„Kraft durch Freude".
Winterurlaub im Allgäu.
Kriegsopfer sammeln.
Wir weisen nochmals auf die schon angekündigte Win- terurlaubsfahrt nach Pfronten im Allgäu hin. Viele Fuldaer KLF. -Urlauber kennen Las Allgäu schon aus eigener Anschauung. Von allen Sommerurlaubssahrten war das Allgäu bisher das am meisten bevorzugteste Ziel. Es wird manchen Volksgenossen geben, der aus verschiedenen Gründen seinen Urlaub in den Winter verlegen muß, warum sollte man da nicht die Gelegenheit benutzen, einige Tage in der reinen, klaren Gebirgsluft zu verleben, Körper und Geist zu stählen für den dann wieder aufzunehmenden Kampf des Lebens. Die Fahrt wird vom 12. bis 23. Januar 1936 durchgeführt, die Kosten betragen einschließlich Eisenbahnfahrt, Unterkunft und Verpflegung 59,50 RM.
Gleichfalls sei hingewiesen auf den Urlauberzug, der in der Zeit vom 6. bis 16. Februar anläßlich der Olympischen Winterspiele ebenfalls in das Allgäu führt, von wo aus beste Gelegenheit besteht, das Sportgelände in Garmisch-Partenkirchen zu besuchen.
Meldungen, insbesondere solche für die Fahrt vom 12. bis 23. Januar, wolle man umgehend bei den Ortsund Betriebswarten oder bei der Kreisdienststelle der 316.= Gemeinschaft „Kraft durch Freude", vornehmen.
Von der Landesbibliothek.
Die „Abende der L a n d e s b i b l i o t h e k" werden am Samstag, 11. Januar, fortgeführt, gleichzeitig als Veranstaltung der Fuldaer Ortsgruppe des Universitätsbundes Marburg mit einem Lichtbildervortrag von Prof. Dr. E. Stengel (Marburg) über das Thema „Hessen, Sachsen, Franke n“. Damit wird ein wertvoller Einblick geboten in die für unsere Gegend in Frage kommende deutsche Stammeskunde im Sinne der Worte Adolf Hitlers: „Die deutschen Stämme sind gottgewollte Bausteine unseres Volkes. Sie sind ein Teil seiner Substanz und werden daher bleiben, solange es ein deutsches Volk gibt."
Karten — auch für Schüler — sind in der Ausleihe und in den Buchhandlungen Diegelmann (vorm. Maier) und Reinhardt zu haben.
Tanzkursus: Deutscher Tanz und Volkstänze.
Erfreulicherweise gehen die Meldungen zu diesem Kursus gut ein, doch können noch Teilnehmer zugelassen werden. Der Kursus findet im Saale der „Harmonie" statt, die Teilnehmergebühr ist verhältnismäßig niedrig. Anmeldungen hierzu ebenfalls in der Kreisdienststelle, Lindenstraße 6a.
Apotheken-Nachtdienst versieht vom 4. bis 5. Januar die Engel-Apotheke, Karlstraße, vom 5. bis 11. Januar die Hof-Apotheke, Markt- straße und die Hirsch-Apotheke, Leipziger Straße.
Weitere Marktpreise.
Eier kosteten heute 11 Pf. je Stück, Gänse 85 Pf. bis 1 Mark je Pfund.
Schweinemarkt.
Aus dem heutigen Schweinemarkl waren 162 Ferkel aufgefahren. Bezahlt wurden je Stück 16, 20 und 24 Mark; größere Tiere über Notiz.
Schwatzereien vor Gericht.
k. Hanau, 3. Jan. Wegen falscher Anschuldigung ist am 31. Okt. v. J. vom Schöffengericht Fulda der 73 Jahre alte Leopold Mo., in Fulda wohnhaft, zu einer Geldstrafe von 150 Rm. verurteilt worden. Gegen dieses Urteil hatte der Angeklagte Berufung eingelegt, die er nach einigen ihm vom Vorsitzenden der Großen Strafkammer Hanau erteilten Belehrung nach vielem Zögern auf das Strafmaß beschränkte. Eine recht üble Sache war es, die der Anklage zu Grunde lag und die von der Vorinstanz in Fulda durch eine entsprechend höbe Eeldstrase gewürdigt worden war. Der Angeklagte harte im April v. I. dem ihm auf der Straße in Fulda begegnenden Kriminalassistenten Mer. erzählt, eine Frau Ball, in Fulda habe kurz vor dem Tode ihres Ehemannes, der, wie sie gewußt habe, an einem alten Herzleiden erkrankt war, dessen Lebensversicherung aus 30 0O0 Rm. erhöht und diesen Betrag nach dem Ableben ihres Mannes auch ausbezahlt erhalten. Als er am 18. April an der Polizeistelle in Fulda erschien, hat er diese aus der Straße gemachte Angabe zu Protokoll gegeben, also ohne weiteres einen Versicherungsbetrug als vorliegend erachtet, demgemäß auch veranlaßt, daß Ermittelungen vorgenommen wurden, die jedoch die gemachten Angaben als völlig grundlos ergaben. Somit hatte sich der Mo. einer falschen Anschuldigung schuldig gemacht, die ihm eine Geldstrafe von 150 Rm. eingebracht hatte. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft beantragte Verwerfung der Berufung, auf die auch die Große Strafkammer Hanau erkannte.
