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Die endlose Straße".

Als nächste Aufführung bringt das Frankfurter Künst­lertheater für Rhein und Main das FrontstückD i e e n d - lose Straße" jenes unbedingt ehrliche, aus dem unmit­telbaren Erleben der Front, hervorgewachsene Werk der Autoren Sigmund Graff und Earl Ernst Hintze, am Frei­tag, den 15. November 1935 (Beginn 20.15 Uhr) im Stadt­saal zur Darstellung. Dem Vorwort, das die Verfasser ihrem Buch vorausschicken, entnehmen wir folgende Aus­führungen:

Die endlose Straße" will den Krieg so wie er war dramatisch darstellen. Darum kann dieses Stück das den wirklichen Krieg gestalten will sich um das Pri - v a t s ch i ck s a l des Einzelnen nicht kümmern. Es kennt nur die Gesamtheit, die Gemeinschaft, in der jeder gleich wichtig und gleich unwichtig ist.

DerHeld" dieses Stückes ist deshalb Lie Kompagnie. Ihr einziger großer Gegenspieler Ler Krieg. Mit ihm und n u r mit ihm setzt sich diese Kompagnie ausein­ander. Er verschlingt sie aber sie bleibt irgendwie Loch sein Meister. In dieser Idee liegt, Lie dramatische Span­nung des Stückes, das eben deshalb auf alle äußerlichen dramatisch-theatralischen Effekte bewußt verzichtet.

Die endlose Straße" gestaltet das typisch deutsche Frontschicksal. Der Soldat der anderen Seite hatte vor sich den Feind, hinter sich die Welt. Der deutsche Soldat hatte vor sich den Feind, hinter sich Lie Not. Er hat den Krieg am tiefsten erlitten und am sieghaftesten überwunden."

Die Spielleitung Ler AufführungDie endlose Straße" durch das Frankfurter Künstlertheater führt Intendant Fritz Richard Werkhäuser, Lie Gestaltung Les Bühnen­raumes lag in Händen von Paul Schönke.

Gute Kunst sammeln

Ein Ziel für zahllose ästhetisch eingestellte Menschen. Aber es scheint Len meisten von ihnen unerreichbar. Plastische Kunstwerke, Bronzegüfse, Schnitzereien in Holz und Elfenbein, Werke aus Stein gemeißelt nach Len besten Originalmodellen erfordern allerdings Mittel,'die in diesen Zeiten nicht viele aufbringen können.

Da ist Porzellan, wie schon in alter Zeit und von Len Völkern der höchsten Kulturstufen erkannt wurde, das Material, welches sich eignet wie kein anderes, Kunstwerke plastisch zu bilden und sie leicht Lem Original gleichend zu vervielfältigen. '

Wer sich nicht versteigen kann zu den alten Kostbarkeiten Ostasiens oder unserer europäischen alten Manufakturen und wem außerdem die Güte des Kunstwerkes selbst wich­tiger ist als der Seltenheitswert, der oft mit Geld aufge­wogen werden muß, der wende seine Sammlerblicke dem modernen Porzellan zu.

Mit weiser Beschränkung auf bestimmte Gebiete wird er sich eine kleine Sammlung anlegen können, die alle seine Sammlerfreuden befriedigt. Schließlich kann sich seine Sammlung auswachsen zu einem in seiner Gesamtheit hohen dekorativen Wert.

Wen seine Liebe zum Porzellan nun noch dazu bewegt, begabten Künstlern für besondere Gelegenheiten oder für bestimmte Zwecke Ler, Dekoration Werke der Plastik für dieses herrliche Material in Auftrag zu geben, Ler wird aus Lem Liebhaber zum Förderer der Porzellankunst und damit der Kunst überhaupt.

Alsfeld, 13. Nov. (Eine hundertjährige Spar­kasse.) Die Vezirkssparkaffe Alsfeld kann in diesem ^ahre auf ihr hundertjähriges Bestehen zurückblicken. Die staat­liche Anerkennung als öffentliche Sparkaffe erhielt das In­stitut im Jahre 1917. Heute sind der Kaffe insgesamt 63 Gemeinden als Haftungsträger angeschloffen.

