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Die Sanktionsabwehr in Italien. Italien steht im Kampf gegen die Sanktionen. Ueberall wird gespart und gegen die Abhängigkeit von der Weltwirtschaft gearbeitet. Bor allem bedeutet die Rohstoffbeschaffung für die Eisen- industrie ein großes Problem. So wurde zu einer großen

Sammlung von Alteisen aufgerufen und sogar überflüssige Straßenbahnschienen wurden, wie hier auf dem Bild, aus dem Straßenpflaster gerissen, um neu verarbeitet zu werden. (Scherl Bilderdienst M.)

Bild rechts: An Olympischer Stätte. Ein stimmungs­

volles Bild vom Rregersee bei &nrint|O). Hier in Lieser herrlichen Umgebung werden die Vorkämpfe des olympi­schen Eishockeyturniers zur Austragung gelangen. Die große Tribüne ist fast fertiggestellt, und bald wird sich der See mit einer spiegelblanken Eisfläche überziehen. (Scherl Bilderdienst M.)

Die Umbildung der britischen Regierung.

Amtlich wurden am Freitagabend folgende Verände­rungen im Kabinett bekanntgegeben: Zum Lordsiegel- belvahrer wird Viscount Halifax (bisher Kriegs­minister) ernannt, zum Kriegsminister Mr. Duff Cooper (bisher Finanzsekretär im Schatzamt), zum Do­minienminister Mr. Malcolm MacDonald (bisher Kolonialminister), zum Kolonialminister Mr. I. H. T h v- m a s (bisher Dominienminister).

An Stelle von Mr. Duff Cooper wird zum Finanz- sekretär im Schatzamt Mr. William S. Morrison er­nannt. Der bisherige Lordsiegelbewahrer Lord Lon­donderry ist zurückgetreten.

Mit diesen Ernennungen ist die U m b i l d u n g d e s Kabinetts Baldwin abgeschlossen. Aus der Regierung scheidet nur eine Persönlichkeit aus, der bis­herige Lordsiegelbewahrer Lord Londonderry. Ramsay McDonald bleibt dagegen in seiner bisherigen Stellung. Sein Sohn ist ebenfalls Minister geblieben. Um den Wünschen derDominions Rechnung zu tragen, ist lediglich ein Wechsel der Posten zwischen Thomas und Malcolm MacDonald vorgenommen worden. Malcolm Macdonald ist an Stelle von Thomas Dominionminister Md Thomas ist Kolonialminister geworden.

Die w i ch t i g st e Ernennung ist zweifellos die Ernennung Duff CooperS zum Kriegsminister.

Duff Cooper ist keine unbekannte Persönlichkeit. Der jetzt l-jährige entstammt einer alten schottischen Adelsfamilie Md nahm am ganzen Weltkrieg als Offizier des Grena- diergardcregiments teil. Nach dem Kriege hat er bereits mehrfach wichtige Posten bekleidet. 1928 bis 1929 war er Finanzsekretär des Kriegsministeriums. Diesen Posten be­kleidete er auch von 1931 bis 1934. Nach der Kabinettsum-

vildung im Jahre 1934 wurde er Finanzsekretär des Schatzamtes. Von diesem Posten kehrt er nun wieder ins Kriegsministerium zurück, diesmal aber als sein Leiter. Die vielfach erwartete Umbesetzung im englischen Auswär­tigen Amt ist nicht erfolgt. Sowohl Hoare wie Eden bleiben in ihren bisherigen Stellungen.

Kampf mit einer Terrorgruppe in Paläflina.

Fünf Araber erschossen, ein englischer Polizist getötet.

Bei der Verfolgung einer arabischen Räuberbande umzingelte die Polizei das Dorf Scheikh Zeid im Gebiet von Nablus (Palästina), in dem sich die Bande befand. Nach einem mehrstündigen Feuer­gefecht wurden fünf Banditen erschossen. Auch ern englischer Polizist wurde im Laufe des Kampfes ge­tötet; ein anderer wurde schwer verletzt. Fünf Banditen konnten gefangengenommen werden.

Während der Polizeibericht von Banditen spricht, be­hauptet die arabische Presse, daß es sich um eine politische Terroriftengruppe handele. Die arabischen Blätter feiern die Toten auch als Ofer des Mandats­systems, das die Araber zwinge, als Räuber politisch zu kämpfen. Ein Schwerverwundeter erklärte arabischen Berichterstattern, daß die Gruppe nur Moslems als Mit­glieder ausgenommen und die Absicht gehabt habe, unter Führung des gleichfalls erschossenen Scheikhs Jzz el Din el Quasam planmäßig führendeJuden und Eng­länder im Interesse des Vaterlandes zu ermorden.

Wer kann Beamten-Anwärter werden?

