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Die Entwicklung der Zivilrechtspflege unter den neuen Verfahrensgrundsätzen.

Die Justizpressestelle Frankfurt a. M. teilt mit:

Wie Ministerialrat Staud im Reichsjustizministerium in derDeutschen Justiz" mitteilt, liegt nun zum ersten Male einheitliches Zahlenmaterial über die Entwicklung der Zivilrechtspflege unter den neuen Verfahrensgrund­sätzen, betreffend Beschleunigung und Unmittelbarkeit des Rechtsganges, für das ganze Reich, und zwar für das erste Halbjahr 1935, vor. Danach hat sich die Zahl der Ver­tagungen der Zivilprozesse auch weiterhin gegenüber den Zahlen aus dem zweiten Halbjahr 1934 nicht unerheblich verbessert. Der Reichsdurchschnitt der Vertagungen beträgt bei den Oberlandesgerichten 5,8 vom Hundert, bei den Landgerichten 12,0 vom Hundert und bei den Amtsgerich­ten 11,0 v. H. Die Erkenntnis, daß mit einem Hinaus­schleppen des Rechtsstreits über eine Kette von Terminen weder der Rechtspflege noch den Rechtssuchenden gedient ist, hat sich mehr oder minder allgemein durchgesetzt, die Be­kämpfung der Vertagungen soll ja vor allem der Verbesse- rung des Rechtsgangs dienen: Erledigung des Verfahrens möglichst in einer einzigen, den gesamten Streitstoff und die Beweisaufnahme umfassenden Verhandlung. Aus den vorliegenden Zahlen geht auch hervor, daß bei der großen Mehrzahl der Landgerichte und Oberlandesgerichte die un­mittelbare Beweisaufnahme zur sicheren und bewährten Errungenschaft geworden ist. Nicht weniger als fünfzig Landgerichte in allen Teilen Deutschlands haben die unmit­telbare Beweisaufnahme fast ausnahmslos durchgeführt.

Haltet Marktdisziplin!

Ein Mahnruf an deutsche Hausfrauen.

Für uns ist es heute eine bittere Notwendigkeit, mit den Erzeugnissen der deutschen Scholle so sparsam und haushälterisch umzugehen, wie irgend möglich, um das Ziel der Selbstversorgung auf eigenem Boden und das große Ziel der Beseitigung der Arbeitslosen zu erreichen. Die Zeiten sind vorüber, wo es nicht daraus ankam, ob nun auch wirklich alles restlos verwendet wurde. Sparsamkeit in der Erfassung und Verwertung der eigenen Erzeugnisse wäre für uns alle schon früher von größtem Nutzen ge­wesen. Manche Devisen, die wir unnütz durch falsche Lebensmittelpolitik dem Ausland geben mußten, hätte uns richtig verwendet Rohstoffe gebracht, durch die so unb so viel Arbeiter wieder in den Wirtschaftsprszeß einge­spannt worden wären.

Nachträglich zu klagen hat keinen Wert! Jetzt heißt es: bester machen! Der Ruf der Erzeugungsschlacht stellte die Forderung: Erzeuge mehr aus Deinem Boden und ver­wende das Erzeugte sparsamer!

Deutsche Hausfrau, der deutsche Bauer tut seine Schul­digkeit, jetzt erfülle Du die zweite Mahnung. Im kleinen müssen wir ansangen! Die Marktordnung des Reichsnähr­standes gibt Dir die Grundlage für eine sparsame Siche­rung in Erfastung und Verwertung der Nahrungsmittel des deutschen Volkes. Dein Bestreben muß es fein, Dich den jeweiligen Marttverhältnissen anzupasten und nicht die Verknappung einzelner Bedarfsartikel durch Unver­nunft herbeizuführen. Wer dies tut, handelt gegen sein Volk, schadet sich letzten Endes nur selber.

Hausfrau, überlege Dr. einmal: Früher führten wir in kurzsichtiger Weise Lebensmittel aus dem Auslande ein, ohne uns auf unsere eigenen Kräfte zu besinnen. Wir mußten hierfür Devisen hergeben, ohne zu bedenken, daß wir damit unserer übrigen Wirtschaft Devisen zur^ Beschaf­fung der lebensnotwendigen Rohstoffe für die Industrie entzogen. Dein Mann mußte entlassen werden, da für ihn durch den Rohstoffmangel keine Arbeit mehr vorhanden war. Hunger und Elend zog in Deine Familie ein.

