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Mitteilungen der NS. -Dienststellen.

An alle Politischen Leiter.

Zu der Totengedenkfeier am 9. November treten alle Politischen Leiter von Fulda am Sonnabend, 9. November, abends 7.45 Uhr, im Dienstanzug vor dem Schloßhof an.

Heute abend

werden die S A. - T e i l n e h in e r der Gruppe H e s - ) e n zu dem Sonderzug nach München anläßlich der Feier­lichkeiten am 9. November in Fulda eintreffen. Die ge­samten Formationen werden, bevor sie um 0.45 Uhr auf die Reife nach München gehen, einen Marsch durch die Stadt durchführen.

Deutsche Arbeitsfront NS.-GemeinschaftKraft durch Freude".

Großer Bunter Abend mit einheimischen Kräften. Am Sonnabend, den 1 6. November 1935 abends 8.30 Uhr im Stadtsaal in Fulda. Spielleitung: Jan Nils. Müsikali- sche Leitung: Karl Bellstedt. Orchester: Mitglieder des Kreismustkzuges der NSDAP. Seppel Günther sagt an! 68 Mitwirkende! Reservieren Sie heute schon diesen Abend fürKraft durch Freude".

Sonntagsdienst auch für Dentisten.

Wie uns der Obmann der Ortsgruppe Fulda des Reichs­verbandes Deutscher Dentisten mitteilt, ist auf Anordnung des Landesstellenleiters Sonntagsdienst festgesetzt worden; um der zahnleidenden Bevölkerung auch bei plötzlich auf­tretenden Schmerzen jederzeit hilfsbereit zu fein.

Der Sonntagsdienst beginnt Samstags 20 Uhr und eilbet Montags um 8 Uhr. Wer von den Dentisten Dienst zu tun hat, wird jeweils am Ende der Woche in der Tagespresse unter der Rubrik Sonntagsdienst bekannt­gegeben. Ter erste Sonntagsdienst ist am 10. 11. 35 fest­gesetzt.

Marburg, 6. Nov. (Nach Marburg verlegt.) Der Sitz des Kreises V. der Deutschen Studentenschaft, der die Hochschulen Marburg, Münster, Köln, Bonn, Aaachen, die Hochschulen Marburg, Münster, Köln, Bonn, Aachen, sowie die Medizinische Akademie in Düsseldorf umfaßt, ist von Münster nach Marburg verlegt worden. Als neuer Kreisführer wurde der Referent für weltanschauliche Aus­bildung der SA.-Brigade 48, Studienassessor Klaus Retzlaff, ernannt.

Wetzlar. (Vermeintliche Wilderer beschoß s e n.) Zwei junge Leute, die im Walde bei Vrandobern- dorf abseits vom Fußweg spazieren gingen, wurden von dem Jagdpächter des Reviers für Wilddiebe gehalten und angerufen. Die jungen Leute überhörten dies jedoch und gingen weiter. Daraufhin gab der Jagdpächter auf die vermeintlichen Wilderer zwei Schüsse ab. Als den beiden Spaziergängern die Kugeln um die Köpfe pfiffen, merkten sie erst, in welcher Gefahr sie sich befanden und blieben stehen, so daß das Mißverständnis aufgeklärt werden konnte.

Oberscheld (Dillkreis), 6. Nov. (Der Führer als E h r e n p a t e.) Bei dem elften Kinde des Arbeiters Karl Hoof hat der Führer und Reichskanzler die Ehren- patenschaft übernommen und ihm ein größeres Geldgeschenk zukommen lasten.

Frankfurt a. M., 6. Nov. (2 3 000Kinder gingen zur Erholung.) Am 4. November konnten wieder 250 Frankfurter Kinder nach dem Gau Franken und am 5. November 331 Kinder aus Frankfurt, Offenbach, Darm­stadt und Worms nach dem Saargebiet zur Erholung ge­schickt werden. Damit kamen rund 23 000 Kinder in diesem Jahre in unserem Gau aufs Land oder zu Verwandten in Erholung. Dagegen wurden in unserem Gau 6000 Pflege­stellen für Kinder aus dem übrigen Reich zur Verfügung gestellt.

