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UMMchschfMWMg im Neuschenleib!

Die Leber ein Elektromotor. Ueber« raschende neue Forschungsergebnisse.

Es ist an die drei Jahrhunderte her, als bar Naturforscher Ealvani nach dem übrigens die galvanische Elektrizität be­nannt ist eine aufregende Beobachtung machte. An den metallischen Eitterstüben seines Balkons hatte er Froschschenkel auf- gehängt^Ob er sich aus ihnen eine schmack­hafte Suppe bereiten wollte, darüber schweigt die Kunde. Nachdem er seine Ar­beit im Studierzimmer beendete, trat er hinaus auf den Balkon, um die Frosch­schenkel zu holen. Da sah er ein impo­santes Schauspiel: Die Froschschenkel tanz­ten! Zuckten und hüpften wie Marionetten, die an Fäden gezogen werden.

Später fand man die Erklärung für das berühmt gewordene Tanzen der Frosch­schenkel auf Ealvanis Balkongitter. Durch die Berührung des feuchten Fleisches mit dem Metall des Balkongitters entstand ein elektrischer Strom und der brachte die Muskeln zum Zucken. Seitdem ruhte die Forschung nicht, um die Rolle der Elek­trizität für die Lebensvorgänge zu klären. Man fand elektrische Ströme im pochen­den Herzen, im erregten Nerv, ja sogar auch im denkenden Gehirn. Aber das sind nur die grobschlächtigen elektrischen Pro- zesie, und erst in den letzten Jahren ist man daran gegangen, die feinsten elektri­schen Spannungen in den lebenden Or­ganen zu untersuchen.

Ein sinnreicher Kunstgriff dör Forscher.

Das Laboratorium wird völlig ver­finstert. Zwar brennt eine Quarzlampe, die läßt aber nur die unsichtbaren ultra­violetten Strahlen durch. Nun spritzt der Forscher in ein Organ einen Farbstoff ein, der unter der Einwirkung des Ultra­violetts prächtig aufleuchtet. Diese Leucht­stoffe sind entweder positiv oder negativ elektrisch geladen. Aus der Physikstunde er­innern wir uns noch des Naturgesetzes: gleiche Pole stoßen sich ab, ungleiche Pole ziehen sich an. Darauf gründet sich der sinnreiche Kunstgriff der Forscher. Eben wurde in ein Organ ein positiv geladener Leuchtstoff eingespritzt. Nun verfolgt man unter dem Mikroskop, welchen Weg der Leuchtstoff in dem Organ nimmt.

Schon sieht der Forscher ein gespensti­sches Glitzern und Funkeln, der Leuchtstoff breitet sich in dem Organ aus. Aber nicht etwa so wie vergossenes Wasser, das über­all hin gleichmäßig sickert. Der Leucht­stoff schlägt vielmehr ganz eigenartige Bahnen ein. Hier scheint er mit mächtigen, unsichtbaren Armen eingefangen zu wer­den, dort wieder wird er zurllckgestoßen und die betreffende Stelle bleibt im Dunkeln. Was bedeutet das? Nichts anderes als daß der positiv geladene Leuchtstoff von jenen Teilen des Organes angezogen und gespeichert wird, die selbst negativ geladen sind (ungleich Pole ziehen sich an). Und jene Organe, an denen der Leuchtstoff vorbeifließt, müssen selbst positiv elektrisch sein (gleiche Pole stoßen sich ab).

Die elektrische Landkarte des Körpers.

Auf diese Weise konnte man eine elek­trische Landkarte des Körpers entwerfen, mit Kreuzchen und Minuszeichen: dieses Organ ist negativ, jenes positiv geladen. Sogar die Stärke der elektrischen Span­nungen in den einzelnen Teilen des Or­ganismus hat man mit einer Mikro-Elek­trode genau bestimmt. Fürs erste muten diese Spannungen zwar winzig an: Auge 10 Millivolt, Lunge 18. Blutserum 18, Augenlinse 5, Nierenrinde 12, rote Blut­körperchen 10 Millivolt. Hervor ragt nur die Leber mit einer eklatanten Spannung von 100 Millivolt! Nun muß man be­denken, daß diese elektrischen Spannungen zwischen mikroskopisch kleinen Entfernun­gen von tausendstel Millimetern bestehen. Die Leber enthält viele Millionen solcher winziger Batterien. Rechnet man sie zu­sammen und überträgt das in die Welt des Großen, so kommt man zu dem über­raschenden Ergebnis, daß in der Leber ge­radezu eine elektrische Hochspannung herrscht, die nur noch von den elektrischen Fischen, wie dem Zitterrochen, übertroffen wird.

Sturz der elektrischen Ladung Vorbote des Todes!

