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^adl und Land
^„ausfldüen^jnorsau
Reichs« etterdienstes, Ausgrbeorl: Frankfurt, der im allgemeinen freundlichen und farmen Witterung, später leichte Gewitterneigung.
„Pfundswetter".
I . iuar Ein Wetterchen über's Wochenende in Fulda, Vogelsberg! Was der Wettergott in den letz- fantiP und ersten Maitagen an Wetterlieferung unter- batte hat er jetzt in vollem Umfange wieder gut ge- ^ wenn man aufs Barometer sieht, dann darf ” ’^^aus optimistisch sein und mit weiteren Sonnen- rechnen.
Nieser erste wunderschöne Maiensonntag hat gestern 7 Fulda mobilisiert. Der Reise- und Tippelverkehr t ircqte sich in hochsommerlichen Bahnen und mancher wird L um die Mittagszeit ein schattiges Plätzchen dringend Nötigt haben, denn Frau Sonne meinte es wirklich gut. L ^ des Sonnenbadens dürfte gestern auch akut ge- Len jein, und heute schon wird mancher mit heißem und verbranntem Körper auf seinem Arbeitsplatz Mnen sein.
Ausflugsverkehr, besonders in die Rhön, war »stark. Züge und Omnibusse waren bis auf den letzten W gefüllt. In Bronnzell waren erstmalig die Garten- L herausgerückt, und mancher Fuldaer wird bei der Rilligen" Sonne schon mit dem Schwimmbad geliebäugelt Ken, das Mitte Mai eröffnet werden soll.
I Auch abends war es nicht besonders kühl und einen Endlichen Spaziergang unter dem sternklaren Himmel berieten die Frösche mit ihrem quarkenden „Frühlings- Mg". Die Zeit, in der man das Gras wachsen hört, ist »unzÄommen, hoffentlich bringt sie allen Volksgenossen Men ersten Vorboten des Sommers auch viel Freude und Spannung von der täglichen Arbeit.
Geringer Wasserdruck.
Ler in den höheren Teilen der Stadt, z. B. in der
iziger Straße, seit einiger Zeit auftretende geringe sserdruck ist durch vorübergehende größere Wasserabgabe ein industrielles Werk bedingt. Der Behälter der Betone reicht in dieser Zeit für sein ganzes Gebiet nicht «hl ans, so daß die Talzone Wasser mitliefern muß. In dipm dürste aber der normale Druck mit dem Aufhören « außergewöhnlichen Wasserabgabe wieder eintreten. Es sind übrigens Maßnahmen vorgesehen, die für die Zukunft tot bei solchen ungewöhnlichen Wasserabgaben unverän- Mie Wasserversorgung gestatten.
I Dr Duckminderung macht sich besonders an den Spül- M^ ch Klosettanlagen bemerkbar, die sich nur halb jst aber davon abzuraten, hier den Wasserzulauf erstellen, da sonst bei der baldigen Rückkehr zum Mi DM ein Ueberlaufen und somit beträchtliche Wasser- 1^ eintreten können.
Konzert der DAF.
Hm 3, Mai, abends 8.30 Uhr, veranstaltete die Deutsche "eitsfront — Amt für Berufserziehung im Zusammen- mit der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" im Saale des Bürgervereins ein Konzert unter dem Musik und Tänze aus allen Ländern.
Langten Werke von Ed. Grieg, Niels, W. Gade, L, âhms, Ant. Dvorak, Friedr. Smetana, Max Reger, ^âgner, Jos. Haydn, Franz Liszt zum Vortrag.
^Programm war sehr gut zusammengestellt. Unter daß es sich bei den Ausführenden nicht um â?^Eer handelt, sondern um werktätige Menschen, ta w Freizeit mit der Ausübung von guter Musik muR man sagen, daß das Konzert ein guter j 8 war. Die einzelnen Stücke wurden unter der
^n Herrn Walter Prasse klangvoll und fehler- keiir'E- .Am Flügel wirkte als Solistin Frl. Dina Storni E und spielte das Klavier-Solo „Böhmisches Sei von Friedr. Smetana, mit größter Vollendung, k' Hillenbrand tanzte unter Begleitung Udie Ungarischen Tänze Nr. 5 und 6, von m5' Ferner sang Herr Walter Prasse zwei lieÄsÄ Aich. Wagner, und zwar: Siegmunds Liebes- ™ S Willen Herd, aus „Die Meistersinger von Nürn- Vorträge ernteten lebhaften Beifall.
