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" «Ql 12. Jahrgang

Nr. "^

Fuldaer Anzeiger Donnerstag, 3. Oktober 1935

Stadl und Land

VetferaasfiMen für morgen.-

^Nerbcricht des Reichswetterdienstes, Ausgabeort Frankfurt

und meist trübes Wetter mit Schauernieder- Mägen, mehr nach Nord drehende Winde.

An alle Besitzer von Personen- Krastwagen!

Am Sonntag, den 6. Oktober 35, feiert das gesamte deutsche Solf das Fest des Erntedanks. Im Gegensatz zu früheren Jahren finden Feiern in diesem Jahr am Sonn- . !llir auf dem Lande statt. Es soll damit jedem Stadt- bcwohner die Möglichkeit gegeben werden, das Erntedank- »jt gemeinsam mit den Landbewohnern zu begehen. In der Statt Fulda findet eine Feier am Sonnabend statt.

Die Partei ist Trägerin der gesamten Veranstaltungen aus dem Lande. Wir wollen aber jedem Parteigenossen jedem Volksgenossen auf dem Lande durch unser Er- i^inen die Verbundenheit zum Ausdruck bringen. Um dies durchführen zu können, appelliere ich im Einvernehmen rem Staffelführer des NSKK Pg. Böhm an alle Pttsonenkraftwagenbesitzer einschließlich des DDAC mit der Atte, sich am Sonntag mit ihren Wagen der Partei zur Bersügung zu stellen.

Es soll dies keineswegs eine offizielle Dienstfahrt ^n, sondern jeder Kraftwagenbesitzer soll seine nächsten Mhö' igen (Frau oder Braut) mitnehmen und den Poli- An Leitern der Stadt Fulda die übrigen Freiplätze zur Verfügung stellen. Wir wollen dann in langem Zuge allen Orten des Kreises, in denen Erntedankfeiern stattfinden, einen kurzen Besuch abstatten. Ich bin überzeugt, daß un­ser Besuch überall freudig aufgenommen werden wird. Der Auieiter-Stellvertreter und Landrat Dr. Burkhardt mrv die Wagenkolonne anführen, und ich bitte deshalb nochmal alle Personenkraftwagenbesitzer, sich für diesen Tag freundlichst zur Verfügung zu stellen und ihre Meldung un­ter Angabe der Freiplätze unverzüglich, bis spätestens Frei­tag vormittag dem NSKK Staffelführer Pg. Böhm, Karl- stratze 1 3, am Telephon 3031 abzugeben. Ich bin ü6er= zeugt, Latz dies ein Ereignis geben wird, an dem alle Teilnehmer ihre Freude haben werden.

Ich mache aber noch einmal darauf aufmerksam, daß nicht nur alle NSKK.- und DDAC.-Fahrer sondern auch alle anderen nicht organisierten Personenkrastwagenbesitzex zu dieser Fahrt aufgefordert werdfen. Meldungen sind bis Freitag früh abzugeben.

Die Fahrzeuge sammeln sich am Sonntag 12.30 Uhr am vomplatz. Dort erfolgt die Einteilung und Abfahrt über

Kttzell nach Neuhof. Mannt gegeben.

Die genaue Fahrtroute wird noch

Heil Hitler!

E h f e r, Kreisleiter.

3m Gedenken an einen großen Toten.

Laut Tagesbefehl des Reichsjugendführer Baldur v. Pirach legte die gesamte Hitlerjugend des Reiches am Migen Geburtstage unseres verewigten Reichsoberhaup- kcs an den Kriegerdenkmälern Kränze und Blumengebinde nieder.

Wie überall im Reiche, so traf sich auch gestern zur ândstunde die Fuldaer HJ.-Führerschaft, einschließlich des VDM. und der Jungmndel, um in ganz Ulchter Art des verstorbenen Eeneralfeldmarschalls zu ge- 'nken. ^m Fackelscheine und unter dem Rasseln des Kalb- , '^e der Fuldaer Jungbannführer im Gedenken an "" Mögen Toten im Namen der Fuldaer Führerschaft ein «"mengebinde am Kriegerdenkmal nieder. Er gedachte " kurzen Worten des großen Soldaten des Weltkrieges nnA b dabei vor allen Dingen das, was er uns heute Atemzuge^^ "Eiich: Pflichterfüllung bis zum letzten

Schweigemarsch rückten dann die Führermannschaf- wieder ab.

