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Jie englischen Parlamente ehren König Georg. Seinen .Kisch-Historischen Höhepunkt erhielt das Regierungs- Miium des englischen Königspaares mit einer feierlichen lAMNnahme der Ergebenheitsadressen beider Häuser ■Ärlamente durch das Herrscherpaar in der altehr- WÄigen Westminsterhalle. An ihr nahmen alle Minister
Abgeordneten des Ober- und Unterhauses, die obersten Mtzer Englands in ihren Perücken und Amtstrachten,
legen Beihilfe zum Mord
vor dem oberhessischen Schwurgericht
I Eichen, 10. Mai. Vor dem Oberhessischen Schwurge- hatte sich heute der 26 Jahre alte Otto Henkel aus Mchotz (Kreis Schotten) wegen Beihilfe zum Mord zu Mntmorten. Es handelte sich bei der Anklage um ein Mchpiel zu dem Eattenmordprozeß, der im Dezember v. J.
dem Oberhessischen Schwurgericht gegen die Ehefrau ■imline Ortwein aus Kaulstotz wegen Ermordung ihres M'mames geführt wurde, und der mit der Verurteilung Eattenmörderin zum Tode abschlotz. Die gegen dieses Huteiirteil eingelegte Revision beim Reichsgericht wurde ■ktantlid) verworfen, so daß das Todesurteil gegen die ■lihDcin rechtskräftig geworden ist. Im Verlauf des da- B feigen Prozesses ergaben sich gegen den Zeugen und ■feigen Angeklagten Otto Henkel bereits Berdachts- ■»nte wegen Beihilfe zum Mord, die von der verurteil- ■ in $tau nach dem Todesurteil in einem Schreiben an Verteidiger bestätigt wurden mit der Mitteilung, Mensel sie zu der entsetzlichen Tat angestiftet habe. Die M-Mtsanwaltschaft leitete sofort die Untersuchung gegen ■We! ein und ließ ihn verhaften, so daß die von ihm ge- M Flucht nicht mehr möglich war. Es ergab sich in M^ilAersuchung und auch in der heutigen Verhandlung, W Wkel, der mit der Gattenmörderin zu Lebzeiten ihres IW schon seit langer Zeit ein ehebrecherisches Ver- I w unterhielt, und der von der Frau nicht wieder I âsn konnte, um alle Vorbereitungen für die Mord- I nur gewußt hat, sondern sich auch aktiv an diesen I «und Vorbereitungen beteiligte, indem er der Frau I ftrch die Aufbewahrung von Salzsäure, die sie ihrem I zwecks Ermordung, allerdings erfolglos, in den I W schüttete, behilflich war, und ihr dazu noch etwas 1M in die Hand gab. Weiterhin besprach Henkel mit ■ AUenmörderin schon lange vor der grausigen Tat M Erholt alle Einzelheiten des Mordplanes, und er riet ■ im Falle des Mißlingens des Plans mit der 1 Htee noch eine kleine Axt zu benutzen, wobei er die ■ H.m ihrem Vorsatz, ihren Ehemann zu erschlagen, aus- bestärkte. Der furchtbare Plan wurde denn auch H Frau ausgeführt, die bekanntlich ihren Ehemann, MH einer Verbrühung krank zu Bett lag, erst die Salz- den Kaffee gab, dem Mann dann, als dies keinen M hatte, einige Zeit später mit einem Hammer mehr- M^henig auf den Kopf schlug, so daß der Mann bewußt- ^^nsank, und ihm dann, als er immer noch lebte, K i Kehle zudrückte. Henkel war über alle Dinge, Zusammenhang mit dieser Tat standen, völlig im machte sich dadurch der Beihilfe zum Mord schul- I2 ie* Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten • Zuchthaus und zehn Jahre Ehrverlust. Das jaucht verurteilte ihn zu 4% Jahren Zuchthaus ■ N Jahren Ehrverlust.
. Tragische Folgen einer Rauferei.
