Man lernt nicht Geschichte, um zu wissen, was gewesen ist, sondern man lernt Geschichte, um in ihr einen Lehrmeister der Zukunft und den Fortbestand des eigenen Volkstums zu erhalten.
Adolf Hitler
Luch und Schwerk
Das kulturpolitische Wollen der Jugend
Wie die Jugend im neuen Reich sich gewandelt hat, so ist auch ihr Wollen und ihre Welt eine andere geworden, als es die war, die Generationen vor uns durchlebten. Die junge MannsHaft steht heute im Staat, sie ist ein Bestandteil der Nation — und ist sich klar über die Aufgaben, die ihr der Führer gestellt hat: einmal der Träger des Staates zu sein. Ihr Sinnen und Streben geht diesem Ziel nach, und ihr Wille wird das Große erreichen. Sie wird die Stürme, die über sie hinwegbrausen werden, erkennen und sich gegen sie anstem n, wie ein kämpferisches Geschlecht, das Gesicht zum Feind, das Schwert erhoben zur Abwehr und in der Linken den Schild.
So zeigt sich auch ihr Gebaren, anders als die Jugend vor dem Kriege und nach 1918, in der Zeit des Verfalls, die Bücher las, in denen Verbrechertum verherrlicht wurde, die Schande und Schmach als Entschuldbares hinstellten, die nur Niedriges behandelten und Hohes und Hehres in den Staub zogen. Blut, Scholle und das Schwert wurden in diesen artfremden Schriften verpönt, dafür wurden Sinnenlust, „Vergnügen" und Orgien der Nachtlokale und Feigheit gefeiert und bis ins Kleinste ausgemalt.
Auch in ihren Spielen, die in Hinterhöfen ohne Sonne und auch wohl in kleinen Parkanlagen vor sich gingen, zeigten sich die Helden jener Schund- und Schmutzschriften, die als „wertvolle Bücher" getarnt in die Hände der Jugend gelangten. „Räuber" und „Polizei" waren die Haupttypen der handelnden Personen. Und manch ein Jugendlicher hat hierbei die Welt kennen gelernt, die ihm den Untergang brachte. Er ging dann den Weg, der mit einer Fürsorgeerziehung begann, die ihn immer mehr in das Chaos trieb, statt ihn zu bessern, bis sein Leben irgendwo endete, vergessen und unbeachtet.
Ein übriges taten der Film und das Leben und die Erziehung in den „Familien", wo es kein Brot gab, da der Vater das Stempelgeld in der Kneipe vertrunken hatte. So verstanden es die Literaten jener Zeit, den Nachwuchs zu zersetzen, Deutschlands Kraft lahmzulegen, und so zerbrach auch die Jugend ebenso wie die Front der Väter. —
Doch jetzt steht nach dem Umbruch eine junge Mannschaft bereit, die draußen vor der Stadt über Aecker und Wiesen, durch Wälder und an Seen vorbeistreift, in der Vorbereitung im Gelände; es ist eine Erziehung, die sie sich selbst gibt, und die eine Verbundenheit mit dem Leben und mit der Welt darstellt. Und so ist auch ihr Buch.
Bücher der Jugend eine Vielzahl und eine große Verschiedenartigkeit. Sie vermitteln und stehen in unserer Weltanschauung, geschrieben von der Generation, die die Idee zum Siege führte, und von Kameraden aus unseren Reihen. Daneben stehen Schöpfungen aus der Geschichte, die uns Wegweiser ist: Romane der Scholle, die das alte Odalrecht und die Kraft des Bodens verherrlichen, Bücher unter dem Schwert, Erzählungen aus einer eisernen Zeit, Schriften aus unserem Eottglauben — und Bilder der Kameradschaft, die stärker sein muß als die Bande des Ichs, der Selbstsucht.
