aufruf der Reichsschrifttums- k a m e r an die deutschen Dichter und Schriftsteller, Ver­leger und Buchhändler zu einer Buchspende für bedürftige Volksgenossen hat einen alle Erwartungen übertreffenden Erfolg gehabt. In Berlin fand nun am Sonntagvor­mittag die erste Verteilung von 5000 Büchern im Rahmen einer Morgenfeier statt. Buchhändler und Angehörige der Reichsschrifttumskammer betreuten 2 0 Stände mit je 250 wertvollen Büchern. Jeder Volksgenosse, der von der NSV. einen Gutschein er­halten hatte, konnte nach seinem Belieben ein Buch poli­tischen oder unterhaltenden, gelehrten oder technischen In­halts entnehmen und mancher lang gehegte Wunsch wurde erfüllt.

Kurze Nachrichten.

Berlin. Der Stabschef der SA., Viktor Lutze, gibt bekannt: Anläßlich meines Geburtstages und zum Jahreswechsel sind mir aus allen Gauen Deutschlands so viele Glückwünsche zugegangen, daß es mir leider nicht möglich ist, diese einzeln zu beantworten. Ich bitte daher alle diejenigen, die meiner so freundlich gedacht haben, mi d esem Wege meinen besten Dank entgegennehmen zu -üen.

'I, Die deutsche Kolonie in Lima lP c r u . Jt e.n Denkmal des großen deutschen Süd- mforschers Alexander von Humboldt zum Geschenk gemacht. Die Einweihung sand jetzt in An­wesenheit des Präsidenten der Republik Peru und der Vertretung des Reiches sowie der deutschen Kolonie in Lima und zahlreichen anderen Städten Perus statt.

London. Aus Santiago de Chile wird ge­meldet, daß der Kanzler der schwedischen Gesandtschaft, H o l m g r e e n , von einem Landsmann ermordet worden sei. Der Mörder habe nach der Tat Selbstmord begangen.

Briefmarken als Nothelfer und Schicksalszeugen.

Am 7. Januar als demTage der Briefmarke" stellen sich die Vereine der Sammler durch den Vertrieb von Wohlfahrtsmarken in den Dienst der Winterhilfe, nachdem im Zusammenhang damit in der Reichshaupt­stadt eine Briesmarkenausstellung eröffnet worden ist.

Es ist kaum ein Jahrhundert her, daß die Brief­marke, die sich mit unserem täglichen Leben so eng ver­flocht, auf Vorschlag eines Zeitungsverlegers in ihrem englischen Ursprungslande zur Ausgabe gelangte. Noch ein Jahrzehnt dauerte es, bis sie um 1850 auch in den deutschen Ländern, zuerst in Bayern, dann in Sachsen und Preußen, eingeführt wurde. Während die Briefmarke sich Europa und den ganzen Erdball eroberte, begannen die ersten Sammler sich zu betätigen. Sie fanden immer mehr Nachfolger von den Schülern, die dabei kamerad­schaftlich wetteifern und sich gegenseitig aushelfen, bis zu den ausdauernden Liebhabern, die an ihren Schätzen lebenslange Freude haben, und den Glücklichen, die durch Spürsinn und Verzicht auf anderes besondere Kostbar­keiten in ihren Besitz brachten. Grundfalsch wäre es, in solchem Eifer nur eine Spielerei zu sehen. Die Briefmarke ist in ihren unzähligen Spielarten und Abweichungen nicht nur ein Zeugnis für die gewaltige Steigerung des Brief- und Nachrichtenverkehrs, des persönlichen wie des geschäftlichen, zu der ihre billigen Einheitssätze und ihre bequeme Verwendbarkeit beitrugen. Das Markenbild gibt auch die eigenartigen nationalen Sinnbilder, die Schick­sale von Völkern, Staaten und Reichen während des letzten Jahrhunderts unbestechlich wieder. Wer sich damit beschäftigt, dem sagt es viel Sinnhaftes. Schließlich hat die Briefmarke bei uns noch eine besondere Bedeutung als Nothelfer erhalten. Der große allgemeine Bedarf dieses Wertzeichens erleichtert seine Benutzung als Wohl­fahrtsmarke zum Werk der Nächstenhilfe, für das auf diesem bequemen Wege eines geringen Aufschlages jeder sein Scherflein beizusteuern vermag.

So ist die deutsche Briefmarke durchaus geeignet, dem Winterhilfswerk aus sämtlichen Volkskreisen nam- hgfte Sammelbeträge zuzuführen. Wer an entfernte Lieben

Weihnachts- und Neujahrsgruh des Gustav Adolf-V n ns an d ie evangelischen Kirchen, Gemeinden und An st alten der Diaspora.

