Aus aller Welt
M vermißte Klugzeug aufgefun-en ^.stürzt im Fichtelgebirge. - Samt sftgesturs' IU)e Insassen tot.
- w Reiseflugzcug D — 0N1H, bn§ auf seinem Flug - Sirt nach Breslau verschollen war, ist am kmwbcndvorimttag im Fichtelgebirge am Schneeberg Minden worden.
W ^Arbeiterfrauen aus der dortigen Gegend wurden I Ä; gestern verbreitete Nachricht von dem Verschwin- Flua-euges daran erinnert, daß sie am 30. April Mittag von ihren Arbeitsplätzen aus ein k r a ch e n- 5 Geräusch gehört hatten und erstatteten die cAng, die zur Auffindung führte.
ihren Aussagen und dem Befund an der Un- »lticksstelle ergibt sich, daß das Flugzeug infolge dich- S L Nebels in Erdberührung gekommen und dabei Lcftitot ist. Der Absturz muß den sofortigen Tod I der Insassen zur Folge gehabt haben.
der Besatzung, die aus dem Fluglehrer Sacht und L Flugschülern Heinrich und D e i ch m a n n bestand, als Fluggäste der Generalmajor im Reichsheer «ring mit Frau und Tochter und der Oberleutnant zicichslustwaffe Braun ums Leben gekommen,
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Deutschlandsender: Dienstag, 7. Mai
sie
den Mund und sprach so vertrau-
ob er gar nichts damit beabsichtige, ganz am Anfang des Lehrganges
fragt so nebenbei, nach Dingen, die vorgetragen hat."
Dabei verzog
Greisin in einen Brunnen geworfen, rfaö in einem Schloß bei Laibach — Lebend geborgen. Zn dem einem Fürsten Auersperg gehörenden Schloß gensberg bei Laibach wurde die 69jährige Ichafterin Marie T o m a s i n vermißt. Blutspuren, As ihrem Zimmer in den Keller des Schlosses und jort aus in einen unterirdischen Gang führten, ließen Macht aufkommen, daß die Greisin einem Mord Opfer gefallen sei. Aber man fand die Unglückliche er in dem Keller noch in dem Gang, der den Keller hinein alten Brunnen verbindet.
sie Suche verlief zunächst ergebnislos, bis man am eilen Tage die Greisin, mit ihren Kleidern an einem isenhaken hängend, im Brunnenschacht noch lebend aufsand.
ii T„ die 37 Stunden zwischen Leben und Tod ge- ebt hatte, erzählte, sie sei von einem Burschen über- iiL mit einem Holzscheid geschlagen, halb bewußtlos in Keller geschleppt und in den Brunnen geworfen »tat. Der junge Verbrecher habe später versucht, das 'M in Brand zu stecken. Es handelt sich um einen Westen, der entlassen worden war. Der Zustand der m Krau ist febr ernst
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rMches Unglück im Offenbacher Hauptbahnhof.
[Offenbar, 4. Mai. Am Samstagnachmittag um 3 Uhr Signete sich im Hauptbahnhof Offenbach ein furchtbares Wik, Die etwa 60 Jahre alte Frau Dora Vrackhahn 15 Hockenheim bei Mannheim saß mit ihrem etwa 5 Jahre len Enkelkind im Kurswagen Hamburg—Basel des D- MÄ. Da sie aber nach Mannheim wollte, benutzte kn Anfenthalt im Offenbacher Hauptbahnhof, um l dm Bahnsteig in den Mannheimer Wagen umzustei-
Unterbringung ihres Enkelkindes und ihres «Ernerkte sie, daß sie in dem vorher benutzten Kurs- n ihren Pelz liegen gelassen hatte. Mit dem Ruf Melj“ wollte sie nochmals zur Wagentür heraus- U Da der Zug aber bereits angefahren war, stürzte ^Uiie Schienen.' Der Körper der Frau wurde von den M hes Zuges in zwei Teie getrennt. Die Staats- NlNt und Kriminalpolizei gab nach der Bestands- Ahme die Leiche frei.
ebeimnis um Gerry Ridteberg
Detektiv-Roman von Dr. E. Panstingl.
