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Japans Vormarsch in Nordchina.

Abschnüren der fünf Nordprovinzen. Anfrage des englischen Geschäftsträgers in Tokio.

fionöwertet und Beamte im Bie^u WmierWswerKs

Scheinbar schnürt Japan nach einem genauen, bis ins neinfte vorbereiteten Plan die fünf Nordprovinzen Chinas ab, um sie nach der Selbständigkeitserklärung unter seinen Einfluß zu bekommen. Das Schicksal Man dschukuos wiederholt sich scheinbar hier in Nordchina.

Um ein Eingreifen der chinesischen Regierung in Nanking zu verhindern, zieht Japan überall im Raume zwischen Mittel- und Nordchina Truppen zusammen und verstärkt gleichzeitig seine Vorräte an Munition und Lebensmitteln.

Der Hauptträger der chinesischen Selbständigkeits­bewegung in Nordchina, General Sung Tscheh Uan, früherer Gouverneur von Tschachar, hat täglich Be­sprechungen mit General D o i h a r a, dem japanischen Berater der chinesischen Autonomisten.

In chinesischen Kreisen, die der Nankingregierung noch immer treu geblieben sind, wird erklärt, daß die Ab­schnürung des Nordens von Mittelchina und die

Besetzung der wichtigen Eisenbahnknotenpunkte durch die Japaner

etwa vierzehn Tage zu spät erfolgt sei. Man habe das meiste rollende Material der Bahn Tientsin P e i p i n g bereits nach Süden abgefahren. Daher werde auch ein selbständiges Nordchina in seinem Verkehr und seinem Handel stark beeinträchtigt sein, denn ein Ersatz für dieses rollende Material sei zur Zeit so gut.wie un­möglich.

Der englische Geschäftsträger in Tokio, der wegen der drohenden Loslösung Nordchinas den stell­vertretenden japanischen Außenminister aufsuchte, erhielt den Bescheid, daß die Autonomiebewegung eine spon­tane Volksbewegung und die Folge der chinesi­schen Währungsreform sei. Gegen diese Reform lehnte sich das an die alte Silberwährung gewöhnte chinesische Volk auf. In diese rein innere Angelegenheit Chinas mische sich aber die japanische Regierung nicht ein.

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Lin sowjetrussischer Protesischritt in Tokio.

Der sowjetrussische Botschafter Iou - renew hat dem Außenminister Hirota eine P r o t e st n o t e der Sowjetunion überreicht, in der Ein­spruch erhoben wird gegen die angebliche Verletzung der OchiffahrtsverträLe für den sibirisch-mandschurischen

Gegenseitiges Verständnis

Der Neichssportführer spricht vor dem Comitè France-Allemagne.

Neuer Olympiawerbeflug nach Paris und London.

Reichssportführer von Tschammerund Osten, der jetzt zu einem zweiten Olympiawerbeflug nach Frank­reich und England gestartet ist, spricht zuerst in Paris vor dem kürzlich gegründeten ComitsFrance-Alle- magne über die Berliner Olympiade. Der Reichssport- iuhrer wird seinen Aufenthalt in Paris gleichfalls dazu benutzen, um mit den französischen Sportführern zusam- : mzukommen. Wie verlautet, ist u. a. auch ein Besuch bei dem Minister für Gesundheitswesen und Leibesübungen Ernest Lasont vorgesehen.

Mit dem Vortrag des Reichssportführers tritt das Comits France-Allemagne zum erstenmal vor die fran­zösische Öffentlichkeit. Vom Vorstand der in Berlin neu­gegründeten Deutsch-Französischen Gesellschaft werden die Herren Professor Dr. Grimm, Professor von Arnim, Reichskriegsopferführer Oberlindober, Staatsrat Dr. von Stauß und Sthamer teilnehmen.

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Die Aufgaben des Comitè France-Allemagne".

