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Nr. 157 12. Jahrgang

Fuldaer Anzeiger

Dienstag, 9. Juli 1935

Stadt und Land

W etter ausfiditenfür morgen;

Wetterbericht des Reichswetterdienstes, Ausgabeort Frankfurt am Main.

Fortdauer des heiteren Sommerwetters mit ansteigen­den Temperaturen, jedoch später Neigung zu GewMer- bildung.

Am Samstag und Sonntag:

Wieder Einquartierung!

Am Samstag, den 13. und Sonntag, den 14. Juli, wer­den wir in Fulda wieder Einquartierung haben. Voraus­sichtlich rückt die Truppe, es handelt sich wieder um Kraft­fahrer, am Montag, den 15. Juli, in aller Frühe von Fulda ab. Diejenigen Haushaltungen, welche das letzte­mal Cinquaertierung gehabt haben, werden, soweit es möglich ist, verschont bleiben. Es wird noch einmal daraus aufmerksam gemacht, daß jeder Haushalt verpflichtet ist, Einquartierung anzunehmen, falls der Haushaltungsvor­stand nicht arbeitslos ist oder aus anderen Gründen nur unzureichendes Einkommen hat. Zeder Haushaltungsvor­stand, der Arbeit oder Einkommen hat, muß also Soldaten ins Quartier nehmen und erhält dafür die von Seiten des Reiches festgesetzten Vergütungen. Wer in seiner Wohnung keinen Platz für Einquartierung hat, kann die Soldaten auf seine Kosten in einem Gasthof oder bei Bekannten uitterbringc^.

Urteil revidiert!

Der Relchsehrengerichtshof des Handwerks ändert das Urteil des Ehrengerichtes für den Treuhänderbezirk Hessen gegen den Fuldaer Schreinermeister. H. ab.

Alle deutschen Blätter haben seinerzeit über das Urteil der ersten Instanz berichtet, laut welchem der Schreiner- meister H. von Fulda zu der schwersten Strafe, welche zu­lässig ist, nämlich der Aberkennung der Eigenschaft als Be­triebsführer, verurteilt worden ist. Die zweite und letzte Berufungsinstanz, der Reichsehrengerichtshof zu Berlin, kam nun zu einer wesentlich milderen Auffassung und sprach lediglich die leichteste Strafe aus, nämlich eine Warnung. Die Unkosten der Berufungsinstanz trägt das Reich.

Das Urteil setzt die Schuld des Meisters, der sein Züch­tigungsrecht gegen einen Lehrling überschritten hatte in das rechte Licht, indem es ausdrücklich hervorhebt, daß der Meister durch das Verhalten feines Lehrlings maßlos ge­reizt worden ist und beinahe nicht anders handeln konnte. Der Gerichtshof hob noch besonders hervor, daß alle sonsti­gen bei diesem Meister beschäftigten Lehrlinge ihm das beste Zeugnis ausgestellt hätten und froh wären, wenn sie in ihrem Leben immer eine so gute Stellung und Behandlung gefunden hätten. Es habe als ein Vorzug gegolten, gerade bei H. in die Lehre zu gehen, um ein tüchtiger Geselle und Meister zu werden.

Für den Rhön-Segelflug-Wettbewerb.

k. Hanau, 8. Juli. Zusammen mit den Innungen des Stadt- und Landkreises Hanau hat die Kreishandwerker­schaft Hanau dem Präsidenten des Deutschen Lustsportver­bandes, Pg. Loerzer, einen silbernen Pokal als Ehrenpreis für den Rhön-Segelflug-Wettbewerb zur Verfügung ge­stellt. Dieser Pokal, der beste Hanauer Silberschmiedearbeit darstellt, ist von der Hanauer Gold- und Silberschmiede- Jnnung angefertigt worden.

Schwurgericht in Bunan.

Vorsätzliche Kindestötung.

k. Hanau, 8. Juli. Das am Montag zusammengetretene Schwurgericht Hanau hatte sich mit dem schweren Delikt der vorsätzlichen Kindestötung zu befassen. Verantworten mußte sich die 1915 in Wallroth, Kreis Schlüchtern, gebo­rene Anna Elisabeth Müller, die nach der Anklage in der Nacht zum 24. Dezember v. I. ihr uneheliches Kind alsbald nach der Geburt vorsätzlich getötet hatte.

In ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, als unerfah­renes Mädchen vom Lande alsbald nach Verlaßen der Schule hinausgeschickt ins Leben, war sie bald gestrauchelt, hatte im Alter von 19 Jahren sich Mutter gefühlt so zeichnete ihr Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Klemm ihre Jugend und wurde gepackt von des Lebens Kummer, als sie in der Nacht zum 24. Dezember ein Kind bekam. In- Hanau bei verschiedenen Familien als Hausangestellte tätig gewesen, war die Angeklagte am 1. Juli v. I. in eine Hanauer Gaststätte in Beschäftigung getreten, hatte sich willig und fleißig gezeigt und nichts merken lassen, daß ihre Bekanntschaft mit einem 25jährigen Burschen Folgen gezeitigt hatte. Auch ihrem Liebhaber hatte sie von ihrem Zustand keine Kenntnis gegeben und war, als ein Zer­würfnis mit ihm eintrat, später in ein Liebesverhältnis au einem anderen jungen Mann aus Hanau getreten. Als sie in der Nacht zum 24. Dezember v. I. sich zur Ruhe in rtzr Schlafzimmer begeben hatte, in dem auch das 10jährige ersten ihres Arbeitgebers schlief, trat plötzlich und unverhofft die Entbindung von einem Mädchen ein, das von ihr mit in den Abort genommen wurde, um zu ver- kleine Lebewesen durch die Abortschllssel in das tlvslußrohr zu bringen. Bei diesem ergebnislos geblieben neu Versuche ist dem neugeborenen Kinde der Schädel ge­brochen und das Gehirn zerstört worden, so daß der Tod eintrat. Von der jungen Mutter ist dann die Kindesleiche

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Dienstag, 9. Juli:

Unlon-Theater: Die törichte Jungfrau.

Europa-Lichtspiele: Krach um Jolanthe.

Neues-Theater: Wie schön ist ein Feiertag, Mädel mit Dir.

Mittwoch, 10. Juli:

Unlon-Theater: Die törichte Jungfrau.

Europa-Lichtspiele: Krach um Jolanthe.

Neues-Theater: Wie schön ist ein Feiertag, Mädel mit Dir.

Zügend hat das Wort:

500 Jungen im

Bieberstein, den 8. Juli 1935.

Bei der Vorarbeit.

Pimpfe kommen und gehen, sie bringen Lebensmittel fürs Sommerlager. Ja, richtig, morgen geht's ja los ins Sommerlager IV des Gebietes 14 Kurhessen. Da stehen wir nun und nehmen die Lebensmittel in Empfang. Der bringt einen Korb mit Kartoffeln, Nudeln hat er auch und was weiß ich noch. Ein anderer hat dies, ein anderer jenes. Pimpfe bringen in riesigen Körben die Sachen, die die Ein­heiten gesammelt haben. Jetzt heißt es: Sortieren! Feine Arbeit! Innerhalb weniger Minuten sind wir ganz ein- gestaubt. In den Sack kommt Reis, dahinein Kaffee, dort­hinein Kakao und dahinein dies und dahinein das. Jeden­falls haben wir nicht weniger als 18 große Tüten, Kannen und Säcke vor uns stehen, in die die Fressalien verpackt werden. Dann fahren Lastwagen vor.Hau ruck, hau ruck", hinein mit den Packen und ab geht der Wagen ins Lager nach Bieberstein. Die ersten Pimpfe fahren schon mit das Vorkommando. Eine Gulaschkanone wird noch angehängt, Klicker besteigt den Bock und los geht's.

Inzwischen fährt unser Fritz in der Gegend umher, ver­handelt mit Behörden, Forstämtern und dergleichen und sorgt für die richtige Aufbauarbeit, er ist überall und nir­gends. Fünf Lager sollen entstehen: vier für die Pimpfe des Stammes Fulda und eines für die HI.

