Deutsche Schiffe im Aew-Norker Hasen setzen die Hakenkreuz-Flagge.
Großb erichte der amerikanischen Presse.
Sämtliche zur Zeit im Rew-Uorkcr Hafen liegenden deutschen Schiffe nahmen am Dienstag um 8 Uhr früh, New Parker Zeit, den feierlichen Flaggen wechsel vor. Unter den Klängen des Präscnticrmarschcs wurde die Hakenkreuzflagge gehißt. Kavitän Ahrens vom Llonddamvfer ..B r e m e n" aab das
Die Hakenkreuzflagge auf allen deutschen Schiffen.
Bereits am Tage nach der historischen Reichstagssitzung und dem Beschluß des neuen Flaggengesetzes hißten die deutschen Handelsschiffe die Hakenkreuzflagge. (Scherl Bilderdienst — M.j
Signal zu dem gemeinsamen feierlichen Akt. Die New- Aorker Presse bringt die Berichte über dieses Ereignis mit zahlreichen Bildern aus der ersten Seite ihrer Ausgaben.
Die in Bremen arbeitende Betriebsgemeinschaft oes Norddeutschen Lloyd versammelte sich im Mittelbau des Verwaltungsgebäudes, um in einer offiziellen Feier des F l a g g e n w e ch s e l s in der Schifffahrt zu gedenken. Der Führer des Betriebes, Dr. Rudolf F i r l e, erinnerte in einer kurzen Ansprache an die erhebenden Ereignisse in Nürnberg. Stolz und ehrenvoll, so sagte Dr. Firle u. a., hat die schwarzweißrote Flagge Jahrzehnte über Deutschland und seiner Handelsschiff- fahrt geweht. Als am 16. März die Wehrhoheit des Volkes erreicht war, konnte die schwarzweißrote Flagge in Ehren als Erinnerung an eine Epoche, die im Vergleich zu unserer großen Geschichte doch nur eine Etappe war, niedergeholt und zusammengerollt werden.
Denn das neue Reich, das unter dem Hakenkreuzbanner erkämpft wurde, ist Wirklichkeit geworden.
Es wird für uns unter der neuen Flagge eine freudige Aufgabe sein, das Reich, das hinter dieser Flagge steht, stets würdig zu vertreten. Wir können mit Zuversicht und Vertrauen unserer Arbeit nachgehen und wünschen, daß unter dem Eindruck unserer Schiffe und ihrer Flagge auch die Welt allmählich erkennen möge, daß dieses Deutschland der Stärke das Land Europas ist, das all die Kräfte, die auf Zerstörung sinnen, durch die Liebe und Treue zu seinem Führer vernichtet.
Drei Schiffe der Kriegsmarine unternehmen Auslandsreisen.
Drei Schiffe der deutschen Kriegsmarine werden als Schulschiffe noch in diesem Jahr auf Auslandsreisen gehen. K r e u z e r „K a r l s r u h e" verläßt am 21. Oktober Kiel, besucht Mittelmeer- und indische Häfen, dann China, Japan, die Philippinen, Niederländisch-Jndien, das Rote Meer und Spanien. Der Kreuzer kehrt am 13. Juni 1936 wieder nach Kiel zurück.
Das Linienschiff „Schlesien" verläßt am 16. Dezember Wilhelmshaven zu einer Ausbildungsreise. Es wird sechs spanische und Mittelmeerhäfen anlaufen, ferner die Kanarischen und Kapverdischen Inseln, um über Spanien am 29. Februar 1936 heimzukehren. Als drittes Kadettenschulschiff geht Kreuzer „Emden" am 23. Oktober von Wilhelmshaven aus auf eine Auslandsreise. Die Reise führt über die Azoren nach Westindien, Mittelamerika, Mexiko und an der Ostküste entlang bis Kanada. Die Rückkehr erfolgt am 12. Juni 1936 über Spanien.
EmsHränkung der politischen Sendungen nach dem Reichsparteitag
Ausnahmen: 6. und 8. bis 10. Oktober.
Aus Anweisung von Reichsminister Dr. Goebbels hat die Reichssendeleitung für die Zeit nach dem Reichs- Parteitag stärkste Einschränkung aller politischen Sendungen ungeordnet. In den kommenden Wochen sind an politischen Sendungen lediglich zu erwarten:
Übertragungen vom Erntedankfe st 1935, die Übertragung der großen Eröffnungs- kundgebung des Winterhilfswerkes am 9. Oktober in der Kroll-Oper,
Sendungen vom 8., 9. und 10. November sowie eine Reihe von Sendungen aus dem Saargebiet.
Die durch diese Anweisung frei gewordenen Zeiten werden ausschließlich für Musikdarbietungen bereitgestellt.
