die Verschickung von erholuirgsbedürstigen Angehörigen der NSDP. und deren Gliederungen sowie von bedürftigen Erwachsenen überhaupt, umschließt.
Das sind Leistungen, die der Öffentlichkeit schon in großen Zügen bekannt sind. Und diese Reihe läßt sich fort- setzen noch und noch. Wir denken dabei an die weiteren Aufgaben, die die NS.-Volkswohlfahrt auf allen Gebieten zu erfüllen hat. Das Tuberkulosehilfswerk ist in unserem Gau aktiv in Angriff genommen worden. Mütterberatungsstellen und Schwangerberatung, Wöchnerinnenhilfe und Säuglingspflege aller Art sind hier zu nennen. In den Diätküchen, in dem Haus „Mutter und Kind", in Solbadekuren und anderen großen Einrichtungen wird wertvolle Arbeit zum Wohle des kurhessischen Volkes geleistet. Wir müssen ferner hierher rennen die umfassende Wohnungshilfe, die von der NSV. bisher durchgeführt wurde.
Aktive Arbeitsbeschaffung wurde nicht vergessen bei allen Maßnahmen, die ergriffen wurden. Wir erinnern uns an die Herstellung von hölzernen Löffeln im vorigen Winter und wissen, daß bereits in diesem Frühjahr schon wieder den Holzschnitzern in der Rhön ein Auftrag von 300 000 hölzernen Gabeln und Löffeln gegeben wurde. Hierher gehören auch die großen Aktionen der Bettenbeschaffung und der Schuhbeschaffung für arme Volksgenossen.
Und nicht zuletzt müssen hier die Schwesternstationen der NS.-Schwesternschaft erwähnt werden. 26 NS.-Schwestern arbeiten im Eaugebiet Kurhessen zum Wohle der Bevölkerung.
Und das alles ist nur möglich, dieses große Werk kann nur getan, weitergeführt und vollendet werden, wenn die gesamte Bevölkerung es unterstützt. Deshalb macht die Herzen weit und öffnet die Hände zum freudigen Geben, wenn die NS.-Volkswohlfahrt an Euch herantritt und Euch um Euere Opfer bittet. Denkt daran, daß die Arbeit der NSV. der ganzen Nation und der deutschen Zukunft gilt und daß sie den Sozialismus der Tat in dje Wirklichkeit «msetzt. Es geht um die Gesundheit des wertvollsten Erbgutes der deutschen Nation. Das ist die Ausrichtung der Arbeit der NSV., deshalb gebt Ihr freudig Euere Gabe zur Sammlung „Mutter und Kind".
1 Jahr 3 Monate Gefängnis wegen
Vergehen gegen § 175.
k. Hanau. Der 46 Jahre alte Emil Windrath aus Fulda hatte im vergangenen Jahre fortgesetzt mit einem 17jährigen jungen Menschen widernatürliche Unzucht getrieben und war deshalb am 18. Mai d. I. in Untersuchungshaft genommen worden. Die Straftat war umso schwerer, als der junge Mensch nach Bekanntwerden der Vorgänge seine Schule verlassen mußte, in seinen Zukunftsaussichten also schwer geschädigt ist.
Die Verhandlung hat aber auch, wie in der Urteilsbegründung zum Ausdruck gebracht wurde, ein trübes Bild von dem homosexuellen Treiben des Angeklagten ergeben. Der Vorsitzende der Großen Strafkammer Hanau, vor der sich der Angeklagte verantworten mußte, betonte, daß die Reichsregierung in der letzten Kabinettssitzung durch die verschärfenden Strafbestimmungen des § 175 StrGB. zum Ausdruck gebracht habe, daß mit allen dem Staate zu Gebote stehenden Mitteln gegen derartige Vergehen vorgegangen werden müße. Das Gericht erkannte auf eine Gefängnisstrafe von einem Jahr und drei Monaten und untersagte dem Angeklagten auf die Tauer von drei Jahren die Ausübung des Friseurgewerbes, da der Angeklagte durch seine Handlungsweise sich außerhalb der anständigen Glieder seines Berufsstandes gestellt habe. Eine zweite Verhandlung gegen den Angeklagten, die ebenfalls recht üble Vorgänge berührte, mußte vertagt werden, um weitere Klärung herbeizuführen.
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Europa-Lichtspiele:
„M ein Herz der Königin" (Dr. Struensee).
