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Fuldaer Anzeiger

Mittwoch, 9. Oktober 1935

^adt und Land

^crwsfiMen für morgen

Mvielfach aufgeheitert und im wesentlichen Seib nachts jedoch frisch und vielfach Nebelbildung.

Helfen! Helfen!

Kurhessische Geleitworte zum Winterhilsswerk 1935/36.

Am Sonntag Eintopf.

«cn Male im Winterhilfswerke des deutschen wird die gesamte Nation für den 13. O k t o- ^ rum Eintopfgericht aufgerufen. Zn allen in jedem deutschen Hause gibt es am Sonntag ^ntov'fessen. Das ganze deutsche Volk schließt sich von das öem Symbol des Eintopfes zu einer einzigen E Ovieraemeinschaft zusammen, um zu beweisen, daß opfert, solange sich noch ein deutscher Volksgenosse 65 £Xlbéter Not befindet.

,n Karten weit über eine Million Menschen im deut- ..Mterlande auf die Möglichkeit, mit ihrer Hände Ar- und ihren Angehörigen Brot und Unterhalt zu ver- Noch tragen sie das harte Los der Arbeitslosigkeit, Pine vergangene Zeit ihnen aufbürdete. Das bedeutet uns alle heiligste Verpflichtung, durch unsere geringe Ä mitzuhelfen, daß ihre Not gelindert wird, daß neue Silling, neuer Glaube, neue Freude bei ihnen Einkehr

Sn diese Verpflichtung mahnt uns der 13. Oktober.

MitKraft durch Freude"

Zur Weinlese an den Rhein!

Am 12. und 13. Oktober wird den Volksgenossen des Anes Kurhessen Gelegenheit geboten, an einer erlebnis- Rheinreise teilzunehmen. Erstes Fahrtziel und ilster Uebernachtungsort ist B i n g e n. Hier wird das indessen eingenommen und anschließend findet ein Wein­it statt. Am Sonntag, dem 13. Oktober morgens ist Ge- iqenheit für zwanglose Spaziergänge nach Rüdesheim, zum Merwalddenkmal usw. geboten. Gegen 11 Uhr mittags mht es mit einem schmucken Rheindampfer rheinabwärts

Koblenz und zum Deutschen Eck. Während dieser Fahrt findet auf dem Dampfer das Mittagessen, Stimmungsmusik und Fortsetzung des Weinfestes statt. Der Kesamtpreis für diese Fahrt einschließlich voller Verpfle­gung, llebernachtung, Dampferfahrt, Eisenbahnfahrt und aller Darbietungen beträgt 12 Rmk. Die Anfahrt der Teil- uehmer aus dem Kreise Fulda gestaltet sich wie folgt: Ab- sahrt ab Fulda Sonnabend vormittags 11.41 Uhr nach Bebra, hier an 12.49 Uhr, ab nach Euntershausen 13.04, wo der Zug um 14.14 Uhr eintrifft und von wo aus der Eondeczug nach Bingen benutzt wird.

Eine solche Rheinreise im Herbst ist immer ein besonde­res Erlebnis. Dann prangt das Land in goldigster Fülle. Dann gilt es, echte rheinische Fröhlichkeit zu erleben, zu tanzen, zu lachen, zu schunkeln und zu singen. Es ist der Rheinzauber, der jeden Besucher gefangen nimmt. Drum auf zum Rhein. Anmeldungen zu dieser Fahrt richte man umgehend an die Orts- und Vetriebswarte, bezw. an die Kreisdienststelle der NSE.Kraft durch Freude", Lindenstraße 6a.

Heute Abend:

Lotse an Bord"!

Werbeveranstaltung

der NS. - Kulturgemeinde im Stadtsaal.

HilfswerkMutter und Kind" besteht weiter.

Keine Ablösung durch das WHW.

Obgleich die NS.-Volkswohlfahrt für das kommende llunterhilfswerk alle Kräfte einsetzen wird, um im Laufe des Muters eine erfolgreiche Betreuung der Bedürftigen durchführen zu können, wird das Hauptamt für Volkswohl- iuhrt neben dem Winterhilfswerk auch das Hilfswerk »blutter und Kind" weiterführen.

, ^iese Maßnahme bezieht sich besonders auf die Er- Bungsfürsorge der Mütter und Kinder auf die Weiter- '"^ung von Kindertagesstätten und Kinderspei- !^6en auf die Hilfe und Unterstützung für wer- Wde Mütter und schließlich auf die Aufrechterhaltung von -eratungs- und Hilfsstellen fürMutter und Kind".

Richtigstellung.