Herbststürme rasen über das Land.
Witt 159 Stundenkilometer über England.
Nun Wb es Ernst mit dem HerDfi. Nur tvenige Tage noch, und er hält kalendermäßig seinen Einzug. Wettermäßig ist er bereits da. Stürme und Regenschauer kennzeichnen seinen Weg. Das Sturmtief, das am Vortag noch über England lag, ist mit ungewöhnlicher Geschwindigkeit über die Nordsee hinweggezogen. Im Bereich dieses Gebietes treten heftige Winde auf, die sich selbst in Berlin und in der Norddeutschen Tiefebene zu Sturmstärke stcigeru. In der Bielefelder Gegend und im Bergischen Land richtete ein Wirbelsturm große Verheerungen an. Vielfach kam es durch die vom Sturm entwurzelten Bäume zu empfindlichen Verkehrsstörungen. Teilweise wurden die Leitungen der Straßenbahnen durchschlagen. In Wuppertal wurden im Stadtteil Nächstenbreck die Dächer von fünf Baracken teils abgedeckt, teils stark beschädigt. Auch über dem fo- genannten Drachenfelser Ländchen (am Rhèin) fegte eine Windhose. Zahlreiche schwere Bäume, namentlich in den Gemeinden Mehlen, Niederbachem und Königswinter wurden umgeschlagen oder entwurzelt. An vielen Häusern sind Dachziegel, Verzierungen und Aufbauten abgerissen worden.
Am stärksten tobte der Herbststurm an den englischen K ü st e n, der auch noch im Innern des Landes in seinen Ausläufern gefährlich bemerkbar wurde. An der Südwestecke Englands auf der Höhe der Scilly-Jnseln erreichte der Sturm 15 0 Stundenkilometer Geschwindigkeit. Der 4000-Tonnen-Damvfer ..M a r v
Aus aller Welt.
Vier Opfer giftiger Pilze.
In der Fläming sta d 1 Treuenbrietzen hat sich ein schwerer Fall von Pilzvergiftung zugetragen, dem vier Personen zum Opfer gefallen sind, und zwar die 67 Jahre alte Frau Minna Schmidt, ihr 58 Jahre alter Mann, Frau Milo, eine Tochter der Frau Schmidt, und deren sechsjähriger Sohn Walter. Frau Schmidt hatte mit ihrer Tochter und deren beiden Kindern einen Spaziergang unternommen. Man fand eine Anzahl Pilze, darunter besonders den gefährlichen Knollenblätterschwamm, von denen Frau Schmidt trotz der Warnungen einer Nachbartochter ein Gericht zubereitete, das am nächsten Tage genossen wurde. Die siebenjährige Enkelin Margot Milo aß nicht von dem Pilzgericht. Alle übrigen erkrankten und starben kurze Zeit darauf.
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Das schwere Vergiftungs Unglück in O b erkaufen (Rhld.), dem Frau E i ch h a s und vier ihrer Kinder erlagen, während das jüngste 2^jährige Kind noch im Krankenhaus liegt, ist nach der nunmehr abgeschlossenen Untersuchung aus eine Lebensmittelvergiftung zurückzuführen. Die Familie hatte mit Ausnahme des Ehemannes mittags eingemachte Bohnen gegessen, und zwar als Salat. Die Bohnen waren bereits in Gärung übergegangen und durch den Gärungsprozeß waren die Gifte, die zu den in der Wirkung schlimmsten überhaupt gehören, frei geworden. Bei dieser Vergiftung handelt es sich um eine ausgesprochene Lebensmittelvergiftung, eine glücklicherweise äußerst selten auftretende Erkrankung. Fülle wie diese haben sich in Deutschland in den letzten 30 Jahren etwa 500 mal ereignet.
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Die Gattin des Staatssekretärs Grauert tödlich verunglückt.
Bei einem schweren Autounfall in der Nähe von Hildesheim.
Bei einem Zusammenstoß zweier Personenkraftwagen in der Ortschaft H a s e d e bei Hildesheim ist die Gattin des Staatssekretärs im Reichs- und preußischen Innenministerium Grauert tödlich verletzt worden. Frau Grauert befand sich mit ihrem Bruder, der den Wagen steuerte, auf der Heimfahrt von Köln nach Berlin. Der Chauffeur faß hinten im Wagen. Bei dem schweren Zusammenstoß hat die Gattin des Staatssekretärs Graueri einen schweren Schädelbruch erlitten. Der Chauffeur wurde durch die Windschutzscheibe geschleudert und ihm wurde hierbei die Kopfhaut bis zur Kopfmitte ausgeschnitten. Der Bruder der Frau Grauert wurde nur leicht verletzt. ebenso der Wagenführer des anderen Kraftwagens. Die beiden Schwerverletzten wurden dem Städtischen Krankenhaus zu Hildesheim zugeführt, wo Frau Grauert ihren Verletzungen erlegen ist.
