W Pfarrer verhetzt Schulkinder.
-Der katholische Pfarrer Böcke in Heide, der Ver- r die dortige katholische Jugend in staatsfeind- L Sinne zu beeinflussen und von dem Eintritt in die Hitler-Jugend abzuhalten, wurde in Schutzhaft ge- n°m£ langem war es, wie der Reichsjugend-Presse- milteilt, in Heide bekannt, daß Pfarrer Böcke syste- , die Jungen und Mädel der Hitler-Jugend fern-
Er erreichte es, daß auch der letzte katholische Junge wi-v'er aus dem Jungvolk ausschied. Die staatsfeindliche ^niiielluna dieses Pfarrers hatte solche Formen angenom» dah der Rektor einer Heider Schule sich genötigt sah, Schulamt in Heide und an die Kreisleitung der eine Beschwerde über das katholische Pfarr- Et in Heide wegen staatsfeindlicher Beeinflussung katho- li Mcr Kinder zu richten. Anlaß zu dieser Beschwerde bildete eine geplante Fahrt der Mädchen-Bürgerschule L deutschen Schulgemeinde Pattburg im heute dänischen «iordschleswig. Kurz vor der Abfahrt erschienen bei dem Rektor Zwei katholische Mädchen und erklärten, daß sie die -rahrt nicht mitmachen könnten. Auf Befragen antworten sie, daß sic beim Pfarrer gewesen wären und dieser habe: „Verbieten wolle er ihnen die Teilnahme zwar nicht und könne sie wohl auch beurlauben, aber er wüßte nicht, ob sie es verantworten könnten." Damit hat er geschickt, ohne sich selbst zu bersten, die Kinder in ge- meinschafts- und volkstumwidriger Weise beeinflußt. Aus diesem Vorfall wird deutlich ersichtlich, warum die Kinder dieser Schule - soweit sie katholisch sind - nicht in der gJ. organisiert sind. Eine Mutter hat dem Rektor der Schule sogar erklärt, die Kinder seien in der HJ. sittlich gefährdet.
Sittrichkeitsverbrechen eines Geistlichen.
Der zuletzt in Grotenrat h (Kreis Geilenkirchen) als katholischer Pfarrer tätig gewesene 50 Jahre alte Geistliche Lambert Kremer stand vor der Großen Straf- lammer in Aachen unter der Anklage, sich an zehn schulpflichtigen Mädchen im Alter von acht bis zwölf Jahren in zahlreichen Fällen schwer vergangen zu haben. Der Angeklagte gab die von dem Vorsitzenden als grauenhaft bezeichneten sittlichen Verfehlungen im wesentlichen zu. Die Opfer waren vorwiegend Kommu- nionkinder, die während des Kommunionunterrichts in der schändlichsten Weise mißbraucht wurden. Andere Fälle spielten sich in der Sakristei oder im Glockenturm der Kirche ab. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu 3V2 Jahren Gesängnis. Es berief sich dabei auf das Gutachten eines Psychiaters, der den Angeklagten als einen krankhaften Menschen- und Psychopathen bezeichnet hatte, dem der § 51 zuzubilligen sei.
Die Dicken und das Kßeinauio.
Sie hatten Panne und konnten nicht aus dem Wagen.
Auf der Landstraße Tammendorf—Ziebingen (Mark Brandenburg) platzte nachts einem kleinen Auto der eine Hinterreifen. Als die beiden Insassen den Wagen verlassen wollten, um den Schaden auszubessern, gelang es ihnen trotz größter Anstrengung nicht, die Autotür zu offnen. Unglücklicherweise waren beide Insassen mit Körperfülle gesegnet. Durch die Belastung hatte sich das ^.bergestell so verzogen, daß die Türen klemmten. Erst recht unmöglich war es für die beiden Dicken, sich durch das kleine Fenster zu zwängen. Sie saßen im Auto ge- Mgen. Vergeblich bemühten sie sich längere Zeit, durch -lchtsignale und Zeichen mit dem Arm vorüberkommende .uitos auf ihre unangenehme Lage aufmerksam zu machen. Udlich verstand ein Autofahrer die Hilfezeichen der „Ge- Mgenen" und hielt an. Erst den vereinten Kräften sämt- ncher vier männlichen Insassen des „Rettungs"autos war es möglich, die Türen zu öffnen und die beiden Dicken ihrer „Autofalle" zu befreien.
Die Munition im Winterhilfskampf: „Euere Spenden!"
Die Mauer im Osten
Ostmark-Roman von H. Wernberg.