(Nachdruck verboten.)
»Das habe ich in meinem Beruf nicht nötig. Wenn ich .Wito wissen will, frage ich unser Rechtsbureau. Dann ich fje j^ längstens einer halben Stunde."
w Kriminalgeschichte und Kriminalmedizin kannte sie ^gezeichnet aus, und von seinem Onkel hörte er, daß stosse in Chemie, obschon etwas einseitig, so doch Mich waren.
uch von Volkswirtschaftslehre wußte sie ziemlich viel.
z,, stellte Braddon fest, daß sie in vielen anderen jene Kenntnisse hatte, die man von ihr
toarnha Die Weltgeschichte kannte sie nur in den M ('en Zügen. Als er einmal vom Dichter Tennyson Wen ^ssen berühmtes Gedicht „Der Angriff der toi (ein ^0^" mit Begeisterung auswendig auf. Von tutiqe /" "^^eren Werken wußte sie nichts. Nur das eine Eile bnu ^^e^icht, das sich eher für einen Jungen gepaßt Äon n'^ ^ater sie gelehrt.
helle« »t, Byron kannte sie nur den Namen, von Ur *7" einmal diesen. Von Shakespeare hatte sie !k ihrgelesen. Der „Sommernachtstraum", che zahlt ^ in ^ Hand geraten war, als sie fünfzehn »Macbeth", das sie von einem rein krimi- S-ndxunN heiratete.
E und tief M w.^e wußte sie, die mit glänzender Techau e^ musizierte, vom Leben der bedeutender Ä"Mft beinahe so gut wie nichts.
ton ein . , Malerei interessierte sie sich insofern, als sie n uns toi./2 Ewalde betrachtete, von denen es über- bet Castle einige gab; denn Rickeberg hatte im tiefer .^^ schöne Sammlung erworben. Die ^ »ar»« -L karmte Gerry natürlich, die anderen , Sie 'hr fremd.
s s'Uew Vä^?^'^"vte nicht. Aber als sie einmal Pedro S^en einen ^J^^' sah Braddon, wie sie mit raschen Wets ^lan des Weges zu dem Haus dieses der von einer verblüffenden Genauigkeit _ Ju chkett war.
°9raphieren war sie eine Künstlerin und Amz "^ende Luftaufnahmen. Es bestand ein U °" Castle und seiner Umgebung, den sie
6,N ygi^ ^gestellt hatte und der in seiner Art
Schadenfeuer in der Vremer Weserwerst.
Der Werftbetrieb nicht beeinträchtigt.
In einem kleinen Schuppen auf dem Werftgelände der „AG. Weser" in Bremen brach ein Brand aus, der sehr schnell auf eine benachbarte Maschinenhalle übersprang. Dem Feuer, das wahrscheinlich durch Selbstentzündung von Putzbaumwolle entstand, fiel ein Lagerraum für Korkplatten und ein Aufenthaltsraum der Arbeiter zum Opfer. Außerdem wurde das Dach der kleineren Schwerblechhalle zerstört. Die Bremer Feuerwehr kreiste den Brandherd mit 17 Rohren ein und hatte schon nach knapp einer Stunde das Feuer niedergekämpft. Bei den vom Feuer erfaßten Feuer handelt es sich um abseits gelegene Schuppen, so daß weitere Anlagen der Werft nicht gefährdet waren.
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Flandin brach sich den Arm.
Bei einem Kraftwagenunfall.
Der französische Ministerpräsident Flandin hatte an der Pariser Stadtgrenze aus der Straße nach Auxerre emen K r a f t w a g e n u ns a l l. Der Wagen des Mi- nlsterpraildenten, in dem sich auch seine Frau und seine ^ochter sowie vier weitere Personen befanden, stieß mit emenl anderen Krafrwagen zusammen. Der Ministerprä- stbent erlitt einen Armbruch und wurde in ein Krankenhaus überaefübrt
Nah und Kern.
