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Eröffnungsfeier in der Weimar-Halle und rechts --------- -----
Goethe-Nationalmuseums in Weimar. (Weltbild — M. und Scherl Bilderdienst — D
Dr. Goebbels eröffnete in Welmar A festlich geschmückten Weimar - Halle in Weimar ^ic^^chen Buches" durch Reichsminister Dr. Goebbels iirf V Weimar - Halle würdigte Dr. Goebbels das us vie Eröffnungsfeier in her Wcimar-siallp und reckits
die „Woche des deutschen Buches".
fand am Sonntag die feierliche Eröffnung der „Woche statt Bei seiner großen Rede in der bis zum letzten Platz deutsche Buch und seine Dichter. Unsere Bilder zeigen Dr Goebbels mit seiner Gattin bei der Besichtigung des
Ms Auch - Werkzeug «»d Baustoff doch habe ich in dieser Zeit gelernt, wie nie zuvor, .„einer Baukunst, dem seltenen, vom Munde ab- Besuch der Oper, hatte ich als einzige Freude Bücher . . . Hier las und lernte ich also viel Illich verstehe ich unter „Lesen" vielleicht etwas anderes große Durchschnitt unserer sogenannten „Jntelli- kenne Menschen, die linendlich viel „lesen", Ätzvar Buch für Buch, Buchstabe um Buchstabe, und doch nicht als „belesen" bezeichnen möchte. Sie h freilich eine Unmenge „Wissen", allein ihr Gehirn Seht nicht, eine Einteilung und Registratur dieses in M flufaenommenen Materials drirchzuführen. Es fehl! £ctl bie Kunst, im Buche das für sie Wertvolle vom 'Wertlosen zu sondern, das eine dann im Kopfe zu be- Ilten für immer, das andere, wenn möglich gar nicht ’ sehen, auf jeden Fall aber nicht als zwecklosen Ballast «itzu schleppen. Auch das Lesen ist ja nicht Selbstzweck, Sern Mitte! zu einem solchen. Es soll in erster Linie ^helfen, den Rahmen zu füllen, den Veranlagung und Riähiguna jedem ziehen; mithin soll es Werkzeug und Mchosse liefern, die der einzelne zu seinem Lebensbernf nötig hat, ganz gleich, ob dieser nur dem primitiven Roterwerb dient oder die Befriedigung einer höheren Bestimmung darstellt; in zweiter Linie aber soll es ein allgemeines Weltbild vermitteln.
1 In beiden Füllen ist es aber nötig, daß der Jnbalt des jeweilig Gelesenen nicht in der Reihenfolge des Buches oder gar der Bucherfolge dem Gedächtnis zur Mftewahrung übergeben wird, sondern als Mosall- steiiichen in dem allgemeinen Weltbilde seinen latz an der ihm zukommenden Stelle erhält und so ebct' mithilst dieses Bild im Kopfe des Lesers zu formen. Im anderen zelle entsteht ein wirres Durcheinander von eingelerntem zeug, das ebenso wertlos ist, wie es andererseits Den «glücklichen Besitzer eingebildet macht. Denn dieser glaubt nun wirklich allen Ernstes, „gebildet" zu sein vom »eben etwas zu verstehen, Kenntnisse zu besitzen, während tt mit jedem neuen Zuwachs dieser Art von „Bildung" in Wahrheit der Welt sich mehr und Mhr entfrembet, bis ki nicht selten entweder in einem Sanatorium oder als „Politiker" in einem Parlamente endet . . . Wer aber sie Kunst des richtigen Lesens innehat, den wird das Wl beim Studieren jedes Buches, jeder Zeitschrift ober Broschüre augenblicklich ans all das aufmerksam Men, was seiner Meinung nach für ihn zur dauernden ,Ma!tnng geeignet ist, weil entweder zweckmäßig oder
^.deaWe Loch als nationale Macht. MeuroS* ^ch die staatliche Einigung der großen cnbete ’^.^anber schon im 17. Jahrhundert voll- WirMwr. . deutsche Nation gerade damals in Staat, völlig gespalten. Aus diesem Mieren das deutsche Buch den Weg zu einer ip t n f Denn seitdem Luther die deutsche Schrift- blühen^n degruudet hatte, und sie die Sprache der auf- ^anb Ä^.ßetoorben war, bildete das Buch ein Mion K^^rständigung zwischen Ständen und Bekennt- ^'ifttuni und Mundarten. Je stärker sich das Zirkelte htm,, .die Schöpfungen großer Dichter ent- »s^er und tiefer griffen diese Wirkungen. HiifrBuch half dazu, daß fremde Ein- M ber pjJ ruckgedrä n g t, die Glieder der Nation 6* iriiuipwr1 gemeinsamen Wurzel bewußt wurden. Eichicht- *le mit der Wiedererweckung älterer Volks- ^U' Leisi»,.! tausendjährige Schicksalsgemeinschaft und IM 'Mieten QC1r' mahnte damit an die Pflichten der Sir Bücher i,ammenfl^^ auch in der Gegenwart. 1° den . °” Arndt, G o e rres .Ficht e stärkten «facht st, st, uingswillen gegen die napoleonische Über- - Men boa ü0^^ politisch geschiedenen Volke. Andere N ihr? der Einheit fest, auch als der Befreinngs- MMc Bis», .^"^âmng noch nicht brachte, bis sie im Oks irrn âms die äußere Erfüllung fand. Der Führer und seine Mitstreiter haben zwar ^nnh T^ Welt- und Willensanschanung von Mund Sachen aber auch durch ihre Kampfbücher 'Mft e^„ . llsgenossen erfaßt, den die rednerische Bot-.
