Proletariats ist Hine fr Te ö'li ch'ë 6 r o & e r un g”, da wird die Einheitsfronttaktik gefordert, deren letztes Ziel die Sprengung der bürgerlichen Staatsgewalt sein müsse da wird die Eroberung der Gewerkschaften, aber auch das zweckbestimmte Zusammengehen mit den christlichen Gewerkschaften, die Einsetzung der Frauen in den marxistischen Kampf, die Verseuchung der Jugend mit marxistischem Gedankengut gelehrt. Es wird das Ziel aufgezeigt, dessen Erreichung letzten Endes alle Arbeit der Komintern dient: die Union der s o z i a l i st i s ch e n Räterepubliken der Welt, d. h. die absolute Herrschaftderjüdisch-bolfchewistischenClique über alle Völker der Erde. Es wird verlangt, sich darauf vorzubereiten, daß der nächste Weltkrieg in eine marxistische Weltrevolution umgewandelt werde. Es wird die planmäßige Auspeitschung der Kolonialvölker als besonders zweckmäßig empfohlen. So heißt es unter anderem, daß „die wirkliche Gefahr für die britische Herrschaft von der anwachsenden »Massenbewegung der indischen Arbeiter" komme. Mit unverhohlener Genugtuung wird ferner zur Kenntnis genommen, daß in einem Jahre nicht w e'n i g e r als „siebzig Meutereien" in der französischen Armee festgestellt werden konnten. Münzenberg spricht über sein Spezialgebiet: die Gründung getarnter Organisationen, über die man leicht auch an „indifferente, apathisch lebende Arbeiter" herankomme, so daß man auch diese für die Pläne der Komintern einspannen könne.
Man hat eingewendet, das alles seien nur große Worte und außerdem als Beschlüsse der Komintern nicht für die Sowjetunion maßgebend. Dem kann man nichts Treffenderes entgegenhalten als die Erklärungen, die auf dem sechsten Weltkongreß der Komintern selbst über die Rolle der Sowjetunion bei einer Weltrevolution abgegeben worden sind und die im offiziellen Kommunistenkalender für das Jahr 1929 kommentiert werden. Hier der Wortlaut: „Die Sowjetunion wird notwendigerweise zur Basis der internationalen Bewegung aller unterdrückten Klassen, zum Hauptherd der internationalen Revolutionen, zum bedeutsamen Faktor der Weltgeschichte." Die Sowjetunion spielt „eine revolutionäre Rolle ohnegleichen: die Rolle eines Motors der internationalen proletarischen Revolution". Deutlicher konnte nicht gesagt werden, was beabsichtigt ist.
Wenn es noch einey Zweifel hätte geben können, er wäre mit diesen Worten aus der Welt geräumt. Sechs Weltkongresse der Komintern haben den Auftakt gegeben und das ideologische und praktische Grundgebäude errichtet, von dem aus die Moskauer Machthaber hoffen, die ganze Welt erobern und unter ihre Knute zwingen zu können. Der siebente Kongreß führt fort, was sie begannen. Die Welt horcht auf ihn aufmerksamer als auf die früheren. Wird sie endlich, bevor es zu spät ist, die Konsequenzen aus dem Vernommenen ziehen?
Neue Hetzreden auf dem Kominiernkongreß.
Ein „deutscher" Kommunist plaudert in Moskau aus der Schule.
Der Kominternkongreß brachte, wie das Deutsche Nachrichtenbüro mitteilt, in seinem weiteren Verlauf mit einer zweistündigen Rede eines „deutschen" Kommunisten, des früheren Reichstagsabgeordneten Walter, wiederum eine Enthüllung über die Kominternpläne in Deutschland, die des Interesses auch der deutschen Öffentlichkeit sicher sein dürften. Nach dem sowjetamtlichen Sitzuntzsbericht hatte der Redner großen Beifall. Was den Kongreß der Weltrevolutionäre zu so großer Begeisterung anstachelte, war, daß Walter es auf der einen Seite verstand, den Anwesenden ein Wunschbild von dem Wege zu zeichnen, „den die Werktätigen Deutschlands zu ihrer Befreiung beschritten hätten" (!!) und daß er auf der anderen Seite bereits in die Wege geleitete Versuche der Komintern enthüllte, sich mit katholischen Organisationen Deutschlands zur Herstellung einer gemeinsamen „Kampffront gegen den Nationalsozialismus" in Verbindung zu setzen (!!). Walter — so verzeichnet der sowjetamtliche Bericht — sprach von „neuen Methoden im Kampf der arbeitenden Klassen und im besonderen von einer der Formen dieses Kampfes, vom passiven W i d e r st a n d".