Der historische Tr. Struensee ist das nicht und auch das legendäre Bild dieses merkwürdigen Menschen voller Widersprüche wird hier nicht gezeigt. Aber großartig: die Ausstattung dieser galanten Welt, in der sich vor allen König Christian VII. nicht langweilt. Was Gutes unter seiner Regierung geschaffen wurde — hat ihm Dr. Struensee suggeriert. Dr. Struensee hatte seine Qualitäten, er hatte auch seine großen Fehler, seine Liebe zur Königin Mathilde — war sozusagen nur eine Etappe auf dem Wege zur Richtstätte. Am 25. April 1772 wurde das Urteil gefällt, welches König Christian gezwungenermaßen unterschreiben mußte. — Ueber der blendenden Aufmachung und Ausstattung ist immerhin vor allem auch die Handlung nicht zu kurz gekommen. Szenen von unerhörter Eindringlichkeit, die an zarte Pastelle eines Watteau oder Nicolas Boucher erinnern, machen den Film sehenswert.
Im Beiprogramm wird Kunstgewerbe von der Ostsee gezeigt — man hätte diese Kunstfertigkeit nicht hinter den Wänden der kleinen Katen und Hütten gesucht. Ein bunter Trickfilm vom „Tapferen Schneiderlein^ zeigt eine stark amerikanisierte Auffassung dieser deutschen Märchenfigur, von der sozusagen nichts übrig bleibt. -u-
Union-Theater:
„K e in e A n g st vor Lieb e".
„Hab' keine Angst vor Liebe" heißt der Hauptschlager dieser Film-Operette, der mit seiner ansprechenden, hübsch gesetzten Melodie dem Filmstreifen seinen Namen gab. Hans Steinhoffs unbestrittene Regiekunst drückt auch diesem Filmwerk ihren Stempel auf. Die Handlung bringt alles, was zu einer Operette gehört: viel Frohsinn, ein bissel Ernst, Liebe und Eifersucht, vertauschte Rollen und endet, wie es enden muß: sie finden sich am Schlüsse zusammen, wie sie zusammen gehören. Der Zweck ist erfüllt, man hat sich für zwei Stunden recht gut unterhalten.
Eindrucksvolle Ausschnitte vom deutschen Handwerkertag vermittelt neben anderen aktuellen Vorkommnissen die Wochenschau, und Tierfreunde werden dem Kulturfilm „Gefiedertes Volk", in Hagenbecks Tierpark ausgenommen, mit viel Interesse folgen. -r.
Besucht die Marburger Festspiele!
Die Marburger Festspiele, die wahrscheinlich am 30. dieses Monats ihre Spielzeit für das Jahr 1935 abschließen werden, haben sich in unserer engeren Heimat auf dem Gebiete der Äultur einen ganz besonderen Platz erkämpft. Aus einem kleinen Kreise tapferer Mitarbeiter und Besucher heraus sind sie zu dem geworden, was sie heute bedeuten :
Ein Kulturgut des Hessenlandes.
An alle Volksgenossen des Gaues Kurhessen ergeht deshalb nochmals die Bitte und der Ruf:
Besucht die Marburger Festspiele!
14 000 Jungen im Lager.
Vom 6. Juli bis 16. August 1935 werden die Sommerlager der kurhessischen Hitler-Jugend durchgeführt.
Die Zeit- und Freizeitlager der Hitler-Jugend sind allmählich zu so wichtigen Bestandteilen der gesamten HJ.- Arbeit geworden, daß sie heute aus dem Bereich der inneren Arbeit der HI. heraustreten und stärkstes Interesse der gesamten Oeffentlichkeit fordern. Es steht heute fest, daß in diesem Sommer in Kurhesien insgesamt etwa 14 000 Jungen an den Sommerlagern, die an verschiedenen Stellen des Gebietes in der Zeit vom 6. Juli bis 16. August durchgefUhrt werden, teilnehmen. Das gibt ein klares Bild von der gesundheitlichen und erzieherischen Bedeutung dieser Lager, es zeigt aber gleichzeitig die große Verpflichtung derjenigen Kreise an die jetzt die Aufgabe herantritt, den werktätigen Jungen auf jeden Fall die Teilnahme an- diesen Lagern zu ermöglichen.
Ortsgruppen-Leistungsschreiben in deutscher Kurzschrift!
Der folgende Text ist in Verkehrsschrift zu übertragen und zwar auf einem Blatt Papier mit stenografischen Linien. Der Rand rechts bleibt frei. In der ersten Zeile oben stehen Name, Beruf, Schule, bezw. Organisation, bezw. Adresse.
Abzugeben bis spätestens Freitag, den 5. Juli bei den beauftragten Lehrern oder Unterführern oder bei dem Orts- gruppenfllhrer, Studienrat F o r st m a i r , Adalbertstr. 20.
Raste und Kultur hängen auf das Engste miteinander zusammen, und die Kulturen werden aus der Rassenseele geboren. Natürlich spielen auch Umwelt und geschichtliche Ereignisse eine gewisse Rolle; eine günstige Umwelt wird die Entwicklung fördern, eine ungünstige aber hemmen. So ist also jede Kultur ein Ergebnis aus Rassenseele, Umwelt und Geschichte, wobei aber der Rassenseele bei weitem der Hauptanteil zufällt; denn eine begabte Rasse kann selbst unter sehr ungünstigen Umweltverhältnissen eine hohe Kultur schaffen, aber eine unbegabte wird es selbst in der besten Umwelt zu nichts bringen. (Aus einem Aufsatz von Otto Reche, „Rasse und Gesittung").