Paris, 29. November. Kommandant L'Hopital, der Präsident des kürzlich in Paris gegründetenComitè France-Allemagne", äußerte sich in einer Unterredung mit einem Vertreter desJournal" über die Aufgaben dieser Vereinigung.Seit zwei Jahren", so sagte der Komman­dant,haben verschiedene französische Frontkämpferver- bände mit den entsprechenden deutschen Verbänden Füh­lung genommen. Nunmehr haben es die Vertreter dieser Gruppen und eine Anzahl französischer Persönlichkeiten für notwendig erachtet, diese Bemühungen zusammenzu­fassen, um dadurch ihre Einheitlichkeit zu sichern. Im Anschluß an eine Sitzung wurde vor etwa 14 Tagen ein erster Ausschuß gegründet, dem die Herren Lichtenberger, Henrich Pichot, der Vorsitzende der Union Fèdèral der ehemaligen Frontkämpfer Jean Goy, der stellvertretende Vorsitzende des Nationalverbandes der ehemaligen Front­kämpfer Jean Suarez, de Chappedelaine, Bertrand de Iouvenel und Fernand de Brinon angehören. Einige Tage später wurde eine Generalversammlung abgehalten, die die vorgeschlagenen Satzungen billigte und einen Verwal­tungsrat einsetzte. Dieser bildete seinerseits einen Direk­tionsausschuß.

Das Ziel desComité France-Allemagne" ist die Ent­wicklung der privaten Und öffentlichen Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland zu fördern, und zwar auf allen Gebieten. Ganz besonders in geistiger, wissen­schaftlicher, wirtschaftlicher und sportlicher Hinsicht, um durch ein besseres gegenseitiges Verständnis zur Festi­gung des europäischen Friedens beizutragen.

Wir rechnen darauf, und wir wünschen hierfür alle Männer, die guten Willens sind, zu gewinnen, gleich welcher Partei sie angehören. Sie wirken damit für Frankreich. Wir betrachten diese Aktion nicht als Versuch einer politischen Annäherung, wohl aber einer Annähe­rung von Land zu Land.

Man kann in jedem Volk durchaus Patriot sein, ohne sich deswegen allem außenpolitischen Verständnis zu ver­schließen. Wenn man wünscht, daß eine starke Kette die Völker verbinde, ist es wichtig, daß ganz zuerst jedes Glied selbst stark sei. Die Jungen müssen jede Möglichkeit haben, unter allen Gesichtspunkten die Fragen zu be­trachten, die die Beziehungen zu den Nachbarvölkern stellen.

Deshalb habe ich den Vorsitz übernommen. Ich habe die Gewißheit, auf diese Weise meinem Lande zu dienen. Wenn alles worauf ich achten werde mit Ordnung und maßvoll geschieht, bin ich der Ansicht, daß wir eine nützliche Aufgabe vollbringen werden."

Grenzfluß durch Japan. Der Protest stützt sich auf einen Vertrag vom Jahre 1858, durch den nur der Verkehr chinesischer und russischer Schiffe erlaubt war und nicht derjenige von Schiffen anderer Staaten. Außenminister Hirota sagte eine Überprüfung der Gültigkeit des "

nannten Vertrages und des Tatbestandes zu.

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Niederwerfung des Ausstandes in Brasilien.

DieRebellen aus einemDampfer entflohen. Verfolgung durch brasilianische Kriegsschiffe.

In Brasilien herrscht wieder Ruhe. Auch in Rio de Janeiro ist der kommunistische Aufstand niedergeworfen worden über tausend aufständische Soldaten der hauptstädtischen Garnison sind ins Ge­fängnis gebracht worden und sehen ihrer kriegsgericht­lichen Aburteilung entgegen. Die Bundestruppen haben ferner die Hafen st adt Port Natal erobert. Die Rebellenführer haben sich auf den DampferSantos" gerettet und suchen nach Französisch-Guayana zu ent­kommen.

An Bord derSantos" sollen sich 500 Aufständische befinden, die

vor ihrer Flucht die Banken und verschiedene große

Geschäftshäuser geplündert

hatten. Das Schiff wird aber von Kriegsschiffen verfolgt, geholt werden, da für eine weite derSantos" nicht reicht.

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brasilianischen Es dürfte auch ein- Fahrt die Feuerung

Die englischen Zeitungen berichten in größter Aufmachung über das Abenteuer desGraf Zeppelin" und sprechen ihre unverhohlene Bewunderung über die Leistungsfähigkeit diesesberühmtesten Schiffes, das je das Luftmeer durchkreuzte", aus. Der Zeppelin habe mit seinen 120 Stunden Dauerflug den Weltrekord für Luftschiffe abermals gebrochen. Die Anerkennung gilt auch der Besatzung und nicht zuletzt dem Führer, Kapitän Lehmann, der in den aufregenden Tagen nicht einen Augenblick seine Gemütsruhe verloren habe und das Schiff glücklich in Pernambuko zur Landung brachte.

Der Reichssportführ ervonTschamm er und O st e n, der heute vor demComite France-Allemagne" sprechen wird, traf im Olympia-Flugzeug aus dem Flug­hafen Le Bourget bei Paris ein.