Kassel, 13. Novbr. (Der Tote im Auto. D i e Folgen unglaublichen Leichtsinns.) Zu der bereits am 8. 11. von uns gebrachten Meldung aus Kassel erfahren wir jetzt folgende Einzelheiten: Am Sonnabend abend machten vier Waldecker eine Bierreise von Arolsen aus. Auf der Fahrt mit einer Viersitzer-Limousine wurde zunächst in einem Dorf eingekehrt, nachdem schon in Arolsen in zwei Wirtschaften der erste Durst gestillt worden war. In der Dorfwirtschaft wollte ein Teilnehmer seine Trink­festigkeit zeigen, die er schon seit Jahren in vielen Fällen erprobt hatte. Er bestellte beim Wirt dreimal hinterein­ander ein großes Glas Schnaps, welches er fast mit einem Zuge gleichzeitig mit zwei Elas Bier hinuntertrank. Nach dieserHeldentat" sackte er an der Theke zusammen. Da er als starker Trinker bekannt war, glaubte der Wagenführer, daß der Berauschte seinen Rausch am besten im Wagen aus- schlafe. Er wurde ins Auto geladen und die Fahrt ging weiter nach Kassel. Nachdem die anderen Teilnehmer der Bierreise hier noch zwei Wirtschaften besucht hatten, wurden sie von dritter Seite veranlaßt, den Berauschten dem Karls- Hospital zuzusühren, da mit diesem etwas nicht stimme und das Gesicht sich schon kalt anfühle. Im Karls-Hospital wurde ein Toter eingeliefert! Die gerichtsärztliche Untersuchung stellte Alkoholvergiftung fest.

Laubach, 13. Nov. (Lastwagen gegen Perso - n e n z u g.) Gestern nachmittag stieß der von Freienseen nach Laubach fahrende Personenzug der Strecke Mücke LaubaHHungen mit einem Lastkraftwagen des Stein- druchbesitzers August Braun aus Laubach zusammen. Der von dem Kraftwagenführer Julius Kröll geführte Last­kraftwagen, der mit Kleinschlag geladen war, wollte, vom Laubacher Wald kommend, den zweiten Bahnübergang überqueren, und wurde dabei von dem Personenzug gepackt. Der Lastwagen wurde schwer beschädigt, von den Eisen­bahnwagen wurden die Trittbretter abgerissen. Der Last­wagen blieb gegen seine Fahrtrichtung gekehrt stehen. Der Kraftwagenführer erlitt Verletzungen am Kopf und wurde mit dem Zug nach dem Laubacher Krankenhaus befördert. Seit dem 1. August ist dies der dritte Unfall, der sich an den unbewachten Bahnübergängen der Strecke Mücke LaubachHungen ereignet hat.

Blick in den Sport.

Um die Meisterschaft im Polizei-Fünfkampf.

In Berlin begannen die Endkämpse der Fünf- k a m p f m e i st e r s ch a s t e n der deutschen Polizei, an denen sich 60 Polizeibeamte beteiligen. Vor den Sümpfen begrüßte im Polizeistadion im Austrage des Reichsinnenministers Dr. Frick und des Befehlshabers der deutschen Polizei, General­leutnants Daluege, Oberst Siebert die an den Sümpfen Teilnehmenden. Nach dem Sieg Heil aus den Führer spielte die Schutzpolizeikapelle die Nationallieder, und die Kämpfe be­gannen mit Weitsprung und dem Handgranatenweitwerfen im Dienstanzug. Bester im Weitsprung wurde Oberwachl- meister Kaper (Oldenburg) mit 6,55 Meter. Die beste Leistung im Handgranaienweitwurs waren die 60,37 Meter von Wachtmeister Arendes (Nürnberg). In den beiden Läufen der 3000 Meter der ersten Altersklasse liefen die Sieger Ober­wachtmeister Kraneis (Berlin) 9 Minuten 59,5 Sekunden und Oberwachtmeister Möller (Esten) 10 Minuten 17,5 Sekunden.

Eln prächtiger Wurf!

Friedlich vereint liegen hier die kleinen weißen Woll- knüule der jungen Spitze. (Scherl Bilderdienst M.)

