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Der Schülerunfall in Deckenbach.

Eine Darstellung des Kreispresseamts.

Alsfeld, 11. Dez. Vor einigen Tagen wurde berichtet, daß in Deckenbach einem Schüler durch eine Ohrfeige des Lehrers der Griffel, den er in der Hand hatte, in die Augen­höhle drang und daß der Schüler infolge der schweren Ver­letzung gestorben ist. Nach eingehender Untersuchung teilt nunmehr das Kreis-Presseamt Alsfeld zu dem tragischen Vorfall folgendes mit:Es war nicht so, daß dem Schüler durch eine Ohrfeige des Lehrers der Griffel durch die Augenhöhle ins Gehirn drang. Der Schüler wurde vom Lehrer auf einen Fehler aufmerksam gemacht und erhielt dabei einen leichten Klapps. EineZüchtigung" war weder beabsichtigt, noch wurde sie vorgenommen. Der Schüler aber zuckte, um jenem leichten Klapps auszuweichen, nach der Seite und verletzte sich mit dem spitzen Ende des Griffels am oberen Lid des linken Auges. Es entstand eine Schramme, die zunächst ganz geringfügig erschien. Der Junge klagte vorher wiederholt über Kopfschmerzen. Es rst also in keiner Weise erwiesen, daß die schlimmen Folgen des tragischen und bedauernswerten Vorfalles durch die geringfügigen Verletzungen des Augenlides eingetreten sind. Der Lehrer ist als ruhiger und guter Mensch be­kannt und beliebt. Die gesamte Bevölkerung des Dorfes fühlt mit ihm und tritt für ihn ein, auch die beklagens­werten Eltern des verstorbenen Kindes."

Marburg, 11. Dez. (Mit dem Schrubber den K o p f a u f g e s ch l a g e n.) In Leidenhofen unterhielten sich zwei Dienstmädchen mit mehreren jungen Bursâ>en. Da es ihnen im Freien zu kalt wurde, nahmen die Mädchen die Burschen mit in das Haus des Landwirts G. Testen Frau hörte dies und veranlaßte ihren Mann, die Burschen hin­auszuweisen. Dabei geriet er so in Wut, daß er einen Schrubber ergriff und damit einem Burschen den Kopf auf- schlug. Der Verletzte wurde der Chirurgischen Klinik in Marburg zugeführt.

Wetzlar, 11. Dezember. (Drei Todesopfer der Diphtherie.) In einigen Kreisorten ist die Diph­therie unter den Kindern stark verbreitet. In Erda starb ein Kind; ferner «sind in Vetzberg ein neunjähriger Junge und ein elfjähriges Mädchen der Krankheit erlegen.

Bad Ems, 11. Dez. (Durch Hufschlag den Kopf zerschmettert.) In Kördorf (Unterlahntreis) wurde der Landwirt August Schäfer im Stall beim Pferdeputzen

Gießen, 11. Dezember. (Freudiges Familien­ereignis in der Licher Fürstenfamilie.) Dem Erbprinzenpaar Dr. Hermann Otto zu Solms-Hohensolms- Lich wurde heute früh eine Tochter geboren.

Die Verteilung der Nobelpreise.

In Stockholm fand die feierliche Überreichung der Nobel­preise durch den König von Schweden statt. König Gustaf beglückwünscht den deutschen Biologen Professor S p e m a n n, der den Nobelpreis für Medizin erhielt. «Scherl Bilderdienst.)

Skiparadies auf dem Predigtstuhl bei Bad Reichenhall.

Von den sonnigen Schneematten oben auf der Predigtstuhlhöhe, die mit Bad Reichenhall durch eine Schwebe­bahn verbunden ist, genießt man eine herrliche Aussicht auf den Watzmann, den Hochkalter und andere Eipfelriesen der Berchtesgadener Alpen. (Scherl Bilderdienst M.)

Heppenheim a. d. Wiese, 11. Dez. (Tragischer Un­fall beim Ausladen von Rüben.) Einem tragi­schen Unfall ist ein hiesiger Landwirt zum Opfer gefallen. Ein Landwirt war mit seinem Knecht mit dem Ausladen von Rüben beschäftigt. Gerade als der Knecht eine Gabel voll Rüben auf den Wagen werfen wollte, beugte sich der auf dem Wagen stehende Landwirt nach vorn. Ein Zinken der Gabel drang dem Landwirt ins Auge. Er ist an den Folgen der schweren Verletzung gestorben.

Aus der Bewegung.

Hörfolge der Reichssendeleitung vom Parteitag der Freiheit.

