Kchme Md Höhensonne als Lebenswecker.
Warum Winterurlaub? Fragt nicht die Stubenhocker. Fragt die anderen, die schon einmal im Hochwinter in den Bergen waren, die ui Höhensonne gebadet und auch schon einem tüchtigen Schneesturm getrotzt haben. Fragt die von der Skiläufergilde, fragt die Menschen aus den deutschen Bergen. _ Daru in Winterurlaub, weil es einmal sein muß, daß der ganze Mensch durchweht und durchsonni wird, ganz anders, als im Sommer. .. .,., ,
Im Winter ist die Sonne nahe, sie schickt durch reine Luft ihre heilende Kraft auf die Erde, Ims den Schnee, auf die Gletscher, von denen die Strahlen tausendfach zurückströmen und alles durchdringen. Im Sommer ist der Mensch oft träge. Selten ringt et sich im Urlaub das Maß an Bewegung und Ausarbeitung ab das er sich vornahm, das sein Körper verlangt. Von einer Bergtour ruht mancher drei Tage aus. Wenn eé heiß ist, sucht er den Schatten auf, und wenn es regnet dann sitzt er trübselig umher. Im Winter leidet es keinen beim Stillsitzen. Bei Sonnenschein wäre cs Sünde, in Zimmer zu bleiben, und wenn es schneit, ist die Umweb in anderer Weise schön, erlebnisreich und verlockend.
Oft hört man sagen: „Winterurlaub, schön, für die, Die skilausen können — aber wir v o in Flach- l a n d , w a s tun wir draußen im S chn ee, in kalten Hütten oder primitiven Unterkünften?" Unsinn ist so eine Ausrede! Überall in den Bergen ist man auf Wintergäste eingerichtet; sic finden Wärme mrd alle Bequemlichkeiten, alles, was sie brauchen und noch einiges mehr als im Sommer, da man auf den einzelnen Gast mehr Fürsorge verwenden kann als in der Fülle des Sommerbetriebs. Und Skilaufen? Das kann man erlernen. Jedes Lebensalter ist recht, die Bretter unter die Füße zu nehmen und sich einem ordentlichen Skikurs anzuschließen. Eitelkeit oder Angst vor Lächerlich- -'lt gibt es nicht am Übungshügel. Jeder war einmal Anfänger. Man lernt, man lacht und ist doch ernsthaft bei der Sache, man ist jung oder alt, mehr oder weniger mutig und geschickt — die Hauptsache ist die Begeisterung. Wenn man nach zehn Tagen Übungshang die erste ernst- hafte Tour hinter sich hat, sieht das Leben auf einmal ganz anders aus. Man muß es ausprobieren, welche Wunder ein Tag in der Wintersonne vollbringt, wieviel mehr ein Tag auf den langen Brettern!
Wenn man heimkehrt, braungebrannt, lebensfroh und bis ins Innerste gesund, dann weiß man die Ant- wrt auf die Frage: Warum Urlaub im Winter?
Kein Wochenende ohne Unfälle.
Am Samstag nachmittag gegen 3 Uhr erfolgte ant Peterstor ein Zusammenstoß zwischen einem Radfahrer und einem Krafträdfahrer. Der Radfahrer kam zu Fall und zog sich leichte Verletzungen im Gesicht und an der rechten Hand zu. Das Kraftrad wurde leicht beschädigt. Oie Schuld an dem Unfall trifft den Radfahrer, der, von der Rhabanusstraße komm-nd, statt wie durch Verkehrszeichen vorgeschrieben rechts um die Verkehrsinsel herum- zusahren, geradeaus fuhr.
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Gestern vormittag gegen 9 Uhr fuhr in der Frankfurter Straße in der Nähe der Filzfabrik ein auswärtiger Kraftradfahrer mit seinem Kraftrad gegen einen Baum. Der Kraftfahrer mußte mit schweren Verletzungen (Bruch des linken Armes und Beines) in das Landeskrankenhaus eingeliefert werden. Das Kraftrad wurde schwer beschädigt. Die Unfallursache ist noch ungeklärt.
