Der Frühjahrsaufstieg beginnt.
Die Winterschlachr ist geschlagen, und man darf schon mit einigem Stolz sagen, mit Erfolg geschlagen. Meine von den pessimistischen Ankündigungen der Schwarzseher im In- und Auslande ist Wirklichkeit geworden. Weder aer Rohstoffmangel, noch die Brotkarte, weder der Fett schein noch die Stoffzuteilung. Unsere Devisen haben trotz aller Knappheit für den notwendigen Einfuhrbedarf gereicht. Alles das ist in erster Linie den umsichtigen, allen gefährlichen Experimenten abgeneigten wirtschaftlichen Maßnahmen des Reichswirtschaftsministers Dr. Schacht zu danken, der mit eiserner Energie die Zügel der Wirtschaft führt. Das hervorragende Ergebnis der Winter- schlacht aber spornt die deutsche Wirtschaft ganz besonders zu geschloffener tatkräftiger Mitarbeit an der nun beginnenden Frühjahrs offensive 1 9 3 5 an, die durch die landwirtschaftliche Erzeugungsschlacht und die i n - sustrielle Ausfuhr steigerung gekennzeichnet sein soll.
Schon seit einigen Wochen steht die deutsche Wirtschaft wieder im Zeichen des Frühjahrsaüfstieg s. Wachsende Aufträge, steigende Produktionszahlen und nicht zuletzt die seit Februar abnehmende Arbeitslosenziffer sind die besten Beweise dafür. Der Wert der industriellen Erzeugung hat übcr- Haupt nur in den Herbstmonaten vorübergehend einen leichten Rückgang aufzuweisen gehabt und bewegt sich schon seit November wieder in aufsteigender Richtung. Mit besonderer Genugtuung kann festgestellt werden, daß die industrielle Erzeugung im ersten Vierteljahr 1935 eine Rekordhöhe erreicht hat. Gegenüber den ersten Mo- naten nationalsozialistischer Wirtschaftsführung ist der Wert der deutschen Jndustrieerzeugung schon um 50 v. H., nämlich von 9,19 Milliarden Mark auf 13,83 Milliarden gestiegen. Sie hat damit teilweise bereits das Ergebnis der besten Konjunkturjahre 1927/28 annähernd erreicht. In einem Punkt unterscheidet sie sich aber grundlegend von der Konjunkturentwicklung jener Fähre. Gingen sonst mit jeder konjunkturmäßigen Besserung stets bald Preiserhöhungen Hand in Hand, die den wirtschaftlichen Erfolg und die Dauer der, Konjunktur bald in Frage stellten, so sind diesmal die Preise der industriellen Erzeugung nicht nur auf ihrem Stand gehalten, sondern teilweise sogar, wie beispielsweise für Zement, herabgesetzt worden. Dadurch ist die Gewähr dafür gegeben, daß die Wirtschaftskonjunktur durch überhöhte Preise nicht wieder zerschlagen wird, sondern weiter andauert.
Gegenüber dem Februar, der durch Saisoneinflüffe, wie sie in der Bauwirtschaft, vor allem in der Zement- industrie, Ziegel- und Gipsindustrie in Erscheinung traten, eine Verringerung der Umsätze mit sich brachte, zeigen sich jetzt auf den genannten Wirtschaftsgebieten überall Ansätze zur bevorstehenden Frühjahrsbelebung. Vor allem macht sich diese Entwicklung auch in den Verbrauchsgüterindu strien, nämlich in der Bekleidungsindustrie mit ihren zahlreichen Untergebieten geltend. Auch in fast allen Zweigen der Metallwarenindustrie, der Porzellan- und Steingutindustrie hat die Beschäftigung zugenommen. Dasselbe Bild zeigt sich in einzelnen P r o- suktionsgülerindustrien, so in den Sägewerken, in der Herstellung von Flachglas und Wandplatten, sowie in Teilen der Pch-ierverarbeitungsindustrie. Im Fahrzeugbau schreiten die Vorbereitungen für das Frühjahrsgeschäft ebenfalls fort. Sowohl bte Zahl der beschäftigten Arbeiter, wie die der geleisteten Arbeitsstunden haben sich erhöht. Besonders auffallend ist die Belebung in den Jnvestitionsgüterindustrien (d. h. in den Wirtschaftszweigen, die Güter zur Herstellung der Er- reuaung hervorbrinaen). so im Maschinenban. in der
GrotzetsenindnMie und in den ieenenglenerclen. ^s tjt eine bekannte Tatsache, daß sich Krise und Aufschwung gerade in diesen Industrien immer viel schneller als in Den Verbranchsgüterindnstrien (Tertilindustrien, Lebensmittelgewerbe, Hausratindustrie) auswirken. Das Entscheidende bei dem jetzigen Aufstieg ist die Talsache, daß die Jnvestitionskonjunktur bei uns in Deutschland, im Gegensatz zum Ausländ, noch keineswegs im Erlahme« ist. Darin liegt eine außerordentlich wichtige Reserve für die Wirtschaftsentwicklung nicht nur in der begonnenen Frühjahrsschlacht, sondern weit über diese hinaus. Ebenso wichtig ist die Tatsache, daß die kühne Aufwärtsentwicklung der Jnvestitionsindnstrien sich langsam auf die Verbranchsgüterindnstrien überträgt.