Das darf nicht mehr sein! Die Arbeitsschlacht des deut­schen Volkes muß siegreich zu Ende geführt werden. Hier mußt Du tatkräftig auch im Kleinen mithelfen. Sparsam­keit in den kleinsten Dingen muß Dein Bestreben sein. Sünden wie sie früher vorgekommen sind, daß täglich Lebensmittel verderben und in den Mülleimer wandern, sollten aus Verantwortungsgefühl Deinem Volk gegen­über für Dich eine Unmöglichkeit sein.

Wer bei allen seinen Handlungen das Allgemeinwohl im Auge hat, wird sparsam sein, und eine vorübergehende Verknappung einzelner Lebensmittel nicht durch eigennützi­ges Streben verschärfen.

Nah und Kern.

Die größte Kunsteisbahn Deutschlands. Auf dem Ge­lände des ehemaligen Zoologischen Garrens in Ham­burg wird im großen See eine Kunsteisbahn angelegt, die in ihrem Ausmaß die größte Bahn Deutschlands sein wird. Auf dem Grund des Sees wird ein von einer Kraftstation ausgehendes, 48 000 Meter langes Röhren­netz hineingebaut, zwecks Eisbildung bis zu fünf Zenti­meter Stärke; diese Eisschicht bildet sich noch bei einer Temperatur von 10 Grad Wärme.

Güterzug entgleist Heizer tödlich verunglückt. Auf dem Güterzuggleis L u d w i g s h a f e n Mann­heim Rangierbahnhos sprang die Lokomotive eines Güterzuges aus den Schienen. Acht Wagen sowie ein Pack­wagen schoben sich dabei vollkommen ineinander. Wäh­rend es dem Lokomotivführer gelang^ von der Maschine ab­zuspringen, wurde der Heizer auf seinem Stand ein­geklemmt und konnte nur als Leiche geborgen werden. Der Zugführer blieb in dem vollkommen zertrümmerten Pack­wagen wie durch ein Wunder unverletzt.

Sohn eines englischen Herzogs als Scheckfälscher. Der 29jährige Lord Edward Montagu wurde am Freitag von einem Londoner Gericht wegen Diebstahls und Fälschung eines Schecks zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Lord Edward Montagu ist der Sohn des Herzogs von Manchester, der schon häufig mit den Ge­richten in Konflikt geraten ist. Die einst sehr wohlhabende Familie des Herzogs von Manchester, die zum englischen Hochadel zählt, ist heute völlig mittellos

Zwei Millionen Bananenbäume entwurzelt. Auf der Insel Jamaika wurden durch heftige Stürme zwei Millionen Bananenbäume entwurzelt. Die Stürme wer­den als Vorläufer eines Wirbelsturmes angesehen, gegen den auch aus den Bahamainseln und aus Kuba bereits Vorsichtsmaßnahmen getroffen wurden.

Die reichste Goldader der Welt gefunden. Nach einer Meldung aus Johannesburg (Südafrika) wurde in dem bekannten Witwatersrand-Gebiet in einer Tiefe von 3300 Metern eine ungewöhnlich ergiebige Goldader ent­deckt, die als die reichste der Welt gilt. Der Wert der neu­entdeckten Goldreserve wird auf nicht weniger als 3% Milliarden Mark geschätzt. Die Goldader wurde von dem Bruder des südafrikanischen Verteidigungsministers Pirow gefunden.

Landmanns Arbeitslalender im Oktober.

Die Weinlese tm Westen und am Main, die Ein­bringung der H a ck f r ü ch t e überall im Reiche, die be­ginnende Einstattung des Weideviehes künden an, daß das Jahr zur Rüste gehen will. Die Ernte der Zucker-, Kohl- und Futterrüben und der Krautfelder benötigt alle verfügbaren Kräfte, zumal sie mit den in der Jahreszeit unausbleiblichen Wcttcrschwierigkeiten zu rechnen hat.

