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Gegen Geschäftsverbindung mit Nichtariern.

Nidda, 26. Mai. Der hiesige Gemeinderat hat in sei­ner jüngsten Sitzung folgenden Beschluß gefaßt:In der Folge werden nur noch diejenigen Handwerker, Fuhrleute, Geschäftsleute usw. mit Lieferungen und Arbeiten für die Stadt berücksichtigt, die der Bürgermeisterei gegenüber eine eidesstattliche Erklärung abgeben, daß sie und ihre Fami­lienangehörigen mit nichtarischen Personen keine Geschäfte tätigen."

Reichskriegeropferführer Obcrlindober sprach in Bad Nauheim.

Bad Nauheim, 26. Mai. Im Kurhaus Bad Nauheim sprach in einer öffentlichen Kundgebung der Reichskriegs- opferführer Hanns Oberlindober zu einer überaus großen Anzahl von Kriegsopfern und Frontsoldaten über das ThemaDer Weg des deutschen Soldaten". Einleitend streifte der Redner das deutsche Wehrgesetz, um weiter den großen Appell Adolf Hitlers an die Welt herauszustellen, der wieder ein einzigartiges deutsches Friedensbekenntnis darstelle. Heute habe auch wieder der Heldentod des deut­schen Soldaten im Kriege seinen tiefen Sinn und sein Ver­stehen gefunden. Der Reichskriegsopferführer kam sodann auf das Echo der Führerrede im Ausland zu sprechen und betonte, daß es bezeichnend fei, daß diejenigen art- und volksfremden Elemente, die in der Zeit vor dem Umbruch in Deutschland den Pazifismus predigten, heute im Aus­land zum Krieg gegen Deutschland hetzten. Die gegen­seitige Achtung des deutschen und französischen Frontsolda­ten müsse es dahin bringen, daß man diesen Leuten, die eigener Interessen und Geschäfte willen den Krieg wollten, das Handwerk lege. Zum Schluß richtete der Redner einen Appell an die Kriegsopfer und Frontsoldaten, weiter mit­zuarbeiten am Wiederaufbauwerk des Führers und damit am deutschen Vaterlands.

Das Programm der Eröffnungsfeier

der 2. Reichsnährstandsschau in Hamburg.

Frankfurt a. M., 26. Mai. Jeder, der Einblick in das Schaffen des Bauerntums im Rahmen der nationalsozia­listischen Agrarpolitik erhalten möchte, hat Gelegenheit, billig mit den Sonderzügen der Landesbauernschaft Hes- sen-Nassau nach Hamburg zu kommen. Für 10,70 RM. fährt er am 28. Mai nach der großen und sehenswerten Handelsstadt und verläßt sie am 30. Mai abends. Wäh­rend des Aufenthalts ist die Möglichkeit geboten, Hamburg mit seinen Sehenswürdigkeiten kennen zu lernen. Im Mittelpunkt feines Besuches wird aber die Reichsnähr­standsschau mit ihren Lehrschauen stehen. Jeder Volks- genosse, sei es Bauer oder Städter, wird hier das Ver­ständnis für die großen und lebenswichtigen Arbeiten des Bauerntums für unser Volk, sei es in ernährungspolitischer wie in rassischer Hinsicht, bekommen. Die Eröffnungsfeier hat folgendes Programm: 10.15 Uhr: Einmarsch des SS.- Ehrensturmes und Aufstellung vor der Tribüne. Aufstel­lung der Jungbauern. 10.30 Uhr: Ruhe für sämtliche Veranstaltungen. Abstellen der Motoren. Unterbrechung des Richtens der Tiere. Sirenensignal zum Sammeln. 10.55 Uhr: Eintreffen des Reichsbauernführers am Gro­ßen Ring. Abschreiten des Ehrensturms. Finnländischer Reitermarsch, Begrüßungsansprache Landesbauernführer v. Rheden, Ansprachen Reichsstatthalter l^ruleiter Kauf­mann und Staatssekretär Backe, Eröffnungsrede Reichs- bauernführer R. Walther Darre, Deutschlandlied, Horst- Wessel-Lied. 12.00 Uhr: Schluß der Eröffnungsfeier.

Feierliche Eröffnung der 34 Zeltlager der HI.