deutsche Buch im Zeitalter des Einiges und des Rundfunks nicht mehr als
3 Mercia, venmles Bindemittel wie in einer getrennte- Abstbesi» g^vheit. Doch erwuchsen ihm aus deutscher Gan-e» "^ vertiefte Aufgaben. Sie strebt überall ' vnd artest das gute Buch ist ein Ganges, -
General Göring, Ehrenbürger von Breslau.
Anläßlich des schlesischen Gautages 1985 wurde dem preußischen Ministerpräsidenten, der am Sonnabend am Gautag teilnahm, die Ehrenbürgerschaft Breslaus verliehen. — Unser Bild zeigt General Göring nach der Ueberreichung des Ehrenbürgerbriefes im Breslauer Rathaus. Links Gauleiter Oberpräsident Josef Wagner und rechts der Oberbürgermeister Dr. Fridrich. (Presse-Illustrationen Hoffmann — M.)
allgemein wissenswert. Sowie das auf solche Weise Gewonnene seine sinngemäße Eingliederung in das immer schon irgendwie vorhandene Bild, das sich die Vorstellung von dieser oder jener Sache geschaffen hat, findet, wird es entweder korrigierend oder ergänzend wirken, also entweder die Richtigkeit oder Deutlichkeit desselben erhöhen. Legt nun das Leben plötzlich irgendeine Frage zur Prüfung oder Beantwortung vor, so wird bei einer solchen Art des Lesens das Gedächtnis iugenblidT>.h zum Maßstabe des schon vorhandenen Anschauungsbildes greifen und aus ihm alle die in Jahrzehnten gesammelten einzelnen, diese Fragen betreffenden Beiträge herausholen, dem Verstände unterbreiten zur Prüfung und neuen Einsichtnahme, bis die Frage geklärt oder beantwortet ist. Nur so hat das Lesen dann Sinn und Zweck."
ln sich Vollendetes. Es zerstreut nicht wie sein Zerrbild, das oberflächliche Machwerk, fordert Sammlung des Gemütes und bewirkt Sammlung der Gemüter auf das Echte und Rechte, führt ihr Denken und Empfinden zusammen. Solch ein Buch erweist gcmeinschaftsbildende Kraft, wenn es nicht aus willkürlichen Einfällen, vielmehr aus völkischem Einklang und Gemeingefühl des Urhebers hervorgegangen ist und auf das Notwendige leitet.
Die Erleichterungen des Reisens lassen die Glieder verschiedener Gaue heute kameradschaftlich zueinander kommen. Das Buch, das dem natürlichen Wachstum des besuchten Stammes, seinem besonderen Ansdruck deutschen Wesens entspringt und entspricht, ist ein gutes ' Rüstzeug für solche Fahrt, rundet ihre Eindrücke ab, hindert vorschnelles Aburteilen über ungewohnte Erlebnisse; es ersetzt nicht, aber es ergänzt. Die Versenkung in einen Abschnitt deutscher Stammes- oder Volksgeschichte läßt die Gegenwart gründlicher verstehen. Die Ziele unserer Führer für die gedeihliche Zukunft der Nation rauschen in ihrer Rede vor der Volksgemeinde auf; aber manchem verrauschen sie zu schnell. Bücher von ihnen und über ihre Persönlichkeit, ihr Schaffen und Wirken auf den verschiedenen Lebensgebieten klären nach und befestigen, wo noch Schwankungen und Zweifel verblieben sind.
Unser vaterländischer Aufstieg vollzieht sich nicht spielend, anch der einzelne muß sich gegen Hemmungen emporkämpfen, um so zugleich dem Ganzen zu dienen. Wen dabei Verzagtheit anwandelt, findet Stärkung und Aufrichtung in den Lebensbeschreibungen großer Deutscher, denen ihre Erfolge wahrlich nicht in den Schoß fielen, die sie durch unerschütterliche Willenskraft ini Streben für den weiteren Menschenkreis errangen. Wissenschaft aus dem engen Bezirk der Selbstslicht erhebt den Geist und. läutert die: Seele.
Wer sucht, der findet - das Buch, das ihm etwas Wesentliches gibt, ihn lebenstüchtiger macht. Volks- und Wanderbüchereien, eine gute Leihbücherei sind auch in der kleinen Stadt jedermann leicht zugänglich und be-
Ladenverkauf an den Advents-Sonntagen.