Rückhaltloses Eintreten für den national­sozialistischen Staat muß verlangt werden.

Darmstadt, 22. Nov. Die Bedingungen für die Annahme von Beamten-Anwärtern bei den unterstellten Behörden, Ge­meinden, Gemeindeverbänden und sonstigen Körperschaften des öffentlichen Rechts wird diesen Stellen von der Landes­regierung mit folgendem Erlaß des Reichsministers des In­nern vom 1. November 1935 bekanntgegeben und ersucht, bei künftigen Beamten-Anwärter-Einstellungen nach diesen Richtlinien zu verfahren.

Nach dem geltenden Recht darf nur Beamter werden, wer die Gewähr dafür bietet, daß er jederzeit rückhaltlos für den nationalsozialistischen Staat eintritt. Zur Verwirk­lichung des nationalsozialistischen Staatsgedankens ist es erforderlich, daß in Zukunft diejenigen, die Beamte werden wollen, schon von Jugend auf in nationalsozialistischer Welt­anschauung erzogen worden sind. Der Führer und Reichs­kanzler wird bestimmen, in welcher Weise diese Schulung zu erfolgen hat. Bis zum Erlaß dieser Bestimmung durch den Führer und Reichskanzler ist zu fordern, daß Bewerber um Beamtenstellen, die nach dem 31. 12. 1935 das 16. Le­bensjahr vollenden, mit Erfolg der Hitlerjugend angehört haben.

In Zukunft sind deshalb nur solche Bewerber um Be­amtenstellen anzunehmen, die dieser Bedingung entsprechen oder aus der Wehrmacht als Offiziere oder als Soldaten mit Versorgungsberechtigung entlasten sind.

Sollte aus anderen Gründen einem Bewerber die Teil­nahme an der nationalsozialistischen Schulung der Jugend ober die Zugehörigkeit zur Hitlerjugend nicht möglich ge­wesen sein, so kann eine Ausnahme zugelassen werden; sie bedarf meiner Zustimmung im Einvernehmen mit dem Stellvertreter des Führers."

pasteiwirtsthafi gefährdet

die französische Währung.

Die blutigen Zusammenstöße zwischen Feuer- 'reuzlern und Anhängern der Volksfront in Amoges haben die Linksgruppen zu einem neuen Angriff gegen die Regierung Laval veranlaßt. Die Sozialisten haben einen Entschließungsantrag für die sofortige Auflösung der Kampfbünde ausgearbeitet mit einem Mißtrauensantrag gegen die Regierung.

Ob die sozialistischen Manöver gegen Laval gelingen, ist noch sehr zweifelhaft, denn inzwischen mehren sich bie wirtschaftlichen Schwierigkeiten. ~tc Währungsfrage taucht wieder auf Der Franken ist an den Auslandsbörsen im Werk gesunken. -ie Bank von Frankreich hat zunächst den Diskont- um ein Prozent Heraufgesetzl, was im Zusammen­hang damit, daß die Wochenbilanz der Bank einen ? ldabzug von einer Milliarde Franken ausweist, die Besorgnisse der französischen Wirtschaft noch ^hoht. Der kritische Goldpunkt liege, so schreibt das »Echo de Paris", augenblicklich so, daß es viel vorteil- aafwr sei, von Paris Gold nach New Work zu vcr- hachten, als Dollars mit Franken zu kaufen. Die ^p"albesitzer, die nach dem großen Bankkraäi von

ihre Werte in Europa und besonders in Paris Melegt hatten, hätten ihr Auge wieder nach der anderen ^ette des Atlantiks gewandt. Trotzdem sei der Ausgleich a französischen Handels nicht irgendwie gestört. Die ovtddeckung der französischen Währung bleibe auch Zn " 3,8 2 Prozent eine der am besten gedeckten > öer Welt. Die augenblickliche Lage der Bank von mankreich könne aber die politischen Auseinandersetzun- â 1 llnn Schweigen bringen, so daß in der kommenden wmersitzung die Regierung gefestigt dastehen werde.

Hausmusik beim Reichsimenmimster.

^" Anwesenheit des Führers und Reichskanzlers.

Anlaß desTages der Hausmusik", zu dem Re- <unfi und Reichsmusikkammer auch in diesem Jahre aufgerufen hatten, hatte der Reichs- und preußische Aunnnister Dr. Frick zu einem musikalischen Abend k, 'ne Dienstwohnung in Berlin geladen Das Haus- d» Z^'nurde ausgezerchuel durch die A »Wesenheit dem !i ^ r e r 5 u n d Reichskanzlers. Autzer- p waren n. a. erschienen Reichskriegsminister Frei- Scl> h """Blomberg und Reichsfinanzminister Graf Woln f r 1 u Krosig k. Pom Diplomatischen Korps K r ^r Pernustaltung bei der französische Botschafter Sir fc.C ? s = ^ o n c e t. der enalische Botschafter t. I r c Phjpps, der italienische Botschafter

0' der polnische Botschafter Lipski und der frische Gesandte Dini ch er t.

einen Musik â^"r beitsminister Seid t e veranstaltete

Kurze Aachrichten.