In den Einheiten, seien es Land- oder Stadteinheiten, wird eifrig zur Teilnahme an den Lagern geworben. Es soll doch jeder Jugendgenosse mit ins Lager. Ein Mittel hierzu sind die Elternbesuche.Ja, mein Junge, muß mit uns verreisen, und es sind ja doch sechs Wochen Ferien, da lohnt sich bie Sache wenigstens".Ja, wenn das jeder sagen wollte, dann kämen wir ja sonst wo hin, das geht doch nicht!" Noch ein paar mal hin und her, für und wider und ein neuer Teilnehmer ist gewonnen. Er erhält seinen Teilnehmerausweis, bezahlt seinen Lagerbeitrag, die Sache ist in Ordnung. Wenn dann so ein Einheitssührer mit seinen Elternbesuchen fertig, kann er wohl oft mit Freude feststellen, daß 80 und mehr seiner Pimpfe oder Hitler­jungen mitgehen.

Die Teilnehmer treffen ein.

Jetzt wird's aber bald Zeit, daß die ersten Jungens kommen. Auf, Fahnenmasten aufgestellt und dann zum Lagereingang, die müssen doch empfangen werden!" Wirk­lich, es dauert nicht lange, da treffen die ersten ein, schwer­bepackt, aber noch frisch und munter. Das Gepäck beiseite, den Brotbeutel gezückt und an die Arbeit. Die letzten Reste von Muttern müssen rattenkahl weggegessen werden'. Und dann kommen immer mehr und immer mehr. Der Bahn­hof Bieberstein, an dem sich die Eintreffenden sammeln, bietet ein buntbelebtes Bild. Tas kribbelt und krabbelt, bis auf einmal das Kommando ertönt:Antreten!" Im Nu stehen die Formationen. Viele sind gekommen, so daß Jub dem JungbannfUhrer 430 Pimpfe und 60 Hitlerjungen melden kann, die zur Teilnahme am Lager, und zwar zum ersten achttägigen Lehrgang erschienen sind.

Im Lager.

Hurra, das Lager hat begonnen. Acht Tage sollen wir nun hier oben in der wunderbaren Rhön leben und woh­nen. Unsere Heime sind die Zelte, die an den fünf Lager­orten sauber aufgebaut stehen. Jawohl, schön soll's werden. Wir wollen in echter Jungen-Kameradschaft hier hausen. Einer steht für den andern und alle stehen für einen in Treue fest und mit dem Willen, etwas zu leisten, damit wir

in Zeitungspapier gewickelt, in die im Hofe stehende Müll­tonne gesteckt worden. Fast wäre die Kindestötung unbe­merkt geblieben, denn die junge Mutter stand am Morgen in gewohnter Weise in der Küche und hatte, als die Haus­frau eintrat, die in einer Gaststätte notwendige Arbeit be­reits vollbracht. Erst als andere Personen Blutspuren auf der Treppe bemerkten, die bis zur Tür des Schlafzimmers der Hausangestellten führten und das 10jährige Töchterchen der Hausfrau mitteilte, daß sie in der Nacht in ihrem Zimmer das Schreien eines kleinen Kindes gehör: habe, wurde die Hausangestellte in die Enge getrieben und ge­stand ihre Tat, worauf sie durch einen Arzt dem Laudes­krankenhaus überwiesen wurde. Aus der Beweisaufnahme ging hervor, daß die Angeklagte, die vor Gericht sichtbar große Reue zeigte, das drittjüngste Kind ihrer Eltern ist, 10 Geschwister besitzt, in der Schule als minderbegabte Schülerin bezeichnet wurde und in ihrer Schwangerschaft nicht den Mut aufbrachte, sich anderen Personen anzuver­trauen. Auch von ihrem Arbeitgeberehepaar wäre ihr Hilfeleistung nicht vorenthalten worden. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft beantragte vier Jahre Zuchthaus, das Schwurgericht erkannte auf drei Jahre Gefängnis. Mil­dernd wurde der Angeklagten ihre Jugend und ihr dauern­der Zustand der Verzweiflung angerechnet, während ande­rerseits ihre Tat als ein schweres Verbrechen an der Ge­samtheit bezeichnet wurde. Die Angeklagte, die sich bisher auf freiem Fuße befand, wurde sofort in Haft genommen.

