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Tage, an die man denken mutz.»

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anuar 1919 wurde die NSDAP gegründet, ianuar 1827 starb Charlotte von Stein, die Vertraute Goethes in Weimar.

Vom richtigen Eisläufen

Wir alle haben sicher schon ein­mal einen Eis­kunstläufer gese­hen. Wir staun­ten über seine Pi­rouetten, über wa­gehalsige Sprün­ge, über Zirkelfi­guren, und manch einer wird sich gewünscht haben, auch so gut laufen zu Ginnen.

und alle vier Doppeldreier-Arten recht fleißig üben.

Also frisch ans Werk! Unsere Weih­nachtsschlittschuhe warten auf uns. Doch wir dürfen, wenn uns die ersten Figuren nicht gleich gelingen wollen, auf keinen Fall die Flinte ins Korn werfen, sondern wir müssen immer wieder fleißig üben, denn erst die Uebung macht den Meister.

Gewiß, es ist nicht leicht, auch nur einen einfachen Dorwärts-Auswärts-Vogen fer­tig zu bringen, und die meisten Menschen werden es beim besten Willen und bei fleißigstem lieben nicht einmal dazu brin­gen. Doch wir sind noch jung Wir find noch gelenkig. Und wenn wir hinfallen, dann stehen wir einfach wieder auf, denn uns macht das Fallen nichts aus Es wäre LS gelacht, wenn wir nicht in ganz kurzer ^"Zeit mit einem fabelhaften Vorwärts- Luswärts-Bogen auswarten könnten.

Doch mit dem Vorwärts-Auswärts- Bogen (Holländern) allein ist es noch nicht getan. Es gibt noch mehr ©runbfiguren, die, wenn man erst etwas sicherer ist und den Vorwärts-Auswärts-Bogen kann, zum größten Teil leichter zu erlernen sind. Es gibt den einfachen Bogen, den Schlangen­bogen, den Dreier und den Doppeldreier; jede dieser Figuren muß gleichmäßig und fleißig, sowohl auf dem rechten wie auf dem linken Fuß geübt werden. Jede dieser Fi­guren muß darüber hinaus auf Dreierlei Art gelaufen werden: vorwärts-auswärts, vorwärts-einwärts, rückwärts-auswärts und rückwärts-einwärte.

Die vier erwähnten Erundfiguren in Achterform, d. h. auf dem rechten und lin- ken Fuß anschließend gelaufen, find in unserer Abbildung wiedergegeben.

Zeichnungen C. W. Kießlich M

vriefmarkensammeln auf neuen wegen

^m 7 laniiar 1936 wird anläßlich des 105. Geburtstages des Generalpost­meisters Stephan im ganzen Reich der »Tag der deutschen Briefmarke« gefeiert. Zugleich werden die zahlreichen Einzel­verbände in dem Reichs verband der Philatelisten zusammengeschlossen. Die neuen Wege, die an diesem Tage den Freunden des Briefmarkensammelns ge­wiesen werden, gehen auch die Jugend an, denn gerade in ihren Reihen befinden sich eifrige Markensammler.

chen z. B. nur an die neuen Olympia- Wertzeichen zu denken, die die Deutsche Reichspost anläßlich der vom 6. bis 16. Fe- bruar 1936 in Garmisch-Partenkirchen statt­findenden Olympischen Winterspiele her­ausgibt.

Wie interessant das Sammeln der Mar­ken ist, wenn man erhöhten Wert auf oen Stempel legt, wollen wir an einem Bei­spiel zeigen. Der im vergangenen Früh­jahr an 250 Orten Deutschlands gebrauchte StempelDenkt an die Saarabstimmung" hat sicher seinen Teil zu dem Erfolg dieser Abstimmung beigetragen. Dieser Stempel und viele andere tragen deutsches Wollen in alle Länder. Wie wertvoll für Deutsch­land Marken und Stempel sind, beweist die Tatsache, daß täglich rund 600 000 deut­sche Postsendungen ins Ausland gehen.

