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Abessinische Siegesmeldungen

Rückzug der Italiener an der Südfront?

Addis Abeba, 27. November. Von abessinischer Seite verlautet, daß ein eben von der Südfront eingetroffener Kurier nähere Einzelheiten über die kürzlich angeblich von den Italienern verlorene Tankschlacht bei Analeh, östlich des Fasan-Flusses, gebracht habe. Diesen Meldun- gen zufolge sollen sich die italienischen Truppen auf dem Rückzug befinden. Wie von abessinischer Seite weiter er­klärt wird, seien auch die am Fasan-Fluß nördlich von Gorahai operierenden italienischen Abteilungen von der Rückzugspanik" ergriffen worden.

Die abessinischen Streitkräfte drängten stark nach und hätten dadurch, so wird erklärt, die italienischen Somali- truppen, gezwungen, ihren Rückzug unter Hinterlassung zahlreicher Automobile, Transportzüge und von Waffen und Munitionin wilder Flucht" fortzusetzen. Die ita­lienische Rückzugsbewegung gehe auf die Ausgangspunkte der Offensive Aal-Aal und Gerlogubi zurück.

Die abessinischen Meldungen wissen schließlich noch da­von zu berichten, daß bei diesem Vorstoß große Getreide- und Lebensmittelvorräte der Italiener hätten erbeutet und verschiedene Befestigungsanlagen besetzt werden können.

Ruhe vor dem Sturm?

Abessinische Frontberichte besagen, daß am Montag überall außerordentliche Ruhe geherrscht habe. Man deutet in abessinischen Kreisen diese Tatsache dahin, daß große Dinge unmittelbar bevorstehen. An der Südfront werden allgemein die gewonnenen abessinischen Stellungen aus­gebaut, vor allem in der Provinz Ogaden. Der Komman­deur der abessinischen Streitkräfte an der Südfront, Gene­ral Nassibu, soll, wie man weiter hört, die Verteidigungs­anlagen von Safsabaneh besichtigt haben. Diese Anlagen ziehen sich südlich der Stadt hin. Diese Tatsache wird in abessinischen Kreisen als Beweis dafür angeführt, daß sich Sassabaneh noch immer in den Händen der Abessinier be­findet.

Römischen Meldungen zufolge sind von Neapel und Genua zusammen drei Dampfer mit Truppen und Ar­beitern in See gegangen. An Bord desColombo" be­findet sich ein neues Feldlazarett mit Aerzten der Uni« versität Bolögna.

Hinter den Kulissen.

Der abessinische Krieg tvird inEuropa entschieden. Daran ist kein Zweifel mehr, wenn auch die Kampfhandlungen in Abessinien weitergehen und vermutlich in nächster Zeit sich noch verstärken werden. Denn nach dem Grundsatz:Neue Besen kehren gut" wird der neue italienische Generalstabschef Badoglio seine Forsche zeigen. Auf der anderen Seite werden die Abessinier den Widerstand verstärken.

Inzwischen werden die Fäden in Europa gesponnen. Englands Plan war, Italien von vornherein durch bie. Sühnemaßnahmen derart scharf anzufassen, daß ihm die Luft und die Lust vergeht, den Krieg in Abessinien fort­zusetzen. Aber Italien gibt das Spiel so leicht nicht ver­loren, es hat einen energischen Abwehrkampf organisiert, der das ganze Volk zusammengeschweißt hat. Es wird zopen Widerstand gegen die Sanktionen leisten, schon um der Welt nicht das Schauspiel eines in die Knie ezwungenen Stackles zu geben. Als England die Forderung stellte, daß der Völkerbund die Olsperre gegen Italien beschließen müsse, da zeigte sich plötzlich, das ganze Sanktionsgebäude auf ziemlich schwachen Füßen steht. Der Beschluß in Genf ist vorerst nm einige Tage verschoben worden. Es wird bei den paar Tagen vermutlich nicht bleiben. .

In dem Augenblick, da der Völkerbund die Sperrung der Olzufuhr nach Italien beschließen würde, wäre für Italien jede Möglichkeit eines Zurück unmöglich. Und das würde die europäische Lage denn doch derartig er­schweren, daß man wohl selbst in London Angst vor der eigenen Courage bekommt.

Bisher hat England den Völkerbund unter seinem Druck bei der Stange halten können. Es hat in Genf die wirtschaftlichen und finanziellen Sühnemaßnahmen gegen Italien durchsetzen können, ohne daß sich wesentliche Widerstände gegen die englischen Wünsche zeigten. Wer weiß aber, ob man in Genf bereit ist, sich weiter vor den britischen Wagen spannen zu lassen? Es könnte doch sehr wohl sein, daß in der Frage der Olsperre die ohne­hin vorhandenen Widerstände gegen die Sanktions­maschinerie stärker werden. Und das könnte selbst eine starke englische Regierung nicht ertragen, daß etwa die kunstvoll aufgebaute Einigkeit in Genf in die Brüche geht.

