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Die Pflicht zur Rassenhygiene

Unser Leben hängt scheinbar vom Zufall ab, jedenfalls ist dieser Zufall oftmals unser Schicksal. Wenn eine Frau einem Mann zum ersten Mal begegnet und aus dieser Begegnung eine Liebe und eine eheliche. Lebensgemeinschaft entsteht, wird damit zugleich das Schicksal einer Gene­ration entschieden, denn zwei Menschen mit verschiedenen Erbanlagen werden sich vereinigen und Kindern das Leben geben, die wiederum Familien gründen und Kinder zur Welt bringen.

Schon aus dieser Betrachtung möge man die große Verantwortung erkennen, die zwei Liebende durch die Eheschließung auf sich nehmen. Sie erfordert daher beider­seits gewissenhafteste Nachprüfung über die körperliche Herkunft der beiden Ehegatten, beiderseitige Offenheit und Aufklärung über den Gesundheitszustand in den zu­gehörigen Familien mit ihren Verzwei­gungen. Man braucht dabei nicht zu er­schrecken, wenn man erfährt, daß bei An­gehörigen der Familie Erbkrankheiten vor­handen sind, daß eine genaue Nachprüfung von fachärztlicher Seite vielleicht doch die Ehetauglichkeit ergibt. Jedenfalls sollte man, sobald sich ernsthaft die Absicht der Verehelichung kundgibt, gemeinsam eine Eheberatungsstelle aufsuchen, um sich über die körperliche Zulässigkeit der Ehegrün­dung zu vergewissern Sollten sich bei dieser Erkundigung Bedenken ergeben, ist es bester, sie werden frühzeitig bekannt, als erst später kurz vor der Heirat.

Diese Pflicht kann nicht ernst genug genommen werden. Wie oft ist ein Eheglück zerstört, das Leben der Mutter zur Qual geworden, wenn sie einem mit einer Erbkrankheit behafteten, geistig oder körperlich gebrechlichen Kind das Leben ge­schenkt hat, nun Tag für Tag das Unglück mit ansehen muß und vielleicht die schwer­sten Folgen für ihr eigenes Dasein zu tragen hat. Die krankhaften Erbanlagen bestehen in Mißbildungen wie Klumpfuß, Hasenscharte, abnormer Schädelbildung, Hautkrankheiten, Augenleiden oder gar Blindheit, Drüsenmängeln, die oftmals zum Kretinismus führen, Schüttel­lähmung, Veitstanz, Schwachsinn, Schieo- phrenie (Jugendirrsinn), Paranoia, eine der häufigsten Geisteskrankheiten, morali­schem Schwachsinn, Melancholie, Hysterie, Neurasthenie, Epilepsie.

Bekannt ist der enge Zusammenhang zwischen Vererbung und Kriminalität. Einige der bekanntesten Beispiele seien hier kurz wiedergegeben: Im Jahre 1740 ver­starb die Landstreicherin Ada Jukes. Sie ist die Stamm-Mutter von 2120 Nachkom­men, von denen im Jahre 1909 826 be­kannt waren. Es waren unter ihnen 131 Trinker, 174 Prostituierte, 77 Schwerver­brecher, darunter 12 Mörder, 64 Geistes­kranke. Von einer 1810 verstorbenen Bordellwirtin konnten 1894 800 Personen ihre Abstammung herleiten, von denen über 700 einmal im Leben Gefängnis­strafen verbüßten, 342 dem Trunk, 127 der Prostitution ergeben waren, 37 Personen dieses Familienkreises wurden zum Tode verurteilt.

Erft der heutige Staat hat die Klugheit und Tatkraft aufgebracht, dem Vererbungs­schlendrian entgegenzutreten und durch Belehrung und Gesetzgebung eine Zeit her- beizuführen, in der sich die Gefängnisse, Krankenhäuser und Irrenanstalten ent­leeren werden. Dieses große Werk, ein gesundes Volk zu schaffen, kann aber nur dann gelingen, wenn jeder einzelne die Verantwortung mitträgt und ohne jede Rücksicht auf Wunsch oder Interesse ent­sprechend handelt.