^unserem Bericht in Nr. 231 des Fuldaer Anzeiger die Modenschau im Stadtsaal ist uns insofern ein Zrr- ^ä'ârlaufen, als wir in der Aufzählung der ausstellen- , n Fuldaer Geschäfte die Ausstellung der Firma Schirm- M r-a u - Fulda, Steinweg nicht erwähnt haben. Um - buEern gleichermaßen gerecht zu werden, fügen herein damaligen Bericht diesen Nachtrag an.

Lernt richtig gehen

6 Regeln für den Fußgänger.

allapmo .vergangenen Sonnabend nachmittag hat hier eine polizeiliche Verkehrskontrolle der Fußgan- Es zeigte sich hierbei, daß trotz der Verwarnungen durch die Polizeibeamten und nieten durch die Presse die Fußgänger M Zinnen r die Verkehrsvorschriften nicht beachten. Sie ander? ^rdurch nicht nur fortgesetzt sich, sondern auch Verkehrsteilnehmer in Gefahr. An zahlreiche

%M WM»?

Union-Ti,-». Ettwoch, 9. Oktober: Europa!«^«*.' Alles weg'n dem Hund. Stiles ».^jnielc: Schatten der Unterwelt, ^. o^ Alte Kameraden.

8.16 Uhr: Lotse an Bord.

Uni0! Donnerstag, 10. Oktober:

Euro»?«??!".' Alles weg'n dem Hund. Teiles ».'Wtele: Schatten der Unterwelt.

Heater: Alte Kameraden.

Der Gauleiter.

Das Winterhilfswerk 1935=36 soll beweisen, daß unsere Kampfbereitschaft und Opferwilligkeit die gleiche geblieben ist wie in den vergangenen Jahren. Kurhessen muß auch im Kampf gegen die Winternot wieder in vorderster Reihe marschieren. Auch in diesem Winter soll niemand hungern und frieren müssen. Denkt an die großen Opfer an Gut und Blut, die von Nationalsozialisten für ihre Ueberzeu­gung gebracht worden sind! Taran gemessen ist jedes andere Opfer geringfügig. Deshalb gebt nicht Almosen, sondern bringt Opfer! Vorwärts, Kameraden! Der Führer hat den Kampf gegen die Wintersnot befohlen. Wir Kurhessen folgen ihm in alter Treue!

Karl Weinrich, Gauleiter und Staatsrat.

Der Oberpräsident.

Zum dritten Mal ruft der Führer zur Winterhilfe auf. Trotz der fortschreitenden Beseitigung der Arbeitslosigkeit bleibt noch viel Hilfe zu leisten und Not zu lindern.

Mit den großen Winterhilfsaktionen der beiden ver­gangenen Zähre hat das deutsche Volk seine Schicksalsge­meinschaft bekundet und den nationalen Sozialismus zur Tat werden lassen. Die ganze Welt hat dieser eindrucks­vollen Betätigung des Gemeinschaftssinnes des deutschen Volkes Achtung und Bewunderung gezollt. Auch in diesem Winter wollen wir uns wieder zu einer großzügigen Hilfe von Mensch zu Mensch zusammenfinden. Wir sind für­einander verantwortlich und wollen nach Kräften helfen, wo es nötig ist.

Nicht Almosen geben, sondern Opfer bringen muß die Parole für das Winterhilfswerk 1936-36 fein.

Der Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau:

Philipp Prinz von Hessen, Preuß. Staatsrat. SA.-Eruppenfllhrer.

Kreisleitung Fulda.

Das WHW. des deutschen Volkes setzt ein! Wieder werden sich Tausende in den Dienst der Sache stellen und ihren Platz ausfüllen in dem großen Liebeswerk.

Wir wissen, daß noch manche Familie Not leidet, daß diese Not noch nicht so gebannt werden konnte, wie es er­forderlich ist, um die Menschen ihrer eigenen Kraft zu über­lassen. Die Not zu steuern, unseren Brüdern und Schwe­stern beizustehen in der harten Zeit des Winters, das soll unsere große Aufgabe sein.

Zur Erfüllung dieser Aufgabe rufen wir alle deutschen Volksgenossen auf, die in der glücklichen Lage sind, Arbeit und Brot zu haben. Denkt an die Volksgemeinschaft! Denkt daran, daß erst aus dieser Volksgemeinschaft, aus diesem Verbundensein aller mit allen, die Herrlichkeit des Dritten Reiches erstehen kann. Niemand kann leben, wenn die Gesamtheit, das ganze Volk, nicht leben kann. Nur wenn es meinem Vaterlande gut geht, kann es auch mir gut gehen!

Darum auf zum Christentum der Tat! Spendet für das WHW. und ihr schafft damit Brot für Hungernde und Kleidung für Frierende. Sorgt, daß niemand in kalter Stube verzweifelt, und Zhr leistet damit Aufbauarbeit im Sinne unseres Führers.