Mit der steigenden Erzeugung unserer Industrie hat die derrtsche Wirtschaft dieselbe Entwicklung dnrchgcmacht wie die meisten übrigen Industriestaaten der Welt. Die industrielle W 'e l t e r z e » g u n g ist in den letzten Monaten allenthalben kräftig gestiegen. Deutschlands Anteil an der Welterzeugung hat sich von 9,2 Prozent in den Jahren 1932 und 1933 auf 10,3 Prozent im Jahre 1934 erhöht. Ebenso wie in Deutschland ist die gesamte Warenerzeugung der Welt gegenwärtig größer als jemals seit dem Tiefpunkt der Krise. Man kan« allgemein seststellcn, daß der Stand vom Jahre 1928 wieder erreicht ist. Allerdings darf diese günstige Ent- wickluna nicht darüber hinweatänschen, daß eine ganze Reihe von Krisenschäden noch nicht behoben ist. Die Entwicklung ist auch keineswegs in allen Ländern gleichmäßig verlaufen. Gerade in den goldreichsten Ländern der Erde, nämlich in den Vereinigten Staaten und in Frankreich, ist der Anteil der industriellen Erzeugung hinter dem Stand von 1928 zurückgeblieben. Betrug er damals in den Vereinigten Staaten rund 45 Prozent, so lag er 1934 dort erst bei 33 Prozent. Der französische Anteil blieb mit 5,7 Prozent hinter dem Anteil von 7 Prozent im Jahre 1928 zurück.
Mit einer bis dahin nicht gekannten Geschlossenheit ist nie deutsche Wirtschaft dieses Mal in die Früh- jahrsschlachl 1935 gezogen. Durch die Eingliederung der gewerblichen Wirtschaft in die große deutsche Arbeitsfront ist eine bis dahin ungeahnte wirtschaftliche Gemeinschaft Wirklichkeit geworden. Jetzt stehen Arbeitnehmer und Unternehmer einmütig in einer Front. Die letzten Überbleibsel sogenannter Jnter- cffentenbauien sind beseitigt. Der Klaffenkampf ist begraben. Gemeinschaftsgeist umschließt Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Als neue Einrichtung ist der Reichs- arbeits- und Wirtschaftsrat in Tätigkeit getreten. Er befaßt sich nicht nur, wie es in früheren Zeiten der Fall war, mit reinen Wirtschaftsfragen, sondern auch mit sozialpolitischen Fragen, läßt sich mit anderen Worten nicht nur die wirtschaftliche Förderung der Unternehmung angelegen sein, sondern auch die soziale Lage der Arbeitnehmer. Tarifkämpfe, Aussperrungen, Streiks, die in früheren Jahren die deutsche Wirtschaft oft so unselig beeinflußten, und Arbeitgeber und Arbeitnehmer in zwei einander feindliche Lager teilte«, sind im Dritten Reich völlig undenkbar. Aus dieser Erkenntnis heraus ist der Eintritt der gewerblichen Wirtschaft in die deutsche Arbeitsfront, der Gemeinschaft aller arbeitenden deutschen Menschen, von ganz besonderer Bedeutung. Gemeinschaftsarbeit mit dem Ziele sozialer Gerechtigkeft drückt dem Arbeitsleben unserer Tage den Stempel auf, und die Erziehung des arbeitenden und wirtschaftenden Menschen zum Geiste des Nationalsozialismus ist nach den Ausführungen Dr. Schachts die Grundlage dieser Gemeinschaftsarbeit.