46 (Nachdruck verboten.)
h „"^reiben Sie es meinem Glauben zugut', daß die eutsche Geschichte ihren Weg gehen wird, daß das deutsche Gs Erwachen wird und sich auf sein Recht besinnt, seine
k 9.8u halten ... in deutscher Faust. Ihr habt warben in bäuerlichem Besitz investiert. Dasselbe Geld, 5 ihr der deutschen Arbeit genommen habt, und habt Stricke
gedreht, die Bauern aufzuknüpfen. Krisen haben ler schwerblutendes Vaterland durchrüttelt. Aber ... was J.int, Schützengraben selbstverständliche Wahrheit ge- b ?" 'st- die Millionen mit ihrem Blute besiegelt haben, "Er Satz: .Nicht notwendig ist, daß du lebst oder ich, R^"°^Endig ist, daß das deutsche Volk lebt!' Und das &in}Le ’n n u Ö geht vor Eigennutz!' Euer o^p ist das letztere. Ich habe die Ehre, meine Herrn!" â sagt der Notar: „Gehen wir..."
auf h "^ die Tür hinter den beiden geschlossen hat und Straße draußen das Geräusch des Wagens ein™ wwd und verstummt, rückt sich Eduard Satow -'nen Stuhl heran.
Mrt"in r^' Warum haben Sie das getan? Wenn ich Stück t r Sekunde dazugekommen wäre, hätten Sie ein haidb- ^ ^preußischen Bodens ... hätten Sie den alten die Hilfst" ?âd unseres Volkes verkauft. Ich verstehe niüssen r v'El Achtung vor dem, um was wir kämpfen, brüh™,, trotz aller verdammten Philosophie und Ver- "mgsduselei doch bewahrt haben."
Maribs Ä Philipp ihm alles, auch daß er gehofft hat, daß .^schließen könnte ..."
snhir7 Ein Fremder!" meint Satow dazwischen. rann berichtet, daß er die 2500 Mark nicht aufbringen Einen ans er ^$ getäuscht hat in seinem Verwalter, daß er find, und 8869 gEsucht hat, daß sie von selbst gekommen Noch das. °"? Er nicht weiß, wie er den Haidhof überhaupt für die 2wn d"ß er ihn einfach nicht halten kann, daß Da ^?rk übermorgen gepfändet werden soll.. Tisch / agt Satow wieder mit der flachen Hand auf den dvch'gx- ,^rer, wenn ihn der Zorn anfährt. „Ich habe noth heut L. ß Sie auf mich rechnen können! Sie haben man ni^ °le ^500 Mark. Bei einem solchen Betrag denkt
„SM„ . . ganz verschuldet."
^lten find's auch. Jetzt heißt's durch - fliege, Dor fachen das nicht mehr so wie im Welt- r ^EM siegreichen Ende die Waffen hinhauen, weil
Mgzeug auf ein Dach gestürzt. Schwerer Unfall eines Privatflugzeuges. — Zwei Todesopfer.
m Sonntagnachmittag ereignete sich in Berlin- Flugzeugunglück, bei dem 0 "e n getötet wurden, während weitere fünf Insassen schtvere Verletzungen erlitten.
Fluawua CD ^okopWM^ Knutke gehörige ^sugzeug „D — OKOP" befand sich unter ^übruna Ru^nd^lu^iw^^ mh Passagieren auf einem nrf 8 " be r Berli n. Aus nicht völlig geklärter an das Ö W^tne gegen 5 Uhr nachmittags aus das Dach Pflugerstraße 20, an der Ecke der Nansenstraße in Neukölln. Von den Insassen kamen der Flua- zeugfuhrer Knutke und der Flugga^ ums Leben. Lie übrigen fünf Passagiere wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.
Anglückszeche Moni Cenis.
In zwei Tagen zwei schwere Unfälle
Aüf der eben erst von dem schweren Unglücksfall heim- gesuchten Zeche Mont Cenis I bis 3 in H e r n e - S 0 d i n - ß E n , dem sechs Menschenleben zum Opfer fielen, ereignete
"m Wochenende früh ein zweites furchtbares Unglück. Der Hilfsarbeiter des Technischen Direktors, Berqassessor Reddermann, und Betriebsführer Overhage kamen im Untertagebetrieb der gleichen Schachtanlage, ebenfalls auf der vierten Sohle, jedoch in einem anderen Revier, durch einen Unfall zu Tode.
. „ Ein Zusammenhang mit dem Unglück des Vortages soll nach den ersten Mitteilungen nicht bestehen. Es handelt >ich allem Anschein nach um eine Gasvergistung der die beiden Beamten zum Opser fielen. Die sofort angestellten Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.