Börse und Handel

Frankfurt a. M. (E e t r e i d e g r o ß m a r k t vom 13. November.) Am Eetreidegroßmarkt blieb das Geschäft in Brotgetreide bei ausreichendem Angebot klein. In Futter­getreide lag kein Angebot vor, soweit Gerste und Hafer in Frage kommen, die Nachfrage hielt an. Am Futtermittelmarkt blieben Kleie und Futtermehle gesucht, während Nachmehle nur schwie­rigen Absatz finden. Das Mehlgeschäft beschränkt sich auf die Deckung des laufenden Bedarfs, bevorzugt werden die Weizen- mehl-Typen 790 und 1600 (Brotmehle). Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 kg) in M.: Weizen W 16 206, W 19 210, W 20 212. Roggen R 12 166, R 15 169, R 18 173, R 19 175, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preis­gebiete. Futtergerste, Sommergerste für Brauzwecke 200 210. Hafer. Weizenmehl W 13 27.95, W 16 28.20, W 19 28.20, W 20 28.55, Roggenmehl R 12 22.45, R 15 22.80, R 18 23.30, R 19 23.50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizennach­mehl 17.1017.25, Weizenfuttermehl 13.50. Weizenkleie W 13 10.65, W 16 10.80, W 19 11.00, W 20 11.10, Roggenkleie R 12 9.95, R 15 10.15, R 18 10.40, R 19 10.50, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Soyaschrot m. M. 16.20, Palmkuchen m. M. 16.80, Erdnußkuchen m. M. 18.30. Treber, Trockenschnitzel 8.80, Großhandelspreis ab Fabrik-Station. Heu 8.008.50, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 3.203.40, gebündelt 3.00 bis 3.20.

Frankfurt a. M. (Schlachtviehmarkt vom 14. Nov.: nichtamtl. Vorbericht.) Kälber: a) 7476, b) 6773, c) 6066, d) 5259. Lämmer, Hämmel und Schafe: 62) 48, c) 4548, d) 4345, e) 4143, f) 3540, g) 2534. Schweine: al) 57, a2) 57, b) 55, c) 53, d) 51, e) 51, f), gl) 57, g2) 57. Auftrieb: Rinder 55, darunter: Ochsen 1, Bullen 3, Kühe 48, Färsen 3; Kälber 768, Schafe 253, Schweine 396. Marktverkauf: Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig: Schweine wurden zugeteilt.

Amtliche Berliner Notierungen vom 13. November.

(Sämtliche Notierungen ohne Gewähr.)

Berliner Wertpapierbörse. Die markttechnische Lage ber Börse, die an den Vortagen durch etwas größeres Angebm eine Belastung erfahren hatte, zeigte ein günstigeres Bild. Das Kursniveau am Aktienmarkt konnte sich allgemein er­holen. Der Rentenmarkt setzte wieder etwas uneinheit­lich, meist aber etwas niedriger ein. - Am Geldmarkt war die Flüssigkeit weiter ziemlich erheblich. Blankotagesgeld wie gestern 3 bis 3,25 Prozent und auch darunter.

Berliner Devisenbörse. (Telegraphische Auszahlungen.) Dollar 2,48-2,49; engl. Pfund 12,22-12,2o; holl. Gulden 168 69 bis 169,03; Danz. 46,79-46,89; franz Franken 16,36-16,40, schweiz. 80,76-80,92; Belg. 42,0142,09; Flatten 20,2020 24, schwed. Krone 62,99-63,11; dän. 54,57-54,67; norweg. 61M bis 61,48; tschech. 10,2610,28; österr. Schtllmg 48,9^-49,05; poln. Zloty 46,7946,89; Argentinien 0,6730,677; Spanien 33,9333,99.

Die drei heiligsten Erbgüter:

Gippe, Glauben, Recht.

Wanderung durch das niedersächsische Bauernhaus.

Von alter Väter Sitte, von Bauerntum und Bauern­kraft wird in dieser Woche der Reichsbauern- tagung in Goslar manchmal die Rede sein. Öfter wird davon gesprochen werden, wie altes Vätererbe zum Segen unserer Tage wieder lebendig gestaltet wer- den kann; denn darauf kommt es an, daß der fromme, ehrfürchtige Geist vergangener Jahrhunderte wieder er­faßt wird, der durch Verstädterung und Industrialisierung großenteils verloren ging. Die alte Kultur des Bauern­tums soll wieder zu uns sprechen, so wie sie aus dem Lande in Haus und Hof heute vielfach noch lebendig ist.