Union-Theater:
M a z u r k a".
.st Frankfurt a. M., 3. Januar. (Professor Ernst ? Göppert 70jährig.) Der frühere langjährige Direktor des anatomischen Instituts der Marburger Universität, Professor Ernst Göppert, begeht am 4. Januar seinen 70.
I Geburtstag. Der Gelehrte wirkte seit 1914 als Direktor des amals im Bau begriffenen anatomischen Instituts des : Senckenbergischen Museums in Frankfurt a. M. und versah - während des Krieges als Professor und Institutsdirektor die Stelle des Chefarztes am Reservelazarett 4 in Frankfurt a. M. 1919 solgte er einem Ruf an die Marburger Universität, wo er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand » (1934) das Direktorium des anatomischen Instituts inne-
Der neue Willi-Forst-Film behandelt eine geheimnisvolle Kriminalassäre, die vor einigen Jahren großes Aussehen erregte. Ein Menschen- und Mutter- säncksal wird erschütternd ausgerollt — Pola Negrj ist die Trägerin dieser großen Rolle. Die routinierte Schauspielerin verfällt leicht in das rein Theatralische, aber dieser aufrttuÄÄ^^^ «° »beiten auf d°m E«-
Wenn es so etwas, wie einen Stil der Negri gibt, dann ist . des Werk über diese Gebiete da^
es dem gelten Regisseur Willi Forst tresslich gelun- süssen 1 kürzlich abge-
gen, den Film auf diesen „Negristil" abzustimmen. Inge- N borg Theek in der Rolle der jungen Musikschülerin muß ’ man sich wegen ihres natürlichen, wahren Spiels merken. 1 Sie erinnert mitunter an die Garbo, darin liegt eine Ee- 1 fahr für dieses junoe Talent, das am besten seine eigenen l Wege geht, ohne zu sehr mit dem großen Vorbild zu lieb- y äugeln. Albrecht Schönhals spielt in einer sozu- T sagen unpersönlichen Art den gewissenlosen Verführer. ? Friedrich Kayßler als Gerichtsvorsitzender, der Staatsanwalt (Edwin Jürgensen) neben einer Reihe son- ■ stiger verdienter Darsteller Helsen mit, diesen Großsilm & zu einem echten Ersolg zu gestalten. Um den ganzen Film 3 webt ein Geheimnis, und dieses Geheimnisvolle macht i einen großen Teil des Zaubers aus, dem sich niemand ent- W ziehen kann, der diese Tragödie verfolgt. Zuviel von der K Handlung ausplaudern, wäre daher ein schlechter Dienst für den unbefangenen Zuschauer, der dieses Geschehen unmik telbar auf sich wirken lassen muß. — Im Beiprogramm W DiMr 0414» <2chltzswig unb âne Mvâ WochenschM.
Am 5. u n d 6/ I a n u a r klappern wieder die SammelbüsDcn Hk das Winierlrilfswerk. Diesmal sind es die K r i e g s o p s e r u n d F r ontk ä m p f e r, die im Kampf gegen Hunger und Kälte die Offensive aufnehmen.
Denkt daran: Jeder von denen, die euch begegnen und um ein 3 .verficht für die Armen und Bedürftigen bitten, bar für euk einmal draußen gestanden in Dreck und Kälte, bat Hange gelitten und dem Tod ins Auge gesehen, um Heimat und Herd zu schützen
Denkt d a r a n : Diese Männer, die euch heute mit der Sammel lauste begegnen, haben gekämpft und gelitten. Der Kampf bat ihnen schwere Wunden geschlagen, die sie vielleicht zu Krüp 'n gemuht odei die ihnen vielleicht täglich Schmerzen bereiten. Kür uns haben sie gelitten!