Alle Marken und alle Stempel kenn­zeichnen heutzutage bewußt ein kulturpoli­tisches Bestreben, und auch wir wollen von nun ab versuchen, Marken nach dem Stand­punkt ihres inneren Wertes, ihrer völ­kischen Verbundenheit, zu sammeln.

K. Stein

Schills Soldatentod

Am 6. Januar 1776 wurde der preu­ßische Major und Freiheitskämpfer Ferdinand von Schill in Wilmsdorf bei

Dresden geboren. Erst 33 fiel er am 31. Mai 1809 als kämpfer in Stralsund.

Wir schreiben das Jahr 1809. ist Herr über fast ganz Europa, aber gärt es. Viele Staaten

Jahre alt Freiheits-

Napoleon Ueberall versuchen,

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Januar 1642 starb der Physiker und Astro­nom Galileo Galilei in Ärcetri bei Florenz. Januar 1807 starb Wilhelm Stolze in Berlin, der Begründer der nach ihm benannten Kurzschrift.

Januar 1908 starb der Maler und Dichter Wilhelm Busch in Mechtshausen am H< Januar 1797 wurde die Dichterin At von Droste-tzülshoff bei Münster in West­falen geboren.

arz.

.nnette

Noch heute, wenn ich irgendeine seltene ausländische Marke bekomme, werde tch lebhaft an meine Schulzeit erinnert. Bei uns Schülern war es Trumpf, das Marken­sammeln und wer nicht mittat, war kein ganzer Kerl. Obgleich das Tauschen ver­boten war, wechselten wir die doppelten Marken nicht nur heimlich in der Pause aus, sondern sogar während der Stunden

das Joch Napoleons abzuschütteln, und auch Preußen, das seit dem Tilsiter Frie­den nur 42 000 Mann unter den Waffen zu stehen haben darf, beginnt in der Stille zu rüsten, um losschlagen zu können, wenn der Augenblick günstig ist.

Die Politik Friedrich Wilhelms TU. wird

Bogen aus Bogen

Wir wählen uns einen Standpunkt. Von diesem aus beginnen wir mit dem Rechts- Vorwärts-Auswärts-Bogen. Der Stand-

fuß, in diesem Fall der rechte, muß im Kme ein klein wenig geknickt sein^so daß der Körper, vor allem die rechte «chulter, etwas nach vorn neigt. Der linke Fuß

chwebt frei hinter dem Standfuß und chwingt oeim Auslaufen des Bogens lang-

am am Standfuß vorbei nach vorn, um ür den Links-Vorwärts-Auswärts-Bogen jereit zu sein. Der rechte Arm ist leicht vor, der linke leicht zurückgestreckt. Nach voll­endetem Rechts-Vorwärts-Auswärts-Bogen beginnt dann wieder am Standpunkt der Links-Vorwärts-Auswärts-Bogen.

Wir üben natürlich rechts und links, bis wir so naifi und nach unzählige Bogen vom Standpunkt aus laufen können. Ebenso üben wir den Vorwärts-Einwärts-, den Rück- wärts-Auswärts. und den Rückwärts-Ein- wärts-Bogen immer in Achterform.

Schlangenbogen mit Kantenwechsel

Der Schlangenbogen hat zwei Stand­punkte. Wir beginnen wieder mit dem Rechts-Vorwärts-Auswärts-Bogen von dem ersten Standpunkt. Bis zur Vollendung des ersten halben Bogens haben wir den SLwungfuß am Standfuß vorbeigeführt uns schwingen ihn nun schnell zurück, wo­bei uns der Kantenwechsel (rechte auf linke Schlittschuhkante) leichter gelingt. Wir laufen jetzt im Rechts-Vorwärts-Linwärts- Bogen. Dom zweiten Standpunkt aus be­ginnen wir mit dem Links-Vorwärts- Einwärts-Bogen und gehen nach aber­maligem Kantenwechsel (von der rechten auf die linke Schlittschuhkante des linken Schlittschuhes) in den Links-Vorwärts- Auswärts-Bogen über. Auch hierbei müssen wieder alle vier Möglichkeiten geübt wer­den; vorwärts, rückwärts, auswärts und einwärts.