Frau Mode läßt bitten!

Fuldaer Modeschau im Stadtsaal.

Dem Manne, was dem Mann gebührt!

oum Thema Modenschau hat eine Frau das Wort!

, Sehr liebe Freundin!

neugierig ^ 'kW zu leugnen, daß wir Evas entsetzlich ^ainbJ) i Oder können sie von sich etwas anderes Wtte hin ^der wozu soviel drumherum! Kurz gesagt, gen die Ohren: Ich habe gestern einen lan- tan Blick in Frau Modes Kleiderschrank ge- tiq ", Wien Sie, liebe Freundin, gestern die großar- épiel^ene Modenschau, deren Veranstalter die Firma stifte begeistert Sie mühten restlos für Fuldas Ge- iW^ förmlich erstaunt! In Fulda Moden- i)t einUn^davon weiß ich nichts! Tja, meine Liebe, das ZweitenWein ihre Schuld! Warum in die Ferne ' Wenn das Gute liegt so nah! Das sollten Sie

^^8 MtAwV <$%Ww?

Unicn.-M. Donnerstag, 3. Oktober:

Variete.

shik5 ^ Der Weltkrieg wie er wirklich war.

Die Sporkischen Jäger.

Union Freitag, 4. Oktober:

Die Werft zum grauen Hecht.

Jici|es ele: Wenn die Musik nicht wär.

er: Die Sporkischen Jäger.

Die Pfundspende des WHW. 35/36

^n diesen Tagen der Eröffnung des Winterhilfswerkes 1935/36 werden die kurhessischen Volksgenossen aufgerufen zur Pfundspende des WHW. Die Gauführung der WHW. im Gau Kurhessen hat besondere Pfundspendenbeutel an­fertigen lassen, die allen Haushaltungen zugestellt werden mit der Bitte, sie mit Lebensmitteln zu füllen und so eine besondere Spende an das Winterhilfswerk zu leisten.

Die besondere Anfertigung der Beutel sollte schon durch ihre äußere Aufmachung jeden Volksgenossen dazu auffor­dern, mitzuhelfen in dem großen bevorstehenden Kampf gegen Hunger und Kälte, sich nicht auszuschlietzen, wenn es gilt, den Armen und Bedürftigen unter uns zu helfen. Denn

Kraft durch Freude".

Lustige, bunte Abende!

Nachdem in den Sommermonaten von denKraft durch Freude"-Aemtern hauptsächlich das AmtReisen, Wandern und Urlaub" im Vordergrund stand, kommt nunmehr eine nette Abwechslung. Wegen ihrer nationalsozialistischen Gesinnung aus Oesterreich vertriebene und geflohene Pgg. Haben sich zu einer Wanderbühnen-Eruppe vereinigt, und diese bringt lustigeBunte Abende", bestehend aus Schram­melmusik, Zithersolis, Gesang, Jodlern, Nationaltänzen, Schuhplattlern, sowie humoristischen Einaktern, in bunter Reihe zur Durchführung. Die NSG.Kraft durch Freude" in der Deutschen Arbeitsfront des Gaues Kurhessen hat die von hartem Schicksal betroffenen und aus der Heimat ver­triebenen Pgg. zu einer Anzahl Veranstaltungen verpflich­tet. Diese Veranstaltungen finden zunächst statt:

am Donnerstag, den 3. Oktober in Gersfeld in der Turnhalle,

am Freitag, den 4. Oktober in Neuhof, im Schützen- Haus.

Des weiteren sind sechs Abende an anderen Orten, die in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden, vorgesehen.

Die Gauleitung der NSG.Kraft durch Freude" schreibt dazu:Volksgenossen! Kommt nicht nur in diese Veranstaltungen, um einen unterhaltenden lustigen Abend zu erleben, sondern zeigt auch durch Eure Mitarbeit, durch Werbung zum Besuch des Abends Eure Verbundenheit mit den Brüdern aus Oesterreich, der grünen Steiermark".