Man wäre wohl heute in London ganz froh, wenn man um den Beschluß gegen eine Olsperre in Italien herumkäme. Wie sollte man sonst die Botschaft des englischen Ministerpräsidenten an Musso­lini anders verstehen. Baldwin hat durch den britischen Botschafter in Rom eine Note übergeben lassen, in der er seine persönlichen Ansichten und Wünsche zur Beilegung des abessinischen Konflikts zum Ausdruck bringt. Und es scheint, daß er auch Mussolini gebeten habe, seine Bedingungen für die Beendigung der Feind­seligkeiten mitzuteilen. Eine solche Note sendet man nicht, wenn man den Gegner in die Knie zwingen will. In dem Sanktionsnetz gegen Italien scheinen also einige Maschen aufzugehen. Vor allen Dingen ist Frank­reich in der englischen Rechnung ein sehr unsicherer Posten geworden. Der französische Ministerpräsident, der bisher mit England durch dick und dünn gegangen ist, hat London wissen lassen, daß er sich nicht mehr stark genug fühle, die britische Marschroute in Gens weiter mitzumachen. So ist denn Laval sehr erleichtert, daß man seinem Wunsche durch Vertagung der Olsperre Rechnung getragen hat. Frankreich leitet dabei noch ein anderer Gedanke: Italien hat deutlich zu verstehen gegeben, daß es die Olsperre als eine besonders ernste Drohung ansehe und gegebenenfalls aus dem Völkerbund austreten werde. Damit befürchtet Frankreich die weitere Störung des französisch-italienischen Verhältnisses und eine ernste Gefahr für spätere Wiederanknüpfung der Beziehungen.

Bemerkenswert ist, daß die englische Regierung durch die Baldwin-Note in Nom diesmal direkte Ver­bindung mit Mussolini sucht und nicht wie bisher Frankreich die Vermittlerrolle überläßt. Damit verbessern sich die Aussichten einer englisch-italienischen Verständi­gung, und außerdem wird es Italien leichter gemacht, sein Entgegenkommen zu beweisen. Denn Italien empfindet es als versöhnliche Geste, daß England den Streit aus der Atmosphäre des Druckes heraus­nimmt und statt dessen den Weg direkter Fühlungnahme beschreitet.

Irgendwie werden die Verhandlungen zum Ziele führen müssen. Man wird Europa um des abessinischen Konflikts willen nicht unnötigen Spannungen anssetzen, deren Auswirkungen man nickt überseben kann. Und

Belagerungszustand über Brasilien.

Umsturzpläne der Sowjets für alle südamerikanische Staaten.

Die brasilianische Bundesregierung hat infolge der roten Aufstandsversuche in den beiden Nordprovinzen Rio Grande do Norto und Per­na m b u k o , deren Hauptstädte Natal und Per­na m b u k o als Hafenplätze besonders kommunistisch verseucht sind, den Belagerungszustand über das ganze Land verhängt und Truppen, Kriegsschiffe und Flug­zeuge zum Kamps gegen die Aufrührer eingesetzt. An der Spitze der Umstürzler steht der berüchtigte Kommu­nistenführer Luiz Carlos P r e st e s, ein ehemaliger brasilianischer Offizier, der jetzt Mitglied der Moskauer Komintern ist. Um eine Ausbreitung des Putsches zu verhindern, wurden in allen Hauptstädten der Provinzen die kommunistischen Rädelsführer verhaftet, unter ihnen in Pernambuko der Staatssekretär des Innern.

Wie nach Londoner Meldungen verlautet, ist, Tele­grammen aus Brasilien zufolge, der K o m munisten- aufstand niedergeschlagen worden. In Olinda wurden die Aufständischen völlig nicdcrgezwun- gen, während sie in Pernambuko in die Kasernen zurückgetrieben wurden. Dort konnten sie von den regie­rungstreuen Streitkräften umzingelt werden. In Rio de Janeiro und den übrigen Städten ist diesen Berichten zufolge alles ruhig.

Dem Polizeipräsidenten von Rio de Janeiro gelang es, auf Grund vorgenommener Haussuchungen Beweis­material dafür zu erbringen, daß der rote Aufruhr sich nicht nur auf Brasilien beschränken, sondern das Signal für ähnliche Umsturzversuche auch in Argentinien, Chile, Uruguay, Kolumbien und Peru sein sollte.

Nach einer Pressemeldung aus New Bork über die Hintergründe dieser neuen revolutio­nären Bewegung, ist

von Moskau aus der Plan geschürt worden, schlag­artig einen kommunistischen Aufstand in allen Teilen des südamerikanischen Kontinentes einsetzen zu lassen.