Die Kunstuhr des Deutschen Museums. — Eine Stiftung Oskar v. Millers. Oskar von Miller, der Schöpfer des Deutschen Museums in München, hat noch kurz vor seinem Tod eine Stiftung zur Herstellung einer a st r o n o m i s ch e n Uhr an der Hofseite des Brückenturmes errichtet. Die Zifferblätter dieser Uhr sind jetzt angebracht worden. Die klangschönen Schlagglocken sind der bekannten Glockengießerei Franz Schilling Söhne, Apolda, zu verdanken, die sie dem Museum geschenkt hat. Wenn der Mechanismus für die Ingangsetzung der Uhr eingebaut und das gesamte Werk fertigggestellt ist, dürfte kaum eine andere Stadt Deutschlands eine solche kunstvolle Uhr in dieser Größe an der Außenseite eines Bauwerkes ihr eigen nennen.
Amerikaner kommen nach Deutschland — um zu paddeln. Unter Leitung von Professor J. C. Bradley von der Cornell Universität kommen in diesem Sommer zwei amerikanische Reisegruppen nach Deutschland, um F a l t b o o t f a h r t e n auf deutschen Flüssen zu unternehmen. Die erste Gruppe besteht aus Studenten, die zweite aus Ehepaaren und weiblichen Teilnehmern. Die Studentengruppe hat für ihre Fahrt 27 Tage angesetzt und will auf Mosel, Rhein, Lahn, Neckar, Donau, Salzach, Loisach, Kochelsee, Isar und Lech insgesamt über tausend Kilometer zurücklegen.
Eine Zeitung für Bettler. In Paris wird von einem früheren Notariatsschreiber, der arbeitslos wurde, eine einzigartige Zeitung herausgegeben: die Bettler- Zeitung. Sie erscheint täglich, hat ihren Leitartikel und bringt Nachrichten und Anzeigen. Unter den Annoncen kann man u. a. folgendes lesen: „Zu verkaufen eine freie Bettlerstelle in einer reichen kleinen Stadt der Provinz", oder: „Sehr besuchte Kirche zu vergeben! Tägliche Durchschnittseinnahme 25 Francs (4 Mark). Ernstgemeinte Offerten an die Expedition."
„Englands Mädchen können nicht kochen". Die englischen Zeitungen berichten von einem sehr bezeichnenden Ausspruch der Kusine des englischen Königs, Prinzessin Alice. .Weniae Mädcken versieben beute in Ena-
.Kunstgefchichte war für sie ein beinahe unbekanntes Gebiet. Baustile konnte sie nicht unterscheiden. Nur den gotischen erkannte sie an den Spitzbogen. Dafür aber konnte sie von jeder Waffe, auch von historischen, ihre Herstellung und Verwendungsart erzählen.
„Du 'siehst, Jim, ich bin eigentlich recht ungebildet. Ich habe bisher keine Zeit für solche Dinge gehabt. Aber ich werde es nachholen."
Seit jener Zeit besprachen sie oft Themen aus Gebieten, die Gerry bisher fremd geblieben waren.
Nun lernte auch Braddon die rasche Auffassungsgabe und das reife Urteil des jungen Mädchens kennen. Daß ihr Körper schneidenfein ausgebildet war, wußte er ja schon Das Landleben bot genug Gelegenheiten, dies zu beweisen
Braddon sah ein, daß Rickebergs Erziehungsmethode auch ihre Vorteile gehabt hatte. Gerry war stets mehr in der freien Luft als in den Zimmern gewesen. So trug sie trotz ihrer großen Spezialkenntnisse den Stempel des Naturkindes Ihr Fühlen war einfach, ihr Sinn offen und empfänglich für das Schöne und ihre Lebensauffassung ungekünstelt.
