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Nr. 66-12- Jahrgang

Stadt und Land

^eräusßchten für morgen;

^rbericht des Reichswetterdienstes, Ausgabeort: Frankfurt,

«n^rwieaend bewölktes Wetter und auch einzelne Regen- Me, bei südwestlichen Winden mild.

* Fulda, den 19. Aiärz 1935.

Hauszinssteuer-Stundung.

Formulare für Weitevstundung der Hauszinssteuer am Donnerstag, den 21. März d. I., vormittags We 8 12 Uhr, im Schalterraum des Wohlfahrtsamtes

13) abgegeben. Alles Nähere ist aus der amtlichen Bekanntmachung im Anzeigenteil der heutigen Ausgabe zu

ersehen. ___________________

Fuldas Schrebergärtner.

Kleingärtner und Kleinstedler Fuldas hielten am M^ntaa abend in der Harmonie ihren letzten Schulungs- âtraa für das Winterhalbjahr 34/35 ab. Obergärtner «ui au verbreitete sich in längeren Ausführungen über ^Bodenbearbeitung. Er sprach über die Vorbereitungen ;' Aussaat in den Gemüsegärten, Einteilung der Beete, Lnen des Samens und über fachgemäße Aussaat der ver- Medenen Samensorten. Sodann erläuterte er die im Märt vorzunehmende Aussaat verschiedener Gemüsesorten. Ferner hob er die großen Vorzüge der Kalkdüngung her- E * Der Ortsgruppenschulungsleiter H e n n e m u t h ^nkte dem Vortragenden für seinen sehr interessanten 23or= und machte darauf aufmerksam, daß Mitglieder in Kartenbauvereinen keine Sammelbestellungen für Samen duften dürften. In Kürze würde eine Wühlmäuse-Ak- tion in den Schrebergärten durchgeführt. Es wurde noch darau aufmerksam gemacht, daß es jetzt höchste Zeit sei, Bäume zu schneiden und zu pflanzen. Oberpostsekretär i. R. Kreis führte Klage darüber, daß vor mehreren Tagen in einem Schrebergarten des Südendes Kinder einen Hund auf einen Igel hetzten. Diese Unsitte verdiene Strafe, zu­mal der Igel für Gärten sehr nützlich sei. Es wäre zu empfehlen, wenn auch die Lehrer in den Schulen ihre Schü­ler darauf aufmerksam machen würden.

Von der Landesbibliothek.

In der Reihe der Abende der Landesbibliothek findet der bereits angekllndigte 1. Dichterabend mit LeoWeis - mantel am Dienstag, den 26. 3., 8 Uhr statt. Es bedarf wohl keines besonderen Hinweises, daß dieser Dichter aus der Rhön gerade in Fulda eine dankbare Hörerschaft finden wird. Der Kartenverkauf an den bekannten Stellen hat begonnen.

Anläßlich des Gedenkjahres unserer großen Meister der Musik Händel und Bach wird am 21. März, dem 250. Geburtstag Johann Sebastian Bachs, im Schausaal eine M u s i k a u sst e l l u n g eröffnet, die gleichzeitig mit dem Abschluß der im Laufe des letzten Jahres durchgeführ­ten Aufbau- und Ordnungsarbeiten der Musikabteilung zu­sammenfällt. Es wird schon jetzt auf diese wertvolle Schau alter und neuer Musik hingewiesen, in der zum, ersten Male die für Fulda zurückgewonnenen Musikhandschriften aus dem 18. Jahrhundert und Proben aus der reichen Sammlung neuer Musikalien gezeigt werden.

Heldengedenkfeier in Tann.

Am vergangenen Sonntage wurde auch in Tann der gefallenen Helden in würdiger Weise gedacht. Nach dem Frühgottesdienste traten auf dem Marktplatze Formationen und Gliederungen der Partei an und marschierten in ge­schlossenem Zuge unter Vorantritt der umflorten Fahnen zum Ehrenfriedhof der Gefallenen. Die öffentlichen Ge­bäude und zahlreiche Privathäuser hatten Halbmast geflaggt.

