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Sein unheimlichster Fall.

Kriminalskizze von Otto Clingen.

Der alte Landrichter Burton ivurbe plötzlich lebendig. Seinunheimlichster Fall" so konnte natürlich nur ein ab­gebrühter Journalist fragen, einer, der von bcrufswegen stän­dig hinter dem Ungewöhnlichen her war. Man brauchte dar­auf keine Antwort zu geben, diese dummen Sensationen... Aber dann opferte der Mann mit der hohen Stirn, den feinen abgeklärten Zügen, doch eine Stunde seiner bürgerlichen Ge­ruhsamkeit ...

Gut", sagte der Landrichter, und seine Augen sprühten um einen Grad klarer,Ihre Leser sind nicht die Dümmsten; wenn Sie mir versprechen, nichts hinzu zu schwindeln, aber auch nichts fortzulassen, werde ich Ihnen den Fall des Woll­fabrikanten Weybourne erzählen. Er wurde ermordet, sein heftig leugnender Mörder, der Gastwirt Craster, verurteilt und I gehängt. Es stellte sich bald danach heraus, daß tatsächlich ein ganz anderer den Fabrikanten allein getötet hatte. Trotzdem ivar Craster dennoch sein Mörder.

Der altmodische Weybourne hatte die Angewohnheit, in : der offenen Kalesche zu reisen, und so machte er sich eines Tages M auch auf den Weg von Manchester nach Birmingham. Was konnte es, noch dazu im Frühling, Besseres geben, als durch unsere schöne englische Landschaft zu kutschieren? Auf halbem Wege kehrte Weybourne in der seit Jahrzehnten berühmten Waldschenke von Craster ein, um zu übernachten. Es war nicht das erstemal; der Reisende war aufgeräumt, er ließ sich bald W in Gespräche mit anderen Gästen ein, zeigte dabei wohl auch sein Geld. Ja, das tun die klügsten und vorsichtigsten Leute auch heute noch. Viel Geld war es, was Weybourne mit sich ; führte, denn er wollte in Birmingham, zu Wochenanfang, xM Zwei funkelnagelneue Textilmaschinen kaufen.

I Ich habe die Akten natürlich nicht mehr so genau im Kopf, aber es wird wohl morgens gegen zwei Uhr gewesen t sein, da hörten zwei andere Reisende nebenan im Zimmer, aus dem Schlaf heraus, ein dumpfes Prusten und Husten; es war mehr ein Röcheln. Deutlich ging dieses Röcheln alsbald - in ein Stöhnen über, wie bei einem Sterbenden. Der Schlaf fiel den beiden nun vollends auS den Augen, sie horchten ge­spannt, und es wurde für sie schließlich ganz gewiß, daß dort drüben, lediglich durch eine Wand getrennt, 'jemand in den letzten Zügen lag.

Die Gentlemen erhoben sich, so rasch es ging, und schlichen lege zur Tür, hinter der die Laute mehr und mehr erstürben

IL Sie war nur angelehnt, die zwei drückten sie völlig auf und ; prallten zuruck. Ihre Haare sträubten sich. Sie sahen im Bett » einen Mann, der sich im Blute wälzte, davor eine Gestalt, in I der einen Hand eine Diebslaterne, in der anderen ein langes Messer. Erst nach Sekunden erkannten die beiden in dem Angstschlotternden vor dem Bett den Gastwirt Craster, der in wirren Sätzen seine Unschuld beteuerte, dabei mit dem bluti­gen Messer in der Luft herumfuchteltc und schließlich die Diebs-

i laterne aus der zitternden Hand fallen ließ.

I mDie völlig zusammengekrampfte Gestalt im Bett war der WolUabrikani Weybourne aus Manchester. Craster, käseweiß, berichtete, nachdem die Fremden eine Kerze angezündet hatten, f daß er ein Geräusch gehört habe, genau wie die zwei Reisenden, : dann em Rocheln und Stöhnen, wie bei jemand, dergewürgt M t".10 gestochen" wird. Sofort sei er die Treppe hock) geeilt, zu 'emem Schutz ein Messer in der Hand. Dem Ueberfallenen habe er aber nicht mehr helfen können.