Der Zentralvorstand des Gustav Adolf-Werks grüßt seine Pfleglinge in der weiten Welt, die Kirchen, Gemein­den und Anstalten der Diaspora zum Christfest 1935 und zum Jahre unseres Heils 1936. In ihm grüßt die Heimat der Reformation, die sich in Glauben und Liebe mit der evangelischen Elaubensgenossenschaft auf dem ganzen Erden­rund verbunden weiß. Wird doch kaum eine andere Stimme aus dem Lande der Reformation so als Ruf der Mutter an die fernen Töchter gehört wie der seine. Darum ist er sicher, daß sein Gruß willkommen geheißen, verstanden und zu Herzen genommen wird.

Dieses herzliche Gespräch miteinander wollen wir uns von niemand stören lassen. Wir haben niemals daran gedacht, uns bei unserer Arbeit auf einen bloßen Liebes­dienst in Beihilfen für äußeren Bedarf des kirchlichen Lebens zu beschränken. Unser ernstestes inneres Anliegen ist es vielmehr, Euch, liebe Brüder und Schwestern, den evangelisch-reformatorischen Glauben zu erhalten, dem Ihr in Not und Einsamkeit die Treue gehalten habt und den wir wie Ihr als das kostbarste Erbe unserer Väter und als den Felsengrund unseres Daseins erkannt haben.

Auftrag und Kraft zu unserer Arbeit lassen wir uns vom Worte Gottes allein geben. Gottes Wort ruft uns zu unserm Tun an Euch allen, weil wir uns mit Euch ver­bunden wißen im Glauben an den einen Herrn unser aller (Eph. 4, 5) und weil wir mit Euch allen bekennen, daß nur dieser Glaube an die Gnade Gottes in Christus uns gerecht und selig macht. Dieser Klaube verbindet uns bei aller Verschiedenheit und Sonderart der verfaßten und geschrie­benen Bekenntnisie, die wir hochachten, wie er alle Kirchen der Reformation zu einer Einheit des Glaubens und Be­kennens umschließt. Darum stellen wir unsere Arbeit ge­trost unter das Wort des Apostels: Der Herr ist's, der uns richtet. Wir bitten alle, die etwas von dem geistlichen Segen gespürt haben, den Gott seit mehr als einem Jahr­hundert auf solche unsere Arbeit legte, dieser Gemeinschaft des Glaubens die Treue zu halten, wie wir ihnen in Treue verbunden bleiben werden!

Ein schweres Jahr neigt sich dem Ende zu. Eine Zeit der Sichtung und Scheidung geht über die Völker. Der

viele richtige kinzelmaß- nahmen

bringen Öen Erfolg in öer trzeugungs- lchiacht

Ungesäuerte Kartoffeln in Öer futtergrube nicht wogrecht, sonöern senkrecht abstechen!

schreibt, ihnen durch die Post eine besondere Freude machen kann, dem müßte das Herz sich unschwer für Volks­genossen öffnen, deren sich manchmal niemand sonst als die Volksgemeinschaft annimmt.

Dieses höchsten, einendes Gutes wird auch der inne, der auf der jetzt veranstalteten Ausstellung der Vereine oder im Reichspostmuseum aus den Markenreihen Völkerschicksale abliest, dem sich vor allem deutsches Erleben, Erringen und Erleiden aufdrängt. Wir sehen da, wie die verschiedenen Markenbilder als Hoheitszeichen deutscher Einzelstaaten dem Reichsadler und dann der Germania weichen, mögen auch bayerische Regenten- Porträts sich noch einige Jahrzehnte als zähe Besonder­heit behaupten. Die Zeichen der deutschen Schutzgebiete mit den eingedruckten deutschen Schiffen werden zu Mahn­zeichen, daß die neuerstarkte Nation ihre koloniale Sen­dung wiederaufnehmen, ihre koloniale Ehre und Geltung zurückerhalten muß. Die Marken der deutschen Abstim­mungsgebiete von Allenstein bis Flensburg, von Ober­schlesien bis zum Saarland leuchten wie Male deutschen Erduldens, aber auch deutschen Bekennens und Behaup­tens dem Schauenden und Sinnenden entgegen. Freilich haben sich die Spuren des Niederganges gleichfalls in die Beschriftung jener Briefmarken eingegraben, in denen der wirre Zahlentaumel der Inflation sich ausdrückt. Dann aber tauchen auf den kleinen, leichten Blättchen Hinden­burgs eherne Züge auf. Nationaler Umbruch, wieder­gewonnene Wehrfähigkeit bekunden sich im Zeichen des Braunhemdes und Stahlhelms über festen, entschlossenen Zügen. Die sinnbildliche Zusammenfassung des Willens­gehaltes vaterländischer Gedenk- und Feiertage, Volks­trachten als Merkmale deutscher Stammesart, die Ab­zeichen der schaffenden Berufe sie alle zeigen in der weiten Verbreitung durch die Briefmarke Blutsver­wandten jenseits der Grenzen wie den fremden Nationen, wonach das deutsche Volk in männlicher Haltung und friedlicher Arbeit strebt.