Verfehlungen im Amte.

k. Schlüchtern, 6. Juli. Wegen Urkundenbeseitigung im Amte ist von der großen Strafkammer Hanau der beim Amtsgericht Schlüchtern tätige 50 Jahre alte verheiratete Alfred S a u e r zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt wor­den. Die Anklage hatte ihm bei diesem Delikt gewinnsüch­tige Absicht zur Last gelegt, was aber die große Strafkam­mer zu seinen Gunsten verneint hat, so daß er von einer Zuchthausstrafe (der Staatsanwalt hatte ein Jahr Zucht­haus und 100 RM. Geldstrafe beantragt) verschont blieb.

Devisenvergehen.

k. Hanau, 6. Juli. Wegen Verbrechens gegen Bestim­mungen der Devijenverordnung vom 23. Mai 1932 und der erlassenen Durchführungsverordnung hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hanau das Amtsgericht Hanau die Be­schlagnahme des Vermögens des Diamantschleifereibesitzers Wilhelm Schleper in Hanau zur Sicherung der Geldstrafe und der Einziehung sowie der Kosten des Verfahrens an­geordnet.

Sommerlager.

mit neuem Mut und neuer Kraft nach den Lehrgängen wieder in unsere Heimatstandorte zurückkehren können.

Mit die erste Arbeit ist es, die Zelte mit frischem Krün auszuschmücken und gleich entbrennt ein friedlicher Wett­streit: Wessen Zelt ist am Schönsten!? Eifrig gehen die einzelnen Zelt-Belegschaften ans Werk. Die einen bauen sich einen wunderbaren Zelteingang, andere schmücken das gesamte Zelt aus und nach ungefähr einer halben Stunde bieten die Zelte einen wirklich fabelhaften Anblick. Da prangt ein Name: Seeräuber und dort gar: Menschenfresser. Da wird einem ordentlich gruselig; aber es ist halb so wild, wir tuen ja keinem etwas zu Leide undMenschenfresser" ist deshalb doch ein schöner Name für eine Zeltmannschaft, obwohl sie vielleicht besserBrotfresser" hieße. In kurzer Zeit auch sind die Lagereingänge so festlich geschmückt, daß man unwillkürlich an die Ehrenpforten denken muß, die sich in Fulda oftaus besonderen Anlässen" vor dem Bahn­hof erheben, aber unsere sind noch viel schöner!

Während der Nachtwache mag wohl manchem Mutter­söhnchen das Herz gezittert haben vor dem unbekannten Mann, der wohl das Zelt überfallen könnte; aber selt­samerweise kam niemand, es schnarchte wohl dann und wann einmal einer sehr laut, das ist jedoch bei weitem keine ernstliche Gefahr, sondern wohl nur ein Zeichen da­für, wie gut es den Schläfern in ihren Zelten geht. Die zwei Stunden Wache gingen auch bei allen um und nach­her wurde umso fester geschlafen. Mit dem Frühsport war das dann auch so eine Sache. Manch einer wollte gar nicht

Die Eltern der Hitler-Jungs und der Jungvolkpimpfe werden gebeten, sich das Lager bei Bieberstein anzusehen.

Besuchstag an jedem Mittwoch nachmittag! Es können Sonntagsrückfahrkarten benutzt werden!

begreifen, daß man schon um sechs Uhr Sport treiben könne; aber wie gesagt, es geht alles. Es geht sogar prachtvoll.

Gekocht wird im Wäldchen am Bahnhof Bieberstein. Vier Gulaschkanonen stehen da und unser Koch nebst Kllchenmannschaft hantieren hier fleißig herum. Bald dampfen denn auch die Küchen und feiner Duft erfüllt die gesamte Umgegend, so daß es einem eine Wohltat ist, hier vorbeizugehen. In großen Kannen wird das Essen in die einzelnen Lager verfrachtet und da fängt eben der Spaß an.Guten Hunger! Jeder esse, was er kann, rann!!!" Jeder ist zufrieden, denn der Tischspruch lautet:

Bescheidenheit; Bescheidenheit, verlaß' mich nicht bei Tische, und gib, daß ich zur rechten Zeit das größte Stück erwische!"