Amtsbezeichnung „Bürgermeister".
Noch immer bestehen in einzelnen Reichsgebieten Zweifel über die Amtsbezeichnung der Leiter von Landgemeinden. Vielfach wird noch der alte Titel „Schultheiß" oder „Dorfschulze" angewandt. Verwaltungsrechtlich ist diese Frage zedoch schon endgültig durch die neue Deutsche E- meinde-Ordnung entschieden worden. In allen Landgemeinden — die Bezeichnung „Dorf" ist aus dem amtlichen Sprachschatz verschwunden — heißen einheitlich die Ee- meindeleiter „Bürgermeister" und ihre Vertreter „Beigeordnete", also nicht mehr „Schöffen". Par. 119 der Deutschen Landgemeindeordnung ermächtigt zwar den Reichsminister des Innern, an Stelle der Amtsbezeichnungen Bürgermeister und Beigeordnete für Gemeinden, die nicht Städte sind, andere herkömmliche Amtsbezeichnungen vorzuschreiben. Von dieser Möglichkeit hat jedoch der Minister keinen Gebrauch gemacht.
Schützt die Tiere vor der Hitze!
Genau so wie der Mensch, leiden auch unsere Haustiere unter der sommerlichen Hitze, insbesondere unter der sengenden Mittagssonne, aber auch unter den Stichen der Insekten. Man setze die Tiere daher möglichst wenig der Hitze aus. Auch sorge man mehrmals am Tage für frisches Trink- wasser. Der Kettenhund muß täglich Gelegenheit haben, einige Stunden frei herumzulaufen; der Maulkorb ist für ihn immer noch das kleinere Uebel. Pferde reibe man mit Bremsenöl ein. Welche Tierquälerei für die Pferde das Schwanz-stutzen ist, braucht wohl nicht mehr gesagt zu werden.
Schlitz, 28. Juni. (Gewitterschäden imSchlit - z er land.) Infolge der Tropenhitze wurde auch das Schlitzerland in den letzten Tagen von mehreren schweren Gewittern heimgesucht. Viele Wiesen, wo das Gras gemäht ist, wurden verschlammt, von den Aeckern wurde der Erdboden von den Wassermassen fortgeschwemmt. Auch hat sich durch die schweren Regenfälle stellenweise das Getreide gelegt. Bei Pfordt wurden mehrere Obstbäume vom Sturm entwurzelt. Von schweren Blitzschäden ist nichts bekannt geworden.
Witzenhausen, 28. Juni. (Ein Schäfer vom Blitz erschlagen.) Nach einem schweren Gewitter, das in der Gegend von Frankershausen niederging, bemerkten mehrere auf dem Felde tätigen Leute, -daß die Tiere einer Schafherde verstreut in der Gegend umherirrten. Es stellte sich heraus, daß der Schäfer, ein etwa 35 Jahre alter Mann, vom Blitz getroffen und getötet worden war.
Marburg, 28. Juni. (B e i der Heuernte einem Hitzschlag erlege tr.) Auf den Ohmwiesen bei Groß- Seelheim wurde ein Landwirtsschaftsgehilfe von einem Hitzschlag betroffen, dem er nach kurzer Zeit erlag.
Bad Orb. (Selbstmord aus Verzweiflung.) Der 62jährige Landwirt Franz Beisler aus Bad Orb beging Selbstmord aus Verzweiflung, Er hatte sich mit einem jüdischen Händler aus dem Kreise Gelnhausen eingelassen, der ihn nach der bekannten Manier ausbeutete und Unmögliches von ihm verlangte. Als B. sich nicht mehr zu helfen wußte ob der Drängereien des Juden, griff er zum Strick. Das letzte Wort in dieser Sache ist noch nicht gesprochen.
Frankfurt a. M., 28. Juni. (2 3 0 Jahre im Besitz der gleichen Familie.) Das „Frankfurter Haus", am Rande des Frankfurter Stadtwaldes nur wenige Meter von der hessischen Grenze entfernt bei Neu-Isenburg gelegen, ist jetzt volle 230 Jahre im Besitz der Familie Rind. Die Familie, die zu dem reichlichen Dutzend Frankfurter Familien gehört, die in das Deutsche Geschlechterbuch eingetragen sind, stammt ursprünglich aus der hessischen Gemeinde Hatzfeld.
