des Geborgenseins . beseelt heute auch den Aermsten, denn eine starke Hand führt, eine starke Hand wehrt und öffnet sich gebend und schützend jedem Schutz- und Hilfsbedürftigen. — —
Mit den heute beginnenden achttägigen Herbstferien treten mir in das Winterhalbjahr ein, es geht rapid abwärts in der Kurve des Jahres, aber es gibt keinen toten Punkt in diesem ewigen Kreislauf der Zeit. Es ist nur ein Ausruhen, ein Sammeln von Kräften zu dem Schwünge der aufwärts führt. A. M.
Auf zur Tat!
Brocken-Sammlung.
3m Rahmen des Winterhilfswerks ist auch in diesem Jahre eine Sammlung von Kleidungsstücken vorgesehen. Diese erstreckt sich auf gebr. Kleider aller Art, Stoffe, Schuhwerk, Bettgestelle, Kinderwagen usw.
Obgleich die Bestünde an Altkleidern durch die verschiedenen Sammlungen ziemlich klein geworden sind, hoffen wir doch, daß die Bevölkerung Fuldas auch hier wahre Nächstenliebe zeigt. Wir bitten jedoch, zu sehr abgenutzte, unbrauchbare Stücke den Sammlerinnnen nicht abzugeben.
Die Sammlung selbst erfolgt am
Dienstag, den 15. und Mittwoch, den 16. Oktober 1935.
Die Sammler und die Wagen der Wehrmacht treffen sich am Dienstag, den 15. und Mittwoch, den 16. Oktober 19135, vormittags 8 Uhr auf. dem Heinrich-von-Bibra-Platz.
Beauftragte des WHW. und der konfessionellen Wohlfahrtsverbände werden in Verbindung mit der Wehrmacht die Sammlung durchführen.
Wir bitten, die Gaben bereitzuhalten und nur den mit amtlichen Ausweisen versehenen Sammlerinnen aus- hündigen zu wollen.
Heil Hitler!
Arbeitsausschuh des Winterhilfswerks 1935-36 der Stadt Fulda.
Neuer Kommandant des Standartenkommandos
' Kassel.
Wie wir bereits kurz mitteilten, ist ab 15. Oktober das Standortkommando Kassel errichtet. Zum Kommandanten von Kassel wurde auf Befehl des Oberbefehlshabers des Heeres Oberst Rittweger, bisher Kommandant des Truppenübungsplatzes Münsingen, zum Adjutant Oberleutnant Petersen, bisher Stab Generalkommando IX A.K. ernannt. Damit gehen sämtliche Dienstgeschäfte des bisherigen Standortältesten, Major von Monteton, auf die Kommandantur Kassel über. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß sich die Diensträume der neuen Kommandantur im Hause obere Königstraße 37, Erdgeschoß, Eingang Theaterstrâße, befinden.
Es gibt noch dickere!
3m Rahmen des Kartoffelwettbewerbs unter den Fuldaer Schrebergärtnern erhielten wir gestern einen sehr seltenen Besuch auf unserer Schriftleitung. Man brachte uns eine Riesenkartoffel, die — sage und schreibe — etwas über zwei Pfund wog. (Wir haben's selber nachgewogen!) Und da soll noch jemand sagen, daß auf dem kargen Fuldaer Boden nichts wachsen will! Zur Ehre desjenigen, der sie geerntet hat, sei am Rande bemerkt, daß sie im Garten von Frau Hirsch an der Haimbacher Straße gewachsen ist.
Sonntagsrückfahrkarten aus besonderem Anlaß.
Zur Südwestdeutschen Büroausstellung in Frankfurt am Main vom 12. bis 20. Oktober werden Sonntagsrückfahrkarten ausgegeben im Umkreis von 100 km um Frankfurt und von Fulda, Hünfeld, Hersfeld und Bebra. Geltungsdauer: vom 12. bis 20. Oktober jeweils von Samstag 0 Uhr bis Montag 12 Uhr (spätester Antritt der Rückreise).
Union-Theater:
„Königswalze r."
Wirklich gut unterhaltend, abendfüllend und ohne augenfälligen filmischen Ausputz läßt das laufende Programm absolut optimistisch in die kommende l Filmsaison blicken.
