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Neue Riesenflugzeuge für die amerikanische Luftfahrt. Auf dem Flugplatz von Santa Monika in Kalifornien hat soeben dieses neue 12 Tonnen schwere Eanzmetallflugzeug feine Probeflüge begonnen. Sieben weitere Luftriesen derselben Bauart mit Raum für 24 Fluggäste oder 16 Fahr­gäste in Schlafkabinen werden demnächst fertiggestellt und

dem Verkehr übergeben werden, Zwei Motoren von je 930 PS. geben diesen neuen Giganten der Lust, die eine Flügelspannweite von 32 Metern haben eine Höchst- schwlndigkeit von 345 Kilometer. (Scherl Bilderdienst / M.)

Bild rechts: Zu den Deutschen Winterfportmeisterschaf- ten in Oberstdorf. Vom 11. bis 19. Januar finden in

Oberstdorf im Allgäu die Deutschen Winterjportmeister- schaften statt. Deutschlands Olympiakandidaten werden hier zum leiten Male vor den Olympischen Winterspielen in Garmisch ibr Können zeigen. Unsere Aufnahme zeigt eine geschmückte Straße in Oberstdorf, wo schon jetzt die ersten Besucher eintrafen. (Schirner M.)

Reichsbahn erreichte den Leistungsumfang von 1913.

138 neue Dampflokomotiven und 160 Triebwagen im Jahre 1935.

Nach dem Jahresbericht der Deutschen Reichsbahn stand das Geschäftsjahr 1935 bei der Deutschen Reichsbahn im Zeichen des Konjunkturanstiegs. Die Ergebnisse der Ver­kehrs- und Betriebsleistungen weisen daher in nahezu sämtlichen Gruppen im Vergleich mit 1934 wiederum eine beträchtliche Steigerung auf, die so groß ist, daß der Leistungsumsang des letzten Vorkriegs­jahres 19 13 im allgemeinen erreicht, zuni Teil sogar überschritten wurde. Dennoch haben die Ein- nabmen der Reichsbahn nicht den Stand angenommen, der nach der Besserung der allgemeinen Wirtschaftslage eigentlich hätte erwartet werden dürfen, da die Reichsbahn einen außerordentlich großen Teil ihrer Leistungen zu stark verbilligten Ausnabmetarifcn ausaefübrk bat.

Der deutschen Wirtschaft sind nach überschlägiger Be­rechnung 1935 insgesamt 1,6 Milliarden Mark für Beschaffungen, Lieferungen und sonstige Arbeitsauf­träge zugeflofsen.

Nach der Durchführung der beiden großen zusätzlichen Arbeitsbeschaffungsprogramme von zusammen 1067 Mil­lionen Mark in den Jahren 1933 und 1934 sind die Arbeiten 1935 nicht mehr in einem Sonderprogramm zu­sammengefaßt, sondern im Rahmen des regelmäßigen Wirtschaftsplanes finanziert worden. Der Überschuß der Betriebsrechnung von rund 155 Millionen Mark reicht allein nicht aus, um die Aufwendungen für den Beitrag an das Reich und den Schuldendienst, für die gesetzlich vorgesehenen Rückstellungen, die für Vorzugs­

Eine zu früh verstorbene Erzählerin.,

Zum 70. Geburtstag von Sophie Kloerß.

Wenn wir am 5. Januar der hervorragenden Er- zahlerm Sophie Kloerß gedenken, die an diesem Tage siebzig Jahre alt geworden wäre, so mischt sich in diese Erinnerung das Bedauern, daß diese Frau, die unsere nttterhaltungsliteratur um so viele wertvolle Romane und Erzählungen bereichert hat, nicht mehr unter den Leben­den weilt. Ein allzu früher Tod hat diese ebenso tüchtige wie liebenswerte Frau und Schriftstellerin vor neun Jahren dahingerafft.

Die Romane der Kloerß sind gute, gediegene Unter­haltungsliteratur. Sie betören und berauschen nicht durch aufregende oder gefühlvolle Handlungen, nein, die Vor­züge sind stiller, unaufdringlicher Art. Nicht, was sie erzählt, sondern w i e sie es erzählt, das ist das Ausschlag­gebende in ihren Schriften. Eine unbedingte Lebens- Wahrheit, frei von jeder Pose und jedem unechten Überschwang, durchweht ihre Romane, ein ticferâ.sittlicher fârnft bem Pflichterfüllung und Treue selbstverständliche Begriffe sind, der sich aber nie breit macht oder hervor­drangt, macht sie besonders f ü r d i e I u g e n d zu einer wertvollen Lektüre. Gleichfalls erzieherisch, ohne daß die Dichterin je ins Moralpredigen verfiele, ist ihre eigene Lebensauffassung, die ohne große Worte überall Hindürch- schunmert. Als Frau unserer Zeit war sie natürlich be­reit, dem jungen Mädchen Selbständigkeit und das Recht der Persönlichkeit zuzugestehen, sie verbarg jedoch nicht, oaß mit diesen größeren Rechten auch größere Pflichten und gesteigerte Verantwortung verbunden ist. Alles das

dividende und für die sonstigen Lasten äbzüdecken. Alle diese in der Gewinn- und Verlustrechnung erscheinenden Posten können jedoch durch Sondereinnahmen und durch Heranziehung von bestimmten Rückstellungen buchmäßig ausgeglichen werden.

Aus dem Geschäftsbericht ist besonders zu erwähnen, daß im Fernverkehr der Einsatz einer Anzahl neuer Schnelltriebwagen nach dem Muster desFliegenden Hamburgers" besondere Beachtung gefunden hat.

