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400 Feuerwehrleute

bekämpfen Londoner Riesenbrand.

Das gewaltige Feuer an der Themse. Millionenwerte vernichtet.

Die englische Hauptstadt L o n d o n ist von einem gewaltigen Schadenfeuer heimgesucht worden, wie es sich seit über zehn Jahren in, dieser Riesenstadt nicht mehr ereignet hat. In dem Stadtteil W a p p i n g geriet ein großes an der Themse stehendes Lagerhaus in Flammen, das bis oben hin mit Gummi, Tee und Spiri­tuosen angefüllt war. In 24stündiger, angestrengtester Rettungsarbeit gelang es einem Riesenaufgebot von Feuerwehrleuten nicht, des Feuers Herr zu werden, vielmehr wurden noch mehrere benachbarte Gebäude und aus dem Themsefluß liegende Schiffe in Mitleidenschaft gezogen.

Unter den Augen von Millionen ttmt Zuschauern vollzog sich am Themseufer im Londoner Siidostende der größte Kampf gegen eine nächtliche Feuersbrunst, den London seit vielen Jahren erlebt hat. Der Flammen­schein, der sich in der Themse widerspiegelte und meilen­weit zu sehen war, wirkte wie ein gigantisches F e u e r m e e r , aus dem die Flammen des brennenden Gummis Hunderte von Metern hoch schossen und dem die Massen der Bevölkerung vom anderen Stromufer, von den Brücken und sogar von Bergnügungsdampfern, die eigens zu diesem Zweck in Dienst gestellt worden waren, in stundenlanger Spannung beiwohnten.

Die Feuerwehr wurde mit höchster Alarmstufe alarmiert. Im ganzen arbeiteten 400 Feuerwehrleute, 58 Motorspritzen, 9 Wafsertürmc und 3 Feuerlösch­boote an der Bekämpfung, während 200 Polizisten die Brandstätte absperrten.

Eine Anzahl großer Schleppkähne, die am Ufer lagen, ging in Flammen auf oder wurde zerschmettert. Vor dem zusammenstürzenden Mauerwerk mußten die Feuerwehr­leute wiederholt in den Fluß springen, um sich zu retten. Aber wie durch ein Wunder sind, soweit bisher bekannt, keine menschlichen Opfer zu beklagen. Um den Wasserdruck zu erhöhen, wurden die Wasserleitungen des ganzen Viertels a b g e s p e r r t, und die Hausbewohner waren gezwungen, mit Krügen und Eimern kilometerweit zu laufen, um sich in den angrenzenden Stadtteilen mit

Neue Erdölquellen in Deutschland.

Vrennstoffbedarf steigt weiter. Benzin aus Wassergas.

In B e r l i n wurde die gemeinsame wissenschaftliche Tagung der Deutschen Gesellschaft für Mineralölforschung und der Brennkrafttechnischen Gesellschaft mit einigen interessanten Vorträgen eröffnet. Zur Eröffnung sprach Prof. Dr. Ubbelohde, der sich mit dem Stand und den Zukunftsaufgaben der Mineralölforschung beschäftigte. Der jährliche deutsche Bedarf würde auf vier Millionen Tonnen veranschlagt, mit einer weiteren starken Steige­rung sei jedoch zu rechnen. In verhältnismäßig kurzer Zeit sei es gelungen, die deutsche Erdölförderung etwa zu verdoppeln. Das Reich habe durch Zuschüsse die Bohr­tätigkeit stark angeregt, und es sei in der letzten Zeit gelungen, mehrere neue Olfelder in Deutschland zu ent­decken.

Da die Vorräte an deutschem Erdöl aber beschränkt seien, müßte die Versorgung mit Treibstoffen durch künstlich hergesteüte Treibstoffe aus Stein- und Braunkohle gesichert werden.

In dem anschließenden Vortrag überRationale Mineralölwirtschaft" vertrar der Vorsitzende der Wirt­schaftsgruppe Chemische Industrie, Fachgruppe Mineralöl, Dr. E. R. Fischer (Berlin), die Ansicht, daß die Auto­mobilindustrie sich beim Bau von Kraftfahrzeugen in stärkerem Maße aus diejenigen Kraftstoffe einfteflen müsse.