Frankfurt a. M., 26. Mai. Am Sonntag hatten die

und das Jungvolk des Gebiets 13 Hessen-Nassau einen großen Tag: die 34 in den schönsten Gegenden des Gaues errichteten Zeltlager sind in eindrucksvollen Feiern eröffnet worden. Zur großen Freude der Junggenossen und Pimpfe nahm der Reichsjugendführer Baldur von Schirach die Eröffnung persönlich vor. Schon in den frühen Morgenstunden des Sonntag strömten von allen Seiten her die Hitlerjungen und Jungvolkpimpfe in präch­tiger Marschdisziplin den einzelnen Lagern zu, wo bald ein reges Leben und Treiben herrschte. Um 16.30 Uhr traf der Reichsjugendfllhrer im Lager des Bannes 80 der HI. im Rodelbachtal bei Bad Schwalbach ein. Nach einer An­sprache an die versammelte Lagerbesatzung gab er den Be­fehl zur Eröffnung der 34 Zeltlager, und an 34 Masten gingen die Lagerfahnen hoch. Von Bad Schwalbach aus unternahm der Reichsjugendfllhrer eine Besichtigungsfahrt durch die Lager der Jungbanne 81/186 auf der Villtal- Höhe bei Königstein im Taunus und durch das Lager des Bannes 115 auf den Apfelbachwiesen bei Grafenhausen. Ueberall wurde der Reichsjugendfllhrer mit Jubel begrüßt. Die Besichtigungsfahrt, bei der sich Baldur von Schirach von der vortrefflichen Beschaffenheit der Lager überzeugen konnte, fand erst in den späten Abendstunden ihr Ende.'

Gießen, 25. Mai. (Mit de m Motorrad schwer verunglückt.) Der 23 Jahre alte Wilhelm Knor aus Dutenhofen (Kreis Wetzlar) stürzte in der letzten Nacht mit seinem Motorrad zwischen Klein-Linden und Duten­hofen dadurch schwer, daß er mit der Maschine gegen einen Baum rannte. Von vorübergehenden Passanten aufgefun­den, wurde der Verunglückte nach der Chirurgischen Klinik gebracht, wo er mit bedenklichen Verletzungen daniederliegt.

Lamperthelm, 25. Mai. (Wilde Steigereran­gebote w erden abge stoppt.) Eine vielfach be­grüßte Anordnung der Finanzabteilung der Landesregie­rung bietet den wilden Angeboten der Steigerer dadurch Einhalt, daß bei Angeboten, welche die doppelte Höhe der Taxe überschreiten, diese ausgesetzt und dem Ortsbauern- fllhrer zur Abgabe aus der Hand überwiesen werden. Das wurde soeben bei der ersten Erasversteigerung durch das Wasserbauamt Worms geübt. Zur Versteigerung bei Lampertheim waren grundsätzlich nur Tierhalter zuge­lassen, und als fick die gerügten Mißstände zweimal ereig­neten, griff man ein. Allerdings wurde später eine güt­liche Einigung erreicht. Die 150 Lose kamen durchschnittlich auf 35 bis 40 Mk. Dabei wurde den Steigerern zur Be­dingung gemacht, daß das in den Erasschlägen wachsende Rohr als ^uttermaterial nur bis 30. September geerntet werden darf und dann ungeerntet stehen bleiben muß als Eigentum des Staates, der es dann am 1. Dezember als Rohr oenMnern wird. Damit wird eine alte Geschäfts­mache unterbunden.

Kassel, 25. Mai. (88 Kommunisten aus Hanau und Umgebung unter Hochverrats an klage.) Am 27. Mai beginnt vor dem Strafsenat des Oberlandes­gerichts Kassel ein Hochverratsprozeß gegen 88 Kommuni­sten aus Hanan und Umgebung. Unter den Angeklagten befinden sich vier Frauen. Die treibende Kraft war ein 47 ^ahre alter Angeklagter aus Klein-Auheim, der der

Partei seit ihrer Verschmelzung mit der b"; ""gehörte. Der Prozeß wird etwa 10 bis 14 Tage

Deutscher Triumph in der Avusschlacht.

Der Sieger: Fagioli auf Mercedes-Benz.