Auf dem Friedhofe marschierten die Formationen vor den Gräbern der Gefallenen auf; an denen den ganzen Tag eine Ehrenwache stand. Ter Gesangverein grüßte die toten Hellen mit dem Liede:Du Schwert an meiner Linken", äorstassessor Pg. Willing gedachte der Toten u. der ver­gangenen Zeit und brachte ein Sieg-Heil auf unseren Füh­rer aus, der uns einer besseren Zeit entgegenfiihrt und erst me Voraussetzungen dafür geschaffen hat, daß dre blutige vaat des Weltkrieges herrliche Früchte bringen konnte. Die äahnen senkten sich über den Gräbern und die Arme hoben M zum Gruße.

Mütter-Schulungskurse.

vomReichsmütterdienst im Deutschen Frauenwerk".

Mütterschulungskursus"? Ja, sollen denn die Mllt- E letzt gar nochmal zur Schule gehen und von neuem ^n? Nein, zur Schule sollen sie gewiß nicht noch einmal dazu dürften sie doch schon ein wenig zu groß sein.

die Kinder haben sich vergeblich gefreut, welche die mtter schon mit auf der Schulbank sitzen sahen und ge- schnützen E ^"en über den schweren Rechenaufgaben Aber lernen, fleißig lernen, das wollen wir trotzdem in

Mütterschulungskursen! Was das Wort über- bedeutet? Der 'Mütterschulungskursus" stellt einen 5 Reichsmlltterdienstes dar, der die Gebiete der: "br- und Kinder-Erholung, Lebensmittelhilfe, Lieferung Kleinkinderwäsche, Mütterschulung usw. umfaßt. L-Zvere wiederum besteht aus: Gesundheitskursen mit ^ Krankenpflege, Erziehungskursen, Haus- do?MArchen Näh- und Koch-Kursen usw., je nach Wahl oer Betreffenden.

^ Wert dieser Mütterschulung? die Schaffung _ p^lich und seelisch gesunden Müttern und Kindern: Motto über unseren Mütterschulunskursus stellten b Wort:Eine rechte Mutter sein, das ist wohl ein leben« es ist wohl die höchste Aufgabe im Menschen- saaen"^vchte wohl so anmaßend und überheblich sein, zu Himi bin so klug und weise, ich brauche nichts mehr ,Câ,Mrnen! und vielleicht noch spöttelnd über das Wort l'erntè i ^ ..lächeln. Als ob der Mensch je im Leben aus« wort-' gibt da im Volksmunde ein drastisches Gegen- immpr « wird so alt wie eine (Kuh) und lernt doch Und wo^^.^öu!" 's klingt ein bissel grob, ist aber wahr, Wonnen 'e^ Erkenntnis ward, der hat schon viel ge- an Linie wendet sich natürlich die Mütterschulung Meisten âuen, die erst Mütter werden w ollem Die

Wohl von ihnen standen bis vor ihrer Ehe im Ve-

Fuldaer Anzeiger Dienstag, 19. März 1935

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Wir begleiten einenM Eintopsmann" bei der Arbeit.

Am letzten Sonntag Deutschland das letzte Eintopfgericht dieser Saison im Rahmen der Winter­hilfe. Wir haben diese Gelegenheit wahrgenommen,

- um einenE i n t o p f m a nn" auf seinem nimmer- müden Gang beim Einsammeln der Spenden trepp­auf, treppab zu begleiten. Sie gehören zu den unbe­kannten Soldaten des Sozialismus im neuen Deutsch­land, diese Helfer der Winterhilfe, welche sich aus Kreisen der Partei und der NSV. freiwillig für diese Arbeit zur Verfügung stellen.

Sonntag abend. Ter Eintopfsonntag neigt sich seinem Ende zu. Während sich die Volksgenossen an diesem Abend von der Arbeit des Alltags ausruhen, beginnt für den Ein­topfmann der freiwillige Dienst. Wir sind mit einem Block­wart, dem untersten politischen Leiter der Parteiorganisa­tion, unterwegs. Der Blockwart hat als wichtigstesHand­werkszeug" die Liste mitgenommen, in der jeder Wohnungs­inhaber seines Blockes verzeichnet ist.

