Auch bei schlechtem Wetter wird das Skifprungtraining nicht unterbrochen. So wie am Neujahrstage beim Eröffnungsspringen auf der Olympiafchanze in Garmisch, wird es auch bei den Olympischen Winterspielen sein. Fehlt der Schnee auf der Sprungschanze, wird er herangeschafft.
Kapital und deutscher Sozialismus.
Von Dr. Rudolf Albert.
Niemand kann bestreiten, daß Kapital ein Produktionsfaktor ist, der bestimmte Funktionen in der Wirtschaft auszuüben hat. Der Kapitalismus nun war eine Krankheitserscheinung des Liberalismus, der an Stelle der produktiven Funktionen des Kapitals den Mißbrauch setzte und, ohne daß im Einzelfalle jeder Kapitalbesitzer dafür verantwortlich zu machen wäre, ein System erzeugte, das seiner Natur nach die Menschen zu Knechten machen mußte.
Der nationalsozialistischen Weltanschauung nach hat das Kapital im Gegensatz hierzu dem Volke zu dienen. Dem privatwirtschaftlichen Zweck, den der einzelne Kapitalbesitzer mit seinem Eigentum verbindet und auch verbinden muß, will er richtig wirtschaften, wurde durch den Nationalsozialismus eine höhere volkswirtschaftlich-sozialistische Bestimmung übergeordnet, die nur in einem Staat denkbar ist, der das Gemeinwohl auf allen Lebensgebieten voransetzt.
Das Primat der Arbeit, ohne die keine Kapitalbildung denkbar ist, konnte allein durch diese Wandlung zur Geltung kommen. Es ist bekanntlich nicht die Aufgabe des nationalsozialistischen Staates, in möglichst großem Umfange s e l b st zu wirtschaften. Er will vielmehr die Wirtschaft lenken und führen. Gerade in dieser Zielsetzung ist auch wieder die Verpflichtung zu erkennen, die er den kapitalbesitzenden Volksgenossen auferlegt, nämlich ihr Kapital so einzusetzen, daß es der Volkswirtschaft und damit der Arbeitsschlacht zugute kommt.
Während unter der Herrschaft des Kapitalismus das Kapital zu machtpolitischen Zwecken mißbraucht werden konnte, erzieht der Nationalsozialismus den Kapitalbesitzer, den Grundsatz „Eigentum,verpflichtet" unbedingt zu erfüllen.
Die Adolf-Hitler-Spende der deutschen Wirtschaft ist ein beispielhaftes Symbol für den schon erreichten Grad sozialistischer Einsatzbereitschaft. Oder wenn das Anleihestockgesetz die Kapitalgesellschaften zwingt, Dividenden, die über sechs Prozent bzw. acht Prozent hinausgehen, zunächst auf eine gewisse Zeit der Golddiskontbank, die den entsprechenden Betrag in erstklassigen Renten anlegt, abzuführen, so bedeutet diese Bestimmung nichts anderes als eine Kapitals- lenkung, um die Bedürfnisse der Arbeitsschlacht decken zu helfen. Auch der N e u e Plan trägt dazu bei, das Kapital, das unter dem Liberalismus an Freizügigkeit gewöhnt war, zu veranlassen, im Außenhandel Wege zu gehen, die dem sozialistischen Aufbau der deutschen Wirtschaft entsprechen.
So begegnen wir im Staate Adolf Hitlers in der Wirtschafts- und Sozialgesetzgebung auf Schritt und Tritt Bestimmungen, die bem deutschen Sozialismus bienen, der das Kapital zwingt, sich zum
Sterilisiertes Wasser für italienische Truppen.
Um die Versorgung der italienischen Truppen im ostafrikanischen Kampfgebiet mit frischem Trinkwasser zu gewährleisten, hat die italienische Heeresleitung im Gebiet der Ogadenfront eine großzügige Steriüsterungsanlage gefchas- fen, durch die das Wasser der kleinen Flüsie in einwandfreien Zustand gebracht wird. Hier sieht man eine ^teruiste- rungsawlage am Fluß Gpbi. (Scherl Bikderdenst -^ M.) - .
Arbeitsdienst und Reichsheer werden dann eingesetzt, um Schnee auf die Sprungschanze zu schaffen und eine gute Abwicklung der Wettkämpfe zu ermöglichen. (Schirner / M.)