Unter riesiger Spannung vollzog sich am Sonntag in Berlin der gewaltige Kampf der Motoren auf der Avus- Bahn. Die seit langem erwartete Kraftprobe zwischen den deutschen und den besten ausländischen Maschinen stand zur Entscheidung, und das färbte auf halb Berlin ab. Die Avus prangte im schönsten Flaggenschmuck, umgeben von riesigen Autoparks. Die Tribünen waren vollbesetzt, und alles in allem mögen cs an die 300 000 Zuschauer gewesen sein, die das Rennen erlebten, die Zaungäste cingeschloffen. Gleich von Anfang an gab cs deutsche Siege. Die schnell­sten Motorradfahrer der 350-Kubikzcntimcter-Maschincn waren die Berliner Richnow und Petruschke auf Rudge, während bei den ganz Kleinen (250 Kubikzentimeter) der Zschopaucr DKW.-Fahrer W. Winkler unschlagbar war. Nachdem dann die beiden Borläuse der Rennwagen erfolgt waren, wurde unter riesiger Spannung zur Entscheidung geschritten, die wiederum einen Triumph für den deutschen Automobilsport und die deutsche Automobilindustric brachten: Fagioli (Mercedes-Benz) trug dcu Sieg für die deutschen Farben davon.

Das genaue Ergebnis war: 1. Luigi Fagioli (M c r e e d e 8 - B c n z) 49 :13,2 (238,5 Stundenkilometer), 2. Louis Chiron (Alfa Romeo Bimotorc) 50 :48,4 (231), 3. Achille Varzi (Auto -Union) 51 :27,4 (228), 4. Hans Stuck (Auto-Union) 51 :36,4 (227,4), 5. von Brauchitsch (Mercedes- B e n z) 53 : 18,4 (220), 6. R. Dreyfus (Alfa Romeo) 54 :24,4 (215,5). Vorzeitig ausgeschieden Caracciola und Geier.

Fagioli (Mercedes-Benz), der Sieger des großen Autorennens aus der Berliner Avus.

Spannende Molorradrampse

leiteten das aroße Ereignis ein. Zunächst starteten die kleinen Klassen bis 350 und 250 Kubikzentimeter, bei denen zahlreiche Ausländer vertreten waren. Die deutsche Industrie kam in der kleinsten Klasse zu Siegesehren, denn Walfried Winkler auf DKW., der von Beginn an geführt hatte, konnte das Rennen unangefochten zu Ende fahren und siegte mit einer halben Minute Vorsvrmm vor Marschast auf Rudge

Wovon man spricht.

Geheimniskrämer und Geheimnishüter Im Faltboot nach Australien Nachlässigkeit, die zur Schuld wird.

Es gibt Menschen, die man Geheimniskrämer nennt. Gewöhnlich sind sie mit den Wichtigtuern ver­wandt. Sie geben durch ihr Gebaren zu verstehen, daß sie den Schatz eines Geheimnisses hüten, dessen Ent­hüllung der Menschheit zum größten Unheil gereichen müßte. Der Schein trügt aber in diesem Falle, und die Mitmenschen wissen nur zu gut, daß sich hinter dem ganzen Getue des Geheimniskrämers oft nichts weiter verbirgt als eben das Bestreben, mehr zu scheinen als zu sein, oder auch eine Art krankhaftes Mißtrauen. Ein wirkliches Geheimnis einem Geheimniskrämer anzu­vertrauen, wäre nicht ratsam, denn er ist dann sehr ge­schwätzig und verrät die ihm anvertraute Tatsache durch allerhand Anspielungen, mit denen er sein Ansehen in den eigenen oder fremden Augen glaubt erhöhen zu können. Von dieser verhältnismäßig zahlreich vertretenen Menschengattung sind jene seltenen Menschen sehr ver­schieden, die tatsächlich von einer Atmosphäre des Ge­heimnisvollen umgeben sind, so daß ihr ganzes inneres Wesen, ihre Herkunft und manchmal sogar ihr Name in ein undurchdringliches Dunkel gehüllt sind. Niemand weiß, was sie eigentlich treiben und in wessen Diensten sie stehen. Gewöhnlich fehlt es diesen Menschen auch an einem Freundeskreis, der über sie Auskunft geben könnte. Obgleich sie in aller Munde sind und man sich die ver­schiedensten unverbürgten Geschichten von ihnen erzählt, hat eigentlich niemand sie recht zu Gesicht bekommen. So ein Mensch war der berühmte englische Geheimagent, der unter dem NamenOber st Lawrence" in Deutschland bekannt war und jetzt an den Folgen eines jüngst erlittenen Unfalles gestorben ist. Diesem Mann haben die englische Regierung und die höchsten englischen Militärbehörden Zeit seines Lebens die wichtigsten Auf­träge anvertraut, aber niemand vermag etwas Be­stimmtes und Näheres hierüber anzugeben. Selbst sein Tod steht noch in irgendeiner geheimnisvollen Verbin­dung mit der Ausführung eines Staatsauftrages. Dieser Mann war kein Geheimniskrämer, sondern ein Ge­heimnishüter, verschwiegen wie das Grab, in das et nun auch sein letztes Geheimnis mitgenommen hat.

