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und Erziehung.

Reichsinnenminister ® r. Frick legte in seiner Rede utr Eröffnung des 7. ZeiMngsfachlicheu Fortbildungs­kurses in Berlin die Aufgaben der Zeitung in der deutschen Bevölkcrungspolink klar. Im neuen Reich dienten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmcn, Ebestands- darlehen und die Gesetze zum Schutze der Volksgesund- Veit und der Rassenreinbeit den Grundsätzen der Be­völkerungspolitik. Aufgabe der Presse sei es, Mittle­rin zwischen Gesetzgeber und Volks- Meinung zu sein. In diesem Zusammenhang sind die nachstehenden Ausführungen von besonderem Interesse.

Das Ziel der gesamten Erziehung ist das Wachstum unseres Volkes. Wachstum in kör­perlicher und in seelischer Hinsicht, Wachstum der Zahl wie dem Werte nach. Beides ist nicht zu trennen. Der Bevölkerungsschwund ist in erster Linie nicht ein physisches, auch nicht ein ökonomisches Problem, sondern eine seelische Not. An Gesundheit fehlt es nämlich den Kinderarmen oft gar nicht, es sei denn an jener höheren Gesundheit, die aus der Seele kommt. Und Seele ist wiederum nichts anderes als L e b e n s k r a f t.

Gewiß wird sich durch die eifrigen Bemühungen der Reichsregierung: durch den gerechteren Steuerausgleich, durch die Ehestandshilfe, durch die Zurückdrängung der Minderwertigen die Fortpflanzung des gesunden Volks­teils steigern, aber die Reichsregierung weiß, daß alle diese Maßnahmen das gesunde Wachstum des Volkes zwar fördern, aber nicht herbeiführen können. Denn der Bevölkerungsschwund ist nun einmal nicht eine einzelne Krankheit, die man durch ein bestimmtes Verfahren heilen kann, der Bevölkerungsschwund ist das Symptom eines Krankheitszustandes. Der Bevölkerungsschwund ist nur eine Erscheinung der bürgerlichen Zivili­sation oder des Materialismus.

Wenn die Geburtenverhinderung der Glaube einer materialistischen Zeit, der Ausdruck einer bestimmten Weltanschauung ist, dann kann sie überwunden werden, und die Hanptleistung in dieser Überwindung des Mate­rialismus hat die Erziehung zu vollbringen. Aber man hüte sich, den Kampf gegen die Zivilisation nun wieder mit zivilisatorischen, mit rationalistischen Mitteln zu versuchen. Der V e r st a n d allein kann gar nichts ausrichten. Denn die Herrschaft des Verstandes ist es ja gerades die den Geburtenschwund herbeigeführi hat. Die neue seelische Haltung aber, das tapfere Lebensgefühl nicht nur den äußeren Feinden, sondern überhaupt dem Schicksal gegenüber muß schon von der Jugend auch aus der Schulbank erobert werden. Dazu muß sich aber unsere Gesamterziehung erst von Grund aus neugestalten. Das Ideal der alten Schule war der Kopfrechner, der behende Vielwisser, für die höhere Schule im besten Falle der Gelehrte, eben jene Schicht der so­genanntenBestbegabten", von denen die Kinderbeschrän­kung ausgegangen ist. Gewiß soll die Schule die Be­gabung wecken und steigern, aber der Begriff d e r Begabung muß erst einen ganz neuen Inhalt bekom­men. Man kannte und kennt nur die theoretische, die rein verstandesmäßige Begabung. Es gibt aber eine Begabung ebensowohl für das Handwerk wie für die Malerei, eben­sowohl für die Geschichte wie für die Mathematik, eine Begabung für die Rede- und für die Schauspielkunst, für die Gymnastik wie für Sprachen, für Schach wie für Strategie. Und erst dann, wenn es uns gelingt, die an­geborene Begabung, das Erbe von Generationen, zu entfalten, können wir zu einer deutschen Kultur statt der bisher nur internationalen Zivilisation ge­langen. Erst dann können wir auch die B e r u f s f r e u d e wecken.

Es genügt auch nicht, daß wir das Turnen zu der geistigen Dressur als eine neue Dressur hinzufügen. Atan kann auch das Turnen mechanisch betreiben, wie es früher überall geschehen ist. Wir wollen ja nicht die Erstarrung, sondern das Leben des Volkskörpers. Dazu müssen wir die Übungen des Körpers wie des Geistes hervorwachsen lassen aus einer Gymnastik, wie sie etwa bei den Griechen bestanden hat. So erst wird alle Betätigung des Leibes wie des Geistes zum Ausdruck unserer Volksseele, unserer rassischen Eigenart.