Dies geht aus einer Reihe von Schriftstücken, unter denen sich auch Reden befanden, die auf dem Siebenten Kongreß der Dritten Internationale in Moskau gehalten worden sind, hervor, die von dem Chef der Polizei von Pernam­buko haben sickeraestellt werden können. Aus diesen Doku-

England kann das Ansehen des Völkerbundes, auf den es seine ganzen Karten gesetzt hat, nicht weiteren Gefahren aussetzen, zumal die L a g e i n N 0 r d ch i n a von neuem die Ohnmacht dieser Genfer Einrichtung der Welt vor Augen führt. Der Zusammenbruch des Völker, bundes wäre heute gleichbedeutend mit einem starken Prestigeverlust des britischen Weltreiches. Und den kann sich Großbritannien nicht leisten! Abessiniens Schicksw wird also in England entschieden!

Die erste Reichsschulungsburg.

Eine der schönsten westfälischen Wasserburgen, die Burg Erwitte im Kreise Lippstadt, wurde durch den Reichs­organisationsleiter Dr. Ley als erste Schulungsburg der NSDAP, eingeweihl. (Weltbild.)

Anzeigenwerbung des Handwerks für Weihnachten.

Einen wichtigen Teil der Weihnachtswerbung des Handwerks bilden die Anzeigen in Zeitungen. Darum foll zum erstenmal am 8. und am 1 5. Dezem­ber eine großzügige und planmäßige Anzeigenwerbung des Handwerks durchgeführt werden. Der Reichsstand des deutschen Handwerks hat seine Kreishandwerker­schaften angewiesen, zusammen mit den Zeitungsverlegern und den Vertretern der Werbefachleute und Anzeigen­vermittler die Ausstellung von Anzeigenseiten in allen deutschen Tageszeitungen vorzubereiten und die Hand­werksmeister über die Bedeutung dieser Anzeigenwerbung aufzuklären.

Die Weihnachtsanzeigen sollen den Lesern zeigen, was das Handwerk an fertigen Erzeugnissen und Leistungen als Weihnachtsgeschenke bieten kann und wie der Ver­braucher den Weg zum Handwerker findet. Der Reichsstand des deutschen Handwerks erwartet, daß alle Innungen und alle Handwerker, für die irgend Weih­nachtsumsätze in Betracht kommen, sich kräftig an der An­zeigenwerbung beteiligen.

Beamienkmöer und Hitler -Lugend.

Ein Erlaß des Reichsinnenministers an die Beamtenschaft.

Der R e i ch s i n n e n m i n i st e r hat in einem R u n d e r l a ß die Erwartung ausgesprochen, daß alle Beamten des nationalsozialistischen Staates ihren Kin­dern den Eintritt in die Jugendorganisa- tr 0 n e n d e r N S D A P. s r e i g e b e n. Er nimmt dabei Bezug auf einen Erlaß des Stellvertreters des Führers vom August dieses Jahres, in welchem dieser darauf hin- gewiesen hat, daß der Führer der Partei die Aufgabe ge­stellt hat, alle deutschen Menschen zu nationalsozialistischem Denken und Handeln im Dienst am deutschen Volk zu er­sehen. Im Rahmen dieser Aufgabe ist b Le Hitl e^

menten ist ersichtlich, daß der brasilianisch c Prestes die kommunistische Propagandatä iâu > ^ letzten Wochen persönlich geleitet hatte "n ^" Ziel, durch eine Kommunistenrevolte die ^ aller südamerikanischen Staaten zu stürzen. '

Der Aufstand war bisher nur auf hi» m vinzen Rio Grande do Norto und P», buko beschränkt. Nach schweren Kämpfen Rebellen hundert Tote in den Straßen von Vernes K zurückgelassen, ehe sie vor den vordringendcn ReaÄ^- truppen zurückwichen. 90 Rebellen sollen von Regierungstruppen gefangengenommen Word»« f Auch in Natal war die Lage ernst. Die Stovt sich in den Händen des aufständischen 21 bataillons. »

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Graf Zeypelèn" an der brasilianischen ä

LuftschiffGraf Zeppelin" hat seine Post ü Maceio abgeworfen. Nach den letzten Standort»,, düngen befand sich das Luftschiff auf der Höhe von cife (iw Staate Pernambuko). Es bewegte sicft in nl licher Richtung die Küste entlang, um die für Suroba h stimmte Post zu übernehmen. Allerdings war der M fcbiFflejnng zunächst nicht bekannt, wo sich diese Po» , ( Zeit ^faub. Sie hoffte, in Bahia die PostüberWw zu bomben. Das Luftschiff hat noch bis Donners! ausreichend Brennstoffvorräte. Falls sich ihm keine M nahmenröglichkeiten bieten, sann es also unbesorgt ru d, eigenen Brennstoffniederlage nach 93a tbürst' (AM zurückkehreu.