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Wenn zwei dasselbe tun, so ist es, wie man weiß, nicht dasselbe. Eine Tat, durch die beim erstenmal viel­leicht der Sache des Fortschritts ein Dienst erwiesen oder der Menschheit eine nützliche Aufklärung zuteil wird, kann sich bei ihrer Wiederholung durch andere unter Umstän­den als Spielerei, als Abenteuer oder zwecklose Kraft­vergeudung auswirken. Immer wieder ziehen Gefahren und Sensationen die Menschen an, auch wenn daraus, daß sich die Menschen ihnen in die Arme stürzen, der Mit­welt kein bleibender Gewinn oder praktischer Vorteil er­wächst. So hat es der Ärmelkanal feit jeher den Schwim­mern angetan. Auch in diesem Jahre soll er - zum zigstenmal bezwunaen werden, obgleich dabei doch

und H. Winkler aus DKW. Der Sieger erreichte den ymw. ragenden Stundendurchschnitt von 142,1 Kilometer. Bedeutend härtere Kämpfe gab es in der größeren Klasse s, hatte Loos auf seiner sieggewohnten Imperia zuerst überlegn geführt, er schied dann aber aus und machte so dem snz^, Sieger Richnow auf Rudge Platz, dem im ßi?« Markengefährte Petruschke mit knappem Abstand solaie Müller auf Victoria. Stundendurchschnitt: 147 Kilometer E Hauptrennen der Motorräder wurde zwischen den Auto rennen in der Halbliterklasse ausgesahrcn. Hier gab es von Beginn an einen spannenden D r e i k a m p f zwischen bc drei Fahrern Su n nguist «Schweden) auf Husqvarna auf BMW. und Ley auf DKW. Die drei Fahrer blieben während des ganzen Rennens nur auf wenige Meter sernung zusammen. Erst im Endspurt konnte sich der Schwede einen ganz knappen Vorsprung sichern, der zum Siege reichte

Der Stundendurchschnitt betrug hier 171,7 Kilometer, eine Leistung, die bisher bei Motorradrennen noch niemals erreicht worden ist.

Dicht hinter den drei Ersten folgte Banhofer auf der neuen DKW. und Kraus aus der ebenfalls neuen BMW. Beide Maschinen haben ihre Feuertaufe glänzend b e st a n. den und werden in Zukunft noch stark in die Entscheidung eingreifen.

Mit Spannung verfolgten die unübersehbaren Massen dann die beiden V o r l 8 u f e der Autorennen. Den ersten Vorlaus gewann H ans Stuck aus Auto-Union von der Spitze aus unangefochten. Rundenlang folgten ihm Fagioli «Mer­cedes-Benz) und Rosemeyer, der Nachwuchssahrer der Auto- Union, bis Rosemeyer durch einen Neifendefekt, weit ab vom Ersatzteillager, zur Aufgabe gezwungen wurde. So holte sich Fagioli den 2. Platz mit großem Vorsprung vor dem Fran­zosen Dreyfus auf Alfa Romeo und dem zweiten Merccdes- Benz-Fahrer Geyer, der ebenfalls zum Nachwuchs gehört. Das mit (Spannung erwartete Auftreten des neuen zweimotorigen Alfa-Nomeo-Wagcns unter Nuvolari wurde hier zunächst zu einer Enttäuschung, da der Italiener nur an letzter Stelle ein­kam. Das Rennen wurde mit einem Durchschnitt von fast 2 50 Kilometer in der Stunde ausgesahrcn. Der zweite Vorkauf war nicht ganz so schnell, weil hier schon zahl­reiche Reifendesektc Aufenthalte brachten. Hier führte anfangs der Italiener Varzi, der für Auto-Union fährt, bis ihn Caracciola «Mercedes-Benz) in seiner Spitzenleistung ablöste und den Sieg sicher heimbrachte. Varzi belegte hier den 2. Platz vor v. Brauchitsch «Mercedes-Benz) uiib dem Franzosen Chiron, der hier den zweiten der neuen Alfa Ro­meos in den Endlauf brachte. Stundendurchschnitt: 236 Kilo­meter.