Dreier und Doppeldreier

Wenn wir Bogen laufen können, lernen wir Dreier und Doppeldreier sehr schnell. Nach vollendetem halben Dorwärts-Aus- wärts-Bogen heben wir uns auf dem rech­ten oder linken Standfuß nach vorn. Dabei wird der Hintere Teil der Schlittschuyschiene vom Eise frei, wir können uns also aus der Schlittschuhspitze in der Schwungrichtung um einen Winkel von 180 Grad drehen. Wir vollenden die zweite Hälfte des Drei­ers im Rückwärts-Einwäüs-Bogen. Wir müssen natürlich auch hier alle vier Dreier-

verstohlen unter der Bank. Gesammelt wurde bei uns auf ganz verschiedene Art. Die meisten hatten es schon damals auf den Wert der Marke abgesehen. Viele hatten einen Katalog und jede Marke, die sie eintauschen wollten, wurde auf ihren Preis hin gewertet. Andere wieder legten den größten Wert auf die Schönheit der Mark«. Sie freuten sich über jedes hübsche Bild

und waren kaum zu bewegen, eine Marke zu nehmen, auf der nur eine Zahl ver­zeichnet war. Hinzu kam die Freude an

vollständigen Sätzen und die übergroße Freude an Seltenheiten. Der Grund des Sammelns ist also immer ein äußer­licher gewesen.

Mit dem Zusam- menschluß der ein­zelnen Verbände zum Reichsverband der Philatelisten ist heu­te darüber hinaus dem Sammeln ein neues Ziel gesetzt worden.

Auch wir wollen uns einmal klar ma. chen, wie wir von nun ab sammeln werden. Die Gründe des heutigen Sam­melns gehen auf Be. ziehungen zum le- bendigen Volkstum zurück, zur engeren Heimat, zur Kultur. Die Briefmarke von heute wird wegen ihres Zusammenhan ges mit dem völki schen Geschehen ge sammelt. Die Ab stempelung und das Erkennen des Auf- gabeortes spielt eine große Rolle. Man unterscheidet zwischen dem einfachen Post- stempel, dem Werbe, und dem Feststem- pel. Ganz besonders aus den letzteren, den Feststempel, wird ein größerer Wert gelegt, denn er gibt einen Einblick in die Geschichte eines Lan- des (Jahrhundert­feiern usw.). Auch das Markenbild selbst rückt in den Vorder, gründ des Interesses; es ist heute mehr denn je mit dem Zeitgeschehen ver- knüpft. Wir brau-

nur von wenigen verstanden. Viele preu­ßische Offiziere halten sie sogar für falsch und feige. Viele Jüngere gehen zu den Oesterreichern, um in deren Reihen gegen die fremden Eroberer zu ziehen; andere wieder, wie der preußische Hauptmann von Katt und der Obrist von Dörnberg, ver­suchen im April des Jahres auf eigene Faust loszuschlagen.

Der berühmteste der Freiheitskämpfer aber ist Ferdinand von Schill. Er ist Bild Mitglied des Westfälischen Geheimbundes. Die Franzosen jedoch wissen von diesem Bund und von Schills Mitgliedschaft. Sie haben an Schill gerichtete Briefe abge­fangen. Schills Entschluß, eine Erhebung Preußens herbeizuführen, ist ihnen also

oeoeoeoeoeoeoe□aeoeoeoeoeoeo bekannt. Aber auch Schill weiß, daß fein Vorhaben verraten ist; er muß handeln.

Am 28. April 1809 versammelt er sein Freikorps, das nach dem Friedensschluß in ein Husarenregiment verwandelt wurde, auf dem Exerzierplatz auf der Hasenheide vor Berlin und fordert seine Husaren auf, Preußen von dem Franzosenjock zu be­freien; er sagt, er handle im Auftrage des Königs. Seine Husaren sind sofort dabei.

Schill zieht mit seiner treuen Schar bis Halle. Hier errelcht ihn eine Botschaft des Königs. Er, Schill, soll sofort um­kehren. Doch er richtet sich nicht nach dem königlichen Befehl. Neue Scharen Frei­williger stoßen zu ihm. Am 5. Mai schlägt er bei Dodendorf eine Abteilung franzö­sischer und westfälischer Soldaten, die sich ihm entgegenstellen.

