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Paul Oskar Höcker.

Zum 70. Geburtstag des Schriftstellers am 7. Dezember.

Demjenigen, der Paul Oskar Höcker und seine Arbeiten aus den letzten Jahren kennt, wird es nicht leicht, zu glauben, daß dieser jugendfrische und so kraft­voll das Leben bejahende Mensch und Schriftsteller die Schwelle des biblischen Alters überschritten hat und unter die Siebziger gegangen ist. Im letzten Jahre noch hat er mit seinem Bismarck-RomanDie reizendste Fran außer Johanna" großes Entzücken ausgelöst und seinen guten Namen den vielen Freunden und Verehrern seiner Kunst wieder recht lebhaft in Erinnerung gebracht. Da ist noch nichts von Greisenhaftigkeit oder Ermatten zu spüren. Straff, wie wir es von jeher bei ihm gewohnt waren, führt der Dichter die Zügel in seiner meisterhaft angelegten Erzählung und baut eine kleine Episode aus des großen Kanzlers Leben zu einem spannenden und mitreißenden Roman aus. Mit jugendlichem Schwung und jugendlicher Farbenfreudigkeit ist hier dem Dichter ein Werk gelungen, das keinerlei Alterserscheinungen aufweist, dem höchstens die reiche Erfahrung eines langen und erfüllten Lebens einen Duft von Reife verleiht, der einen besonderen Reiz dieses schönen Buches ausmacht.

Seit vielen Jahrzehnten nimmt Paul Oskar Höcker als einer unserer erfolgreichsten und beliebtesten Roman­schriftsteller einen rühmlichen Platz in der Unterhaltungs­literatur unserer Zeit ein. Sein Name und seine vielen Romane sind in weiteste Kreise unseres Volkes gedrungen und haben einer zahlreichen Leserschaft genußreiche und unterhaltende Stunden bereitet. Seine glänzende Er­findungsgabe, der kluge Aufbau der Handlung und fein ungekünstelter, aber gepflegter Stil sind Vorzüge seiner Begabung, die ihm immer einen guten Platz unter unsern zeitgenössischen Romanschriftstellern gesichert haben Dar­über hinaus aber ist immer wieder bewunderungs­würdig, daß es für Paul Oskar Höcker niemals und nirgends einen Stillstand gegeben hat. Seine tätige und allem Zeitgeschehen weit geöffnete Natur setzt sich dauernd mit der Gegenwart auseinander, nimmt das Gute, das sie bietet, freudig an. So hat er, der jetzt siebzig Jahre alt wird, sich ein junges Herz bewahrt, das die heutige Jugend ebenso versteht, wie es die Jugend der Generationen, die an ihm vorbeizogen, immer ver­standen hat. In unablässigem Streben, das Leben und die Welt kennenzulernen, hat Höcker sich in die ver­schiedensten Lebenskreise hineinversetzt und hineingelebt. Unerschöpflich ist daher das Stoffgebiet seiner Romane: einmal ist es die Welt der Industrie, die er uns auftut, ein andermal sind es Sport, Kunst, Krieg und Armee, Kampf des untergehenden Bürgertums und noch viele andere Bezirke des gegenwärtigen Lebens, die er mit feiner Beobachtung und glänzender Einfühlung mit großer Meisterschaft vor dem Leser aufrollt, immer packend, ohne banal zu sein, oft ergreifend, ohne senti­mental zu sein. Seine Romane und Erzählungen richten sich an alle Schichten des Volkes, sie haben jedem etwas zu sagen. Alle diese großen Vorzüge haben Paul Oskar Höcker zu einem in allen Kreisen beliebten Erzähler ge­macht, dessen Bücher in Zehntausenden von Eremplaren über ganz Deutschland verbreitet sind.

Den Frontkämpfern des Weltkrieges, die im Westen standen, wird Paul Oskar Höcker aus denL i l l e r Kriegsblättern" in angenehmer Erinnerung sein. Hat er es doch in dieser von ihm musterhaft geleiteten Zeitung verstanden, den Kameraden von der Front in bösen und in grauen Zeiten ein treuer und lieb­gewordener Freund und Begleiter zu werden. Den An­fang des Krieges hat Höcker, der damals fast fünfzig Jahre alt war,A n der Spitze meiner Kom- p a n i e" miterlebt und dabei unseren Feinden einiges zu schaffen gemacht, verurteilte ihn doch ein belgisches Kriegsgericht noch Jahre nach dem Kriege zum Tode. Nun, Höcker lebt trotz dieses Todesurteils noch, lebt sogar sehr munter und frisch und wird hoffentlich noch viele Jahre seine Freunde mit seinen lebenswarmen und kraftvollen Erzählungen erfreuen.