Das Beiprogramm, ein altes Sorgenkind jeder Kinovorstellung, ist nicht mehr nur zu ertragen, sondern hat sich im Gegenteil zu einer offensichtlichen Bereicherung des Abends entwickelt. Neben dem üblichen Lustspiel, das eine Kritik für sich nicht in Anspruch nehmen darf, läuft ein ausgezeichneter Kulturfilm, der von dem Leben und Treiben innerhalb eines Ameisenstaates eine lebendige und interessante Reportage vermittelt. Die Stärke einer guten Wochenschau liegt in ihrer Vielseitigkeit und in ihrer Aktualität. Bei der vorliegenden ist beides in gleichem Maße der Fall.
Nach diesem Auftakt folgt Musik, Tanz und Charme ebenso wie Klatsch, und Intrige; eine Handlung, die sich glücklich in den Elementen des „Tanzenden Kongresses" bewegt, eine Fotografie, die wie eine saubere Drucksache erscheint und eine Musik, deren Rhythmus die wippenden Krinolinen im Malzerschritt dreht, kurz, eine Standard Filmoperette: „Königswalze r".
Diesmal ist es nicht Wien, sondern München, die Residenz des bayerischen Königs. Der Prunk ist gemäßigter als im Tanzenden Kongreß, die Menschen in ihrem Wesen und in ihrer Sprache sind uns verwandter, die Atmosphäre ist absolut deutsch und nicht mehr österreichisch. Der Kontakt zwischen den Fürsten und den Bürgern gibt der Handlung einen besonders herzlichen Charakter. Hausbacken münchnerisch ist sympathischer als süßlich österreichisch!
Das Ensemble hat sich zu einem erfreulichen Kollektiv zusammen gefunden. Carola Höhn und Hel i Finke n z e l l e r zwei unverfälschte, nette Mädchen, die in ihren hübschen Kleidern gut Figur machen. Ellen Schw annecke nicht immer sehr glücklich fotografiert und teilweise unvorteilhaft geschminkt. Ein jovialer König Paul H ö r b i g e r, ein fescher Leutnant, ohne Aufdringlichkeit, W i l l i F o r st. Neben dem stilecht intrigierenden Spießer Oskar Sima der polternde, wirklich komische Konditor Theodor Danegger. Schauspielerische Einzelleistungen, di? sich zu Gunsten der Gesamtleistung vereinen und den Erfolg 100 prozentig sicherstellen.
Gin Film, dem eine herzliche Aufnahme gegönnt sei, und ein Programm, dem andere eben in gute folgen mögen!
hm.
Neue auswärtige Sprechtage der
Nechtsberatung Fulda.
Die Rechtsberatungsstelle Fulda wird sowohl von Ge- folgschaftsmitgliedrn als auch von Betriebsführern von Tag zu Tag mehr in Ansrpuch genommen. Der Arbeitsanfall hat sich derartig gesteigert, daß ein 3. Rechtsberater, Pg. Rein, als ständiger Mitarbeiter bei der Rechtsberatungsstelle Fulda eingestellt wurde. Um den auswärts wohnenden Volksgenossen Zeit und Geld für die oft lange Fahrt nach Fulda zu ersparen, ist unser auswärtiger Sprechstundendienst bedeutend erweitert worden (s. u. Sprechstundenplan). Wir machen nochmals darauf aufmerksam, daß die Rechtsberatung und Vertretung vor den verschiedenen Behörden nur für Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront und ferner für Mitglieder des Reichsnährstandes, und zwar kostenlos, erfolgt. Die Rechtsberatungsstelle ist nur zuständig für alle Fragen, die das Arbeits- verhültnis oder Ansprüche aus einer Sozialversi Hwurg betreffen. Die Beratung erfolgt getrennt für Betriebsführer und Gefolgschaftsmitglieder. Wegen der großen Arbeitsüberlastung bitten wir ebenso höflich wie dringend, die unten aufgeführten Sprechstunden möglichst genau inne- zuhalten. Nur in dringenden Fällen (bei drohendem Fristablauf u. a.) kann außerhalb der Sprechstunde eine Rechtsberatung erteilt werden, da sonst die Erledigung , des ordentlichen Geschäftsganges gefährdet wird. Es empfiehlt sich in solchen Fällen eine vorherige telefonische Vereinbarung (Telefonanschluß Fulda 2019).
