,„ 250 - 12- Jahrgang
HWaer Anzeiger
Freitag, 25. Oktober 1935
Stadt und Land
^rausflditen für morgen:
^^ri$t des Reichswetterdienstes, Ansgabeort Frankfurt
E Einfettende Besserung, doch noch nicht ganz beständig, nachts wieder kälter, nördliche und östliche Winde.
Vergeßt nicht das gute Wort!
Gutes Wort zur rechten Zeit bringt viel Freud' und „«int viel Leid! Doch gleich zuvor: das gute Wort braucht und soll kein süßes Wort sein, wie ja auch das " k Wort niemals ein verzärteltes sein darf. Nein, das Mc Wort ist der Träger einer guten Tat! So will es gewertet sein.
Schlechte, böse Worte werden aus dem Mund ge- lvrochen. Gute Worte kommen aus der Tiefe der Seele. Man ist so schnell dabei, einen Menschen schlecht zu machen; dazu reicht der größte Hohlkopf aus. Den schlecht- gemachten Menschen aber wieder gutzumachen, reicht oft ^è ante Wort nicht mehr aus. Merke eines: das beste V o r t i st nicht immer ein gutes Wort.
Wieviel Gelegenheit haben wir im Leben, gute Worte zu sagen. Schon in der Kindheit fängt es an, wo da« gute Wort geahnte Dankbarkeit ist. Und wenn dann die Arbeit besonders in unserer Zeit der Adel des Lebens ist dann ist das der Arbeit gewidmete Wort ein kleiner, aber redlich verdienter Orden des Adels. Der Orden aber heißt: Anerkennung. Und was gibt er? Neuen Fleiß, neues Schöpfen, neue Kraft, kurzum: neuen Arbeitswillen. Oft aber hat der Mensch, der Soldat der Arbeit, nie das gute Wort gehört. Und hat es doch ganz eindringlich irgendwie und irgendwo vernommen: seine eigene Seele hat es ihm zugeflüstert und hat ihn restlos glücklich gemacht.
Vergeßt das gute Wort nicht! Der Mensch braucht es, wie die Blume die Sonne. Vergeßt aber auch nicht, es zur rechten Zeit zu sagen. Es ist zu spät, „wenn du an Gräbern stehst und klagst . . ." Gerade wir in unserer neugewonnenen Volksgemeinschaft wollen es nie vergessen, das gute Wort zur rechten Zeit!
Sonntag offene Geschäfte.
Der Berkehrsverein Fulda teilt mit:
Wie alljährlich vor Kirchweih, so sind auch in diesem
Zähre am Sonntag, den 27. Oktober die Ladengeschäfte in
Fulda von 11—14 (2) Uhr geöffnet.
Bucheckernsammlung am 26. 10. 1935.
Eine Anordnung für die kurhessische Hitler-Jugend.
Pie Bucheckern-Sammlung der kurhessischen Jungvolk- und Aungmädel-Einheiten, die am Sonnabend, den 26. 10., als Staatsjugendtag-Dienst durchgeführt werden sollte, lallt aus, da dieser Sonnabend für das gesamte Gebiet Kur- Wen von den Schulen als Schulwandertag durchgeführt «ird. Auf Grund einer Vereinbarung mit den zuständigen Schulbehörden wird die Vucheckernsammlung für das WHW. nunmehr von den Schulen durchgeführt. Alle Jungvolk- jungen und Jungmädel beteiligen sich an dieser Sammlung innerhalb des Schulwandertages.
Alfred Rosenberg antwortet:
„Qin die Dunkelmänner unserer ZeitF*
Seit Monaten betreibt der internationale Jesuit, der Dritte im Bunde der überstaatlichen Mächte, eine systematische Hetze gegen Alfred Rosenberg und sein Werk. Unter dem Vorwand einer angeblichen Glaubensverteidigung wagen ausgerechnet die Herren, die jahrelang mit marxistischen Bonzen und roten Landesverrätern die gleichen Regierungsbänke gedrückt haben, gegen den Hüter der nationalsozialistischen Weltanschauung den Vorwurf bolschewistischer Gottlosigkeit und marxistischen Freidenkertums zu erheben.
Die konfessionelle Presse des In- und Auslandes, das Vortragswesen, die Perelnstätigkeit, die Predigt, die Seelsorge und der Beichtstuhl, kurz der ganze Propagandaapparat der römischen Kirche und ihrer Organisationen stand und steht Ânt Dienste eines erbarmungslosen Kesseltreibens. Nach den Weisungen einer einzigen Zentralstelle arbeiten selbst die kleinsten Gemerndeblätter und überbieten sich mit einer staunenswert geschäftstüchtigen Spekulation auf die Arglosigkeit und Unwissenheit ihrer Leserschaft an Dreistigkeit und Unverfrorenheit der Sprache.