So wird jede Äußerung unseres Lebens nunmehr zu einer Aussage über das große Geheimnis Gottes. Die Zeugung aber wird zum eigentlichen Mittelpunkt unseres Lebens, wird, einst verachtet und geschmäht, nunmehr zu dem heiligsten Amt, das nicht mehr durch die Abtötung des Kindes um seinen Sinn gebracht werden darf. Wie die Sonne sich in tausend Tropfen spiegelt, so wollen Mann und Weib immer neue Erben ihres Blutes, die ihr Leben noch bejahen, wenn sie selbst längst vergangen sind. \

England verstärkt seine Luftflotte.

250 Flugzeuge für Übersee. Stärkere Bewaffnung der Schlachtschiffe.

Nach Londoner Pressemitteilungen hat die englische Regierung beschlossen, im Hinblick aus die gespannte Lage im Fernen Osten einen weiteren Ausbau der Luftflotte vorzunehmen. Der Bestand soll um 250 Flugzeuge ver­mehrt werden, die hauptsächlich für Übersee bestimmt sind. Die Gesamtzahl der britischen Flugzeuge erhöht sich damit auf 2190, wovon 1500 für die Heimatluftflotte und 690 für Übersee bestimmt sind.

Wie es heißt, will man die Heimatluftflotte um keinen Preis schwächen, sondern will sie auf der Höhe der Luft­flotten der angrenzenden Staaten, vor allem Frankreichs, halten, das heute 1670 Flugzeuge besitzt,

Außerdem wird bekannt, daß an dem Schlachtschiff Warfpite" bedeutende Verbesserungen vorgenommen­werden. DieWarspite" ist das erste englische Schiff, das mit acht Flugzeugabwehrgeschützen von 12 Zentimeter und schwererem Kaliber ausgerüstet wird. Außer den SchlachtschiffenNelson",Rodney" und Hood" sind sämtliche Kriegsschiffe nur mit acht 12-Zentimeter-Flugzeugabwehrgeschützen versehen gewesen, doch sollen in allernächster Zeit die vier andern Schiffe der KlasseQueen Elizabeth" und außerdem die fünf der Royal Sovereigns" sowie die SchlachtkreuzerRenown" undRepulse" mit acht 12-Zentimeter- und schwereren Flugzeugabwehrgeschützen sowie mit einer Anzahl leichter und schwerer Maschinengewehre und verstärkten Panzer­platten ausgerüstet werden.

Italien kommt zur Flottenlonlerenz

London, 22. November.

Die italienische Regierung hat nunmehr die Einladung Englands zu der bevorstehenden Flottenkonferenz in London amtlich angenommen. Damit werden sämtliche Unterzeichnerstaaten des Londoner und Washingtoner Flottenvertrages auf der Konferenz vertreten sein. Die italienischen Vertreter werden voraussichtlich Konteradmi- irgl Raineri-Biscia und Kapitän Margottini sein,

Die französische Friedens­vermittlung im Abessinienstuij Neue englisch-französische Besprechungen in Paris.

Den Franzosen ist bei der Durchführung der Sank­tionen gegen Italien nicht sehr wohl. Die Regierung hat den Sturm der französischen Wirtschaft auszuhalten, die ihre Verluste infolge der Ausfuhrsperre nach Italien bereits sehr nachdrücklich anmeldet. Frankreich hat also ein großes Interesse daran, den italienisch-abessinischen Konflikt möglichst bald beizulegen, um aus den Sank­tionsschwierigkeiten herauszukommen.

Es ist daher mehr noch als bisher bemüht, in dem Streit zu vermitteln. So sind denn in Paris die unter­brochenen Friedensbemühungen wieder­an f g e n o m m e n worden. Der Chef der Abessinien­abteilung im Londoner Auswärtigen Amt, Maurice Peterson, ist wieder in Paris eingetroffen, um die Besprechungen mit seinem französischen Kollegen Q u e n - t i n wiederaufzunehmen. Der französische Minister- vräsident

Laval ist bemüht, eine neue Basis für Friedens­verhandlungen mit Mussolini zu finden, doch ist England in dieser Beziehung, wie es heißt, wenig zuversichtlich, um so mehr, als nach einem Bericht des britischen Gesandten in Rom, Sir Eric Drnmmond, Mussolinis Haltungunverändert feind­lich" sei. 8

In Pariser politischen Kreisen will man wissen, daß die Vorschläge, die der btitische Diplomat in Paris macht, so ziemlich dem entsprechen, was von englischer Seite bereits vor einigen Wochen ausgearbeitet worden ist. Rom hat diese Vorschläge damals als unannehmbar be­zeichnet, und es bestehen keine Anzeichen dafür, daß die Haltung Italiens sich unterdessen geändert hat.