Sprechstundcnplan der Rechtsberatungsstelle Fulda: (gültig ab 14. 10. 1935)
in Fulda, Petersberger Straße 12/14 — Tel. 2019: Dienstag und Donnerstag 16—18 Uhr (4—6), Mittwoch und Sonnabend 10—12 Uhr;
in Großenlüder, Bürgermeisteramt: 1. und 3. Montag im Monat 18—19.30 Uhr (6—7.30);
in Poppenhausen bei Leo Schönberg „zum Adler": 2. und letzter Montag im Monat 11.30—12.30 Uhr;
in Hosenfeld bei Gastwirt Karl Schrimpf: 2. und letzter Dienstag im Monat 11.30—12.30 Uhr;
in Tann bei Heinrich Dehnhardt, Gasthaus „zur Rhön": 1. und 3. Mittwoch im Monat 13.15—14.30 Uhr (1.15—2.30);
in Hilders bei Ludwig Auth „zum Deutschen Haus": 1. und 3. Mittwoch im Monat 15—17 Uhr (3—5);
in Gersfeld bei H. Seifert „zum Deutschen Kaiser": 2. und letzter Mittwoch im Monat 18.30—19.30 Uhr (6.30 bis 7.30);
in Flieden bei Gastwirt Joh. Rieser: 1. und 3. Freitag im Monat 12—13.30 Uhr (12—1.30);
in Eiterfeld bei Gastwirt Franz Jos. Hohmann: 2. und letzter Freitag im Monat 13—14 Uhr (1—2);
in Hünfeld bei der Kreiswaltung der DAF.: 2. und letzter Freitag im Monat 16.30—18.30 Uhr (4.30—6.30).
Vorsicht beim Ueberholen!
Gestern nachmittag ereignete sich in der Petersberger Straße ein Verkehrsunfall. Eine auswärtige Radfahrerin befuhr die Petersberger Straße in Richtung Stadt. Kurz vor der Eisenbahnunterführung wurde sie von einem auswärtigen Lastkraftwagen überholt. Dabei wurde sie von dem Hinterteil des Wagens gestreift und zu Boden geworfen. Sie zog sich leichte Verletzungen zu. Sch ild an dem Unfall trägt der Führer des Lastkraftwagens, da er beim Ueberholen die nötige Vorsicht außer acht gelassen har.
Apotheken-Rachtdienst versieht vom 12. bis 19. Oktober die Schwanen-Apotheke, Marktftraße, und die Hirsch-Apotheke, Leipziger Straße.
Schweinemarkt.
Aufgefahren waren 172 Ferkel und zwei Läufer Die Preise betrugen 16, 20 und 24 Mark. Größere Tiere wurden über Notiz gehandelt.
Buttermarkt.
Das Pfund Butter kostete 1,30—1,35 Mark. Eier 10 und 11 Pfennig das Stück.
Hünfeld, 11. Okt. (Richtfest bei der Flachsröst e r e i H ü n f e l d.) In Anwesenheit von Vertretern der Landesbauernschaft, der Partei und Behörden wurde das Richtfest der Flachsrösterei Hünfeld gefeiert, die bekanntlich im Mai dieses Jahres durch einen Brand zum größten Teil zerstört wurde. In kurzer Zeit ist der Betrieb in modernem und größerem Rahmen wieder aufgebaut worden. Die Rösterei wird in ihrem neuen Umfange mindestens der für 1935 zu erwartenden Ernte von 60 000 Ztr. genügen. 50000 Zentner sind bereits auf dem Gelände aufgenommen worden.