Eros Zevvell»" kreuzt weiter

Berlin, 27. November. Wie die Deutsche toste mitteilt, hat das LuftschiffGraf Zeppelin" abend durch Funkspruch mitgeteilt, daß es von einem Dampfer 110 Kilogramm frische Lebensmittel an Bord genommen habe und beabsichtige, noch bis Mittwoch mit­tag an der brasilianischen Küste zu kreuzen, um dann ge­gebenenfalls in Pernambuco zu landen.

BUgend allein berufen, die deutschen Jungen und Mädchen in ihrer Haltung und Lebensauffassung national­sozialistisch zu führen und sie auf ihre einstige Ausgabe als Träger des Reiches körperlich und geistig vorzu- bereiten.

Es ist deshalb f e l b st v e r st ä n d l i ch, daß alle, di­es mit ihrem Bekenntnis zum Führer und seiner & wegung ehrlich meinen, aus Verantwortungsbewußt)« gegenüber der deutschen Zukunft ihren Kindern den Wq zur Hitler-Jugend freigeben und so'das Werk des Führers unterstützen.

Kranz Faver Schwarz

Ehrenbürger von München.

München ehrt den Reichsschatzmeister der Partei zum 60. Geburtstag.

Reichsleiter Franz Xaver Schwarz, M Reichsschatzmeister der Partei, begeht seinen 60. Geburts­tag. Schwarz, einer der treuesten Kämpfer für Adoll Hitler, einer seiner engsten Mitarbeiter, kann an seiner Geburtstag auf den schönen Erfolg seiner Arbeit schau»

In den Zeiten des Kampfes hat Schwarz mit iu versagendem Mut und Selbstausopferung, die VerW- tungsorganisation der Partei geschaffen, die sich heute einem gewaltigen Apparat ausgebaut hat. Ju allerem und Zurückhaltung, wie es seinem ganzen Wesen c - spricht, hat er gearbeitet, aber überall in der Partei w und ist seine Hand spürbar. Seit 1 9 22 steht â i in den Reihen der n a t i o n a l s o z i a l i st > Kämpfer. Bei der Neugründung der Partei rm 1925 übertrug ihm der Führer das Amt des > schatzmeisters der NSDAP. Seit 1931 ist er neralbevollmächtigter des Führers M vermögensrechtlichen Angelegenheiten der Partei.

Schwarz ist kein Freund von Lobprelsunge Ehrungen, aber an seinem 60. Geburtstag wirl e nicht ganz aus dem Wege gehen können. So hat. chen, die Stadt der Bewegung, dem Reichsschatzm i Würdigung seiner langjährigen erfolgreichen - »- in der Stadtverwaltung und seine hervorragen ^ dienste um die nationalsozialistische Bewegung gemeinen und die Hauptstadt der Bewegung ^ deren, der er auch nach seinem Ausscheiden - Stadtrat mit Rat und Tat zur Seite steht, d a ' bürgerrecht verliehen. Die Dekanntg Entscheidung wurde von den Ratsherrn m ... mit Beifall ausgenommen. Wie der Oberburge > Tyei teilte, hat der Führer als Beauftragter ,jinr für die Hauptstadt der Bewegung fern mung zu der Ehrung erteilt. brachte ^

Oberbürgermeister Fiehler- dNMch g^ilien Glückwünsche der Stadtverwaltung m el scheu' und durch Überreichung eines Eyr k e s zum Ausdruck. Auch Ministerprall er etl bei hat dem Reichsschatzmeister zugleichi Glut- bayerischen Staatsregierung die ausricy u wünsche zum 60. Geburtstag ausgesprocyen.

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Glückwunsch des Führers an

Der Führer und Reichskanzler hao^jralparteib" leiter Amann, Generaldirektor des Z ältesten ®L lages der NSDAP, und einen selner @(üftwlt«m kämpfer, zum 4 4. Geburtstag telegramm gerichtet. Ainaen dem mc

Weitere Glückwunschtelegranune 0 L^ Dr. 6 leiter von den Reichsministern Dr. Go AeichsW.^- Göring und Darrs, von Stabschef i Funk, sichrer Baldur von Schirach, Staats) s ^fthre sendeleiter Hadamovsky und vom Tschammer und Osten zu.

Der König von Aali-n »""'"^2 »L

Der König von Italien hatfür e runzler telegraphisch seinen herzliche' Teil"" »he vom Führer übermittelte Bezeugung .^astt

Deutschlands an der Unwet in Süditalien ausgesprochen.