Denkt daran: Die Kriegsopfer und Frontkämpfer stehen jetzt wieder an der Front. Sie tragen den Kampf gegen Hunger und Kälte voran, sie kämpfen für das große Winterhilfswerk der Nation Sie kämpfen wieder, weil sie den Feind kennen. Sie kämpfen wieder, weil sie Noi kennen.
Denkt daran: Die Bitte des Kriegsbeschädigten und Frontkämpfers um ein Scherflein fürs Winterhilfswerk ist eine Mahnung au euch. Der Volksgenosse, der an euch herantritt, wird danach ermessen, wie weil die Heimat in friedlichem Kampf gegen die Not einsatzbereit ist, er wird Vergleiche anstellen zwischen Heimat und Front.
Denkt d a r a u : Der, der heute sammelt, kämpfte für ein großes, starkes Deutschland der Ehre und der Freiheit. Als er aus dem großen Kriege heimkehrte, fand er sich betrogen. Verräter hatten ihm den Dolch in den Rücken gestoßen. Er hat um die Erneuerung Deutschlands gekämpft. Er hat gehofft, und Adolf Hitler hat seine Hoffnung erfüllt. Das Deutschland Adolf Hitlers ist wieder- frei, ist stark und einig. Adolf Hitler hat den Sieg errungen, um den die Frontkämpfer fochten und litten.
Heute streiten die Frontkämpfer für Adolf Hitler und fein Werk. Gern und stets opferbereit, reihen sie sich ein in die Front der Kämpfer gegen Armut und Not. Helft ihnen, gebt ihnen euer Opfer, indem ihr eine Spende in die Büchse werft. Wir alle müssen zusammenstehen in dem aroßen Winterbiliswerk! Wo der ^rontkämvker
Abschiedsabend der NS.-Frauenschaft tn Tann.
Tann, 3. Jan. Am Donnerstagabend veranstaltete die RS.-Frauenschast Tann einen kleinen Abschiedsabend für ihre scheidende Leiterin Frau Manß. Die Beteiligung der Mitglieder war sehr stark und die Stimmung recht gut. Als Zeichen der Dankbarkeit wurde Frau Manß ein Buch mit Widmung überreicht. Gedichte und Lieder der Singgruppe halfen den Abend verschönen. Die Kreisleiterin der NS.-Frauenschaften Fulda-Land Frl. Else Schmidt richtete beherzigenswerte Worte an die anwesenden Frauen.
Ein Schüler von Philipp Reitz feiert diamantene Hochzeit.
Der Führer gratuliert.
Friedberg, 3. Jan. Der Landwirt August Väth und Frau Emma geb. Keller in Bauernheim feierten, wie bereits kurz gemeldet, in diesen Tagen das Fest der diamantenen Hochzeit. Eine besondere Freude wurde dem Jubelpaar mit dem in herzlichem Ton gehaltenen Glückwunschschreiben des Führers zuteil. Auch Reichsstatthalter unb Gauleiter Sprenger übermittelte Glückwünsche.
In einem Gespräch mit dem Jubelbräutigam wurde die interessante Tatsache bekannt, daß Väth ein Schüler von Philipp Reiß, dem Erfinder des Telefons, ist. Er erinnert sich noch sehr gut der damaligen Versuche beim Ausbau der Erfindung und dürfte wohl der letzte lebende Zeuge aus der Zeit der Erfindung des Telefons sein.
Büdingen, 3. Jan. (Zusammenstoß a in unbewachten Bahnübergang.) An dem unübersichtlichen, schrankenlosen Bahnübergang! innerhalb des Kreisortes Merkenfritz stieß ein Geschäftsmann mit seinem Auto mit dem von Gedern kommenden Zug zusammen. Das Auto wurde von der Lokomotive ersaßt und zur Seite geschleudert. Obwohl der Wagen schwer beschädigt wurde, kamen die Insassen ziemlich glimpflich davon. Immerhin gibt dieser Unfall erneut Veranlassung, zu größter Vorsicht bei unbeschrankten Bahnübergängen zu mahnen.
Gießen, 3. Jan. (Frankfurter Autodieb in Gießen verurteilt.) Das Gießener Amtsgericht verurteilte heute den 29 Jahre alten Otto Weiß aus Frankfurt am Main wegen eines versuchten Autodiebstahls in Gießen, z bei dem er von dem Besitzer des Kraftwagens noch kurz vor st ,em Verschwinden mit dem Auto erwischt werden konnte, zu sechs Monaten Gefängnis. Der Angeklagte ist bereits .... einschlägig vorbestraft.