Kassel, 11. Okt. (Grundsteinlegung für das Generalkommando des IX. Armeekorps.) In Anwesenheit von Vertretern der Partei mit dem Gauleiter Weinrich an der Spitze, dem Regierungspräsidenten von Monbart, dem Oberbürgermeister der Stadt Kassel und Vertretern der Reichs- und Staatsbehörden ist die feierliche Grundsteinlegung zu dem neuen Gebäude für das Generalkommando des IX. Armeekorps durch den kommandierenden General des IX. Armeekorps Generalleutnant Dollmann vollzogen worden. Nach der Verlesung der Urkunde über die Grundsteinlegung hielt General Dollmann eine Ansprache, in der er auf den gewaltigen Aufbauwillen der Führung des Dritten Reichs hinwies, der Führung, die das Schicksal Deutschlands selbst in die Hand genommen und als Voraussetzungen für die Sicherheit des Reiches sich eine starke Wehrmacht geschaffen hat, wie der Führer selbst vor wenigen Tagen auf dein Bllckeberg unter dem Jubel der Hunderttausend feststellte. Nahe der Wilhelmshöhe, dicht neben der Repräsentationsstraße Kassels, solle in enger Verbundenheit von Kopf- und Handarbeitern in Jahresfrist ein gewaltiger Bau entstehen, tiefwurzelnd im deutschen Boden auf eisenbewehrtem Fundament wie die Wehrmacht selbst, ernst und nüchtern in seiner Gliederung wie das Antlitz des stahlhelmbemehrten jungen deutschen Soldaten, kunstvoll und schön wie deutscher Geist und deutsche Art. Zum Segen von Volk und Reich werde hier dereinst mit heißem Herzen und kühlem Verstand gearbeitet werden am Aufbau der Wehrmacht, zum Schutz der Grenzen, zur Ehre unseres Dritten Deutschen Reiches. Mit den Worten „So hart wie Stahl und Siem soll unser Wille sein, zu schützen hier das Reich allzeit dem Führer gleich" nahm der Kommandierende General die drei Hammer- schläge zum Grundstein dieses wahrhaften deutschen Hauses von Dann führten weitere Hammerschläge nach 'kurzen Ansprachen aus: Gauleiter Staatsrat Weinrich, Regie tungspräsident von Mionbarr und der Oberbürgermeister der Stadt Kassel Dr. Oahmeysr. Mit einem von General-
WM der Zöge« Fulda in Richtung:
Bebra D 0.45 2.27 (nach Berlin) D 2.01 (nach Breslau-Beuthen) 3.16 (Werktags) Hünfeld- Wenigentafi-w/ l n’ 5.11 6.36 8.11 0 8.53 (nach Berlin-Leipzig) 11.41 (nach Berlin, Schl. B.) 13.32 (Samstags bis Hünfeld) n (nach Berlin) D 14.51 (nach Hamburg-Altona und R 15.05 E 15.43 16.10 (nach Hersfeld) D 16.33 (nach I men) Berlin) D 16.46 (nach Hamburg-Altona und Bremen) (Werktags) E 18.43 19.00 E 20.57 21.43 (Sonntags bis L , 22.23 D 23.27 (nach Hamburg-Altona und Bremen)
Frankfurt 3.24 (von Fulda bis Steinau nach Sonn- u fe von Salmünster Bad Soden bis Gelnhausen Werkt, von hausen bis Frankfurt iSgl.) D 4.12 (nach Basel) 0 5.13 (en" Basel) 5.17 (bis 2./5. 36 täglich, ab 3/5. 36 Werktags) 521?'? 3 /5. 36 Sonntags) D 6.53 (nach Würzburg-München) r R 7.10 7.51 7.56 (Sonntags bis Neuhof) 8.49 ibis Schlüchtern 1 ab Hanau täglich, ab S blüchtern Werktags) E 9.20 ILISCs '"'” tags) 11.47 (Werktags, ab Hanau täglich) E 13.17 IZ.24 tags bis Flieden) 13.24 (bis Flieden Werktags auber Samu^ C 13.55 (nach Basel) D 14.05 D 14.47 (nach Gemünden burg-München) 15.23 D 16.27 (nach Mannheim-Basel) 1739 (bis Schlüchtern nur Werkt, ausser Samst.) 17.32 (von Fuld bis Schlüchtern nur Samstags, ab Schlüditern Werktags) E 19.02 (bis Gelnhausen nur Sonntags) 19.21 E 20.40 0 21« (nach Basel) 22.32 (bis Schlüchtern) 23.42 (nach Schlüchtern ab Flieden nur nach Sonn- und Feiertagen.)
Tann 4.13 (Werktags) 8.18 12.00 13.26 16.28 (Sonntag) 179a (Werktags) 19.17 "
Gersfeld 5.28 (Werktags) 7.20 (Sonntags) 8.18 (Werktag 9.32 (Sonntags) 12.50 (Sonntags) 13.48 15.57 17.29 (Werke 19.17 22.20 "
Gießen 5.02 6.53 8.04 (Werkt.) bis Alsfeld 9.41 11,15 (bis Alsfeld, ab Bad Salzschlirf nur Sonntags) 12.50 13.48 (bis Lauterbach Werktags) 14.24 16.50 17.38 (bis Alsfeld Werktags) 19.18 22.13 (bis Alsfeld Sonntags) 22.13 (bis Lauterbach Werkt.)
leutnant Dollmann aufgebrachten dreifachen Sieg-Heil aus Führer, Volk und Reich und mit den Klängen des landliedes und des Horft-Wesfel-Liedes schloß die eindruck;- volle Feier, an der auch die Zivilbevölkerung regsten Steil nahm.
