Die SNvesterwette
Friedrich Zange war infolge seiner großen Schüchternheit immer noch Junggeselle.
Familie Kluge hatte es sich nicht nehmen lassen, ihn zur gemeinsamen Begrüßung des neuen Jahres einzuladen, denn die bildhübsche Tochter Lotte war im heiratsfähigen Alter und wenn ein Junggeselle immerhin soviel verdient, daß zwei glücklich davon leben könnten . also kurz und gut, Friedrich nahm jedenfalls die Einladung mit Dank an und ging hin.
Friedrich war wirklich sehr schüchtern, schlimm, wenn man die kleine Lotte schon lange arg liebt.
Na ja . . . das Silvesteressen war ganz vorzüglich, als Friedrich das vierte Elas des vorzüglichen Rheinweines getrunken hatte, fing seine innere Stimme zu ihm zu svrechen an: Friedrich, du bist doch eigentlich ein elender Feigling, wirf doch endlich mal deine dumme Schüchternheit beiseite, heute kommt es darauf an, also ...
Und es ereignete sich.
Nach dem Esten tollte das junge Völkchen herum, die letzte Stunde des Jahres war gekommen, man trieb allerlei Kurzweil, da sagte Friedrich todesmutig: ,Lräulein Lotte, ich kann Sie küsten, ohne Sie zu berühren!"
Donnerndes Hallo und Gelächter!
„Das ist ja ganz unmöglich, das können Sie nicht!" lachte Lotte. „Ich gehe mit Ihnen eine Wette ein, der Verlierer gibt drei Tafeln Schokolade."
Friedrichs innere Stimme sprach: »^Schön!" wenn er auch immer mehr Angst vor seiner Courage bekam, „wetten wir um drei Tafeln Schokolade!"
„Abgemacht!" — Handschlag und nun nahm der schüchterner Friedrich zum Erstaunen aller die kleine Lotte in den Arm und gab ihr nicht einen, sondern drei herzhafte Küste auf den Mund.
„Verloren, verloren!" brüllte die ganze Gesellschaft. „Sie haben sie doch berührt!"
„Na ja". sagte Friedrich glückstrahlend, „dann hat es diesmal eben nicht geklappt, ich werde die drei Tafeln Schokolade bezahlen!"
*
Ein junger Poet brachte Jean Paul ein dickes Heft mit Versen, mit der Bitte, sie durchzusehen und bei jeder Stelle, die eine Verbesserung erfordern möchte, ein Kreuz zu machen. Als der junge Mann nach einigen Wochen wieder erschien, um das Heft abzuholen, erstaunte er beim Aufschlagen sehr, denn es war kein einziges Kreuz zu finden. „Hätte ich aus Ihrem Heft einen Friedhof machen sollen?", fragte Jean Paul und wandte den Rücken.
*
„Nor net den Kopp hänge lasse, immer fleißig und eifrig sein, energisch hinner die Arweit gehn und net locker laste! Da kimmt me zuwas! Ich war friher aach Stiewel- putzer unn hab' heut' 600 000 Mark Vermöge . . . !"
„Ei, wie Hawwe Se dann deß gemacht?" 'S große Los gewönne, dumm Oos...!"
*
„Na, Haft du mit deinem Vortrag Erfolg gehabt?"
„Ja, aber nur an einer Stelle."
„Wann war das?"
„Als ich sagte: Meine Damen und Herren, ich bin jetzt am Ende meiner Rede!' — da brauste der Beifall los!"
*
Arzt: „Esten Sie recht viel Obst, der Mensch kann nie genug davon effen."
Patient: „Ich weiß nicht, es ist doch recht viel Unheil damit angerichtet worden."
Arzt: „Unheil, wieso denn?"
Patient: „Mir fielen gerade Ich«« web Eva ein."
♦
du denn darauf, Mutti, du wärst sitzen-
Photo Löbrieh M
Glückliches neues Jahr!
„tl^as würden (5?» tun", fragt der Professor den Studenten „wenn Sie einem Ohn' MK"S»!°b-in«.»
»Ich würd! ihm Branntwern einflößen." „Und wenn Sie keinen hätten?"
„Dann würde ich ihm welchen versprechen "
*
®in glühend heißer Sommer:. Der Farmer wartet sehnsüchtig auf Regen. Endlich kauft er einen Barometer. Der Verkäuser erklärt ihm umständlich alle Zeichen bis der Farmer die Erduld verliert:
„Schon gut, junger Mann, nun sagen Sie mir nur noch, wo ich bas Ding zu stellen habe, damit's regnet!"
*
Während des Ein- seifens fragt der Friseur seinen Kunden: „Habe ich den Herrn schon mal rasiert?" — „Nee, die Schrammen stammen von einem Autounfall."
♦
„Sag mal, Tante, gehst du denn noch zur Schule?"
„Wie kommst Hänschen?"
„Papa sagte zu geblieben!"
„Sie besitzen nun so schöne Pferde, Herr Kolbe — warum reiten Sie eigentlich nicht?"