Wir möchten uns daher mit besonderem Nachdruck an die Frau wenden, weil ihr als heiligste Lebensaufgabe das Gut der Nachkommenschaft, die Zukunft des Volkes, anvertraut ist. In diesem Sinne muß jede deutsche Frau von einem starken Rasse- bewußtsein erfüllt sein

Zu der Rassehygiene gehört jedoch nicht nur die Mithilfe, daß erbkranke Menschen keine Möglichkeit mehr finden, Kinder zur Welt zu bringen, und so allmählich aus­sterben, sondern auch die Pflicht, sich in seinem gesamten Denken und Fühlen auf das rassische Zusammengehörigkeitsempfin­den des deutschen Volkes einzustellen

Unter Rasse versteht man eine Gruppe von Menschen, die durch eine Reihe wesent­licher und erblicher Merkmale miteinander verbunden ist und sich durch diese von anderen unterscheiden. Sie kann sich natür­lich nur dann in großer Zahl in Reinheit erhalten und vor Mischungen bewahren, wenn sie für sich in einem bestimmten Ge- èUt wohnt. Sie zerfällt vielfach in Unter-

rasien, die innerhalb der Gesamteigenart Abweichungen darstellen, aber doch die Hauptmerkmale, insbesondere die Haut­farbe, aufweisen. Die nordische Rasse, die von Nord- und Ostsee bis weit nach Süd- deutschland hineinreicht, zeichnet sich nach Professor Günther vorwiegend durch geistige Schaffenskraft, Tatendrang und Organisationstalent aus. Sie ist sachlich ernst, kriegerisch tüchtig. Verhängnisvoll wird ihr leicht ihr Drang in die Ferne, ihre Eroberungslust, die ihr manches tra­gische Schicksal in fremden Ländern berei­tet hat Mehr Bodenständigkeit zeigt eine Untergruppe der nordischen Rasse, die fälische Rasse, die wir in den westlichen Gebieten Norddeutschlands finden. Eine weitere Untergruppe, die dinariiche Rasse, die vorwiegend im südlichen Bayern und in den Alpenländern angesiedelt ist, ist gleichfalls kühn und kriegerisch, aber mehr auf künstlerischen Sinn und farbige Be­wegtheit eingestellt Diese Untergruppe der nordischen Rasse, zu der auch die Tiro­ler gehören, zeichnet sich vor allem durch Heimattreue aus. Sie ist schollen- und familiengebunden.

Wir sehen also, daß das Rasteproblem nicht nur unser eigenes Schicksal, Lebens­kraft und Zukunft unserer Familie be­stimmt, sondern auch den Untergrund für die Lebensbedingungen unseres gesamten Volkes bildet. Mit der Gesundheit der Familie steht und fällt eine Nation.

Ein wenig Mode

An nicht sehr kalten Wintertagen sieht ein pelzverbrämtes Samtkostüm sehr hübsch aus. Man arbeitet es in möglichst dunklen Farben.

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Man sollte endlich anfangen, gegen die Alleinherrschaft der kleinen Hüte Front zu machen. Da alle Frauen verschieden aus­sehen, ist es nicht gut möglich, daß die kleinen Hüte sie alle kleiden, und zweitens entblößen sie oft nicht gerade sehr schöne Stirnen. Ein weicher Hutrand läßt das Gesicht in jedem Fall schöner und jugend-

Ein reizendes Karnevalkostüm ist der rote Marabu". Allerdings kommt es nur für sehr schlanke und schöngewachsene Frauen in Frage. Das Oberteil besteht aus einem kurzen Bolero ohne Aermel. Der Rock beginnt in der Taille, er ist bis zum Knie ganz nach dem Körper ge­schnitten und fällt dann in eine sehr weite Glocke aus. Die Glocke ist am unteren Saum mit sechs Reihen rotem Marabu

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Zeichnung Psille M

(man kann natürlich auch Schwan neh­men) besetzt. Das Material des Kleides ist glänzende weiße Seide. Der Kopfputz ist ein kleines, schief aufgesetztes Hütchen aus Marabu. Um ein Handgelenk kann man noch ein Armband aus Marabu nehmen.

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Als Nachmittagskleid ist schwarze Geor­gette besonders elegant. Sehr hübsch sieht sie aus, wenn sie in kleine Säumchen ge­näht wird und irgendeine elfenbeinfarbene Halsumrahmung hat. Dazu gehört ein schwarzer Hut.

Soll man zum Essen trinken?

Diese Frage ist schon sehr alt, und so­lange sie besteht haben die Meinungen im Kampf gegeneinander gestanden. Hier: man soll trinken, dann verdaut man besser, dort: man soll nicht trinken, das ist schädlich, verweichlicht die Verdauungs­organe und ersetzt künstlich die Feuchtigkeit, die der Körper aus eigener Arbeit schaffen soll.

