russischen Kämpfer kommen bei dem Zugunglück mit dem Leben davon, unter ihnen auch Armus Beckius. Sie werden gefangen genommen und sofort vor ein Kriegsgericht gestellt. Armus Beckius wird zum Tode durch Erschießen verurteilt. Er bittet den Vorsitzenden des Kriegsgerichtes, ihn für einige Stunden zu beurlauben, damit er noch jemanden besuchen kann. Er schwört, daß er am nächsten Morgen um 7 Uhr, wo seine Erschießung festgesetzt ist, zurück sein wird. Sein Wunsch wird natürlich abgeschlagen. In seine Zelle zurückgeführt, ermöglicht ihm sein Bruder, der als Leutnant für sein Vaterland kämpft, über Nacht in seinen Heimatsort zu reiten, mit dem Versprechen, pünktlich zur Stelle zu sein. Armus kommt zu seiner Geliebten, nachdem er aus dem Munde seiner Mutter gehört hat, daß sie ihn als Sohn nicht mehr kennt. Marja, die junge Russin, diè aus einem Briefe den Armus im Auftrage des Bruders der Mutter übergeben sollte, erfährt, daß ihr Geliebter zum Tode verurteilt ist, will ihn nicht fortlasien. Armus aber entreißt sich ihren Armen, reitet zurück in die Gefangenschaft, wird unterwegs verfolgt, verwundet und kommt totkrank im Lager an, wo schon alle Vorbereitungen für seine Erschießung getroffen werden. Sterbend sinkt er dort nieder, sein Bruder führt ihn tot in die Heimat zurück. Er hat seinen Schwur gehalten, nachdem er noch vorher erkannt hatte, daß sein Meg ein Irrweg war.
Ter Tilm zeigt sehr gute Photographie, die einzelnen
■ .'.i und lebenswahr gezeichnet, die Spieler verdienen durchweg Lob, die Regie ist vortrefflich. — Die Wochenschau bringt u. a. für den Sportsmann interessante Bilder vom Fußball-Länderkampf England — Deutschland, ein Kulturfilm zeigt die Schönheiten des Schwarzwaldes.
Sonntagsdienst der Dentisten.
Sonntag, den 15. Dezember: Dentist Anton Schäfer, Zieherser-Meg 34.
Fuldaer Märkte.
Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 121 Ferkel angefahren. Bezahlt wurde für das Stück 14, 18 und 22 Mark, während größere Tiere über Notiz bezahlt wurden.
Das Pfund Putter kostete auf dem Buttermarkt 1,42 Mark, Eier 11 Pfennig das Stück, Gänse 90—100 Pfennig das Pfund.
ZUcWmer Racheakt eines Lvt'affenev.
Zwei Professoren erschossen. — Bluttat n de r New - Aorker U n i v e r s i t ä t.
-In Der chirurgischen Klinik des Zahnärztlichen -">itt!'S der ColumSia-NnirersitSt in New York spielte eine aufs "enerregende Bluttat ab. die drei Todes' opfck forderte
In dem Zabnärztlichen Institut der Universität war s fetzi der 55jährige Russe Victor Kussow als in ^er beschäftigt gervefen. Man hatte ihn aus ‘ ekiina entlasten, da er wiederholt Streitigen IN! einen Mitarbeitern hatte und sich sogar zu . ' fwandlunaeu eines Kollegen hinreißen ließ. Kussow, nn der Reünsfchule der Moskauer Universität einen H?em- chen Grad erworben hat, konnte in Amerika keine angemessene Anhebung erhalten und war daher stark verbittert.
Naivem er jetzt ent'assen worden war, kehrte er >-nwe ^eit später in das, In'tiUUsgebäude zurück, stürmte - MFstn dâs Atweilszimmer des Professors Artür i ß 7 c und streckte ihn durch einen Revolver schuß :nj {'H' nieder. Dann eilte der Mörder acht Stock- ; k des Gebäudes hinauf in das Laboratorium und wß aus den dort erperimentierenden Professor William Crawford, der glücklicherweise jedoch nur an der Hand verletzt wurde. Wie ein Wahnsinniger stürmte daraus Kussow in das Arbeitszimmer des Professors Paul Wiberg und schoß ihn nieder. Der Schuß war tödlich. Vor der Leiche seines Opfers stehend, erschoß sich dann der Täter selbst. Man fand bei ihm einen Zettel, auf dem er erklärt, er werde Professor Rowe, mehrere andere Menschen und sich selbst töten.