Diese Wühlarbeit ist alles andere als eine harmlose Schutzmaßnahme gegen die Privatarbeit Alfred Rosenbergs; sie entpuppt sich vielmehr immer unverhüllter als
ein tonzentrstcher Angriff aus die nationlasoziaUstische Weltanschauung,
zu deren Treuhänder und Wächter Alfred Rosenberg im zweiten Jahr der nationalsozialistischen Revolution vom Führer ernannt worden ist.
„Privatinitiative und Gemeinnutz**.
Eröffnung der Arbeitsgemeinfchaft „Deutsche Volkswirtschaft".
Am Montag, den 21. d. M., fand der Eröffnungsabend der volkswirtschaftlichen Arbeitsgemeinschaft der DAF. Abt. für Arbeitsführung und Berufserziehung statt.
Die Arbeitsgemeinschaft hat sich zur Aufgabe gemacht, durch Schulungsvorträge und sich daran anschließende Besprechungen die verschiedensten volkswirtschaftlichen Fragen zu bearbeiten und zu erklären.
Ortsjugendwalter Walter Koch eröffnete die Arbeitsgemeinschaft mit dem Hinweis, daß nur durch Zusammenarbeit und gegenseitiges Ergänzen ein derartiger Stoff bewältigt werden könne. Und daß auf diesem Grund nicht nur eine Vortragsreihe durchgeführt wird, sondern in ar- beitsgemeinschaftlicher Form die Erklärung der Probleme gesucht wird. "1
Dann folgte der Eröffnungsvortrag von Pg. Herbert Wolf: „Voraussetzungen nationalsozialistischer Wirtschaftsgestaltung". Zwei Probleme sind grundlegend für unsere Wirtschaftsau.ffauss.ng geworden: „Privatinitiative und Gemeinnutz. Die Wirtschaft soll frei sein, aber ihre Maßnahmen müssen den Lebensnotwendigkeiten entsprechen. Wir erkennen das Fllhrerprinzip in der Wirtschaft an, die Auslese soll nicht durch ein Prüfungs
Einst verfolgte man die Vorkämpfer nordischer Geistesund Gewissensfreiheit mit Inquisition, Scheiterhaufen und Index. Heute wird der Beauftragte des Führers für die gesamte geistige und weltanschauliche Erziehung der NS.- DAP. von
den Todfeinden
der nationalsozialistischen Weltanschauung
im Namen der im römischen Mittelalter geknebelten wis- sentschaftlichen Wahrheit der dilettantischen Unwissenschaft- lichkeit geziehen, die sich in seinem Werk an Tausenden und aber Tausenden von Fehlern offenbare. Die römische Kirche hat es für notwendig befunden, eine von anonymen „deutschen Gelehrten" verfaßte Schrift gegen den „Mythus des 20. Jahrhunderts" herauszugeben, die mit Hilfe logischer Trugschlüffe, primitiver Kniffe und typisch jesuitischer Berfälschungsmethoden den „Mythus" in den Augen der gebildeten Welt des In- und Auslandes zu „erledigen" sucht. Angesichts dieses unerhörten Angriffes auf seine wissenschaftliche Ehre konnte Alfred Rosenberg, der den bisherigen Kampf mit Ruhe und Gelassenheit verfolgte, nicht länger schweigen. Seine Antwort liegt vor. Sie widerlegt Punkt für Punkt die Anschuldigungen seiner anonymen Gegner und zerschlägt mit vernichtenden Waffen die Lügenfront, die jesuitische Anmaßung im deutschen Volke aufzurichten sucht.
Diese Antwort stellt unter dem Titel
„An die Dunkelmänner unserer Zeit" gleichzeitig eine neue Kampfschrift gegen die jesuitische Sabotage der deutschen Volksgmeinschaft dar.
system vorgenommen werden, sondern nur die Tüchtigkeit ist entscheidend — jeder muß um die Auswirkung seiner Kräfte und Fähigkeiten ringen. Eine Bürokratisierung verhindert den Sozialismus, den wir alle suchen. Privatinitiative deshalb, weil wir wissen, daß alles Große nur von der Persönlichkeit kommt. Wir haben nur ein Urrecht auf Arbeit, aber nicht auf Kapital. Nur wenn es dem Gemeinnutz dient, hat das Eigentum einen Sinn.