Besonders freute es ihn, daß er nun imstande war, ihr neue Gebiete zu eröffnen. Das Schicksal hatte ihm da eine schöne Aufgabe in den Schoß geworfen Daß er dabei die kluge und willige Schülerin stets mehr in sein Herz schloß war eine Naturnotwendigkeit.
Aber doch war er zurückhaltend. Er ließ kein Strohfeuer über sich hinwegflackern, das lichterloh brannte und dann rasch wieder in sich zusammensank. Er wehrte sich gegen sein inneres Fühlen, um zu prüfen, wie stark es sei. Dazu kam noch etwas anderes. Gerry war reich. Jim Braddon der junge Rechtsanwalt, war nicht ganz unvermögend und außerdem mit ziemlicher Sicherheit der Erbe des Vermögens von Professor Vandeveer. Aber was war dies alles im Vergleich zu dem Reichtum der Rickebergs?
Braddon wußte nun schon, worin die Tätigkeit der Rickebergs bestand. Er wußte, daß ihnen die „Dacia" gehörte. Er wußte sogar mehr. Daß die Handelsabteilungen der „Mrcia" in den verschiedenen Ländern sehr mächtig waren Anteile in Industriebetrieben und Patente hatten und eine Reihe von Zeitungen zum Besitzstand der „Dacia" gehörten. Dies war ein kluger Schachzug von Großvater Rickeberg gewesen, dem Sohne des Magdeburger Journa- liUon jener Seit. als er beginnende, aufstrebende Blätter gekauft oder aber deren Gründung gestützt hatte, war wenig Geld dazu nötig gewesen. Heute waren es Millionenwerte. Er wußte auch, daß Rickebergs Brüder nicht verheiratet waren rind Gerry die Aussicht hatte, einst das ganze Riesenunternehmen in ihrer Hand zu vereinigen.
Er beneidete sie nicht darum. Es war eine gewaltige ajufaslbe für ein junges Mädchen, selbst wenn dieses ein so bochentwickeltes Geschöpf wie Gerry war. Er glaubte nun, die warnenden Worte feines Onkels W verstehen
land zu kochen", stellte die Prinzessin bei Eröffnung einer Kochausstellung fest und fügte hinzu, die Folgen davon seien nicht nur die vielen Magen- und Darmerkrankungen, sondern in Verbindung damit auch die zahlreichen unglücklichen Ehen und die zunehmende Zahl der Ehescheidungen in England.
Wie lange darf ein Kuß dauern? Ein Gericht in C h i k a g o hatte sich mit einer Streitfrage zu beschäftigen, die sicher viele Ehemänner interessieren wird. Eine Frau klagte auf Ehescheidung, weil ihr Mann sie zu lange küsse und das auf Kosten der Schönheit gehe. Das Gericht hat die Klage abgewiesen, überließ sich aber vorher noch einer Diskussion über die Dauer eines Kusses. Im Urteil wird die Normaldauer auf vier Minuten festgesetzt.
Was bringt der Rundfunk?
Frankfurt: Dienstag, 7. Mai
6.00: Köln: Frühkonzert des Westdeutschen Kammerorchesters. — Dazw.: 6.45: Gymnastik. — 8.00: W ass erstand. — 8.10: Stuttgart: Gymnastik. — 8.30: Sendepause. — 9.00: Nur Freiburg: Werbekomzert. — 9.15: Nur Freiburg: Unterhaltungskonzert. Ausf.: Freiburger Unterhaltungsorchester, Ltg.: Körner. —10.00: Nachr. — 10.15: Schulfunk: Schlesien. Hörfolge, — 10.45: Praktilsche Ratschläge für Küche und Haus. — 11.00: Werbs- ko-nzert. — 11.25: Meldungen. — 11.30: Soziakdienst: Zucker und Salz. Eine hauswirtschaftliche Plauderei. — 11.4'54 Bauernfunk.
