drinliegt, ist die Art der Unverantwortlichen, der Leichtsinnigen. Dazu willst Du doch nicht gehören? Darum hast Du noch acht Tage Zeit zu überlegen, wie Du alle notwendigen Lichter abblendest, wie Du durch Verkleidung der Fenster (einschließlich Oberlichter) jeden Lichtstreifen nach außen verhinderst. Probiere es jetzt schon aus; Du wirst merken, daß diese Wolldecke oder jener Fenstervorhang, der nicht einmal dem schwachen Mondschein den Eintritt in das Zimmer verwehrt, nicht ausreichend sind. O, dann schalten wir eben das Licht aus oder gehen bei Zeiten zu Bett. Du willst Dich doch im Ernstfälle nicht zum Dauerschläfer entwickeln! Täusche Dich nicht! Du wirst dann erst recht Tag und Nacht Dich regen müssen, ob zu Hause oder in der Fabrik; das Leben muß weitergehen auf der Straße, in den Wohnungen und Arbeitsstätten. Doch muß nach außen eine weite Landschaft auf den Befehl „Verdunkelung" sofort erstarren und in der Nacht versinken. Willst Du noch immer der Unverantwortliche sein, der „sein Licht leuchten läßt"? Nun, dann bedenke ernstlich, daß Du das Leben und die Arbeitskraft von tausenden von Volksgenossen und Millionenwerte aufs Spiel setzt, daß Du die jahrelangen Mühen und Opfer pflichtbewußter Männer und Frauen, die im Luftschutz tätig sind, um den letzten Erfolg bringst, Volk und Vaterland vor dem Vernichtungswillen des Feindes zu schützen.
Bringst Du auch jetzt noch nicht soviel Gemeinschaftsgeist auf, Dir alle Mühe bei der angesetzten Verdunkelungsübung zu geben, um eine völlige Verdunkelung zu erzielen, dann treffe Dich die Härte des Gesetzes, das Dich zwingt, alle zum Schutze der Heimat notwendigen Maßnahmen heute schon zu treffen.
Darum, mein lieber Volksgenosse, wenn Du auch sonst so helle bist, laß an diesem Tage Dein Licht nicht leuchten.
Zehn Gebote bei Feuersgefahr.
Eine alte Erfahrung lehrt, daß viele Leute bei Feuersgefahr den Kopf verlieren und gerade das Gegenteil von dem tun, was in einer derartigen Lage richtig ist. Es ist daher recht nützlich, sich folgende Gebote vor Augen zu halten:
1. Ruhe bewahren, vernünftig handeln. — 2. Feuerwehr sofort alarmieren. — 3. Brennende Räume dicht abschließen. — 4. Bringe zwischen Dich und den Brandherd möglichst geschloßene Türen. — 5. Die Türen nach der Treppe immer geschlossen halten. — 6. Ist der Weg über die Treppe unbenutzbar, dann zurückbleiben. — 7. Auf diese Weise gefährdete Personen zeigen sich der Feuerwehr am Fenster. — 8. Niemals auf einen Zuruf des Publikums herabspringen, sondern nur den Anordnungen der Feuerwehr folgen. — 9. In verqualmten Räumen auf dem Fußboden kriechen, nasses Tuch vor Mund und Nase. — 10. Brennende Personen am Fortlaufen hindern, zu Boden werfen und wälzen. Ihre Kleider nicht abreißen, sondern mit fremden Kleidern oder Decken fest umhüllen, dann erst begießen. Umgehend den Arzt rufen.
Zum Besuch Dr. Goebbels' in Kassel.
Anläßlich der Kundgebung am 22. November d. I. in der Kurhessenhalle wird darauf hingewiesen, daß der Herr Reichsminister Dr. Goebbels erst am Spätnachmittag in Kassel eintrifft. Aus diesem Grunde müßen alle für den Nachmittag geplanten Besuche und Besichtigungen ausfallen.
Sonntagsdienst der Dentisten.
Beginn 20 Uhr Dienstag, Ende 8 Uhr Donnerstag. Dentist Hermann Zimmer, Karlstraße 34.
Fuldaer Marktpreise.
Butter 1,35 Mark, Eier 11 Pfennig, Gäyse 70, 75 und 80 Pfennig je Pfund.