Nationalismus und Sozialismus waren früher zwei Begriffe, heute sind sie eine Einheit. Wir müssen begreifen lernen, daß Politik und Wirtschaft zusammengehLren wie Blut und Schwert. Das Volk steht im Vordergrund, und die Wirtschaft ist letztlich vom Gedeihen des Volkes abhängig. Wir dürfen nicht Wirtschaft führen und gestalten — die Arbeit beginnt beim Volk und daraus gestaltet sich das Gesicht der Wirtschaft. Die Wirtschaft wird nationalsozialistisch sein, wenn das Volk nationalsozialistisch denkt und der Sozialismus kann dann herrschen, wenn alle vom Sozialismus beherrscht sind.
Der erste Vortragsabend war für die Arbeitsgemeinschaft ein voller Erfolg. Wir hoffen, daß auf dieser Grundlage weiterhin eine recht ersprießliche Arbeit geleistet werden kann.
Studenten aus der HJ.
Ein Befehl des Reichsjugendführers.
Der Reichsjugendfllhrer hat an alle studierenden Mit- glwoer der Hitler-Jugend einen Befehl erlassen, der folgenden Wortlaut hat:
„Alle studierenden Mitglieder der HI. haben sich am ult der Hoch- bzw. Fachschule bis zum 7. 11. 1935 beim melden de* öJ.-Arbeitsgemeinschaft auf der Hochschule zu
Die Kameraden vom 1. und 2. Semester haben bis zu M>em Zeitpunkt keine Verpflichtungen in bezug auf Woh- nungen einzugehen. Sie erhalten ihre Anweisungen vom ^Ensmann der HI. (Leiter der HJ.-Arbeitsgemein-
Aber Frau Autofahrerin!
Testern nachmittag ereignete sich in der Löherstraße ein Unfall. Eine Radfahrerin, die von der Karlstratze die Löherstraße weiter befuhr, wurde von einem bl ihr herkommenden Personenkraftwagen angestoßen, â^udfahrerin wurde vom Rade Heruntergeschleuderl, "der glücklicherweise keine ernstliche Verletzungen. „tt"dstrad wurde jedoch stark beschädigt. Schuld an dem Dom Meifellos die Führerin des Kraftwagens, die L^ kommend, ohne die erforderliche
^ die Löherstraße eingebogen ist und dabei die Wahrerm von hinten angefahren hat.
^ur Buch-Werbe^yg^^,
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Vuchr ing der NS. - Kulturgemeinde.
Kultus ^E Quf der Düsseldorfer Reichstagung der NS.- pogtM^einde angekündigt wurde, ist jetzt zu einer kultur- ^n Tat gereift, deren Bedeutung für das zeitgenös- ■ m heute noch gar nicht übersehen werden und eine neue lebenige Brücke zwischen- Schriftsteller der zwischen Volk und Buch zu schaffen, haben sich die Verlag der NSDAP., Frz. Eher Nächst, und tzuls.Tis'^ttlturgemeinde zur Herausgabe der „Deutschen uchreihe" zusammengetan.
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Union-^ x Freitag, 25. Oktober: »Ich liebe alle Frauen.
Union,». Tonnabend, 26. Oktober: ^ropa.^"ler: Ich liebe alle Frauen.
Gebt Freiquartiere!
Am 2. und 3. November 1935 findet in Fulda eine Kreistagung verbunden mit einem Appell der NSDAP. Kreis Fulda und ihrer sämtlichen Gliederungen statt. Bei dieser Kreistagung wird auch Gauleiter und Staatsrat Weinrich anwesend sein. Außerdem ist mit einer großen Zahl auswärtiger Gäste zu rechnen. Deswegen hat die NS.-Frauen- schast Fulda den Auftrag bekommen, Freiquartiere für diese Kreistagung zu besorgen. Ich bitte die Bevölkerung Fuldas, die immer ihren Opferfinn offenbart hat, wenn es galt, Gastfreundschaft zu erweisen, auch dieses Mal wieder die vorsprechenden Frauenschaftsmitglieder bereitwilligst durch Verfügungstellung von Freiquartieren zu unterstützen.
E h s e r, Kreisleiter.
Ein 7vjähriges Geburtstagskind.
