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Falsche eidesstattliche Erklärung.

Wegen wissentlich falscher eidesstattlicher Aussage stand der Angestellte einer Fuldaer Fabrik W. vor dem Schöffen- gericht Fulda. In einer Vorverhandlung, die im März dieses Jahres vor dem Amtsgericht in Fulda stattgefunden hatte und der eine Räumungsklage zu Grunde lag, war unter anderem W. als Zeuge vernommen worden. Im Laufe der Verhandlung im März war von verschiedenen weiblichen Zeugen übereinstimmend bekundet worden, daß W. sich ihnen gegenüber verrchiedentl'ch unsittlich benom­men habe. Diese Aussagen wurden damals von W. durch eine eidesstattliche Erklärung vor Gericht als un-richtig dar­gestellt.

Im Lause der gestrigen Verhandlung vor dem Schöffen­gericht, die unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfand, hatte W. sich wegen wissentlich falscher Abgabe einer eides­stattlichen Erklärung zu verantworten. Der Angeklagte bestritt nach wie vor, sich jemals in irgendeiner Form den betreffenden Frauen unsittlich genähert zu haben und stellte die ganze Sache so dar, als wenn die Anschuldigungen gegen ihn nur aus einem Gefühl der Rache entstanden seien. Die als Zeugen vernommenen Frauen bekundeten alle überein­stimmend, daß W. sich ihnen gegenüber zu verschiedenen Malen unsittlich benommen habe. Die Verteidigung des W. wurde durch diese überzeugenden Aussagen erschüttert. Der Oberstaatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten wegen der von ihm wissentlich falsch abgegebenen eidesstatt­lichen Aussage vor dem Amtsgericht in Fulda eine Gefäng­nisstrafe von 6 Monaten. Das Gericht erkannte auf eine Geldstrafe von 600 Mark an Stelle einer verwirkten Ge­fängnisstrafe von 2 Monaten und bejahte ebenfalls die Schuldfrage.

DAF.-Kamerad!

Der Kalender der Deutschen Arbeit 1936 ist Dein Buch!

Der werktätige Deutsche durfte erwarten, daß der nationalsozialistische Staat ihm sein Jahrbuch schuf, in welchem sein Wollen klaren Ausdruck findet, das ihm Kraft für den Alltag gibt, Kunde von deutscher Vergangenheit und Richtlinien für die Zukunft vermittelt und das ihm nicht zuletzt auch für den Feierabend Entspannung und Freude darbringt.

So entstand neben den Fachkalendern der Kalender der Deutschen Arbeit, der jetzt bereits im dritten Jahrgang erscheint. Die bewährte Form ist beibehalten worden, inhaltlich aber wird wieder etwas völlig Neues geboten.

Ich betrachte es als eine Selbstverständlichkeit, daß jedes Mitglied der DAF. auch diesen Jahrgang erwirbt.

Heil Hitler! gez. Dr. Robert Ley.

Deutsche Volkswirtschaft"

Die durch den Winterbildungsplan und durch Sonder­rundschreiben angekündigte Arbeitsgemeinschaft:

Deutsche Volkswirtschaft"

findet erstmalig am kommenden Montag, den 21. d. M., 20.30 Uhr im Heim, Lindenstraße 20, Raum 3, statt.

Alle eingeladenen Berufskameraden und Berufskame­radinnen werden hiermit noch einmal besonders darauf hingewiesen.

Immerhin man schaut doch einmal nach ihnen!

Nach ihnen? Nach welchen ihnen? Nun nach den Skiern! Um Gottes willen es wird doch nicht zu schneien anfangen! Ist auch gar nicht nötig aber wer um die Beglückung weiß, die man den flinken Scheiten zu danken hat, der schaut sich so in den ersten Tagen des Spät­herbstes immerhin mal die säuberlich gespannten Skier wieder an und warum nicht! fährt liebkosend über die langen Hölzer. Wie zwischen dem Reiter und seinem Pferd, wie zwischen Automobil-Liebhaber und seinem Wagen, so besteht zwischen dem Schneeschuhläufer und seinen schlanken Scheiten ein Verhältnis kameradschaftlicher Freundschaft. Man gehört doch zusammen, wenn alle Freuden zum Spielen fommen sollen, die man vermittels des Pferdes, des Autos, der Skier sich zu verschaffen hofft. Mancher bewahrt auchBrettle" auf, die er nicht mehr fährt. Sie gelten ihm als liebe Trophäen, als Erinnerun­gen zum mindesten, die er nicht missen will. Im späten Herbst also schaut der Ski-Geschworene gelegentlich mal nach den Skiern und verspricht den getreuen Hölzern, daß ihre Untätigkeit ein Ende haben solle, sobald droben auf den Höhen der erste Schnee liege . . . unddie längste Zeit", so fügt der Skifreund schmunzelnd hinzu,hat es wohl ge­dauert, daß ihr, meine lieben flinken Kameraden, zum Sommerschlaf verurteilt gewesen seid" ....

