Amtliche Berliner Notierungen LoM 3?. ^. «Sämtliche Notierungen ohne Gewähr.« *
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Berliner Effektenbörse
Devisenbörse. Dollar 2,49 2,49: engl. Pfund hot „ boH. Gulden 168,20 168.54: Danz 81,24-81,4«; frQ'n. M 16,41 — 16,45: schweiz. 80,72—80,88; Belg. 58,00—58 00- 20,72—20,76: schweb Krone 61,54—61,66; dän 53 2®? norweg. 59,99—60,11; tschcch. 10,39—10,41; -sterr 48,95—49,05; poln. Zlow 46,90—47,00; Argentinien OÖ Spanien 34,02-34.08
Gctreidegroßmarkt Berlin vom 27. März.
Gegen das Bluturteil dieses Kriegsgerichts protestiert ganz Deutschland.
Unser Bild zeigt das Kownoer Blutgericht, das nach einem monatelangen Prozeß, dessen Verhandlungsmethoden zumeist schändlich-bolschewistisch anmuteten, ein grauenhaftes Urteil gegen führende Deutsche des Memelgebietes fällte. Mit dem ganzen deutschen Volke, das in zahllosen Kundgebungen am Dienstag und Mittwoch feine Empörung und tiefgehende Erregung über die Kownoer politischen Mordurteile Ausdruck gab, beschäftigt sich auch die europäische Oeffent- lichkeit mit dem Spruch dieses Blutgerichts.
Gerechtigkeit für Memel.
„Ein Schrei der Entrüstung und Empörung geht heute durch das ganze deutsche Volk. Gerechtigkeit für Memel! so schallt es in die Welt hinaus." Mit diesen Worten gibt der Volksbund für das Deutschtum im Ausland seiner berechtigten Empörung über das Schandurteil von Kowno leidenschaftlichen Ausdruck. '
Gerechtigkeit für Memel ist die unerbittliche Forde rung, die das gesamte Deutschtuni im Interesse seiner geknechteten Brüder im Memelland erhebt. Gerechtigkeit für Memel ist die Losung, in die in diesen Tagen alle Kundgebungen gegen das bittere Unrecht, das den Memel- deutschen zugcfllgt wurde, ausklangen.
Diese Forderung m u ß in der Welt gehört werden, vor allem in den Staaten, die sich als die Signatare des M e m e l st a 1 u t s bezeichnen. England, Frankreich, Italien und Japan müssen zu diesem Haßurteil, das über vier deutsche Menschen, deren Unschuld im Verlaufe des Prozeffes offen zutage trat, die Todesstrafe verhängte und andere Zu langen Zuchthausstrafen verurteilte, Stellung nehmen. Nach den in diesen Tagen im Geiste friedlichen Verstehens geführten Besprechungen in der Neichshaupt- stadt kann nicht angenommen werden, daß sich England dem deutschen Einspruch gegen das bittere Unrecht von Kowno verschließen wird. Wir können nicht gnnehmen, daß in dem Augenblick, in dem die Großmächte alle Anstrengungen machen, um gerade auch im Osten den Frieden Europas zu sicher:., der Gewaltakt von .Kowno ihre Billigung findet.
