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Aus zum Olympia!

Ein Rückblick auf das Vorbereitungsjahr des deutschen Sports.

Das neue Jahr steht im Zeichen des Olympia. Am 6. Februar bereits beginnen in Garmisch-Parten­kirchen die Olympischen Winterspiele, und vom 1. bis 16. August beberrscht Olympia die Reichshauptstadt. Deutschland geht wohlgerüstet in das olympische Jahr. Das Jahr 1935 galt der Vorbereitung der deutschen Sportler. Was getan und was erreicht worden ist, davon geben die folgenden Ausführungen ein Bild. Im Jahre 1916 haben die Olympischen Spiele, die damals in Deutschland stattfinden sollten, ausfallen müssen. 20 Jahre später genießt Deutschland die Ehre, Gastgeber der Sportnationen aller Welt zu sein. Das neue Deutschland wird den Gästen 1936 einen Empfang be­reiten,^der denen, die an ihm teilnehmen, ein Erlebnis sein wird. Sie sollen das Deutschland Adolf Hitlers kennenlernen, wie es ist, und mit eigenen Augen feststellen, was ein ge­eintes, starkes Volk leistet und schafft. Unsere deutschen Sportler werden der Welt ein Beispiel von deutschem Willen und deutscher Leistungsfähigkeit geben. Sie gehen mit großer Hoffnung in das olympische Jahr, und unsere besten Wünsche begleiten sie.

Das letzte Jahr vor diesem größten aller Sportereig­nisse diente naturgemäß dazu, überall in angestrengtester Arbeit die letzten Vorbereitungen für das Olympia zu treffen. Entsprechende Bedeutung hatten auch die Sport­ereignisse. Zusammengefaßt nach den einzelnen Sport­arten, ergeben sie einen deutlichen überblick über den jetzigen Stand der Dinge, wie er vielfach auch schon für die kommenden Ereignisse maßgebend ist.

Der Wintersport brachte den deutschen Farben einige hervorragende Erfolge. Nach der großartig ver­laufenen'Generalprobe für die Winterspiele, den Deut­schen Meisterschaften in den olympischen Kampfstätten in Garmisch-Partenkirchen, konnte das deutsche Kunstläufer­paar Marie Herber-Ernst Baier ihre neuartige Auffassung vom Eiskunstpaarlauf durchsetzen und die Europameister­schaften gewinnen. Bei den Akademischen Winterspielen wurden die Deutschen Christl Crantz und tzchepe Stu- denten-Weltmeister. Auch bei den Fis-Skikämpfcn, den in­offiziellen Skiweltmeisterschaften, stellte Deutschland im Gesamtergebnis die beste Mannschaft. Der bewährte Kilian holte sich erneut die Weltmeisterschaft im Viererbob. Weniger erfolgreich waren unsere Eishockeyspieler. Sie vermochten nicht, ihren Titel als Europameister zu ver­teidigen, den sie an die Schweiz abgeben mußten.

Das Fußballjahr brachte uns ebenfalls viele schöne Erfolge. Von insgesamt 17 Länderspielen endeten 13 zu unseren Gunsten, eines ging unentschieden aus, und lediglich die Kämpfe gegen Schweden, Spanien und zuletzt gegen England gingen _ verloren. Terkleine Bruder" Handball brachte in sechs Länderspielen ebenso viele und zwar stets zweistellige! Siege. Hier zeigen sich gute Aussichten für das olympische Handballturnier. Auch im Hockey, gleichfalls einem olympischen Sport, zählt Deutschland nach wie vor zu den stärksten europäischen Nationen. Es wurde zwar von England ganz knapp be­siegt, konnte aber neben zahlreichen anderen Siegen eine Niederlage gegen Holland durch einen 5:1- Erfolg aus­gleichen.