Und neben diesen Strebepfeilern, die unser Wollen tragen, steht das Schaffen und Gestalten im Film und vor dem Funk. Berichte aus unseren Lagern, Stunden am Feuer, Feiern in der Morgensonne und Weihestunden unter der Fahne und unserem Symbol, schließen uns enger zusammen, sind näher an dem Geschehen und lassen es uns unmittelbarer erleben als es ein Buch vermöchte. Und wenn die Lieder aufklingen, die aus unseren Reihen erstanden, und im Liederbuch „Junge Gefolgschaft" zusammengefaßt worden sind, so sind sie ein Bekenntnis, ein Bekenntnis für den Führer und für unsere Weltanschauung, wie sie im Buch, im Hörspiel, im Film und im Lied der Jugend widerhallt und eine Tat werden wird, wie es der Führer befiehlt!
W. L W.
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Wenn sie im Schoß die Hände falten, dann sind sie Greise, auch mit 20 Jahren.
Selber von Schirach
Gemeinschaflsempsang !
Jugendfunk — ein Erlebnis
Heimabend am Mittwoch. Erst mutz einmal tüchtig gearbeitet werden, damit der Raum in den richtigen „Zustand" kommt. Die Tische werden in einer Ecke zusammengestellt, die Stühle oben drauf, — und langsam wandelt sich unser Heim zu einer Notwohnung um, oder vielleicht auch zu einem Möbelgeschäft.
Und nun kann es losgehen! Unser Volksempfänger, den wir von Parteigenossen geschenkt erhalten haben, wird auf einen Kasten gestellt, der mit Tapete gut verkleidet worden ist. Nun wird Platz genommen, in einem Halbkreis auf der Erde, wie beim Lagerfeuer.
Im Ofen prasselt das Feuer. Das Holz knistert und sprüht Funken. Der „Feuerwerker" legt schon die ersten Kohlen nach. Und dann meldet sich auch schon der Sender mit der Stunde der jungen Nation. Ein
Foto: M. Krajewsky (M)
Gemeinschaftsempfang am Heimabend
Der Volksempfänger als Mittler zwischen Führung und Gefolgschaft
Der Volksfeind
Mödel testen einen Hof
Dunkle Wolken türmen sich gegen den Mond, bessert fahles Licht gespenstische Formen schafft. Näher rückt die Wolkenwand. Schon deckt sie einen großen Teil der Mondscheibe, beschattet ihn mehr und mehr, bis nur noch schwache Strahlen den Weg zur Erde finden. Nun liegt das Dorf in völlige Dunkelheit gehüllt. Umrisse sind nicht mehr zu erkennen.
Kaum sehen sich noch die Mädels, die soeben aus der Helle des Heims treten, um nach Hause zu gehen. In zwei Richtungen gehen sie auseinander. Leise verhallen die Schritte, bis sie versinken.
Wie immer begleitet jede Scharführerin die Mädels ihrer Gefolgschaft nach Hause, selbst wenn der Weg schließlich unendlich zu sein scheint. Verantwortung und Pflicht ist höchstes Gebot, selbst, wenn man den ganzen Tag auf dem Acker gestanden und schwer hat schaffen müssen.
Mädel auf Mädel verabschiedet sich. Das Licht vom Hof her erhellt noch eine Weile den Weg, den die übrigen weiterziehen, weiter längs der langen Dorfstraße. Nach links biegen die letzten drei ab, zur Landstraße, die nach der Stadt führt. Kein Licht weist ihnen den Weg.
Plötzlich klingen vor ihnen leise Schritte auf, es ist fast ein Schleichen, das sich ihnen nähert. Unwillkürlich bleiben sie stehen, wie gebannt, und fassen, ohne daß sie es wollen, einander nach den Händen. Leise knarrt eine Hoftür und ein Schloß klinkt ein. Dann ist wieder Stille.
Aber es ist unheimlich geworden. Das waren nicht die Schritte eines heimkehrenden Bauern, das waren Schritte eines Menschen, der nicht gehört und gesehen werden wollte.