Wasser zu versorgen. Der Schaden beträgt nach vor­läufiger Schätzung nahezu zwanzig Millionen Mark.

Nach 24 Stunden langer Löscharbeit waren die Flammen noch immer nicht gelöscht.

Über dem ganzen Stadtteil hing eine schwarze Rauch­wolke. Die Straße war so mit Gummi überzogen, daß sie dem Fuß keinen Halt mehr bot und große Karren mit Sand herangebrachi werden mußten, um das Pflaster zu bedecken. In einem Teil der Straße hatte sich der flüssige Gummi geradezu zu einem See angesammelt, durch den die Feuerwehrleute fast knietief durchstapfen mußten.

Der Rieseubsa-nd im Londoner Hasen.

tScherl-Bilderdienst M.)

die in Deutschland vorhanden sind bzw. in Deutschland er­zeugt werden können.

In einem weiteren Vortrag befaßte sich Professor Dr. Ä. Bentz (Berlin) mit der FrageWie ist die Erdöl- Höffigkeit Deutschlands heute zu beurteilen?". Er führte aus, daß im Rahmen des Reichsbohrprogramms bisher 65 Bohrungen durchgeführt, 30 weitere im Gange und mindestens 15 noch für dieses Jahr geplant feien

Durch die Bohrungen sind bisher fünf neue Erdöl­felder in Deutschland entdeckt worden, und zwar zwei in Baden, zwei in der Norddeutschen Tiefebene und eines in Holstein.

Weiter haben die Bohrungen erwiesen, daß in der Nord­deutschen Tiefebene Ol auch unter ganz anderen Lage- mngsverhältnissen als den bisher bekannten vorkommt.

Besonderes Interesse fand dann der Vortrag von Ge­heimrat Professor Dr. Franz Fischer überBenzin- fontbefe aus Wasfergas für die Großversorgung Deutsch­lands mit Kraftstoffen". Nach diesem Verfahren, das dem­nächst in größerem Maßstabe in der Praxis zur An­wendung kommen soll, wird Benzin aus Wasser- gas bei gewöhnlichem Druck und einer Temperatur von nur 200 Grad erzeugt.

Aushebung der Lebensmittel in der Sowjetunion. "

Die Verordnung über die Preisermäb;. tiger Lebensmittel und die Abschaffung dCi- | ist, wie dies bei wichtigen Anlässen üblich | von Stalin und Molotow unterzeichneten ß p ri^ | kanntgegeben worden. Die Abschaffung des^» I dürfte bei der breiten Masse kaum spürbar | Zahl derPrivilegierten", die Anspruch S M hatten, allmählich sehr gering geworden ist I tung der Preissenkung wird erst recht man sich vor Augen hält, daß " I

einunqualifizierter" Arbeiter monatlich lich 100 Rubel verdient und ein Kilo Fleitck » ]

Preissenkung" in Moskau 7,60 Rubel

also ungefähr den dreizehnten Teil eines

Einqualifizierter" Arbeiter mit einem Wow^i I durchschnittlich 70 Rubel kann sich dafür jetzt - I der Preissenkung, ungefähr vier Pfund f b I Nicht viel günstiger sieln ein sogenannter I Ingenieur mit einem Monatsgehalt von shn « 1 Charakteristisch ist dabei daß von einzelnen 1 mitteln, wie Zucker, Ole und Fisch, dem geringe Mengen auf einmal verkauft werden dmi |

âRèMbarer Ausgang eines EisenbahnunM

Infolge schlechten Streckenzustandes entölt?

Nachtzug Oaxaca-Puebla Zischen den Teotepec und Losojos. Obwohl bis auf die ü sämtliche Waggons umstürzten, wurde wunderbar^- nur ein Fahrgast verletzt. rN

Eröffnung einer Zollschule in Lauf.