605 Jahre Büdinger Gallusmarkt.

Büdingen, 17. Okt. Büdingen, OberhessensRothen­burg", schickt sich an, seinen traditionellenEallusmarkt" zu begehen, der am 20. Oktober beginnen, sich auf Pferde, Rindvieh, Schweine und Kramwaren erstrecken und am Dienstag, dem Haupttag, mit dem üblichen Kehraus mit Musik und Tanz im Rathaussaal enden wird.

Wenngleich der Büdinger Markt nicht ganz so berühmt ist, wie etwa die Märkte in Friedberg, Grünberg und Ortenberg,. das ab 27, Oktober seinen berühmtenKahle Määrt" feiern wird, so ist es doch immerhin anzuerkennen, daß die Tradition der Büdinger Märkte in den Jahren 1928-27 wieder ausgenommen und im Laufe der Jahre zu neuer Bedeutung gesuhlt wurde.

Wer nach Büdingens Marktrechten fragt, muß weit zu­rückgreifen; 1330 wurden sie von Ludwig dem Bayer von Hagenowe an denCdeln Mann Luther von Isenburg" verliehen; gleichzeitig bekam dieser Regent das Recht, 12 Juden als Kammerknechte zu halten, die ihm mit Nutzen, Diensten und Rechten zur Verfügung stehen mußten. Be­merkenswert ist auch, daß der seit 1330 bestehende Büdinger Wochenmarkt durch eine bestimmte M a r k t o r d n u n g ge­regelt wurde, wonach den Bewohnern der umliegenden Ortschaften geboten war,ihre verkäuflichen landwirtschaft­lichen Erzeugnisse an bestimmten Tagen bis 11 Uhr vor­mittags nach Büdingen auf den Markt zu bringen", der gewöhnlich an Samstagen abgehalten wurde. Zuwider­handlungen wurden streng bestraft.

Ausländische Büromaschinenhändler stiften für das Winterhilfswerk.

Frankfurt a. M 17. Okt. Eine Gruppe ausländischer Büromaschinenhändler, die auf Einladung des Reichsver­bandes des Büromaschinen- und Organisations-Handels e V. zu Beginn dieser Woche die Südwestdeutsche Büro- Ausstellung besichtigten und anschließend eine Fahrt durch das Rhein-Main-Gebiet machten, äußerten sich in höchster

Anerkennung über die freundliche Aufnahme und ihre Ein­drücke vom neuen Deutschland. Sie lernten den Geist der deutschen Volksgemeinschaft beim Eintopfsonntag und eben­so bei einer Werksbesichtigung kennen, wobei sie inmitten der Gefolgschafts-Mitglieder ihr Essen einnahmen.

Als äußeres Zeichen ihres Dankes übergaben die Gäste dem Syndikus des Reichsverbandes einen namhaften Be­trag für das Winterhilfswerk des deutschen Volkes.

Gießen, 17. Okt. (Selbstauslösung derT e u - toni a".) Nach über 96jährigem Bestehen hat sich das Korps Teutonia an der Universität Gießen aufgelöst.

Butzbach, 17. Okt. (Auf tragische Weife ein Auge verlöre n.) Ein Arbeiter aus dem Nachbarort Gambach, der die letzte Zeit durch einen Sturz arbeits­unfähig war, half einem Verwandten Kartoffeln heim­fahren. Als er das Kuhgespann abschirren wollte, bekam er einen Ohnmachtsanfall. Er fiel so unglücklich vorn über, daß ihm das Horn der Kuh tief ins Auge drang. Er mußte in die Augenklinik nach Gießen gebracht werden.^

Friedberg, 17. Okt. (Vorsicht am unbewachten Bahnübergang.) Nach eingebrochener Dunkelheit wollte der Landwirt Jakob Bayer 2. aus dem Kreisort Oppershofen mit einem mit Kartoffeln schwer beladenen Fuhrwerk den unbewachten Bahnübergang unweit der Bahnstation überfahren. Im gleichen Augenblick kreuzte ein Personenzug den Uebergang und erfaßte das Fuhrwerk, das zertrümmert wurde. Der Fuhrmann konnte sich in Sicherheit bringen.