„Wer war das, wo ging er hin?" — fragt leise Grete, die Scharführerin. — Aber auch die beiden anderen wissen nicht. Sie zucken die Achseln und deuten nur nach vorn, an der Häuserfront entlang.
Nach vorn geht nun die Scharführerin mit leisen Schritten, und ihr folgten die beiden Mädels, ein hinter der anderen. Aber sie hören nichts. Kein Laut, auch kein Hundegebell.
Hörspiel, das unsere Kameraden vor dem Mikrofon gestalten und das auch aus unseren Reihen geschaffen worden ist, rollt sich vor uns ab. Es ist ein Spiel, das den Kampf unserer Ahnen schildert, ihre Ee- meinschaftsfront gegen die Unterdrückung aufzeigt. Germanisches Bauerntum ist es, das lange vor unserer Zeitrechnung vom Norden nach Süden zog in unsere Ge- marken, als der Raum ihnen droben zu eng wurde. Junge Brüderschaften zogen mit der Herde und der übrigen fahrbaren Habe, die sie noch vom Hofe erhalten hatten, in neue Lebensräume, die nur schwach besiedelt waren. Männer der Scholle sind sie, die den Pflug ebensogut wie das Schwert führen, und die den Hof und das Haus als ein Lehen von der Gottheit betrachten. Das „Odal", ein Gut, das unveräußerlich ist und nur dem Erstgeborenen übergeben werden darf. Es bleibt in der Sippe — und ist Zuflucht aller Sippenmitglieder.
Und dann wandelt sich das Bild. Der Mensch muß sich unterwerfen, er steht nicht
„Das wird wohl der alte Harms selber gewesen sein", flüstert die kleine Erna, denn sonst hätte auch der Hund gebellt. Das ist immer das untrüglichste Zeichen."
Kopfnicken der beiden anderen bestätigt die Richtigkeit der Annahme. Doch die Unheimlichkeit der Stille läßt sie wieder ängstlich werden. Drüben am Horizont strahlt schwach der Scheinwerfer eines Autos — und vom Kirchturm hallen zwei laute Schläge, so nahe, als wenn man auf dem Kirchhof stünde.
„Laß uns gehen", meint Hanna, „es ist schon VAX. Morgen früh geht es wieder in den Garten, um den Marktkram fertig zu machen — und dann haben wir wieder nicht ausgeschlafen."
„Und ich fange morgen wieder an zu schlafen, wenn gerade etwas Wichtiges durchgesprochen wird — und in der Schule auffallen, kommt nicht in Frage . . ."
„Ja, gehen wir!"
Schnell entfernen sich ihre Schritte. Nach drüben, über die Straße hinweg In dem großen Garten steht das Haus, wo Erna wohnt. Knarrend schließt der Schlüssel in dem verrosteten Schloß. Dann verabschieden sie sich. Sie scherzen und wünschen sich viel Vergnügen für den morgigen Tag. Der Hund springt am Zaun hoch und begrüßt freudig winselnd die Herrin.
Dann kehren die beiden anderen wieder um. Zurück den Weg, bis fast zur Kirche, wo sie beide wohnen. Schnelle Schritte kommen ihnen entgegen. Eine Hoftür fällt ins Schloß. Dicht stellen sie sich an den Zaun, der hier ein bißchen zurücktritt — eine Gestalt kommt näher. Der Mensch hat es eilig. Dicht hält er sich an der Häuserfront und unter den Bäumen, die über die Zäune hängen, damit man ihn nicht erkennen kann. Aber vier Augen, die an die Dunkelheit gewöhnt sind, sehen ihm entgegen und erkennen ihn als den Knecht vom großen Hof am Breiten Stein. Es ist Peter, der stille Peter.
