Bei den Segelfliegern auf Rossitten.
Junger Segelflieger bei der B-Prüfung. Er vollführt einen Flug in S-Kurve über 60 Sekunden. Neben dem Beobachter zum Schutz gegen den Triebsand ein sogenanntes Sandsegel. (Scherl Bilderdienst — M.)
Die deutsche Marktordnung
Börse und Handel
Amtliche Berliner Notierungen vom 2. Oktvb (Sämtliche Notierungen ohne Gewähr.» ■ Berliner Wertpapierbörse. Auf den 9ltt kam es zu weiteren Abschwächungen. Am Marl, verzinslichen Werte war tue Tendenz etiuos ,ei1, heitlich, bei den im Großverkehr gehandelten ^Ä. sie mehr zur Schwäche. Am Geldmarkt babm« Erleichterung an, die auch in einem Rückgang des Blankogeld aus 3,25 bis 3,50 v H. Hervortrar Ist
Frankfurt. (Eetreidegroß markt vom ■> Der Eetreidegroßmarkt wies nur kleines EeMft^ ; Mühlen im Einkauf von Brotgetreide etwas zurückiw l"" ist bei Weizen nur kleberreiche Sorten aufnehmen Al>iÄ ^ kontigentsfreier Ware scheiterten an der schwer zu in den Spannung zwischen Forderungen und Geboten a Gersten sind nicht am Markt. Futtermittel liegen Mehlgeschäst ist sehr klein. Es notierten (Getreide übrige je 100 kg) in RM: Weizen W13 201, Wlb 204 «Ms WM 210, Roggen R12 164, R15 167, R18 171 Handelspreise der Mühlen der genannten Preisaebiet- mehl W13 27,85, W16 28.10, W19 28,10, WM 28 45 sL^- R12 22,65, R15 23,00, Rl8 23.45, R19 23.70 ’nfue Fracht-Ausgleich. Weizennachmehl 17 l0—17 25 mebl 13.50 Weizenkleie W13 10.65, W16 10 80 W20 11.10, Roggenkleie Ri2 9.95, R15 10.15, 10.50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. SoyaschrossF nopolzuschlag 16.20, Palmkuchen m.M. 16.80 K > m.M. 18.30 Heu 7.50, Weizen- und Roggenstroh drakÄ"^ oder gebündelt 2.50=2.60. Tendenz: ruhig.
Frankfurt a. M. (S ch l a ch t v i e h m a r k t v om 8 nichtamtlicher V0rbericht.) Andere Kälber, b) 59—65, c) 51—58, d) 42—50. Lämmer, Hammel und e-J1 b2) 42, c) 40-41, d) 35-40, e) 36-37, f) 33-35. Schweine g bis d) einschließlich je 54, e) 50. Auftrieb : Rinder 34 baimJ Ochsen 2, Bullen 7, Kühe 23, Färsen 12; direkt aufgetrieben. Ochsen, 1 Kuh und 1 Färse. Kälber 617. Schafe 145. ^wei 105. Marktverkauf: Kälber langsam; Hämmel und Schch lch haft; Schweine wurden zugeteilt.
Sozialismus der Tat.
Die Aufgabe der deutschen Wirtschaftspolitik ist es, dem deutschen Volke das Bewußtsein zu bringen, daß seine Kraft und seine Stärke in der Bodenständigkeit liegt. Es ist daher die vornehmste Aufgabe des Reichsnährstandes,' die Nahrungsfreiheit des deutschen Volkes aus dem eigenen Grund und Boden und aus eigenen Mitteln herbeizuführen.
Hierbei hat der Bauer in allererster Linie den Löwenanteil an Arbeit zu leisten. Aber auch der Verbraucher, der Städter, muß sich seiner Aufgabe in der Erreichung dieses Zieles bewußt sein. Er muß bei seiner Bedarfs- becfung auf deutsche Erzeugnisse zurückgreifen und mit ihnen sparsam umgehen, um so Devisen für unnütz eingeführte Lebensmittel zu sparen. Die Marktordnung als Voraussetzung der landwirtschaftlichen Erzeugungsschlacht gab die Gewähr, daß die Arbeitsschlacht des deutschen Volkes gewonnen würde.
Im Laufe dieses Sommers hat es sich gezeigt, daß bei allen jenen Lebensmitteln, die von Anfang der Marktord- nung an erfaßt wurden, nicht nur die Preise gehalten werden konnten, sondern auch die
Versorgungslage vollkommen in Ordnung ist. Dies gilt für Brot, Kartoffeln, Zucker, Milch, Butter, Margarine und Seefische. Bei Brot gelang es als Folge der Marktordnung, den Bauern einen angemessenen Preis
zukommen zu lassen und trotzdem den Vrotpreis gegenüber 1928 um rund ein Drittel zu senken. Die Spätkartoffelpreise liegen in diesem Jahr trotz geringerer Ernte um 50 Pfennig je Zentner niedriger als im Vorjahr. Beide Erzeugnisse decken hundertprozentig den Bedarf ohne jegliche Einfuhr. Dies ist deshalb von ganz besonderer Bedeutung, weil ihr Anteil an der Gesamternährung 58 v. H. ausmacht.