Im Laufe der Jahre ist man an Hand von Erfahrungen zu dem Schluß gekom­men, daß mäßiges Trinken während des Essens dem Menschen gut bekommt.

Die Nähmaschine

In jedem Haus ist die Nähmaschine ein wichtiges Ding, und doch, wie oft muß man sehen, daß sie wenig liebevoll be­handelt wird. Da wundert man sich, daß der Faden reißt, daß sie quietscht und nie so recht zur Freude laufen will. Wenn sie richtig gepflegt wird, ist sie überaus dankbar und bescheiden: sie muß nur ein­mal im Monat richtig gereinigt und ge­ölt werden Dazu nimmt man den Riemen ab, entfernt das Schiffchen und füllt mit dem dazu bestimmten Kännchen alle Löcher sorgfältig mit Petroleum aus. Die, Ma­schine muß nun einen Augenblick vor- und rückwärts bewegt werden, damit alle Schmutz- und Staubteilchen durch das hin­einfließende Petroleum aufgelöst werden. Dann wischt man alle Teile sorgfältig mit einem sauberen Lappen gut trocken. Erst, dann wird neu geölt, und zwar mit einem säure- und harzfreien Oel bester Qualität. Die Verwendung bester Oele ist not­wendig, da es die Maschine schont. Der Treibriemen wird gleichfalls mit Petro­leum abgerieben, ehe man ihn wieder be­festigt, damit er geschmeidig bleibt. Wenn die Maschine nicht gebraucht wird, sollte man stets den Drücker herunter klappen und ein Stückchen Stoff darunter legen.

Das schöne Kleid!

Diese Kleider sind ganz ein­fach im Schnitt, wirken nur durch ihre Farben und Ver­arbeitung. Fig. 1 zeigt ein reizendes Abendkleid aus schwarzem Reversible. Das Oberteil ist aus gemusterter Seide hergestellt, der weiche Ausschnitt ist sehr kleidsam. Die dreiviertellangen Aermel sind unten mit Gummiband zusammen gehalten. Das Kleid hat keinen Gürtel, was besonders für schlanke Damen sehr vorteilhaft ist. Fig. 2 ist ein sehr elegantes Kleid aus schwarzem Krepe marocain. Von dem viereckigen Aus­schnitt führt ein weichfallen­des Jabot bis zum Gürtel. Die weiten Aermel sind oben und unten eingezogen. Die Enden des Gürtels sind vorn lose geschlungen. Hübsche Strastknöpfe beleben reizvoll das Ganze. Sämtliche Klei­der sind bodenlang, sollen aber nicht schleppen. Durch die Schlichtheit der Abend­kleider wird die Figur der Trägerin gut zum Ausdruck gebracht. Man wähle die Farben immer in gedämpften Tönen, damit man die Mög­lichkeit hat das Kleid zu je­der Gelegenheit tragen zu können. Ein paar vergnügte Stunden braucht jeder arbei­tende Mensch als Ausspan­nung. damit ist aber auch das Festkleid gerechtfertigt und bedeutet keinen Luxus.

Wenn man an kalten Tagen keine Ueber- schuhe tragen will, kann man sich durch so­genannte Füßlinge, die man über die Strümpfe zieht helfen. Sie sind unsichtbar in jedem Schuh zu tragen.

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Wenn man sich zum Fasching irgend etwas Neues arbeiten lassen will, sehe man erst einmal seine alten Bestände und ausrangierten Kleider durch. Durch Zu- sammenstellen von zwei Kleidern und Hinzunahme von etwas neuem Stoff kön­nen von geschickten Händen allerlei hübsche Modelle nachgearbeitet werden. Noch bester ist es, wenn man selbst über etwas Phan­tasie verfügt, gerade bei Faschingssachen macht es ja nicht die Kostbarkeit des Stoffes, sondern in erster Linie entschei­dend ist die Laune und der Schick, der von einem Kostüm ausgeht.

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Man bekommt weiße Fingernägel, wenn man dem lauwarmen Waschwasser einen Schuß Wasserstoff und Salmiakgeist zusetzt, und die Nägel kräftig bürstet.

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Wenn man sich matt oder überanstrengt fühlt, verschafft man sich eine wunderbare Erfrischung, wenn man den Körper mit kaltem Esfigwasser abreibt und ihn hinter­her kräftig frottiert, bis die Haut sich rötet.

