Kurze Nachricht.
Berlin. In Vereinbarung mit dem Geheimen Staats- Polizeiamt hat die zuständige Stelle im Reichsministerium für Volksauklärung und Propaganda allen jüdischen Künstlern das Fü h r e n von sog enannten Künstlernam e n (Pseudonymen) u n < c r s a g t. Dieses Verbot gilt auch für die im Rahmen des Reicheverbandes der jüdischen Kulturbünde tätigen nicht arischen Personen
Die Bezeichnung „Modeunion von Deutschland" verboten.
Berlin. In der Öffentlichkeit ist wiederholt der Eindruck erweckt worden, als ob die „M o d e u n i o n v o n Deutschland e. V." (Präsident Richard Dillenz) eine Vertretung des gesamten deutschen Modeschaffens sei, die von den amtlichen Stellen gefördert würde. Hierzu wird amtlich festgestellt, daß es sich bei dieser Institution um eine rein private Vereinigung von wenigen Firmen handelt. Amtliche Stellen haben mit ihr nichts zu tun und lehnen sie ab. Der Werberat der deutschen Wirtschaft hat bereits die irreführende Bezeichnung .,Mode- union von Deutschland- aus Gründen der Wahrheit und Klarheit in der Werbung untersagt.
Der Winter gab seine Karie ab.
Schneefälle im Osten des Reiches — Schneestürme in Südfrankreich.
Es sieht bald so aus, als wollte der Winter Einzug halten. Wir hätten ja im Grunde genommen nicht dagegen, denn lieber Wochen mit strammen Frost und schönem Schnee, als Regen, Matsch und trübe Nebeltage.
Im Osten des Reiches hat der Winter bereits seine Karte abgegeben. In O st p r e u ß e n ist kräftig Schnee gefallen, und da das Thermometer auch schon unter Null gesunken war, ist der Schnee liegengeblieben. Weniger freundlich war der Wintereinzug in der Grenzmark, Brandenburg und in Pommern, denn da hat der Regen den Schnee wieder zu Wasser werden lassen. Auch Schlesien bat den Winter zu spüren bekommen, wenn der Schnee auch im Tal nicht von Dauer war, so bat sich die Schneekoppe doch schon mit einer etwa 25 Zentimeter dicken Schneedecke bezogen. Auch die Zugspitze meldet starke Schneefälle. In Berlin hat sich der Winter nicht von seiner besten Seite gezeigt, denn der Schnee, der da am Totensonntag zur Erde kam, bildete den berüchtigten Berliner Matsch.
Frankreich hat im Süden schon ganz erheblich den Winter zu spüren bekommen. In den Cevennen sind starke Schneefälle niedergegangen, und die Temperatur fiel auf 10 Grad Kälte. Auch in den französischen Alpen schneit es. Der kleine St. Bernhardpaß mußte für den Kraftwagenverkehr gesperrt werden. In Savoyen haben schwere Schneestürme beträchtlichen Schaden angerichtet. Paris bat statt des Winters starken Nebel, so richtigen Novembernebel, der den Ausflugsverkehr auf den großen Ausfallstraßen und den Flugverkehr stillegte. In den Straßen von Paris konnte man kaum zehn Meter weit sehen, und die Autos mußten sich am hellichten Tage durch Scheinwerfer ihren Weg bahnen.
Ein schwerer Fall von Amoklauf.
Wie aus Ampen au in Ostindien berichtet wird, ereignete sich im Bezirk von Westlombok ein schwerer Fall von Amoklauf. Ein Eingeborener, der sich mit seiner Frau entzweit hatte, tötete sie und seine beiden Kinder. Dann steckte er seine Hütte in Brand und rannte mit gezücktem Messer los. Der Rasende konnte erst überwältigt werden, nachdem er dreizehn Menschen getötet und zwei verletzt hatte.
Ein Schluck auf das Wohl des Wetterfliegers.
Aus dem Tempelhofer Feld in Berlin startete am Montag der Wetterflieger Dr. Rudolf Reidat zu seinem 1 0 0Ö. Wetterflug. Aus Anlaß dieses seltenen Jubiläums wurden dem Wetterflieger bei seiner Landung zahlreiche Ehrungen zuteil. — Der Wetterflieger führt seine Tätigkeit seit 1930 planmäßig durch. Täglich steigt er um 7.30 Uhr mit seinem Spezialwètterflugzeug zu etwa einstündigem Fluge über Berlin auf, bei dem er bis zu 5000 Meter Höhe die verschiedenen Luftschichten, Wolkendecken usw. erkundet. Seine Beobachtungen werden dann an die Reichswetter tvärie weiWMeiiet. (Weltbild.)