Kassel, 18. Novbr. (Zugunfall im Kasseler Hauptbahnhof.) Im Kasseler Hauptbahnhof fuhr die den Eilzug nach Münster übernehmende Zug-Lokomotive stark auf den Zug auf. Eine Frau aus B a d S a l z s ch l i r f und zwei Eisenbahn-Bedienstete wurden dabei leicht verletzt.
Baumholder, 16. Nov. (Wenn eine Kuh einen Regenschirm verschluckt.) In nicht geringe Aufregung wurde ein Landwirt versetzt, als er feststellen mußte, daß eine seiner Kühe einen — Regenschirm — verschluckt hatte. Es blieb nichts anderes übrig, als einen Tierarzt herbeizuholen, der das „unverdauliche gute Stück" auf operativem Wege entfernte. Es ist zu hoffen, daß das Tier am Leben bleibt.
Gießen, 16. Novbr. (Reifende Universitätsdiebe in Gießen verhaftet.) Wie die Gießener Kriminalpolizei mitteilt, sind am Freitagnachmittag in der Gießener Universität zwei Herrenmäntel und im Gießener Studentenheim eine Aktenmappe mit Büchern gestohlen worden. Die sofortigen Ermittlungen führten dazu, daß der Täter und sein Spießgeselle am Abend in einem Gießener Hotel festgenommen werden konnten. Der Haupttäter hatte sich im Hotel als Buchhändler unter dem falschen Namen Josef Dietrich in das Fremdenbuch eingetragen. Auf dem Zimmer des Täters fand man drei Koffer, drei Aktenmappen, acht Herrenmäntel, eine Anzahl Bücher, vier Foto- Apparate, einen Revolver und zahlreiche andere Gegenstände, die sämtlich beschlagnahmt wurden. Ferner fand man eine große Anzahl Pfandscheine über versetzte Mäntel usw. Der Haupttäter entpuppte sich als der 26 Jahre alte Richard Drießen aus Essen-Stehr, der vorwiegend Universitätsstädte aufsuchte und in den Lehrinstituten der Universitäten Diebstähle ausführte. Er wird von der Staatsanwaltschaft in Oppeln wegen Rückfall-Diebstahls, von der Staatsanwaltschaft in Oels wegen widernatürlicher Unzucht und von der Landeskriminal-Polizeistelle Karlsruhe wegen Diebstahls gesucht. Sein Spießgeselle ist der 24 Jahre alte Alfred Schneller aus Oberlahnstein. Beide wurden verhaftet und in das Eerichtsgefängnis eingeliefert.
Gießen, 18. Nov. (Auf fr ei em Fuß belassen.) Von der Gießener Kriminalpolizei wurde ein gewißer Alfred Schneller aus Oberlahnstein verhaftet, der unter dem Verdacht der Beteiligung an Diebstählen in Universitäten stand. Nach seiner richterlichen Vernehmung wurde Schneller nunmehr zunächst auf freiem Fuß belassen, womit jedoch über die Frage der Schuld oder Unschuld noch keinerlei endgültige Entscheidung getroffen worden ist.
Frankfurt a. M., 16. Nov. (Ein Rathauseinbrecher gefaßt.) Am 8. November konnte in Zusam- enenarbeit der Kriminalpolizei Mainz und Frankfurt a. M. ein langgesuchter Büro- und Rathauseinbrecher festgenommen werden. Vorerst konnten ihm zwölf Rathauseinbrüche und drei Urkundenfälschungen nachgewiesen werden. Bei dem festgenommenen Einbrecher handelt es sich um den mehrfach einschlägig vorbestraften 29jährigen P. M. aus Wiesbaden. Er hat in folgenden Städten Rathauseinbrüche begangen: Coesfeld, Friedberg i. H., Bad Homburg, Unna i. W., Boppard, Dillenburg, Wetzlar, Mayen, Lippstadt und Meschede. Bei dem Einbruch in das Rschaus in Bad Hâ-
Guter Verlauf der Fuchsjagd