Die deutschen Reit er , die im internationalen Sport stets eine große Rolle gespielt haben, trugen viele inter­nationale Siege davon. Einen schweren Verlust erlitten sie durch den Todessturz von Aiel Holst bei dem Berliner Reitturnier. Er hat in Oberleutnant Brandt, der in War­schau nicht weniger als fünf internationale Prüfungen ge­wann, einen würdigen Nachfolger gefunden. Die deut­schen Tennis spieler vermochten ebenfalls den deutschen Sport im Ausland würdig zu vertreten. In den hart umstrittenen Kämpfen um den Davispokal erreichten sie nach Siegen über Italien, Australien und die Tschecho­slowakei die Jnterzonenschlußrunde, wo sie allerdings gegen Amerika unterlagen. Die Amerikaner wurden dann im Endspiel von England, das den Pokal verteidigte, ge­schlagen. Gottfried von Cramm gelang es als erstem deut­schen Spieler, in die Endrunde des Wimbledon-Turniers zu kommen, wo er dem Weltranglistenersten Perry unterlag.

Die zahllosen Siege der deutschen Rennwagen und Motorräder aufzuzählen, erübrigt sich. Lediglich der Große Preis von Deutschland fiel durch einen Reifen­schaden von Brauchitschs in letzter Sekunde an das Aus­land. Neben den vielen Rennsiegen konnten aber deutsche Autos und Motorräder eine ganze Anzahl internationaler Rekorde aufstellen. So verbesserte z. B. Henne mit seiner BMW.-Maschine den von ihm selbst gehaltenen absoluten Weltrekord für Motorräder auf 256 Stundenkilometer. Auch der dreifache Sieg Deutschlands in der schwersten aller Motorradprüfungen, der Internationalen Sechstage­fahrt, muß hier genannt werden. Beim Segel­fliegen, das beim Olympia zu den Vorführungen ge­hört, wurde Heini Dittmar der Hindenburg-Preis zu­erkannt. Hoffmann stellte mit über 500 Kilometer Ent­fernuna einen neuen Weltrekord für Seaelflua^euae auf.

Im Boxen waren die Siege von Max Schmeling über den Amerikaner Steve Hamas und den Spanier Paolino von internationaler Bedeutung. Außerdem konnte Gustav Eder seinen Titel als Weltergewichts-Europa­meister durch zahlreiche Siege erfolgreich verteidigen. Schmeling und Eder wollen nun auf die Weltmeisterschaft losgehen. Die Amateurboxer gewannen alle ihre sechs Länderkämpfe und holten sich auch den Mitropapokal. Sie werden mit unsere zuverlässigsten Stützen beim Olympia sein. Ihnen gleich taten es die Ringer, die in Horn- sischer und Hering zwei Europameister stellten. Sie wur­den damit, ebenso wie die deutschen Gewichtheber, die beste Nation Europas in ihrer Sportart.

Schwer zu kämpfen hatten unsere Leichtathleten, um den Ansturm der anderen abzuwehren. Zweimal aller­dings mußten sie knappe Niederlagen einstecken, und zwar durch Finnland und durch Schweden. Dagegen wurden die Schweiz, England, Polen, Frankreich, Ungarn, Japan, Italien, Luxemburg und Dänemark geschlagen. Daneben ist aber vor allen Dingen die stark verbesserte Breiten­grundlage zu beachten, aus der so gute Leistungen, wie die Weltrekorde von Schröder und Gisela Mauermeyer im Diskuswerfen sowie zahlreiche andere Höchstleistungen, erwuchsen. Die Schwimmer haben ihre Stellung ebenfalls verbessert. Abgesehen von verschiedenen neuen Rekorden ist der Sieg gegen Frankreich mindestens ebenso ehrenvoll wie die äußerst knappe Niederlage gegen Euro­pas beste Schwimmer, die Ungarn, gewesen.

Von den sonstigen Zweigen der Leibesübungen sind noch folgende zu erwähnen: Im Modernen Fünf­kampf wurde der Deutsche Handrick Europameister, die Radfahrer stellten in Merkens und in den deutschen Radballmannschaften die Weltmeister des Jahres 1935. Von den Turnern, die sich bisher nur wenig an dem rein wettkampfmäßigen Betrieb beteiligten, ist der Sieg über Ungarn und die Niederlage gegen Finnland zu be-

1936Jahr des deutschen Jungvolks."

Der Reichsjugendführer an die deutsche Jugend.