Die Roggensaat ist beschleunigt zu beenden. Bei der Weizenaussaal ist das Beizen unerläßlich. Gleich an­schließend wird das Feld in Winterfurche zur Vorberei­tung der zeitigen Frühjahrsaussaat gebracht. Die Drä­nagen werden nachgesehen, die Grabenreinigung beginnt, die Rieselwiesen werden bewässert.

Im Zuge der Erzeugungsschlacht ist mit der Heimkehr des Weideviehes der Zeitpunkt zum überschlag des vorhandenen Winterfutters jetzt dringlich geworden. Noch können wir unsere Vorräte durch das Ensilieren von allem verfügbaren späten Grünfutter, ferner von Rübenblättern und Rübenschnitzeln stattlich erhöhen, aber die Zeit drängt nun. Wo die Vorräte knapp sind, ist das Einsäuern von Kartoffelkraut in Betracht zu ziehen. Der Übergang zur Trockenfütterung ist allmählich zu handhaben, bei Ver- fütterung frischer Rübenköpfe und Blätter ist der Zusatz von Schlämmkreide und Kaff und Heu als Trockenfutter genügend zu bemessen. Der Austrieb der Schafe wird bereits durch Nässe und Nebel beschränkt. Die Ziegen werden zum Decken gelassen. Im Hühnerstall werden die lege­faul gewordenen älteren Hennen ausgemerzt. Die Gänse­mast beginnt.

Im Garten häuft sich die Arbeit. Die Obsternte und Einlagerung wird beendet. Die Stämme werden gereinigt und gekalkt. Noch vor dem Laubabfall ist das trockene Holz zu entfernen. Erst nach dem Laubfall be­ginnt der Schnitt der Bäume. Die Baumscheiben werden umgegraben und gedüngt, auch mit zerhackter Teichstreu bedeckt. Für die Neuanpflanzung von Obstbäumen ist die günstigste Zeit gekommen. Das Spalierobst und der Wein sind zu bedecken.

Gelbe und rote Rüben, Zwiebeln und Kürbisse werden geerntet, neue Spargelbeete angelegt, Wintersalat ge­pflanzt und die Erdbeerbeete werden mit kurzem Dung belegt. Im Walde werden Eicheln und Bucheckern, soweit sie nicht durch Schweineauftrieb genutzt werden, ein- gesammelt. In der Teichwirtschaft gebietet die Laichzeit der Salmarten und die Paarung der Krebse Schonzeit. Am Bienenstände beginnt die Einwinterung, der Schutz gegen Kälte und Mäuse, und bei rauher Witte­rung die Winterfütterung.

Börse und Handel

Frankfurt a. M. (S ch la ch t v i e h mar kt vom 3 0. 9.; nichtamtlichre Vorbericht.) Ochsen: a) und b) 42, c) 40, d) 3640; Bullen: a) und b) 42, c) 41, d) 3840; Kühe: a) 4142, b) 3640, c) 3035, b) 2329; Färsen: a) und b) 42, c) 4041, d) 3539; Andere Kälber: a) 6670, b) 5965, c) 5258, d) 4251; Lämmer, Hammel u. Schafe: a2) 4142, bl) 3840, Schafe nicht notiert; Schweine: al) bis einschließlich d) je 54, e) 50, a2) 54. Auftrieb: Rinder 962 darunter: Ochsen 262, Bullen 99, Kühe 394, Färsen 207; zum Schlachthof direkt aufgetrieben: 17 Ochsen, 9 Bullen, 5 Kühe, 3 Färsen. Kälber 321. Schafe 39. Schweine 721. Marktverkauf: Rinder flott; Kälber, Hammel und Schafe mittelmäßig; Schweine wurden zu­geteilt.

Ab 1. Oktober schliessen wir für die Wintermonate den Restaurations-Betrieb: für Uebernachfungen u. Pen­sionen in Begleitung von Kurgästen bleibt der Betrieb wie bisher offen.

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Das Entschuldungsverfahren des Bauern Wilhelm Josef Brenzel in Marbach ist nach Bestätigung des Ent­schuldungsplans vom 25. Juli 1935 aufgehoben. (Lw. E. 85).

Fulda, den 25. September 1935.

Der Leiter des Entschuldungsamts.