Zu der Fuchsjagd der NSKK.-Staffel II/M 46 waren 53 Fahrzeuge erschienen. Vertreten waren sämtliche Gliederungen der Partei, (NSKK., SA., SS., HJ.), sowie DDAC. Nach einer kurzen Propagandafahrt durch die Straßen der Stadt erfolgte um 1.15 Uhr der Start am Pröbel unter der Leitung des Staffel-Adjutanten Obertruppführer Jaenecke. Wie bekannt, mußte vor der offiziellen Fuchsjagd eine Findigkeitsfahrt erledigt werden. Es mussten 4 Kontrollpunkte angefahren werden und zwar in Eiesel, woselbst dem Fahrer die Prüfung im Keulenweitwurf abgenommen wurde. Sodann ging es weiter nach Hosenfeld, wo die Kontrolle 2 Entferungsschäken forderte. Die Kontrolle 3 war in Hauswurz zu suchen und dort der eigene Standpunkt auf der Karte festzustellen. In Freiensteinau, der Kontrolle 4, wurde die letzte Prüfung, und zwar Feftellung der Marschrichtungszahl auf dem Kompaß, gefordert. Es zeigte sich, daß die Teilnehmer sich redlich bemühten, ihr Können zu beweisen, denn die Besten in der Findigkeitsfahrt folgten stch kurz hintereinander in der Punktzahl. Wie vorgesehen, konnte die Fuchsjagd trotz der 4 anzufahrenden Kontrollstellen um 3 Uhr von der Höhe hinter Freiensteinau, aus beginne«. Scharführer GrUnkorn vom Staffelstab war als Fuchs reichliche Zeit vorher abgefahren und hat auch eine Leistung in der Markierung der Strecke und Täuschung voll- bracht. In der Zwischenzeit begann es zu regnen und den Boden auf einzelnen Stellen aufzuweichen. Es wurden daher große Anforderungen an Fahrer und Mäschine gestellt, aber alle Teilnehmer standen ihren Mann. Nach etwa 1% Stunden erfolgte das Signal zur Beendigung der Jagd, da
bürg verschaffte er P* eine Geburtsurkunde, die er auf den Namen Peter Baum ausstellte; unter diesem Namen zog er dann im Lande umher. Die Stempel zur Beglaubigung der Fälschung stahl sich der Einbrecher in Friedberg und in Coesfeld. Sämtliche Dienstsiegel, sonstige Stempel, Paßformulare, Quittungskarten usw. konnten noch bei seiner Festnahme beschlagnahmt werden. Die Frankfurter Kriminalpolizei vermutet, daß der Festgenommene noch weitere ähnliche Diebstähle begangen hat. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.
In Darmstadt 4 000 Pfund Brot mehr als im Vorjahr gesammelt.
Darmstadt, 18. Nov. Bei einer feierlichen Uebergabe des vom Jungvolk in Darmstadt gesammelten Brotes konnte die erfreuliche Feststellung gemacht werden, daß die fleißigen Pimpfe in diesem Jahr 50 000 Pfund Brot gespendet erhielten, das sind 4000 Pfund Brot mehr als im Vorjahr. Der kinderreichsten Familie der Landeshauptstadt wurde bei der feierlichen Brotübergabe von Oberbürgermeister Wam- bold ein Riesenlaib Brot übergeben.
Someenerplolien in Bella#
London, 19. November.
kam es zu neuen Zwischenfällen. In der Ilorth Thomas Street, wo die protestantischen und katho- Uferen Einwohner durch Barrikaden voneinander getrennt explodierte eine Bombe, deren Splitter 40 Meter wert flogen. Mehrere Fenster wurden durch die Erplosion zertrümmert. Auf eine Gaststätte wurden Revolverschüsse abgefeuert, die jedoch niemanden verletzten.
Letzte Nachrichten.
Der Prozeß gegen den Bischof von Meißen. — Vernehmung des Bischofs von Berlin als Sachverständigen.
Berlin, 19. Nov. (Funkmeldung.) Am 3. Verhandlungstag im Prozeß gegen den Bischof von Meißen wurde der Bischof von Berlin Dr. Graf von Preysing gleich zu Beginn der Bormittagssitzung als Sachverständiger über die Frage vernommen, inwieweit sich ein Bischof um alle Ein
Der heiter lächelnde Philosoph.
Zum 20. Todestag von Johannes Trojan.
Die Älteren unter uns werden sich in diesen Tagen dankbar und froh eines Mannes und Dichters erinnern, der zu Bismarcks Tagen alt und jung mit seiner liebenswürdigen Kunst erfreute: Johannes Trojan, dessen Todestag sich am 21. November zum zwanzigsten Male jährt. Vielleicht kann sich dieser und jener sogar an die ehrwürdige Patriarchengestalt erinnern, die, eine bekannte Erscheinung in den Weinstuben der Reichshauptstadt, mit gütigem und verständnisvollem Lächeln bei einem guten Tropfen vom Strande seiner geliebten Mosel saß und Welt und Menschen mit den wohlwollenden Augen eines unverbesserlichen Idealisten und Optimisten betrachtete.