Zwei Mörder Hingerichiet.
In I n st e r b u r g ist der am 23. 3anu gevorene Gustav Schinkcwitz aus Serter
Goldap, hing c r ichte 1 worden.
Jeggen,
.. ~ Schrnkewin
Hedwig Rads z u h n waren vom Schwurgericht bürg Wegen gemeinschaftlichen Mord dem Gastwirt Otto R a d s z u h n , dem Ehemann ^ Hedwig Radszubu, zum Tode verurteilt worden t» dem Gnadenrecht ist ihm gegenüber daher kein gemacht worden. N
In Zweibrücke n wurde ein Robert B n bad) hi n gerichte 1, der den Werkmeister Leiner in der Nacht tum 26. November heimtückn»^^ geschossen hatte.
Zigeuneriwerfallen ein rumänischesM
Nach schwerem Feuergefccht von den Bewohncr» vertrieben.
Wie aus Bukarest gemeldet wird, hat eine Zigeunerkarawane das rumänische Ä Vladiceni überfallen und auszupländern sucht. Als die Zigeuner vor der Ortschaft angelangt iw« bildeten die Männer unter ihnen, die mit Gewehren m Revolvern ausgerüstet waren, eine regelrechte linie und
eröffneten ein heftiges Feuer auf das Dorf »ntn gleichzeitiger Aufforderung an die Bevölkeruna A zu ergeben.
Die Dorfbewohner leisteten jedoch heftigen Widerstand» eröffneten ihrerseits das Feuer auf die Angreifer. ^ einem längeren Feuergesecht konnten die Zigeuner, die schon einen Teil des Dorfes hatten, vertrieben werden. Auf feiten der DorstenM wurde ein Bauer getötet und mehrere schwer verletzt. Die Zigeuner nahmen ihre Toten W Verletzten mit, so daß deren Zahl nicht festgestellt konnte.
Zagd auf Amerikas „Staatssemd M
Der Verbrecher wieder der Polizei entkommen.
Amerikas jetzigem „Staatsfeind Nr. l',H .,wnd Hamilton, früher „Adjutant" des ersär John Dillinger, ist es wieder einmal gelungen, deiW ein Schnippchen zu schlagen. Nachdem es ihm uilé Komplicen gelungen war, einen frechen RaubübrAws eine Bank in Prentiß im Staake Mississippi durchzWn und sogar
einen Teil her verfolgenden Polizei zu entwassm und Geiseln mitzunehmen, yat der Schwerverbrecher in Memphis mitten in d Stadt aus seinem Wagen die beiden mitgeführten Gch freigelaffen und ist dann mit seinem ebenso geraubten Wagen weitergerast. Die verfolgend! Polizei konnte den Verbrecher nicht einholen. Er soll zusammen mit seinem Begleiter, der nach Aussage' freigelassenen Geiseln beim Kampf gegen die Polizei» wundet wurde, jetzt nach Texas gewandt haben, l Grenzen des Staates Texas werden von Miliz sch bewacht, um die Verbrecher abtufanaen.
Mord wegen einer Fensterscheibe. In Gnes hatten Kinder eine Fensterscheibe zerschlagen. Darob! es zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Haust Walter unb den Eltern. Plötzlich zog der Hausvermlin Lezala einen Dolch und versetzte dem Kraftwageufühm Marzec mehrere Stiche. Marzec brach tot zusammen, ist der Vater von zwei kleinen Kindern. Der M wurde verhaftet.
Die Dauer der Lehrzeit im Maufmannsberuf.
