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Handwerk im Aufbau.

Drei wesentliche Vorgänge sind im verflossenen Jahre Marksteine deutschen Handwerks st redens gewesen, das nach langen Jahren der Stockung und Un­sicherheit im Dritten Reich zur Entfaltung drängt. Der Jahresbeginn brachte die vorläufige Bollendungder b e r u f s st ä n d i s ch e n Ordnung, die alle Hand­werker fachlich und gaulich erfaßt, sie mit Gemeinsinn er­füllen und ihre Leistungsfähigkeit erhöhen will, sowie den jahrzehntelang ersehnten Großen Befähigungsnachweis in Form der Handwerkskarte. Er wird in den kommenden Jahren Untaugliche ausscheiden, nachdem noch 1933 ein übermäßiger Zustrom eingesetzt und zu einer Übersetzung geführt hat. #

Um die Jahresmitte gab die Heerschau in der Reichs- handwerksstadt Frankfurt a. M. Gelegenheit, die vater­ländischen, sozialwirtschaftlichen und kulturellen Ziele des Handwerks kundzutun und den alten Brauch des Gcscllen- Wanderns als Sinnbild des Einklangs von deutschem Meistertum und Gesellenschaft neu zu beleben. 1936 wird sich diese Versammlung in Form von FührerberatungeL und verbunden mit einer beweiskräftigen Ausstellung wiederholen. Gegen Jahreswende hat eine einheitlich ge­leitete Weihnachtswerbung das Schaffen des Handwerks zum Fest des Schenkens besser in den Vorder­grund der Aufmerksamkeit gerückt, als dies dem einzelnen Meister früher möglich war; sie dürfte mit ihren Ergeb­nissen zu bleibender Einrichtung werden. Wichtig war auch der im Spätherbst geführte Kampf gegen das Borg­unwesen, unter dem der Handwerksstand schwer zu leiden hatte.

Mit solch weittragendem Beispiel ist dargetan, wie das deutsche Handwerk aus berufsständischer Zusammen­fassung Kraft und Antrieb schöpft, seine sorgsamen Leistungen zum Erweis ihrer Werte dem allgemeinen Urteil näherzurücken und in der geeigneten Weise an den Mann zu bringen. Zum technischen Geschick der Meister­arbeit tritt so notwendig ergänzend die Befähigung, den Kunden hcranzuziehen, ihn von ihrer Güte und Brauch­barkeit anschaulich zu überzeugen. Dieses Bemühen fügt sich sinngemäß in die allgemeine Mahnung unserer Wirt- schaftssührer zu unternehmerischer Aktivität ein. Sie wird um so erforderlicher, je mehr die Spanne öffentlicher Arbeitsbeschaffung zur vollen Entwicklung und redlichen Erprobung vorstotzender Schaffensfreude genützt sein will. Zu den öffentlichen Aufträgen hat das geeinte Handwerk durch fortgesetzte Bildung von Lieferungs­genossenschaften verbreiterte Zugänge gewonnen. Sie entsprechen dem kameradschaftlichen Grundsatz ge­meinsamer Förderung und fanden zur Verbürgung ein­heitlicher Grundrichtung und einwandfreier Leistungen in der Reichszentrale für Handwerkslieferungen ihre Zu­sammenfassung. Auch den Anstrengungen zur Mehrung deutscher Ausfuhr hat eine Reihe von Handwerkszweigen, die dafür in Betracht kommen, selbsttätige Mitarbeit ge­widmet. Die Beschickung der Leipziger Messe zeitigte in dieser Hinsicht Ergebnisse, die, zahlenmäßig noch be­scheiden, den Schritt aus eine weitgespannte Öffentlichkeit rechtfertigten und in ständigen Musterlagern fortgeführt werden. Umgekehrt ist das Handwerk auf Zufuhr von Rohstoffen angewiesen. Dabei hat es sich, entsprechend seinem ganzen Wesen, in die Front der Bemühungen ein­gereiht, unsere eigenen Heimstoffe ausgiebiger zu ver­werten; auch im neuerrichteten Hause des Handwerks in der Reichshauptstadt wurde hiernach verfahren.

