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Ringende evangelische Kirche im Ausland.

Jahresversammlung des Gustav Adolf-Hauptvereins in Duderstadt.

Die Gustav-Adolf-Tagung, die der Gustav-Adolf-Haupt- verein Hannover am Sonntag in Duderstadt abhielt, stand unter vielerlei Not der von ihm betreuten deutschen evan­gelischen Gemeinden im Auslande. 48 Prediger legten in 60 Gemeinden des hannoverschen und sächsischen Eichsfeldes von der Bedrängnis der Kirche, die mit einem Kampf gegen das Deutschtum zusammengeht, und von der brüderlichen Hilfe des Eustav-Adolf-Werkes in den bedrückten Gebieten Zeugnis ab. Den Antrieb der Gustav-Adolf-Arbeit zeigte der Vorsitzende Superintendent Lic. Grimm in der am SonnabdNd in der Duderstädter Kirche gehaltenen litur­gischen Vorfeier in der evangelischen Bruderliebe und in mannhaftem Stehen der Kirche gegenüber den Verfolgun­gen und Pfarrer D. Bruhns vom Zentralvorstand des Gustav-Adolf-Vereins in Leipzig in seiner Festpredigt in der Verpflichtung zum Bau evangelischer Gemeinden in der Bescheidenheit vor Gott, der den Inhalt geben muß.

Von der Arbeit des Gustav-Adolf-Vereins an den um ihre Existenz ringenden innerdeutschen Diasporagemeinden und von ihrem Leben gab eine Rundfahrt durch die kleinen Gemeinden Wollershausen und Gieboldehausen den Ein­druck des kirchlichen Eifers der Evangelischen, die in der Zerstreuung leben. Es wurde die alte Kapelle in Wollers­hausen besichtigt und in der Kirche zu Gieboldehausen die etwa 200 Seelen fassende Gemeinde begrüßt und für die sichtbar werdende Liebe Dank gesagt.

Daß die selber auf Hilfe angewiesenen Gemeinden des Eichsfeldes umso williger teilnehmen an der Not der aus­landsdeutschen Brüder und an dem weltweiten Werk der Kirche, zeigte der unter großer Beteiligung gehaltene Fest­abend in der Duderstädter Kirche. Pfarrer D. Bruhns zeichnete das Bild der Gustav-Adolf-Arbeit in aller Welt, eine Arbeit, die Ausbildung der auslandsdeutschen Pfarrer in Verbindung mit der deutschen Theologie, Pflege der detschen Muttersprache in den Gebieten, wo das Deutsch­tum umkämpft wird, und Bau von Gotteshäusern ein­schließt. Er wies die Notwendigkeit der Arbeit in den

Aus aller Welt.

Mordversuch an der eigenen Kusine.

Der Täter stellt sich der Polizei.

Limburg, 24. Sept. Am Montag früh stellte sich der Limburger Polizei der 20jährige Nickel aus Waldhausen bei Weilburg mit der Angabe, seine 15jährige Kusine er­mordet zu haben. Aufgrund seiner Vernehmung und einer fernmündlichen Rückfrage in Waldhausen ergab sich, daß Nickel am Sonntagabend zwischen 21 und 22 Uhr mit sei­ner 15jährigen Kusine, mit der er ein Verhältnis unter­hielt, eine länger Auseinandersetzung hatte, in deren Ver­lauf er dem Mädchen mit seinem Taschenmesser einen Stich in den Hals und Rücken versetzte.

Bei der Abwehr weiterer Stiche erlitt das Mädchen mehrere Schnittverletzungen an der Hand. Der Täter ließ sein Opfer dann liegen und flüchtete. Nach dem Besuch einer Wirtschaft in Weilburg setzte er sich in den Zug nach Limburg, wo er übernachtete, um am nächsten Morgen die Flucht nach Köln fortzusetzen. In der Annahme, seine Kusine tödlich getroffen zu haben, ließ ihm sein Gewissen keine Ruhe, so daß er sich der Polizei in Limburg stellte.

Seinem Geständnis zufolge trug er sich schon länger mit der Absicht, seine Kusine zu töten, da ihm einerseits eine Heirat wegen der Verwandtschaft nicht möglich war, und da das Mädchen andererseits ein Verhältnis mit einem anderen Manne unterhielt.

Das Mädchen wurde in bedenklichem Zustande in das Weilburger Krankenhaus eingeliefert.

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Eisenbahnunfälle.