Die Reichssendeleitung bringt vom 10. bis 12. Dezember von 19 bis 22 Uhr über alle deutschen Sender ein akustisch­historisches Dokument: denParteitag der Freiheit". In einem völlig neuen Berichtsstil ist nach verschiedenen Ausschnitten ein wahrhaft unverfälschtes, absolut zeitgerech^es Gesamtbild entstanden: aus den denkbar kleinsten Zeitraum übertragen. Nichts von Bedeutung fehlt. Eine funkkünstlerische Leistung, die der großen Aufgabe würdig ist.

Der Rcichsschatzmeifter ordnet an:

Die Besuchszeiten in der Reichszeugmeisterei der NSDAP, werden mit sofortiger Wirksamkeit wie folgt festgesetzt: Für den Leiter der Reichszeugmeisterei: Dienstag und Freitag von 11 bis 12.30 Uhr. Für die Einkaufs- und Zulassungsabteilung, Nechtsstelle und Betriebsprüfstelle: Montag, Mittwoch und Freitag von 9 bis 11.30 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten können Besucher grundsätzlich nicht mehr empfangen werden.

Erholungslager für BDM.-Mädel.

Der Obergau Niedersachsen führt neben den Winterlagern des BDM. in Zusammenarbeit mit der NSV. eine Ver­schickung erholungsbedürftiger BDM.-Mädel durch. 100 Mädel werden in der Jugendherberge Springe am Deister zu einer vierwöchigen Erholungszeit untergebracht. Den Mädeln er­wachsen durch die Teilnahme an dem Lager keinerlei Kosten. Sport und Spiel und das Leben in froher BDM.-Gemeinschaft werden ihnen Kraft und Erholung für ihre weitere Arbeit geben. Für das Frühjahr ist eine Verschickung von 500 er­holungsbedürftigen Jungmädeln in Aussicht genommen.

Der Obergau Niedersachsen wird ferner in Zusammen­arbeit mit dèr Gauamtsleitung der NSV. während der Wintermonate zwei große achttägige BDM.-Erholungslager durchführen, und zwar in den Jugendherbergen Braunlage und Andreasberg. In je vier Abschnitten werden rund 300 er­holungsbedürftige Mädel aus dem Bezirk des gesamten Ober­gaues an diesen Lagern teilnehmen. Die Leitung haben bewährte BDM.-Führerinnen. Neben diesen großen Ober­gaulagern sind noch mehrere Wintersportlager der Untergaue geplant.

HJ.-Fahne im Lande Braunschweig über 212 Schulen.

Der gemeinsamen Erziehungsarbeit der Hitler-Jugend und der gesamten Lehrerschaft ist es zu danken, daß nunmehr schon in 212 Volks- und Mittelschulen des Landes Braunschweig über 90 Prozent der Schüler und Schülerinnen sich den ver­schiedenen Gliederungen der Hitler-Jugend angeschlossen haben. Der Tag ist nicht mehr fern, wo die Fahne der deutschen Jugend über allen Schulen des Landes Braunschweig wehen inirh

Studentenbund und Korporation.

Nachdem die studentischen Korporationen von festen der Partei als nationalsozialistische Erziebungsgemeinschaften uicfu anerkannt werden, hat sich - wie bekannt - ein großer ^j, von studentischen Verbänden und Korporationen aufgelöst Von diesen Korporationen sind wiederum eine größere Anza<i Kameradschaften des Studentenbundes geworden Im Gegen satz dazu bestehen nach wie vor an den Hochschulen eine Reibe von Korporationen, die bewußt ihr altes korporationsstuden tisches Brauchtum beibehalten wollen.

Der Studentenbund will wie wiederholt betont - dich Korporationen an ihrem Eigenleben nicht behindern. Es ist jedoch unmöglich, daß in Zukunft Studentenbundmitglieder derartigen noch bestehenden Korporationen angeboren' $er Reichsstudentenbundsührer Derichsweiler hat dahier angcoroiiet: 1. Eine gleichzeitige Mitgliedschaft zu noch bestehenden oder suspendierten studentischen Korporationen ist für Mitglieder bzw. Anwärter des Studentenbundes untersagt: 2. Die Aus­trittserklärungen haben bis zum 1. Januar 1936 zu erfolgen. Die Hochschulgruppenführer haben bis zum 15. Januar 1936 Vollzugsmeldung zu erstatten. 3. Nicht betroffen durch diese Anordnung werden selbstverständlich die aus den Korporationen gebildeten Kameradschaften, die ja Teil des Studentenbundes sind. Ebensowenig werden dadurch betroffen Korporationen, deren Eingliederung als Kameradschaft in den Studentenbund in Aussicht genommen, aber noch nicht vollzogen ist.

BDM. packt 10 000 Weihnachtspakete.