Die Förderung der Wertleistung hat bei einer Anzahl von Handwerkszweigen in der Einführung oder Vorbereitung von Gütezeichen seinen Ausdruck er­halten. Gute Arbeit verlangt ihren Lohn; er soll dem Meister, der nach langen Verlustzeiten gewöhnlich nur über geringes Betriebskapital verfügt, nicht ungebührlich vorenthalten werden. So setzte mit Herbstbeginn ein Er­ziehungsfeldzug auf das Ziel hin ein, die Kunden zur pünktlichen Zahlung zu bewegen und übergroße Nachsicht auf das gebotene Maß zurückzuführen, dadurch aber die Kreditfähigkeit des Handwerks für betriebliche Über­brückungen und Verbesserungen zu heben.

Unter all diesen Umständen konnten die meisten Hand­werkszweige im Laufe des Jahres Fortschritte in Be­schäftigung und Verdienst machen und ihrerseits rum er­folgreichen Fortgang der Arbeitsschlacht beitragen. Im neuen Jahre wird sich noch ein deutlicheres Bild der handwerklichen Wirtschaftslage abzeichnen, da eine fort­gesetzte Konjunkturermittlung in Vorbereitung ist. Man­cherlei Wünsche nimmt das Handwerk über die Jahres­schwelle mit. Während die Schwarzarbeit abgenommen hat, berufene Stellen auf Abbau der Regiebetriebe dringen und auch das Handwerk der Landstädte aus den erstarkten Dörfern mehr Aufträge erhält, hemmte überscharfer Preisdruck bei Vergebungen, die Neigung öffentlicher Stellen, Großfirmen zu bevorzugen, noch häufig den vollen, arbeitsfreudigen Einsatz.

Der Handwerksstand ist nicht bloß berufswirtschaft­liche Einheit im Rahmen der Volkswirtschaft, sondern auch eine von gleichem Geiste getragene berufsethische Er­ziehungsgemeinschaft, die danach trachtet, zum Dienst am Ganzen ihre Mitglieder immer mehr zu vervollkommnen. Die dafür verantwortlichen Unterführer heranzubilden, ihnen die Spannkraft für ihre Aufgaben zu stählen, ist die Braunschweiger Führerschule bestimmt, die bisher tausend Meister besuchten. Vielerlei Pflichten erwarten das deutsche Handwerk an der Pforte zum neuen Jahr. Es darf deshalb in seiner srischgefaßten Tatkraft nicht er­lahmen, es muß den schöpferischen Sinn, der sein festes Gefüge einst groß machte und bis in die bildenden Künste hinüberwirkte, fortentwickeln. So braucht der verstärkt notwendige Bau von Volkswohnungen, Eigenheimen und Siedlungen und ihre gediegene Einrichtung für die wachsende Zahl deutscher Familien den deutschen Hand­werker als Heim- und Heimatgestalter. Möge das neue Jahr dazu beitragen, daß nach dem Worte des Führersdas deutsche Handwerk, verwurzelt in ehr­würdiger Überlieferung, im Schutz von Volk und Staat, einer neuen Blüte entgegengeht".

Kurze Nachrichten.

Berlin. Der Bibliothekar und stellvertretende Direk­tor an der Deutschen Heeresbücherei, Oberstleut­nant Dr. Stuhlmann, ist wegen Erreichung der Altersgrenze am 1. Januar aus seinem Posten aus - geschieden. Dr. Stuhlmann war von 1896 bis 1919 aktiver Offizier bei den Feldartilleristen, mit denen er auch ins Feld zog Nach Beendigung des Weltkrieges wandte sich Stuhlmann dem Studium zu und trat dann zur deutschen Heeresbücherei über, die 1919 gegründet worden war. Seine Haupttätigkeit aus wissenschaftlichem Gebiet galt den Wehrwissenschaften.

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Bekanntmachung des Neichsschatzmeisters:

ÄMtriwgierWiW^^

Für absehbare Zeit ist auch nicht mit einer Abänderung der Bestimmungen zu rechnen.