Auf der polnischen Eisenbahnstation Skiernie- w i c e fuhr ein Triebwagen, der auf der Fahrt von Warschau nach Kattowitz war, in voller Fahrt a u f e i n e n haltenden Güterzug auf. Der Triebwagen wurde aus den Schienen geschleudert und schwer beschädigt. Drei Fahrgäste erlitten bei dem Unfall schwere Verletzungen, neun weitere wurden leichter verletzt. Ein zweites Eisenbahnunglück ereignete sich zwischen Hohensalza und Bromberg. Dort entgleiste in einer Weiche ein Arbeiterzug, und fünf Wagen stürz­ten von einem ziemlich hohen Damm herunter. Eine größere Zahl von Arbeitern erlitt Verletzungen, darunter vier sehr schwere. Einerder Schwerverletzten starb aus dem Wege zum Krankenhaus.

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Selbstmordversuch einer Berlinerin bei Schliersee.

An der Straße zum Spitzingsattel bei Schliersee wurde von einem Kurgast eine 25jährige Berlinerin, Trautel Groth, bewußtlos aufgefunden. Das Mädchen wurde ins Krankenhaus Miesbach gebracht. Nachdem die Verletzte zuerst jede Auskunft verweigert hatte, gab sie nachher zu, einen Selbstmordversuch unternommen zu haben. Sie hatte Tabletten geschluckt und sich die Puls­ader geöffnet. Sie muß zwei Tage an dem einsamen Waldweg gelegen haben, ehe sie aufgefunden wurde, doch befindet sie sich jetzt außer Lebensgefahr. Die Freundin der Groth, die 27 Jahre alte Erika Sucker aus Berlin, mit der sie gemeinsam Selbstmord begehen wollte, wird von der Vermißtenzentrale der Polireidirektion München gesucht.

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3m Rettungsboot tot angetrieben.

Seemannstragödie an der Küste von Neuschottland.

An der Küste von N e u s ch o t t'l a n d (Kanada), nahe der Ortschaft Judique, wurde ein Rettungs­boot angetrieben, in dem sich sieben Seemänner befanden, von denen sechs bereits t o t waren, während der siebente bald darauf starb. Nach den zusammen­hanglosen Schilderungen des Sterbenden gehörten die sieben Matrosen zur Mannschaft eines in der Nähe von Cap Breton untergegangenen Schiffes. Das Unglück ereignete sich während eines mehrtägi­gen schweren Sturmes. Das Rettungsboot trieb seitdem wie ein Spielball auf dem tobenden Element umher. Der Zustand, in dem die Toten aufgefunden wurden, zeugte von den furchtbarenEntbehrun- g e n, denen die Matrosen ausgesetzt waren. Man nimmt an, daß es sich bei dem untergegangenen Schiff um einen Getreidedampfer handelt, der nach Halifax unterwegs war.

Ländern auf, in denen das Deutschtum einem allmählichen Hinsterben ausgeliefert scheint, wie in Lettland und Litauen, in denen es ausgehungert wird, wie in der Tschecho­slowakei, in Rumänien und Jugoslawien, und wo ihm ein bewußter Kulturkampf entgegengesetzt wird, wie in Oester­reich. Ueberall stellt die Erhaltung des Volkstums er­höhte Anforderungen an die Arbeit und die Botschaft der Kirche. Die Begründung dieser kirchlichen Arbeit über die Völkergrenzen hinweg zeigte Landesbischof D. Marah - rens in seinem Vortrag überDas ökumenische Werk der Kirche". Er wehrte das verbreitete Mißverständnis, das ökumenisch wie international versteht, ab, weil Kirche nicht Verein, sondern Werk Gottes ist. Der Landesbischof schil­derte die bisher geleistete ökumenische Arbeit, wie sie einsetzt nicht beim Organisieren, sondern beim Durchdenken der tiefsten Wahrheitsfrage. Er wies auf die Arbeit, die der einzelne am ökumenischen Werk der Kirche tut, wenn er die Treue zur Kirche hält und das Wort Gottes ernst nimmt. Das ist die Kirche, die den Dienst am Volkstum leisten kann. Der Gustav-Adolf-Verein war dankbar, feine Arbeit in dieser Schau von Landesbischof D. Marahrens gewürdigt zu sehen.

Die zur Verfügung stehende Liebesgabe von etwa 2 300 Rm. wurde in gemeinsamem Beschluß in erster Linie der sich schwer durchringenden Gemeinde Eisenerz in Steiermark und den Gemeinden Kisterenye in Ungarn und Schutzberg in Jugoslawien zugedacht.