Die Deutsche Arbeitsfront, Abteilung des Amtes für Berufserziehung, Gau Heffen-Naffau, Sitz beim Rhein- Mainischen Industrie- und Handelstag, Frankfurt a. M., teilt uns mit: Bei der Einführung der für das Rhein-Mai- nifche Wirtschaftsgebiet verbindlichen neuen Lehrvertragsoordrucke für den Kaufmannsberuf bestehen zum Teil noch Unklarheiten über die Tauer der Lehrzeit. Wir weisen deswegen noch einmal darauf hin, daß im Lehrvertrag für den Kaufmannsberuf ausdrücklich festgelegt ist, daß die Lehrzeit „drei aufeinanderfolgende Jahre" dauert. Von dieser Bestimmung kann in keinem Falle abgegangen werden. Aenderungen im Lehrvertrag sind nicht gestattet. Es wird auch im Lehrvertrag durch eine Fußnote darauf hingewiesen, daß der erfolgreiche Besuch einer Handelsschule oder einer höheren Handelsschule auf die Lehrzeit angerechnet werden kann. Das verhält sich praktisch so, daß der Lehrvertrag
ohne weiteres auf drei Jahre ausgestellt wird und der betreffende Lehrling nach dem 2. Lehrjahr dem „Ausschuß für die Durchführung der kaufmännischen Gehilfenprüfung" gemeldet wird. In diesem Falle entscheidet bannt dieser Ausschuß nach der abgelegten Eehilfenprüfung, ob eine Verringerung der Lehrzeit in Frage kommen kann. Sonst besteht allgemein die Verpflichtung zur dreijährigen Lehrzeit, wobei die Vorbildung der Schule nicht ausschlaggebend ist. Der Abiturient muß seinen Beruf ebenso gründlich erlernen, wie der Volksschüler.
In diesem Zusammenhang wird auch noch einmal darauf hingewiesen, daß das im Lehrvertrag erwähnte Lehrlingsbuch kein besonders hergestelltes Buch ist, sondern daß der Lehrling für diesen Zweck ein gewöhnliches Schreibheft benutzen kann. Das Lehrlingsbuch ist aufzubewahren und dann mit der Anmeldung zur Kaufmannsgehilfenpflichtprüfung einzureichen.
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„Arbeit statt Almosen".
Der Leitsatz des charitativen Schaffens Friedrich von Bodelschwinghs — Zu seinem 25. Todestage am 2. April.
Als vor 25 Jahren der Pfarrer D. Friedrich von Bodelschw in g h im Alter von 79 Jahren die Augen schloß, da erlosch, von allen tief und ehrlich betrauert, ein Menschenleben, das bis zum letzten Atemzuge aus- gefüllt war mit Liebe und Erbarmen für die Ärmsten unter den Menschen.
Als lebendiges Zeugnis seiner aufopfernden und tätigen Nächstenliebe hat dieser fromme und eifrige Diener Gottes die B o d e l s ch w i n g h s ch e n A n st a l t e n hinterlassen, die in feinem Sinne zum Segen vieler taufenb körperlich und seelisch Kranker weitergesührt werden. Uns ist heute die sittliche Grundforderung seiner tatkräftigen Fürsorge, die Forderung: „Arbeit st a t t Almosen!" kein neuer Gedanke mehr, wie sie es vor 60 Jahren war, als Friedrich von Bodelschwingh mit „Bethel", einer Anstalt für Epileptiker, sein großes Liebeswerk begann. Als unbrauchbare Mitglieder der menschlichen Gesellschaft, sich unb ihren Familien zur Last, hatten bisher diese armen Menschen ein Leben geführt, das in seiner Freud- und Hoffnungslosigkeit kein Leben zu nennen war. Bodelschwingh erkannte, daß diese armen Kranken doch nicht so untauglich waren wie bisher angenommen worden war und gab ihnen das, was sie mit einem Schlage aus ihrer Stumpfheit erlöste: er gab ihnen Arbeit. Mit unendlicher Liebe und Geduld, in restloser Hingabe an seine Aufgabe gelang es ihm, diese armen verwahrlosten Kranken zu einem geordneten Leben heranzuziehen. Er gab ihnen das Bewußtsein, nicht mehr unbrauchbare Mitglieder der menschlichen Gemeinschaft zu sein und damit die Freude am Leben überhaupt. Er erzog sie zu Handwerkern, zu Landarbeitern, die alle in ihrer Gemeinschaft vorkommenden Arbeiten selbst verrichten konnten. So wurde Bethel eine kleine Stadt für Wb- die dem Staat die Fürsorge für diese Art von «ranken abnahm, und zwar in einer Weise. daß sie de«
Kranken nicht nur eine Zufluchtsstätte, sondern eine Heimat gab.