Bei Fleisch, Obst, Gemüse und Eiern traten im Laufe dieses Sommers jahreszeitlich und witterungsmäßig bedingte Spannungen auf. Bei Vieh läßt die Sommerzufuhr am Markte immer nach, ebenso bei Schweinen. Dazu kam noch die schlechte Futterernte des Vorjahres, was zu einer vorübergehenden Verknappung führen mußte. Das Dosenfleisch half über diese Zeit hinweg. Bei Eiern trat die stille Zeit der Hühner als Folge des frühen Beginns der Legetätigkeit früher ein. Dazu kam der Stempelzwang bei Kühlhauseiern, so daß die Hausfrau im Gegensatz zu früher zwischen Frisch- und Kühlhauseiern unterscheiden konnte. Bei Obst und Gemüse wirkte sich die späte und schlechte Ernte aus. Zudem herrschten im Ausland dieselben Spannungen. Hier hätten uns also selbst Devisen keine billigen Gemüse verschaffen können. Heute kann festgestellt werden, daß diese Spannungen sehr stark im Abflauen begriffen sind und die Versorgungslage im ganzen durchaus gesichert ist, ohne daß wir lebenswichtige Devisen für die Einfuhr von Lebensmitteln ausgeben müssen.
Letzte Nachrichten.
Truppenkonzentrationen im Harrar-Gebiet.
Addis Abeba, 3. Okt. (Funkmeldung.) Im Harrar- Gebiet werden gegenwärtig größere Truppenmassen, man spricht von 50 000 Mann, zusammenaezogen. Auf der Straße Zeila—Djidjiga gehen große Waffen- und Munitionstransporte auf Lastwagen vor sich. Das Kriegsmaterial soll angeblich englischer und tschechoslowakischer Herkunft sein.
Der italienische Oberbefehlshaber General de Bono hat sein Hauptquartier in die Nähe der Grenze verlegt.
Dem „Star" zufolge herrscht in der Hauptstadt von Eritrea, Asmara, und im italienischen Hauptquartier lebhafteste Tätigkeit. Die Glocken sämtlicher Kirchen läuten, und tausende von Menschen beleben die Straßen.
Bücher — Zeitschriften.
Möbel aus deutschem Holz. In den Zeiten, da wir ch i scheinen wollten, als wir waren, und uns nur dys aisiA 1 bar galt> was von weither kam, haben wir uns mit M aus fremden Hölzern umgeben, und wenn wir sie ni^ zahlen konnten, so mußten Furniere den Eindruck derG barkeit schaffen. Mir sind jetzt auch in dieser HinsW- licher geworden. Unsre Möbel sollen aus deutsch« ßstz gearbeitet sein, und wie hübsch und vornehm sie â, zeigt ein farbig illustrierter Aufsatz im Oktoberhch M Velhagen & Klasings Monatsheften. Gerade das ^ unserer Wälder ist von seinem Reiz in seiner schlichte Zeichnung, von einer Wärme des Tons in seiner natiir« lichen Färbung, wie wir es uns für den Bau von Mit und für die Ausstattung von Wohnräumen nicht geeigneter wünschen könnten. Wir haben mehr als ein Dutzend deutsche Holzarten zur Auswahl. Sowohl unsere Nadelhötzei Kieser, Fichte, Tanne und Lärche, wie die sogenannten Edelhölzer Kirschbaum, Birnbaum, Nußbaum, Esche, Ahorn, Birke, Buche, Eiche und das herrliche Rüsternholz lassen sich auf vielfältige Weise zu schönster Wirkung bringen. Das Holz des Kirschbaumes wird wegen seines goldenen Farbtones als Möbelholz besonders geschätzt. Es ist um so wertvoller, von je weniger kultivierten Stämmen es kommt. Merkwürdigerweise ist das Holz von Edelobst- bäumen zum Möbelbau unbrauchbar. Die besten Eigenschaften, die der Tischler von seinem Werkstoff sich nur wünschen kann, hat der Nußbaum. Sein Holz ist massiv wie als Blattholz gleich gut zu verwenden, es poliert sich gut und hat schon von Natur aus eine so schöne Farbe, daß es kaum gebeizt zu werden braucht. Ganz vergessen habem wir, daß au^ die leider meist dunkel gebeizte Eiche im; Naturton am schönsten aussieht. Aus dem eindrucksvollen Aufsatz mit seinen herrlichen Bildern kann sich jedermms und namentlich unsre Jugend anregen lassen.
aas
Der italienische Vormarsch in Abessinien
London, 3. Okt. (Funkmeldung.) Der bei den italienischen Streitkräften in Eritrea befindliche Sonderberichterstatter der Britisch United Preß berichtet am Donnerstag mittag, daß der italienische Vormarsch in abessinisches Gebiet heute begonnen hat. Die Italiener hätten an verschiedenen, weit auseinander gelegenen Stellen die Grenze überschritten und strebten konzentrisch auf Adua zu. Um 615 Uhr morgens hätten mehrere Geschwader Bombenflugzeuge, Kampfflugzeuge und Aufklärungsflugzeuge die
Wir drucken alles,
was Sie an Geschäfts- und Werbe-Drudcsachen brauchen, in nur bester Qualität.