Nach einem Erlaß des Reichsarbeitsministers werden die zuständigen Stellen im ganzen Reich gebeten, anzuordnen, daß von den Sonntagen im Dezember der 8., 15. und 22. Dezember für den Verkauf aus offenen Verkaufsstellen freigegeben wird. Diese Regelung erstreckt sich nur auf den Einzelhandel, nicht auf den Großhandel.
Rekruten, ausgepaßi!
Was braucht der junge Soldat bei seinem Eintritt?
Jahrgang 1914 rückt ein zum Heeresdienst. Der erste Jahrgang für die stolze Wehrmacht, die Adolf Hitler wieder neu schuf! Ereignisreiche Tage fürs Leben, ein ganz neuer Lebensabschnitt. Da ziehen sie ein in ihre Garnisonen mit Pappkarton und Koffer. Und was haben sie darin? — Ja, was? — Hoffentlich das, was sie brauchen. Wer es aber noch nicht weiß, was in seinen Pappkarton hineingehört, der beachte folgende Ratschläge, die der Wehrpflichtfibel von Major Foertsch entnommen sind.
Der Soldat findet sich am Gestellungslage in Zivil in der Kaserne ein. Als erstes erfolgt seine Einkleidung. Alles, was er an Wäsche und Bekleidung benötigt, wiro ihm geliefert. Während der Dienstzeit ist Ziviltragen verboten. Da das Spind mit seinem beschränkten Raum für den Zivilanzug keinen Platz bietet, erfolgt in der Regel nach der Einkleidung vie Absendung an Eltern oder Verwandte. Ein passender Karton ist zweckmäßig
milzubringen.
F o l g e n d e
Bedarfsgegenstände
sich d er Soldat schaffen:
auf eigene Kosten
soll b e -
Kleiderbürste |
Waschbürste . zur Reinigung der Bekleidung Klopfpeitsche I
Sdtmuybürfte
Auftragbürste Lederfett Schuhcreme Putzlappen
Gesichtsseife Waschseife
für Reinigung von Stiefeln und Lederzeug
Handwaschbürste
1 Wasserglas
1 Zahnbürste Zahncreme
Kamm und Bürste
für die körperliche Reinigung
Rasierzeug, Nähzeug mit Schere, Nähnadeln ^und grauen, schwarzen und weißen Zwirn, eine blaue Schürze, eine Kaffeetasse, ein Eßbesteck, Teller oder Aufschnittbrett, ein Vorhängeschloß «Sicherheitsschloß für das Spinbi Zu, Unterbringung von Putzzeug sind entsprechende Kästen (notfalls Zigarrenkisten! notwendig.
Wer die vorstehend ausgeführtep Gegenstände in gutem Zustand bereits ganz oder teilweise in seinem Besitz hat, bringt sie zweckmäßig mit, ba _ so unnötige Ausgaben gespart werden können. Die Anschaffung aller Gegenstände im Garnisonort kostet etwa 9 bis 9,50 Mark.
raten den Lesehungrigcn zu rechter Auswahl. Aber das wertvolle Buch verdient, daß man es nicht bloß einmal IU ft, es möchte zu bleibendem Besitz für den eigenen Schrank als treuer Hausfreund erworben werden. Denn eine Speisekammer für Herz und Gemüt ist ebenso lebensnotwendig wie für den Leib. Millionen solcher Bücherschränke bedeuten zusammen eine mächtige nationale Reserve der Volksgemeinschaft, die sich immer wieder nachfüllt.
Das deutsche Buch läßt seine Macht weit über die Reichsgrenzen hinausstrahlen. überall, wo Volksgenossen in anderen Staaten leben und doch deut- sches Fühlen ihren Kindern als bestes Lebensgut vererben möchten, ist das deutsche Buch stärkste Verbindung. B u ch p a t e n s ch a f t e n für auslandsdeutsche Familien verstärken diesen Brückenpfeiler zur Heimat. Die Angehörigen fremder Rationen können aus dem rechtgewählten Buch unverzerrte Vorstellungen über das deutsche Volk schöpfen. So dient es dem Verständnis und der Verständigung von Land zu Land.
Damit unser Buch nach ganzer Tiefe und Breite seinen Einfluß als eine im Stillen kreisende nationale Macht ausübe, bedarf es der tätigen Liebe und des Einsatzes der Volksgenossen aller Berufsstände, die im eigenen Hause und in der Familie bei Jung und Alt beginnt — gemäß einem deutschen Dichterwort: Wir wollen weniger erhoben und desto mehr gelesen sein.
Deutscher Junge, deutsches Mädel, keiner deiner Geburtstage sei ohne ein gutes deutsches Buch! Gute Bücher begleiten dich durch das ganze Leben und werden dir zu Führern in das herrliche Reich des ewigen Deutschland!
Hans S ch e m m f.
Deine Empfindung für die Volksgemeinschaft, Deutscher, findet im WHW. ihren lebendigen Ausdruck.