Frau Grauert, die Tochter des rheinischen Industriellen Ernst Bischof, ist erst seit April d. I die Gattin des Staatssekretärs.
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Thaterdrand
Prag, 18. September. Wenige Minuten nach Eröffnung der Abendvorstellung im Prager Ständetheater brach am Dienstag auf der Bühne ein Brand aus, der von den Prager Feuerwehren zusammen mit den Bühnenangestell- ten im Laufe von 20 Minuten bewältigt werden konnte. Die Ursache des Brandes dürfte Kurzschluß gewesen sein. Die Kulissen und der Schnürboden des Theaters wurden durch den Brand vernichtet. Durch die Geistesgegenwart der Schauspieler, die das Publikum dadurch beruhigten, daß sie den Bühnenbrand als zur Handlung des auf» geführten Werkes gehörend bezeichneten, wurde eine Panik verhindert. Nachdem der eiserne Vorhand niedergegangen, war, wurde das Theater vom Publikum in voller Ruhe geräumt.
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Wahnsinniger Fluggast greift Piloten an.
Ein amerikanischer Flieger hatte ein grauenhaftes Erlebnis in der Luft zu bestehen. Sein Fluggast, der Brooklyner Baseballspieler Koennecke, wurde plötzlich wahnsinnig, griff den Piloten Muluqueeny tätlich an, versuchte den Steuerknüppel zu ergreifen und den Piloten von seinem Platz fortzudrängen. Der Pilot griff darauf zum Feuerlöscher und versuchte sich damit des Wahnsinnigen zu erwehren. Aufs äußerste darüber gereizt, stürzte sich der Geistesgestörte bald auf den Piloten, bald auf seinen Fallschirmabspringer, Der Pilot wußte sich.
Kingsley" ist dort mit 50 Mann Besatz«» einigen Passagieren in Seenot geraten. Er ^ Ladung Lokomotiven für Westafrika an Bord. ei«t Land sind die Telephon- und Telegraphen^?^ beschädigt.
Schwerer Sturm an der NordseeM
Bremen, 18. Septem,
Die in der Nacht an der englischen Küste herri*/' schweren Stürme suchten am Dienstag auch di- s Nordseeküste heim. Ueber die Friesischen Inseln Sturm in Stärke 11 hinweg und steigerte sich s« L Böen sogar bis zum Orkan. Um die Mittagszeit S i Sturm am heftigsten und peitschte in langanbnuS Böen, wie sie seit Jahren im ganzen Gebiet nicht achtet wurden, große Regenmassen mit sich. sind bisher nicht bekannt geworden. n UnW
In vielen Orten Westhollands wurden durch den ich Sturm Verheerungen angerichtet. In Amsterdam zahlreiche Antennen von den Dächern gerissep ««??? Bäume entwurzelt. Durch umgefallene Bäume würd/? g: amte Verkehr auf einer der Hauptstraßen der Ä d n N. Z. Voorburgwall, längere Zeit lahmgeleat d n Nordseehäfen Pmuiden und Hoek van Holland der Lotsendienst eingestellt werden. Der gesamte sah .sverkehr mit Amsterdam und Rotterdam [ua In Leyden und Re Breda wurden mehrere große lungszelte vom Sturm in Stücke gerissen. '
um das Flugzeug vor dem Absturz zu bewahrens» anderen Rat, als den Wahnsinnigen mit dem löscher einen festen Hieb zu versetzen, der ihn b machte. Erst bei der Landung stellte sich heraus, Schlag tödlich gewesen war. Muluqueeny tourbe btiVi Landung bis zur Aufklärung des Dramas in U gehalten.
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WeÜ er Allahs Glimme vernahm
Ein Amokläufer tötet sieben und verletzt neun Mensch,,
Nach Meldungen aus Medan und Sumam fielen in der Ortschaft K w a l a Bangko in der LG schaft Kwaloen sieben Personen, darunter drei Framx einem Amokläufer zum Opfer. Ferner wurden Mi Frauen schwer und sieben Männer leicht verletzt. Des Drama ereignete sich während einer r e l i g i ö sen Zusammenkunft eines sogenannten GebelslM währenddessen sich die Dorfbewohner zehn Tage lang in einem engen Raum einschließen ließen, um nicht durch di: Ereignisse der Außenwelt in ihrer Andacht gestört zi werden. Mitten in dieser religiösen Zeremonie erW plötzlich ein an ihr teilnehmender Malaie, er habe AN- Stimme gehört, der ihm befohlen habe, ihm Menschen opfer darzubringen. Er ergriff darauf ein scharf ge schliffenes Messer und richtete damit in dem engen, ni außen verschlossenen Raume ein furchtbares Blutbad an
Was bringt der Rundfunk'
Reichssender Frankfurt.