Wir klingeln an der ersten Tür. Ein kleines Mädel öffnet uns.Meine Mutti ist nicht da".Nein, Papa auch nicht. Aber Mutti hat das Geld rausgelegt." Mit hellen Augen und ungelenker Hand darf sie Namen und Betrag in die Liste eintragen. 2, Mark für eine fünfköpfige Familie! Das ist ein guter Anfang, und schnellHeil Hitler" ruft uns das Mädel nach.

Wir steigen weiter. Im ersten Stock müssen wir mehr­fach klingeln, ohne daß sich jemand zeigt.Hier muß ich morgen wieder her", meint der Blockwart,die sind über­haupt ziemlich zähe". Er kennt seinePappenheimer" nicht erst seit gestern. Er weiß, wer arbeitslos ist, was diese oder jene Familie im Monat etwa an Einkommen hat, er kennt auch die politische Vergangenheit der einzelnen und ver­steht, sich auf sie einzustellen.

Wir klingeln im dritten Stock. Hier wohnt ein alter Parteigenosse, ein unbegüterter, einfacher Mann. Er nötigt uns freundlich in die Stube. Es wird ihm nicht leicht, etwas zu geben, aber er zählt uns doch in kleinen Münzen 20 Pfen­nig auf den Tisch und trägt mit zittriger, verarbeiteter Hand seine Spende ein.

Schneller Tod.

Tann, 18. März. Ein überaus trauriger Fall ereignete sich am Sonntage in unserem Städtchen. Als die Forma­tionen in geschlossenem Zuge von dem Friedhofe zurückmar­schierten, stürzte neben der Kolonne der Schuhmachermeister Thiel plötzlich zusammen. Einige SA.-Männer sprangen schnell hinzu, um den Bewußtlosen aufzuheben und in seine nur etwa 50 m entfernte Wohnung zu tragen. Man glaubte an eine Ohnmacht, da er noch an der Heldengedenkfeier auf dem Friedhofe teilgenommen hatte. Er kam aber nicht wieder zu sich, und der rasch herbeigerufene Arzt konnte nur den eingetretenen Tod feststellen. Ein Herzschlag hatte dem Leben des 64jährigen ein rasches Ende bereitet.

Wehrda, Kr. Hünfeld. (Das erste L a n d j a h r - heim im Kreise Hünfeld.) Das bekannteRote Schloß" in Wehrda, das mit erheblichem Kostenaufwand vom Kreis Hünfeld instandgesetzt wurde, wird vom 1. April 1935 als Landjahrheim benutzt werden. Es wird eine Gruppe von 60 Mädchen darin untergebracht werden.

Frankenberg (Eder), 18. März. (Großfeuer in einem Bauernhof.) Im Kreisort Rosenthal entstand im Anwesen des Landwirts H. Armbrüster ein Brand, der erst bemerkt wurde, als die Flammen bereits in mächtigen Garben aus den Fenstern der Wohn- und Wirtschaftsge­bäude schlugen. An eine Rettung des Anwesens war daher nicht mehr zu denken. Die Scheune, die Stallgebäude und das Wohnhaus wurden vollständig vernichtet. Das Vieh und ein Teil des Mobiliars konnten gerettet werden.

Kassel, 18. März. (L ü t g e h e t m a n n - F r a n k f u r t deutscher B i l l a r d m e i st e r.) Der jüngste Teilneh­mer an der deutschen Billardmeisterschaft, Lütgehetmann- Frankfurt a. M., ist als Sieger aus dem Turnier hervor­gegangen und hat somit den Titel eines deutschen Billard­meisters errungen. Er gewann die Stichpartie um die Mei­sterschaft gegen Joachim in 39 Aufnahmen mit 400 zu 298 Punkten.