Das Presseecho, das das Kownoer Urteil in der ganzen kultivierter. Welt hervorrief, beweist, vorsichtig ausgedrückt, zumindest die Bedenklichkeit des litauischen Vorgehens. In der englischen Presse wurden selbst die Berliner Besprechungen der englischen Minister durch das Urteil. gegen die Memeldeurfchen in den Schatten gestellt. Übereinstimmend wird das Kownoer Urteil, das in der gesamten englischen Presse größte Erregung auslöste, als ein weiteres schweres Hindernis auf dem Wege zum Frieden Europas angesehen. Die englische Zeitung „Times" weist besonders darauf hin, daß die Beschuldigungen kaum nachgeprüft worden seien, und daß vor allem von den zum Tode verurteilten Deutschen drei einwandfreie Alibis vorgebracht hätten. Ebenso sei die Behauptung, die Memelländer hätten einen gewaltsamen Aufstand unternehmen wollen, nicht stichhaltig, weil man nur verschwindend wenig Waffen gefunden hätte, die zum Teil sogar den Förstern gehört huben sollen. — „Dailv Mail" erklärt, es müsse festgestellt werden, daß es heute in Europa viele Störenfriede gibt, und daß die
Moskauer Regierung vermutlich unter ihnen sei. Es scheine nicht fraglich zu sein, daß Moskau den schwachen kleinen litauischen Staat zu einer Politik der Nadelstiche gegen Deutschland ermutigt habe, die in einer schlechten Behandlung der vormaligen deutschen Staatsangehörigen im Mcmclgebiet bestanden habe. Dieses Gebiet sei von Deutschland abgetrennt und den Alliierten zur Verfügung gestellt worden. Während die Alliierten über sein Schicksal berieten, habe sich Litauen im Jahre 1923 mit Gewalt des Landes bemächtigt. Dieselbe Zeitung erklärt weiter, „dieses Gebiet sei jetzt eines der Sturm« Zentren in Europa geworden".
Die Schweizer Pres se erklärt mit aller Freimütigkeit, daß die angeblichen „Staatsverbrechen" der Angeklagten nach wie vor in Frage stehen, zumal der Verlauf des Prozesses, vornehmlich die Zeugenvernehmung, ganz bedenkliche Mängel des litauischen Gerichts aufgedeckt bat. So dürfe als bewiesen gelten, daß während der Voruntersuchung die belastenden Aussagen durch Mißhandlungen und Drohungen erpreßt worden seien.
Auch die a m e r i k a n i s ch e Presse lehnt mit aller Entschiedenheit dieses schmähliche Urteil der Willkür und des Hasses ab. Ein neuer schwerer Schlag sei aus diese Weise der „delikaten europäischen Friedensstruktur versetzt worden," schreiben die Blätter. Gleichzeitig wird aus die Unmöglichkeit der Zustände im Memelgebiei hingewiesen und hervorgehoben, daß die deutsche Ablehnung eines Ost-Locarno durch ein derartig plumves Unrecht neue Nahrung erhielte.
9hn ein einziger Staat hat es für richtig befunden, der nüchternen Wiedergabe des Schandurteils von Kowno einige hetzerische Bemerkungen anzuschließen. Das war Frankreich. Dasselbe Frankreich, das sich in den letzten Wochen so gerne zum Schützer des Friedens Europas aufwarf, kann es sich nicht versagen, im Falle des Memelurteils von einer Verurteilung „nationalsozialistischer Terroristen" zu sprechen.
Trotz dieser unfaßlichen Entgleisung wollen wir die Hoffnung nicht aufgeben, daß auch Frankreich im Verein mit den übrigen Signataren des Memelstatuts sich gegen den Gewaltakt von Kowno mit aller Eindeutigkeit erklären wird Wir Deutschen müssen Gerechtigkeit für Memel fordern. Gerechtigkeit um jeden Preis. Denn das Memelgebiet ist deutsches Land, nach seiner Geschichte, nach der Zusammensetzung feinet Bewobner, nach seiner Kultur und nach der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung.
Für 1000 kg in Mark:
Wciz.. mark , fr Berl.') 210,00 «Durchschnittsqualität)
Futter-, märkischer —
Sommer-, märkischer —
Gesetzt Erzeugerpreis für d Preisaeb.-) W V. 199,00, W. VI 200,00, W. VII 201,00, W VIII 202,00. W. IX 204.00, W XI 206,00
Nogg., märt, fr. Berl.') 170,00 (Durchschnittsqualität)
Gesetz! Erzeugerpreis für b. Preisaeb -^ R V 159.00, R. VI 160,00, R. VII 161,00, R. VIII 162,00. R. IX 164,00, R. XI 166,00
Gerste fr. Berl, ab Stat.