Wtaf, ?Mücke aus Böhmen und Mähren von Ant. Im m mm Friedr. Smetanas gaben so recht zum Ausdruck, Stas UW der Sudetendeutschen mit unserer deutschen PrâL fänden ist. Man kann behaupten, daß Herr Ach ^? mrt seinem Orchester große Mühe gibt und wenn öfters JIÄ Zeißig geübt wird, so wird man wohl noch hören wL âusik, ausgeführt vom DAF.-Orchester, zu vmmen. Der Besuch bei dem Konzert war sehr gut.
rr.
^aHenkonzert des Reichsheeres in Kassel!
sieltet„Kraft durch Freude" veran- «A ^"dindung mit dem Wehrkreiskommando Kassel ^Menden
Sonntag, den 12. Mai, 15.30 Uhr,
des . " der Stadthalle ein M a s s e n k o n z e rt N F^. 'leeres. Es wirken mit: sechs Kapellen und ^eièsmutt^^üge des Reichsheeres unter Leitung des Die P ln|P" Pr°f- Herm. Schmidt, Berlin.
'"llasjel l^^sfolge dieses ersten Militärmassenkonzertes ^ der eh ^^ Dpernmusik, Heeres m ürsche, beson- ^ßen hessischen und thüringischen Regimenter, den u. a. m. Diese gewaltige Veranstal- ■ n Cellos ein ganz großes Ereignis des musika- ltitt5PW p1^65 der Stadt Kassel werden. Die Ein- W so niedrig gehalten, daß einem jeden
______________Fuldaer Anzeiger_________________________________________Montag, 6. Mai 1935
Trotz sternklarer Nacht
Fulda im Dunkeln.
Vorbildliches Verhalten der Bevölkerung.
Dre erste Verdunkelungsübung, welche am Sonnabend m Fulda durchgeführt worden ist, muß durch die tatkräftige Mitarbeit aller beteiligten Stellen und insbesondere der Bevölkerung als ein voller Erfolg bezeichnet werden.
Vor allem das vorbildliche und disziplinierte Verhalten der Bevölkerung, die in allen Teilen der Stadt restlos abgedunkelt hatte, garantierte von vornherein einen reibungslosen und störungsfreien Verlauf der Uebung.
Wenn auch in Zukunft die Fuldaer bereit sind, der Sache des zivilen und staatlichen Luftschutzes den gleichen Ernst und dieselbe Bereitwilligkeit entgegen zu bringen, dann ist die Gefahr für unsere Stadt im Ernstfall auf ein Minimum beschränkt. Luftschutz ist — das muß immer wieder betont werden — eine Sache der gesamten Bevöl - k eru ng ; es gilt ihren Besitz und ihr Leben zu schützen! Deshalb ist es auch eine selbstverständliche Pflicht eines jeden Volksgenossen, im eigenen und im Interesse der Allgemeinheit die Anordnungen des Reichsluftschutz- buNdes restlos zu respektieren!
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Wenn man am Sonnabend die 186 Stufen zum 40 m hohen Pfarrkirchturm hinaufgestiegen war, dann bot sich dem Beschauer von der Plattform des Turmes herab
Werdet Mitglied im Reichslustschutzbund!
ein herrlich schönes Bild. Wie aus der Vogelperspektive gesehen, lag rund um den Turm die Stadt, hell durch Elektrizität und Gas beleuchtet, in vollem Licht. Ueber dem Ganzen wölbte sich ein tiefdunkelblauer Himmel, an dem auch das kleinste Sterglein deutlich zu erkennen war... Fulda war durch ein Lichtermeer klar umrissen und deutlich zu erkennen!
Um 22 Uhr begann die Uebung mit der „eingeschränkten Beleuchtung". Nach und nach verlöschten die Lampen in den Häusern ganz, während auf den Straßen die Beleuchtung auf ein Mindestmaß beschränkt wurde. Der helle Strich der M a r k t st r a ß e verschwand, von dem Adolf-Hitler-Platz blieb nur ein dünner bläulicher Schimmer als sichtbares Zeichen zurück. Am Bahnhof leuchteten noch einige wenige, llbriggebliebene Signale. Das helle Gebäude des Ueberlandwerkes war restlos verschwunden, und auf der anderen Seite stand mächtig am sternklaren Himmel die Silhouette des Doms. Und über dem Ganzen zog ruhig ein Flieger seine Kurven, um von oben die Wirkung der Verdunkelung zu beobachten.