Neuer Schwäch eanfail der französischen Währung.

Nachdem schon an den Auslandsbörsen der franzö­sische Frank eine Abschwächung erfahren hatte, war seine Lage am Donnerstag auch in Berlin nicht sehr wider­standsfähig. Die Goldverluste der Bank von Frankreich zeigen, daß die französische Währungs­politik sich vor neue Schwierigkeiten gestellt sieht, und zwar ist diese Wandlung ausschließlich auf inner- politische Vorgänge zurückzuführen, durch die das wirtschaftliche Reformprogramm der Regierung gestört herben kann. Größere Kursbesserungen ergaben sich im Auslande für die deutsche Wäh r u n g.

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Nächtlicher Überfall auf italienische Kavallerie.

Kleinkrieg hinter der italienischen Nordsront Der Negus wieder in Addis Abeba.

Nach dem italienischen Heeresbericht ist in der Nähe von Hausien im Norden Abessiniens eine italie­nische Kavallerieabteilung nächtlich in einen

Anschlag auf die deutsche Flagge im Amsterdamer Hasen,

Anarchisten stahlen die Flagge von einem deutschen Dampfer. Die Folge der Emigrantenhch

Die systematische Hetze gegen Deutschland, die seit der Machtergreifung durch die NSDAP, von jüdischen und marxistischen Kreisen in Holland sowie insbesondere von Emigranten betrieben wird, führte zu einem Zwischenfall im Amsterdamer Hasen, der sich gegen die neue Flagge des Deutschen Reiches richtete. Der deutsche Dampfer Adele Traber" löschte in Amsterdam-Nord Ladung, als sich in einem Ruderboot einige Personen näherten, denen es gelang, in einem unbewachten Augenblick die Flagge des Dampfers, der sehr tief im Wasser lag, zu entwenden.

Der Kapitän des Dampfers erstattete sofort Meldung. Es gelang der Amsterdamer Polizei einige Stunden

Innerpolttische Krise in Japan.

Die Folge der verhinderten Selbständigkeit Nordchinas.

Nachdem die Ausrufung der Selbständigkeit Nord­chinas infolge eines Schrittes verschiedener Mächte in Tokio in letzter Stunde abgeblasen worden ist, scheint die Angelegenheit noch ein innerpolitisches Nach­spiel in Japan zu haben. Der Gegensatz zwischen der japanischen Zivilverwaltung und der Armee, die die Ausrufung der Autonomie betrieb, scheint nun­mehr zum Ausbruch zu kommen.

Chinesische Blätter in Schanghai melden, daß die japanische Regierung der chinesischen Regierung bedeutet habe, daß Japan keineswegs beabsichtige, einen Druck auf Nordchina zur Bildung einer autono- mistischen oder halb unabhängigen Regierung aus - z u ü b e n. Noch weniger wünsche die japanische Regie­rung, diesbezügliche militärische Maßnahmen zu ergreifen. Die Nankingregierung habe dessen ungeachtet sofort die Militärbehörden in Nordchina angewiesen, die Verhand­lungen mit Japan abzubrechen, da die Verhandlungs­gegenstände über die Zuständigkeit der Lokalbehörden hinausaingen.

Keine jüdischen Börsenmakler mehr

Berlin, 22. November.

Der Neichswirtschaftsminister Dr. Schacht hat angeord-- uet, daß die amtlich bestellten jüdischen Kursmakler und Kursmaklerstellvertreter an allen deutschen Börsen mit Wirkung vom 22. d. M. aus ihrem Amt ausscheiden, da öffentliche Aemter nach der ersten Verordnung zum Reichs-- bürgergesetz vom 14. November 1935 nur noch von Reichs- bürgern bekleidet werden dürfen. Die Tätigkeit der jüdi­schen Besucher bleibt im übrigen unberührt,

abessinischen Hinterhalt geraten und nahezu W gerieben worden. Auf italienischer Seite fiel 3 Kommandeur der Abteilung, Rittmeister Rinats? Schauplatz dieses Gefechts liegt 60 Kilometer von entfernt im Rücken der italienischen m front. Durch die Meldung scheint bestätigt »u w ' daß hinter der italienischen Nordfront starke Abteilungen stehen, die den italienischen NaM??? beunruhigen. W

Der abessinische Kaiser ist im Flun-»^» seiner Reise an die Front nach Addis Abeba zurücke Der Kaiser hat eine Zusammenkunft mit dem befehlshaber der Südfront, Dedjasmatsch b u, gehabt. Er besuchte die abessinischen £mheJ. in Harrar, Djidjiga und Diredaua, nahm TruppenbM gungen vor und erkundigte sich über den Geist und? Zustand der Truppen, wobei er seine Zufriedenheit zeigte.