Ein Elendsviertel wird niedergebrannt.
Bei der Altstadtsanierung in Leipzig mußte man zu einem außergewöhnlichen Mittel greifen, um einen Ge- bäudekompler niederzulegen. Fünf Häuser des Elendsviertels im Gebiet der Sternwarten- und Seeburgstraße waren derartig von Ungeziefer verseucht, daß man es nicht -vagen konnte, die Gebäude abzubrechen. Man hätte dadurch eine weitere Ausbreitung des Ungeziefers begünstigt. So entschloß man sich dazu, die Häuserreihe ntederzubrennen. Die Feuerwehr benutzte diese außergewöhnliche Gelegenheit zu einer lehrreichen praktischen Übung. Die Wehrleute legten im Dachstuhl und im ersten Stockwerk des Häuserblocks Brandherde an und beschränkte sich dann daraus, die Hausfronten zu beobachten und ein übergreifen der Flammen auf die benachbarten Häuser zu verhüten. Ein Gebäudeteil nach dem anderen stürzte krachend zusammen; aber erst nach 24 Stunden war ganze Arbeit getan und der Häuserblock bis auf die Grundmauern nieberaebrannt.
Oberhessisches Schwurgericht.
Gießen, 25. Nov. Das Oberhessische Schwurgericht «begann heute seine auf sieben Tage vorgesehene Winter- sitzung. Das Gericht verhandelte heute gegen die 21 Jahre alte Romana Schmidt aus Nieder-Erlenbach, die unter der Anklage der Kindestötung stand. Im Laufe der Verhandlung ergaben sich mancherlei mildernde Umstände für die Angeklagte, die vom Schwurgericht zu einem Jahr Gefängnis unter Anrechnung von drei Monaten Untersuchungshaft verurteilt wurde.
Kohlenoxyd-Gase in der Stfjäfctljütte Schwere Vergiftung des Schäfers /
Hundes. IHnes
Herborn, 25. Nov. Ein Schäfer aus Harterr x abends in seinem in der Schäferhütte eingebaut?« «.hatte Ofen Feuer angemacht und sich dann zur Ruhe ^en um die Bkittagsstunde die Schafherde noch immer । verweilte und auch vom Hirten selbst nichts m ging man zur Hütte und stellte fest, daß die Tür n Mi, verriegelt war. Nun öffnete man gewaltsam djx fand den Schäfer leblos vor. Sein Hund lag Wb neben ihm. Bei näherer Untersuchung stellte L®?51« Kohlenoxyd-Gase die Ursache des Unfalls bildeten rend der Hund bald wieder zu sich kam, mußte her in bedenklichem Zustand in die Marburger Klinik r werden. «ebra^t
Nay und Fern
Lastzug in einen Steinbruch gestürzt. Ein . IPlitt beladener Lastzug stürzte infolge «ersitz Steuerung kurz vor Soest eine sechs Meter hohe hinab tn einen Steinbruch. Während es dem 9 lang, rechtzeitig abzuspringen, wurde der Neikok» bem Unfall so schwer verletzt, daß er kurz nach sein! heferung ins Krankenhaus starb. ner @in=
Tod unter Tage. Aus der Zeche Konstantin u Große rv/V in Bochum wurden durch einen bnlch Zwei Bergarbeiter verschüttet. Während es ! ?» emen von ihnen lebend zu bergen, konnte der ander-, als Leiche zutage gebracht werden. e nw
Aus der Bühne erstochen. In der Aufführung Volksstuckes „Der Unfrieb" im katholischen Vereinst tn Bischofshofen (Salzburg) hatim SS Handlung der Darsteller eines Wirtes den „Unfrich^-! erstechen. Als nun der Wirt, den der Bauerssohn Krönt Mmsl spielte, das Messer zückte, blieb, ohne daß er 2 bemerfte, bte Scheide in der Brusttasche stecken und Stich des blanken Messers traf den Darsteller des n Ureds-, Ruppert Penn, mitten ins Herz. Im Eifers Spieles wurden weder dieser verhängnisvolle Susan bte furchtbaren Folgen bemerkt, so daß der Todeèk«! des Getroffenen als eine glänzende darstellerische LeAn von den Zuschauern bestaunt wurde. $
Ein Eimer Blut über den verhaßten Abgeordneten Auf den französischen Abgeordneten Frot, der beiden Rechtsparteien besonders verhaßt ist, wurde zum wieder- lwlten Male ein Anschlag verübt. Als Frot auf einer Veranstaltung der Linksfront in Auxerre sprechen wollte stürzte plötzlich ein zum Kreis der royalistischen „Action Fran^oise" gehörender Reserveoffizier hinter einem Denk- inal hervor und goß über dem Abgeordneten einen Eimer voll Blut aus.