„Hnzeiger“-Druckerei
Das für die Eheleute Landwirt Karl Iller und Theresia geb. Völlnger in Oberbimbach (Schnepfenhof) am 2. Mai 1934 eröffnete Entschuldungsverfahren ist eingestellt, da die Schuldner ihren Entchuldungsantrag zurückgenommen haben. (Lw. E. 688.)
Fulda, den 1. Oktober 1935.
Der Leiter des Entschuldungsamts.
Rom dementiert.
Rom, 3. Okt. (Funkmeldung) Donnerstag nachmittag wird folgendes amtliches Dementi bekannt: Ein Telegramm des Negus an den Völkerbund spricht von Bombenabwürfen .italienischer Flieger auf bewohnte Gegenden mit Opfern an Frauen und Kindern. Es handelt sich um eine alte, abgenutzte Lüge, deren Tendenz und Böswilligkeit zu offensichtlich sind.
bosmmnscher
EMgelischer Miiniierchor
Heute, Donnerstag, 20 Uhr wichtige
Gesangstunde.
Pferde- Versteigerung.
Am Samstag, 5. Oktober, vormittags 10 Uhr werden in der Artillerie-Kaserne auf Hof 1 sechs Pferde (für Truppendienst unbrauchbar) öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigert.
Achtung!
Achtung!
Union-Theater, Friedrichstralie
fiiiiiiiiiiihmiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiu
Von Freitag bis einschliesslich Montag:
Hermann Speelmans und Marianne Hoppe in
Conrad Hein, W
Ecke Hindenburg - Linden-StA
Telefon 2170.
Echte KIELER- Bückling« Extra große fette Malj«1 HERINGE grobe zarte «
Matjes-Filets • . • DeutsdieVollheringe Sfck. -,w ff. Heringsalat «
a. deutsche Art. - - W-'1 Matjes-Salat ■ tf. Fleischsalat ,0
in Majonaise - - - - '
Ochsenmaulsslat' ci’i Hering i. Gelee • • • ' j
seins Bratheringe Sic* '' la Appetithappen ,;
in Rem.-Sobe • • • 4 »5
Käse-Aufschnitt ‘l^ prima Kochkäse : - ,5
Münster!. Schwarzbrot Pake ’>
Die Krone aller MerSc-M^kl ist die Zeitungsââ^
Grenze überquert mit Adua, Adigrat und anderen Orten als Ziel. An dem Vormarsch auf Adua nehmen große italienische Truppenkolonnen teil. Unter den Flugzeugführern, die die Grenze überflogen, befinden sich dem Berichterstatter zufolge auch die beiden Söhne Mussolinis. Das Geschwader „Desperate" wird von dem Schwiegersohn Mus- solinis, Grafen Ciano, geführt. Von einem Flugzeughafen allein starteten 15 große Caproni-Bombenflugzeuge. Die ersten Truppen überschritten kurz nach Anbruch der Morgendämmerung den Fluß Mareb. Ihnen voraus gehen mit MTjchineuZewLhrLN ausgerüstet^ Attiklärungskruppeu.
Die Saison ist eröffnet!
's gidd W Widder Zwibbelsbloatz genau so good dee vierches Ioahr! in d'r
Heller'sch Backerei
Am Simpliziusplatze 2 (jeden Freitag ’/2 9 Uhr).
3nh. August Brehler, Bäckermeister.
Central-Drogerie C. Pauly
Ein heiterer Volksfilm nach dem .Roman in der Berliner Illustrierten von Joachim Frhr. V. Reitzenstein.
Neues Theater — Lichtspiele
Hindenburgstrabe.
! 111111111111111111111H1111111111111II11111111111111II1111111111111H11111'11111111111! 11111111111II! H11111111II11111111
Von Freitag bis einschlieblich Montag:
Polizei-Auto 99
Sensationen, Spannung und interessante Einblicke in für Deutschland unglaubliche Zustände, wie sie in Amerika aber zur Tagesordnung gehören. Ein Film, der zum ersten Male die berühmte amerikanische Polizeiwaffe, die Radio-Patrouille, in Tätigkeit zeigt.
n deutscher Sprache.
biH'^ Grüne Heringe 3 Pfd- 5 Goldbarsch] öd. Seelachs sPfd.U"^ Kabliau J "•"■"ni* Nordsee-riscn
Karpfen