j.2.00: Leipzig: Mittagskonzert. Das Leipziger Sinfonieorchester und Solisten. Ltg.: Th. Blumer. — Dazw. 13.00: Zeit, Nachr. 14.00: Zeit, Nachr. — 14.15: Wirtschaftsbericht. Was gibts Neues? Ereignisse und Gesetze. — 14.30: Zeit, Wirtschafts-- melbungen. —■ 14.40: Wetter. — 14.45: Sendepause. — 15.00: Nur Freiburg: Nachr. — 15.15: Für die Frau! 1. Der Fraueu-- tanz im Wandel der Zeiten. — 2. Erzählung am Nachmittag.
16.00: Kleines Konzett. — 16.30: Dr. Graupner: Interessante Forschungsergebnisse aus der Tierpsochokogie. — 16.45: Oskar von Miller. Dem Schöpfer des Deutschen Museums zum 80. Geburtstag. — 17.00: Königsberg: Nachmittagskomett des kleinen Funkorchesters. — In der Pause: Kunstderichr der Woche. — 18.30: Iustus Möser, ein vergessener deutscher Publizist. Zwiegespräch. — 18.45: Dr. jur. O. Nickel: Ein Unbekannter, mit dem man jeden Tag zu tun hat. — 18.55: Meldungen.
19.00: Kaiserslautern : Unterhaltungskonzert. Orchester der Berufsmusiker Kaiserslautern. Ltg.: R. Schmidt. — 20.00: Zeit, Nachr.: anschu: Tagesspiegel. — 20.15: Frankfurt: Reichssendung: Stunde der Nation: Heut spielt der Frühlrng seine Werse. Funkdichtung vom Friedr. Schnack. Musik: E. Voelkel. — 21.00: Leipzig: Unterhaltungskonzert. Ausf.: Das Funkorchester. Ltg.: H. Weber. — 22.00: Zeit, Nachr. — 22.15: Wetter, Nachr., Sport. — 22.30: Kassel: Volk im Maien. Smgestunde des Lobeda-Ehores der D. A. Kassel. — 23.00: München: Musik vor Mitternacht. Ein heiterer Neigen schöner Melodien. — 24.00: Saarland — Grenzland — Heimatland. Funkfolge. — 1.00: Stuttgart: Nachtkonzett des NS.-Reichssinfonreorch. Ltg.:Hoenes.
6.00: Guten Morgen, lieber Hörer! — Glockempiel, Tagesspruch, Ehorat. — 6.05: Berlin: Gymnastik. — £.20: Fröhliche Morgenmusik der Kapelle E. Jahn mit H. Eondy. — 8.00: Morgenständchen für die Hausfrau: Die Kapelle H. Fröhlich spielt. — 9.00: Sperrzeit. — 10.00: Nachr. — 10.15: Der Flug rn den Tod. Ein Hörspiel um Amundsen nach authentischen Berichten des Nordpolfliegers R:i er Larsen von Christa Linden. — 10.50: Fröhlicher Kindergarten. — 11.15: Ses- wetterberichl. — 11.30: K. Kihhauer: Oscar von Miller und das Deutsche Museum. — 11.40: P. Wilhelm: Mais oder Sonnenblumen? — An schl.: Wetter.
12.C0: Leipzig: Mittagskonzett. Das Leipziger Sinfonieorchester. Ltg.: Blumer. -- Dazw.: 12.55: Zeitzeichen. — 13.00: Glückwünsche. — 13.45: Nachr. — 14.00: Allerlei — von Zwei bis Drei! — 14.55: Progrumm, Wetter, Börse. — 15.15: Frauen am Werk: Als Schifferfrau auf deutschen Sttömen. Anschi.: Das Tagewerk der Gärtnerin. — 15.40: Kuni Tremel- Eggert liest aus ihrem Frauenroman „Barb".