^O.Mai. In der Nacht vom 20. Januar kamen I junge Leute namens Wilhelm Bender und I ^erin ßt i" einem Stalle im Anwesen des Vogt nach 1 ' ” Streit in eine handgreifliche Auseinander
die Bischöfe der englischen Kirchen und die Fürstlichkeiten aus den Gliedstaaten teil. Unser Bild zeigt den König während seiner Ansprache an die Festversammlung. Auf der Tribüne haben die indischen Maharadschas Platz genommen. Neben und hinter der Königin die AngehLrigen- der königlichen Familie.
Bild rechts: Die Kampfbahn für das Olympia 1936.
setzung, in deren Verlauf eine schwere Balgerei entstand, bei der Vogt mit einem Besen auf Bender einschlug, während dieser dem Vogt eine Stichwunde beibrachte, an deren Folgen der junge Mann etwa 14 Tage später in der Gießener Klinik verstarb. Der bedauerliche Vorfall hatte gestern ein Nachspiel vor dem Oberhessischen Schwurgericht, vor dem sich als Angeklagter Wilhelm Bender aus Lich wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgang zu verantworten hatte. Das Schwurgericht verurteilte den Angeklagten nach eingehender Beweisaufnahme und Würdigung aller Begleitumstände des Vorfalles zu 1^ Jahren Gefängnis unter Anrechnung von drei Monaten Untersuchungshaft.
Hannelores Martyrium.
Ein Vater vernachlässigt böswillig seine 5jährige Tochter.
Frankfurt a. M., 10. Mai. Hannelore wuchs in einem Milieu auf, das, wie der Einzelrichter feststellen konnte, aus Jammer und Elend zusammengesetzt war. Zwischen Vater und Mutter gab es oft Streitigkeiten, die ein solches Ausmaß annahmen, daß die Nachbarn daran Anstotz nahmen. Die üblen Szenen spielten sich meist nachts ab, und einmal schlug der Ehemann — Hans Jordan — das gesamte Küchengeschirr entzwei. Die Eheleute waren berufstätig und kamen nachts spät nach Hause. Das fünfjährige Mädchen wurde vielfach von einem siebzigjährigen Untermieter behütet, aber der Vater sah es nicht gern, wenn dieser dem Kind zu offen gab, weil er befürchtete, datz Hannelore dann geneigt sein könnte, mehr auf den Untermieter als auf ihn zu hören. Zeugen bekundeten, daß das Kind völlig verwahrlost gewesen sei, daß es hungern mutzte, und daß es infolge Verschmutzung einen Ausschlag hatte. Es soll ein kluges, gehorsames Kind gewesen sein. Der Vater behauptete, es sei verlogen und ungezogen. Ein Zeuge gab an, daß Hannelore am ganzen Leibe zitterte, wenn sie den Vater sah, der das Kind mehr als nötig schlug und dabei auch gelegentlich von einem Kochlöffel Gebrauch machte. Die Mißhandlungen waren derart, datz die Kleine ein völlig blauschwarzes Gesäß hatte. Mehrfach soll der Vater das Kind getreten haben. Hannelore war von Pflegeeltern großgezogen worden. Der Vater bemühte sich, das Kind wieder in sein Haus zu bekommen, wobei ihn keineswegs gute Absichten leiteten. Er wollte die Kleine nur, um ein Geschäft mit ihr zu machen und sie anderen Leuten zu geben, die das Kind adoptieren und einen Betrag an den Vater zahlen sollten. Aber dieser Plan glückte ihm nicht, und als nun Hannelore durch das Fürsorgeamt wieder zu den Pflegeeltern sollte, da weigerte er sich, das Kind herzugeben, damit ihm das Geschäft nicht verloren geht. Das Gericht stellte fest, datz der in Untersuchungshaft weilende Vater sein eigen Fleisch und Blut böswillig vernachlässigte und quälte und verurteilte den Angeklagten, der sich auch einer Fahrradunterschlagung schuldig machte, zu acht Monaten Gefängnis., Der Angeklagte habe roh und herzlos gehandelt. Das Kind sei in ein Milieu gekommen, in das es nicht gehöre. Es hatte bei den Pflege- eltern bleiben müssen.
