NSKK.-Fuchsjagd.
Abfahrt am Domplatz 13 Uhr.
Wie wir an dieser Stelle mitteilten, veranstaltet die NSKK.-Staffel II/M 46 am morgigen Sonntag eine Fuchsjagd. Antreten und Abfahrt kann umständehalber nicht am Heinrich-von-Bibra-Platz erfolgen, sondern findet am Domplatz statt. Die Aufstellung erfolgt in folgender Reihenfolge: K.-Räder Sturm 11, 12, 13, 14, 15, SA., SS, HI., DDAC.; PKW. Sturm 11, 12, 13, 14, 15, SA. SS., HI., DDAC.
Hubertusjagd Des SA.-Reitersturms.
Am Sonntag, den 17. November, reitet der SA.-Reiter- sturm 1/46 seine Hubertusjagd. Alle teilnehmenden Reiter sammeln sich um 12.15 Uhr vor der Schreibstube des Sturmes, Kanalstraße 4, und reiten von hier geschlossen nach Künzell, Eutshof Harnier. Von dort um 12.45 Uhr Abritt zum Stelldichein. Die Jagd, drei Felder, wird in der näheren Umgebung von Künzell geritten. Die Zuschauer finden sich daher ebenfalls um 12.45 Uhr am Dorfweiher in Künzell ein, und werden von dort zum Stelldicheingeführt.
Termine für die Filmveranstaltungen Der Kreisfilmstelle der NSDAP., Kreis Fulda.
Der Film „Krach um Jolanthe" läuft am 1. 12. 35 in Neuhof; 2.12. 35 in Kerzell; 3.12. 35 in Bachrain; 4.12. 35 in Marbach; 5.12. 35 in Steinhaus; 6. 12. 35 in Hofbieber, 7. 12. 35 in Eckweisbach; 8. 12. 35 in Tann; 9. 12. 35 in Lahrbach; 10. 12. 35 in Hilders; 11. 12. 35 in Wüsten- sachfen; 12. 12. 35 in Poppenhausen; 13. 12. 35 in Weyhers; 14. 12. 35 in Dalherda; 15. 12. 35 in Gersfeld.
Aus der Carl-Rübfam-Stiftung
sollen an einige hilfsbedürftige Witwen und minderjährige Waisen von Kriegsteilnehmern, wobei solche früherer Arbeiter und Angestellter der Firma Carl Rübsam, Fulda, bevorzugt berücksichtigt werden sollen, Weihnachtsbeihilfen zur Verteilung kommen. , Schriftliche Gesuche um Zuweisung der Beihilfe wollen nur wirklich Bedürftige an den Rechnungsführer der Carl-Rübsam-Stiftung, Bankdirektor Schmidt, Fulda, Kaiserplatz 7, richten.
Arbertsjubilar.
Der Vorschloffer a. B. Adam Reith, hier, kann heute auf eine 30jährige Arbeits-Tätigkeit im hiesigen Reichsbahn- Ausbesserungswerk zurückblicken. Sowohl von der Verwaltung wie auch von seinen Kollegen wurden ihm verschiedene Ehrungen zu teil.
Unverbesserlicher Jugend-Verderber. j
Der in Pilgerzell geborene und hier wohnhafte verheiratete 38jährige Hermann Hillenbrand wurde an einem der letzten Tage von der hiesigen Kriminalpolizei festge - n 0mmen und dem Amtsgericht zugeführt, weil er im Herbst des vergangenen Jahres einen jungen Mann im Alter von damals 18 Jahren verführt hatte, sich von ihm zur Unzucht mißbrauchen zu lassen und er im Laufe dieses Jahres einen Jungen im Alter von noch nicht ganz 13 Jahren wiederholt in seine Wohnung hatte kommen lasten und dort unzüchtige Handlungen mit ihm vorgenommen hatte.
Der Festgenommene stand im vergangenen Jahre schon einmal vor Gericht, weil er wiederholt in den Jahren 1932, 1933 und 1934 mehrere männliche Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren dadurch tätlich beleidigt hatte, daß er an ihnen unzüchtige Handlungen vornahm. Er wurde damals zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt, doch wurde ihm diese Strafe aus Grund des Straffreiheitsgesetzes vom August des vergangenen Jahres erlassen. Diese Verurteilung, die somit für ihn nicht fühlbar geworden war, hat bedauerlicherweise nicht vermocht, ihn von seiner verwerflichen Neigung abzubringen.
Diebstähle.