' i" der Hauptverhandluna beteuerte Craster seine Un- schuld. Jedoch, da war das blutbefleckte Messer in seiner Hand über dem noch warmen, röchelnden Körper des Ermordeten Zudem betonten die zwei Männer vor den Geschworenen, daß Pe IN der eutscheidenden Ueberraschungssekunde unverkennbare Zuge der Schuld in dem Gesicht des Angeklagten wahrgenom- men hatten. Außerdem war.das Geld verschwunden, das Wey- U dourne am Abend vorher gezeigt hatte. Konnte es überhaupt kW iioch itaikere^zndrzien geben als die von den Zeugen ge- w über mit Blut beschmierten Hände des M William Craster? Die Geschworenen drängten einmütig und KM das merkte ich sehr bald, auf Schuldbeantwortung, M UND Ich selbst ichwankte nur zeitweilig. Mir war einmal nicht recht klar, wieso man das Geld nicht bei dem Mörder finden I konnte, weder in seinen Taschen noch sonstwo in einem häus­

lichen Versteck. Zeit, es sicher zu verbergen, war gar nicht ge­blieben. Zum anderen verwirrte mich zuweilen etwas Hündi­sches in den Augen des Mannes, ein Blick, der inständig um Glauben und Vertrauen bettelte, wie ihn vielleicht unmöglich ein Mörder haben konnte. Aber das war nur zeitweilig...

Selbst auf dem Galgen, bei den jämmerlichsten Unschulds­beteuerungen, zweifelte ich keine Minute mehr an der Schuld Crasters. Seine Klagen hatten bei aller Intensität etwas Ge­zwungenes und Gedrücktes. Sein Blick blieb schließlich starr und hohl in die Ferne gerichtet, als ihm die Schlinge um den Hals gelegt wurde. Nicht einen einzigen Menschen im ganzen Königreich gab es übrigens damals, der nicht fest von der Schuld des Gehängten eingenommen war.---

Sieben Monate danach starb an einer tückischen Krankheit der Kutscher Weybournes. Auf dem Totenbett bekannte er, seinen Herrn ermordet und beraubt zu haben. Der Knecht schilderte genau und glaubwürdig die Tat, wie er das Geld und die goldene Uhr noch aus den Hosentaschen des Erstochenen ge­nommen hatte. Dann sei er auf seine Kammer geschlichen und habe weitergeschlafen. So aber dachte niemand an eine zweite Möglichkeit.

Dennoch, Craster war kein unschuldiger Mann. Auch er legte kurz vor dem Tode seinem Beichtvater ein Bekenntnis ab, das jetzt bekannt wurde. Danach hatte am Abend vorher den Gastwirt bei den Prahlereien Weybournes der Teufel ge­ritten. In ihm erwachte der Plan, den reichen Gast zu er­morden und au berauben. Mitten in der Nackt stand er auf. »ahm das Messer an sich und die Diebslalerne und schlick in die Kammer. Dort wurde er an seiner eigenen Körperlichkeit irre, wie eine Fata morgana war es, Feuerräder tanzten vor seinen Augen. Sollte ihm wirklich ein anderer bereits zuvor gekommen sein?

Wie in einem Höllentraum, zitternd und bebend schlug er endlich das Bettuch zurück und faßte zu, um sich zu überzeugen, daß ihn keine Halluzinationen narrten. Dabei fiel ihm das Messer aus der schlotternden Hand. Er raffte es auf. In dem­selben Augenblick aber ging auch schon die Tür weit auf, und zwei Augenpaare richteten sich schrecklicher und tiefer auf ihn als sein böses Gewissen... Die Enttäuschung, das furchtbare und doch ganz natürliche Entsetzen auf seinem Gesicht wurden Beweis für seine Schuld.

Gesrg Friedrich Händel.

Zur 250. Wiederkehr seines Geburtstages.

In Georg Friedrich Händel, dessen Geburtstag sich am 2 3. Februar zum 250. Male jährt, feiert Deutsch­land einen seiner größten Tondichter.

In Halle a. d. S als Sohn eines Wundarztes und Barbiers, der in Diensten des Herzogs Augustus stand, geboren, gab Hände! schon in frühester Jugend Beweise von außèrorventlicher musikalischer Begabung. Er sollte nach dem Wunsche des Baiers Rechtsgelehrter werden, wandte sich aber bald ganz der Ttufit zu und wurde 1703 Geiger im Hamburger Theaterorchester. Schon im elften Lebensjahre schuf er Sonaten, die durch die Schönheit und Reife der musikalischen Gestaltung das höchste Erstaunen erregten. Als Neunzehnjähriger schrieb er seine erste Oper (Almira"), die großen Beifall fand.