„Wissen Sie, ich mache mir nicht viel aus Pferden — auf der einen Seite beißen sie, auf der anderen Seite schlagen sie aus, imb in der Mitte sind sie so glatt!"
Kreuzworträtsel
Silbenrätsel
Aus den Silben:
a — be — bro — chi — dar — de e — e — e — e — fe — ge — hu — i i« — ja — ka — na — na — nau — ne ne — nech — ner — nie — nung — pie re — re — re — ren — rung — se — sei st« — ft — ften — ta — thik — to — u wai — wer
sind 17 Wörter zu bilden, deren erste und dritte Buchstaben, beide von oben nach unten gelesen, unseren Neujahrswunsch nennen (ch = 1 Buchstabe, ü — ue). Die Bedeutung der Wörter P:
1. elternloses Kind
2. Handwerkerverband
Rechtsgelehrter nach der ersten Staatsprüfung
i männlicher Borname
5 Hirngespinst
1$. Lehre vom Steinen
1 Körperorgan
8. Sitzgelegenheit
A Land in Asten
N Waagerechte Fläche
Waagerecht: 1. u. 2. Es ist punkt Zwökf. Also dann..., 4. Stadt m Südamerika, 5. Teil dos Baumes, 7. männlicher Vorname, 10. Stadt in Böhmen, 12. Arznei, 14. Wer- muLbitter, 15. nordische Münze.
Senkrecht: 2. Elend, 3. Titel, 4. Farbe, 6. Niederschlag, 8. Begabung, 9. Verwandter, 10. Ofen, 11. Klettergerät, 13. engl. Verneinung,
14. Flächenmaß.
11. phäakische Königstochter
12. weiblicher Vorname
■m*MM*mii.«n.«»< mwu *••••* hw — «M—MWWM
13. Erkältungskrankheit
14. griechische Quellgöttin
15. Stockwerk
16. Landzunge
17. Fluß in Spanien
PyramidenrStsrl
1. Selbstlaut, 2. französisch: Gold, 3. Farbe, 4. Eisenverbindun^ 5. Was man am Silvesterabend sehr oft sagt, 6. geistlicher Würdenträger.
WHWWIHWfN^^
Kopftauschrätsel
.1.,
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
Die Buchstaben:
a — a — a — a — a — a — a — b — b b — d — d — e — e — e — e — e — e g — i — i — k — l — l — l — l — m m — n — n — n — o — o — o — p — r r — r — r — r — s — s — t—v
sind derart in die leeren Felder des Rechteckes einzuordnen, daß die senkrechten Reihen Wörter folgender Bedeutung nennen.
Kästchenrätsel
Die Kästchen sind derart zu ordnen, daß sie nacheinander gelesen einen Spruch er= geben, mit dem mancher ins neue Jahr hineingehen sollte.
SMoâevz
1—8—6 = letzter Tag im Jahr
1—2 = Teil des Wortes 3—4 = weiblicher Vorname 4—2 = Vogel
5—4 = Papageienart
5—6 = Herbstblume
5—7 = Stadt in Italien
5—8 = Stadt in Arabien
7—8 “ Verkaufsraum
1. Holzspaltwerkzeug, 2. Ruhepause, 3. Kellner, 4. Stadt in Afrika, 5. weiblicher Vorname, 6. Kinderfrau, 7. Berg b. Innsbruck, 8. Stoffstreifen, 9. Edelmetall, 10. Vorhaben. Entwurf, 11. Vogel.
Aus diesen Wörtern sind durch Vertäu« scheu der Kopfbuchstaben neue Wörter zu bilden, deren Anfangsbuchstaben einen Silvesterbrauch nennen.
Auflösungen aus voriger Nummer
Kreuzworträtsel
Waagerecht: t. Saite, 2. Schal, * Viper, 4. Farre, 6. Unze, 7. Volt, 8. Sturm. 10. Taube, 12. Lanze, 15. Plantage, 14-
Senkrecht: 1. Schüssel, S Serviette, 5 Vers, 5. Rhabarber, 9. Mantel, !!• 12. le.
Silbenrätsel
1. Ardennen, 2. Meile, 3 Wieland, 4. lipse, 5 Idiot, 6. Hechse, 7. Nehrung, • Arterie, 9. Chemie, 10 Harmonium, 1 • Tabak, 12. Serbien, 13 Biene, 14 Arni & 15 Unna, 16 Miete, 17. Eindecker. - UaS Weihnachtslied lautet: Am Weihnac s bäume die Lichter brennen.
Visitenkartenrätsel
Franz Tina ist Finanzrat
M A W
I H R K I N
V N N
E T O H K O
ALE U D L
1 bis 10 3E
Gitterrätsel
E U L DERLEI A T I
M M E T D O E I E R L N
K M A NKOMM
E C H T
HALL
S ’
T E
Zahlenrätsel Christbaum.
Morgen
Bilderrätsel ,, ^ kommt der Weihnaebtem«"*'