Nach Walter kam ein chinesischer Kommunist zu Worte, der sich mit der Frage der Weltrevolution in kolonialen und halbkolonialen Ländern befaßte und insbesondere über die angeblichen Erfolge der Roten in China sprach.
NauenWer Flugzeug abgeftürzt , Der Arbeitsminister unter den Toten.
Rom, 9. August.
Der italienische Minister für öffentliche Arbeiten, Luigi Ra z za, ist auf einer Dienstreise nach O sta f r i ka einem Flugzeugunglück zum Opfer gefallen. Auf der Strecke Rom—Massaua stürzte das Flugzeug, in dem sich der Minister befand, kurz nach einer Zwischentandung 14 Kilometer hinter K a i r o ab. Hierbei fanden v i e r M a n n Besatzung und außer dem Minister noch drei Fahrgäste den Tod.
Die Nachricht von dem Unglüif wurde in römischen Kreisen mit größter Bestürzung ausgenommen. Der im Jahre 1892 geborene Minister gehörte 1919 zu den Mitbegründern der Faschistischeu Partei und hat in den Jahren des Ausbaues als persönlicher Freund und Mitarbeiter des Duce dem Faschismus größte Dienste geleistet.
Norwegische Unfreundlichkeit
Oslo, 9. August.
Die Senoekeitung des norwegischen Reichs-Rundfunks yat beschlossen, aus der Reihe der über den Rundfunk erteilten Sprachunterrichtsstunden die deutsche Sprache zu verbannen und nur noch die französische und die englische Sprache beizubehalten, weil angeblich der Rundfunk mit Sprachunterrichtsstunden übersättigt sei und man daher eine der Fremdwracken vom Rundfunk- Programm absetzen müsse.
Bei der Einstellung gewisser norwegischer Kreise gegenüber dem Deutschland Adolf Hitlers bedeutet dieser Beschluß für die mit den Verhältnissen in Norwegen Vertrauten keine Ueberraschung. Er liegt auf der Linie der Beschlüsse der roten Gemeinden Oslo und Bergen, die es seinerzeit ablehnten, der Nordischen Gesellschaft für das Musikfest in Lübeck norwegische Fahnen zur Verfügung zu stellen. Es ist daher nur natürlich, wenn in Verfolg dieser Geisteshaltung gegen das neue Deutschland bei der Erwägung, welche von den drei Fremdsprachen vom Rundfunkprogramm zu streichen war, die Wahl auf die deutsche Sprache fallen mußte.
Jeder Jugendliche drei bis vier Wochen jährlich im Lager.
Baldur von Schirach begrübt die auslandsdeutschen Jungen im Hochlandlager bei Lenggries.
Seit Ailttwoch weilen die 1400 deutschen Jungen aus dem Auslande, die vor ihrer Fahrt durch Deutschland im Lager K u h l m ü h l e bei Rheinsderg die Schönheit der märkischen Landschaft kcuncngelernt hatten, im Hochlandlager bei Lenggries. Inmitten der stolzen Berge des Jsarwinkels gelegen, ist diese Zeltstadt in einem der idyllischsten Punkte des bayerischen Alpenlandes errichtet. Zehn Tage leben die auslandsdeutschen Jungen mit ihren 4000 Kameraden aus der Heimat m fröhlicher Lagergcmeiirschast dort zusammen.