In der Nacht zum vergangenen Mittwoch wurden aus einem in der Gneisenaustraße gelegenen verschlossenen noch unbewohnten Neubau und zwar aus einem abgeschlossenen Kellerraum verschiedene Malerwerkzeuge wie Spachteln, Pinsel, Deckenbürsten und eine Büchse mit Weißlack gestohlen.
Ferner wurde in der Nacht zum vergangenen Donnerstag aus dem Vorgarten eines in der Heinrichstraße gelegenen Hauses ein grüngestrichener Eartentisch mit schwerem eisernen Untergestell gestohlen. Wer kann Angaben- über den Täter und den Verbleib des Diebesgutes machen?
Sonntagsdienst der Dentisten.
Beginn 20 Uhr Samstags, Ende 8 Uhr Montags. Sonntag, den 17. November 1935 Dentist Jänecke, Rhönstraße 3.
Buttermarkt.
Landbutter 1,35 Rm. Eier 11 Pfg., Sonderklasse 13% Pfennig. Gänse 0,80 bis 1,00 Rm.
Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 204 Ferkel angefahren. Bezahlt wurden 14, 18 und 22 Mark für das Tier. Größere Ferkel wurden über Notiz gehandelt.
Stippvisite bei Liliputs
40 Liliputaner aus sieben verschiedenen Erdteilen haben sich auf dem Heinrich-von-Bibra-Platz mit ihrer fahrbaren Stadt eingefunden und sind seit ihrem Aufenthalt in Fulda Anziehungspunkt, ja Brenirpunkt von jung und alt. Wir alle freuen uns, daß sie auf ihrer Weltreise auch Fulda nicht vergessen haben. Seit 18 Jahren schon leben diese kleinen Leutchen mit ihren fahrbaren Häusern und Häuschen in einträchtiger Gemeinschaft aus der Walze. 17 Jahre zählt ihr jüngster Einwohner, der älteste bekleidet mit seinen 39 Jahren zugleich das verantwortungsvolle Amt eines Bürgermeisters. Eines aber haben sie alle gemein: Sie sind klein, sehr klein! Lustig sind sie auch, ebenso lustig wie klein!
In den meisten Fällen stammen sie von normal großen Menschen; ihren Mangel an Körpergröße ersetzen sie meist durch eine überdurchschnittliche Geschicklichkeit, mit der sie teilweise neben ihrem Truppendasein auch in bürgerlichen Berufen ihren kleinen Mann stehen.
In ihrem zierlichen und sehr schmucken Liliputheim wohnen sie sehr kameradschaftlich zu vieren oder fünfen beisammen, doch gibt es auch einige Ehepärchen unter ihnen. So stellen sie eine friedliche und fröhliche kleine Gemeinschaft dar, und vertragen sich ausgezeichnet und, wenn es dennoch mal eine kleine Meinungsverschiedenheit gibt, dann spricht der Bürgermeister ein Machtwort und stellt den Frieden in seinem Reich rasch wieder her.
_ Ihre Stadt auf dem Heinrich-von-Bibra-Platz ist schnell erstanden. Sie haben sich überall häuslich niedergelassen. In seinem Stall frißt B u b a , ein Elefant, ebenfalls „en miniatur", unermüdlich und pausenlos sein Stroh, und in ihren kleinen Boxen harren die Pferdchen der Dinge, die da kommen sollen. Das Rathaus ist fast schon unter Dach und Fach gebracht, und auch die Manege steht fertig aufgebaut.
Viele fleißige Hände haben dieses Märchenland geschaffen, nun wird es acht Tage lang für die Fuldaer geöffnet
Ein Ehrentag der Fuldaer Turnerinnen.
Großes Schau- und Werbeturnen aller Frauen- und Mädchen-Abteilungen der Turngemeinde 1848 e. V.
Nur noch wenige Tage trennen uns von dem Schauturnen der Frauen und Mädchenabteilungen der Turn- gemeinde 1848. Schon heute ist zu erkennen, daß bei diesem Schauturnen etwas besonderes geboten wird. Der Aufbau des Stoffes und die Wahl der einzelnen Vorführungsformen nehmen in jeder Weise Bedacht auf die Besonderheiten der Frau und ihrer körperlichen und geistigen ^Veranlagung. Bei aller Steigerung der einzelnen Vorführungen ist stets die Zweckmäßigkeit in den Vordergrund
Am 26. November 1935 Verdunkelungsübung.
Hast Du schon über die Möglichkeiten der Abblendung nachgedacht?
In Deiner Wohnung?
In Deinem Geschäft?