Vor kurzem hatte die Gauleiung Hessen-Nassau der NZV. Wunschzettel an bedürftige Volksgenossen verteilen lassen, aus denen sie die notwendigsten ihnen fehlenden Sachen vermerken konnten. 10 000 dieser Wunschzettel hat die NSV. nun dem BDM. und den Jungmädeln des Obergaues Hessen-Nassau übergeben. Mit großer Freude haben die Mädel die ihnen damit gestellte Aufgabe übernommen, die den zweiten großen Einsatz des hessischen BDM. für das Winterhilfswerk dieses Jahres darstellt. Seit Tagen sitzen alle BDM.- und Jungm« daheim und in den Heimabenden bei der Arbeit Es tzvm gestrickt, genäht und gebastelt und aus den alten, erst kiirziilb bei der erfolgreichen Sammelaktion der Jungmädel gespen­deten Sachen neue Kleidungsstücke hergerichtet. - Am Ab- lieserungstag werden 10 000 sorgfältig gepackte Weihnachts­pakete den sichtbaren Beweis des erfolgreichen Einsatzes Je» hessischen BDM. geben.

Eingliederung der Landjahrpslichtigen in die Hitler- Jugend.

Am 15. Dezember 1935 läuft das Dienstjahr der Land- jahrpflichtigen von 1935 ab. Das Soziale Amt der Reichs- jugendführung erläßt in Kürze Anordnungen, nach denen Die Eingliederung aller Landjahrpflichtigen in die Hb- vor­genommen wird.

Hitler-Jugend schult ihre Geldverwalter.

In Niederhausen bei Wiesbaden begann der erste Schulungslehrgang sämtlicher Gebietsgeldverwalter der Außerdem nehmen an diesem Lehrgang auch noch etn ~e Revisoren sowie verschiedene Ersatzleute teil. Ab b« 1936 werden neben diesem Lehrgang noch drei weuerc^1 im Reich eröffnet, und sämtliche Gebietsgeldverwalter,--- gaugeldverwalterinnen, Banngeldverwalter und unterga a Verwalterinnen in sechswöchigen Lehrgängen gemMt uh dein Rüstzeug ausgestattet, das ein Geldverwalter zu- i füllung seiner Aufgaben benötigt. Es sind nn, Lam - Jahres 1936 rund 1000 Teilnehmer für Die Ausbildung gesehen.

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Wovon man spricht.

Ein einstmals verbotener Sport wird hochschulfähig. Sammler und Nichtsammler Ein Filmkind heiratet.

Die Breslauer Universität ist zur deutschen Ski-Universität erklärt worden, an der sämtliche Skilehrgänge für den Turnlehrernachwuchs durchgeführt werden sollen. Über die Notwendigkeit des Sports braucht man heute nicht viel Worte zu verschwenden. Der Skilauf ist anerkanntermaßen eine begeisternde Fahrt in die Freiheit, bei der der Mensch alle Herrlichkeiten der märchenhaften Winterlandschaft in sich aufnimmt und beim Gleiten über Berg und Tal Mühe hat, feinen Jubel über so viel Schönheit zu unterdrücken. Man könnte höchstens neidisch werden auf die schnellen und kraftvollen Läufer, die über schneebedeckte Hänge wie der Blitz in die Tiefe saufen oder in gewaltigem Sprung auf ihren hölzernen Flügeln durch die Lüfte segeln. Nicht jeder ist natürlich einstorhopper", einGroßhüpfer", wie der Norweger Birger Ruud, der es im Tiefweitsprung auf 76 Meter bringt, aber jedenfalls hat man jetzt ausnahmslos Ver­ständnis für sportliche Leistungen, und der Sport ist schon langsthochschulfähig" geworden. Das war in früheren Zeiten, da man auch in Deutschland Schlittschuh und ver­einzelt auch Schneeschuh lies, ganz anders. Die Mans- felder Schulordnung vom Jahre 1580 verbot bei strenger Strafe dasunnatürliche, närrische HinundHerlaufen auf dem Eise". Im Jahre 1785 erließ der Kurfürst von Trier gleichfalls ein strenges Verbot, aufs Eis zu gehen. In Deutschland verdankte der Schneeschuhlaus seine Eiu- führung in neuerer Zeit einem besonderen Naturereignis. Im Winter 1882/83 wurden durch einen gewaltigen Schneesturm viele tausend Tannen im Harz gefällt. Die Forstbehörden, die mit der Abschätzung des Holzschadens beauftragt waren, konnten den Auftrag wegen des meter­hohen Schnees nicht ausführen. Der Oberförster Ulrich in Braunlage erinnerte sich an die Schneeschuhe der yS^Sorijter «Ad stets M tow eisest Sr^msHL nach den