In der Lagerleitung herrscht reger Betrieb. An eini­gen kleinen Tischen arbeiten die einzelnen Verwalter und sorgen dafür, daß alles fein säuberlich klappt. Ta muß jeder auf der Scheibe sein, ein noch so kleiner Fehler kann alles verderben, was ntürlich furchtbar schade wäre; aber es geht alles in Ordnung.

Bei einer solchen Hitze ist es immer sehr gut, wenn man mal baden kann. In der Nähe des Biebersteiner Schlosses befindet sich ein sehr nettes Bad. Was sollte uns daran hindern, zu baden? Also: Hinein in die Flut. Fluten gibt es allerdings nicht, da das Becken abgeschlossen ist, deshalb keine Bange, es passiert schon nichts. Ha, wie wohlig ist es, sich in dem kühlen Naß zu tummeln. Da versucht einer seinen ersten Kopfsprung, es gelingt ihm, ein anderer kommt bei der Gelegenheit überhaupt erst einmal auf den Gedanken, das Schwimmen zu lernen. Das Was­ser, das er dabei schluckt, ist kein salziges Meerwasser und deshalb so halbwegs noch erträglich Es kommt nicht auf die Mengen geschluckten Wassers an, sondern darauf, daß man das Schwimmen lernt. In einigen Tagen wird auch das, wie vieles andere gehen. Also, hoffen wir das beste, es wird schon werden.

Am Elternbesuchsnachmittag werden wir unseren Eltern schon zu zeigen wissen, was wir gelernt haben und noch mehr, was wir in den paar Tagen schon für Kerle geworden sind. H. E. F., Fulda.

Die Polizei teilt mit:

Am Samstag vergangener Woche wurde der erheblich vorbestrafte 26jährige Landwirt Georg D e l a k o w s k i aus Wiesbaden durch die Gendarmerie festgenommen weil er unberechtigt das Parteiabzeichen der NSDAP, trug. Er gab sich als Student der Medizin aus und legte sich auch andere ihm nicht zukommende Namen zu. Bei einem Bauer in Kohlhaus zeigte er ein selbstgefertigtes Zeugnis vor, mit welchem er sich als Verwalter ausgab, offenbar zum Zwecke der Erzielung eines höheren Lohnes. Er wurde nach seiner Vernehmung dem Amtsgericht in Fulda zugefllhrt und sieht feiner Bestrafung entgegen.

Am gestrigen Montag wurde der hiesigen Kriminalpoli­zei mitgeteilt, daß der 33jährige Beitragskassierer Paul Wiedemann aus Glauchau nach Unterschlagung von ca. 1100 Mark flüchtig gegangen sei. W. konnte in Neuenberg festgenommen werden. Er wurde dem Amtsgericht in Fulda zugefllhrt.

Mütterberatung: Heute, 20 Uhr, Nähabend.

Zum Thema Ladenschluß.

Vor einiger Zeit wurde in den beteiligten Kreisen des Einzelhandels die Frage eines früheren Ladenschlusses ziem­lich eingehend erörtert. Die Berichte und Klagen zu dieser Frage nehmen gerade in dieser Zeit wieder an Schärfe zu, und'zwar wird insbesondere über die mangelhafte Disziplin des Kaufpublikum geklagt.

Der Einzelhändler muß ja ohne Frage den ganzen Tag in Bereitschaft liegen, d. h. daß rund zwei Drittel aller Be-

Mitteilungen der NS.-Dienststellen.

BDM.-Untergau 167.

Vom 13.23. Juli steigt unser erstes Ferienlager in diesem Sommer. Alle Mädel, die sich für dieses oder die weiteren Ferienlager interessieren, kommen am Dienstag, den 11. Juli, abends 8 Uhr in den Hort (Schulstraße) zu einer diesbezüglichen Besprechung. Die Untergaufllhrerin.