W* Wer im Winterhilfswerk opfert, beweist sein Deutschtum!

Deutsche Jungbäuerinnen gehen in alle Welt hinaus.

woblfahrtsbriefmarken öer deutschen Reichspost

Gültig bis 30. Huni 1936

Warum wohl? Weil sie helfen wollen, Not zu lindern! Auf den diesjährigen Wohlfahrts-Briefmarken zeigen zehn Frauen stolz die heimatliche Tracht und erstaunlich gut sind die verschiedenen Stammestypen auch in diesem Kleinbild der Marken erkennbar. Die Postkarte zeigt auf der 6-Pf.-Marke das VDM.-Mädel, wie wir es alle kennen und lieben. Auch diese Wohlfahrts-Briefmarken wollen wieder helfen Not zu lindern. 20 043 000 Stück Wohl­fahrts-Briefmarken sind im vorigen Jahre verkauft worden und haben einen Reinertrag des Wohlfahrtsaufschlages von rund 825 000 RM. gebracht, die der Abhilfe der Winter­not im vorigen Jahr zu Gute gekommen' sind.

Der Bliß vertritt den Henker.

Der Sträfling Harry Challenger in Ketchum im nord­amerikanischen Staate Kentucky sah seinem letzten Stündlein entgegen. Die Geschworenen hatten ihn des Raubmordes schuldig gesprochen und der Richter auf Tod durch den elektrischen Stuhl erkannt. Kürzlich wollte man den Verurteilten an den Ort, wo die Hinrichtung vollzogen werden sollte, transportieren. Em Kraftwagen brachte ihn und zwei Gefängniswärter an den verhängnisvollen Ort, doch Challenger sollte ihn nicht erreichen. Während der Fahrt zog plötzlich ein Gewitter auf. Wenige Meter nur vor dem Ziel schlug ein Blitz in den Kraftwagen ein und erschlug den verurteilten Sträfling zwanzig Minmen vor seiner Hinrichtung durch einen anderen elektrischen Strom! Die beiden Wärter wurden von dem dicht neben ihnen nieder­fahrenden Schlag zwar betäubt, kamen aber im übrigen mit dem Schrecken davon.

Familienanzeigen

der evangelischen Kirchengemeinde Fulda.

Taufen : Hildegard Walln Kempe, geb. 9. November, get. 1. Dezember, Tochter des Johannes Paul Kempe, Kauf­mann, und dessen Ehefrau Minna Anna geb. Gottbehüt, Fulda, Kronhofstr. 3. Astrid Ehrengard Franziska Eli­sabeth Alma Kessel, geb. 20. November, oet. 1. Dezember, Tochter des Harald Erwin Kessel, Regierungsrat, und dessen Ehefrau Maria geb. Wo" Fulda. Trauung: August Anton Linn, Arbeiter, Tulda, Mainstr. 3, und Urr.re Frie­derike Riealer, Arbeiterin, ^ulda, Ohmstr. 3, betraut am 30. November 1935.

So besorge Dir das Schwarzwaldmädel für Deine Ni-;». (12 Pf. plus 6 Pf. Aufschlag), und die ostpreußische Bä2 für Deine Drucksache (3 Pf. plus 2 Pf. Aufschlag), und BDM.-Mädel auf der Postkarte (6 Pf. plus 4 M m, schlag) für Deine Kartengrütze. Sieh Dir aber auch d e anderen Bilder der Marken gut an, auf denen Bäuerinnen im Festschmuck und im schlichten Arbeitskleid dargestellt sind Die Wohlfahrts-Briefmarken der Deutschen Nothilfe sind im auherpostalischen Vertrieb durch die Kreisamtsleitunaen des Amtes für Volkswohlfahrt, deren Ortsgruppen, Vlock- und Zellenwarte erhältlich.

Kirchliche Nachrichten

Sonntag, den 8. Dezember 1935, 2. Advent.

Evangelische Gottesdienste für Fulda und Umgegend.

Fulda. Christuskirche. 9.30 Uhr Predigtgottes­dienst mit Liturgie, Vikar Bräutigam. 11 Uhr Kinder­gottesdienst. 5 Uhr Predigtgottesdienst mit Liturgie Pfarrer Bohlender. Lutherkirche. 9.30 Uhr Pre­digtgottesdienst mit Liturgie, anfchl. Beichte und Feier des hl. Abendmahles, Pfarrer Bohlender. 11 Uhr Kinder- Gottesdienst.