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Deutsche Reiter siegten in Warschau

Das Internationale Reitturnier in . brachte bereits am ersten Tage den deutschen Farben 11 einzigartigen Erfolg. In einem mittelschwcreu ^nnJ. sine« über zwölf Hindernisse um den Preis der Erö,, ^» belegten die Offiziere der Kavallcricschnle Hauuovcr ersten Plätze. Sieger wurden Oberleutnant Bran^. Derbv sowie Rittmeister E. Hasse mit Calm«» 91 e m o. 131 Bewerber hatten an dem Springen teUaeun ^'d Bereits am zweiten Tage gab es einen weiteren Erfolg durch Oberleutnant Brandt, der auf Bar ^" ein Kanonenjagdspringen gewann. ' IV

Beim Hamburger Reitturnier gewann 9Mlb, Bürkner auf General den H a m m o n i a - P 7 der schweren Prüfung des Großen Hamburger La»1 B Preises siegte SS.-Sturmführer Temme sius von Axel Holst, E g l v. m «

Herta BSC. schlug den Spitzenreiter. Bei den d e n b u r g i s ch e n F u ß b a l l s p i e l e n der Gauklasse der bisherige Spitzenreiter Wacker 04 von dem Herta BSC. mit 4:1 (3:0) geschlagen und hat VfB.-Pankow den Vorantritt überlassen müssen. Borussia kam endlich zu einem Siege, der mit 3 :2 (iOw' Victoria 89 allerdings auch eine große Überraschuna bebÄ" Der Berliner SV. 92 siegte nur knapp mit 1 ; o (i Minerva 93, während der Neuling Nowawes den SV. mit 4 :0 (1 :0) geschlagen nach Hause schickte. Der Pankow schließlich gewann knapp mit 1 :0 (1:0) gegen

Die Tennismeisterschaften der Wehrmacht, die in Bern ausgetragen wurden, endeten zum drittenmal mit dem von Oberleutnant Pachaly, der im Schlutzkamps den S nadier Bergholtz in vier Sätzen besiegte.

Zwei deutsche Handballsiege in Polen, Eine deuM Handballmannschast konnte in Polen zwei Siege erkämpf Die Krakauer Städtemannschaft wurde mit 14:2^»» geschlagen, die Städtemannschaft von Warschau Verlor io gar mit 21 :6 Toren gegen die Deutschen.

Neuer Weltrekord im beidarmigen Kugelstoßen. Ungar Dr. Satan» verbesserte den bisher von dem Hiljasz gehaltenen Weltrekord im beidarmigen Kugelstoßen dm, 28,75 auf 29,46 Meter. Er erreichte rechts 15,77 und linic 13,69 Meter.

Nüßlein und Tilden trainieren die deutschen Tennisspieler Zur Vorbereitung der nächstjährigen Davis-Pokal-Spjele der Deutsche Tenmsbund die beiden besten Bernis spielet d e r Well. den Deutschen Hans Nüßlein und die Amerikaner W. Tilden verpflichtet, die in einem Kursus dir deutschen Spitzenspieler G. V. Cramm, H. Henkel, K. Lund m H. Denker trainieren sollen.

Erntefest in Schlesien.

Zum Erntedankfest bringt die erste Oktober-AusgÄ des Karstadt-Althoff-Oberpollinger-Magazins eine sehr lebendig aufgenommene Bilderserie von einem altschlesi- schen Erntefest. Im modischen Teil werden elegante Peh Mäntel und Pelzjacken sowie Stoffmäntel mit den sehr ab­wechslungsreichen aparten Pelzbesätzen dieses Winters ge­zeigt. Biel Interesse werden auch Abbildungen neuzeit­licher Zimmereinrichtungen, Fensterdekorationen und Be­leuchtungskörper finden, für die mit Recht das Stichwort gilt:Klare Linien zweckvolle Formen".

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag

4.30, 6.45, 9.00 Uhr

Sonder-Vorführungen

Deutschlands Weltmachtstellung erregt Neid und Mißgunst Wk" Sarajewo

1914 Mobilmachung

Der schnelle Aufmarsch unserer Truppen Die Russen fallen in Ostpreußen ein

Deutsche Soldaten überall siegreich I

Der eiserne Hindenburg

Masuren Tannenberg Die Deutschen vor Paris!

In tragischer Verkennung der Lage wird der Rückzug befohlen.

Marneschlacht

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Wettlauf nach dem Meer

Die Kriegsfreiwilligen .

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