Verdienstausfall an den Feiertagen.
Die Anhäufung der kommenden Feiertage bringt zwangsläufig für unsere Arbeiter einen Verdienstausfall. Viele Betriebe lassen die Arbeit in der Weihnachtswoche ganz oder teilweise ausfallen. Um diesen Verdienstausfall wettzumachen, hat der Reichs- und Preußische Arbeitsminister für Preußen und das Saarland genehmigt, daß die in der Zeit vom 23. bis 31. Dezember d. J. etwa ausfallenden werktäglichen Arbeitsstunden und ein weiterer Arbeitstag als Ersatz für den durch die Weihnachtsfeiertage eintretenden Verdienstausfall in den Monaten Dezember 1935 und Januar 1936 vorgearbeitet oder nachgeholt werden sollen. Die gleiche Regelung gilt für die gesamte Faserstoffindustrie. Voraussetzung ist natürlich, daß nicht in anderer Weise für Ersatz des entstehenden Verdienst- ausfalls gesorgt wird. Unter der gleichen Voraussetzung darf bei einer regelmäßig wöchentlichen Arbeitszeit von nur 30 Stunden oder weniger ein weiterer Arbeitstag vor-
Schon wieder sammeln?
Unterbannführer Hans Falk.
„Was, schon wieder sammeln? Ein Du meine Güte, die waren doch erst vor 14 Tagen da?" — so wird mancher Spießer fragen, wenn vom 18. bis 22. Dezember der kämpferische Einsatz der H^ für das ^inter^ilfswert erfolgt.
Nun, wir wissen, es gibt Leute, die uns nicht verstehen. Mancher lernts bekanntlich nie. Daran gewöhnen wir uns, genau so wie an die fürchterlich-mitleidsgetränkte Frage, die an viele Pimpfe gerichtet werden wird, wenn sie sammeln: „Na, xieiner, frierst Du denn nicht, wenn Du hier stehlt?“
Der „Kleine" wird diese ^rage lächelnd überhören — das alles hat für ihn einen Bart". Wenn alles sammelt, sammeln auch die Vimvie und Jungmädel, ist doch klar!
In diesem „schon wieder" liegt der mehr oder minder ne Vorwurf les Zwanges. Nein, die angesetzten Sammlungen sind fein Zwang, sondern die organisierte GelegDhert rum Opfern. Opfern könntest Du auch so, m inst Tu? Gewiß' Nur, wie selten denkt man daran ohne äußeren Anstoß'
Seien wir doch ehrlich! in jedem Menschen, auch dem Besten, steckt etwas, das der Soldat den inneren Schweinebund nennt. Wenn wir 20, 30 oder gar 40 Pfg. für ein Glas Bier, eine Taste Kaffee oder ein kleines Stück Torte ausgeben, dann fällt uns nichts dabei ein — wenn aber eine Sammelbüchse auftaucht, überlegt der „Schweinehund'" sofort, ob er es ..finanziell verantworten" könne, daß ei ‘ dauernd 10 Pfg. . . . usw.
Sozialismus der Tat ist ja nicht nur eine Sache d^> Herzens, sondern auch eine Sache der Erziehung! Wie ist denn das bei den kleinen Kindern? Dasselbe Kind, das eben noch — es hat ja noch keinen Verstand — in natürlicher Neugierde und Grausamkeit einem Infekt die Beine auszupft, trägt vielleicht wenige Minuten später ein flügellahmes, junges Schwälbchen unter bitteren Tränen nach Hause, hegt's und päppelt es wieder auf.