Ferdinand von Schill hofft, daß die Westfalen nach diesem ersten Sieg seinem Beispiel folgen werden. Doch die er­wartete Erhebung Westfalens unterbleibt, da die Nachricht von Napoleons Siegen an der oberen Donau eintrifft.

Schill muß sich nach Norden wenden. Er will an bte Küste. Die Festung Dömitz an der Elbe besetzt er am 15. Mai. Der französische Gouverneur von Schwedisch- Pommern setzt einen Preis auf Schills Kopf und stellt ihm polnische Reiterei und zwei Bataillone mecklenburgische Truppen entgegen. Doch sie vermeiden den Kampf, 600 Mann und 34 Offiziere lasten sich so­gar von den Schill'schen Reitern gefangen nehmen.

Dann, am 25. Mai, ist Stralsund in der Gewalt Schills. Schrll hofft auf englische Unterstützung. Doch der an Zahl weit überlegene Feind, der inzwischen Stral- sund belagert hat, geht zum Angriff über. Die 1600 Schilllschen Husaren kön- nen die Festung nicht halten. Stralsund wird vom Feino erstürmt. Am 31. Mai 1809 findet Schill mit den meisten seiner Getreuen einen heldenhaften Soldatentod in den Straßen der Stadt.

Nur 180 Reiter entkommen. 557 Mann geraten in Gefangenschaft und werden auf den französischen Galeeren in Cher­bourg und Brest angeschmiedet. Die elf gefangenen Schill'schen Offiziere aber werden am 16. September in Wesel auf Befehl Napoleons erschossen.

Archiv Aufwärte-Verlag M

Auf dem Glockensluhl

. 4 Ich war wohl noch ein rechter Bub, als man den Fiedelmann begrub, *^ den lieben guten Alten.

$ Just steh' ich vor dem Kirchentor,

'' zieht Küster Hinz den Schlüssel vor, um seines Amts zu walten.

Herr Küster", frag ich mutig ihn, darf ich die kleine Glocke zieh n? Ach werde sie schon zwingen." Er schaut mich an und staunt gar sehr, sie ist für dich doch viel zu schwer, du kannst sie noch nicht schwingen.

Doch wenn ich's schaffe ganz allein?" Da lacht der alte Küster bretn.

Schon gut, ich will's dir glauben, will'« Läuten dir erlauben." Die morschen Stiegen knarren laut, die Glocken harren stumm und traut. Fang' an!" Wir hängen an dem Strang; die Glocken kommen kaum in Gang; sie müssen aber klagen!

Und leise singt's im hohen Turm, und dröhnend klingt der Glocken Sturm, die Klöppel wilder jagen.

Der Glocken mächtige Gewalt, sie hebt uns hoch vom Boden bald, weil wir das Seil umfassen. Schon warnt des Alten milder Blick: Halt fest, mein Junge, deinen Strick, du darfst das Tau nicht lassen." Gar allgewaltig zieht'« empor, gewalt'ger tönt der Glocken Chor; mich packt ein tiefstes Ahnen, M als wollte es mich mahnen, daß liebreich, milde Gottesmacht wohl ewig über Menschen wacht.

Da hänge ich, ich dummer Wicht und schau' dem All ins Angesicht, dem ew'gen Himmelrschweigen; und seh' wie Spielzeug aufgestellt ganz tref und klein und fern die Welt, als wär' ich nicht ihr Eigen.

.Halt' ein!" Der Küster strammt sein Tau. iHalt ein!" Ich tu'S ihm nach genau.

Ach, könnt' ich aufwärts fliegen!"

ES singt im Raum und summt und schweigt, der Glocke Erz zur Ruh sich neigt, H im langen, schweren Wiegen.

Nun reicht der Küster mir die Hand. Des Glaubens Veil dein Herze fand, halt' fest, mein lieber Knabe di« heil'ge Gottesgabe." Pet«