Jede Eindämmung der Lebensvorgänge

äußert sich sofort in einer auffallenden Senkung der elektrischen Ladung der Or­gane. Die Kiemen eines Fisches zeigen normalerweise eine Spannung von 18 Millivolt. Wird der Fisch narkotisiert, so stürzt die elektrische Ladung in seinen Kiemen um nahezu die Hälfte auf 11 Millivolt herunter. Es hat sich nun gezeigt, daß das Absinken der elektrischen Ladung zugleich der Vorbote des Todes ist. Hat sie 11 Millivolt erreicht, so ist der Fisch bereits vom Tode gezeichnet. Mag man auch die Narkose sogleich unterbre­chen, so erwacht das Tier nicht mehr.

Sie Geschichte der schwedischen Zriesmmle

Berühmte Fehldrucke und Fehlfarben / Die

Mauritius in Stockholm Von Olaf Ringström

Wie auf fast allen Gebieten des Lebens, so ist der Norden, d. h. Skandinavien, auch im Postwesen schon sehr früh auf dem Plan gewesen. Vor nunmehr 112 Jahren, im Jahre 1823, legte der schwedische Leut­nant und Reichstagsabgeordnete Curry Gabriel Treffender^ dem schwedischen Par­lament einen Vorschlag vor, bestempelte Papiere verschiedener Werte einzuführen, diegleich Staatsstempeln verkäuflich sein und aus Briefumschlägen zur Ausweisung des bezahlten Portos aufgeklebt werden sollten". Und mit der Annahme dieses Vorschlages nahm die Geschichte der schwe­dischen Briefmarke ihren Anfang. Aller­dings hat es noch einige Zeit gedauert, bis es zur Anwendung richtiger Briefmarken in Schweden kam, so daß eine ganze Reihe anderer Länder inzwischen Schweden zu­vorkam, doch hat die Treffenbergsche An­

Jubiläumsmarke zum 70jährigen Geburtstag König Gustavs.

regung insofern bereits bahnbrechend ge­wirkt, als schon im Jahre 1824 alle schwe­dischen Zeitungen und Zeitschriften ange­wiesen wurden, Staatsstempel in verschie­denen Werten anzubringen, um durch die Post frei versandt zu werden. Der Stem­pelwert war je nach Länge des Postweges und der Zahl der Bogen der Zeitung und Zeitschrift berechnet. Erst einige Jahre später ging man auch in England dazu über, derartige Vorschriften einzuführen. Und diese Zeitungsstempel kann man zwei­fellos als das erste Frankozeichen über­haupt ansehen.

Im Jahre 1854 beschloß der schwedische Reichstag endlich die Einführung eines einheitlichen Portos für den inländischen Briefverkehr. Und als Folge davon kamen

Die Druckpresse, auf der heute die schwedishen Briefmarken

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Durchaus ähnliche Beobachtungen wur­den auch an schwerkranken Menschen ge­macht. Todeskrankheiten gehen fast immer mit einem Abfall der elektrischen Ladung im Körper einher.

Die Heilkraft der Leber elektrisch bedingt?

Es kann kein Zufall sein, daß gerade die Leber der Elektromotor und das Hoch- spannungsorgan des Körpers ist. Schon die alten Aegypter kannten die wunder­same Heilkraft der Leber und auf ihren Papyrusrollen wird das Leberessen als

am 1. Juli 1855 in Schweden die ersten Briefmar­ken zur Einfüh­rung, also 8 Jahre später als in der britischen Kolonie Mauritius die be­rühmten Mauri­tiusmarken ein­geführt wurden. Diese ersten schwe­dischen Marken stellten einen

Schild dar, auf dem drei kleine

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die Marke bezahlen müssen.

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Kronen eingezeichnet waren, und über dem Schilde war eine größere Krone aufgedruckt. Gemäß der damaligen Münzwährung wurden die Marken nach Skilling Banco" gewertet. Und diese Marken waren bis zum Jahre 1858, wo eine neue Münzwährung eingeführt

wurde, im Umlauf, also im Ganzen nur drei Jahre. Da dann die gesamte Rest­auflage verbrannt wurde, sind diese alten Skilling-Banco-Marken" sehr rasch im Gestempelte Marken ko-

Preise gestiegen, sten heute 200-400 schwedische Kro­nen, und für eine ungestempelte muß man sogar 1000 Kronen be­zahlen. Und unter diesenSkilling- Banco-Marken" gibt es nun die merkwürdigsten und seltsamsten

Exemplare nicht nur Schwedens, sondern auch ganz Europas. So gibt es eine 3 Skilling-Vanco-Marke in gelber an Stelle der richtigen grünen Farbe. Und diese Marke hat ihre eigene Bewandtnis. Im Jahre 1857 wurden wieder neue Mar­ken gedruckt und während des Druckes wurde plötzlich ein Klischee schadhaft. Es handelte sich um ein 8 Schilling-Klischee. In der Eile verwechselte man aber nun die Klischees und schob anstelle des 8-Schil- ling-Klischee ein 3 Schilling-Klischee unter die Druckpresse. Kein Mensch wur-

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25 Jahre gedau­ert, bis dieser Fehler überhaupt herauskam. Ein schwedischer Schul­junge, der eifrig Marken sammelte, entdeckte eines Tages in seiner Sammlung diese kuriose Marke, lief zu einem