Frankfurt a. M., 6. Nov. (Vom Anhang er erfaßt undtöd lichverletzt.) Beim Spielen wurde das zwei­jährige Söhnchen einer Familie in Enkheim von einem an­fahrenden Lastzug erfaßt und so schwer am Kopfe verletzt, daß das Kind verstarb.

Frankfurt a. M., 6. Nov. (Frankfurts Schutz­polizei unter neuem Kommando.) Auf dem Sportplatz des Festhallengeläâes fand am Mittwochvor­mittag die Uebergabe der Frankfurter Schutzpolizei durch Polizeipräsident Beckerle an den neuen Kommandeur, Oberst Jedicke, statt.

Lorsch, 6. Nov. (Gutes Ergebnis der Lorscher S a n d b l a t t e r n t e.) Die soeben abgeschlossene Anlie­ferung der Tabak-Sandblatternte hat in diesem Jahr ein gutes Ergebnis zu verzeichnen. Es wurden nämlich etwas über 400 Zentner Sandblatt abgeliefert : bei der Annahme eines Durchschnittspreises von 100 Mark je Zentner sind 40 000 Mark nach Lorsch geflossen.

Arbeit adelt.

Dachdecker bei seinem luftigem Handwerk.

(Scherl Bilderdienst M.)

Lampertheim, 6. Nov. (Vis 25 Prozent Wasser in der Milch.) Es gibt noch immer gewistenlose Men­schen, die aus habsüchtigen Gründen sich am Gemeinwohl versündigen. In den letzten Tagen wurde verschiedentlich die abgelieferte Milch einiger hiesiger Landwirte einer ein­gehenden Prüfung unterzogen. Nach Vornahme von Stall­proben ergab sich in einem Fall ein Wasserzusatz von 25 Prozent zur Milch. Den Lebensmittelsälschern droht eine empfindliche Strafe.

Einbrecher besuchten Herbstein.

Herbstein. In der Nacht zum 3. November wurde im hiesigen Cafè Traud in der Adolf-Hitlerstraße ein dreister Einbruch verübt. Die Diebe, welche die örtlichen Verhält­nisse anscheinend genau kannten, hatten eine hintere Keller- tür aufgebrochen und gelangten so in den Keller. Zwei Korbflaschen mit Schnaps und ungefähr 10 Liter Wein nahmen die Diebe mit fort. Der entstandene Schaden be­trägt weit über 100 Rm. Die Gendarmerie nahm am an­deren Morgen sofort die Untersuchung auf und konnte frische Fußspuren auf dem eingeweichten Boden feststellen. Es be­steht Ausü »t, die Täter bald zu ermitteln. Interessant ist, daß im Hause gegenüber, wo sich vor Jahren ein Schuhlager befand, auch ein Einbruch verübt worden ist, der bis heute noch nicht geklärt werden konnte.

Der Bolzen drang ihm ins Auge.

Unvorsichtiger Umgang mit dem Luftdruck­gewehr.

Büdingen, 6. Nov. Ein Schüler in dem Kreisort Echzell spielte mit einem Luftdruckgewehr. Als sich ein Bolzen scheinbar gesteckt hatte, wollte der Junge in den Lauf sehen, um die Störung festzustellen. In diesem Augenblick löste sich der Hahn, so daß der Bolzen dem Jungen ins Auge drang und es so schwer verletzte, daß saunt Aussicht besteht, es zu erhalten.

Gefängnis wegen mangelnder Sicherheitsfürsorge im Betrieb.

Ein bemerkenswertes Urteil.

Gießen, 6. Nov. Anfang Mai wurde in einem Stein­bruch bei Eroßen-Buseck der Arbeiter Otto Dambmann von herabstürzenden Gesteinsmassen verschüttet und so schwer verletzt, daß er starb. Weil sie es unterlassen hatten, die gefahrdrohenden Abraummassen auch in den außer Be­trieb befindlichen Stellen des Steinbruchs zu beseitigen oder die Gefahrenstellen in geeigneter Weise absperren zu lassen, hatten sich nunmehr der K. W. und der K. A. aus Eroßen-Buseck vor dem Gießener Schöffengericht zu ver­antworten. Beide Angeklagten wurden zu je einem Monat Gefängnis verurteilt.

Anonyme Briefschreiber sind traurige Charaktere.