Vom Pfarrkirchturm ging's auf den Bahnhof, wo im Sinne der Verdunkelung Vorbildliches geleistet wurde. Der Verkehr lief nach wie vor in gewohnten Bahnen, die Züge fuhren gespenstisch abgedunkelt durch Fulda, und auf den Anschlußgeleisen wurde rangiert; alles was sonst im Schein tagheller Lampen geschieht, wickelte sich an diesem Abend bei sparsamster und eingeschränktester Beleuchtung reibungslos ab. Der Warteraum, der von innen voll beleuchtet war, war nach außen restlos ab- godunkelt und „unsichtbar" gemacht.
Anerkennung und Dank!
Der Oberbürgermeister an die Fuldaer Bevölkerung.
Die Verdunkelungsübung am vergangenen Sonnabend war ein voller Erfolg. Der Vertreter des Herrn Regierungspräsidenten hat nach Beendigung der Üebung allen Beteiligten den Dank der Regierung ausgesprochen. Ich möchte nicht verfehlen auch meinerseits allen beteiligten Stellen — der Reichsbahn, dem Reichslustschutzbund, der PO., SS., SA., HJ., Gendarmerie, Feuerwehr, Sanitätskolonne, dem Luftschutzordnungsdienst, den Fliegeroffizieren unter Führung des Fliegerkettenfllhrers Sachsenberg, dem Jnfanteriebatl. für die Bewachung der Flugzeuge, dem NSKK. für die Gestellung der Fahrzeuge, auch der Familie Schäfer am Pfarrkirchturm und den Paters am Frauenberg für die liebenswürdige Führung der Gäste meinen herzlichen Dank auszusprechen.
Ganz besonders danke ich jedoch der Bevölkerung der Stadt Fulda und ihrer Randgemeinden für ihre Disziplin und Mitarbeit.
Die Bevölkerung hat bewiesen, daß sie sich der Bedeutung des Luftschutzes voll bewußt ist. Auch der Elektrizitätsgesellschaft Fulda AG. und den Stadtwerken der Stadt Fulda gebührt besondere Anerkennung für die zum Teil mit erheblichen Schwierigkeiten verbundenen Vorarbeiten an den Einrichtungen der Beleuchtung der öffentlichen Straßen und Plätze. Nicht unerwähnt lassen möchte ich auch
Volksgenossen der Besuch dieser Großveranstaltung ermöglicht wird.
Für viele Kraftwagenbesitzer wird am kommenden Sonntag der Stadthallengarten in Kassel das Fahrtziel sein. Auch Parteigliederungen, Krieger- und sonstige Vereine werden Gesellschaftsfahrten nach Kassel zu dem ersten großen Militärmassenkonzert unternehmen. Eintrittskarten sind bei den Kreiswarten der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" anzufordern; in Kassel: Kassel, Spohr- straße 6, Zimmer 1, Fernruf 888.
Personen-Nachrichten vom Finanzamt Fulda.
Versetzt: Regierungsrat M o l i t o r von Fulda nach Frankfurt a. M., Regierungs-Assessor Dr. Hüttel von Trankfurt a M. nach Fulda. Ernannt: die Steuer- Inspektoren Holzhauer und Kramer in Fulda zu Oberinspektoren, der Steuer-Sekretar ^oh. Fischer in Nulda zum Steuer-Inspektor; die Steuer-Assistenten: ans ult Förster, Hohmann und Bleuel in au ' Steuer-Sekretären. In den dauernden Ruhestand getreten ist Steur-Jnspektor Sylvester
in Fulda.
Vom Bahnhof ging's dann weiter in rasender Fahrt durch das nachtdunkle Fulda zum F r a u e n b e r g , wo sich vom Fürstenzimmer des Klosters aus ein wunderbarer Ausblick auf das ab 11 Uhr restlos abgedunkelte Fulda bot. Hier konnte man erstmalig in ganzem Umfange feststellen, wie fabelhaft die Verdunkelung klappte. Es war sprichwörtlich „nichts zu sehen". Nacht um das Kloster, nichts als stockfinstere Nacht, und von Fulda absolut nichts mehr da! Auf den Anfahrtsstraßen leuchtete ab und zu ein heller Scheinwerfer eines anfahrenden Autos auf; sowie das Auto aber die Sperre an der Peripherie der Stadt erreichte, sorgten die a u f g e st e l l t e n P o st e n für das Anhalten und Verdunkeln. In der Stadt war von Verkehr „weder noch" etwas zu sehen. Die Wagen durften auch mit ihren Schlitzkappen nicht weiter fahren, alles mußte rechts ran und alle Lichter ausschalten. Häuser und Straßen waren verschwunden, der Bahnhof fast verdunkelt, ganz Fulda ein einziger schwarzer „Klecks". Die Verdunkelungsübung hatte ihren Höhepunkt erreicht, der Erfolg war ein voller auf der ganzen Linie.