7,50 Kr. abkaufle. Von hier ging die Marke bereits zu einem Preise von 1000 Kronen nach Oesterreich. Der große Sammler Ferrari in Paris erstand die Marke schließlich, und nach dessem Tod wurde sie von dem schwedischen Ba­ron Leijonhufvud auf der Auktion für 30 000 Kronen erworben. Beim nächsten Verkauf war der Preis wieder gestiegen, und der Eoten- burger Rechtsan­walt Ramberg in dessen Besitz die Marke noch heute ist, hat endlich 40 000 Kronen für

bestes Mittel gegen die Nachtblindheit empfohlen. Die moderne Medizin ver­wendet die Leber als das lebensret­tende Heilmittel' der bösartigen Blut­armut, da die Leber einen unentbehrlichen Stoff für den Aufbau des Blutes enthält. Man weiß auch, daß die Leber als erstes Organ alle Gifte aus dem Blut auffängt und in sich speichert, daß sie weiter die Vorratskammer unseres Körpers ist und auch sonst wichtige Aufgaben als der Chef­chemiker des Organismus erfüllt.

Offenbar dank ihrer starken elektVi-

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sich bei dieser Marke um ein Uni­kum handelt, das in ganz Europa einzig in seiner Art ist, wird dieser Preis sicher noch nicht der Letzte sein.

Mit dem Jahre 1858 wurden dann die neuen Markenwerte eingeführt, die der neuen schwedischen Währung entsprachen Diese Werte hat man beibehalten. In den Jahren 18911897 kamen 5 Oere-Marken mit dem Kopf König Oscar II. in grüner Färbung heraus. Und von diesen Marken

existieren wiederum einige, im Ganze« 7 Stück, Fehldrucke in brauner Farbe, die heute einen Preis von 7000 Kr. habe«. Ein besonders merkwürdiger Fehldruck exi- stiert nun noch aus dem Jahre 1879. Hier handelt es sich wohl auch um einen der interessantesten Fälle in der philatelisti- schen Geschichte. Und das ist die 2030

Oere-Marke, die also sozusagen zwei Werte zur Auswahl angibt. Auch hier spielte der Zufall die Hauptrolle. Beim Drucken neuer Bogen dieser Markensorte ging eben­falls wieder einmal ein Klischee entzwei. Man ersetzte das schadhafte Klischee der 20 Oere-Marke aber nur teilweise, indem

de die Verwech slung gewahr. «« ^^-^"^ uv» u» «n«^, «^v

Und es hat fast man von einem gerade bereitliegenden

30 Oere-Markenklischee die in der Mitte in einen Kreis gestellte Zahl 30 heraus­meißelte, und dieses so zurechtgemachte Stück auf die schadhafte Platte auflegte. Man vergaß dabei aber völlig, daß diese Markentype neben der Zahl 30 in Ziffern auch noch die Zahl in Buchstaben (Tretio- Dreißig) enthielt. Und so kam eine neue 20-Oere-Marke heraus, die in der. Mitte im Kreisfelde den Zahlenwert 20 in Zif­fern und darunter in Buchstaben den Wert Dreißig (Tretio) in Buchstaben angao. Markenhändler, Von diesen Vogen wurden nach Abzug der der sie ihm für Makulatur 5818 Stück am 19. Dezember " 1879 abgeliefert. Aber erst im Jahre 1880

wurde der Fehler entdeckt. Durch öffent­liche Kundgebung wurden die Fehldrucke aufgerufen und âm 31. März 1880 waren 4848 Stück wieder eingezogen worden, die sofort verbrannt wurden. 970 Stuck dieser Marke sind also herausgekommen.

Eine lange Zeit hindurch sind nun schwedischen Briefmarken in Oesterreich graviert worden, während sie von einer schwedischen Firma zuerst in Kupferdruck und dann in Buchdruck gedruckt worden sind, bis seit dem Jahre 1920 die gesamte Herstellung der Marken in Schweden sem ausgenommen worden ist. Nunmehr we' den die schwedischen Marken in StahDrun auf einer amerikanischen Benj. Stickney Maschine gedruckt. Die in diesemi W herausgekommenen Reichstagsiubuaum marken sind von dem schwedischen Prosei! Oll Hjortsberg entworfen worden.

Die wertvollste Sammlung schwE Briefmarken befindet sich im Postmul in Stockholm, das auch eine sehr werw Sammlung ausländischer Marken s ' darunter die beiden weltberühmten J

ritiusmarken vom Jahre 1847.

schen Spannung vermag sie die Gift-, Heil- und Nährstoffe aus dem 5 strömenden Blut herauszuahgem , der geriebene Harzstab die Hollunderm kügelchen elektrisch anzreht. Damit mry ein Lebensrätsel geklärt, doch ein g geres Geheimnis tut sich auf: g<n die Leber ihre elektrische ^Mne ^ erzeugen mag und wieso geraoei ^ düngen, die für die LebensvorE^ besten und zweckmäßigsten sind. , Si vorläufig ein Mysterium ^es^^