So umspannt die deutsche Briefmarke als Boten- zeichen und Gleichnis nah und fern; helfende, mitteilende, ermunternde Botschaft, die sie anzeigt, ist Brückenschlag zwischen der kleinsten Heimatstube und allen Weiten, wo deutsches Blut siedelte und verständige Freunde wohnen.

Herr der Kirche fegt seine Tenne. Er hat die Wurfschaufe!/ in die Hand genommen, um die Spreu vom Weizen zui sondern. Manches Liebe und Gewohnte ist vom Wind forb) geweht, hat sich als zu leicht erwiesen. Doch solche Zeiten - sind zugleich Adventszeiten, in denen der König der Ehrens einziehen will, um seine Herrschaft aufzurichten und ans Stelle unseres Unvermögens seine Kraft zu setzen, die in- den Schwachen mächtig ist. Dieser Gnade vertrauen wir uns und Euch, liebe Brüder, ganz getrost an. unter ihrem) Schutze schreiten wir miteinander auch ungewissester Zukunft' mutig entgegen:Er ist bei uns wohl auf dem Plan mit) seinem Geist und Gaben". i

Leipzig, den 25. Dezember 1935.

Der Zentralvorstand des Evangelischen Vereins der Gustav Adolf-Stiftung: '

Dr. Gerber, Vorsitzender. j

Deutschlands ältestes Predigerseminar in Herborn.

In dresem Jahr wichtige Gedenktage in der alten nassauischen Stadt.

Die mehr als tausendjährige, im Herzen Nassaus ge­legene Stadt Herborn mit ihrem herrlichen Schloß, des­sen Erstehung bis in das 13. Jahrhundert zurückgeht, wird in diesem Jahre der Mittelpunkt bedeutungsvoller kirchengeschichtlicher Gedenktage sein, die sich u. a. mit Caspar OI e v i a n, dem bedeutenden Reforma­tor nach Luther befassen, dessen Einfluß es bekanntlich zu- zuschreiben ist, daß Herborn Sitz derHohen Schul e" wurde. In dem das Stadtbild beherrschenden Herborner Schloß befindet sich übrigens schon seit dem Jahre 1818 das Evangelische theologische Landesseminar, das zugleich das älteste Predigerseminar Deutschlands ist. Das Schloß wurde vor wenigen Jahren mit erheblichem Kostenaufwand erneuert und besitzt u. a. eine wertvolle Bibliothek mit über 25 000 Bänden.

Bücher Zeitschriften.

Was ist Reif, was ist Rauhreif?

Hand aufs Herz: wir unterscheiden nicht genau, und wenn wir es tun, so wissen die wenigsten, wie diese Er­scheinungen zustandekommen. In einem überraschend illu­strierten Aufsatz über Eiskristalle, den wir im Januarheft von Velhagen & Klasings Monatsheften finden, gibt Prof. Dr. W. Paulcke Auskunft: Alle Reifgebilde wachsen von einem Ansatzpunkte aus vorwiegend nach einer Richtung, die ihrer Entwicklung Raum bietet, und werden dement­sprechend einseitig ausgebildet: in Form von meist in Rosetten angeordneten Blättern, in Gestalt von Bechern oder von Hohlprismen. Da die wasserdampfhaltige Luft Aeste, Stengel, Gräser usf. von allen Seiten umgibt, setzt sich, im Gegensatz zu dem von oben fallenden Schnee, dèr aus ihr entstehende Reif allseitig um diese Eegenstände herum an. Anders der Rauhreif oder Rauhfrost. Er ent­steht aus unterkühlten Wasser- und Nebeltröpfchen, vor­wiegend bei Nebel, Wind und Sturm, während sich Reif bei ruhigem klaren Wetter bildet: Sowie die stark unter­kühlten Wasser- und Nebeltröpfchen gegen einen Ast, Stamm, Fels usw. angetrieben werden, erstarren sie beim Anprall zu Eis in Körnchenform, und es bilden sich dem Wind entgegenwachsende, aus lauter Einzelkörnchen be­stehende fieberige einseitige Ansätze, die wie Fahnen an­geheftet sind, aber im Gegensatz zu diesen stets luvwärts gerichtet. Sie können für den Skiläufer auf vdactaAM^ - armen oder kahlen Bergkämmen und Hochplateaus und Ebenen, wo sie an Gestrüpp, Stangen, Felskanten, Schnee- gangeln usw. angeweht sind, ein ausgezeichnetes Orientie­rungsmittel abgeben, da stets Wind, der längere Zeit aus einer Richtung wehte, sie erzeugte.