In dem Endlauf waren also vier Mercedes-Benz, zwei Auto-Union und zwei Alfa Romeo gekommen.

Nun begann der packende Stampf des Hauptlaufes, der allerdings wegen der zahlreichen Reifendesektc nicht ganz regulär verlief. Zunächst führte Hans Stuck mit sehr großem Vorsprung, bis ihn ein Reifenwechsel auf den vierten Platz zurückwarf. Nun übernahm Fagioli (Mercedes-Benz) die Führung, die er bis zum Ende nicht mehr abgab. Er und Chiron waren die beiden einzigen Fahrer, die von Reifen- defekten verschont blieben. Der schärfste Gegner Fagiolis blieb Varzi auf Mercedes-Benz, bis ihn ganz zuletzt auch das Geschick einer Reifenpanne ereilte. Inzwischen schien sich Caracciola vorzuarbeiten, und die Massen hofften schon auf einen Sieg, da warf ihn ein Motorschaden vorzeitig aus b e m Wettbewerb. Auch die anderen Fahrer, die alle hervorragend fuhren, mußten sich der Tücke des Objekts beugen. So kam C h i r 0 n, ob­wohl sein schwerer Alfa Romeo Nicht so schnell, wie erwartet war, doch noch weit nach vorn uno belegte am Schluß mit ziemlich großem Abstand einen ehrenvollen zweiten Platz hinter dem Sieger Fagioli auf dem deutschen Mercedes-Ben, z- Wagen. Der neue Alfa Romeo hat sich damit über Erwarten gut gehalten. Die Auto-Union kam mit Varzi und Stuck aus die nächsten Plätze, wobei Stuck, der mehrere' Rciscu- defckte aufholte, zuletzt die s ch n e l l st e Runde gefahren haben dürfte. Auf dem 5. Platz endete v. Brauchitsch «Mer­cedes-Benz) von Dreyfus «Alsa Romeo). Geier war eben­falls ausgeschieden.

nichts weiter yeranskommen kann, als daß der eine Schwimmer ein paar Minuten früher als der andere ba» Ufer erreicht, oder vor Erschöpfung aufgibt. Das gleiche gilt vom Überqueren des Ozeans im Faltboot. Augenblicklich ist, wie wir lasen, ein junger Deutscher im Faltboot von Hamburg nach Äustralien unterwegs und hat nach dreimonatiger Fahrt Ceylon er­reicht. Er wird weder den Indern die Freiheit bringen noch irgend etwas auf seiner Fahrt entdecken, was für die Entwicklung des Ozeanverkehrs von Bedeutung wäre; höchstens daß er, sollte die Sache nicht schief auslaufen, eine schöne, aber anstrengende Reise macht. Wünschen wir diesem jungen Mann und seinesgleichen von Herzen eine glückliche Reise, aber wenn er zu Hause geblieben wäre, so hätten wir ihn nicht minder herzlich beglück­wünscht.

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Viele Dinge sind so einfach unb selbstverständlich daß man glaubt, sie müßten von selbst getan werden, um es sei völlig unnötig, die Menschen noch besonders dazi anzuhalten und zu ermahnen. So ist es z. B. mit Vorsicht. Hier, sollte man meinen, sei jede Mahnung überflüssig, denn es gehöre doch wohl zum Abc des täg­lichen Lebens, daß man das Gebot der Vorsaht ma) außer acht läßt. Daß man den Gashahn nach Gebrau ) zudreht, ist wiederum ein Abc der allgemeinen Vorsicy - regel. Wie oft wird aber gerade gegen dieses 40c ' Abcs gesündigt! Nur, wenn die Tragik eines G)u Unglücksfalles die Verletzung dieser einfachsten aller ' ' sichtsregeln beschattet, dämmert die Erkenntnis nichts am Alltag so gering und unwesentlich ist, es nicht unter Umständen Glück und Leben zeri könnte. In Düsseldorf hat eine ganze Fam'^ den Gastod gefunden, weil sie den Gasyay ^^ Unachtsamkeit offen gelassen hatte. Diese erschum ^ Tragödie sollte uns zeigen, daß sich auch bu lau lässigkeit zum Riesenmaß der untilgbaren ^v1 wachsen kann