Der Jugendführer des Deutschen Reiches Baldur von S ch i r a ch erließ zur Jahreswende 1935/36 einen Aufruf an d ie deutsche Jugend, in dem es u. a. heißt:

Es wird auch im kommenden Jahr die wesentlichste Aufgabe der Hitler-Jugend sein, die Grundgedanken der Weltanschauung Adolf Hitlers den in unseren Reihen nachwachsenden Jugendlichen zum Erlebnis zu gestalten.

Die Erziehung der Kameradschaft ist und bleibt die Voraussetzung für alle tiefere Erkenntnis des Wesens unserer Idee.

In ehrfürchtiger Treue grüßen wir am heutigen Tage unseren Führer und Reichskanzler Adolf Hitler. Er hat uns mit einem Vertrauen, das uns stolz und glücklich macht, persönlich die Aufgaben gestellt, die wir im Jahre 1936 zu erfüllen haben. Die wesentlichste unter ihnen be­steht in seiner Forderung, daß ausnahmslos jeder Junge und jede s M ädel, dem Beispiel der Hitler- Jugend folgend, schon in frühen Jahren dem Staate und damit der Zukunft unseres Volkes zu dienen habe. Von der Hitler-Jugend wird erwartet, daß sie die außer­schulische Erziehung aller deutschen Jugend übernimmt. Die Einzelheiten dieser Aufgabe, die Schaffung einer einheitlichen großen Reichsjugend unter Führung der Hitler-Jugend, werden den Gliederungen der national­sozialistischen Jugendverbände und der deutschen Öffent­lichkeit zu gegebener Zeit mitgeteilt werden.

Der Führer hat einen großen Betrag für die Heim-

Aus aller Welt.

Schreckliches LngM bei einer Weihnachtsfeier.

Der Christbaum in Flammen. . Vier Kinder und zwei Frauen verbrannt.

Bei einer Weihnachtsfeier in einem Saal des islän­dischen Ortes K c s l a v i k geriet plötzlich der große Weihnachtsbaum in Brand. Binnen einer halben Stunde war der ganze Saal, in dem sich 180 Kinder zu einer Bescherung cingefunden hatten, eine rauchende Trümmerstätte. Vier Kinder und zwei Frauen sind in den Flammen u m g e k o m m c n. 20 Personen erlitten schwere Brandwunden. Die Ge­retteten hatten sich nur durch die Fenster in Sicherheit bringen können.

über den Hergang des Unglücks werden folgende Ein­zelheiten bekannt: Bald nach Beginn der Veranstaltung geriet unter dem Weihnachtsbaum liegendes Papier in Brand, das im nächsten Augenblick den ganzen Baum entzündete. Das Feuer griff rasch auf die Holz­wände und auf die hölzerne Decke über. Die Anwesenden stürzten, von Schrecken ergriffen, zum Hauptaus­gang, der unglücklicherweise abgeschlossen war, so daß die Tür erst eingeschlagen werden mußte. Am Ausgang entstand ein wildes Gedränge, in dem einige der Kinder umgerissen wurden und verschiedene Personen Verletzungen erlitten. Einige Teilnehmer an der Ver­anstaltung sprangen durch das Fenster, wobei sie sich größtenteils Schnittwunden zuzogen.

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Ein unfreiwilligerSilvesterscherz".

Seilbahn mit 40 Insassen blieb sieben Stunden unterwegs hängen.

Am Silvesterlage blieb die Seilbahn von C h a m o n i r nach dem Breventgletscher während der Fahrt plötzlich hängen. Das Tragrad war vom Kabel abgerutscht, und die beiden mit je 20 Personen besetzten Körbe, die sich mitten über dem Tal befanden, kamen nicht mehr von der Stelle. Erst nach sieben stündiger schwerer Arbeit in Nacht und Schnee konnten die Fahrgäste aus ihrer Laae befreit werden.

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Englisches Verkehrsflugzeug abgestürzt.

Sturz ins Meer. 12 Personen um­gekommen.

Die englische Verkehrsfliegerei ist von einem sehr schweren Verlust betroffen worden. Aus noch nicht ge­klärten Ursachen ist am letzten Tag des vergangenen Jahres das GroßflugzeugCity of Char tum", das sich auf dem Wege von Athen nach Alexan­drien in Ägypten befand, etwa zwei Kilometer vor Alexandrien i n s M e e r g c st ü r z t. Bei dem Unglück, dessen Ursachen noch ungeklärt sind, kamen 12 Personen darunter 9 Passagiere, ums Leben.