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Der Psundspendenbeutel

und soviele andere Frauen sich hinter die Ohren schreiben. In Fulda kaufen Sie heute genau so ele- gant und vomletzten Schrei" wie in- Frankfurt und Kassel.

Wie die Launen einer schönen Frau, so ist es mit der Mode. Bald heiter und beschwingt, bald streng und extrem, elegant und doch dezent. Es gibt halt so ein Barometer, mit dem der Geschmack einer modernen Frau von heute steht und fällt. In liebenswürdiger, sehr charmanter Art plauderte Baronin von Imhof, Berlin, mit uns über Mode und Kosmetik und brachte durch ihre friste und natürliche Art gleich den richtigen Kontakt zwischen Bühne und Publikum. Ueber den Laufsteg schwebten drei anmu­tige Frauen und führten in geschmackvoller Weise die vielen Modelle vor. . .

Ich will Ihnen nun gerne einige gute Tips geben, obschon Sie untreue Fuldaerin das nicht verdienten. Man sieht eine sehr betonte Wintermode, enge, sportliche Kleider, für die Straße wieder ziemlich kurz, Smokingko­stüme und fesche Jägerhüte und sehr große Handtaschen. Schuhe aus Huntingcalf in jeweiliger Farbe des Kleides vervollständigen den Vormittagsanzug. Die Nachmittags­und Abendkleder sind lang und haben dreiviertellange oder halln: Aermel. Und Blumen schmücken wie­der uns Frauen. Ueberhaupt, liebe Freundin, Blu­men' Man trägt sie wieder in jeder Form am Pelz, am Mantel und am Kleid. Ebenso Federn und Reiher zu den Nachmittagshllten. Kokette, kleine Formen sind diese Hut­gedichte. Darunter eine gute Frisur, ein gepflegtes Ge­sicht, ein hübscher Schmuck was könnte vollkommener sein!

Bevorzugte Farben dieser Saison sind Braun, Grün, Marineblau, und das stets vornehme Schwarz. Die Aer- mel sind weitgebauscht, unten eng lind haben so einen sehr eleganten Fall. Sehr viel drei-viertel-lange Mäntel wer­den getragen in Stoff und Pelz, die sehr schick aussehen.

große Aufgaben stehen dem WHW. wieder bevor, für einen langen Winter muß Vorsorge getroffen werden damit kei­ner hungert und friert. Jeder, der in der Lage ist, muß es deshalb als eine selbstverständliche Pflicht ansehen, zur Pfundspende seinen Beitrag zu geben.

Jeder Spendenbeutel wird den Namen des Spenders, sowie Angaben über den Veutelinhalt tragen. Dadurch ist es möglich geworden, daß der Name des Spenders und fein Opfer nicht in der großen Menge untertauchen, sondern daß vielmehr jeder Spender namentlich erfaßt und in die Reihe derjenigen, die Mitkämpfer waren in diesem großen Hilfswerk des Winters 1935/36, eingereiht werden kann. Jeder Volksgenosse kann somit beweisen, ob er den Ruf der neuen Zeit verstanden, ob er sich eingereiht hat in die gro­ße Not- und Schichalsgemeinschaft unseres deutschen Volkes. Wenn deshalb in den nächsten Tagen die Pfundspenden­beutel zu euch gebracht werden, dann seid euch eurer Pflich­ten bewußt, gebt gern und reichlich, opfert für unsere Brü­der und Schwestern im Kampf gegen Hunger und Kälte.

Rundsunkhörer,

welche eine Bescheinigung für die Befreiung von der Rundfunkgebühr in Händen haben, müssen diese am Sams­tag, den 5. Oktober vormittags voü 8.30 bis 12 Uhr im Zimer 15 des städt. Wohlfahrtsamtes (2. Schloßhof rechts) zwecks Weitergewährung vorlegen. Die entsprechenden Unterlagen (Unterstützungsausweis pp) sind vorzulegen. Nach diesem Termin kann eine Genehmigung nicht mehr erteilt werden.

Musiker und Erntedankfest!