(Scherl-Bildmaterndienst.)
Unser Bild gibt über den augenblicklichen Stand der Bauarbeiten an dem Olympiastadion auf dem Reichssportfeld in Berlin Aufschluß. Wie man sieht, erheben sich bereits über dem gewaltigen Jnnenraum der Arena, in der im nächsten Jahr die besten Sportler der Welt miteinander in friedlichen Wettstreit treten werden, die Slufenreihen für die Zuschauerplätze, die durch anschließende Tribünenbauten dann noch um das Doppelte vergrößert werden.
Neubau der Michszeugmeisterei.
Ein Heimatbahnhof für den neuen Reichsautozug „Deutschland".
Der Reichsschatzmeister der NSDAP., Schwarz, machte einem Mitarbeiter der NSK, (Nationalsozialistisch« Parteikorrespondenz) Mitteilung über ein neues gewaltiges Bauprojekt in München im Zuge der Arbeitsbeschaffung. Es handelt sich um einen Neubau der Reichszeug meisteret in Verbindung mit einem Heimatbahnhof für den ebenfalls neugeschaffenen Reichsauto zug „Deutschland".
Da man mit dem Hilsszug „Bayern" bei großen Massenaufmärschen gute Erfahrungen gemacht hat, hat sich die Reichsleitung der NSDAP, auf Anraten der Reichspropagandaleitung entschlossen, einen Reichs- a u t o z u g „D e u t s ch l a n d" zu schaffen.
Dieser Neichsautozug wird das modernste darstellen, was bisher in der Welt auf dem Gebiete der technischen Hilfszüge geleistet wurde.
Er besteht aus 8 «Fahrzeugen von denen 40 Haupt- und 40 Anschlußwagen sind. Seine Spezialwagen enthalten u. a. Lazarett, Küchen, Bäckerei, Fleischerei, Tonsilmaufnahme- und -wiedergabegeräte, Feuerwehr, Transportwagen und Rundfunkstation.
Zur Unterbringung dieses Reichsautozuges wird auf dem angegebenen Gelände nach den Plänen des Münchener Architekten P. Hofer ein ständiger Heimat b a h n h o f errichtet.
Der Kampf um das „Blaue Band".
Der neue französische Ricscnozcandampfer „R o r - m «tibi e", der kürzlich vom Stapel gelaufen ist, soll bei seinen ersten Prüfungssahrten auf einer verhältnismäßig kurzen Strecke eine Höchstgeschwindigkeit von 31,7 Knoten (58,708 Stundenkilometer) erreicht haben. Die franzö- sischen Schissahrtskreise hoffen nun, daß die „Normandie" in kurzer Frist Deutschland das „B l a u e B a n d" wieder abi'chmen wird.
Das „Blaue Band" ist eine Auszeichnung, die es eigentlich gar nicht gibt. Dasjenige Schiff, das die sogenannte Nordstrecke zwischen England und New Aork am schnellsten zurückleat. bat den Ruhm des besten Schiffes, aber es ist nicht so, daß es nun irgendein blaues Band etwa an seine Flagge heften würde. Seit einiger Zeit ist Deutschland im Besitz des „Blauen Bandes". Die beiden deutschen Schiffe „Europa" und „Bremen" wechselten sich ab in seinem Besitz. Zur Zeit hält die „B r e m e n" den Rekord für die Strecke, die sie im November v. I. in vier Tagen 15 Stunden und 27 Minuten zurücklegte. Die Zeit entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 28,5 Knoten. Das italienische Schiff „R e x" hat auf der wesentlich leichteren Südstrecke eine Geschwindigkeit von 28,8 Knoten erreicht, aber für diese Strecke gilt natürlich das „Blaue Band" nicht.
Nun wollen sich die Franzosen den Ruhm holen, ihnen werden die Engländer mit dem größten Schiss der Welt der „Q u e e n Mar y", folgen, und wenn nicht alles täuscht, werden die Amerikaner bald zwei noch größere Schiffe bauen, mit denen sie den lange Zeit von ihnen gehaltenen Rekord zurückerobern wollen.
letzte Nachrichten. Truhen in Irland und Neufundland.