Nur der Führer des Flugzeuges, der sich wie durch ein Wunder etwa fünf Stunden über Wasser halten konnte, wurde von dem ZerstörerBrillant" gerettet. Die in Alexandrien stationierten englischen Streitkräfte hatten eine Reihe von Schiffen ausgesandt, um das Meer nach den Verunglückten abzusuchen. Außer dem Zerstörer Brillant" hat jedoch keines der Schiffe einen der Ver­unglückten finden können. Man hat daher die Suche nach den weiteren Verunglückten aufgegeben.

richten. Die Ruderer waren bei den Europameister­schaften auf der Olympia-Regattastrecke in Grünau nur im Vierer m. St. erfolgreich, dafür blieben aber unsere Kanusportler wieder ohne jede Niederlage.

So zeigt sich das Jahr 1935 mit seiner verschwende­rischen Fülle von sportlichen Ereignissen als ein Jahr des Erfolges. Wenn Niederlagen nicht ausblieben, so darf man deswegen nicht den Mut verlieren. Ein guter Sportsmann muß auch verlieren können, um aus den Niederlagen für die künftigen Ereignisse zu lernen. Man treibt ja den Sport nicht um des Sieges willen, sondern zunächst einmal um der Leibesübungen willen, die den Menschen befähigen, körperlich und geistig vollwertig zu sein. Der Sieg ist erst die letzte Krönung langer Arbeit; wo er aber ausbleibt, da bleibt der Wert der Leibesübun­gen noch immer erhalten. Mag das neue Jahr mit den Olympischen Spielen uns Erfolge und Niederlagen bringen, das ist letzten Endes nicht ausschlaggebend. Hier gilt das Wort des Reichssportführers von Tschammer und Osten:In dem Kampf um die Idee eines Deutschen Reiches leibestüchtiger Brüder und Schwestern werdet ihr stets die Sieger bleiben!"

bcschafftrngsaktion der Hitler-Jugend zur Verfügung gestellt

und hat uns so in den Stand gesetzt, eines der schwi-erig- sten Probleme der Jugendarbeit seiner Lösung cntgegen- zuführen. Die Grundsteinlegung aller neuen Jugend­heime wird am Geburtstag unseres Führers, am 20. April, erfolgen. Die geplanten Heime werden dem Stil der HI. entsprechend schlichte zweckmäßige Bauten sein, Symbole des Gemeinschaftswillens unserer Jugend.

Dem BDM. stelle ich im olympischen Jahre 1936 die Ausgabe, alle in ihm zusnmmcugeschlossenc weibliche Jugend sportlich zu ertüchtigen.

Das ganze Jahr 1936 erhält den" NamenJahr des deutschen Jungvolks". In dieser Parole liegt für alle Gliederungen der Hitler-Jugend die Verpflich­tung, unsere N a ch w n ch s o rg a n i sa ti o n so zu unterstützen, daß alle im Jungvolkalter befindlichen Jugendlichen in diesem Jahr noch durch das deutsche Jungvolk erfaßt werden. Wenn bis Ende 1936 das deutsche Jungvolk alle Jugendlichen zwischen 10 Und 14 Jahren umfaßt, werde ich die B e st e n aus den Reiben des Jungvolks in die Hitler-Jugend berufen. Die Hitler-Jugend und der BDM. sollen nicht größer werden als unbedingt notwendig ist, um für die National- sozialistifche Deutsche Arbeiterpartei ihren Nachwuchs­bedarf an charakterlich und leistungsmäßig einwand­freien jungen Nationalsozialisten und Nationalsozia­listinnen zu gewährleisten.

Von einer Siemkawme erschlagen.

Am Gardasee ging eine riesige Steinlawine von den Hängen des Monte Altissimo nieder. Ein Student, der gerade zum Gipfel des Berges unterwegs war, wurde von den herabstürzenden Felsen er­schlagen. In der Nähe von Porlona stürzte infolge des aufgeweichten Bodens ein Harrs ein, wobei eine Frau mit ihren zwei Kindern wie durch ein Wunder unverletzt blieben

Der ftanzöfifthe Haushaltsplan verabschiedet.