Wetzlar, 18. März. (Diamantene Hochzeit.) Am heutigen Montag konnten die Eheleute Johannes Bek­ker und Frau Katharina geb. Keller im Kreisort Leun bei bestem körperlichen und geistigen Wohlbefinden das Fest der

ruf, sei es in der Fabrik, im Kontor, im Laboratorium usw. Ihnen ist Alles noch Neuland, denn der Lebenskampf ließ ihnen keine Zeit, sich mit diesen Dingen näher zu beschäf­tigen; jetzt tritt diePsticht" an sie heran.

Aber auch jene jungen Frauen, die schon Mütter sind, denen aber noch manche praktische Erfahrung fehlt, hier können sie diese sammeln und viel Neues hinzulernen, denn das ist ja das Schöne an diesen Mlltterschulungskursen: es werden hier keine langweiligen, ermüdenden Vortrage ge­halten sondern Theorie und Praxis, sie reichen sich hier die Hand. Das theoretische Wissen wird in glücklichster Weise lebhaft ergänzt durch den reichen Schatz praktischer Erfahrungen, der Vortragenden sowohl, wie der Zuhörer­innen. ,

Die Kurse werden gehalten von einer staatlich geprüf­ten Lehrschwester des Verbandes Deutscher Wanderlehr­schwestern. Schwester H i l d e g a r d, der es schnell gelang, Aller Herzen zu gewinnen, verstand es meisterhaft, ihr Wissen und ihre reichen Erfahrungen mitten aus dem prak­tischen Leben heraus als Kranken- und Fürsorgeschwester uns so eindringlich zu Gehör zu bringen, daß gewißlich Niemand unter den zahlreichen Zuhörern war, der nicht mit reichem Gewinn und neuem Wissen allabendlich nach Hause ging.

Der erste Kursus wird zur Zeit wiederholt; gleichzeitig finden noch ständig Kurse in Säuglings- und Kranken­pflege statt. Die Teilnahme an diesen Kursen ist Jeder­mann zugängig; sie finden statt in der Mütterberatungs­stelle, Schulstraße. Jeder Teilnehmer erhält über den regelmäßigen Besuch der Kurse eine Bescheinigung; fünf dieser Bescheinigungen berechtigten die Inhaber bei späterer Heirat zur Gewährung desEhestands-Darlehens", ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Die deutsche Erneuerung geht über die deutsche Frau." Dieses Führerwort soll und muß uns Leitmotiv sein. Möge sich jede deutsche Frau stets von neuem ihrer Pflicht b^ wußt sein, das eigene kleine Ich dem großenDu" sich unterordnend! Fr. Diel.

Das Haus, in das wir dann gehen, sieht gepflegter aus. Hier ist mehr zu holen", meint der Blockwart, als wir in den Flur treten. Auf der Treppe treffen wir den Arzt aus dem ersten Stock. Wir hielten ihn an. Er sucht in der Liste, was seine Frau im Februar gegeben hat und zeichnet für März eine Mark mehr. Heil Hitler! Wir steigen weiter.Kann das auch", sagt mein Begleiter,hat 'ne gute Praxis". Oben wohnt eine Frau, die zwei Zimmer abvermietet hat. Ein Untermieter öffnet uns. Der Block­wart will ihn schröpfen, aber er hält uns die Quittung über 50 Pfennig entgegen, die er in seinem Mittagslokal er­hielt, wo er spendete. Die Wirtin ist nicht zu Hause. Macht nichts, kommt morgen dran!

Und so geht es von Haus zu Haus, ohne Unterbrechung bis in die späten Abendstunden alles für Deutschland! Am Montag geht dieNachlese" vor sich, bis alles in der Liste steht. Die Liste wird dann mit dem aufgerechneten Betrag an den Zellenwart abgeliefert. Ter Zellenwart sammelt die Beträge und die Liste seiner Zelle und über­gibt alles seinem Ortsgruppenwalter, wlcher das Geld auf der Bank einzahlt. Die entsprechenden Belege gehen in doppelter Ausfertigung einmal an die Kreisleitung und außerdem an die Eauleitung. Alles ist bis ins Kleinste durchorganisiert.