Das Welttreffen der Hitler-Jugend erhielt Donnerstag ein besonderes Gepräge durch eine Ansprache des Reichsjugendführers Baldur von Schirach. Der Reichs- jugcndführer hieß die deutsche Jugend aus 48 Nationen im Auftrage des Reiches und der NSDAP, willkommen und führte dann u. a. aus:
„Dieses Deutschland der Hakenkreuzfahnen, das Deutschland einer einigen Jugend, das Deutschland der Wehr und Ehre ist nicht von ungefähr entstanden. Es ist die Frucht einer ungeheuren Opferleistung von Millionen, das Werk einer entschlossenen Kampfgemeinschaft von Nationalsozialisten. Ohne dieses Opfer, ohne diesen Einsatz wäret ihr nicht hier. Es ist wichtig, diese Erkenntnis milzunehmen, daß nur durch Opfer große Leistungen geschaffen werden." Der Reichsjuge-nd- führer erklärte dann weiter, Hitler-Jugend und Reichsjugendführung sind der Meirmng, daß dieses Lager in dieser Form und Gestalt
finnMiges Symbol des Wollens der gesamten-j«»gen Generation
ist. In erzieherischer Hinsicht ist dieses Lager zielweisend für die deutsche Zukunft. Heute sind es zwei Millionen, die in solchen Lagern sind, in den kommenden Jahren wird es keinen Jugendlichen in Deutschland geben, der nicht 3 bis 4 Wochen im Lager verbringt, nicht nur zur Erholung, obwohl dies auch bewirkt wird, sondern um die Jugend zusammenzuführen, die nicht sucht Armut oder Reichtum, konfessionelle oder Klaffensragen, sondern die nur die Kameradschaf't der Jugend kennt. Das ist das gewaltige Erlebnis, das uns mit den Ausländsdeutschen verbindet und erfüllt, dieses Gefühl der Zusammengehörigkeit und Schicksalsverbundenheil.
Die Hitler-Jugend sieht keine religiösen Güter gefährdet, wenn sie gegen konfessionelle Sonderbündekei angeht und
eine große Gemeinde aller Deutschen
fordert. In der nickt aekraat wird nach Stand oder kon
Stahlhelmverbot in Berlin- Brandenburg, Pommern und Ostmark
Mit sofortiger Wirkung aufgelöst. — Die Begründung des Geheimen Staatspolizeiamtes
Wie das Geheime Staatspolizeiamt mit- teilt, sind die Landesverbände Berlin-Brandenburg, Pommern und Ost mark des NSDFB. (Stahlhelm) einschließlich aller Untergliederungen aus Grund des § 1 der Verordnung zum Schutz von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 in Verbindung mit § 4 des Polizeiverwaltungsgesetzes mit sofortiger Wirkung aufgelöst worden. Zugleich wurde das Vermögen der gesamten Landesverbände und ihrer Gliederungen vorläusig beschlagnahmt.
In der Begründung des vom Gestapa ausgesprochenen Verbotes der Landesverbände Berlin-Brandenburg und Pommern wird folgendes ausgeführt: „Die politische Entwicklung der genannten Landesverbände hat in den letzten Monaten, besonders aber in den letzten Wochen Formen angenommen, die geeignet sind, die Autorität des nationalsozialistischen Staates in Mißkredit zu bringen. Zahlreiche Auslassungen von Mitgliedern und Führern dieser Verbände bekunden eine oppositionelle, ja sogar staatsfeind- l i ch e E i n st e l l u n g. Die für den NSDFB. auch in diesen Verbänden erlassenen staatlichen Anordnungen sind entweder nicht beachtet oder umgangen worden. Die bis in die jüngste Zeit hinein erfolgte Aufnahme von Mitgliedern aus den Reihen der Nichtfrontkämpfer, den marxistischen Lagern, den verflossenen gegnerischen Parteien, machen den NSDFB. zum Sammelbecken oppositioneller und reaktionärer Kräfte. Die Auflösung der Landesverbände Berlin-Brandenburg und Pommern ist aus Gründen der öffentlichen Sicherheit, Ruhe und Ordnung daher geboten."
Die gleichen Gründe waren für die durch die zuständige Staatspolizeistelle verfügte Auflösung des Landesverbandes O st m a r k maßgebend.
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fessioneller Einstellung, sondern nur nach dem deutschen Volkstum der Volksgenoffen. Mit uns sind alle grünen und guten Kräfte der deutschen Vergangenheit und di- Besten der deutschen Zukunft. Und eines wissen wir ae- wiß: Wenn dieser Kampf um die Einheit des Reiches 15 50 oder 100 Jahre dauern mag, wir werden ihn durchs känchfen und bestehen, nicht um eines bürgerlichen Vereinsidcals wegen, nicht wegen eines Sonderzieles sondern um unseres ewigen deutschen Volkes willen. '
2v«ovo Stadtkinder brauchen Erholung!