Das heißt: Im unbewußt lebenden Kinde liegt Gutes und Bökes. Nennern kann man nichts, aber das Schlechte unterdrücken, das Gute wecken und stärken, das kann man.
oder nachgearbeitet werden. Die übrigen Landesregierungen sind ersucht worden, für ihr Gebiet die gleiche Regelung zu treffen..
Neuerrichtete Kleinwohnungen steuerfrei.
Soeben teilt das Reichsfinanzministerium eine weitere Steuerbefreiung für neuerrichtete Kleinwohnungen mit. Nach dieser Mitteilung kann damit gerechnet werden, daß die bisherigen gesetzlichen Vorschriften in der Weise geändert werden, daß die Steuerbefreiung auch für solche Kleinwohnungen gilt, die bis zum 31. März 1937 bezugsfertig werden. Entsprechend der bisherigen Regelung verlängert sich die Frist bis zum 31. Mai 1937, wenn die Kleinwohnungen bis zum 31. Dezember 1936 vollendet werden. Das bedeutet also eine Verlängerung der Steuerbefreiungsvor- schriften um ein weiteres Jahr. Für neuerrichtete Eigenheime bedarf es dagegen einer Fristverlängerung nicht, denn diese genießen bereits nach der gegenwärtigen Rechtslage die vorgesehene Steuerbefreiung, wenn sie bis zum 31. März 1939 bezugsfertig werden.
Aus Gersfeld.
NSKOV.-Verfammlung.
Gersfeld, io. Dez. Nachdem die Ortsgruppe der NS.- KOB. im Laufe der Woche in den einzelnen Stützpunkten Schmalnau, Weyhers und Popppenhausen Versammlungen abgehalten hatte, wurde nunmehr am Freitag, den 13. d. M. für den engeren Bezirk Gersfeld ebenfalls eine Versammlung abgehalten und zwar bei dem Kameraden Hans Schüßler (Gasthof zum Adler) in Gersfeld.
Eingangs der Versammlung begrüßte der Ortsgruppen- Obmann R. F i s ch e r die zahlreich erschienenen Kameradenfrauen und Kameraden und gab die Rundschreiben, sowie die Richtlinien über die am 5. 1. 1936 durchzuführende Sammlung für das Winterhilfswerk bekjannt, die die Kriegsopfer und Hinterbliebenen durchzufllhren haben. Anschließend sprach die Hinterbliebenen-Vertreterin Witwe Franz zu den Kameradinnen über die in Kassel stattgefundene Hinterbliebenentagung.
Ausstellung der NS.-Frauenschaft.
Die Ortsgruppe der NS.-Frauenschaft veranstaltete im Gasthaus zur Krone Post eine Ausstellung von Weihnachts- Gebäck ohne Butter, sowie eine Handarbeitsausstellung mit Verlosung. Die Ausstellung wurde gut besucht. Zur Verlosung gelangten selbstgefertigte Handarbeiten, sowie nur nützliche Gegenstände und das ausgestellte Gebäck ohne Butter.
Waldlauf des RAD. Gersfeld.
Die Gruppe 224 des RAD. führte am gestrigen Sonntag früh 9.30 Uhr den diesjährigen sogenannten Weih- nachts-Eelände- und Waldlauf, in Verbindung mit der hiesigen SA. und HJ. durch. Bei guter -Beteiligung ging der Lauf flott vonstatten. Start und Ziel waren am Schützenhaus, die Strecke führte über Schützenhaus- Sichels- köpfchen-- steile Schneise-Wacht- über Rommerstraße-Weg zur Eiche zum Ziel am Schützenhaus und betrug 4 km bezw. 3 km.
Der Lauf wurde in drei Leistungsklassen eingeteilt, es ist der Traditionslauf der Gruppe 224 des RAD. und er wird alljährlich am dritten Adventssonntag durchgeführt.