"a^te3ufta nb in Belfast. — Arbeits- 2 "^nunruhenauf Neufundland.
Mc^""' 11. Mai. Infolge der politischen Unruhen ^top0*6^ und Freitag hat die nordirische Regierung ini^ n^ 6cn Ausnahmezustand verhängt. Die Polizei Stjtn Freitagmorgen erneut mit Gummiknüppeln Ruhestörer einschreiten.
^t^ ^ Schutzleute in Lastwagen fahren Tag und ^hbei1 ^e Straßen der Stadt. Angesichts des bevor- tefter ’.,^»Wiumsbesuches des Herzogs von Glou- H^n ^ die Vorsichtsmaßnahmen besonders verstärkt ^jirn '"^erwägen stechen in Bereitschaft, um neue Avz/^" im Keime zu ersticken.
Neufundland werden schwere Unruhen be- ^n der Hauptstadt St. Johns kam es zu einem
schweren Zusammenstoß zwischen 3000 demonstrie- senden Arbeitslosen und der Polizei. Die Arbeitslosen griffen die Polizei mit Steinen und Eisenstangen an, so datz die Polizei mit Gummiknüppeln vorgehen mutzte, um die Ruhe und Ordnung wiederherzustellen. 20 Personen, darunter 6 Schutzleute, wurden verletzt. Die Regierungsgebäude wurden von bewaffneter Polizei, die mit Stahlhelmen ausgerüstet ist, bewacht.
Ein englisch-französischer Schritt wegen des italienischen Vorgehens gegen Abessinien?
London,11. Mai. (Funkmeldung.) D»e britische und dle französische Regierung erwägen, wie der Berichterstatter des „Daily Telegraph" meldet, die Erhebung gemeinsamer Vorstellungen in Rom wegen den italienischen Kriegsvorbereitungen gegen Abessinien. Beide Regierungen seien deshalb in einen diplomatischen Meinungsaustausch miteinander eingetreten. Die Vorstellungen werden möglicher- welsc dahin gehen, „daß die italienische Regierung die vielen ernsten Folgen eines Vorgehens sorgfältig erwägen möge."
Börse und Handel
Frankfurt a. M. (E i e r g r o ß h a n d e l s p r e i s e vom 10. M a i.) Die Zufuhren in deutschen Eiern blieben der Jahreszeit entsprechend sehr groß, während die Nachfrage nicht die erwartete Belebung zeigt, die sonst um diese Zeit besonders lebhaft war. Im Kleinhandel entwickelt sich das Geschäft allerdings weiterhin zufriedenstellend. Von Auslandseiern sind nur Holländer in kleinen Mengen am Markt. Die Preise blieben unerändert. Es notierten in Pfennig pro Stück frei Frankfurt am Main (Eroßhandelsoerkaufsprcise an den Kleinhandel): Deutsche Handelsklasseneier S 9.75, A 9.25, B 8.75, C 8.25, D 7.75. Holländer Kl. S 9.75, Kl. A 9.15, Kl. B 8.75.
Frankfurt a. M. (Buttcrgroßhandelspreisc von, 10. M a i.) Die Ankünfte in deutscher Butter sind etwas stärker geworden. Bei befriedigendem Publikumsgeschäft konnten die Läger weiterhin ohne weiteres geräumt werden Für holländische Butter zeigte sich besonders starke Nachfrage, es kamen aber nur kleine Posten an den Markt. Andere Auslandsbutter, vornehmlich aus Oesterreich, wird zu den für deutsche Butter geltenden Preise verkauft. Die Preise blieben unverändert. Es notierten in RM. pro 50 kg frei Frankfurt a. M. (Großhandels- Verkaufspreise an den Kleinhandel): Deutsche Markenbutter 115. deutsche feine Molkereibutter 143, deutsche Molkereibutter 140 bis 142, Landbuttsr 125—180, Kschbutter 115. Holl. Butter. je mach Dualität 146—148