Händels Leben war reich an Wechselfällen aller Art. Er mußte in Italien, wo er zum großen, universalen Künstler reifte, und dann in England, wo er einen großen Teil seines 'Mannesalters verbrachte, sich mit zahlreichen Gegnern herumstreiten und vitle Widerstände überwinden, ehe er sich so durchsetzte, daß sich von den zeitgenössischen Tondichtern keiner mehr mit ihm messen konnte. Eine Zeitlang war er sogar in Ungnade bei seinem zum König von England erhobenen Kurfürsten (von Hannover), aber es kam bald 31t einer ehrenvollen Aussöhnung. Händel konnte, obwohl er keine eigentliche Anstellung besaß, als Hofkomponist des königlichen Hauses Hannover angesehen werden. Die Stampfe, in die er verwickelt wurde, brachten ibn mehrfach in wirtschaftliche Schwieriakeiten.

aber er überwand alles, mit seiner kräftigen Natur auch schwere Krankheitsanfälle.

Nicht weniger als 4 0 Opern hat der große Meister der Töne hinterlassen, ein Werk, das in der unerschöpf­lichen Fülle herrlichster Musik noch heute kaum übertroffen ist. Leider blieben sehr viele dieser Opern lange Zeit halb vergessen: erst unsere Zeit bat sich der besten von ihnen wieder angenommen und sie unter großem Beifall auf- gefübri. Für den Tondichter und in der Entwickln»« der

Sinnst bildeten die Opern die Brücke zum Oratorium, dem Händel die Kräfte seines späteren Lebensalters zu- wenvcie. und in dem ei seinesgleichen nicht bat. In allen Zweigen feiner Kunst leistete ei Großes, aber im Orato­rium wurde er der eigentliche Schöpfer und Vollender. Die größten musikalischen Auffüvrungen, sie jemals statt­fanden, wurden durch Hänvelfche Oratorien veranlaßt. Es sei hier nur an Vie OratorienMessias",Samson", Belsazar",Judas Diakkabäus",Jephtya" erinnert Wäbrend Der Komposition desJcpbtha" erblindete der Meister. Mit der Aufführung desM e f f i a s" die acht Tage vor seinem Tode ftatifanä, beschloß er ein Leben voll großartigster Tätigkeit und herrlicher Erfolge für die Kunst. Händel starb am 14 April 1759 uns wurde in der Westminsterabtei in London begraben. Für sein Denkmal hatte er 6lM Pfund Sterling ausgesetzt, um einer öffent­lichen Sammlung vorzubeugen. Auch auf dem Markte zu Halle wurde ihm ein Denkmal gesetzt. Sein großes Ver­mögen vermachte er Verwandten und wohltätigen An­stalten in Deutschland, denn deutsch ist er, trog seines langen Aufenthaltes in England, bis zu feinem Tode geblieben.

Tirol feiert Andreas Hofer.

Die 125. Wiederkehr des Todestages des Frciheilshctdr».

Die Tiroler Landesfeierlichkeilen anläßlich Der 125. Wiederkehr des Todestages Andreas Hofers nahmen in Innsbruck ihren Anfang. Nachmittags traf der Sarg mit den Gebeinen des Tiroler Freiheits­kämpfers und Kaiserjägeroffiziers G e 0 r g H a u g e r ein. Hauger, geboren in Freiberg i. Br., batte seinerzeit die Ge­beine Andreas Hofers in Mantua ausgegraben uns nach Innsbruck gebracht. Nach seinem Tode war er in Wien beerdigt worden. Nun wurden seine Gebeine e r h u m i - niert und nach Innsbruck gebracht, wo sie in Der Hof­kirche an der Seite Der Gebeine Andreas Hofers feierlich beigesetzt wurden.

Von Lois Trenk er

Copyright 1933 by Neufeld & Heniue Verlag, Berthe 3~) (Nachdruck verboten.)