Sie ist keine große, umwälzende Kunst, die Dichtung Johannes Trojans, sondern schlichte Poesie des täglichen L e b e n s , die der Dichter mit dem heiteren Herzen so liebenswürdig geformt, so klar und verständlich, so ins Gemüt gehend gestaltet hat, daß er zu den Lieblingsdichtern seiner Zeit gehörte. Heute noch entzücken feine köstlichen Gedichte, die, so leicht und liebenswürdig sie sich lesen, als vollendete Kunstwerke anzusprechen sind durch ihren gutmütigen, nie verletzenden Humor, durch die feine Beobachtungsgabe, die Trojan für alle Dinge und Begebenheiten der Natur hatte, und durch seine anspruchslose und doch so wirksame Art, das Alltägliche mit dem Idealen harmonisch zu verbinden. Besonders sind es seine „Hundert Kinderliebe r", die den Namen Trojan nicht so leicht vergessen lassen. Der Dichter, der selbst neun Kinder gehabt und viele Enkelkinder auf seinen Knien gewiegt hat, hat d i e kindliche Seele wunderbar belauscht und sie voll und ganz einzufangen bermoebt. was am besten das leichte und freudige Mitgehcn der Kinder bei seinen Versen beweist. Aber auch seine humoristischen Gedichte, die in drei Bänden gesammelt sind, und seine Humoresken „Das Wustrower Königsschießenund andere Humoresken" sind für den, der sich danach sehnt, die Sorgen des täglichen Lebens zu vergessen, die richtige Medizin.
.^Auch im Leben war Johannes Trojan die harmonische Persönlich keil, als die e.r uns aus seinen Dichtungen
Der SrSK^. -Staffel H/W. 46)
es dem Scharführer Bolender vom Sturm 15/M 4g Leitern gelungen war, den Fuchs zu stellen.
Weisungsgemäß ging es nun von allen Seiten h», „, Schlüchtern zum Acis-Brunnen, woselbst Stms-u-^ Böhm die Teilnehmer in herzlichen Worten ' 'V Stasfelführer Böhm konnte durch die reichlich Ehrengaben 14 Teilnehmern von der FindigkeitsMu kleine Anerkennung überreichen. Er hob das große bewußtsein aller Teilnehmer hervor, und alle ©ar™ bewußt einen Tag wieder hinter sich zu haben, der ™ jenigèn gehört, welche man sobald nicht vergißt. M nehmer blieben noch längere Zeit in kameMschâ§ Weise untereinander und trennten sich mit dem Versm^, auch zukünftig das Beste zur Förderung des NSKK zu tun. '
Sieger der Fuchsjagd war Scharführer Valons 15/M 46.
Die Besten der Findigkeitsfahrt: 1. Wittstadt 124%^ Sturm IM 46, 2. Cromme 124 P. Sturm 12® Runde 123 P. Sturm 12/M 46, 4. Hommel 121 Sturm 15, 5. Nüdling 119 P. Sturm 13/M 46 6 Horm» 119 V. SS-Sturmbann III/83, 7. Scholl 119 $ B 12/M 46, 8. Schmidt, W. 118 P. Sturm 12/M 46 9 Ä 116 P. Sturm 15/M 46, 10. Schauberger 112 P S 15/M 46, 11. Schneemann 110 P. Sturm 11/M ch Gehring 108 P. Sturm 11/M 46, 13. Arndt 107 P gtu J 12/M 46, 14. Schmidt, Ph. 53 P. Sturm 15/M <
zelheiten der verwaltungstechnischen Angelegenheiten [einer Diözese bekümmern müße.
Das Amt des Bischofs im Sinne der Kirche, so führte der Bischof von Berlin in seinem Sachverständigen-Cli,. achten aus, ist vor allem ein geistliches Amt und hat ft mit den geistlichen, spezifisch bischöflichen Funktionen » befassen. Der Bischof bekommt durch die Weihe und bie Sendung das Lehr-, das Hirten- und das Priesteramt. Lehramt zur Verkündung der Lehre, das Hirtenami M Wachen über die Sitten und das Priesteramt zur & führung der ihm eigensten Gewalten, der bischöflichen walten, die ihm alle die Möglichkeit geben, das Sakrmm der Priesterweihe zu spenden. Dazu kommen noch eine Reihe von mehr accidentiellen Fragen administrativer, wirtschaftlicher und finanzieller Art.