Letzte Nachrichten.
Der Führer empfängt den englischen Botschafter.
Berlin, 14. Dez. (Funkmeldung.) Der Führer und Reichskanzler hat gestern in Anwesenheit des Reichsministers des Auswärtigen den englischen Botschafter empfangen. Dabei ist in offener und vertrauensvoller Aussprache die Erörterung der Möglichkeiten etwaiger Rüstungsbe- grenzungen und des bekannten englisch-französischen Vorschlages eines Luftpaktes zwischen den Locarno-Mächten fortgesetzt worden.
Das Danziger Zentrums-Organ auf vier Monate verboten.
Danzig, 14. Dezember. (Funkmeldung.) Das dreimal wöchentlich erscheinende Organ des Danziger Zentrums, die „Danziger Volkszeitung", ist, wie von amtlicher Seite mitgeteilt wird, mit Wirkung vom 13. Dezember 1935 auf die Dauer von vier Monaten verboten worden.
Mafaryks Rücktrittserklärung.
Prag, 14. Dez. (Funkmeldung.) Heute kurz nach 12 Uhr mittags empfing der Präsident der Republik auf Schloß Lany den Vorsitzenden der Regierung Dr. Milan Hodza und die Vorsitzenden des Abgeordnetenhauses und des Senates in Anwesenheit von Mitgliedern seiner Familie und hoher Beamter seiner Kanzlei. Er gab hierbei die Erklärung ab, daß er sein Amt niederlege und daß dies sein unerschütterlicher Wille sei.
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Die Marburger Akademiker in Paris.
Empfang beim deutschen Botschafter.
Marburg (Lahn), 13. Dez. Anläßlich der Anwesenheit der Marburger Dozenten und Hochschüler in Paris gab das deutsche Botschafterpaar einen Empfang, zu dem neben Vertretern der Partei und der Presse auch der Leiter des Deutschen akademischen Austausch-dienstes in Paris, Dr. Epting, erschienen war. Zum Abschluß veranstaltete auch Dr. Epting einen Empfang, um den Gästen den Dank für die verständnisvolle und freundliche Aufnahme der französischen Studenten in Deutschland zu bezeugen. Professor Jaeck, der Führer der Marburger Studentengruppe, schloß sich diesem Tank an. Er konnte die freudige Mitteilung machen daß im Sommer nächsten Jahres wieder französische Stickenden der Marburger Universität einen Besuch abstatten werden.
Fuldaer Fnßballvorfchau.
Schweres Spiel für Germania in Kassel.
Gleich beim ersten Gang in die Rückrunde treffen die Germanen auf einen starken Gegner. Wieder ist es der Kasseler Sportklub 03, mit dem die Spielreihe begonnen wird. Aber, seit dem mehr als eindeutigen 3 :1 in Fulda — wobei das Gegentor ein verwandelter Elfmeterball war — hat sich vieles ereignet. Kassel hat siebenmal unentschieden gespielt, einmal verloren und zweimal gewonnen. Wie anders aber die Germanen! Schon hieraus müßte zu ersehen sein, daß der Sieger des Kampfes von morgen nur Germania heißen darf, ungeachtet des gegnerischen Platzes. Schon aus der Erwägung, daß ein Sieg von morgen eventuell Tabellenführung für die nächste Zeit bedeuten" kann, müßte es Pflicht eines jeden Germanen sein, -das letzte zu geben. Die vollzählige Elf wird es wohl auch schaffen!
Großkampf in Hersfeld.
Hanau 93 ist dort zu Gäste und hat die Aufgabe, eine Niederlage (3 :5) im Vorspiel wettzumachen. Wenn auch schwer, es sollte wohl gelingen.
Kurhessens Gang nach Friedberg wird wohl doppelten Punktverlust bedeuten.
Nauheim hat in Marburg keine Chance. R.
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Familienanzeigen
Aus der Rhön.
Gersfeld. Geboren: Am 18. Oktober eine dem Schmied Richard Fröhlich und seiner Ehefrau Katharina geb. Fischer. Namen des Kindes: Erno — Gestorben: Am 4. Dezember Witwe Susanne S ling, geb. Kümmel, 83 Jahre alt.
Hettenhausen. Geboren: Am 3. November Tochter dem Bahnarbeiter Johann Wilhelm Kreiß ner Ehefrau Mathilde geb. Maul. Name des Kindesb Hilde. ’
Kippelbach. Geboren : Am 19. Oktober eine dem Landwirt Emil Seifert und seiner Ehefrau Lina Simon. Namen des Kindes: Erna Anna. — Am 5 eine Tochter dem Landwirt Willi Leuber und seiner frau Babette Emma geb. Richter. Namen des ©inx«; Lina Helga.