Wiesbaden, 6. Nov. Der Landeshauptmann in Wies­baden teilt mit: Es kommt immer noch vor, daß der eine oder andere Volksgenosse glaubt, auf anonymem Wege Be­schwerden über Personal oder Kritiken an Einrichtungen der Verwaltung und dergleichen vorbringen zu müssen. Wer da glaubt, Grund zur Beschwerde oder Kritik zu haben, kann diese unter voller Nennung seines Namens vorbrin­gen. Die Verwaltung steht auf dem Standpunkt, daß es sich bei den namenlosen Briefschreibern um schlechte und traurige Charaktere, um Intriganten und Denunzianten handelt, die nicht den Mut aufbringen können, mit ihrem Namen für ihre Schreiben einzustehen, die vielmehr unter dem Deckmantel der Anonymität absichtlich und wider besse­res Wissen unwahre Behauptungen und Verleumdungen vorbringen. Wer solchen anonymen Briefschreibern Beach­tung schenkt, identifiziert sich mit ihnen. Bei der Ver­waltung werden derartige schmutzige Eingaben grundsätz­lich nicht weiter verfolgt, sie wandern ohne weiteres in den Papierkorb.

Eröffnung der hessischen Verwaltungsakademie Mainz.

Mainz, 6. Nov. Im großen Hörsaal des Pädagogischen Instituts fand gestern abend die Eröffnung der Zweig­anstalt Mainz der hessischen Verwaltungsakademie statt. Der Saal war dicht gefüllt, als vor der zahlreich erschiene­nen Beamtenschaft Profestor Lacroix-Heidelberg zu Be­ginn der VorlesungsreiheNationalpolitische Eziehung" über das ThemaErziehung und Bildung" sprach. Die einleitenden Worte des Redners gaben einen Rückblick auf die bisher behandelten Hauptpunkte, wobei er an die Worte des Führers erinnerte, daß die Erziehung der Sinn der nationalsozialistischen Bewegung sei. Die Bewegung er­schöpfe sich nicht in dem rein politischen Bestreben. Es gelte, das deutsche Volk reif zu machen zur Durchführung seiner Weltmission. Die folgenden, weit ausgreifenden Ausführungen des Redners, die mit zwingender Logik zum

Vortrag gebracht wurden, hielten das Interesse 3 Hörer bis zum Schluß gefangen und bildeten einen heißungsvollen Auftakt zur diesjährigen Winterarbch

In frühester Jugend schon zum Räuber geworden

Mainz, 6. Nov. Wegen gemeinsam verübten wurden von der Großen Strafkammer der 20^ Richard Glaser zu drei Jahren Gefängnis und der jährige Ludwig Hildenbeutel, der sich auch noch wegen h früheren Diebstahls zu verantworten hatte, zu drei und einem Monat Gefängnis, und zwar unter Anwen^^ des Jugendgesetzes, verurteilt. Bei ihm tritt nack, büßter Strafe auch die Zwangserziehung in Kraft p wenn möglich, vor dem völligen Verderben zu retten H. verspürte nie eine strenge Vaterhand, die war ihm nicht gewachsen, der Stiefvater gab ihm kein Beispiel. So kam er denn in schlechter Cesellsckast "n Abwege. Schon mit 13 Jahren stahl er seinem ©roL^ allwöchentlich etwa 20 RM. zum Vernaschen. Später er dann noch Weißzeug, das er im Leihhaus verpfände? Das Geld verpraßte er mit dem ihm bekannten Glaser Ai Tage seiner Verhaftung wegen dieser Diebereien bea? er morgens um ^9 Uhr an seinem Großvater einen endeten Raub. Mit G. zusammen wollte er ihn erst Ja dem Kirchgang, dann in dem Keller überfallen. Anschläge kamen aber nicht zustande, weil der vater seine Dispositionen geändert hatte. So schellten? schließlich an der Wohnungstllr. Beim Oeffnen überfiel El. den alten Mann, hielt ihm die Augen zu und stieß in die Schlafstube, wo er ihn binden wollte. Dies scheitern jedoch an der Gegenwehr. H. riß ihm nun das Po? monnaie mit etwa 6 RM. Inhalt aus der Hoientni^ worauf beide die Flucht ergriffen.

Kein deutscher Schritt in Genf.