Schloß Bieberstein. 9.15 Uhr Predigtgottesdienst mit Liturgie, Kreispfarrer i. R. Weber.

Bad Salzschlirf. 10 Uhr Predigtgottesdienst mit Liturgie, Pfarrer Reichard.

Petersberg. 2 Uhr Predigtgottesdienst mit Liturgie, Vikar Bräutigam.

Fulda. Montag, 8 Uhr: Kirchenchor-Probe. Mittwoch, 5 Uhr: Advents-Andacht im Altersheim Emmaus". 8 Uhr: Advents-Andacht in der Christuskirche Donnerstag, 8 Uhr: Advents-Andacht in der Lutherkirche. 8 Uhr Mütterverein. Freitag, 8 Uhr, in der Christuskirche Missionsvortrag der Deutschen Orient- Mission.

Evangelische landeskirchliche Gemeinschaft, Buttlarstr. 17.

Sontag, 8. Dezember, abends 8 Uhr: Gemeinschafts­stunde.

Freitag abend 8.15 Uhr: Bibelstunde.

Jedermann ist herzlich eingeladen.

Die Welt horcht auf!

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Vereinigung ehem. Kavalleristen

Fuwa und Umgebung.

Sonntag, den 8. ds. Mts., nachmittags 3 Uhr

Versammlung im Frankfurter Hof. Erscheinen ist Pflicht.

Der Vorstand.

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iw Fil* VW Katwh. Hagen. Vifeier *. QranottOf

Ein Film der stärksten Dramatik, Leidenschaft« lichkeit und Geschehen. Friesisdie Bauern leben ein abgeschlossenes Dasein im Wolgagebiet, bis sie von der Tscheka au gespürt werden. Zwei Rassen und zwei Weltanschauungen stoßen aneinander. Fanati­scher Kampf der Friesen gegen die Rotgardisten um Chre, Blut und Glauben 1

Im Beiprogramm:

Nordlandfahrt. Die neueste Fox-Tonwoche.

Freitag 8.15 Uhr

öffentliche Festvorstellung

unter Mitwirkung des gesamten

Musikkorps des Inf.-Reg. 87 Fulda

ab Samstag bis einschließlich Donnerstag.

Spielzeiten: Werktags 4*/s, 7 und 9 Uhr;

Sonntag 3, 5, 7 und 9 Uhr.

EnronS* Lichtspiele ®*Wwas81 Rhabanusstraße

Weiß-Waren

Leib-, Bett- und Tisch -Wäsche

sind als Geschenke immer willkommen.

Trägerhemden

1.20, 1.45, 1.65, 1.85

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Achselschlu^hemden 0.98, 1.20, 1.65, 1.85

Damennachthemden 1.65, 2.00, 3.00, 3.75

Bettücher

Kopfkissen

2.45, 3.60, 4.80, 5.80

1.15, 1.60, 1.90, 2.40

Umschlagtücher . . . 5.70, 6.00, 7.80, 8.50

Handtücher Tischtücher Servietten.

Sm

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sm

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37, 48, 65, 85 ^

1.75, 2.55, 4.25, 4.75 . . 70, 98, 1.10, 1.20

sm

sm

Tischdecken und Kaffeedecken

2.40, 3.50. 4.50, 7.00

sm

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H. Biittner, Fulda

14 Friedrichstraße 14

11 Nonnengasse 11

Vetr. Bürgersteuer 1936.

Die Bürgermeister derjenigen Gemeinden, die du Bürgersteuer 1936 beschlossen haben, und- die mit her ledigung der Verfügung vom 18. v. M. K. Nr. 16a0 drittletzter Absatz noch im Rückstände sind, werden hieran mit dreitägiger Frist erinnert.

Fulda, den 4. Dezember 1935.

Der Landrat: Dr. Burkhardt.

Verdingung.

Die Lieferung der im Kalenderjahr 1936 für die Stadt­verwaltung benötigten Glühlampen (etwa 250 Stuck) M hiermit öffentlich ausgeschrieben.

Angebote sind verschlossen und mit der Aufschrift gebot auf Lieferung von Glühlampen" dem Sta-dtbaua bis Sonnabend, 21. Dezember, vorm. 10 Uhr, einzurem)

Fulda, den 3. Dezember 1935.

Das Stadtbauamt: Heiser. .

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