Ehfer, Kreisleiter und Bürgermeister.

Die Stadt Fulda.

Liebe zum deutschen Volke und Treue zu seinem Führer offenbaren sich zutiefst in der Bereitschaft zum Opfer für notleidende Volksgenossen. Alle, die unter dem sicheren Schutz der starken Reichsführung dre Fruchte des deutschen Aufstieges genießen, haben die Verpflichtung, nach Kräften den Brüdern und Schwestern beizustehen, die zur Zert noch darben müssen. Inmitten einer von Unruhe und Span­nung erfüllten Welt müssen wrr als Volk zu einer kraft­vollen Einheit zusammenwachsen, wenn wir Leben und Freiheit behaupten wollen. Dem Vaterland gehört unser Blut ihm gehört aber auch unser Gut. Unsere Hilfe, uchen- den Volksgenossen sollen erfahren, daß es uns mrt unserem Bekenntnis zur Volksgemeinschaft ernst ist. Das Winter- Hilfswerk 1935 bildet hierzu den Prüfstein!

Dr. Danzebrink, Oberbürgermeister der Stadt Fulda.

Der Landesbiichof.

Das deutsche Volk feierte Erntedankfest. Die Natur hält ihren Ein ug in unsere Kirchen. Wir freuen uns mit Herz und Sinnen. Dennoch soll das Denken nicht schweigen, sind denken und danken hängen auf das Innig ste zusammen.

Wir sind dankbar dafür, daß uns Gott durch die Per­sönlichkeit Adolf Hitlers zu einem starken, lebendigen

Straßenbenutzer wurden deshalb an Ort und Stelle ge- bübrenpflichtige Verwarnungen erteilt. Einige besonders Eigensinnige mußten zur Anzeige gebracht werden. Den Fußgängern kann nur immer wieder gesagt werden:

Helfe durch Dein Verhalten, daß der Verkehr so ' reibungslos wie möglich gestaltet wird.

Beachte insbesondere folgendes:

Gehe auf dem Fußwege, nicht auf dem Fahrdamm, wenn es nicht unbedingt nötig ist. Der Fahrdamm ist für den Fährverkehr.

Mußt Du den Fahrdamm überschreiten, so tue es aus bem kürzesten Wege (im rechten Winkel) und ohne Aufent­halt. Gehe nie schräg über eine Straßenkreuzung.

Üeberzeuge Dich vor dem Betreten des Fahrdammes, ob Dir nicht durch herankommende Fahrzeuge Gefahr droht.

Beachte die von den Fahrzeugführern und den Polizei­beamten gegebenen Verkehrszeichen.

Behindere nicht durch müßiges Herumstehen auf dem ' ' ' v Straßenecken den Verkehr aus

Bürgersteig besonders an

demselben.

Gehe stets rechts und weiche Entgegenkommenden nach rechts aus.

Volksbewußtsein erweckt hat und wir sind dankbar dafür, dag Gottes Gnade unserer neuen Volksgemeinschaft durch eine gute Ernte aufs Neue die natürliche Daseinsgrundlage geschenkt hat. Dann sollen und wollen wir aber auch daran denken! Das Winterhilfswerk wird uns den ganzen Winter hindurch mahnen: Denkt an das Danken!

Wenn wir als Christen üb ergingt sind, daß unsere Volksgemeinschaft ihren tiefsten Sinn durch die Beziehung zu Christus erhält, dann tragen wir gerade im Hinblick auf die irdischen Güter, die Gott uns schenkt, eine beson­dere T-ankespflicht: Dafür zu sorgen, baff kein Glied unse­res Volkes unter den Nöten des kommenden Winters Schaden leide!

Wahrer Dank ist die Tat! Das Winterhilfswerk ruft auf zur Tat!

Denken wir daran, daßdie kleinste Tat mehr ist als eine Welt der erhabensten Gedanken" und daßdie die schlimmsten Feinde Gottes sind, die große Worte machen und nichts tun".

Denkt daran und dankt! Das Winterhilfswerk Deines Volkes ruft dich.

gez. V e e r h o f f, Pfr., stellv. Landesbischof der evang. Landeskirche von

Kurhessen-Waldeck.

Der Bischof von Fulda.

Mit dem 1. Oktober des Zahres tritt das diesjährige Winterhilsswerk in Kraft. Es soll auch in diesem Zähre wiederum der Opferwille des gesamten deutschen Volkes aufgerufen werden, um den notleidenden Brüdern und Schwestern nach besten Kräften zu helfen.