Berlin, 7. Nov. (Funkmeldung.) Ausländische Zei­tungen haben Nachrichten über eine Demarche des deutsche Konsuls in Genf bei einem hohen Völkerbundesbeamten ge­bracht. Diese Nachrichten sind unzutreffend. Eine I solche Demarche hat nicht stattgefunden. Der deutsche Standpunkt in Bezug auf Deutschlands Neutralität und Nichtbeteili­gung an den Sanktronen ist bekannt und hat sich in Heiner Werse geändert.

Sollte sich eine die eigenen inneren deutschen Wirtschafts­interessen, bedrohende außergewöhnliche Ausfuhrsteigerung bestimmter Rohstoffe oder Lebensmittel bemerkbar machen, wird die Reichsregierung dies durch geeignete Maßnahmen verhindern.

Alle gegenteiligen Behauptungen der ausländischen Presse sind unzutreffend.

Im übrigen hat die Reichsregierung! sofort nach Beginn des italienisch-abessinischen Konflikts also längst vor den bekannten Maßnahmen des Völkerbundes die Ausfuhr von Kriegsgerät und Munition nach beiden Staaten ver­boten.

Wieder eine jüdische Weingrotzhandlung polizeilich geschlossen.

Die Inhaber in Haft genommen.

Worms, 6. Nov. Die Wormser Polizei berichtet: Zn den letzten Tagen wurden bei jüdischen Weingroßfirmen in Mainz und in Nierstein Verfehlungen gegen das Wein­gesetz festige stellt und die Täter festgenommen. Hierbei er­gaben sich auch Anhaltspunkte für eine unreelle Geschäfts­führung der Weingroßhandlung S. May Söhne in Ost­hofen. Am 4. November 1935 griffen deshalb Beamte der Mainzer und Wormser Kriminalpolizei unter Hinzu­ziehung zweier staatlicher Weinkontrolleure überraschend dort ein. Nach umfangreichen Durchsuchungen, welche den ganzen Tag über dauerten, wurde so viel belastendes Material gefunden, daß die sich in Osthofen befindlichen Kellereien und Büroräume versiegelt und die Inhaber du Firma, die Brüder Ludwig und Siegfried May, in Worms wohnhaft, in Hafr genommen werden mußten.

Stets bereite Maßstäbe.

Kleine gewisse Kniffe sind es nur, um stets wenigsten- annähernd genaue Maßstäbe zur Hand zu haben. a ' spielsweise läßt sich bequem und ziemlich sicher »nt i Handspanne, also der ausgespreizten Hand vom km Finger bis zum Daumen, messen, wenn man iw Länge einmal gemerkt hat. Will man unterwegs eine fernung von einigen Metern abmessen, etwa zur Einstellung eines Photoapparates, dann ist es vortei p b seine Schrittlänge zu kennen. Man braucht dann m> gewünschte Entfernung abzuschreiten, um die Meterzahl festzustellen. Aber damit sind die Möglich . der Maß-Feststellung mit natürlichen Hilfsmitte n lange nicht erschöpft. Sieht man sich ein so findet man, daß die Hölzer, wo man sie auch laut genau gleich groß sind, und zwar 5 cm. in " Streichhölzer in der Tasche, so kann man im J [ ^ die kleinen Hölzchen als ziemlich zuverlässigen M m ^ nutzen. Auch ist es zweckmäßig, genau die Lam Spazierstockes zu wissen. Als ein weiteres M Vergleichsmaß kann die Faust angesehen werte i _ ^M Umfang genau der Länge des Fußes entspricht, ^ man nur die Hand zu ballen, um die richtige 'X^ festzustellen. Zweckmäßig ist diese Methode ^ ^r-

von Hausschuhen und Strümpfen. Sei Leder W nllt dings läßt sie sich nicht anwenden, weil ^erm . ^ ist. der Schritt, sondern auch die Breite ausschl ü Auch die Ermittlung der Hosenlänge läßt sich Än­lichen, indem man mit jeder Hand eines der steten längen unten anfaßt und die Hose bei a u ^ fest Armen ausspannt. Je nachdem die Hose 10 |t auf diese Weise angespannt vor der Brustliest ^ ^, fielst beurteilen, ob sie zu lang oder zu kurz m- u MN sich, das Schätzen; von Entfernungen ein w ' h^xnM Oft genug ist es von Vorteil, ipenn man all zim^tch genau aEsch^en kann.