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Oelslecke in Teppichen entfernt man mit Magnesia und Benzin. Man verrührt beide Teile zu einem dicken Brei mnd bringt diesen mit einem Hornmester auf die Flecken Wenn der Brei trocken ge­worden ist, entfernt man ihn mit einer Bürste. Eventuell wiederholt man dieses Verfahren, wenn die Flecken nicht völlig verschwunden sind.

Preiswert und doch schmackhaft

Topfheringe. Frische grüne Heringe werden sauber geschuppt, der Kopf entfernt, ausgenom­men, die Rückengräte so herausgelrennt, daß das Rückenfleisch im Zusammenhang bleibt, und für 34 Stunde in einem Aufguß von 34 Speise-Eisig und 34 Wasser mit reichlich Salzbeigabe gelegt. Dann legt man die Heringe mit der Fleiichieite nach, oben, bestreut diese mit etwas feingestoßenem Pfeffer, Gewürz und Nelken, rollt sie, beim Schwänzende .ansangend, fest zusammen und bindet sie mit einem sauberen Fädchen zusam­men oder steckt zwei Zahnstocher hindurch. Die Fischrvllen werden in einer kleinen Porzellan- schüssel dicht gepackt und mit einer Lösung von zwei Drittel Speise-Essig und einem Drittel Wasser knapp bedeckt. Oben auf legt man ein Lorbeerblatt. Die Schüssel wird jetzt im Back­ofen bei langsamer Hitze oder am besten in der Ofenröhre für eine Stunde aufgestellt, bis die Topfheringe gut durchgeschmort sind. Die An­wendung großer Hitze muß vermieden werden, weil die Heringe sonst zerfallen.

Petersilie mit Grietzklötzchen. Man nimmt große Petersilienwurzeln, schabt sie recht rein ab, schneidet sie einigemal querdurch, spaltet jedes Stückchen und schält dabei das Herz oder den Kern heraus. Bon den langen Stielen der Petersilie wird nun alles Grüne abgemacht und beim Waschen desselben mit beiden Händen ge­hörig gerieben, damit demselben der strenge Ge­schmack entzogen wird. Während dem wird ein Stück fettes Rindfleisch zum Kochen gebracht und nach gehörigem Abschäumen während des Kochens desselben sodann die gewaschene und von dem aufgenommenen Wasser befreite Petersilie zu dem Fleisch hineingebracht und diese damit lang­sam gekocht. Ist die Petersilie im Soeben, so tut man Grießklößchen hinein und läßt sie recht lang­sam dreiviertel bis eine Stunde kochen. Man hat aber dabei stets darauf zu sehen, daß Fleisch­brühe genug an der Petersilie ist, wenn die Klößchen gut geraten sollen. Nach Verlauf der oben angegebenen Zeit nimmt man nun das Fleisch heraus, teilt es, indem man es in Schei­ben schneidet, legt es in Form eines Kranzes auf eine Schüssel und richtet die Petersilie nebst den Grießklößchen in der Mitte des Kranzes von Fleischscheiben an.

Hammel-Pilaw. Ein schönes Hammel-Rippen­stück, von welchem man das Rückgrat abgehauen hat, wird in Wasser mit Wurzeln, einer Zwiebel und ein wenig Salz weich gekocht. Ehe das Fleisch vollkommen gar ist, tut man einige Ge­würznelken und Pfefferkörner, ein wenig Muskat- blüte und ein Stückchen Zimt hinzu und läßt es hiermit vollends weich kochen. Dann gießt man die Brühe durch ein Sieb,, fettet sie rein ab und läßt sie bis zu einem reichlichen Liter einkochen. Nun läßt man in einer Pfanne etwas Butter zergehen, fügt 500 Gramm guten Reis, der zu­vor mit warmem Wasser gewaschen und in ge­linder Ofenwärme wieder getrocknet ist, hinzu, schmort den Reis unter fortwährendem Um­rühren gelblich schüttet ihn in eine Schmor­pfanne, gießt die Hammelfleiichbrühe darauf und läßt den Reis gut zugedeckt auf schwachem Feuer oder im mäßig warmen Ofen weich und trocken ausquellen. Hierauf schneidet man das unter« dessen warm erhaltene Hamme^'eisch in Stücke, legt es auf eine Schüssel und richtet den Reis darüber an. Man kann den Pilaw mit hart­gekochten, in Viertel geschnittenen Eiern und init Zwiebeln, welche in Ringe geschnitten, in Mehl umgewendet und in Backbutter goldgelb ausgebacken sind, anrichten.