Die menschliche Wohnung ist zu allen Zeiten die Ver­körperung des Volksgeistes gewesen. Keine andere Wohn­stätte vermag den Sinn des Wortesvolkstümlich" augenscheinlicher darzustellen als das Bauernhaus. Kein anderer Bauernhof reicht in seiner Volkstümlichkeit so unmittelbar in die germanische Vorzeit hinauf wie der niedersächsische. Keine Stätte ist für unsere Be­trachtung geeigneter als das Herz der Lüneburger He<de, die uns durch den Heidedichter Hermann Löns innerlich besonders nahe gebracht worden ist. Diese alten Bauern- Höfe der Heide ruhen zum großen Teil noch auf den ur­sprünglichen Siedlungsplätzen der eingewanderten Sachsen, die im 4. Jahrhundert unserer Zeitrechnung über die Elbe wanderten, um in der nordwestdeutschcn Tiefebene sich festzusetzen und festgehalten zu werden.

Auf der Wanderung zu einem der Bauernhöfe hält uns ein von hohen Buchen umschlossener Schafstall fest. Das Strohdach dieses Heidschnuckenstalles reicht bis un- mittelbar auf den Boden und ruht auf Findlingen. Der Schnuckenstall ist die älteste Form dieser Tier­behausung und zugleich das uns überlieferte Bei­spiel eurer nordischen Dachhütte, d. h. der Urform der germanischen Wohnstätte, die nach der Vorgeschichts- ft to?n *n der frühen Bronzezeit, also vor mehr als 3300 Jahren als nachgewiesen gilt.

. Weiter führt uns der Weg zu einem Bauernhof. Von ^^ern Kranz alter hoher Eichen umgehen, nach außen durch einen Wall von Findlingen abgeschlossen, ruht im Innern der ganzen Hofanlage das langgestreckte Stroh- °âAh aus. Ursprünglich ganz aus Holz gebaut, das die norddeutsche Tiefebene reichlich bot. haben die niedrigen

Berliner Getreioegroßmarlt vom 13. November.

Für 1000 kg in Mark:

Wciz., märk., fr. Berl?) 204,00 (Durchschnittsqualität) Futter-, märkischer 194-198

Futter-, eosinierl Sommer-, märkischer Gesetzt. Erzeugerpreis für D. Pretsgeb.tt W. VI 192,00, W. VII 193,00, W.VllI 194,00, W. IX 195,00, W. X 196,00, W. XI1198.00. W.XIV 200,00.

Nogg., märk., fr. Berl.') 167,00

(Durchschnittsqualität) Gesetzt. Erzeugerpreis für d Pretsgeb^) R V 155,00, R. VI 156,00, R. VII 157,00, R VIII 158,00, R. XI 161,00, R XII 162,00. R XIII 163,00.

Rèeht, 100 kg in Mk., fr. Berltt. Merzen, Type 790: Preisaebiei

11 26,85, III 26,85, V 26 85 VI 27,30, VII4) 27,30, Vitt 27,45, VIII 27,70, IX 27,70 X 27,70, XII 28,10, XIV 28,40;

Roggen, Type 997: Preisgebie!

I 21,10, II 21,20, IV 2145 V 21,55, VI 21,65, VII 2180 VIII 21,90, XI 22,25, XII 22,35 XIII 22,45 (Type 815 -1-50 Psj

Kleie, 100 kg in MarkG Weizen-: II 11,15, III M

V 11,30, VI 11,35, VIII

IX 11,55, X 11,60, XII 11,70, XIV 11,85;

Roggen-: I 10,10, n 10,15, IV 10,30 V 9,95, VI 10,40, VII 10,45, VIII 10,10, XI M

fr. Bert ab Stal.

Gerste

Brau-, ffte. 218-224

Brau-, gute 211-217

Sommer-, mittel

Winter- (zu In­dustriezwecken >

zweizeitig vierzeilig Industrie- < Sommer­

209-215

202-208

191-199

179-184

200-208 188-193

197-201

206-210

gerste)

Futter-, gesetzlicher Erzeuger

preis für die Preisgebiete G V 160,00, G VI 161,00, G. VII 163,00, G. VIII 166,00, G IX 168,00

Hafer fr. Berl, ab Stal, märkischer -

Gesetzt Erzeugerpreis für

XII 10,40, XIII 10,45.