Brau-, fste — —
Brau-, gute — —
Sommer-, mittel — —
Winter- czuJn- dustriezwecken) zweizeilig — —
vierzeilig — —
Jndustrie- tSommer- gerste« — —
Futter-, gesetzlicher Erzeugerpreis für die Preisgebiete') G V 159,00. G. VI 160,00, G. VII 162,00, G VIII 165,00, G IX 167,00
Hafer fr. Berl, ab Stat. märkischer — —
Gesetz! Erzeugerpreis für
die Preisqeb. H. IV 153,00, H. VII 157,00. H. X 160,00, H XI 162,00, H XIII 165,00, H. XIV 167,00
Mehl, 100 kg in Mk st Weizen Tvpe 790: 0 3
III 26,35. V 26,75
VII 27,05, VIII 27,20.
XT 27,80;
Roggen Type 997: Preise III 21,85, V 22,1t Ä VII 22,30, VIII 22,49, M XI 22,90.
Kleie, 100 kg in Mk.:-) ®Eilra n: ii,33, v 1144 Ä
VII 11,56, VIII 11.62. IX $ XI 11,85; "
Roggen: HI 9,81, V 994 w 10,00. VII 10,06, VUI iß " 10,25, XI 10,38. ‘ 111
Ölfaaten, 1000 kg in Nack Raps - Leinsaat t.
Futtermittel, Hülsenfrüchie- Pikt.-Erbsen 27,00-31< Kl. Erbsen
Futtererbsen 11,00-12,00 0^
Peluschken 21,00-22.75=^
Ackerbohnen 14,50-15,00 Wicken
Deutsche 4 Ostsee
Russische Futter-
8.
12,90-13,50 J* 12,90-13,50^
9,50-10,50 § , Lupine,blaue 10,25-10,75 Lupine, gelbe 15,00-15,25=- Seradella 25,50-26,50 $
7,65 -
Leintuch. 37H
Erdnußk. 50% Erdnußk.-Mehl Trockenschnitzel Sojaschroi
46% Hambg.
do. Stettin
Startoffelfl.*) ! do.fr.Bln **) I
7,25
7,60
4,53
6,50
6,70
re»
9,05-9,15 LN
9,65-9,75
*) Vereinzeltes Auswuchs- und Schmachtkorn zulässig: iâ Weizen 3 Prozent, bei Roggen 2 Prozent.
*) Gesetzlicher Mühleneinkaufspreis + 4 Mark.
K Bei Lieferung von Sommerfuttergerste kommt ck weiterer Aufschlag von 5 Mark je Tonne hinzu.
*) Zuzüglich 0,50 Mark Frachtausgleich: bei Abnahme N mindestens 10 Tonnen frei Empfangsstation.
5i Zuzüglich 0,30 Mark Ausgleichsbetrag für 100 Kilogramm. - Bei Weizenvollkleie kann ein Aufschlag von 0,50 Mark für 100 Kilogramm berechnet werden.
Paris. Vor Abschluß der Berliner Verhandlungen lauten die französischen Berichte übereinstimmend, daß keine Aenderung der Lage zu verzeichnen sei, denn der englische Besuch habe nur informatorischen Charakter gehabt.
Börse und Handel
Frankfurt a. M. (Schlachtviehmarkt vom 28. März; nichtamtl. Vorbericht.) Kälber: a) 52—54, b) 44—51, c) 34—43, d) 26—33. Lämmer, Hämmel und Schafe: 52) 37— 38, c) 35—36, f) 30—33, g) 25—29. Schweine: 6) 49—52, c) 48 bis 52, d) 46—50. Auftrieb: Rinder 77 (darunter Ochsen 9, Bullen 15, Kühe 32, Färsen 21), Kälber 1026, Schafe 113, Schweine 392. Markt verlauf: Bei allen Gattungen ruhig.