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steht, da ist au* unser Platz. Sein Kampf ist unser Kampf. Unsere Spende soll unser Dank sein.
Kassel, 3. Jan. (Am 8. Januar Einführung des Landeshauptmanns T r a u p e l.) Landeshauptmann Traupel wird am Mittwoch, den 8. Januar, mittags 12 Uhr, vom Oberpräsidenten Prinz Philipp von Hessen im Stündehaus in Kassel in sein neues Amt als Landeshauptmann des Bezirksverbandes Hessen und zugleich des Provinzialverbandes Hessen-Nassau eingeführt und vereidigt werden.
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Letzte Nachrichten.
Einstellung der NeiseLewilligungen nach der Schweiz.
Berlitz, 4. Jan. (Funkmeldung.) Amtlich wird mitges teilt: Die Beschränkung des deutschen Reiseverkehrs durch die schweizerische Regierung hat, wie am 23. Dezember v. J. mitgeteilt worden ist, die Prüfung durch die beteiligten deutschen Stellen erforderlich gemacht, ob unter diesen Umständen die gegenwärtig geltenden Vereinbarungen über den Reiseverkehr nach der Schweiz noch aufrecht erhalten werden können.
Die Reichsregierung sieht sich nunmehr veranlaßt, die Erteilung von Reisebewilligungen einzustellen, da die Maßnahme der schweizerischen Regierung mit einer grundlegenden Bestimmung des z. Z. geltenden Reiseverkehrsabkommens nicht vereinbar ist.
Die sog. genehmigungspflichtigen Reisen zum Zwecke des Sanatorien-, Studien- und Erziehungsaufenthaltes bleiben von dieser Einstellung des Reiseverkehrs unberührt. Die für solche Zwecke erforderliche Reisebewilligungen werden durch die zuständigen Devisenstellen erteilt.
Gewaltiger Erdrutsch in Italien.
Mailand, 4. Jan. (Funkmeldung.) Ein gewaltiger Erdrutsch wird aus Val Nervia gemeldet. Einige 10 000 Kubiemeter Gestein gerieten auf einer Strecke von mehr als 500 Metern in Bewegung. Es wurden etwa 10 000 Bäume, darunter Oliven und Pinien, verschüttet. Zehn am Abhang gelegene Häuser stürzten ein. Die Bewohner hatten sich rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Der Verkehr ist aus zwei Straßen unterbunden. Auch an anderen Orten ereigneten sich Felsstürze. Bei Novara haben mehrere Schneelawinen großen schaden an den Baumbeständen angerichtet. Einige Flüsse, darunter der Tessin, führen Hochwasser.
Abessinier beschießen englische Flugzeuge.
London, 4. Jan. (Funkmeldung.) In Nairobi (Kenya) ist ein Bericht eingelaufen, wonach am 24. und 26. Dezember britische Erkundungsfluggeuge in der Nähe des Dawa- Flusses, an der Grenze zwischen Abessinien und Kenya, von abessinischen Truppen beschossen worden sind. Die britischen Behörden haben den abessinischen Befehlshaber, der ein Grieche sein soll, aufgefordert, seine Leute über den Unterschied zwischen britischen und italienischen Flugzeugen aufzuklären. Seit diesen beiden Zwischenfällen sind keine englischen Flugzeuge mehr von Abessiniern angegriffen worden.
Erhöhte Gefechtstätigkeit an der Südfront.
Addis Abeba, 4. Jan. (Funkmeldung.) Die von der Nordfront eingegangenen Berichte besagen, daß die Italiener während der ganzen letzten Woche im Abschnitt Makalle dauernd Bomben abwerfen.
Am 31. Dezember sind nach Behauptung der Abessinier in diesem Bezirk ausschließlich Gasbomben verwandt worden. Die Zivilbevölkerung habe, unter diesen Angriffen ungeheuer zu leiden, während militärisch absolut keine Erfolge erzielt würden. In sechs Tagen wurden über 3000 Bomben abgeworfen. Die bisherigen Verlustziffern werden von abessinischer Seite mit zehn Toten, unter denen sich zwei Zivilisten befinden, angegeben. Außerdem seien fünfzehn Mann verwundet worden. Auch an der Südfront herrscht wieder Eefechtstätigkeit. Am Nardufer des Webi Schedeli-Flufses im Gebiet von Saturne wird heftig . t>