An Deinem Wagen?
geschoben. Ganz besonders kommt dies auch bei dem Geräteturnen zum Ausdruck. Trotz höchster Ansprüche, die hier gestellt werden, ist nichts wâs unnatürlich, ungesund oder unweiblich wäre. Gefahren und Hindernisse gibts da zu überwinden, aber dazu sind sie jedem mit auf dem Lebens- weg gegeben.
Der Streit, ob die Frau überhaupt zum Geräteturnen herangezogen werden soll, findet hier eine Lösung im bejahenden Sinn.
Schon an der hohen Freude, mit der die Uebungen ausgeführt werden, sieht man, daß auch das Geräteturnen zweckmäßig ausgewählt zur körperlichen Ertüchtigung der Frau gehört und mitgeeignet ist, ihr das Rüstzeug zu geben zu ihrem eigensten Beruf als Mutter. Wie groß das Interesse an diesem Schauturnen ist, ergibt sich aus dem regen Vorverkauf. Möge ein recht guter Besuch Ansporn geben, den einmal beschrittenen Weg zur Ertüchtigung der Frauen und Mädchen mutig weiter zu beschreiten. Er dürfte aber auch ganz besonders eine Belohnung für die große Mühe und Sorgfalt bedeuten, die alle Teilnehmerinnen bisher für dieses Schauturnen, das ja auch für sie ein Ehrentag sein wird, aufgewandt haben.
Alsfeld, 15. Novbr. (Langfinger suchen den K r e i s A l s f e l d h e i m.) In den letzten Tagmen mehren sich die Meldungen über größere Einbrüche. So wurden in der Kolonialwarenhandlung und Gastwirtschaft Weifenbach u. Lißberger in Groß-Felda die Scheiben eines Schaufensters nächtlicherweile mit Schmierseife beschmiert und eingedrückt. Auf diesem Wege gelangten die Einbrecher ins Haus, erbrachen alle Vorratsschränke und stahlen den Inhalt der Ladenkasse, sämtliche Tabakwaren, Wein, Kaffee, Zucker usw. In Kestrich scheinen dieselben Diebe eine Gastrolle gegeben zu haben. Hier ließen sie ebenfalls Rauchwaren mitgehen. Auf der Suche nach Wein kamen sie an Essigfässer, die sie anschlugen und dann auslaufen ließen.
werden und, wenn nicht alle Anzeichen trügen, wird e«-. während der nächsten acht Tage ein sehr bevölkerte; Märchenland sein.
Laubach, 14. Nov. (Brand i n einem Sägewerk; Heute gegen 5 Uhr brannte die Maschinenhalle des an di Bahnstation Laubacher Wald gelegenen Sägewerkes der Firma Gebr. Schmidt vollständig nieder. Mit der et™ 20 Meter langen Halle fielen auch die Maschinen unb hie Holz Vorräte in der Halle dem Brand zum Opfer. Dierasch herbeigeeilte Laubacher Feuerwehr brauchte bei der BM- bekämpfung nicht mehr einzugreifen und stellte zum Echch der anliegenden Lagerschuppen für einige Stunden eine Brandwache. Ueber die Entstehung des Feuers ist bisher noch nichts bekannt geworden.
Letzte Nachrichten.
Ursprungszeugnisse für deutsche Waren.
Deutscher Schritt in London.
Berlin, 16. Nov. (Funkmeldung.) Amtlich wird mitgeteilt: Die britische Regierung hat der Reichsregierung in diesen Tagen in einer Note mitgeteilt, daß infolge der vor ihr getroffenen Wirtschaftsmaßnahmen gegen1 Italien vom 18. November ab bei der Wareneinfuhr aus Deutschland nach England die Eigenschaft der Waren als deutsche Waren durch Ursprungszeugnisse besonders nachgewiesen werben müsse.
Die Reichsregierung ist daraufhin unverzüglich an die britische Regierung herangetreten, um sie darauf aufmerksam zu machen, vaß nach Auffassung verdeutschen amtlichen Stellen das Verlangen der Beifügung von Ursprungszeugnissen für deutsche Waren in diesem Falle mit den Einzcl- bestimmungen des deutsch-englischen Handelsvertrages nW im Einklang stehe.
De Bono von Bagdoglio abgelöst.
Rom, 16. Nov. (Funkmeldung.) Der Eeneralgouvcr- neur von Jtal.-Ostafrika, General de Bono, ist unter leihung der Würde eines Marschalls von Italien von!ci- nem Posten abberufen worden. _ ..
An seiner Stelle wurde der Generalstabschef des lienifchen Heeres, Badoglio, der bisher die Würde eine. Marschalls von Italien bekleidete, zum Generalgouverneu von Eritrea und Somaliland ernannt. Zum Vizegouverneur wurde der bisherige Kommandant der römischen sion, General Euzzoni, ernannt.