EM treuer Kamerad.

(Scherl-Bilderdienst M.)

BUbel, 17" Okt. (Wenn ein Betrunkener am Steuer sitzt.) Ein Personenwagen, dessen Führer sinni- los betrunken war, nahm auf der Straße von Kloppenheim nach Vilbel die Kurve an der Eisenbahnüberführung der Main-Weser-Bahn zu kurz, rammte einen Meilenstein und wurde durch den Anprall den Abhang hinunter auf die Schienen geschleudert. Der Wagen überschlug sich mehr­mals und wurde zertrümmert. Der Fahrer erlitt erheb­liche Verletzungen.

Frankfurt a. M., 17. Okt. (Radelnder Ha nd- tas ch e nrä u b e r.) In der Nähe des Holzhausen-Parks wurde am Mittwoch abend einer Dame von einem jungen Mann die Handtasche entrissen. In schnellem Tempo er­griff er dann die Flucht. Bereits vor einigen Tagen wurde ein ähnlicher Diebstahl in der Rainganumstraße verübt. Auch hier konnte der Täter entkommen. Bei diesen bei­den Diebstählen dürfte es sich wohl um ein und denselben Handtaschen-Marder handeln.

Frankfurt a. M., 17. Okt. (Greisin vom Auto überfahren und getötet.) Beim Ueberschreiten der Hanauer Landstraße wurde eine 73jährige Frau von einem Auto erfaßt und zu Boden geschleudert. Die Frau war sofort tot.

Mörfelden, 17. Okt. (E i n Auto brannte aus.) Auf der Straße nach Langen, die zugleich auch die Zufahrt­straße nach der Reichsautobahn Frankfurt Darmstadt Mannheim ist, geriet ein Personen-Auto in Brand. Die Insassen konnten sich unversehrt in Sicherheit bringen. Das Auto ist ausgebrannt.

Darmstadt, 17. Okt. (Baracken in Darmstadt verschwinden.) Auf dem Darmstädter Exerzierplatz, dem Festhallengelände, standen an der Nordseite aus der Kriegszeit her zahlreiche große Baracken, die zunächst als Lazarette benutzt, später für minderbemittelte Mieter als Wohnung dienten. Jahre lang standen sie vor der Fest- halle, kein Schmuckstück, aber noch notwendig. Jetzt werden sie abgebrochen, und der DarmstädterExerzierplatz", das Gelände für alle großen Kundgebungen in und vor der Festhalle, findet auch auf der Nordseite einen würdigen Ab­schluß durch die prächtigen Anlagen der Hindenburg-Allee.

Altenkirchen (Westerwald), 17. Okt. (Nach dem Ge­nuß von Pilzen gestorben.) In dem Kreisort Weißenbrüchen erkrankten zwei Kinder nach dem Genuß von Pilzen. Eines der Kinder ist inzwischen gestorben, das andere schwebt noch in Lebensgefahr.

Hauptlese in der Memprovinz begann,

Im Weinbau gebiet der Rheinprovinz hat nach der Vorlese vor etwa vierzehn Tagen nunmehr die Hauptlese begonnen. Bei günstigem Wetter konnte die Lese des Portugiesers, der frühreifen blauen Traubensorte, bereits beendet werden. Aus allen Gebieten mit Rotweinbau kommen die Nachrichten von einer zufriedenstellenden Güte und Menge der roten ^âuben. Die Lese der Weißweintrauben ist seit Anfang dieser Woche im Gange.

Alte Volksbräuche sind bei der Weinlese aufgelebt. Glockengeläut in den Morgenstunden und Böller­schüsse am Abend werden Lesebeginn und Leseschluß an- gezergt.

HL. stetti den Nachwuchs für Partei m^

Eine Rede des Rcichsjngcndführcrs vor h ' HI.-Führern.