Von der Ortsmusikerschaft der Reichsmusikkammer wird uns mitgeteilt:

Zu den Veranstaltungen des Erntedankfestes haben alle nebenberuflichen Musikausllbenden den vorgeschriebenen Tllgesausweis der Reichsmusikkammer zu lösen. Die Ge­bühr für den Ausweis, pro Mann 50 Pfg., ist im Voraus zu bezahlen. Die Bezahlung der Musiker erfolgt nach den örtlichen Tarifbestimmungen und die Tarifbestimmungen können von der Ortsmusikerschaft Fulda, Petersberger- Straße 31III bezogen werden. Weitere Auskunft erteilt die Geschäftsstelle der Ortsmusikerschaft.

Im silbernen Myrtenkränze.

Am gestrigen Tag waren 25 Jahre verflossen, seit der Tischler a.B. Wilhelm Reichardt und seine Ehefrau Auguste, geb. Frühbiß, hier, Eeorgftraße 25, den Ehebund schlossen.

Bronnzell. (ll n g l L ck s f a l l.) An der Frankfurter- Straße in der Nähe von Löschenrod ereignete sich ein An­fall. Zwei Wanderburschen überschritten die Hauptver­kehrsstraße; plötzlich wurde einer von ihnen, von hinten von einem Fahrzeug erfaßt und zu Boden geschleudert: un­glücklicherweise gingen die Räder über die Beine hinweg. Der Verletzte wurde in das Krankenhaus gebracht.

Nidda, 2. Okt. (Bei der Arbeit im, Steinbruch schwer verunglückt.) In dem großen Steinbruch- betrieb im Nachbarorte Ober-Widdersheim verunglückte gestern der Schießmeister Eambach so schwer, daß er mit einem Schädelbruch der Klinik in Gießen zugeführt wer­den mußte.

Frankfurt a. M. (Steuersteckbrie f.) Gegen den Fabrikant Hugo Schrader, zuletzt wohnhaft in Frankfurt, jetzt in der Schweiz, ist vom Finanzamt Frankfurt a. M.- West wegen Reichsfluchtsteuer von 66 900 Rm. ein Steuer­steckbries erlassen worden. Es ergeht hiermit die Auffor­derung, den obengenannten Steuerpflichtigen, falls er im Inland betroffen wird, vorläufig festzunehmen und ihn gemäß § 11 Abs. 2 der genannten Verordnung unverzüg­lich dem Amtsrichter des Bezirks, in welchem die Festnahme erfolgt, vorzuführen.

Auch sieht man Samt mit Stoff harmonisch verarbeitet. Es wurde wirklich allerhand geboten, was individuelle Kleidung ist. Umrahmt wurden die Stunden von zwei netten Tanzdarbietungen der Geschwister Damm.

Wenn nun unsere Männer in Fulda Gnade walten ließen in Gestalt eines dicken Geldbeutels, dann erst könnte man von einem 100 prozentigen Erfolg sprechen, der auch wirklich verdient ist. . , . , .

Ein Uebel, liebe Freundin, war doch daber. Oder hat­ten Sie schon jemals vollkommenes erlebt? Man mußte sage und schreibe eineinhalb Stunde warten, bis man end­lich in den Genuß einer Tasse Kaffee gelangte. Und das ist nicht schön!

Hoffentlich hat Sie nun mein Brief belehrt und r|t Ihnen ein guter Wegweiser bei Ihren Einkäufen.

Es grüßt Sie herzlichst

Ihre begeisterte Modefreundin.

Im übrigen: Firmen, die ausstellten:

Modehaus Spieß, Hutsalon Arnold, Kovsetthaus Quink, Kofferhaus Meid, Pelzgeschäft Josef Ham­mel, Schühhaus Ebert. Frisuren: Josef Hartmann. Blumenschmuck: Gärtnerei Neumann.

Mitteilungen der NS.-Dienststellen.

An den Madelring 1/167.

Am Sonnabend, den 5. 10., ist abends auf dem Dom­platz eine Feierstunde, an der der VDM. von Fulda ge­schlossen teilnimmt. Wir treffen uns pünktlich um %8 Uhr auf dem Heinrich-von-Bibra-Platz. Heil Hitler!

Eure Rtngführerin,