Schaue viel und reise klug
Du und viele Deiner Volksgenossen verbringen ihren Urlaub fern dem Heimatort. Um wieviel reichhaltiger und gewinnbringender aber ist Deine Heise, wenn Du die Werke liest, die von all dem Schönen und Sehenswerten Deines Neiseziels erzählen!
So nur lernst Du Land und
Leute kennen!
Grotzfeuer im Kreise Alsfeld.
Alsfeld, 28. Juni. Am Freitagnachmittag gegen 5 Uhr entstand in einer Scheune des Rittergutes Seibelsdorf ein Großfeuer, durch das die Scheune, der Pfevdestall und die Schmiede eingeäschert wurden. Der Brand entstand beim Heuabladen. ' Die Ursache ist jedoch noch ungeklärt. Die Feuerwehren konnten eine weitere Ausdehnung des Brandes verhindern.
Erste öffentliche Kerckhoff-Borlefung.
Bad Nauheim, 28. Juni. Im großen Hörsaal des Kerck- hoff-Jnstituts versammelten sich etwa 500 Teilnehmer zur ersten öffentlichen Kerckhoff-Vorlesung. Professor Eger- Gießen begrüßte namens des Kuratoriums der Stiftung die Vertreter des Staats, der Behörden, der Stadt Bad- Nauheim und der benachbarten Universitäten. Professor Eger berichtete über die Arbeit und die Erfolge der ganzen Stiftung. Namens des Kerckhoff-Herzforschungs-Instituts berichtete Professor Koch, über die Forschungstätigkeit am hiesigen Institut. Den Festvortrag hielt Professor Regener vom Physikalischen Institut der Technischen Hochschule Sw- gart über „Neuere Ergebnisse der Ultra - Strahlungsforschung". Privatdozent Dr. Schopper-Gießen zeigte einen Film über Eewebezüchtung.
Vor die Rader fahrender Züge geworfen.
Zwei Tote.
Franksurt/Main, 28. Juni. Zwischen den Bahnhöfen Frankfurt-Mainkur und Bischofsheim ließ sich ein etwa bis 26 Jahre alter unbekannter Mann von einem Personenzug überfahren.
In der Nähe des Bahnhofs Limburg sprang ein Mann vor einen ausfahrenden Personenzug, wurde llberfayan und getötet.
Der erste deutsche Stromlinienzug im Frankfurter Hauptbahnhof.
Auf der Fahrt nach Nürnberg zur 1vÜ-Zahrfeier.
Frankfurt a. M., 28. Juni. Es ist Freitagnachmittag. Auf dem Frankfurter Hauptbahnhof herrscht das ubu ) Leben und Treiben; Züge kommen an und fahren aü, e Strom von Reisenden ergießt sich durch die Hallen. » i einem Bahnsteig haben sich inzwischen zahlreiche Preg - und Filmleute eingefunden, die hier auf seiner Durchs 4 den ersten deutschen Stromlimen-Dampfschnellzug Reichsbahn sehen wollen, der sich auf der Fahrt von nach Nürnberg befindet, wo er im Rahmen der lUU^a j - feier der Deutschen Reichsbahn gezeigt werden soll.
Es ist ein eigenartiges Bild, als dann dieser schnittige Stromlinien-Schnellzug in die Halle einfährt. Vor die Lokomotive selbst mit ihrer völligen Verkleidn W ) einen außerordentlich imponierenden Eindruck, tu fachlicher Seite versichert wurde, ist der Zug gebaut fu Höchstgeschwindigkeit von 175 km in der Stunde und I Zukunft — wenn die Probefahrten ganz abgeMoßen I ^ einen ähnlichen Dienst versehen, wie jetzt der 07 2 . Hamburger. — Das Innere der D-Zugwagen zwei r dritter Klasse ist sehr geschmackvoll und praktisch ^0 ^ und bietet den Reisenden alle Bequemlichkeiten. ‘ <es großer Speiseraum ist vorhanden. Semerfensiw sonders auch, daß die 3. Klasse gepolstert ist. B" will ja die Reichsbahn in Zukunft allgemein die P der D-Zugwagen 3. Klasse durchführen.
Leider dampfte der Zug nur allzu schnell wieder ^, um zur vorgesehenen Zeit in Nürnberg fUMtress f ^ sicherlich im Rahmen der großen Ausstellung ein großes Interesse der Zuschauer auf sich ziehen w
39 Häuser vom Wirbelsturm abgedeckt.
Frankfurt a. M., 29. Juni. (Funkmeldung.) Eine 2 «^ Hose richtete im Kreise Usingen große Schäden am ^ ^^ ders schwer wurde das Dorf Hasselbach betroff- wurden war von heftigem Hagelschlag begleitet. 30 Taa ^ abgedeckt. Das Dach einer Feldscheune ffl»1 ept- Meter weit fortgetragen. An 200 Obstbaum wurzelt am Boden.