An die Jahresversammlung schließt sich ein Gustav- Adolf-Lehrgang. Es kommen Pastor Raspe-Brasilien, Pastor Richter-Lübeck, ehemals in Oesterreich Pastor Dr. Stöckl-Argentinien und Oberpastor D. Grüner-Riga zu Wort. Themen wieEvangelische Arbeit in Brasilien", Eustav-Adolf-Arbeit und -Kirche",Gustav-Adolf-Arbeit in der Gemeinde",Worunter leidet der Ueberseedeutsche?", Deutsches evangelisches Leben auf der Wacht im Osten", Evangelisches Eemeindeleben in Oesterreich" beleuchten die Weltweite und innere Kraft der Arbeit.

Oie Sorge seiner Frau reiieie ihm das Leben.

Wie der englische Rckordflieger abstürzte. Nun wird er in denRaupen Klub" ausgenommen.

Die englische Presse bringt spaltenlange Schilde­rungen über den Absturz des englischen Re­kordfliegers Campbell B lad, Sieger im London- Australien-Rennen, der aus seinem Flug London Kap­stadt London im südlichen Sudan abstürzte, wobei die Maschine in Flammen aufging. Black und sein Begleiter retteten sich im Fallschirm und konnten mit Hilfe von Kamelen in den Bereich der Zivilisation zu­rückkehren.

Die Zeitungen weisen daraus hin, daß Black den Fall­schirm erst auf besonderes Zureden seiner jungen Frau mitgenommen habe, wofür er im letzten Augenblick seinen Mantel zurücklassen mußte.

Nachwildem Protest" habe Black sich entschlossen, den Rat seiner Frau zu befolgen, der ihm dann das Leben rettete. Damit habe Black und sein Begleiter int übrigen die Voraussetzung für den Beitritt in den berühmten R a u p e n - K l ü b" erfüllt, dessen Mitglieder mindestens einmal sich mittels Fallschirms aus Lebensgefahr gerettet haben müssen.

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Sechs Personen an Pilzvergiftung gestorben.

In dem französischen Ort Valence waren zahl­reiche Personen an Pilzvergiftung erkrankt. Bisher sind sechs Personen gestorben. Außerdem befinden sich noch 15 Personen in ärztlicher Behandlung. Drei von ihnen schweben noch immer in Lebensgefahr.

Ein weiterer Fall schwerer Pilzvergiftung trug sich in Wanheimerort bei Duisburg zu. Ein 38jähriger Arbeiter hatte Pilze gesammelt und diese mit den beiden 14 und 19 Jahre alten Kindern gegessen. Wenige Stunden später stellten sich bei allen drei schwere Vergiftungserscheinungen ein, die ihre sofor­tige Überführung ins Krankenhaus erforderten. Trotz sofortiger ärztlicher Gegenmaßnahmen schweben die drei Personen in Lebensgefahr. In dem gleichen Ort wurde ein elfjähriger Junge, der im Walde Toll­kirschen gepflückt und gegessen hatte, mit schweren Ver­giftungserscheinungen ins Krankenhaus übergeführt.

Nobile kehrt nach Nom zurück.

Der Ruf des Vaterlandes erreichte in diesen Tagen auch den bekannten italienischen Luftschiffer und Nordpolfor­scher General Nobile, der in Ungnade gefallen seit Jahren als Berater der russischen Regierung in Moskau am Bau halbstarrer Luftschiffe beteiligt war. Mussolini hat ihn aufgefordert, nach Rom zurückzukehren, und Nobile beabsichtigt, Sowjetrußland noch in diesem Monat zu verlassen. (Scherl Bilderdienst M.)

Die Tracht der alten Germanen vor 3500 Jahren war recht kleidsam, wie es diese & . gruppe aus derSammlung für deutsche Volkskunde"^^ neuesten Museum der Reichshauptstadt, im Schlok fohl beweist. Diese Schau zeigt das Leben und Werden Vorfahren und unseres Volkes von den ersten lichen Kunden bis in die Jetztzeit. Unser Bild Museum stellt einen Germanen und eine Germanin " Nachbildungen der Trachten vor 3500 Jahren dar ! nach Funden in nordischen Baumsärgen er teilt 'mur^ (Scherl Bilderdienst M.) '

Große Lustschutzühung in Mn.

Bombenangriffe mit Tränengas 48 Flugzeuge greifen an.