16.00: Klingendes Kunterbunt. Die Kapelle W. Hatz. Betty Sedl- mayer und A. Grunert singen Duette und Soli. — 17.15: Jugend! portstunde. — 17,30: Das deutsche Lied durch vier Jahrhunderte. Vom Minnelied zum Kunstlied. — 18.00: Hitlerjugend an der Arbeit. Hier ist der Streifendreust. — 18.20: Hauotschristteiter H. Fritzsche: Politische Zeitungsschau. —- 18.40: Zwifchenprogramm.
19.00: Hamburg: Tänzerische Unterhaltung. Ltg.: Gebhardt. — 20.03: Kenispruch; anschl. : Wetter und Kurznachr. — 20.15: Reichssendung: Frankfurt: Stunde der Nation: Heul spielt der Frühling seine Weise. Funkdichtung von Fr. Schnack. Musik: E. Völkel. — 21.00: Leipzig: Das Funkorchester Iptelt zur Unterhaltung. Ltg.: H. Weber. — 22.00: Wetter-, Tages- und Sportnamr,; anschl.: Deutschlandecho. — 22.45: Seewetterbericht. 23»: München: Musik vor Mitternacht. Ein heiterer Reigen schöner Melodien.
„Es könnte dir gehen wie dem Zauberlehrling. Gerry hat einen Beruf und eine Aufgabe im Leben. Sie zu lieben, muß zu Konflikten führen, die schwerer sind, als du ahnen kannst."
Einer der Konflikte war ja schon da. Durfte er es wagen, an ein Mädchen zu denken, das so reich war? Würde man ihn nicht für einen Glücksjäger halten? Aber die Flamme brannte, und die Motte fliegt zum Licht.
Jim Braddons Licht war Ashton Castle.
Treulich an jedem Samstag setzte er sich in seinen kleinen Zweisitzer und fuhr zu Vandeveer. Das einzige, was er tat, war, den Zustand feiner Seele soviel wie möglich zu verbergen. Ob es ihm völlig gelang, wußte er nicht. Ob Gerry schon den feinen Instinkt der Frau entwickelt hatte, die es fühlt, wenn ein Mann sie liebt, wußte er auch nicht. Ihm gegenüber war sie der gute Kamerad. Sie plauderte über alles mögliche, ungezwungen wie ein Freund zum anderen. Sie zeigte ihm bei seinem zweiten Besuch Ashton Castle in allen seinen Teilen, von der Funkanlage bis zum Laboratorium. Als sie darin herumgingen sagte sie:
„Das ist jetzt Onkel Vandeveers Reich. O weh, da heißt es aufpassen! Er ist nämlich ein ganz Schlauer und
als er
lich wie ein Schuljunge, der einen Kameraden vor einem strengen Lehrer warnt. Am liebsten hätte Braddon sie auf der Stelle in seine Arme geschlossen.
Sie zeigte ihm die Garagen und den Flugplatz. Dort holte sie selbst ein Flugzeug heraus, nicht die rote Jagdmaschine, sondern einen leichten Doppeldecker.
„Das ist die Kiste, mit der ich fliegen gelernt habe. Sie ist alt, aber gut. Steig ein!"
Braddon war keineswegs luftscheu. Er stieg hinein Da es ein Schulflugzeug war, saß er neben Gerry, und vor ihm war eine zweite Steueranlage, die mit der Gerrys starr verbunden war, also alle Bewegungen mitmachte. Wenn sie hochging, mußte er die Knie einziehen, weil-auch sein Steuer nach rückwärts ging.
Sie erklärte ihm die Doppelbewegung. Das Steuer' feines Kraftwagens ließ sich nur nach rechts und links drehen, das am Flugzeug aber außerdem noch nach vorn und hinten legen. Bald begriff er die Grundzüge der Lenkung und die Aufgabe der Hilfsinstrumente, von denen man alles ablesen konnte, was man während des Fluges wissen mußte.
Noch beim ersten Fluge durfte Jim seine Hände auf das Steuerrad legen, um „mitzufühlen".
(Fortsetzung folgt.)