Sieger in der 1. Klaffe: 1. Sieg: 1. Mannschaft der SA. des Sturmes 5/418 Eersfeld/Rhön. Zeit: 15,01 Min. 2. Sieg: 1. Mannschaft des RAD. der Abtlg. 2/224 Gersfeld- Rhön. Zeit 16,06 Min. 3. Sieg: 2. Mannschaft der SA. des Sturmes 5/418 Gersfeld/Rhön. Zeit 16,06 Min.
Einzelsieger der 1. Leiftungsklaffe: 1. Fischer, Willy, HJ. 3/1./167 Gersfeld Zeit 13,04 Min. 2. Schleicher, Willy, SA. 5/418 Gersfeld Zeit 13,38 Min. 3. Vogt, Erwin, SA. 5/418 Gersfeld Zeit 13,40 Min.
Sieger in der 2. Klaike blieben: 1. Sieg: 3. Mannschaft der SA. des Sturmes 5/418 Gersfeld Zeit 13,19 Min. 2. Sieg: Mannschaft-Truvve des RAD. Abtlg. 2/224 Gersfeld Zeit 14,16 Min. 3. Sieg: Trupp 4 des RAD. Abtlg. 2/224 Gersfeld Zeit 14,19 Min.
Einzelsieger der 2. Leistungsklasse: 1. Burkhard, Karl, SA. 5/418 Gersfeld Zeit 12,10 Min. 2. ~ RAD. 2/224 Gersfeld Zeit 12,30 Min. 3. Wachela RAD. 2/224 Gersfeld Zeit 12,34 Min.
In der 3. Leistungsklasse liefen nur RAD. Kameraden. Sieger in der 3. Klasse blieb: 1. Sieg Trupp 4 des RAD. Abtlg. 2/224 Gersfeld Zeit 14,14 Min. Ernzelsieger der 3. Klasse: 1. AM. Strube RAD. Abtlg. 2/224 Gersfeld Zeit 12.30 Min.
Wenn es nun auch viele gibt, die sich von kleinen Tierquälern zu großen Menschenquälern entwickelt haben, so gibt es doch tausendmal mehr die Besseren, die aus innerem, blutsmäßigem Antrieb der Kameradschaft leben.
Unser Volk ist heute die herrlichste Kameradschaft der Welt,. unübertroffen in seinem Opfersinn. Aufgabe der politischen Führung ist es, diesen Sinn zu erhalten, zu vertiefen.
Ein helles Licht aber fällt auf die Tage der Jugend. Wer wollte dem strahlenden Bitten eines Pimpfes oder Jungmädel widerstehen? Die HJ. wird in einem Großeinsatz für das WHW. und damit die notleidenden Männer und Frauen unserer großen Volksgemeinschaft ihren Sozialismus der Tat beweisen. Ihre Fanfaren, ihre Trommeln rufen drei Tage zum Kampf gegen Hunger und Kälte.
Und sie , wird diese Pflicht selbstverständlich tun. Frieren? Sicher friert man, wenn man lange steht, aber andere frieren noch mehr. Ein paar Stunden hungern? Andere hungern noch länger! Aber was will das alles besagen, wenn wir ganz im Stillen ei en Vergleich ziehen mit dem, was unsere Soldaten im Krieg ertrugen? Und dieses Sammeln, das ist unser Krieg, der Kampf gegen Hunger und Kälte!
Die sammeln, das sind die jüngsten politischen Soldaten Adolf Hitlers! Mag sein, daß heute manche aus einer Ritten Gewohnheit spenden — dieser Jugend gegenüber ann auch der Gleichgültigste sich nicht verschließen. Denn einem junge, strahlende Buben- und Mädelaugen ar ’^fjen und bitten, dann gibt man nicht nur, sondern gibt ge .. Und wenn die Hitlerjugend zum Sammeln aufmar- schiert und sich so ein kleiner Pimpf bemüht, tapfer mit den Großen Schritt zu halten, dann — ja, dann marschiert er geraden Wegs in das Herz auch des verstocktesten Menschenfeindes hinein. Volksgenossen! HJ. bittet Euch für Brüder in Not!