10 Jahre Unfallverhütungs-Kalender.

Der seit 1927 von der Anfallverhütungsbild-Gesellschast jährlich herausgegebene Anfallverhütungs-Kalender ist bis­her in mehr als 13 Millionen Exemplaren in die Hände der werktätigen Bevölkerung gelangt und hat viele Volks­genossen über wichtige Fragen der Unfallverhütung aufge­klärt. Wie notwendig eine derartige Aufklärung und Be­lehrung ist, geht daraus hervor, daß nur etwa2030 % aller Unfälle auf Ursachen zurückzuführen sind, die letzten Endes niemals ganz beseitigt werden können, während 70 bis 80 % alsvermeidbare Unfälle" angesprochen werden können. Diese letzteren, die im wesentlichen durch mensch­liche Unzulänglichkeiten hervorgerufen werden, zu bekämp­fen, erscheint der Unfallverhütungs-Kalender nach dem Ur­teil vieler berufener Unfallverhlltungstechniker und der für Fragen der Unfallverhütung in Betracht kommenden Reichs­und Parteistellen hervorragend geeignet. Wenn die Be- rufsgenoßenschasten heute bei dem Rückblick auf ihr 50= jähriges Bestehen mit Stolz auf den Erfolg der Anfallver­hütung Hinweisen können, so hat der Anfallverhütungs- Kalender mit dazu beigetragen.

Die Herausgeberin ist bemüht gewesen, dem vorliegen­den

Unfallverhütungs-Kalender 1936

anläßlich des Jubiläums der Berufsgenossenschaften eine besondere Note zu geben, indem sie auf die Wiedergabe von Unfallverhlltunasbildern verzichtete und den Kalender ein­heitlich illustrieren ließ. Besondere Beachtung dürfte eine bildliche Darstellung finden, die den Erfolg berufsgenossen­schaftlicher Unfallverhütung klar in Erscheinung treten läßt. Sie zeigt eine Gegenüberstellung der Zahlen der Vollarbei­ter, Betriebe und tödlichen Unfälle im Bereich der gewerb­lichen Berufsgenossenschasten in den Jahren 1886 und 1932. Die Tatsache, daß trotz einer beispiellosen industriellen Entwicklung die absolute wie die auf 1000 Vollarbeiter bezogene Zahl der Todesfälle im Jahre 1932 auf ein seit Bestehen der Unfallversicherung nicht erreichtes Minimum herabgedrückt werden konnte, ist ein Beweis für die Wirk­samkeit der von den gewerblichen Berufsgenossenschaften getriebenen Unfallverhütung. Neben dieser aufschlußreichen statistischen Uebersicht enthält der Kalender interessante Er­zählungen und Abhandlungen, die auf mannigfache Unfall- gefahren Hinweisen und damit die Leser zur eingehenden Beschäftigung mit den Fragen der Unfallverhütung an­regen. Jeder Arbeitgeber sollte daher jedem seine Arbeiter, vor allem aber den neueingestellten den Kalender aushän- digen. Nur wenn der Unfallverhütungs-Kalender 1936 möglichst weite Verbreitung findet, kann er die in ihn ge­setzten Erwartungen erfüllen und in der werktätigen Be­völkerung und darüber hinaus in allen Volkskreisen bei jung und alt Mitstreiter im Kampfe gegen den Unfall ge­winnen.

Der Kalender ist zum Preise von 0,14 Rm. per Stück bei Einzellieferung, 0,11 Rm. per Stück bei 100 und mehr, 0,10 Rm. per Stück bei 500 und mehr zu erhalten.

Bestellungen sind zu richten an die Anfallverhütungs­bild G. m. b. H. beim Verband der deutschen gewerblichen Berufsgenossenschaften e. V., Berlin W. 9, Köthener- Straße 37.