Bei anfänglich heiterem, später trübem Wetter I® der seit langem vorbereiteteLuftangriff" auf Wien i 48 Flugmaschinen stiegen, wie aus der Österreich Hauptstadt gemeldet wird, vom Flughafen Aspern Ihre Aufgabe war ein B o m b e n a n g r i f f a u f ein umfangreichen Stadtteil beiderseits des Do» stroms. Kurz nach zehn Uhr heulten die Sirenen. Dar» hin wurde in den bedrohten Stadtteilen der gesamte Ki- lehr einschließlich des Eisenbahnverkehrs lahmgelegt. Dr Bevölkerung mußte sich genau nach den Vorschriften im den Luftschutz richten.

Da Manöverbomben mit Tränengas verwendet wurden, konnte sich aus den gefährdeten Straßen und Plätzen in der Tat niemand aufhalten.

Durch Sprengung von Wasser- und Gasrohren wurden künstliche Überschwemmungenund Feuers­brünste hervorgerufen, was den kriegsmäßigen Einback der Übung noch verstärkte. F l a k a rtillerie trat in Tätigkeit, und sämtliche Organe des Luftschutzes wurden alarmiert. Nach der Annahme der Manöverleitung gelang es den angreifenden Bombengeschwadern, den Nordbahn­hof in Flammen zu setzen und andere wichtige Bauten;n zerstören. Der Zweck der Übung, der Bevölkerung die Not Wendigkeit eines erhöhten Luftschutzes vor Äugen zu führen, dürfte aber erreicht worden sein.

Nah und Fern.

Glanzleistung deutscher Flieger in China. Die kürM in Schanghai eingetroffene deutsche Verkehrsmaschim Ju. 52" hat auf der Flugverkehrsstrecke Schanghai- SianfuTschoengtu, die am 25. September eröffnet wird einen Probeflug ausgeführt. Die fast zweitausend Kilo­meter lange Strecke wurde von der Junkersmaschine i" etwa acht Stunden bewältigt.

Reife Feigen in Westdeutschland geerntet. Der W Wöhnlich sonnige Sommer dieses Jahres hat in w deutschland mehrfach Früchte gezeitigt, die sonst selbst^ dieser klimatisch begünstigten Gegend selten sind. konnten dieser Tage in einem Vorort von Köln und M Trier völlig ausgereifte Feigen geerntet werden.

Mörder über die Grenze geflohen. In der N tötete im Bezirk Homburg (Saar) ein 21jähriger M seine 20 Jahre alte Verlobte durch mehrere Messers in die Brust. Der Täter ist geflüchtet. Man vermutet,^ er über die französische Grenze entkommen ist.

In eine Marschkolonne des Arbeitsdienstes gefE Auf der Landstraße nach Dockweiler in der Eifel» ein Lieferwagen, der einem entgegenkommenden . kraftwagen ausweichen wollte, in voller Fahrt m . marschierende Kolonne des NS.-Arbeitsdienstes Drei Arbeitsdienstmänner wurden schwer verletzt.

Wieder ein Todesopfer der Berge. Der 38 Jahre "^ Bergsteiger Makula aus Augsburg stürzte in dem tigten Führerkamin des Geiselsteins im Allg a er bereits zu zwei Dritteln bewältigt hatte, vcwu infolge eines Schwächeanfalls ab und war « ' Stelle tot. ' â

Die Witwe desKrönungsunteroffiziers" IW ^« Auf dem GemäldeKaiserkrönung im Spiegel! « »je Versailles" von Anton von Werner hebt sich n; .n = W Figur die Gestalt eines vollbärtigen Unteren^1/' Regiment der Gardes-du-Corps ab, der im Lor ' ^ der Szene mit gezogenem Pallasch Ehrenwache l Maler hat hier porträtähnlich die Züge des du-Corps-Uuterofiziers Louis Stellmacher !»Lör!l der damals zur Stabswache des alten Kan er jj Die Witwe Stellmachers, der vor lange' ^, Lychen gestorben ist, Frau Auguste Stell'» Braune, ist ihm jetzt im 82. Lebensjahre in ° gefolgt. cwiiilW

Sechs Bergarbeiter verschüttet. Jn,,^r !^^g- Grube San Feliz bei M i e r e s ereignete w 1 . Unglück, bei dem sechs Bergarbeiter verschu èn, W® Die Rettungsarbeiten wurden sofort aufgen & z" besteht keine Hoffnung, die Unglücklichen bergen. eint"1

Chinesische Banditen erschießen 56 Japan ' ^ er­schweren Gefecht zwischen japanischen Solda M»

200 Mann kommunistischen Banditen, die ^ u auf den in der Nähe von Mulden Huangkutun unternahmen, wurden 56 japa" ' &r , getötet. Die Banditen, von denen 43 9e^ .,ie^ gefangengenommen wurden, wurden »ach Nachtgefecht zurückgeschlagen.