Englische 8lotten»s«sZer s« MM«.

London, 22. Novembu

Während in Kairo die Polizei alle Hände voll u hatte, um den unruhigen Elementen der Wafd 6dU bieten, veranstaltete die britische F l o t t e auf der 8 von Alexandrien das größte Manöver das östlichen Mittelmeer stattgefunden hat. Als Prinz % med Ali in Begleitung des Ministerpräsidenten und ? derer Mitglieder des Kabinetts sowie des britischen & kommissars Sir Miles Lampson an Bord beS Berwick" ging, wurde ein Salut von 21 Schutz £ feuert. Außer den Schlachtschiffen nahmen an derU« sechs Kreuzer, 18 Zerstörer, und zwei FlugzeugnrntterMf teil. In einem englischen Bericht aus AlerandrienM auf den großen Eindruck hingewiesen, "den des Ma­növer besonders aus die hohen ägyptischen BeM« ge­macht habe.

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EmÄerusMg drs StmMsmMsWchs

Genf, 22. November. '

Der Vorsitzende der Sanktionskonferenz, de Vascos c e l l o s, hat den Arbeitsausschuß der Konferenz auf te 29. November einberufen. Hauptberatungsgegenstand Ä die Inkraftsetzung der erweiterten Verbots!» für Rohstofflieferungen nach Italien bilden. Die Stufe;* hung von Petroleum, Eisen und Stahl ist, wie erimt®. schon grundsätzlich beschlossen worden und dürfte nach d: Haltung, die insbesondere die Vereinigten Staaten k eingenommen haben, keine Schwierigkeiten mehr bitte. Bereits am 27. November wird der aus Sachverständig; bestehende Durchführungsausschuß zusammentreten, u®k Mitteilungen der einzelnen Regierungen über die 91* dung der Sühnemaßnahmen zu prüfen,

später, sechs Personen, darunter eine Frau, jk zunehmen. Ein Mann und die Frau wurden » der Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt, wahr» die vier anderen in Haft genommen wurden. Bei u- Festgenommenen handelt es sich um Angehörige» anarchistischen Organisation. Sie bestreiten, die entwendet zu haben. Es wurden eine Reihe von durchsuchungen vorgenommen. Es ist zu hoffen, MF den Bemühungen der holländischen Behörden geM wird, diesen unerhörten kommunistischen Anlchlag zuklären und die Schuldigen der Bestrafung zuzusuh ;

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Der deutsche Konsul in Amsterdam ist g Amsterdamer Polizeipräsidium wegen des 8^66® stahls auf dem DampferAdele Traber" vorstemg , worden. Er hat über die Maßnahmen zur Feststen. und Bestrafung der Schuldigen Auskunft erbeten gleichzeitig auf das Bedenkliche einer Wiederholung artiger Vorfälle hingewiesen. Der Polizeipr«> dent, der den Vorfall sehr bedauert, wird MÄE erwägen, die eine Wiederholung solcher Vorfälle lich machen sollen.

Der FlasgenSiebftahl in AmM« Amsterdam, 22. i

Die vier wegen des Flaggendiebstahls veryi ^x fonen, alles der Polizei wohlbekannte L l n r ^ sind nnumehr dem Richter vorgeführt sich wegen gemeinsamen Diebstahls und V k^^g zu verantworten haben. Das niederlanov «eleidig^ kennt im übrigen keinen Paragraphen, der ^ sB der Flagge einer befreundeten Nation un r ^^

Die Untersuchung der Asche m dem Ofen ergab keine Anhaltspunkte dafür, f .^ b* die Flagge verbrannt haben. Dre Flagge 1 a nach versenkt worden zu sein.

Die Dlreltoriumrbild»»! i»®*L«r. Memel, 22. w

Der Präsident des Memelländischen Lanv»«.^ über- 1 z us, der nunmehr die Bildung des D z^i flute nommen hat, hatte am Donnerstag ^ede .$ Hera» redungen mit dem Gouverneur. Hierbeis ^ern MB ihm bei der Bildung d-s Di--»°- »E « > £ wie vor Schwierigkeiten bereitet w ^Z $w Gouverneur immer noch für die Aufnah^ t tn ters der fünf litauischen Landtagsabg Kouver" Direktorium eintritt. Demgegenüber N r^tneit^'L unterrichtet worden, daß ein derartigi 3 ^Mage- Direktorium kaum auf das Vertrauen o - ^ nen könne. seine E" I

Wie verlautet, hat der Gouverneur I ) dung für Freitag Vorbehalte!