Nachdem der Bischof dann auf die Geschichte des Bischofs, amtes eingegangen war, fuhr er u. a. fort: Die finanziellen Fragen liegen wohl am allerweitesten von dem bischöflichen Pflichtenkreis ab. Im allgemeinen wird der Bischof seiner Pflicht völlig gerecht, wenn er sämtliche Postsachen seinem Generalvikar zum Oeffnen überträgt und sich über die wichtigsten, den Bischof berührenden Dinge vom Eener-alvikai unterrichten läßt und sie mit diesem bespricht. Es ist nn möglich, daß irgend ein Bischof einer größeren Diözese der ganzen Komplex der seinen kirchlichen Bezirk betreffender Fachfragen überblicken kann. Da muß er sich bescheiden und eine Auswahl treffen.
Anschließend stellten die Verteidiger wie auch der Staatsanwalt eine Reihe von Fragen, um die Angrenzung-der Verantwortung des Generalvikars dem Bischof gegenüber nach den Vorschriften des Kirchenrechtes klarzulegen.
Der Bischof von Berlin betonte, daß jeder Bischof das Recht gäbe, sich zu seiner Entlastung einen Generalvikar za bestellen. Dieser sei gewissermaßen das „andere Ich" des Bischofs und habe nach dessen Richtlinien sein Amt zu führen. Der Bischof dürfe jedoch jederzeit in die Amtsführung des Eeneraloikars eingreifen. -Bei größeren Geldgeschäften müsse der Generalvikar dem Bischof Vortrag halten, soweit er nicht auf Grund besonderer Abmachungen von vornherein zur Durchführung derartiger Geschäfte ermächtigt sei.
entgegentritt. Als Sohn eines Kaufmanns wurde er 1837 in Danzig geboren. Nach einer glücklichen Kindheit studierte er zunächst Medizin, dann die deutsche Sprache und Literatur und im Hauptnebenfach Botanik, die ihm für sein ganzes späteres Leben eine unerschöpfliche Ueve für Pflanzen und die Natur überhaupt ins Herz geleg hat. Weil sich schon früh die Muse in ihm regte, führt er sein Studium nicht zum Abschluß, sondern ging ume die Schriftsteller. Nach einigen mageren Jahren fand im „K l a d d e r a d a t s ch" ein Anstellung als Nedakteu, später als Chefredakteur, die er bis in sein hohesJu hinein ausfüllte. Als solcher ist er einer der bedeutend! Wortführer seiner Zeit in politischen Dingen geWO und hat, von echter Vaterlandsliebe beseelt, ost n scharfen Worten und treffendem Witz die Mänge. Zeit gegeißelt. Er ist ein t r e u er Anhang er J t märest gewesen, den er oft in Versen verherrlicht o ■ Aber auch Bismarck hat den Dichter gern gehabt und manches Mal zu sich nach Friedrichsruh geladen. konnte das Mißgeschick passieren, daß Trojan trotz! unbedingten Königstreue einmal wegen einer ^ lichung im „Kladderadatsch" mit einer belegt wurde. Er hat ein Buch über diese )W .- , - Festungshaft auf der Feste Weichselmünde gel^ das so voll herzlichen Humors und frei von wie es Trojan auch als Mensch allezeit war. $ 6
Schwere hat er durchgemacht: als er ist den n ’ ^ trat, erlitt er einen Unfall, der ihn, den ^reu, den Operationstisch brachte; er verlor seine Fra selbst monatelang bis zu seinem Tode bic ^
schweren Luftröhrenkatarrhs ertragen mmsen^ , > - allen Lebenslagen war er der heiter lächelnde 4-0 unt> der in allem das Gute sah und so viel Harn - win(, Güte ausstrahlte, daß er noch andere aufnw Auf äußeren Schein gab er wenig, er hatte je ' [j^c in allen Schichten des Volkes. Unwandelva Freundschaft fürs ganze Leben verband ckut i /' reifen Seidel, dem Dichter des „Leberecht, HUbnit ^^^„,.z heitere Lebensauffassung seinem eigenen v-^,'öte aufs innigste verwandt war. Die einzigen c ,ne ihm eine wirkliche Freude waren, waren i ^t Nennung zum Professor der Botanik durm .. ^^[jtiif und die Verleihung des Ehrendoktortltels ver £ßac in Rostock, wo er in den letzten Jahren vor , lebte und am Ä. November 1915 starb.