Die französische Kammer und der Senat ver­abschiedeten am Morgen des Neujahrstages end­gültig den Haushaltsplan für 1 936. In der Kammer fand die letzte Abstimmung um 9.20 Uhr (MEZ.) statt, nachdem in der Nacht ständig abwechselnde Sitzun­gen in der Kammer und im Senat erfolgt warsn. Von der Kammer wurde der Haushaltsplan mit 377 gegen 137 Stimmen und vom Senat mit 269 gegen 17 Stimmen angenommen. Der Haushalt weist bei rund 40,5 Milliar­den Franken Einnahmen und Ausgaben einen rechne­rischen Überschuß von 12 Millionen Franken auf.

Rah und Fern.

Keine Neklamesendungen im Rundfunk mehr. Die Reichsrundfunkgesellschaft teilt mit, daß im Einvernehmen mit allen zuständigen Stellen die Reklamesendungen ab 1. Januar 1936 in Fort­fall kommen.

Rolands Nachfolger im Berliner Zoo. Am letzten Tag des alten Jahres bezog bereits der Nachfolger des See-Elefanten Roland 1, ein aus dem Hamburger Zoo stammender See-Elefant Roland II. das Bassin seines Vorgängers im Berliner Zoo. Der gewaltige Koloß ist mit 55 Zentnern Gewicht und einer Länge von 4,30 Meter erheblich schwerer und größer als Roland I.

Deutscher Dampfer rettet drei englische Fischer. Der deutsche DampferWesterland" leistete einem englischen Fifchdampfer Hilfe, der im Ä r m e l k a n a l in einen schweren Sturm geraten war. DieWesterland" rettete drei Mann der Besatzung des Fischdampfers; der vierte Mann ertrank. Das deutsche Schiff nahm dann den Fisch­dampfer ins Schlepptan, mußte ihn aber 15 Meilen süd­westlich von Portland Bill den Fluten überlassen.

Ehrenschild für Kriegspferde. Die Tierfchutzzeitschrift Der Deutsche Tierschutz" (Seehaupt i. Oby.) hat in wochenlanger Arbeit die noch lebenden Kriegspferde festgestellt. Die Aktion ist augenblicklich noch im Gange. Auf Weihachten erhielten 587 Kriegspferde ein am Ge­schirr festzumachendes Ehrenschild, das ein kleines Eiser­nes Kreuz trägt und die AufschriftKriegskamerad". Darüber hinaus erhielten 45 Kriegspferde eine Ehren­spende in Form von je einen halben Zentner Hafer. Diese Ehrenspende erhalten nachweisbar in Not lebende Besitzer von alten Kriegspferden. Auch diese Aktion ist noch nicht abgeschlossen.

Verschüttet. Im Gotthard-Gebiet wurde der Student Walter Dück aus Basel, ein gewandter Berg­steiger, als er mit seinem Begleiter von der Rotonder- Hütte abfahren wollte, von einer Lawine verschüttet. Sein Begleiter, ein Lehrer, konnte sich nach einer Stunde aus den überaus harten Schneemassen befreien und Hilfe holen. Die zehnköpfige Rettungskolonne fand aber keine Spur von dem Verunglückten.

Eine Werbung, die an den Bettelstab führt. Eine Prager Schirmfabrik versuchte, ihren Absatz damit zu erhöhen, daß sie jeden verkauften Schirm kostenlos gegen Verlust versichert. Wird der Schirm nicht wiedergefunden, so bekommt der Verlierer einen neuen. Zur Nachahmung dürfte dieses Verfahren kaum reizen; denn dieser Fabri­kant wird sich eines Tages am Bettelstab sehen, wenn er mit seiner Methode nicht rechtzeitig aufhört.

Das kommt davon! Der amerikanische Film- Millionär Arthur M. Loew hat doppeltes Pech gehabt. Er mußte dieser Tage eine kleine Pariserin, die ein Kind von ihm zur Welt gebracht hat, mit 25 000 Dollar gerichtlich abfinden, und seine Frau, ein früheres Modell und Revue­girl, hat die Scheidungsklage gegen den untreuen Ehe­mann eingereicht. Sie fordert monatlich 3000 Dollar Unterhaltsrente.