entsprechenden Abbildungen ein Paar Schneeschuhe an­fertigen, die erG l e i t s ch e i 1 e" nannte. Mit diesen Gleitscheiten" wurden alle Forstbeamten von Braunlage ausgerüstet. Im selben Winter wurde der Brocken von einem Norweger und zwei Engländern und später auch vom Oberförster Ulrich bestiegen. Man nimmt an, daß der Schneeschuh viele Jahrtausende vor Christi von finnisch-mongolischen Volksstämmen in Südasien erfunden worden sei, die bei ihren Wanderungen nach dem Westen diese Erfindung den Germanen Skandinaviens über­mittelten. In Schweden ausgegrabene Moorschneeschuhe sollen bis zu 4000 Jahre alt sein. Man spricht sogar von einer Schneeschuhkultur der nordischen Völkerschaften. Die Hochschulfähigkeit des Skisports in unseren Tagen ist gleichfalls Ausdruck einer kulturellen Gesinnung.

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Die sechs Millionen Briefmarkensammler, die es in der Welt gibt, und die übrigen 1700 Millionen Menschen, die die Erde sonst noch trägt, werden einander ivohl nie verstehen. Der Sammler wird stolz und mit innerer Freude bekennen, daß sein Leben durch das Sammeln reicher geworden sei, daß er seiner Liebhaberei viele frohe Stunden der Erholung und Anregung, die Erweiterung seines Wissens und seines geistigen Rund­blickes verdanke. Länder und Städte, Landschaften und Tiere, Staatsmänner und geschichtliche Ereignisse seien ihm vertraut geworden, spielend habe er gelernt, was sich ein anderer mühsam angelesen habe. Der Nichtsammler wird für alle diese Gründe höchstens die mitleidsvoll­geringschätzige Bemerkung übrighaben:Na ja, ein jedes Tierchen hat halt sein Pläsierchen." Er wird nicht ver­stehen können, inte man dieser Liebhaberei mitunter ein Vermögen opfern kann. Er wird den Kopf darüber schütteln, daß der vor kurzem verstorbene New-Vorker Millionär Artur Hind für die teuerste Briefmarke der Welt, eine Ein-Cent-British-Guyana, das runde Sümm­chen von 160 000 Mark zahlte. Seiner Meinung nach ist diese Marke vielleicht 50 Mendig wert, für die sie im J^re 1TH tsqWW ^H.Ün ^iiiv^e v «Lauft hat,

in dessen Sammlung sie sich befand. Der wird die ganzeSammlerei" für ein .hoffnungslos ginnen erklären, denn man könne reich sein wie >» ^ - und alt werden wie Methusalem, ohne jemals sa.

80 000 Postwertzeichen in seinen Besitz zu hnilgen, mx - jetzt auf Erden gibt. Am 7. Januar des nächsten J - werden aber die ctlva 700 000 Briefmarkensamiunc^ man in Deutschland zählt, mit allen übrigen ' ^ genossen ein Herz und eine Seele sein. Der /.<5 ist derTag der Briefmarke", an dem fahrtsbriefmarken im Dienste der Winterhilfe - , werden sollen. An diesem Tage wird gew v Deutsche von der edlen Sammelleidenschaft ergug

Es gibt Menschen, die nicht gern alt werden mancher Modedame sagt man, daß sie MMN , . r ihren 25. Geburtstag feiere Wunderkinder Bei Beziehung mitunter Ähnlichkeit mit Moded einem Wunderkinde erscheint einem oft dasf n [>< Wunder. daß die Menschheit ibr Kindlrcme ^erika- Münze nimmt. So einWunderkind" war i Mkic Nische Filmliebling Jackie Eoogan. Ma ^^ nur als Baby in Erinnerung, und nun W , recht Filmkind" verlobt. Die Zeit vergeht ; ein schnell, aber doch nicht so schnell, daß ein «jlntfi«i> paar Jahren Verlobung feiern könnte. ^ wohl wird, als man es auf die Öffentlichkeit Kind kaum im Kindesalter gesteckt haben, da^ ! ' ^ auf wird vielmehr das pp. Publikum gewesen; ^Z Aus- diesen Reklamekniff hereinfiel. Sockle E Börsen^ erwählte ist die Tochter eines amerlkan 1 - ^gcht königs. Na also, dasgilmtinb"^ verwände"- einen sehr nüchtern denkenden Geschastsma ,teren E>w Hoffentlich holt Herr Coogan in seiner ^ffentlw' Wicklung die paar Jahre ein, die er brsye keit gegenüber unterschlagen haben dursn.

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