Schon wieder sammeln?
Ja, immer und immer wieder!
Es lebe die Nution!
Der Eisensteinbergbau an Lahn, Dill und in Oberhessen.
Biedenkopf, 15. Dez. Im Monat November ist die ar beitstägliche Förderung im Eisensteinbergbau an Lahn Dili und in Oberhessen erstmalig wieder über 3 000 Tonnen gestiegen. Absolut ist die Förderung im November mn 25 Arbeitstagen gegenüber Oktober mit 27 Arbeitstagen etwas geringer gefallen. Gefördert wurden 77 371 Tonnen und versandt 83118 Tonnen gegenüber 72 969 Tonnen bezw. 77 123 Tonnen im September mit der gleichen an Arbeitstagen.
Schwere Sturmschäden im Vogelsberg.
Schotten, 15. Dez. Verschiedene Gegenden des Kreises Schotten wurden in den letzten Tagen von schweren ètiir men heimgesucht, die stellenweise recht erheblichen Schaden anrichteten. An der Landstraße Laubach—Schotten wurde in einer Breite von 150 Metern einen Fichtenviertel Lurch Windbruch umgelegt. Zum Glück konnten sich die gerade in diesem Waldstück arbeitenden Holzarbeiter rechtzeitig in Sicherheit bringen. Auch in den Gemarkungen anderer Gemeinden wurden durch den orkanartigen Sturm Baumschäden angenentet.
Unter einem stürzenden Holzfuhrwerk begraben.
Auf der Stelle tot.
Büdingen, 15. Dez. Als am Samstagnachmittag vier Holzfuhrwerke des Hofgutes Konradsdorf Fichtenderbstangen heimfuhren, kam auf der Straße zwischen Babenhausen und dem Hofgut ein Wagen von der Straße ab und rutschte mit den Vorderrädern die Böschung hinunter. Bei dem Versuch, das Fahrzeug wieder auf die Straße zu bringen kippte der Wagen um und begrub den 45 Jahre alten Ve- gleitmann Johann Geiß aus Wippenbach unter sich. Eeitz war auf der Stelle tot. Er hinterläßt eine Frau und zwei Kinder.
Ein Holzfäller tödlich verletzt.
Büdingen, 15. Dez. Beim Holzfällen im Gemeindewald des Kreisortes Haingründen wurde der Holzhauer Johannes Geßner 3. durch einen herabfallenden starken Ast so schwer am Kopfe verletzt, daß er nach seiner Ueber- fllhrung in das hiesige Krankenhaus starb. Der 37 Jahre alte Mann hinterlagt eine Frau und zwei unmündige Kinder.
Gegen den Kanzelparagraphen verstoßen.
k. Hanau. Vor der Großen Strafkammer Hanau hatte sich am Freitag der in Neuses im Kreise Gelnhausen amtierende 54 Jahre alte katholische Pfarrer Alois Hahner aus Flieden unter der Anklage, sich nach § 130a des StrEB. (Kanzelparagraph) schuldig gemacht zu haben, zu verantworten. Der Angeklagte wurde anstelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von zwei Monaten zu einer Geldstrafe von 500 Rm. verurteilt.