Dors niedergebrannt — Die Rache des Bettlers. Ein Bettler zündet aus Wut darüber, in einem Dorfe bei Ploesti nichts bekommen zu haben, ein Haus an. Das Feuer legte, von einem heftigen Wind getrieben, die Kirche des Orts und insgesamt 30 Häuser niedèr.
Im Südpolargebiet verschollen? In New Jork herrsch! Besorgnis um das Schicksal des Fliegers Sin» c o l n E l l s w o r t h, der zu einem neuen Flug im Südpolargebiet aufgestiegen war. Seit Tagen fehlt jede Nachricht von dem Flieger. Der Brennstoffvorrat war für 24 Stunden berechnet. Lebensmittel für acht Wochen hatte Ellsworth mitgenommen. An Bord des Hilfsschiffes ist eine Rettungserpedition ausgerüstet worden.
50 000 Neger vom Hungertod bedroht. In Trans- v a a l und Natal werden 50 000 Neger in Gegenden, die seit über einem Jahr unter völliger Trockenheit zu leiden haben, vom Hungertod bedroht. Das im Norden von Transvaal gelegene Weideland Veldt ist eine Wüste ae- worden. Täglich sterben 600 Stück Vieh.
70631. Mittelgroße runde Decke in Filethäkelei und Gittergrund. Unser Modell war bei 6 mm Lochgrötze etwa
80 cm im Durchmesser groß. an Material waren etwa 160 g ecrufarbenes Glanzhäkelgarn tlr. 20 und 1 Stall' Häkelnadel Nr. 8 verwendet. Man arbeitet zunächst den Mittelteil und daran anschließend dann die breit! äußere Nandkante nach dem Leyer-Zählmuster Nr. 70631/V, das mit ausführlicher Beschreibung erhältlich
70779. Kiffen in Filetarb-it. Man arbeitet das 50 zu 60 cm große Kiffen mit dem gefälligen Muster aus ecrufarbenem Filetstoff, an dem 9 Kästchen 4 cm messen, und stopft das Muster mit gleichfarbenem -° Leinengarn Nr. 16 im Leinenstopfstich nach dem Beyer-Zählmuster Nr. 70779/IV aus, das mit Bef^r. erh.
52S23. Adventskranz in Laubsägearbeit. Für Öen 32 cm im Durchmesser großen Adventskranz benötigt manZ u. mm starkes, 2 fach verleimtes Laubsägeholz und Temperafarben. Man arbeitet den Kranz, die Sterne für die e>3 und die kleinen Engel mit Hilfe des Beyer-Nbplättmusters Nr. 52523/11, das mit ausführlicher Bester, ery. 1
52524. Ndventsleuchter in Laubsägearbeit. Für den 8,5 cm (ohne Kerzen) hohen und 38 cm breiten Leuchter verwendet man 2,7 und 1,8 cm starkes Holz und für die Sterne mittelblaue, den Ständer rote , Man arbeitet den Leuchter mit Hilfe des Beyer-Abplättmusters Nr. 52524/1, das mit Beschreibung erha t
52446. Nähzeuggarnitur mit Vuntstickerei. Man arbeitet die geschlossen 15 zu 20 cm große ijanötaf^e, das 5,2 zu 10,7 cm große Scherentäschchen und das 6,5 zu 8,5 cm große Nadelbuch aus schwarzem Sei mr E stickt den Vorderseiten die übertragenen Blumenmotive angabengemäß auf. stUe Teile n e ^ mit Steifleinen und füttert alles mit resedafarbener Seide ab. Leyer < Abplättmuster Nr. 52446/ e
52521. Große rechteckige Decke mit Buntstickerei. Die 130 zu 160 cm große Decke arbeitet man ^
grünem Frotteeleinen und führt die Stickerei nach Übertragung der Abplättmusters angabengem ^
rotem, maisgelbem und blaugrünem stumpfem, teilbarem Stickgarn ober Glanztwist aus. Zu e e ^^ von dem Leyer-Abplättmuster Nr. 52521/111 3 Packungen erforderlich. Nm Abplättmuster »i ^^
noch die Anwendungsmöglichkeit der Motive für eine runde und eine quadratische e
Zeichnung: A. Potorny