Olsaaten, 1000 kg in Mark:

Raps

Leinsaat

Futtermittel, Hülsenfrüchte:

Vikt.-Erbsen : Kt. Erbfen Futtererbsen i Peluschken

Ackerbohnen

Wicken

Ostsee Russische

Futter-

Lurine blaue Lupine, gelbe Seradellâ

23,00-24,50 19,00-21,00 =c5 12,50-13,50 -Mp c £ °

-

13,25-13,75 -°r

13,25-13,75

9,50-10,50 § _

8,50-9,00

8,65

8,45

9,05

c C

148,00,

Die Preisgeb. H. IV

H. VII 152,00, H. X 155,00, H. XI 157,00, H. XIII r?.??.

V-mfud). 37% Erdnußk. 50% Erdnußk.-Mehl Trockenschnitzel Somschrot

45% Hanlbg. do. Stettin

Kartosfelsl.*) do.fr.Bln.**)

7,75 7,95 8,25 8,85

5 m

160,00,

H. XIV 162,00

>) An Auswuchs, Besatz, Bruch, Schmachtkorn, Rost Md zulässig: bei Weizen 3 Prozent, bei Roggen 2 Prozent.

2) Gesetzlicher Mühleneiltkaufspreis + 4 Mark.

3) Zuzüglich 0,50 Mark Frachtausgleich, bei Abnahme von mindestens 10 Tonnen frei Empfangsstation.

4) Kreise Soldin und Arnswalve.

5) Kreise Luckau und Ealau. (

°) Zuzüglich 0,30 Mark Ausgleichsbetrag für 100 Kilo­gramm. Bei Weizenvollkleie kann ein Aufschlag von Mark, bei Roggenvollkleie ein solcher von 1,00 Mart tut 100 Kilogramm berechnet werden. »

Die Volksgemeinschaft fordert Dein Opfer für das WHW.!

Wände des Hauses wohl schon früh das Lehmfachwerk erhalten, das auch heute noch vielfach zu finden ist. Der Ziegel wurde erst im 6. Jahrhundert von Rom in Deutsch­land eingeführt und hat sich nur langsam, am schwersten im alten Sachsenlande durchgesetzt. Das Äußere des Hauses wird neben dem gewaltigen Dach ganz von dem Giebel mit seinem großen Eingangstor beherrscht. Dieser Giebel ist die bebentfamfte Seite des Hauses, er ist sein Antlitz. Hoch am First des Daches, über dem Tor, sehen wir zwei sich kreuzende Windbretter mit Pferdekopsen, eine bis heute ehrfurchtsvoll festgehaltene ErinueruM an die heiligen Rosie des germanischen Gottes Donner. Darunter sitzt fast überall das Uhlenlock, ursprünglich m Rauchabzug des Herdfeuers, am Tage spärlicher BelE hing dienend. Dort suchen noch jetzt die Eulen am rM- Zuflucht.

Das weite Tor öffnet sich. In dem Dämmer de. i wattigen Raumes lodert im Hintergründe ein nm - Feuer. Aber bald erkennen wir zu beiden Seiten - Tores unter den Dachschrägen die Haustiere, links M Kühe und rechts die Pferde. Zwei Reihen starker Elchen­pfosten, auf denen gewaltige Quer- und Läugsbanen ruhen, tragen die Sparren des riesenhaften Dache- n ' teilen den Raum in drei Längsschiffe, von denen w mittlere die weitaus größte Breite hat. Das MlitehMM' die Diele, führt uns zu der alles beherrschenden Fe statte. Der Herd, einst in der Mitte, iWr nicht nur rau lieh von jeher der Kern des Hausinnern, sondern die Attsstrahlungsstätte des gesamten Lebens aus- Niedersachsenhof. Über der offenen Flamnie hangi einem gezackten Eisen der Kessel. Dieser Kesselhaken » als das Sinnbild des Hausfriedens. Unter Hauss stand, wer schntzsuchcnd das Eisen berührte.

Das reiche Familien- unb Wirtschaftsleben n 1 ^ als unantastbaren Kern die gesamte germamfa) v anschauung. An den drei heiligsten Erbgütern, ver Haltung der Sippe, des Glaubens und des ber Niedersachse mit der ganzen ihm eigeneni ' »^e, fest. Diese aus dem Blute geborenen Gestunm; aus denen sich auch das hohe Ansehen der Frau »in hütete er am Herdfeuer durch mündliche Wett n Liedern unb Sagen unL durch Überlieferung ver Weisheit germanischer Rechtsgedanken. . han»

Soll das alte Erbgut wieder erwmN ^- ^i- muß vor allem die Sippe wieder ganz zu v men. Das sagt schon Nietzsche mit den Wort - ' ^r nur fort euch zu pflanzen, sondern hinaus. J Brüder, helfe euch die Ebe . -"