Berlin. Der Deutsche R i t t e r b u u d hat in der Erkenntnis, daß sein Weiterbestehen der Idee der Volksgemeinschaft im Wege stehe, seine freiwillige Auflösung beschlossen.

Berlin. Militärische Literatur, vor allem Dienstvorschriften, Entwürfe hierzu, Anleitungen für den Dienst, Merkblätter aller Art, insbesondere über den Weltkrieg, befinden sich noch oft in den Händen von jetzigen und früheren Offizieren, in alten Sammlungen und Nachlässen. Die Deutsche Heeresbücherei, Berlin NW. 7, Dorotheenstraße 48, sammelt plan­mäßig dieses Schrifttum und bittet um Über­lassung solcher oder ähnlicher Literatur.

Berlin. Dr. Goebbels hat den Reichsbeauftragten für künstlerische Formgebung, Hans S ch >v e i tz e r , im Range eines Hauptstellenleiters in die Abteilung Bildende Kunst des Kulturamtes der Reichspropaganda­leitung der NSDAP, berufen.

Bonn. Wie der K a r t e l l v e r b a n d deutscher b u r s ch e n s ch a s t l l ch e r Verbind u n g e n (KV.) mitteilt, hat der Führer des Verbandes nach einer letzten Rücksprache mit den Gauobleutcu die Auflösung des KV. ausgesprochen.

Paris. Die nächste Schwurgerichtssitzung in Aix-en- Provence, aus der die Fortsetzung des Königs- mörderprozesses zu erwarten ist, findet " im Januar 1936 statt

Zugentgleisung im RangirrSahnhof Würzburg.

Die Reichsbahndirektion Nürnberg teilt u. a. mit: Am 22. November 1935 um 8.56 Uhr stieß im Würzburger Rangierbahnhof der einfahrende Güterzug 6340 mit einer Rangierabteilung zusammen. Hierbei entgleisten fünf Wagen der Rangierabteilung, zwei davon wurden zertrümmert. Der Zugführer des Zuges 6340 wurde leicht verletzt. Die Lokomo­tive dieses Zuges wurde leicht beschädigt. Dir. Unter­suchung ist eingeleitet.

Mitte Dezember Gau-Geflügelschau in Frankfurt.

Frankfurt a. M., 22. Nov. Als Abschluß der großen Aus­stellungen in Frankfurt am Main findet in den Tagen vom 13. bis 15. Dezember 1935 in der Frankfurter Festhalle eine Eaugeflügelschau statt. Veranstalterin ist die Landesfach­gruppe Geflügelschau Hessen-Nassau. Die Geflügelschau, die mit mehreren Sonderschauen verbunden ist, dürfte mit mehreren tausend Tieren der verschiedensten Art beschickt werden.

Ein hoffnungsvolles Brüderpaar.

Siebeteten eines acht- und eines neunjährigen Zungen.

Bad Homburg, 22. Nov. Am Mittwoch wurde am hellen Tage ein Einbruch in ein Lebensmittelgeschäft mittels Diet­rich verübt. Es wurden, neben einem Geldbetrag, auch Lebensmittel gestohlen. Die polizeilichen Ermittlungen führten zu dem überraschenden Ergebnis, daß es sich bei den Einbrechern um ein Brüderpaar von acht und neun Jahren handelt. Die beiden haben das erbeutete Geld zum Stauf von Näschereien und zum Kino-Besuch verwendet. Ein Restbetrag konnte noch sichergestellt werden. Die bei­den Jungen dürften für weitere Diebereien der letzten Zeit in Homburg in Betracht kommen. Wahrscheinlich wird sich die Fürsorgeerziehung der beiden hoffnungsvollen Frücht­chen annehmen.

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Tas ist das Große, das der Nationalsozialis­mus dem deutschen Volk gibt: daß der Deutsche, der nun in das Ausland kommt, nicht ein ver­lorenes Glied ist, sondern ein lebendiges Mitglied der Volksgemeinschaft bleibt.

Adolf Hitler.

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Ihr dort draußen könnt auch vor Fremden stolz sein auf das neue Deutschland, so wie wir eS in der Heimat sind. Ihr könnt stolz sein, weil ein neues Volk in Deutschland wurde, weil ein neuer Gerst dieses Pplk beherrscht, weil eine neue Füh­rung dieses Volk so führt, wie ihr es euch als Aus­ländsdeutsche »o» jeher gewünscht habt.

Rudolf HèL