Am 32. Oktober beging die Ehefrau des Pensionärs St. S chm i t t, Rhönstraße 4, Frau Ida Schmitt, ihren 70. Geburtstag. Der Jubilarin, die in ihrem Leben viel Krankheit und viele harte Schicksalsschläge hat überwinden müssen, gelten noch nachträglich unsere herzlichsten Glückwünsche! __
Dieses Werk der Zusammenarbeit wird sich praktisch in folgender Weise gestalten: als Buchring, der nach Art der bereits bestehenden Theater-, Musik- und Kunstringe den Mitgliedern der NS.-Kulturgemeinde das zeitgenössische Kulturgut auch im Buch vermitteln soll, wird diese Reihe in regelmäßiger, durch den Buchhandel beziehbarer Folge von vierteljährlich zwei Bänden die wichtigsten und wesentlichsten Autoren des neuen Deutschland zu Worte kommen lassen. Damit ist das „Programm" der „Deutschen Kulturbuchreihe" eigentlich schon umrissen: Sie soll neben das Buch des Kampfes und der äußeren Sammlung der Kräfte, das Buch der inneren Sammlung und der Einkehr stellen.
Das politische Buch war nötig und ist es noch, um unmittelbar in die Bewegung hineinzuführen. Es erwuchs aus dem Kampf und galt dem Kampf. — Doch das Erund- gefüge des Reiches steht heute, und heute haben daher auch wieder Bücher ihr Recht und ihre Aufgabe, die uns zur Besinnung auf uns selbst bringen, weil sie ganz aus deutscher Wesensart leben. Sie haben die große stille Arbeit zu tun, uns langsam in das neue Reich hineinreifen zu lasten.
Jahrzehntelang sind Bücher volksfremder Art von verantwortungslosen, nur auf das Tagesgeschäft bedachten Reklamemachern ins Volk hineingeworfen worden, Verwirrung und inneres Unheil anrichtend, wo es nötig gewesen wäre, dem Volk seelischen Halt zu geben und es wieder auf die Kraft der eigenen Art zu verweisen. — Dann hat die nationalsozialistische Revolution auch im Schrifttum aufgeräumt, klare Wertmaßstäbe gegeben und den Weg für die volkhafte Dichtung freigelegt. Und den Dichtern, die aus
Aenderung von Familiennamen und Vornamen.
In letzter Zeit sind dem Reichs- und Preußischen Minister des Innern zahlreiche Anträge auf Namensäârung vorgelegt worden, die ohne nähere Begründung befürwortet waren, obwohl nach den bestehenden Richtlinien keine Aussicht auf Genehmigung bestand. Ausnahmen von den Richtlinien kommen nur beim Vorliegen ganz besonderer Gründe in Frage. Wird ein Antrag jedoch entgegen den Richtlinien befürwortet, müssen die Gründe hierzu genauestens bargelegt werden.
Ferner wurde wiederholt die Aenderung des Familiennamens einer nicht voll geschäftsfähigen Person befürwortet, obwohl gar kein rechtswirksamer Antrag ihres gesetzlichen Vertreters vorlag. Dieser Antrag bildet aber eine unumgängliche Voraussetzung für die Genehmigung der Namensänderung. Um Verzögerungen und gegebenenfalls auch eine zwecklose finanzielle Belastung der Beteiligten zu vermeiden, ersucht der Reichs- und Preußische Innenminister, in jedem Falle, in dem für eine nicht voll geschäftsfähige Person ein Antrag auf Namensänderung gestellt wird, zunächst die Frage ihrer gesetzlichen Vertretung zu prüfen. Erst wenn sich hierbei ergibt, daß der Antrag rechtswirksam ist, sind die weiteren Ermittlungen anzustellen.
dem Volke kommend, für das Volk Deutungen seines Wesens gaben, soll daher jetzt das großzügige Werk der „Deutschen Kulturbuchreihe" dienen.
Neben der einheitlichen kulturpolitischen Ausrichtung dieser Reihe streben der Zentralparteiverlag und die NS.- Kulturgemeinde durch die besonders sorgfältige'Ausstattung der Bände zugleich auch eine Wiedererweckung echter Buchkultur im Volke an. Die Bände, in Halbleder gebunden, sind im Preis so niedrig gehalten (2,70 RMZ, daß ihre Anschaffung jedem Volksgenossen möglich sein wird. Und nur so, durch gewissermaßen Volksausgaben der großen Dichter des nationalsozialistischen Deutschland, kann das Ziel, das sich die „Deutsche Kulturbuchreihe" gestellt hat, auch wirklich erreicht werden: den volkhaften Dichtern der Zeit weitestes Echo und Gehör zu verschaffen, damit ihr Wort und Werk in uns das innere Vaterland erbaue.
Mitteilungen der NS.-Dienststellen.
Jungvolk herhören!
Der gesamte Stamm Groenhoff tritt morgen,
Sonnabend, Bibra-Platz führer an.
den 26. 10., um 15 Uhr, am Heinrich-von- zu einer Besichtigung durch den Jungbann-
Der Stammführer.