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Alleinverkauf:
Gebr. Frohnapfei
Marktstraße 6 .._
Filme in Fulda.
Union-Theater:
„. . .nureinKomödiant".
Und doch ein ganzer Kerl, könnte man hinzufügen, denn die Darstellung der Rolle des Theaterdirektors durch Rudolf Forster ist wohl die sympathischste des Filmes. Die Rolle des Herzogs, ebenfalls von Rudolf Forster gespielt, zeigt die Wandlungsfähigkeit des Künstlers, die in diesen entgegengesetzten Charakteren offensichtlich in Erscheinung tritt. Paul Wegner, dieser große Schauspieler, stellt die brutale Gewalt eines Ministers des Rokokozeitalters sicher und klar heraus, dieses Gewalt eines Menschen, der die steten Geldnöte seines Duodezfürsten beheben muß und sie auch zu beheben weiß. Und wenn es nicht anders geht, verkauft man seine Landeskinder an das Ausland, damit die Kaste des Fürsten wieder gefüllt wird. In diese Zeit hinein ist die Filmhandlung gestellt, ein auf alle Fälle dankbarer Stoff, der hier jedoch die Lösung nicht gefunden hat, die man von diesem Thema hätte erwarten können. Die Szenen im Anfang wechseln mit einer Schnelligkeit, so daß der Hörer kaum zu folgen imstande ist, weil die notwendigen Uebergänge fehlen. Aber das gute Spiel der Darsteller, von denen auch Christl Mardayn besondere Beachtung! verdient, läßt Wer manche schwache Stelle des Fr-lmes vorbeisehen. -r.
Europa-Lichtspiele:
„Leise kommt das G lUck z u Di r“.
Die blonde Lilian Harvey als Kay Routlegde ist Heldin und Mittelpunkt dieser rührsamen Angelegenheit. Es ist das Spiel um Glück und Liebe, in einem blendenden Rahmen, der für deutsche Augen sehr viel Unwirkliches hat. In Monte Carlo beginnt der Liebesroman. aus einem harmlosen Flirt wird eine große Liebe. Nick Kerry und sein Bruder Brian sind grundverschieden in ihrer Lebensauffassung, während Nick sich auf elegante Art durch das Leben faulenzt ist Brian der Tüchtigere, der durch seine Tätigkeit ganz in Anspruch genommen und das große Vermögen vermehrt und zusammenhält. Nick hat in allem eine glücklichere Hand als sein Bruder, sei es am Spieltisch, sei es im Erringen gesellschaftlicher Erfolge, er ist immer der vom Glück Begünstigte und schließlich führt er auch die liederfrohe Kay als Braut heim. Das Leben an der französischen Riviera zieht in herrlichen Bildern vorüber; der Spielsaal mit seinen markanten Typen, der südliche Karne-
Ä ^'E tollen Ausgelassenheit und nicht zuletzt die Landschaft - alles wirkt zusammen zur Gestaltung dieses Unterhaltungssilms. Im Beiprogramm! sehen wir alte deutiche Kulturstätten und ein reizendes Ballett aus dem Jahre 1803. Neue Aufnahmen von Abessinien vervo^'- stLndrgsn die Wochenschau.
Neues Theater:
„Douaumont".
Der Film Douaumont, der z. Z. im.
Hindenburgstraße, läuft, versetzt uns in die peu führ 20 Jahren, in die Zeit, in der Teutfchlan II -ge eine Welt von Feinden behauptete. Er Mg ^o«t. Ringen um das bekannte französische Fort ^jr Der Anfang der Handlung fällt in das (ei^t sehen, wie es den deutschen Truppen Verhältnis M gelingt, das Fort im Sturm zu nehmen. slsqC([inbe deutschen Soldaten in dem unterirdischen Fe! ■ , gegen wird sehr gut veranschaulicht. Lange kann das r .^M eine Uebermacht von Menschen und Materia tiefer werden, bis die oberste Heeresleitung einge % ^ßh- Stelle keine entscheidende Wendung des Krieg j $efte ren zu können. Erschütternd sind wir Zeuge,! ^^geben Douaumont nach mühevollem Ringen wrev werden muß. Die Bilder sind sehr geschin - grieg^ stellt. Zum Teil wurden echte Aufnahmen ^uW schauplatz gezeigt. Der Film ist zu empsed e für die Jugend. mtichci'MU^
Das Beiprogramm zeigt uns außer der einen Kulturfilm von der sonnigen Kül.e A