Der Reichsschatzmeister der NSDAP, h^ im Einvernehmen mit dem Reichs- und preußisch» Minister des Innern dem Hauptamt für Volkswohlsahr, die Durchführung der sogenannten „K i n d e r l a u d v e r. schickung" auf jederzeitigen Widerruf, innerhalb beä Deutschen Reiches in der Zeit vom 1. Juli bis 31. Oktober 1935 genehmigt. Die Kinderlandverschickung erfaßt die Freistellenwerbung einerseits und die Frei. Platzzuweisung andererseits. Eine Werbung von Geldspenden ist mit Rücksicht auf die allgemeine Sammelpause verboten.
Seit Wochen wirbt die NS.-Volkswohlfahrt Freiplähe für erholungsbedürftige Stadtkinder. Ihre Mühe war nicht umsonst: rund 200 000 Kinder fuhren aufs Land, lernten Deutschland kennen, kehrten sonnverbrannt, mit blühenden Wangen und strahlendem Gesicht in die Heimat zurück. 200 000 Elternpaare waren auf Wochen die Sorge um ein hungriges Mäulchen los 200 000 Mütter konnten einmal an sich selbst denken uns zumindest ein wenig rasten in ihrem sonst ruhelosen M;
Aber noch ist der Erfolg kein voller, noch ist di» Schlacht erst halb geschlagen! 200 000 Kindern würd» Erholung, 200 000 andere warten noch daraus und ihnen tut ein Landaufenthalt nicht weniger gut, Deutscher Bauer, in deine Hand ist es gelegt, das Ansehen des Vaterlandes zu erhalten und zu steigern. Hils mit, den 200 000 wartenden Kindern für einige Wochen Stärkung und Kräftigung zu sichern. Wir werden es schaffen!' Deutschlands Bauern wissen dem Führer Dank für die Errettung des Bauernstandes aus Verelendung und Not. Deutschlands Bauern sehen ihren schönsten Lohn für die Aufnahme eines Stadtkindes im frohen Kinderlachen und im Wissen um die Erfüllung ihrer Pflicht an Deutschlands Zukunft.
Der Kreisführer des Stahlhelm der K r e i s g r uppe Weida hat folgende Bekanntmachung erlassen: „Unter Berücksichtigung der Ereignisse der Letztzeit und unter Bezugnahme auf den Beschluß unseres Ehrenmitgliedes, Kamerad Generalfeldmarschall von Mackensen, löse ich hiermit die Kreisgruppe Weida des NSDFB. (Stahlhelm) — Ortsgruppe Weida, Wünschendorf, Endschütz, Frießnitz — aus."
Das Ende derFrei'mamerei in Deutschland
Das Deutsche Nachrichtenbüro teilt mit: In der Erkenntnis, daß freimaurerischer Geist und das Ideengut des Nationalsozialismus unüberbrüä- bare Gegensätze darstellen und für Freimaurer- organisationen im Dritten Reich kein Platz mehr ist, haben sich die in Deutschland noch bestehenden Altpreußi' schen Logen mit Wirkung vom 21. Juli 1935 aufgelöst.
Die bisher ein Sonderdasein führenden sächsische" Logen, d. h. die Große Landesloge von Sachsen in Dresden und die Großloge „Deutsche Bruderkette" in Leipzig, werden sich diesem Vorgehen anschließen und ihre Auflösung zum 10. August 1935 durchführen.
Warschau. Der polnische Ministerpräsident Obers Slawek, empfing den Vorsitzenden des Rates der Deutschen in Polen, Senator Haßbach, zu ein» längeren Unterredung. Den Gegenstand der Besprechung bildete eine dem Ministerpräsidenten überreichte Den-- schrift, in der die Wünsche der polnische» Staatsbürger deutscher Nation al11« niedergelegt sino. Der Ministerpräsident versprach, ° Denkschrift einer wohlwollenden Prüfung zu unterzieh
Steinbarrikaden in Brest, d>c die Aufrührer in den Straßen errichtet hatten. Dahmer harren die Demonstra»1 der Ankunft der Truppe»' Erst nach erheblicher ’ stârkung der ^oli^t « Marineinfanterie, Molulgarv und farbige Kolonialtrupp^ gelang die Wiederhers der Ordnung. (Scherl —