Kirche unb Caritas dürfen bei diesem großen Werk der Notbekämpfung nicht fehlen. Sie wollen gerne und tat­kräftig helfen, gemäß dem Worte des Propheten:Brich den Hungrigen dein Brot, führe obdachlose Arme in dein Haus, bekleide, Nackte, die du siehst, entziehe dich niemals deinem Volk. Dann bricht der Morgenröte gleich dein Licht hervor, und deine Wunden werden schnell vernar­ben." (Zs. 58, 7 ff.)

Zst demgemäß tätige Nächstenliebe schon an sich ein Grundgesetz unseres Glaubens, so ruft uns nicht minder die praktische Notwendigkeit zur Beteiligung am Winterhilfs­werk des deutschen Volkes.

Nach dem Wunsche der Reichsführung des Winterhilfs­werkes soll auch die kirchliche Liebestätigkeit durch ihre caritativen Verbände bei der Aufbringung wie bei der Austelung der Gaben mitbeteiligt sein. Insbesondere sollen in diesem Zahre, in welchem die herkömmlichen eigenen Herbstlebensmittelsammlungen der caritativen An­stalten und Einrichtungen nicht stattfinden können, diese der christlichen Bevölkerung so sehr ans Herz gewachsenen Zwecke mitbedacht werden aus den eingehenden Lebens­mitteln des Winterhilfswerkes.

Aus der allgemeinen Verbundenheit der Kirche mit dem Volke, insbesondere mit allen Notleidenden, wollen wir Bischöfe das Winterhilfswerk der Eebefreudigkeit der Gläubigen gerne empfehlen. Das katholische Volk wird nicht beiseite stehen, wenn es gilt, die Liebe zu seinem irdi­schen Vaterland und bin Volksgenossen aufs Neue tatkräftig zu bezeugen.

Auch die kirchliche Caritas wird mit ihren Vereini­gungen und Anstalten wie in früheren Jahren so auch in diesem Winter über das große Gemeinschaftswerk hinaus all ihre Kräfte aufbieten, um auch ihrerseits mit größter Opferkraft und Hingabe dazu beizutragen, allenthalben Not und Sorgen zu lindern. Sie wird besonders auch dort eine dankbare Aufgabe haben, wo sie durch die geistigen Werke der Barmherzigkeit ihre segensvolle Wirksamkeit ausüben kann.

Joseph Damian, Bischof von Fulda.

Die deutjcheMrbeitsfront.

Der dritte Winter im neuen Reich steht vor der Tür. Millionen bisher arbeitslos gewesener Kameraden stehen wieder in Arbeit. Doch zu schwer waren die Wunden, die die vergangenen 14 Elendsjahre geschlagen haben. Hier muß die Gemeinschaft helfen. Darum ergeht an alle Ar­beitskameraden Kurhessens erneut der Ruf:

Gebt für das Winterhilfswerk 1935=36!

Wir wollen nicht spenden, sondern opfern, um dem Führer für seine Arbeit für uns zu danken und um der Welt zu beweisen, daß wir alle Nöte gemeinsam tragen und uns in unserem Opfersinn von keinem anderen Volk übertreffen lassen.

Herbert Köhler, Eaubetriebszellenobmann, Eauwalter der DAF.

Die Hitlerjugend.

Zu diesen Tagen steht das ganze deutsche Volk wieder am Beginn eines harten und bedeutungsvollen Kampf­abschnittes. Es schickt sich erneut an, alle Kräfte zum Kampf gegen Hunger und Kälte zu mobilisieren. Die deutsche Zugend, die Zugend des Führers, weiß, daß sie in

Mitteilungen der NS.-Dienststellen.

Deutsche Arbeitsfront.

Tag des Kurhessischen Handwerks 20. Oktober in Kassel.

Diejenigen Handwerksmeister, die mit eigenem Kraft­wagen nach Kassel fahren wollen, werden gebeten, bis zum 10. Oktober telefonisch unter Rufnummer 3061 oder 3307 die noch freien Plätze anzugeben.

Außer Familienangehörigen soll im Kraftwagen kein sonstiger Bekannter mitgenommen werden, weil die Zu­weisung weiterer Fahrtteilnehmer, und hier insbesondere minderbemittelte Liolksgenosien, von der Organisations­leitung durchgeführt wird. Fahrtkostenzuschuß wird ge­währt.

Der Meldetermin für den Sonderzug ist verlängert worden, und zwar bis einschließlich Freitag, den 11. Oktober. Meldungen können jetzt auch direkt auf der Dienststelle der NS.-HAGO. oder Kreishandwerkerschaft, Steinweg 3, ab­gegeben werden.

Die Deutsche Arbeitsfront, NBK. 18 (Handwerk).

Die Kreisamtsleitung NS.-HAGO.