Der Reichsschatzmeister der NSDAP., S ch w a r z, hat über die bestehende Mitgliedersperre der NSDAP, eine Bekanntmachung hcrausgegeben, in der es u. a. heißt: Die unter dem 19. April 1933 ergangene Verfügung über eine allgemeine Mitgliedersperre (Verordnungsblatt der Reichsleitung, Folge 45/46 vom 30. 4. 1933) und die hierzu ergangenen Ergänzungsverfügungen bestehen nach wie vor zu Recht.

A u s n a h m e n von dieser allgemeinen Aufnahme­sperre bestehen nur in soweit, als sie von dem Unter­fertigten im Einvernehmen mit dem Führer verfügt worden sind.

Die zur Zeit in Kraft befindlichen Ausnahmen von der allgemeinen Aufnahmesperre sind folgende:

1. Meine Anordnung 25/35 vom 25. 10. 1935 im Ver­ordnungsblatt der Reichsleitung der NSDAP., Folge 108, S. 340, betreffend die Aufnahme von Angehörigen der Hitler-Jugend und des Bundes Deutscher Mädel in die NSDAP.

2. Meine Anordnung vom 15. 11. 1935 betreffend die Aufnahme von Mitgliedern des aufgelösten Nationalsozialistischen Deutschen Front­kämpferbundes (Stahlhelm) in die NSDAP. (Rundschreiben 147/35 an sämtliche Gauschatzmcister der NSDAP.).

Ein merkwürdiger Rücktritt.

Und eine merkwürdige Begründung.

Genf, 3. Januar.

Der Flüchtlingskommissar des Völkerbundes, der Ame­rikaner James M a c D o n a l d, hat am 31. De.zembei vorigen Jahres sein Amt niedergelegt. In einem langen Schreiben an das Völkerbundssekretariat legt Herr Mac- Donald die Gründe dar, die ihn zu diesem Entschluß ge­bracht haben und für die er die deutsche Rassengesetz­gebung verantwortlich macht. MacDonald regt eine neu« Prüfung des gefamten Emigrantenproblems durch den Völkerbund an. MacDonald spricht dabei von der ständigen Loyalität der deutschen Juden während der Kaiserzeit und während des Krieges. Die jüdischen Wirtschaftler und Ge­schäftsleute hätten in hohem Maße dazu beigetragen, daß Deutschland den Kampf fortsetzen konnte. Der Völker­bundsbeamte versteigt sich weiter zu der Behauptung, daß unter der Republik die jüdischen Führer einige der schlimmsten Wirkungen der Niederlage von Deutschland hätten abwenden helfen (!). Nun sei es Zeit, daß das moralische Ansehen des Völkerbundes und der ihm an­gehörenden Staaten zum Ausdruck komme in einem Appell an die deutsche Regierung, im Namen der Menschheit und der Grundsätze des internationalen Rechts zu handeln. Wo die Wirkung innerpolitischer Maßnahmen Hundert- tausende von Menschen zu demoralisieren drohe, da müßten die Erwägungen diplomatischer Maßnahmen verschwin­den, um der einfachen Menschlichkeit Platz zu machen.

Der Führer an die Witwe Kösters.

Der Führer und Reichskanzler hat der Witwe unseres in Paris verstorbenen Botschafters Roland Köster zum Ableben ihres Gemahls seine aufrichtige Anteilnahme, zugleich im Namen der Reichsregie­rung, telegraphisch übermittelt.

Verschleierte Preiserhöhungen werden nicht geduldet.

Verordnung über die Ausgabe von Lebens- und Futter­mitteln.

In der letzten Zeit sind manche Lebensmittelgeschäfte dazu übergegangen, die Abgabe von Waren, die besonders begehrt sind, aber nicht in jeder beliebigen Menge zur Ver- sügung stehen oder deren Preise gebunden sind, davon ab­hängig zu machen, daß der Käufer gleichzeitig andere Waren abnimmt. Dieses eigennützige Geschäfts- gebahren hat den Zweck, auf unlautere Weise den Um­satz zu erhöhen oder verschleierte Preis­erhöhungen vorzunehmen. Es ist deshalb gemein- schädlich.