Nah und Fern.
Furchtbarer Selbstmord. Als sich in einem Hause in Bremen Gasgeruch bemerkbar machte und dem Haus- besitzer die verdächtige Wohnung nicht geöffnet wurde, chrrtt man zur gewaltsamen Öffnung. Den Eintretenden bot sich ein entsetzliches Bild: Neben dem Schlafsosa lag die -eiche des Hausherrn auf blutgetränktem Boden mit zwei ichweren Wunden am Kopf, und in der Küche fand man gasvergiftet die Ehefrau tot vor.
Überreste einer Wikingerstadl. Einige Kilometer von • lin$un9 des Vaarby-Flusses an dem Großen Belt in Da cmark hat man die Überreste einer großen Wikin- ger|iabt ans dem 9. Jahrhundert angetroffen Die Anlage war von etwa 8 Meter hohen, mit Palisaden ver- lehenen Wällen umgeben, um die sich tiefe Gräben zogen. Auch Hauser sind ausgegraben worden.
Wenn die Ziege die Baupläne frißt . . Seit Jahren hatte die böhmische Gemeinde, in der das Unglück geschah, um den Bau einer Straße gekämpft. Endlich war es so weit. Der Bau sollte begonnen werden Der Bauleiter kam, zückte seine Pläne und prüfte das Gelände. Dabei mußte er ein paarmal querfeldein gehen. Er ließ seine Pläne derweilen im Gras liegen. Und da geschah's: Eine neugierige Ziege fand die Pläne und, wie Ziegen eben manchmal sind, verspeiste sie. Jetzt steht die Gemeinde wieder da, wo sie vor Jahren angefangen hat. Erst müssen neue Pläne angefertigt werden, und wer weiß, was dann noch alles passiert?
Bon wegen der Knöpfe im Klingelbeutel hat der Pfarrer an einer Londoner Kirche folgenden Llnschlag gemacht: „Andächtige, die die Güte haben, bei der. Kollekte Knöpfe in den Klingelbeutel zu werfen, werden gebeten, ihre eigenen mitznbringen und nicht für diesen Zweck die Knöpfe von den Kniekissen in den Kirchenbänken abzureißen."
ein unehrlicher Feind uns in den Rücken fällt. Jetzt geh' ich unir besorge Ihnen von der Bank das Geld. Danken Sii» Ihrer Schwester, daß ich wie der heilige Michael hab' dreinfahren können in diese Schweinerei. So ... auf Wiedersehn!"
Da neigt Philipp den Kopf tief, denkt: .Nichts ist bleibend als ... der Wechsel. Ihnen ist Volk und Nation Licht, das aus Dämmer und Irre einem neuen Jahrtausend zusteigt ... Schicksal eines neuen Geschlechtes.'
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Es sind Frühlingstage, die eine unerhörte Kraft in sich haben. Der Himmel ist schwer, dunkel und drohend, aber irgendwo steht die Sonne. Morgenröte nach schwärzester Nacht über deutscher Erde und deutschen Herzen.
Dann ist sie da, die Sonne. Die zur Fahne geschworen haben, stoßen jauchzend das siegreiche Panier zur Höhe ... am Tage von Potsdam.
„Frau", sagt Eduard Satow, und seine blauen, blitzenden Augen verschwimmen ein wenig, „daß ich das erleben darf, das dank' ich unserm Herrgott noch in der letzten Stund'."
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Janowski kommt seltener. Wenn er kommt, brennen seine Blicke nicht mehr so auf Martha. Diese dunklen Augen haben etwas von Augen Genesender nach schwerer Krankheit, von Schmerzen und Kämpfen, die zurückliegen.
Er sitzt bei Philipp und spricht mit ihm. „Ich bin noch immer nicht im klaren über das Woher von Gut und Böse. Sie sagen, das Kosmische sei immer gut, weil es das im ganzen wohltätige Zusammenwirken von Himmel und Erde hervorbringt."
„Ja", sagt Philipp, „schädigende Spannungen fehlen. Alles geht zwangsläufig seinen Lebensweg, gleich, wie wir dem Tode zustreben. So ist das Kosmische immerwährendem Wandel unterworfen."
Stanislaus lächelt trüb. „Und der Mensch mit ihm Wünsche gehen vorüber, und man begreift nicht, warum man aufgehört hat, zu wünschen, wenn die Erfüllung ausblieb."