Als erwiesen wurde erachtet, daß er am 19. Mai d, J. in der katholischen Kirche zu Neuses bei Abhaltung des Gottesdienstes ein bischöfliches Rundschreiben über den Beitritt zu nationalsozialistifchen Jugendorganisationen der ein freiwilliger sei, verlesen, dabei eine vor den Amtswaltern der DAF. in Somborn gehaltene Rede kritisiert und schließlich erklärt hat:
»Ihr Eltern unßt jetzt, wohin Ihr Eure Kinder zu schicken habt. Schickt sie nicht in Organisatio
nen, wo unser heiliger Glaube gefährdet ist.“
Aufgrund der Aussagen des Bürgermeisters und des Hauptlehrers der Gemeinde Neuses konnte kein Zweifel bestehen, daß dabei die Eltern gewarnt worden seien, ihre Kinder der HJ., dem VDM. und dem JV. zuzuführen. Beide Zeugen hatten dem Gottesdienst am 19. Mai d. I beigewohnt. Der Hauptlehrer hatte sich Aufzeichnungen über die Ausführungen des angeklagten Pfarrers gemacht, der Bürgermeister, der seit April 1933 amtiert, bekundete, daß nach seiner Empfindung der Pfarrer seine Ausführungen gegen die nationalsozialistischen Jugendorganisationen gerichtet hätte. Der Staatsanwalt hatte eine Gefängnisstrafe von zwei Monaten beantragt.
Den Beleidiger zu ertränken versucht.
Mainz, 13. Dez. Vor dem Schwurgericht der Provinz Rheinhessen hatte sich der 23 Jahre alte Ludwig
aus Rheindürkheim unter der Anklage zu verantworten, am 1. September in der Nähe von Rheindürkheim vorjag- lich aber ohne Ueberlegung versucht zu haben, den Richaro Ohnacker aus Rheindürkheim zu ertränken. Zwtzchen Fischer und Ohnacker herrschte Spannung, seitdem Ohnacker Fischers Braut beleidigt hatte. Am 1. September Tam es am Rhein zu Auseinandersetzungen zwischen den beiden. Als Ohnacker schwere Beleidigungen bei dem Wortwechsel äußerte, geriet Fischer außer sich und wollte auf Ohnacker los gehen. Dieser, der sich gerade zum âve anschicken wollte, sprang in den Rhein. Der Angeklagte stürzte ihm mit dem Ruf: „Kerl, ich ersäuf' dich! nach, packte ihn und tauchte ihn mit dem Kopf unter Wager. Ohnacker, der dem Ersticken nahe war, konnte sich enoUch losreißen, doch der Angeklagte, der ihn an der Badehm festhielt, schwamm hinter ihm her. Da er aber angezog war und seinen Gegner im Wasser nicht einholen kann , lief er eine Strecke am Ufer neben ihm her und bemov ihn neuerdings. So schwamm Ohnacker noch mehr als Meter weiter, bis endlich das Hinzukommen von PaMn ihn aus seiner mißlichen Lage befreiten. Der teuw 1 geständige Angeklagte bestritt die Tötungsabsicht, y i । jung, unbestraft und hat einen guten Ruf. .Das.Schw- geriet verurteilte ihn zu sechs Monaten Eefängnrs weg versuchten Totschlags.
Gießen, 15. Dez. (Auf d em Bahnkörpers aufgefunden.) Am Sonntag früh fand man aus Bahnkörper der Strecke Gießen —Fulda, unmitteloa ter der Gießener Stadtgrenze, die Leiche eines M der offenbar von einem Zuge überfahren und getowc den war. Es handelt sich beim dem Toten um ein bei ter aus einem Dorfe bei Grünberg, der in "wo .^ schäftigt war. — Allem Anschein nach kommt em U j in, fall in Betracht. Bei dem Toten handelt es sâ ^riaen zwilchen festgestellt werden konnte, um den > Hilfsarbeiter Karl Herzberg aus Harbach. ssjern
Mainz, 15. Dez. (Aus bulgarische n deutsche gemacht.) Wegen Vergehens geg ^^ Eierverordnung vom 17. März 1932 und Betrugs ^ der 69 Jahre alte Philipp Klein aus M a l n z' ^11 zirksschöffengericht zu drei Wochen Gefängnis ” des Klein war bereits im Jahre 1933 schon einmal n gleichen Vergehens bestraft worden. Der Ange" » einen den Stempel „bulgarische Eier" entfernt und das ^ Stempel „Deutsche B" angebracht, um die f^ststn. deutsches Produkt um einen Pfennig teuerer zu