Kurze Nachrichten.

Berlin. Der Reichs- und preußische Minister für die kirchlichen Angelegenheiten, Kerr l, sprach im Kriegs- m i n i st e r i u m auf Einladung des Oberbefehlshabers des Heeres, Generals der Artillerie Freiherr von Fritsch, über das ThemaNationalsozialismus und Glauben".

Leipzig. Vom 2. bis 6. Dezember d. I. findet i n Leipzig eine Reichsarbeits - und Schulungs­tagung der Deutschen Arbeitsfront statt, an der 4000 DAF.-Walter aus dem ganzen Reich teilnehmen werden. Neben dem Reichsorganisationsleiter und Reichs­leiter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Robert Ley, und Hauptamtsleiter Claus S e l z n e r werden auf dieser Tagung die Reichsminister Darrs uno Schacht sprechen.

Apenrade. Die im vorigen Jahre von dem deutschen Folkethingabgeordneten Schmidt - Wodder gegründete Deutsche Front" hat beschlossen, sich auf zulösen. Ihre Aufgabe sei erfüllt, nachdem die unter Führung von Dr. Moeller-Gravenstein stehende NSDAP. Nordschleswig sich gebildet und durchgesetzt habe und eine Gesamtvertretung der deutschen Volksgruppe vorgesehen sei. DieDeutsche Front" empfehle ihren Mitgliedern, sich an die NSDAP. Nordschleswig anzuschließen.

Ministerpräsident Göring beglückwünscht Zeppelin- Besatzung.

Berlin. Der Reichsminister der Luftfahrt, General der Flieger Göring, hat der Besatzung des Luftschiffes Graf Zeppelin" durch Funkspruch seine lebhafte Anteilnahme an dem Verlauf der letzten Südamerikafahrt und feine Glückwünsche zur glücklichen Landung über­mittelt

Bertrauenserklärung für Laval

Die erste Kammersitzung nach den französischen Parlamentsferien.

In der französischen Kammer wurde Donnerstag programmâßig die erste Sitzung nach den Parla­mentsserien vor dichtgefüllten Tribünen eröffnet. Die Re­gierung und die Abgeordneten waren fast vollzählig ver­treten. Trotz der Spannung bot das Abgeordnetenhaus kein ungewöhnliches Bild. Auch der sichtbare Ordnungs­dienst war nicht besonders verstärkt worden. In der weiteren Umgebung der Kammer standen allerdings starke Reservekräste in Bereitschaft.

Nach Verlesung der vorliegenden Anfragen beantragte Ministerpräsident Laval die sofortige Behand­lung der auf die Finanzpolitik der Regierung be­züglichen vier Anfragen und forderte die Zurückstellung der übrigen Anfragen, indem er gleichzeitig die Ver­trauensfrage stellte. Die Ausführungen wurden von einem großen Teil des Hauses mit Beisall ausgenommen. Die sofort vorgenommene Abstimmung ergab 345 Stim­men für, 225 Stimmen gegen die Finanzpolitik der Re­gierung. Die Sammer trat dann anschließend in die Be­handlung der Anfragen über die Finanzpolitik der Re­gierung ein.

Herriot warnte vor einem Sturz der Regierung.

Vor dem Zusammentritt der Kammer fand eine Sitzung der radikal sozialistischen Gruppe statt, in der der Parteivorsitzende, Staatsminister Her­riot, eine Erklärung abgab, die auf die Abgeordneten

Der Wille des Führers ist es, für die ewige Gemeinschaft, aus der pA wieder die Hatton erneuert, dojutreten. indem das ggnx de^

sie sorgt.

Hanösmder und Beamte!

Hm 1. Dezember 1935 kämpft ihr in gemeinsamer Linsotzbereitschgst |-r Sozialismus der Tat. Ihr seid des Führers treue Gefolgsleute, wenn |h ^" Seidig gegen Hunger und Kälte mit der Sammelbüchse in der f^ vorderster Front steht. Dem (Bedanken der Volksgemeinschaft verleih, ? lebendigen Ausdruck. wenn Ihr mithelft, den letzten deutschen Volksgenoff zu erobern.

wenn die Handwerker und Beamten sich am 1. Dezember 1935 stolz als ^ls den Dienst des Winterhilfswecks stellen, so wirft Du, deutscher Voiksg»^? des' find wir gewiß, gern und freudig für Deine in Not befindlichen Doi^ genoffen opfern.