Knottenhof. Vermählt: Am 13. Dezember Maur» Joh. Ad. Müller und Kath. Erk verw. Danner, Knottenhos
Rengersfeld. Geboren: Am 27. November eine Tochter dem Landwirt Otto Knüttel und seiner Ehefrau Maria geb. Dittmar. Name -des Kindes: Anna Ida — Am 9. November eine Tochter dem Arbeiter August Gutmann und seiner Ehefrau Anna geb. Günther. Namen Kindes: Babette Emmy. 5
Rommers. Geboren : Am 9. November eine Tochter dem Arbeiter August Gutmann und feiner Ehefrau Anna geb. Günther. Namen des Kindes: Babette Emmy.
Sandberg. Gestorben: Am 3. Dezember Auszügerin Dorothea Schüßler, geb. Schüßler, Witwe, 76 Jahre alt
Schlitzenhausen. V e r m ä h lt: Am 13. Dezember Landwirt Johann Kalb und Emma Lina Maria Dietrich, Habel. y
Tann. Eest 0 rben : Am 26. November Katharina Fleischmann, Maurerswitwe, 75 Jahre alt.
Theobaldshof. Geboren: Am 2. November, getauft am 8. Dezember, ein Sohn dem Anstreicher Ludwig Reiu- Hold Zimmermann und seiner Ehefrau Lydia Elise geb Orf. Namen des Kindes: Ludwig Heinrich.
Kirchliche Nachrichten
3. Advent — Sonntag, 15. Dezember 1935.
Evangelische Kirche Gersfeld.
3. Advent-Sonntag, den 15. Dezember 1935. Cic
9. 30 Uhr Gottesdienst mit Liturgie und Predigt. Pfr. Langheinrich. 11 Uhr Kindergottesdienst im Diakonissenheim. 6 Uhr Abendmahlsfeier. 8 Uhr Jugend-Bibel- stunde im Pfarrhaus.
Montag, 16. Dezember, 3 Uhr Kinderbund. 7.30 Uhr: Posaunenchor im Pfarrhaus.
Dienstag, 10. Dezember, 7.30 Uhr Posaunenstunde für Anfänger im Pfarrhaus. 8 Uhr Mütterverein im Diakonissenheim.
Freitag, 20. Dezember, 10 Uhr Abendmahlsfeier. 8 Uhr Ev. Singkreis.
Gottesdienst in den Gemeinden Hettenhausen u. Dalherda,
Hettenhausen: 10 Uhr Gemeindegottesdienst, anschließend Kindergottesdienst.
Eichenbach: 14 Uhr Alten-Abendmahl, anschließend Haus-Abendmahl für Kranke. Pfr. Fritsch.
Mittwoch, den 18. Dezember, 19.30 Uhr Bibelstunde im Schwesternhaus. Pfr. Fritsch.
Dalherda. 10 Uhr Gottesdienst, anschließend Kindergottesdienst. Vikar Reinmöller.
Ev. Kirchengemeinden Tann, Neuswarts, Habel, Hilders. Tann: 10 Uhr Predigtgottesdienst. 11 Uhr Kindergottesdienst. 2 Uhr Beichte und Abendmahl. Pfr. Ditter. Neuswarts: 10 Uhr 'Predigt-gottesdienst. Vikar Leister.
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Oeffentliche Steuermahnung.
Diejenigen Steuerpflichtigen und Erziehungsberechtigten, welche bis jetzt:
1. die staatliche und städtische Erundvermögenssteuer für den Monat Dezember 1935,
2. die Hauszinssteuer für den Monat Dezember 1935,
3. die von den Arbeitnehmern im Monat November 1935 einbehaltene Bürgersteuer,
4. das Schulgeld für den Monat Dezember 1935 für die Schüler des Gymnasiums, der Oberrealschule und oe Winfried schule
noch nicht bezahlt haben, werden hiermit aufgefordert, bis spätestens 18. Dezember 1935 Zahlung zu leisten.
Nach diesem Termin beginnt alsbald die zwangswctzt Einziehung der Rückstände.
Bei verspäteter Einzahlung der Steuern ist der gel^m liche Säumniszuschlag zu leisten.
Fulda, den 14. Dezember 1935.
Die Stadtkasse: J. V. Müller.