Das Verhalten dieser Geschäftsleute muß aber vor allem verurteilt werden, weil es die weniger kaufkräftigen Schichten der Bevölkerung zugunsten der Wohlhabenderen benachteiligt und zu einer ungerechten Verteilung be­stimmter Waren führt. In einem nationalsozialistischen Staat kann dies nicht geduldet werden. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat daher eine Ver­ordnung erlassen, wonach es verboten ist, die Ab­gabe von Lebensmitteln im Kleinverkauf davon abhängig zu machen, daß der Käufer gleichzeitig Lebensmittel anderer Art oder andere Waren abnimmt oder abzunehmen ver­spricht.

Ein gleiches Verbot gilt für die Abgabe von Futtermitteln an Tierhalter. Bei Zuwiderhandlun­gen können die Preisüberwachungsstellen Ordnungsstrafen verhängen.

Vermehrung der Wanderbühnen geplant. Hinführung der bodenständigen Bevölkerung zur Kunst. Von der Tagung der Arbeitsleiter der NS.-Kultur- gemeindc.

Auf einer Arbeitstagung der Arbeits­leiter der N S. - K u l t u r g e m e i n d e in Berlin sprach überKunstpflege außerhalb der großen Städte" der Leiter des Amtes für Kunstpflege, Dr. Walter Stang. Er schilderte die Kulturpflege, die in den Be­rufsständen verankert werde, und gab als Beispiel die Entwicklung der Theaterorganisationen, die auf der Ver­pflichtung des einzelnen zur Teilnahme am kulturellen Leben erfolgreich aufgebaut wurde und rein äußerlich schon ihren Erfolg im raschen Anwachsen ihrer Mit- gliederzahlen zeigen. So wie die Reichstagung in Düssel­

Andere Ausnahmen der allgemeinen Aufnahmesperre als die beiden vorgenannten bestehen nicht.

Ich betone nachdrücklich, daß bisher eine Locke r u n g der A u f n a h m e s p e r r e nach meiner Anordnung vom 3. 7. 1935 (Rundschreiben 77/35) nicht verfügt worden ist und daß auch mit einer Lockeruna der Mit­gliedersperre für absehbare Zeit nicht ge­rechnet werden kann. Die verwaltungstechnischen Schwierigkeiten, die einer Lockerung der Mitgliedersperre cntgegenstehen, bestehen nach wie vor fort, lind zwar so lange, als nicht der Umzug der zuständigen Dienststellen der Reichsleitung der NSDAP, in das neue Verwaltungs­gebäude der NSDAP, erfolgen kann.

Ich ersuche alle Volksgenossen, von der Einreichung von Attfnabmegesuchen, solange nicht eine Lockerung der allgemeinen Mitgliedersperre verfügt ist, Abstand zu nehmen.

Sämtliche Anträge auf Aufnahme in die NSDAP, nach einer Lockerung der Mitgliedersperre sind ausschließ­lich an die zuständigen Ortsgruppen oder Stützpunkte der NSDAP, zu richten.

Die E i n r e i ch u n g v o n A u f n a h m e a n t r ä g e n unmittelbar bei der Reichsleitung der NSDAP, ist zwecklos, verursacht der Reichsleitung eine völlig un­produktive Arbeit und verzögert die Erledigung her Gesuche.

17 Jahre nach dem Abschluß des Weltkrieges besinnt sich eine maßgebende Stelle im Völkerbundssekretariat auf die Pflichten der Menschlichkeit. Die Hunderttausende von Angehörigen der im Weltkrieg unterlegenen Staaten, die nach Kriegsende teilweise unter brutalen Umständen heimatlos oder existenzlos gemacht worden sind, haben trotz des Bekenntnisses aller Völker zu den Wilsonschen Grundsätzen kein Mitleid in der Welt zu erregen ver-- mocht. Weil Deutschland endlich einen inneren Ausgleich gegenüber Mißbrauch und Ueberfremdung zu schaffen sucht, glaubt man mancherorts in der Welt, deswegen y einer abfälligen Kritik und entsprechenden MM^" i Deutschland gegenüber befugt zu sein, während'^ .che Welt geschwiegen hat und noch schweigt zu V ; mit ausdrücklichen internationalen Verpflicht)'" cht zu vereinbarenden Verfolgungen den Men­schen von Versailles an bis zu der kür tchen Auswei­sung und Ausbürgerung von Eupen-Malmedyern aus ihrer angestammten Heimat. In Deutschland ist man über­dies der Auffassung, daß der Völkerbund zunächst einmal allen Anlaß hätte, sich darum zu kümmern, wie inner­halb der Völkerbundsstaaten selbst die Minderheiten und Konfessionen behandelt werden, bevor er eine Aktiv­legitimation für sich in Anspruch nehmen kann, sich darum zu kümmern, wie Deutschland aus den materiellen und moralischen Erfahrungen seines Zusammenbruchs' her­aus den inneren Aufbau seines Volkes vollzieht.