Philipp redet an diesem wehen Satz vorbei. „Es gibt nichts Starres, kein gültiges Gesetz, das dem Einzelwesen vorschreibt, wie es sich verhalten muß, um mit dem Unendlichen in harmonischen Ausgleich zu kommen. Entsagung ist mehr als Erfüllung, bringt uns dem Weltganzen näher."
Stanislaus Janowski geht wieder ein Stück ruhiger und beruhigter nach solchen Abenden. Tomor kommt ihm nicht mehr so verlassen und unerträglich einsam vor. Er fühlt in weichen Nächten, daß ihn seine Erde ruft, seine Erde ... seine polnische Erde.
Er sieht stundenlang über die Teichwiesen. Er reitet stundenlang in seinem Wald. Ein neues Wissen steigt ihm
Vielleicht ein Thermalbad oder ein Rathaus oder — ein Friedhof gefällig? In Österreich ist der seltene Fall eingetreten, daß sich eine Stadt gezwungen sah, ihren gesamten Gemeindebesitz zur öffentlichen Versteigerung zu stellen. Das alte und berühmte Thermalbad V 0 e s l a 11 bei Vaden, eine Bahnstunde von Wien entfernt, ist mit über drei Millionen Schilling zusammengebrochen. Die Versteigerung des städtischen Besitzes wird die größte die jemals ein österreichisches Gericht beschäftigt hat. Vie Schatzung hat neun Monate gedauert, lind die Protokolle darüber wiegen 50 Kilogramm! Die Gläubige: ünd in der Hauptsache Sparkassen. Als Aktiven stehen das Rathaus, das städtische Krankenhaus, der Friedhof (!), bei groBe Waldbesitz, das Elektrizitätswerk und das berühmt: Voeslauer Thermalbad zur Verfügung. Man fragt sich eritaunt. ob jemand für den Friedhof etwas bieten ivirb
Was bringt der Rundfunk?
ilranfrurt: Dienstag, 8. Ok ab:r
6 .00: Cboral, Moraenspruch, Gymnastik. 6.30: Köln: Früh- tonsert. In der Pause 7.00: Zeit, Nachr. 8.00: Wasserstand, Seit. Wetter. 8.10: Stuttgart: Gymnastik. 8.30: Sendepause. 9.00: Nur Freiburg: Werbekon^ert. 9.15: Nur Freiburg: 1. Kleines Unterhaltungskon :erC 2. Ant der Reichsbahn-Ansstellung in Nürnberg. Ein Bericht. 10,00: Sendepause. 10 45: Prakt. Ratschläge für Küche und Haus. 11.00: Werbekonzert. 11.35: Meldg. 11.45: Bauernfunk.
12 .00: Dresden: Mittagskonzert. Ltg.: Hilmar Weber. Dazwischen 13.00: Zeit, Nachr. 14-00: Zeit, Nachr., Wetter. 14.15: Sozial- und Wirtschaftsdienst in bunter Folge 14.55: Zeit. Wirtschaftsmeldg 15.00: Nur Freiburg: Nachrichten. 1515: Für die Frau
16 .00’ Kleines Konzert. 16.45: Dir. Schmidt: Deutsche Streusiedler in Brasilien. 17.00: Königsberg: Nachmittagskonzert. Ltg.: Wolfgang Brückner. 18.30: In der Volksschule damals. Zwei Jugenderinnerungen. 18.55: Meldungen.
19 .00: Unterhaltungskonzert. Kapelle Franz Hauck 19.50: Tagesspiegel. 20.00: Zeit, Nachr. 20.15: Vom Deutsch- landsender: Reichssendung: Stunde der Nation: Heinrich Schütz Zum 350 Geburtstag des größten deutschen Musikers vor Joh. Seb. Bach. 21.00: Deiner Söhne Schöpfungen : Brennender Geist im Westen. Städte und Stätten des Matthias Grünewald. 21.30: Freiburg: Süddeutsche Volksmusik. 22.00: Zeit, Nachr. 22.15: Wet- ter, Nachr., Sport. 22.30: München: Volksmusik. 24.00: Nachtmusik. Aus deutschen Opern.
Deutschlanvscnvev: Dienstag, 8. Oktober
6.00: Suren Morgen, lieber Hörer! Glockenspiel. Tagesspruch: Choral: O, daß ich tausend Zungen hätte. Wetter. 6.10: Berlin: Gymnastik. 6 30: Fröhliche Morgenmusik. Dazw. 7.00: Nachr 8 20: Morgenständchen f. d. Hausfrau. 9 00: Sperrzeit 10 00: Sendepause. 10.45: Fröhl- Kindergarten. 11.15: Seewetterbericht- 11.30: Eva Staedt- ler: Herbstblumen im Garten. 11.40: Wilh. Schmidt: Wir bekämpfen das seuchenhafte Verkalben. Auichl.: Wetter.