Bild rechts: Hier laufen alle Fäden der Winter-Olympiade zusammen. In Garmisch-Partenkirchen herrscht schon
Nutzen der Volksgemeinschaft zu betätigen. Wurde dabei der k a p i t a l i st i s ch - j ü d i s ch c G e i st in der Wirtschaft zerstört, so trug die Entwicklung auch mit dazu bei, in verschiedener Weise dem kapitalbesitzenden schöpferischen Volksgenossen zu helfen, der sein Kapital zum Nutzen der Volkswirtschaft einsetzt. Nur der Kapitalismus ist der Feind der sozialistischen Gemeinschaft, während das Kapital als produktiver Faktor der Wirtschaft ihr dienen muß. Kapital, das im sozialistischen Sinne geleitet wird, muß immer dazu verhelfen, daß der Lebensstandard des Volkes steigt.
Ein Kapitalbesitzer, der als Volksgenosse sich seiner sozialistischen Verpflichtung bewußt ist und danach handelt, wird in der von sozialistischen Gesichtspunkten bestimmten Wirtschaft stets ein wertvolles Glied sein. Kapital gegen Sozialismus? Eine irrige Ansicht verklungener Zeiten! Kapital im Dien sie des Sozialismus, die Parole der Gegenwart und Zukunft!
In das Verwaltungsamt des Reichsleiters für die Preflr dèr NSDAP, berufen.
Verlagsdirektor Gutbrod vom „Frankfurter Volksblatt" iFranksurt am Main) ist vom Präsidenten Amann in das Verwaltungsamt des Reichsleiters für die Presse der NSDAP, berufen worden. Die Berlagsleitung des „Frankfurter Volksblattes" übernimmt Verlagsdirektor Konrad Goebbels
Der Nationalsozialistische Deutsche Dozentenbund
ist zu den Gliederungen der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, die in der Verordnung zur Durchführung des Gesetzes zur Sicherung der Einheit von Partei und Staat vom 29. März dieses Jahres aufgeführt sind iSA., SS., NSKK., HI., NSDStB. und RS.-Frauenschast) nunmehr auf Grund einer neuen Aussührungsbesiimmung hinzugetreten.
Worum es geht.
Der Erleuhofbauer und der Tierarzt unterhalten sich.
Aus dem Bahnhof des Städtchens rollte der alte, gemütliche Bummelzug in Richtung Heimat. Görres Hermann, der Erlenhofbauer, und Witten Adolf, der Tierarzt,, sitzen im Abteil nebeneinander.
„Wie sich doch die Zeiten ändern", meinte plötzlich Hermann, „zu meiner Zeit, als ich heiratete, da krähte kein Hahn danach, welche Frau man sich nahm, und es ging auch."
„Na, wie kommst du auf einmal auf so philosophische Gedanken'?", fragte der Tierarzt.
„Ja, weißt du, kürzlich ist doch wieder mal so ein Gesetz rausgekommen, von wegen Ehctanglichkeü und so." „Ach so, du meinst das Ehegesundheitsgesetz?"
„Ja, richtig! Übrigens, da fällt mir etwas ein. Ich wollte dich schon immer mal um deine Meiuuna iraaen.
jetzt in der Zentrale der Olympischen Winterspiele ein reger Betrieb. Wir bringen hier ein Bild aus der Olympia-Patz- Ausgabestelle, dem Mittelpunkt des Personalwesens für die Winterspiele, die von Dr. Harster geleitet wird. (Scherl- Bilderdienst — M.)
Im Nachbarkreis ist doch vor einiger Zeit ein Anerbe"ab- gelehnt worden, weil er erbkrank ist."
„Stimmt, über den Fall habe ich mich neulich schon mal mit Schröder Friedrich unterhalten. Der Betreffende soll ja geisteskrank sein."
„Das ist ja merkwürdig. Ich glaube, das ist ein seltener Ausnahmefall."
„Oh, das sage nicht. Die Zahl der Geisteskranken ist in den letzten Jahrzehnten gewaltig gestiegen."
„Mag ja sein. Aber die Gesamtbevölkerrmq Deutschlands auch."