In L a u f (M i t t e l f r a n k e n) hat die Reichs««.. Verwaltung ebenso tute in Waldenburg in SchlciZ ' Zollschule eingerichtet, die jetzt feierlich eröffnet

Nah und Fern. |

50 Meter tief abgestürzt. Beim Abstieg vom Pich stuhl bei Reichenhall geriet die 55jährige FrauL Hinrichsen aus Kiel in der Nähe der Schlegelalm h sogenannte Baumgartenrinne, wo sie vor den lugens ! Gatten etwa 30 Meter tief abstürzte und verletzt litis ] blieb. Kurz ehe eine Rettungsgesellschaft sich an die ^ unglückte herangearbeitet hatte, stürzte diese weiln. 20 Meter tief über den Felshang ab und erlitt so innere Verletzungen, daß sie bald darauf verstarb

Granate im Gießereiofen. In einer Eisengießerei i T o m a s z o w in Polen explodierte ein Ofen, in dem sie zwischen dem Schrott versehentlich eine nicht entlastn Granate befand. Sieben Personen wurden schwer ml zwölf leicht verletzt.

Auch der Vatikan bekommt Luftschutz. In den Gärle« des Vatikans wird ein Gasschutzkeller gebaut werden, d; durch unterirdische Betonlaufgänge mit dem päpstliche Palais verbunden werden soll.'

Schiffsbrand fordert elf Todesopfer. Etwa fün Seemeilen vor dem Hafen von Konstanza geriet bet holländische FrachtdampferLeda" in Flammen. Da [ die. Feuersbrunst auf dem Schiff außerordentlich schnei ausbreitete, kan jede Hilfe zu spät, so daß das Schis versank. Elf Mann der Besatzung sind bei dem Brant ;um§ Leben gekommen.

; Drei Tote im Steinbruch. In Targul-Jiuik Rumänien hatten einige Bauern in einem verlassene! Steinbruch begonnen, von neuem Steine zu brechen. In folge des unsachgemäßen Abbaues stürzte eine Steinwliiii ein und begrub unter sich sieben Männer, von denen dre sofort getötet wurden.

Neue Überschwemmungsschäden in Japan. Sonder ausgaben der japanischen Presse melden neue gewaltige Überschwemmungsschäden in der weiteren Umgebung vor Tokio. Der 60 000 Einwohner zählende Eisenbahn knotenpunkt Takasaki nordwestlich von Tokio wurde voll kommen überschwemmt.'

Aus aller Welt.

Schweres Brandunglück bei Bad Nauheim.

Bad Nauheim, 26. Sevt. In der Scheune des Landwirts Georg Reimer im benachoarten Schwalheim brach am Don- nerstagvormiltag ein Brand aus. Die Flammen ergriffen sofort den ganzen Dachstuhl und schlugen bald auch aus den Stallungen hervor. Die gefüllte Scheune und die gesamten Stallungen fielen dem Brande zum Opfer. Das Vieh konnte glücklicherweise gerettet werden. Ein auf der Tenne stehender, mit 50 Ztr. Aepfeln beladener Wagen wurde von den Flammen ergriffen und vernichtet.

Da es sich hier um einen modern eingerichteten und mit elektrischen Maschinen ausgestatteten landwirtschaftlichen Betrieb handelt, ist der Schaden sehr groß, zumal das An­wesen nur sehr gering versichert ist.

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Schweres Verkehrsunglück in Neu-Isenburg.

Ein Toter, zwei Verleetzte.

Neu-Isenburg, 26. Sept. Hier ereignete sich in der Frankfurter Straße ein schweres Verkehrsunglück. Ein Fernlastzug aus Württemberg, der mit Bauholz beladen war, kam aus bisher ungeklärter Ursache ins Rutschen und erfaßte zwei Radfahrer und eine Radfahrerin. Ein 45 Jahre alter Mann aus Dreieichenhain, Vater von fünf Kindern, wurde dabei tödlich verletzt. Eine Radfahrerin erlitt schwere Verletzungen, ein weiterer Radfahrer trug Verletzungen davon.