Neben den Epileptikern gehörte Bodelschwinghs allzeit tätige und praktische Liebe noch einer anderen Gruppe von „Gefallenen", den Arbeitslosen, seinen „Brüdern von der L a n d st r a ß e", wie er sie in seiner umfassenden Liebe nannte. Die Gründerzeit der siebziger Jahre mit ihrem aH^u schnellen wirtschaftlichen Aufblühen hatte in der Industrie zu mancherlei Zusammenbrüchen geführt und viele tausend Menschen, die die Konjunktur in die Großstadt gelockt hatte, wieder auf die Straße geworfen. Da es keine Unterstützung unb Fürsorge gab, suchten die Armen sich durch Betteln und Gelegenheitsarbeiten ein Stück Brot und ein Dach über dem Kopse zu verdienen. Sie gingen auf die Wanderschaft, aus die Landstraße. Manche fanden auf diese Weise wieder Arbeit, viele andere verkamen im Sumps und Lasterleben, fanden den Weg zum Verbrechen, wurden Schädlinge des Staates. Die Bevölkerung schalt auf die „Vagabunden", verführte sie aber durch gedankenloses Almosengeben immer mehr zum Betteln. Auch hier griff Bodelschwingh tatkräftig und erfolgreich ein. „Arbeit statt Almosen" war auch hier der Grundsatz. Mit Landarbeit allein, die keine Arbeit für die Wintermonate brachte, war hier nicht zu helfen. Für diese Leute brauchte er anderes und fand das Richtige in der Kultivierung von Ödland. Wie keine andere ist gerade diese Arbeit, die dem Menschen sichtbar den Erfolg seiner Leistung zeigt, geeignet, die Freude an der Arbeit selbst zu wecken. Konnte auf diese Weise auch nicht allen Arbeitslosen geholfen werden, so war es doch immerhin eine stattliche Zahl, die von der Landstraße verschwand. Viele fanden aus den Bodelschwinghschen Anstalten durch die Fürsprache Bodelschwinghs auch wieder den Weg zurück in ihren früheren Beruf, nunmehr arbeitsame und tüchtige Mitglieder des Staates.
In Friedrich von Bodelschwingh waren tiefinnere Frömmigkeit mit einem gesunden Sinn fürs Praktische aufs glücklichste vereinigt. (Elternhaus und berufliche Ausbildung haben feine Eignung für die große Aufgabe, die der
erfüllte, entscheidend gefördert. Als Sohn des - ' von Bodelschwingh, des späteren preilßischcn Ministers, wurde er am 6 März 1831 zu Velmede faken geboren. Beide Eltern waren fromme die ihre Kinder in Gottesfurcht und Einfachhe" "» Nach glücklichen Kinderjahren folgte eine Hane - , als Landwirtschaftseleve. Bodelschwingh sme'lm für den Beruf des Landwirts Begabung geham 3 denn mit 22 Jahren wurden ihm bereits m m t pommersche Güter zur Verwaltung anbertraut. & nahm er mit 23 Jahren plötzlich eine innere „ m ihn zum Missionar berief. Er studierte -,he w ^ machte nach drei Jahren sein Examen. Aus liehen Gründen wurde er bei der Äußeren ^ Afrika, wohin es ihn besonders zog, nicht ang ' lt)ö So ging er zunächst als Hilfsprediger nach „ m unter den vielen dort lebenden deutschen ur ^ den allerbescheidensten Mitteln einzig dum seiner Frau aufopfernde Tätigkeit eine demsai। ^i gründete. Seine zweite Pfarrstelle führte um in Westfalen, wo er glückliche und segensrem lebte, bis ihm das Schicksal eine harte Pruswm ‘ vier Kinder starben ihm innerhalb Jivon Diphtherie. Sein Glaube und Gottvertrai diesem Leid seine einzige Aufrichtung. beI W 1872 erreichte ihn der Ruf, die Lertuiü l ^» gegründeten ANstalt für Epileptiker bet Brel k § E nehmen. Nur ein kleiner Anfang war vory ^â i seine werbende Liebe wuchs die Zahl der, daß ein Haus nach dem andern gebaut wen ^ i getreue Helfer bei seinem Werk »
Diakonissen zur Seite, die er in den Diakonissenhäusern für ihren schweren SewT ’ Bei dem glänzenden Erfolg der Bodeliäu ■ ^ zu H stalten blieb nicht aus, daß ihr Grunde volkstümlichsten Köpfen seiner Zeit g^ho« i j im Dienste der Barmherzigkeit, und wach bis an sein seliges Ende, die Liebe z
unb tu seinen Schützlinge«.