In der Feierstunde auf der HJ.-Führeng^ Braunschweig hielt der Neichsjugcndfüh^?M H von Schirach bei einer Feierstunde im'vW Rede, in der er das ganze Aufgabengebiet Jugend umriß und sich mit einem Appell an ^ Volk wandte, die Ziele der HI. zu unterstützen Reichsjugendführer erklärte u. a. folgendes:

Diese Tagung, die die Arbeitsrichtung für w zieherische Tätigkeit der nächsten Jahrzehnte = sogar Jahrhunderte bestimmt, findet an der Gruß e richs des Löwen statt, wie einst eine große Taa ? Hitler-Jugend an der Gruft Friedrichs des Großen n « fand. Die HI., die von verhetzten Feinden als bezeichnet wurde, steht in einem Raum, der ru Gottes erbaut, auch in diesen Stunden der ebrfüw Rahmen unseres Bekenntnisses sein soll, das mie X Große in unserem Volke, aus dem Glauben« b o r e n wurde und durch den Glauben lebt. 9,1

Die deutsche Jugend bekennt sich gern zu den Große» unserer Vergangenheit, die ohne Rücksicht auf sich andere die deutsche Straße marschiert sind.

Das Deutsche Reich hat eine Jugend, die nach dem I des Führers antritt und marschiert, eine Jugend nach seinem Geheiß die Verkörperung alles dessen ist W er vor über einem Jahrzehnt als Forderung an Deâ land proklamierte. Anderen Nationen mag es unvèrstäiö lich sein, daß sich die Besten einer Jugend in millionen­facher Zahl aus freiwilligem Entschlusse in n Dienst des Staates stellen.

Deutschland ist in der glücklichen Lage, in feinet Jugend eine Bewegung zu besitzen, die für alle tunst den Nachwuchs seiner Führung in Partei und Staat gewährleistet.

Nur aus den Reihen der Hitler-Jugend heraus ergâi,!! sich die nationalsozialistische Bewegung, und nur, um in der nationalsozialistischen Bewegung seine Pflicht erfüllte, kann in den führenden Stellen des Staates seinen Mm stehen. Mein Appell geht an das g a n z e d e uist, . Volk: Möge es an dem Beispiel der Hitler-Jugend kennen und einsehen, daß die Erziehung der Jugend,, | der Gegenwart die Kraft des Reiches in der Zukunft^ deutet. Was kann einem Volke geschehen, dessen ^ in solcher Eintracht ihre Pflicht erfüllt? Das bei* Erbübel der Zwietracht kann ein Volk nicht befaßen,bei in seiner Jugend das ganze Glück der Kameradschchm lebte. Ich rufe allen denen zu, die guten Willens M:

Sorgt dafür, daß der Tag kommt, an dem die ganje deutsche Jugend dem Werk des Führers dient!

Die Hitler-Jugend wird diese Aufgabe mit Stolz über­nehmen und im Bewußtsein ihrer gewaltigen Veranwvi- tung durchzuführen versuchen. Sie will nicht mehr Wa­den, als sie ist: Die Jugend des Führers,bei nationalsozialistischen Partei. Wir wollen mit allen unseren Kräften dafür einstehen, daß alles getan wird, um den Kindern unseres deutschen Volkes eine glückliche, ge­sunde, fröhliche Jugend zu bescheren.

Wann doch, wann.. ?)

Wann doch, wann erscheint der Meister, der, o Deutschland, dich erbaut, Wie die Sehnsucht edler Geister ahnungsvoll dich langst geschaut.

*

Eins nach außen, schwertgewaltig um ein hoch Panier geschart,

Innen reich und vielgestaltig, jeder Stamm nach seiner Art!

*

Seht ihr, wie der Regenbogen dort in sieben Farben quillt: Dennoch hoch und fest gezogen, wölbt er sich, der Eintracht Bild.

*

Auf der Harfe laut und leise sind gespannt der Saiten viel, Jede tönt nach ihrer Weise, dennoch gibt's ein klart!.' Spiel.

* ....

Oy, wann rauschen so verschlungen eure Farben, -s und Nord? .

Harfenspiel der deutschen Zungen, wann erklingst vu Akkord?

Laß mich's einmal noch vernehmen, laß mich's ein* ! Herr, noch sehn!

Und dann will ich's ohne Grämen unsern Vätern m " gehn. ,

Emanuel Gelbes

*) Dieses Gedicht schrieb der Dichter, der im tteMM Widersacher der deutschen Kleinstaaterei und gw 9 ^ kämpfer für die Gründung eines einigem , der bittern Enttäuschung über die durch die Freiheit.' a errungene deutsche Einigung.

Deutsche Autoindustrie in England. Auf de l ^^ öffneten Londoner O l y m p'i a - A u t o a u ^ «^11 ist die deutsche Industrie ebenfalls vertreten. hM Adler, Auto-Union, Mercedes-Benz, Öpet und -o- Stände auf dieser Ausstelluna.