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Auto gegen einen Zug gefahren.

Bei Odermünde fuhr ein mit vier Person«» be­setzter Stettiner Kraft wagen gegen einen von Ziegenort kommenden Zug. Der Wagen wurde vom Zug eine Strecke weit mitgeschleift, bevor der Zug zum Halten gebracht werden konnte. Die vier In­sassen des Wagens wurden schwer verletzt dem Kreis­krankenhaus Frauendorf zugeführt.

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Schneefälle im Riesengebirge.

In der Nacht zum Donnerstag sank das Thermometer in den höheren Lagen des Riesengebirges unter den Gefrierpunkt. Es schneite mehrmals ziemlich kräftig. Bis etwa 1000 Meter herab lag heute morgen eine Schneedecke von einigen Zentimetern.

Opfer des Giurmes,

Der furchtbare Sturm der letzten Tage hat an den Küsten schwere Opfer gefordert. Der zur Stettiner Reederei Jppen gehörende FrachtdampferOtto Jppen 21" befand sich mit zwei Leichtern im Schlepp aus der Fahrt von Stettin nach den Peenestationen. Als um Mitternacht der Sturm auf dem Stettiner Haff die Stärke 8 bis 9 erreichte, versuchte der Schleppzug, im Haff die Kaiserfahrt zu erreichen. Bei dem schweren Wetter brach die Schlepptrosse, beide mit Gütern be­ladene Leichter wurden voll Wasser geschlagen und gingen unter. Auf die Hilferufe der schiffbrüchigen Besatzung wurden von dem Dampfer aus Rettungsversuche unter­nommen. Dabei gelang es, den Kapitän Bartelt und dessen Frau von dem LeichterLuise" zu retten. Das zweieinhalbjährige Kind der Schifferfamilie, das die Frau beim Verlassen des sinkenden Schiffes im Arm gehalten hatte, war ihr entglitten, fiel ins Wasser und ertrank. Kapitän Hoßfeld vom zweiten LeichterLuise" fand den Seemannstod.

In der Hohwachter Bucht an der o st h o l - st e i n i s ch e n K ü st e strandete im Sturm ein Stein- fischerboot. Dabei kamen der etwa 70jährige Bootsbesitzer und zwei Fischer ums Leben. Ein Taucher, der an Bord war, verbrachte eine furchtbare Nachi auf dem gestrande­ten Schiff, bis es dem Rettungsboot Heiligenhafen gegen Mittag gelang, durch Raketenschüsse eine Leine an Bord zu bringen und den Taucher mit der Hosenboje zu bergen.

Die Steinfischerei wird in der Gegend von Kiel von Fischern betrieben, die mit einem Taucher an Bord ausfahren und große Steinblöcke vom G r un de h o ch h o l e n, die für W e g e b a u a r b e i- ten Verwendung finden, ein mühseliges Tagewerk.

An der holländischen Küste wurden vor Tjummarum sechs Fisch e r boote von dem schweren Nordweststurm überrascht. Die Boote konnten den Hafen infolge der stürmischen See nicht mehr erreichen. Wäh­rend ein Teil der Besatzungen durch ein Rettungsboot geborgen werden konnte, sahen sich die Besatzungen von zwei Booten gezwungen, die Küste schwimmend zu er­reichen. Vier Schiffer konnten an Land gezogen werden, während vier den Tod in den hochgehenden Wellen fanden.

Die Hindenburggruft im Feldherrnturm vor

In einer militärischen Feierstunde werden am

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dem Geburtstag des verewigten Generalfen ^, jn ist Särge von Hindenburg und seiner Lebensg I

neue Gruft im Feldherrnturm endgültig uv U i^stir^ ses Bild zeigt den Eingang zur Gruft rm » ^allCI iiS- Im Hintergrund die beiden Kreuze, die an ^^[in den Sarkophagen Hindenburgs und ^'"^äjlienw^" gebracht sind. Ueber dem Eingang das 6

(Scherl Bilderdienst