Sein Adjutant. Hauptmann Brasset de Moulin, kommt ^us dem Zelt und schlägt dem General nochmals vor, mit den Tirolern über freien Abzug zu verhandeln. Das sei besser, als noch so einen furchtbaren Tag wie den heutigen zu erleben. Von 12 500 Mann der Finstermünz-Armee seien nahezu 2000 tot und schwer verletzt. Auch sei es den bewähr­ten bayerischen Bataillonen von Bütlingens nod) immer nicht Ölungen Verbindung mit der Hauptmacht zu gewinnen Die Schlucht sei eng Ein Durchkommen sei unmöglich, bevor nicht die Berghänge im weiten Umkreis gesäubert seien. Ein 'ss'cher Kleinkrieg würde sich aber wochenlang hinziehen können. Der beste Weg sei. mit denStraßenräubern" zu verhandeln Nachher könne man sich ja rächen . . .

De la Motte raucht heute einen schlechten Tabak.

"Raffet, Sie mögen recht haben. Aber ein napolro- Ifl^r General verhandelt mit diesen Ziegenhirten nicht so chnell Dazu habe ich noch lange Zeit. Ich warte ab, was ne 8000 Mann unter Oberst Gravotte am Ofenpah erreicht laben. Meldungen müssen heute nacht noch eintreffen. Einig« böge warten wir ab. Wir hungern die Bauern einfach aus

an Lebensmitteln und Munition Gravotte hat am Ofenpah Gestimmt weniger Widerstand gefunden. Er kann mit feinet /yWee. statt ostwärts nach Meran und Bozen zu marschieren, ^1 Vintschgautal links schwenken und über Reschen und âuders uns zu Hilfe kommen und den Bauern am Finster- »»Zpaß in den Rücken fallen. So haben wir dann Die o'cgenljirten dort oben in der Falle Von Bütlingen wird oon Norden her. wir vom Süden und Gravotte vom Osten her angreifen . .

Ungeduldig unterbricht sich der General:

Lassen Sie sofort fünf Kuriere über Zernetz nach dein senpasz abgehen. Sie sollen den Meldereitern Gravottes, , *s5 'hvkn solche begegnen, die Meldungen gleich abnehmen und hierher bringen . . ."

Jawohl, mein Generali"

de la Motte einen harten Witten und Men harten Schädel hat. , . ,

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Drüben in der dunklen Schlucht ist alles ruhig. Nur der Inn rauscht und poltert sein eintöniges, großes Lied oon Gletschern und Moränen durch die Felsen. Er hat seine Zeit, sich hier umzusehen, hat keine Lust sich hier aufzuhalten Rastlos schäumt er durch die Nacht. hinaus ins Tal und in die Welt. dem Meere zu .

Severin ist halbtot vor Müdigkeit an der Brücke einge­schlafen. Sein Kopf ist vornüber gefallen und lehnt in tiefem Schlafe an einem Baumstamm der Verschanzung Zwei Bauern liegen schlafend neben ihm. ohne Decken ohne Feuer Der alte Feuersinger hält hier Wacht. Er starrt mit Luchs­augen in die Waldhänge am anderen Ufer, schaut die zer­trümmerte verschüttete Straße auf und ab auf und ab . . Kein Laut entgeht ihm. nicht das Stöhnen und Jammern der Verletzten und nicht das Wimmern der Sterbenden .

Die Verletzten sind noch immei nicht alle geborgen Hüben und drüben gehen vereinzelte Patrouillen herum um die armen Teufel zu holen und ihren Schmerzen Linderung zu bringen. Unten wo die große Rinne mündet und das Lawinenungeheuer auf die Menschen niedergebrochen ist bringen noch immer dumpfe, stöhnende Klagelaute in die Ohren der Suchenden . . .