Gießen, 11. Okt. (Der Uhu i m h e s s i s ch en 3b gelsberg.) Wie der „Gießener Anzeiger" meldet, ltz die hessische Landesregierung durch amtliche Erheb« alle Unterlagen über die seit einigen Jahren von dem ch sentschaftlichen Beauftragten des Forstzoologischen Institut der Landesuniversität, Dr. Karl Rudolf Fischer, durchgeführten Versuche zur Wiedereinbllrgerung des Uhus im hessischen Vogelsberg zusammenstellen. Das Ergebnis dieser Versuche soll in einem Bericht dem Reichsjägermeister mitgeteilt werden. Die bisher durchgeführten Versuche können als geglückt bezeichnet werden. Dafür zeugen zahlreiche einwandfreie Beobachtungen über das Horsten des Uhus im Vogelsberg.
Frankfurt a. M., 11. Okt. (Schwere Bluttataus dem Eisernen Steg in Frankfurt a. M.) Auf dem Eisernen Steg in Frankfurt a. M. ereignete sich am Donnerstagabend gegen 9 Uhr eine schwere Bluttat. Eine 20jährige Hausangestellte befand sich mit ihrer Freundin auf dem Wege von Sachsenhausen zur Stadt. Als die beiden Mädchen den Eisernen Steg passierten, wurden sie plötzlich von dem 22jährigen Eugen G., mit dem die Hausangestellte ein Verhältnis unterhalten hatte, angesprochen. Tas Mädchen wollte aber von dem jungen Mann nichts mehr wissen und ging weiter. Darauf zog der abgewiesene Liebhaber plötzlich ein großes Taschenmesser und stach auf das junge Mädchen ein. Er brachte ihr zwei Messerstiche in -die Brust, einen in die Bauchgegend und einen durch die rechte Hand bei. Gleich darauf' stieß sich der Täter das Messer zweimal in die Brust, durch welche die Lunge schwer verletzt wurde. Das Paar wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, wo sie operiert werden mußten. Die Verletzungen sind bei beiden lebensgefährlich.
Martinstal, 9. Okt. (Aufträge nur an Mitgliederder DAF.) Der hiesige Gemeinderat ha! beschlossen, daß von nun an bei Lieferungen, Aufträgen, arbeiten usw. für die Gemeinde nur solche Gcwerbetremem: berücksichtigt werden, die Mitglied der DAF. sind. Ebenfalls nicht berücksichtigt bei Vergebung der Gemrindeam- träge werden die Gewerbetreibenden aller Akt, die iw weislich noch Waren von Juden kaufen.
Letzte Nachrichten.
Die 3 Eintopfgerichte für die Gaststätten am erste» Eintopfsonntag.
Berlin, 12. Okt. (Funkmeldung.) Der Leiter der schaftsgruppe Gaststätte- und Beherbungsgewerbe re 11 nen Mitgliedern mit, daß für den morgigen Sonn / g, 13. Oktober 1935 folgende 3 Eintopfgerichte für die statten vorgeschrieben sind:
1. Nudelsuppe mit Fleischeinlage,
2. Hammel- oder Rindfleisch mit Wirsingkohl,
3. Pilzgericht mit Ei oder Semmelknödel.
Die Festlegung dieser Eintopfgerichte gilt nurJ“^ statten. Den Hausfrauen bleibt die Wahl ihrer gerichte selbst überlassen.
Vom Tode verfolgt.
Furchtbares Autounglück in Geilenkirchen
In Geilenkirchen ereignete sich vor her söge ^ Todeskurve ein schweres Verkehrsuugluct
Aachen kommender Lieferwagen überfuhr ' -r(]ll die ihre Fahrräder an der Hand führten, -kn |y||rh; Müller, Mutter von sieben Kinb t L^^^iin. auf der Stede getötet, während die Ehefrau ' ^nii'i Mutter v o n drei Kindern, i”1 ihren Verletzungen erlag. PesV'
Die beiden Frauen hatten kurz vorher c ^ örci im Krankenhaus von Geilenkirchen gcmfloL ^M'-' Kinder der Frau Müller und ein Kind der y beim au Scharlach krank bauicberlicgen
Bei einem Lastwagen einer Brauwchwcm ^,^c versagten auf abschüssiger Straße bei. -o plötzlich die Bremsen. Der Lastzug stur,u ' ,^'fl Abhang ab. Als der Fahrer Wrede aus crjft noch im letzten Augenblick absprtngcn wc unter den Wagen und wurde erdrückt.