12.00: München: Musik zum Mittag. Ltg.: K. List. Tazw.: 12.55: Zeitzeichen. 13 00: Glückwünsche 13.45: Nachr. 14.00: Allerlei — von Zwei bis Drei! 15.00; Werter. Börse. Programm. 15.15: Mütterstunde. 15.45: Ulrich Kukielka spricht eigene Gedichte.
16.00 Musik am Nachmittag. Stg.: Otto Dobr ndt. 17.10: Jugendsportstunde. 17.25: Soll man sich streiten? 17.40: -Hausmusik um Mozart — gespielt aus historischen Instrumenten. 18.10: Hauptschriftleiter Fritzsche: Polin Zeil^tngsschuu. 1Z.30;.,Berlin: Von Glücks losen u. Nieten. .. Funkbericht.
19.00: Frankfurt: Unterhaltungskonzert der Kapelle Franz Hauck. 19.45: Deutschlandecho. 19.55: Die Ahnentafel. Wir forschen nach Sippen und Geschlechtern. 20.00: nerm spruch: anschl.: Wetter, Kurznachr. 20.15: Reichssendung: Stunde der Nation: Heinrich Schütz. Zum 350 Geburtstag des größten deutschen Musikers vor I. S. Back. 21.00: Köln: Musik zur Unterhaltung. Ltg.:, Leo Eysoldt 22.00: Wetter-, Tages- u. Svortnackr.: ani'ckl.: Deutschlandecho. 22.30: Bernd: Scholz: Kompositionen f. Vio- i line und Klavier. (Uraufführung). 22.45: Seewetterbe richt. 23.00: Leipzig: Tanzmusik.
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auf, das Blut feiner Landschaft, seines Bodens steigt ihm auf... ist sein Blut, ist treibende Kraft.
Und jetzt fällt es ihm wie Schuppen von den Augen. Es ist eine Kluft, die nichts überbrückt, auch nicht die Liebe Immer wird etwas bleiben, was trennend ist.
Er steht vor dem Bilde seiner blonden Großmutter und rätselt aus ihrem schönen Gesicht, dem feingeschwungcnen Mund ein Heimweh nach deutscher Erde, ein Heimweh, bas er jetzt begreift.
Aber alles ist noch nicht erloschen. Es kommen Nächte in denen Gestorbengeglaubtes aufwacht. ,Was find das für Dinge, die mich hemmen? Schemen. Gefühle. Stimmungen.' Und dann lodern Flammen neu auf aus erlöschen dem Brand. Ich will sie doch! Ich will sie. Erde ist Erdc ... was hat das mit meiner Liebe zu schaffen?'
*
Konrad Stolpe kommt, so oft er kann. Sie halten sich an den Händen und reden kaum. „Es ist jetzt alles so schön und gut bei uns und wird immer besser, aber ...ich habe kein Geld."
Martha lächelt nur ein wenig. „Wir haben uns ... lieb."
Er sitzt wieder auf seinem Motorrad und denkt: ,Jch bin ein hundsgemeiner Kerl. Mein Gott, man soll keinem Menschen den Tod wünschen. Aber — meine arme Tante — ein Krebsleiden ist doch eine schlimme Sache, und es ist für den Menschen selber besser, wenn es aus ist...'
*
Es ist der 15. Mai.
Eduard Satow schwenkt eine Zeitung hoch in der Luft. „Jetzt haben wir's! Da ist es! Da ist es ... das neue Erbhofgesetz. Mutter, was sagst du?"
„Gott sei Dank, sag' ich, Eduard."
„Hedwig, geh'! Der Steffen soll dem Pfrang sagen, er soll sie zusammentrommeln. Ich will zu meinen Leuten reden, jetzt gleich nach Tisch."
„Ja, Papa", lacht Hedwig fröhlich, „das wird gleich besorgt."
Und die Sonne des 15. Mai ist strahlend über Rodewitz
Auf der Freitreppe steht Eduard ganz hart vorn an der steinernen Brüstung. Auf dem Kiesplatz vor dem Herrenhause stehen sie Kopf an Kopf, die Bauern von Rodewitz unb von Lübeke, von Baaltzow und von Demmingen.
Das ist wie ein Lauffeuer gewesen: Der Landrat spricht! Er spricht.
(Fortsetzung folgt.)