Als nach der Uebung schlagartig die Lampen in der Stadt, sowohl wie in den umliegenden Ortschaften, wieder aufleuchteten, mußte man einen kleinen Augenblick die Augen zudrücken, um sie wieder an die Lichtfülle zu gewöhnen. Jetzt konnte man am besten feststellen, was vorherallesabgedunkelt war und was jetzt alles hell aufleuchtete.
Anschließend an die Uebung fand im Stadtsaal eine Besprechung der beteiligten Stellen und der geladenen Gäste statt, in welcher Oberbürgermeister Dr. Danzebrink zunächst das Wort ergriff, um mitzuteilen, daß die Uebung programmäßig verlaufen sei und, daß Unfälle irgendwelcher Art erfreulicherweise nicht vorgekommen seien. Der Redner betonte, daß vor allem auch die Bevölkerung sich in vollem Umfange in die Verdunkelung ein gereiht hätte und so den nötigen Ernst für die Sache des Luftschutzes bewiesen hätte. Dr. Danzebrink dankte allen Beteiligten und den Gästen für ihr Interesse und bat den anwesenden Piloten des Flugzeuges, welches während der Verdunkelung über Fulda war, seine Eindrücke zu schildern. Auch dieser Flieger bestätigte, daß die Verdunkelung in jeder Beziehung mustergültig durchgeführt worden war.
Ein Vertreter des Reg.-Präs identen umriß dann als Luftschutzfachmann abschließend kurz die Ausgaben und Pflichten des Luftschutzes und nahm zu der Uebung in Fulda als Fachmann kurz Stellung. Auch von dieser Stelle wurde ein Erfolg der Verdunkelung fest- gestellt und u. a. die hervorragende Abdunkelung insbesondere der Bahnanlagen gewürdigt.
Die Luftschutzübung in Fulda konnte nur deshalb in vollem Umfange zu einem Erfolg werden, weil neben der Bevölkerung alle Wehrformationen bis zum letzten Hitlerjungen herab sich restlos und in vorbildlicher Auffassung in den Dienst der Sache gestellt hatten. Für das, was diese unbekannten Helfer zum Erfolg der restlosen Verdunkelung beigetragen haben, gebührt ihnen der Dank der Luftschutzleitung und der gesamten Bevölkerung.
die unermüdliche Mitarbeit der Fuldaer Presse. Hatte sie schon durch eingehende Berichterstattung über das kürzlich stattgefundene Planspiel das Interesse der Oeffentlichkeit zu wecken verstanden, so noch mehr durch die fortlaufende, wirksame Information über die bevorstehende Verdunke- lungsübung.
Fulda, den 6. Mai 1935.
Der Oberbürgermeister als Ortspolizeibehörde.
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Eine Ausnahme . . . !
Als e i n z i ge unrühmliche Ausnahme hat sich bei der Verdunkelungsübung ein hiesiger Gastwirt trotz wiederholter Aufforderung durch den eingesetzten Ordnungsdienst geweigert, sein Lokal abzudunkeln. Da die Gastwirte als Konzessionsinhaber in einem gewissen Vertrauensverhältnis zu der Polizei stehen, so wird neben einer entsprechenden Bestrafung die Verkürzung der Polizeistunde über das betreffende Lokal verhängt werden. Es dürfte doch heute jedem Volksgenossen zum Bewußtsein gekommen sein, idaß die Zeiten endgültig vorüber sind, in denen in dieser Form Obstruktion gegen behördliche Anordnungen, die zudem noch im Interesse der Allgemeinheit ergangen sind, getrieben werden kann. Der gesamte Verlauf der Uebung hat übrigens gezeigt, daß es sich hier lediglich um die Entgleisung eines Einzelnen gehandelt hat.
Unton-Theater.
Kampf um Kraft.
Im Auftrage des deutschen Benzolverbandes drehte die „Ufa" unter der geschickten Regie von Johannes Guter den umfangreichen Film „Kampf um Kraft." Wer der Meinung war, einen nur auf Reklame abgestimmten Film-
Mo»6 MwM j^Ww?
Montag, 6. Mai.
Union-Theater: Zigeunerbaron.
Europa-Lichtspiele: Lärm um Weidemann.
Neues-Theater: Triumph des Willens.
Dienstag, 7. Mai.
Union-Theater: Zigeunerbaron.
Europa-Lichtspiele: Die Privatsekretärin heiratet Neues-Theater: Triumph des Willens.