Am l. Juli 1935 wurde der Schnelltricbwagenbetrieb auf der Strecke KölnBerlin, am 15. August aus der Strecke Frankfurt (Main)-Berlin und am 6. Oktober zwischen Köln und Hamburg ausgenommen.

Anfang 1936 sollen die neuen dreiteiligen Schnelltrieb­wagen eingesetzt werden, voraussichtlich auf den Strecken BerlinBreslau und BerlinMünchen. 1935 wurden ferner 1 3 8 neue Dampflokomotiven und 160 Triebwagen mit eigener Kraftquelle eingereiht. Die Bautätigkeit im Geschäftsjahr war im Rahmen der verfügbaren Mittel außerordentlich rege. U. a. hat der Bau des Rügendammes große Fortschritte gemacht. Der aus der Lage des Rohstofsmarktes sich ergebenden Not­wendigkeit der vorzugsweisen Verwendung von Heim­stoffen wurde durch Einrichtung von Arbeitsgemein­schaften auf den Gebieten der wichtigsten Rohstoffe und auf dem Gebiete der Konstruktion tatkräftig Rechnung getragen.

wußte sie im Rahmen einer aus dem wirklichen Leben genommenen Handlung mit erfreulicher Wärme und Frische und mit erquickendem Humor zu bieten.

Dieselbe sympathische Erscheinung, als die sie uns in ihren Erzählungen entgegentritt, war Sophie Kloerß auch im Leben. Als Kind der Stadt Wandsbek, der Stadt des Matthias Claudius, war sie eine echte norddeutsche Frau: äußerlich zurückhaltend, aber innerlich voller Wärme und Güte. Sie begann schon früh mit der Schriftstellerei, aber die äußere Entwicklung ihres Lebens gebot ihrer Be­gabung für lange Jahre Einhalt: sie verheiratete sich und hatte das große, aber bestimmt nicht leichte Glück, Mutter von neun Kindern zu werden. Es ist verständlich, daß sie erst dann wieder zum Schreiben kam, als sie ihre Kinder großgezogen hatte. Wie stark und wie lebenstüchtig muß diese bewunderungswürdige Frau ge­wesen sein, daß sie nicht nur die Lasten und Arbeiten ihres vielfachen Mutterberufes freudig auf sich genommen und ' ihre schriftstellerische Begabung so lange zurückgestellt hat, sondern daß sie nach so langen Jahren voller Mühen und Sorgen noch den Schwung und die Frische gehabt hat, solche Romane voll unverbrauchter Jugendfrische und Herzenswärme zu schreiben. Unter ihrer fleißigen Hand entstand nebeneinander Arbeit auf Arbeit, von denen hier nur einige genannt werden können:Muttersein" undSpatenrecht" (ihr selbst die beiden liebsten Kinder ihrer Muse),Stranddistel",Das lachende Haus", Siebengestirn",Nervenpavillon",Ein Welthaus", Sturm in Schmalebcck". Vieles davon ist für die Jugend geschrieben, deren verständnisvolle Kameradin sie alle zeit war.

Japanisches Vressesiugzeug für die Olympischen Spiele.

Die in Tokio erscheinende ZeitungYomiuri Schimbun^ kündigt an, daß sie gelegentlich der Olym­pischen S P i e l e in Berlin ein eigenes F l u g z e u g in ihren Nachrichtendienst einsetzen und mit dieser Maschine einen neuen Flugrekord BerlinTokio aufstellen werde. Das Flugzeug solle in drei bis vier Tagen die Linie bewältigen. Alle Vorbereitungen zu diesem Unter­nehmen seien bereits getroffen. Man werde sich einer Messerschmidt-Maschine der Bayerischen Flug­zeugwerke bedienen, die eine Höchstgeschwindigkeit von 300 Stundenkilometer entwickele.

Haartrachten von morgens bis Mitternacht.

Eine schöne Haarfrisur ist für das gepflegte Aeußere der Frau von großer Bedeutung, und trotz Kurzhaar oder gerade darum ist ein schön frisierter Kops für den Ge­samteindruck ausschlaggebend. Die herrschende Mode läßt heute eine große Freiheit zu und ermöglicht es uns, eine Haartracht zu wählen, die die persönliche Eigenart bewahrt und besonders unterstreicht. Kopf- und Eesichtsformen, Haaransatz und Beschaffenheit bedingen die Wahl der passenden Frisur. Wir geben hier mit unseren Zeichnun­gen einige nette Anregungen. Die Tagesfrisur bleibt mög­lichst schlicht und wird mit ruhigen flachen Wellen und einzelnen Rollen getragen. Die Frage des Scheitels ist

hier nicht immer eindeutig zu lösen. Unregelmäßige Ee- sichtszüge kleidet die einseitige Teilung besser, die auch jugendlicher wirkt, während man sich das klare klassische Profil schon zwangsläufig im Mittelscheitel fortgesetzt denkt. Bei den vielen Abendfrisuren sind die zierlichen Löckchen tiefer in den Nacken gelegt und umgeben kranz­artig unser Haupt. Kunstvolle Haararbeiten wie Zöpfe und'Flechtenkrönchen können auch eine mrgleichmüßige An­ordnung unserer Haarfülle verschönen, ebenso zarte Blumenranken oder Einzelblüten, die man in den Farben des Abendgewandes wählt. Auch glitzernde Diademe aus Metall, Straß oder Perlen sind am Abend sehr wirkungs­voll. (Zeichnung: Rückgauer. Scherl M.)

Die kleine Näherin.

Wie war doch gleich der Anfang!

. . . richtig: Die Nadel muß hier durch . . . . . . und jetzt wieder raus. Ah, der Faden ist noch in der Nadel geblieben!

(Scherl Bilderdienst M.)