Severin ist aufgemacht Drei Stunden lang haben sie ihm Ruhe gegönnt. Es ist Mitternacht Er weiß im er Augenblick nicht wo er ist. besinnt sich, sieht zum Hin el hinaus dessen samtener Bogen voll heller Sterne ist, sieht weit um in Wald und Tal die glimmenben Wacht- und Lagerfeuer, sieht unter sich die grauen Wogen des Inn 'iehi kantig und drohend die schwarzen Felswände von Finster münz emporsteigen

Und weiß nun. wo er ist. W ; 1 fällt ihm das ganze Gewicht seiner ungeheueren Geranin,ortung aufs Herz, lind wenn auch die vielen glimmenden Feuer gleich freundlichen Boten zu ihm heruntergrüßen, er weiß im selben Augenblick auch, daß nur bei jedem fünften Feuer ein paar müdè. treue Bauern sich den Schlaf gesucht haben

Grüß Gott. Tribusser! Paß auf und übernimm der­weil das Kommando hier an der Brücke Vielleicht greifen die Franzosen an vielleicht aber warten sie! Ihr haltet und laßt nit luk. Es geht um die Hoamat, Tribusser. Gell! Grüß di Gott, in drei Stund ober viere bin i wieder da!"

Jsch guet, Anderlan laß dir Zeit Gott gfegn dein Weg!"

Severin muß jetzt Verbindung mit Klotz. Rabensteiner und Harrasser haben. Harrasser hatte seine zweihundert Schützen in den Wäldern von Martinsdruck weit aus­einandergezogen und so verteilt und verschanzt, daß sie einen großen Teil der Straße bis weit vor dem Brückenkopf unter Feuer halten und beunruhigen können.

Zum Harrasser muß der Severin. Er will dort Rat und Hilfe suchen für sich und für^alle Der Harrasser ist und bleibt die Ruhe selbst. Kein vchuß zuviel, kein Schrei zu­viel, kein Wort zuviel ist seine Parole. Severin weiß, daß er hier für eine Bache rümpft, bei der es um mehr gebt

als nur um den Paß oon Finslcrmünz Severin trägt Die Verantwortung gern Hier an den Toren Tirols wollen sie kämpfen und tvenn es fein muß für Das Vaterland sterben

In Gedanken venunfen erreicht Severin fick duckend und kriechend, die Stellung Rabensteiners. Er liegt mit seinen Leuten mitten 'im Fmß auf einem vo: ringend?» Fersen Kein Mann kann die Schlucht passieren, solange er Gewehre, Munition und Schüßen Dort bat .

Hagspiel ist tot!"

Rabensteiner lagt es Severin Sie geben sich die Hände lange und fest Keiner sagt ein Wort aber m ihren ernsten Augen kann es ein jeder leien: and mir wollen unseren Abler. solange mir leben, hochhalten und .ins auch im lobe* nicht von ihm trennen.

Hagspiel. der luftige fröhliche Atbcrt rag spiel, liegt jegt droben im Wald unter einer Tanne Der Rötadler deckt ihn und beschützt seinen langen Schlaf Zwei Burtchen halten ihm die Ehrenwache. Ein Lagerfeuer flackert rechts vom Toten.

Severin steigt hinauf will ihm ein letztes Lebewohl sagen . . .

Schwer ist Der Weg. Nicht nur den Alben hak es er­wischt. Viele viele andere noch. Junge und Alte. Unb wieder legt sich ein furchtbarer Zweifel auf feine Seele Muß das fein? Will 's Der Herrgott !o ? Severin weiß keine Antwort. Sein Herr, fein Verstand sein Blut, feine Seele sein ganzes Wesen aber lagen ihm nur eines" . Wir wollen keine Knechte Napoleons fein mir wollen keine Sklaven sein mir wollen wieder freie deutsche Bauern fein und bleiben . . .

Klar und wolkenlos folgt dem schicksalsschweren -un le Nachl.

Unzählige Sterne schimmern mild und schweigend aus ewiger Wellenferne auf die Berge und Täler Tirols.

Unzählige Herzen dieses Landes erheben sich bittens und gläubig zu der Allmacht, die über Den Sternen wob n

Hoffend und harrend wachen sie in Dieier Nachl Die den armen, verzweifelten Menschen keinen Frieden bringt

In St Vigil herrscht an diesem Abend eine seltsame Unruhe. Hari und dröhnend halli der Schritt der bayerischen PartouiUen Die unaufhörlich Den Ort durchziehen auf Der Straße An Den Eingängen Des Dorfes und auf den benach­barten Höhen sind französische Posten ausgestellt Von der stolzen siegesbewußten Sicherheit bei fremden Soldaten ist nichts mehr zu merken. Hinter ihrem kriegerischen Auftreten können sie nur schwer die gefahrwitkernde Spannung die sie erfüllt, verberaen.

(Fortsetzung folgt.)

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