dorf zum erstenmal überblick und Zusammenfassung der Ziele gab, wird eine vom 14. b i s 20. Juni in M ü n ch e n stattsindende Tagung die Weiterführung dieser Kulturarbeit veranschaulichen. Alljährlich würden ferner die A l e m a n n e n t a g u n g in Freiburg sowie das Niederrheinische Musikfest stattfinden. Auch ist eine w eite re Vermehrung der Wanderbühnen geplant sowie Reisen kleinerer Gruppen zu deutschen Kulturstätten.

Dr. Schlee (Kiel) sprach über die Schwierigkeit der Arbeiten im Kulturkreis des Bauern. Erstrebt werde die Erhaltung der eigenen Werte des bäuerlichen Lebens und die Hinführung der boden- ständigenBevölkerung zurKunst. Ausstellun­gen, die von Sippenforschung und Erblehre ausgehen, würden alte Familienbilder neben die Werke lebender Künstler setzen, dazu das Bild des Hofes, des Dorfes stellen. Gauobmann Schrott (München) sprach über die weiten Möglichkeiten der Musikpflege auf dem Lande, die in der tiefen Liebe des deutschen Menschen zur Musik ihre Ansatzpunkte finde. Nicht Fahrten in die großen Städte zu Opernaufführungen befriedigten dieses Bedürfnis, sondern es seien vielmehr Konzertgemeinden im Ort zu schaffen, die Pflege einer Hausmusik durch Laien zu organisieren, die die lebendige Anteilnahme an den Werten der hohen Kunst vermitteln.

Belohnte Tapferkeit.

Deutsche Dampserbesatzung für Rettung estnischer Schiffer aus Seenot ausgezeichnet.

Eine Tat, die von seemännischer Kameradschaft und unerschrockener Selbstaufopferung zeugt, hat jetzt ihren gerechten Lohn gefunden. Eine ehrenvolle und seltene Auszeichnung wurde nämlich jetzt dem Kapitän und der Rettungsbootmannschaft des deutschen Argo-Dampfers H echt" zuteil, die am 30. Oktober des vorigen Jahres bei schwerem Wetter aus der Höhe von Bornholm die Besatzung des schiffbrüchigen estländischen Scho­nersAda" g l ü ck l i ch bergen konnten.

Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft zur Ret­tung Schiffbrüchiger, A. Korff, überreichte in Bremen dem Kapitän Heinrich M e i s l a h n und der Boots­besatzung mit herzlichen Worten der Anerkennung für die hervorragende Rettungstat Auszeichnungen aus der Laèisz-Stiftung. Kapitän Meislahn und der zweite Offizier Borchert erhielten die große silberne Ge­denkmünze, die Mannschaft des Rettungsbootes eine Geldbelohnung.

Todesurteil gegen die Pieracki-Mörder beantragt.

In dem Warschauer Prozeß gegen die ukraini­schen Terroristen, die wegen Ermordung des Ministers P i e r a c k i angeklagt sind, hat der Staatsanwalt sein Plädoyer beendet und einen Antrag auf Todes­strafe für drei Angeklagte und lebenslängliches Zucht­haus für zwei gestellt. Für die übrigen Angeklagten for­dert der Staatsanwalt Zuchthaus über zehn Jahre und für drei unter zehn Jahren.