„Gewiß, aber der Unterschied ist wie Tag und Nacht. Ich las in der Zeitschris .Ziel und Weg', daß die Zahl der in den Anstalten untergebrachten Geisteskranken in den letzten 70 Jahren um 450 Prozent gestiegen ist, während die Gesamtbevölkerung Deutschlands in der gleichen Zeit nur um 50 Prozent zugenommen hat. E s ist ja leider so, daß sich diese kranken Menschen doppelt so stark vermehren wie die gesunden. Hinzu kommen die finanziellen Lasten, die wir Gesunden aufbringen müssen, um diese unerwünschten Kranken lebenslänglich zu erhalten. Nur mal einige Beispiele: Auf ein normales Schulkind kamen in den letzten Jahren rund 120 bis 150 Mark öffentliche Ausgaben, auf ein H i l f s s ch u l k i n d hingegen schon 250 Mark, und auf einen Anstallsrögling sogar 900 Mark jährlich usw. Neulich las ich, daß in einer Irrenanstalt ein Mann gestorben ist, der ungefähr 40 Jahre seines Lebens dort verbracht hat. Er hat der Gemeinde bzw. dem Kreis rund 40000 Mark gekostet. Überlege dir, was da Jahr für Jahr für Summen ausgegeben werden für diese bedauernswerten Geschöpfe."
„Ja, wenn das so schlimm ist, dann allerdings sind mir die Maßnahmen zur Verhütung des erbkranken Nachwuchses verständlich."
„Wie sieht es denn in deiner Sippe aus?"
„Na, offen gestanden, haben wir da auch einen schwierigen Fall. Ein Neffe von mir soll nächstes Jahr den väterlichen Hof übernehmen. Er ist gesund, kräftig und nach unserer Ansicht ein Anerbe, der in jeder Beziehung den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Anforderungen entspricht, die man an einen Bauern stellen muß."
„Aber . . .?"
„Ja, aber das Anerbengericht ist anderes Ansicht!" „Aus welchem Grunde denn?"
„Weißt du, in der Sippe meiner Schwägerin ist eine hohe Zahl von Fällen geistiger Erkrankungen festgestellt worden. Nach einem amtsärztlichen Gutachten besteht nun die große Gefahr, daß auch unter den etwaigen Nachkommen des Anerben wieder Fälle von Geisteskrankheit auftreten können."
„Ja, da hat der Arzt vollkommen recht."
„Das mag sein. Ich befürchte deshalb, daß mein Neffe als Anerbe abgelehnt und somit von der Erbfolge überhaupt ausgeschlossen wird. Wie gesagt, er ist gesund und ein tüchtiger Landwirt, was doch schließlich die Hauptsache ist. In solchen Fällen könnte doch mal eine Ausnahme gemacht werden."
„Na, weißt du, Ausnahme« müssen schon sowieso genug gemacht werden, aber es wäre ja vollkommen un- gerechtsertigt, in solchen schwerwiegenden Fällen nachzugeben. Damit kommen wir doch nicht weiter."
„Deiner Ansicht nach müßte also mein Neffe auf den Hof und auf Nachkommen verzichten ober dürfte überhaupt nicht heiraten?"
„Das kommt letzten Endes darauf an, ob er nach dem neuen Gesetz für ehetauglich befunden wird oder nicht, sofern er bis nach dessen Inkrafttreten noch nicht geheiratet hat. — Aber abgesehen davon, wäre es wünschenswert, wenn er von vornherein zugunsten eines erbgesunden Verwandten ober Bekannten auf den Hof verzichten würde. Sieh mal, der Hof kann unbedenklich eine vielköpfige Familie ernähren.. Eine hochwertige, erbgesunde Sippe könnte hier beste Entwicklungsmöglichkeiten haben. Es würde somit wieder ein gesundes, bodenständiges Geschlecht aufwachsen und dem Vaterland auf lange Sicht den so bitter notwendigen, gesunden Nachwuchs stellen können."
„Gewiß, das ist mit Worten leicht gesagt, aber der Entschluß dazu ist für die Familie, die sich jahrzehntelaug von früh bis spät um die Erhaltung des Hofes abgemüht hat, das schwerste Opfer, das überhaupt ein bäuerlicher Mensch bringen kann."
„Ich weiß, der Bauer hängt an seiner Scholle und setzt allem, was ihm gegen den Strich geht, den schärfsten Widerstand entgegen/ Das ist vielfach gerechtfertigt und hat sich oftmals als richtig erwiesen. Aber wenn ès u m das P o l k s w o h l geht, dann ist es bestimmt besser, ein Opfer zur rechten Zeit zu bringen auf dem Altar des noch lebensfähigen Vaterlandes, das dieses Opfer wert ist, als daß man eines Tages selbst das Opfer des untergehenden Volkes wird, weil man nicht mehr an seine Zukunft glaubte. — So, jetzt müssen wir aussteigen, denke noch einmal über diesen Fall nach und vergiß nicht, daß es um höhere Werte geht, als um einen einzelnen M e n i ch en ober um einen ErbboL" -