Frankfurt a. M. (Eetreidegroßmarkt vom 27. März.) Am Getreidegroßmarkt war das Geschäft weiter klein Weizen fand zur Lieferung im Monat Juni-Juli in hochwertigen Qualitäten etwas Nachfrage, dagegen blieb Roggen sehr stark angeboten und ohne Interesse. Futtergetreide war nicht angebo- ten. In Futtermitteln bestand zwar noch Nachfrage, sie war
aber unter dem Eindruck der wärmeren Witterung nicht mechr so dringend. Angebot ckn hochwertigen Futtermitteln fehlte jedoch weiterhin. Melässemischfutter konnte man ausreichend haben. Das Mehlgeschäft blieb schleppend. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 kg) in RM.: Weizen W 9 208, W 13 212, W 16 216, Roggen R 9 168, R 13 172, R 15 176, Großhandelspreise der Mühlen des genannten Preisgebiets. Futtergerste G 9 170, E 11 173 E 12 175, Hafer H 13 168, H 14 170, Großhandelspreise ab Station. Bei Wasserverladung über 100 Tonnen 3 RM. mehr. Sommergerste für Brauzwecke 200, Weizenmehl W 13 27.60, W 16 28.05, Roggenmehl R 13 23.70, R 15 24.10 plus 0.50 RM. Frachtausgleich. Weizennachmehl 17.25, Weizenfuttermehl 13.50. Weizenkleie W 13 10.82, W 16 11.02, Roggenkleie R 13 10.08, R 15 10.32, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Soyaschrot m. M. 13.00, Palmkuchen m. M. 13.30, Erdnußkuchen in. M. 14.50, Fabrikpreise ab füdd. Fabrikstation. Treber —, Trockenschnitzel 9.50, Heu 10.50, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt und gebündelt 5.00—5.40.
Friedberg. (Schweinemarkt vom 27. Mär z.) Auf dem Markt wurden folgende Preise bezahlt: Bis sechs Wochen alte Tiere 14—18 Mark, 6—8 Wochen alte 18—22 Mark, 8—12 Wochen alte Tiere 22—26 Mark. Der Handel war sehr lebhaft. Es verblieb ein geringer Ueberftand.
JlTcil^
LINGEL
Alleinverkauf: Gebr. Frohnapfel, Marktstraße 6.
Heiteres.
Nachdem die Lehrerin die Allgegenwart Gottes erklär hat, fragt sie die Kleinen: „Also, wenn ihr gleich Pause alle auf dem Schulhof seid, wer ist dann bei m - — Der kleine Fritz: „Der Herr Lehrer von der zw Klasse, Fräulein!"
Arzt (nachdem er Tünnes untersucht hat): „Es w höchste Zeit, daß Sie zu mir kamen". — Tunnes. »„ kann dat verston, Herr Doktor, Hück kann jeder Geld 0
„Wissen Sie schon, daß die Ehe bei Dr. Wilkes »^ ander ist?" — „Na, das wundert mich gar nicht. Er^„ matiker und sie eine vollkommen unberechenbare
^eutsdw Ausfuhr an 3001 Mill.RM fertigen Waren 1934
Mill.RM
253
200
100
89 79 *-*87 79 *-«<76 84*^ |
Jan. Febr. März April
Deutsche ^nfutjr an
..........
/ Lebensmitteln und
C Getränken
Hohe Posten auf dem Konto der Einfuhr von Rohstoffen und dem der Ausfuhr von Fertigwaren sind die Wesensmerkmale der deutschen Außenhandelsbilanz. Von der Steinkohle und Braunkohle abgesehen, gibt es kein anderes großes Industrieland, das wie Deutschland aus Gründen der Rohstoff-armut eine so schmale Grundlage
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Deutsche Arbeit steigert den Wert.
seiner gewerblichen Erzeugung besitzt. Die Bezahlung dieser unumgänglichen beträchtlichen Auslandszusuhren ist uns aber nur möglich durch einen finanziell günstigen Versauf hochwertiger Fertigwaren an das Ausland. So steigert sich der reine Warenwert im Austausch von Roh- stoffen gegen fertige Waren, wie unser Sck-aubild zeigt,
rbk es nm hundert Millionen Mark. Gleichzeitig E ^ Ileberblick über den Wert und den Umfang $ â n“ Einfuhr an Lebensmitteln und Getränken, durch die Wertsteigerung der Verarbeitung ^» geführten Rohstoffe zu auszuführestden
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