Frankfurt: Donnerstag, 19. September
6.00: Choral, Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Hantölm- Morgenmusik. In der Pause 7-00: Zeit, Nachr. 8.00: Wasserstand. 8.10: Stuttgart: Gymnastik. 8.30: Sendepause. 9.00: Nur Trier und Koblenz: WerbekonzÄ 9.15: Nur Trier und Koblenz: Trio für Klavier, Flöu» Violoncello von Weber. 9.30: Seltener gehörte Klaviermusik. 9 45: Konzert für Oboe und Klavier von W1 10.00: Sendepause. 10.15: Stuttgart: Schulfunk: * liodersingen. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche« Haus. 11.00: Werbekonzert. 11.40: Programm, schaftsmeldungen, Wetter. 11.45: Bauernfunk.
12.00: München: Mittagskonzert. Ltg.: List Dazw. M Zeit, Nachr.; anschl.: Nachr. aus dem Sendebezirk. Zeit. Nachr., Wetter. 1415: Mitten im Werktag.»- Motoren für neue Treibstoffe. — Stellengesuch der r« u. a. 14-55: Zeit, Wirtschaftsmeldg. 15.00: Nur E Nachrichten der Gauleitung. 15.15: Wer läßt den D-' steigen? Ein Funkspiel für die Kleinen. 16-00: Musik für Violine und Klavier. 16-30: Bücher^ 16-45: Wanderung durch die Rhön. Von 3- 17-00: Leipzig: Nachmittagskonzert. 18-30: KunD der Woche. 18.35: Plauderei um Arthur Schopens Zu feinem 75. Todestag. 18.55: Meldungen.
19.00: Kaiserslautern: Unterhaltungskonzert. 19-o0. spiegel. 20.00: Zeit, Nachrichten. 20-10: Orchesters 21.00: Madame Unbekannt. Sketsch. 21-20: 'musik. 22.00: Zeit, Nachrichten. 22.15: Wetter, Sport. 22.20: Volksliedsingen auf dem Frerburâ r § ster-Platz. 23.00: Breslau: Reichssendung: Musik. 23.35: Unbekannte Klaviermusik von Einlage: W. Jinkertz: Aus meinen Reger-Ernm^ ^ 24.00: Aus Stuttgart: Aus dem Opernschach" 4 und Verdis. (Aufn.).
Deutschlandsender.
Deutschlaudsendcr: Donnerstag, 19. Sevtewbe^^
6.00: Guten Morgen, lieber Hörer! GlockensP-el, sprach. Choral: Jesu, geh' voran. Wetter. o ^r Gymnastik. 6.30: Fröhliche Morgenmunk nm , ^, pelle Herb Fröhlich u Harry Gondi. A^ E Nachr. 8.20: Breslau: Morgenständchen mr " frau 9.00: Sperrzeit. 9.40: KindergVmE .^B Sendepause. 10-15: Volksliedsingen. 10lo- ^M" 11.05: Für die Landfrau: Die Fütterung der: » 11.15: Seewetterbericht. 11.30: Der Bauer der Bauer hört: Wie die Saat, so dre n 12ckw"e Musik zum Mittag. Dazw.: 12.55: 8°®^ 13.00: Glückwünsche. 13.45: Nachr. von Zwei bis Drei! 15.00: Wetter,.
15.15: Die deutsche Frau als Hüterin de-
15.40: Reise bild er aus Leningrad. rgrufit^ ö 16.00: Rheinische Kumpels vor'm MckroM. ^ : w Wer ist wer? - Was ist was? 17-45- Lew- „. am Nachmittag. 18.20: Ein Arbeiter erzuv Segelsportfahrt mit „Kraft durch Srem* 1 19.00: Rundfunkausstellung und Empfangs ..^ U' ,. Und jetzt ist Feierabend. Saaarbrücken. 1 Mnfp^ Haltung. 19.45: Deutsch land echo. 20.w- 6e[ tg anschl.: Wetter, Kurzuachr. 20.10: Mr ^« 20.30: Spätsommer tag. Gedichte. 20.4 zgeE^ dirigiert die Berl. Philharmoniker. '«eit-
ges- u. Sportnachrichten. 22.20: Zwischenpru^M^ Seewetterbericht. 23.00: Reichssendnng' ä^F genössische Musik. 23.35: Breslau: Unteiv