Doch als sie ihn anrufen wollen, fahren sie erschreckt herum. Ein Hund bellt, es ist wie ein Wehklagen, das sie erschauern
mehr frei auf seinem Boden. Die wird ihm geraubt und mit ihr V der letzte Rückhalt. Eine neue H sich breit, die die der Ahnen Das Christentum. Und mit ihm Kaisertitel, der nicht mehr vom stammt, sondern als von dem Gott gegeben, betrachtet wird, sich dieser Titel an das römische tum an. Fremd für die Menschen dem nordischen Raume stammen und Führer aus ihrer Mitte erwählten "
Um diesen Kaiser sammeln sich (Urbie nach Ehrungen geifern unb bK ' Schwert führen. Sie kämpfen 5 um die Einheit des Bodens um bl R heit der Scholle, sondern sie fämÄ die Machtgedanken eines Menschen ? hoch über ihnen steht. Abseits • freien Bauern, die im Boden ihre Km erkennen und auf ihn vertrauen zum Himmel schauend bei der Ernte
Viele Jahrhunderte lastet der den Bauern- und Kirchenoberhäupter üben. Schwer leiden unsere Ahnen M vererben mit dem letzten Bodenstrâ den sie noch haben erhalten können । Kampf um die Heimaterde. Die' schlechter erheben sich, um das Joch schütteln; doch sie sind nicht stark und X einig genug, um ihr Ziel zu erreichen Si, werden zerschmettert.
^Auf und ab geht bi, Geschichte des Bauern, tums germanischen Ifo 'prungs — bis tote, I lich Hilfe kommt 2 j mit dem Umbruch den der Führer und' die ! Idee schufen. Der Bauer - steht wieder frei M ; seiner Scholle, er ist i zum Urstand und p 1 Urzelle unseres Vch geworden. Eine j« Gemeinschaft steht w ben ihm, unsere Karnr. roden im Landdiensi, den Spaten in bei Faust — für den Führer und für Deutsch, land!
Das Spiel ist verklungen, die Schar ist noch in den Gedanken des Spieles. Leise fallen die Worte des Ka> meradschaftsführers: „Die Tore zum Land sind offen. Das Band zwischen Stadt und Land wurde geschlungen — und in dieser Welt stehen wir, - die Jugend im neuen Reich!" e. i.
laßt. Und ihnen ist, als ob es hell« werde. Sie laufen die Straße weiter, Hause, das ist ihr einziger Gedanke Aber gerade wie sie an der Hoftür vom Bauer Harms vorbei wollen, schlägt eine 6^^ aus dem First der Scheune. Ein Knattern und Prasseln klingt ihnen entgegen.
Da wissen sie. „Feuer, Feuer!" 6« ziehen den Strang der Glocke an dem T ' weg und schreien immer wreder Schreckensruf: „Feuer!"
Die Leute werden wach. Ueberall slanl' men die Hoflampen auf. Von Mund z Mund gellt der Schrei. Schon strömen d , Nachbarn zusammen, um zu helfen । um Eimer geht die Kette brs zum B H- — aber die Scheune wird nrcht mehr z retten sein. Auch die Feuerwehr, dr ! fort am Vrandort ist mit rhren Spntz - kann nur die angrenzenden E«au schützen. Das Vieh ist schon zur Weide 8 bracht worden, damit nrcht noch Schaden entsteht. Die Scheune ist loren. Sie brennt nrederund mrt y Getreide, das in den nächsten T g droschen werden sollte. - fflit(,
Die Polizei nimmt sofort.die «M langen auf. Die beiden Madels, d erst den Brand bemerkten können kunft geben. Aber Peter hat stch ^ schen Gerechtigkeit entzogen. et
die Strafe", steht auf einem je««- ^ hinterlassen hat ,M habe rhn gewiesen", sagt der Bauer Ha , » ^ bei seinem Brotherrn nrcht wollte — und ich habe doch) W ihm des alten Bender bte Batersteue ^ vertreten Das versprach rch s r t auf dem Sterbebett.