Zeige durch die Tat Deine Verbundenheit mit dem Führer. feinet Beroeaun und der Gemeinschaft. Sei eingedenk des deutschen Spruchs der nooemta Plakette des Winterhilfswerks:

Bec kostbarste Söelstein das opferbereite deulfdje Herr".

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Die Beziehungen zwischen Österreich und Deutschland.

Erklärungen des österreichischen Außenministers im Bundestag.

Im österreichischen Bundestag sprach der österreichische Außenminister Berger-Waldenegg über die außenpolitische Lage Österreichs. Er bezeichnete die Beziehungen zu Italien als gut. Auch die Be­ziehungen zu Frankreich und England hätten sich in freundschaftlicher Weise entwickelt. Unter den Mächten im Donauraum sei Ungarn jene Macht, mit der Öster­reich ein besonders inniges und herzliches Verhältnis ver­binde. Nachdem der Minister festgestellt hatte, daß auch die Beziehungen zu den zwei anderen Nachbarn im Donauraum, zur Tschechoslowakei und zu Jugoslawien, sich in freundnachbarlichem Sinne entwickelten, erklärte er:

Mit Befriedigung kann festgestellt werden, daß sich die Beziehungen Österreichs zu dem benachbarten Deut­sch e n R e i ch in der letzten Zeit normaler gestaltet haben. Ich darf diesbezüglich auch auf die von beiden Regierun­gen getroffene und in den Tageszeitungen seinerzeit ver­öffentlichte Pressevereinbarung verweisen, welche meiner Auffassung nach dazu bestimmt ist, eben diesen Weg zur Normalisierung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern vorzubereiten. Ich kann nur der Hoffnung Aus­druck geben, daß die bisherigen, wenn auch noch nicht ganz befriedigenden, so doch eine günstige Aus­sicht eröffnenden Ansätze auf dem Gebiete der beider­seitigen Publizistik nicht nur anhalten, sondern sich noch verstärken werden. Wie schon wiederholt betont wurde, besteht unsererseits kein Hindernis, auf dem Wege der Normalisierung zur Anbahnung freundnachbarlicher Be­ziehungen zu gelangen. Die in einem Teil der Weltpreße enthaltenen, bis in kleine Einzelheiten gehenden Nach­richten über schwebende Verhandlungen entsprechen nicht den Tatsachen."

Die Gebeine von 60 deutschen Soldaten in Nordfrankreich gefunden.

Auf den ehemaligen Schlachtfeldern in Nordfrankreich sind im Departement Pas-de-Calais im Monat Otto die Gebeine von 60 deutschen Soldaten g ' funden worden, die meisten von ihnen in der Nahe Souchez. In sieben Fällen hat die ^erfonlidjieit Toten festgestellt werden können. Diese sind in M « gräbern auf dem deutschen Soldatenfriedhof in. m au-Flos beigesetzt worden, die unbekannten deutschen baten in der Gebeinhalle des deutschen Soldatenfriedhos von Maison Blanche.

Beamte und Handwerker zeigen am 1. ®e$eml)cr 1^ Volksgemeinschaft durch Mithilfe am Winterhllsswerk Deutschen Volkes. Volksgenosse, kannst Du abseits steyr».

sichtbaren Eindruck machte. Herriot warnte die Gmp^ g e g e n die Regierung zu stimmen. Er sagte etwa. .^ das Kabinett gestürzt werden, sind nach mun * ^ nur drei Lösungen möglich: 1. Bildung einer gierung der Volksfront, was die Auflösung der & bedeuten würde; 2. ein rein radikalsozialtsttsches Ich wüßte aber niemand unter uns, der unter o ^er, wärtigen Umständen es wagen würde, allem batln antwortung dafür zu übernehmen. Es ° Ke- 3. nur die Bildung einer Regierung, die der 1 o mi^ gierung gleicht, die Sie stürzen würden. also: Warum soll man die Regierung wechseln.

Das Kabinett Laval hat den ersten parlamentarischen Kämpfe gewonnen. Alleror J^t, es sich vorläufig mehr um ein V o r p ost e MidW als um eine irgendwie für die Schlacht. Aus der Berechnung des Abstun aller nisses läßt sich erkennen, daß mit den L>o,, J^o 40 Schattierungen und den Kommunisten « » w ihrer Radikalsoziale entgegen den Fraktion der Regierung das Berti ^M weigert hatten. Das ist kein sehr ^"^uchen ^' Zeichen für den weiteren Gang der parlame« Handlungen.