Kein politischer Leiter aber fragt trotz seiner unermüd­lichen Arbeitsleistung:Was kriege ich dafür?" Sie ver­richten ihren Ehrendienst, weil sie wissen, daß Sozialismus nicht Sache der Programme ist, sondern der Tat, der uner­müdlichen, intensiven Tat in dem Kreise, in dem man steht!

Die Arbeit der NSV aber reißt nicht ab! DieEin­töpfe" sind vorbei, die letzten Sachspenden und Pfundpakete werden am 21. d. M. zur Ablieferung kommen. Eine neue Arbeit beginnt! Gegen Ende dieses Monats beginnt die RSV. mit der Organisation des diesjährigen Hilfsweilles Mutter und Kind". Es liegt bei uns, auch diesem Hilfs­werk zu einem ganzen Erfolg zu verhelfen. Wir werden unsere Pflicht tun im Sinne unseres Führers!

diamantenen Hochzeit feiern. Der 88jährige Jubilar war Flurhüter und Mitbegründer des hiesigen Kriegeroereins. Seine 86 Jahre alte Frau erfreut sich ebenfalls noch bester Gesundheit. Die gesamte Einwohnerschaft nahm an dem seltenen Jubiläum des greisen Paares innigsten Anteil.

Meerholz, Kr. Gelnhausen. (Ein alter Veteran.) Am 15. März wurde hier der älteste männliche Ortseinwoh­ner und zugleich letzte Kriegsteilnehmer von 1870/71, der frühere Küfer- und einstmalige Kellermeister des Grafen Carl von Psenburg-Meerholz, Heinrich Chr. Böttge, 89 Jahre alt. Böttge hat bei der 4. Kompanie des Nassaui­schen J.-R. 88 in Mainz gedient und den. ganzen Feldzug 1870-71 mitgemacht, darunter das Gefecht bei Weißenburg, die Schlachten von Wörth und Sedan, die Schlacht am MontValerien", sowie die Einnahme von Paris.

Frankfurt a. M., 17. März. (Die Proklamation der Wehrmacht. Begeisterung und große Freude im ganzen Rhein-Maingebiet.) Die Nachricht, daß der Führer dem deutschen Volk die allgemeine Wehrpflicht wieder geschenkt und damit dem deutschen Volk die Freiheit des Handelns zurückgegeben hat, hat im ganzen Rhein-Maingebiet lebhafte Freude und Genugtuung aus­gelöst. Als die Zeitungen durch Sonderausgaben oder An­schläge diese freudige Botschaft der Oeffentlichkeit vermit­telten, bildeten sich rasch überall Gruppen von Volksgenoi- sen, die mit innerster Befriedigung und stolzen Herzens ihrer Genugtuung über die Tat des Führers Ausdruck gaben. Mit verhaltenem Atem folgte man ^überall der Rundfunkübertragung aus dem Berliner Sportpalast, bei der Dr. Goebbels die Proklamation und das neue Gesetz der deutschen und der Weltöffentlichkeit bekannt gab. Gerade hier im Rhein-Maingebiet, das so viele alte Garnisonen dem Versailler Schandvertrag zum Opfer bringen mutzte, hat man für den Schritt des Führers ganz besonderes Ver­ständnis. Die alte Verbrindenheit der Bevölkerung mrt dem Volksheer lebt wieder auf und der Dank, der dem Führer aus allen Teilen des Reiches entgegenströmt, ist besonders herzlich im Rhein-Maingebiet.

Hachenburg, 18. März. (O h n e G e l d k e i n H o l z) Bei den diesjährigen Holzverkäufen der' Westerwald- gemeinde Herschbach erhalten alle Einwohner, die noch aus dem Jahre 1933 und früher mit ihren Holzgeldzahlungen im Rückstand sind, keinen Zuschlag. An die rückständigen Holzgeldzahler aus dem Jahre 1934 wird der Zuschlag nur dann erteilt, wenn am Tage der Versteigerung wenigstens 75 Prozent der Schuld bezahlt sind und außerdem eine Er­klärung abgegeben wird, den Rest bis spätestens 1. Mai 1935 zu bezahlen.