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I Wirbelstürme rasen über Deutschland. Ganz Deutsch­land wurde am Sonntag von starken Wirbelstürmen heim- gesucht, die streckenweise die Geschwindigkeit und Gewalt eines Orkans annahmen und überall, in Stadt und Land, schweren Schaden anrichteten. Unzählbar sind in den «Städten die Häuser, deren Dächer aufgerissen oder gar ab­gedeckt wurden, und nach Tausenden zählen die entwurzel­ten Bäume und umgerissenen Fahnen- und Lichtmaste.

Unser Bild zeigt ein durch den Sturm ausgerigenes Dach eines Berliner Wohnhauses.

Bild rechts: Deutschlands Fugballer besiegten die starke holländische Länder-Elf mit 3:2 Toren. Im riesigen Olympia-Stadion in Amsterdam kam es am Sonntag zur 14. Begegnung der Fu ßba ll - nd e rm annschaften von Deutschland und Holland, die mit dem vierten Sieg der Deutschen vor 45 000 Zuschauern endete. Aber die Hollän-

der blieben auch diesmal den unserigen nichts schuldig: Schwer und wechselvoll war der äampf, und der Wider­stand der Gegner war bis zur letzten Minute ein gleich zäher, ehe sie ihren deutschen Gästen nach einer Pause von acht Jahren zum erstenmal wieder einen Erfolg überließen. Unser Spielbild aus Amsterdam zeigt den deutschen Tor­wart Buchloh, oom holländischen Innensturm aufs schärfste bedrängt und gut unterstützt von Stührk.

Nach fünfzehn Jahren wieder schwarz-weiß-rote Schlag­

bäume an der Saargrenze gegen Frankreich.

H Genau fünf Wochen nach dem historischen 13. Januar wurde im Saargebiet an derGoldenen Bremm" die deutsche Zoll- A grenze gegen Frankreich errichtet. Eine mitternächtliche A Feier umrahmte diesen historischen Augenblick, in dem deut­sche Zöllner, die wir hier vor ihrer Abfahrt nach ihrer neuen K Dienststelle an der Grenze sehen, auf Posten zogen. Eine . gewaltige Menschenmenge wohnte der Ilebergabe der Zoll- I Hoheit bei und sang, als an der neuen deutschen Grenze die " Hakenkreuz- und die schwarz-weiß-rote Fahne gehißt wur­den, spontan die nationalen Hymnen.

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^Zu Maniua io Banden

Andreas Hofers Tod.

Vor 125 Jahren, a in 2 0. Februar 1810, starb aer tirolische Freiheitskämpfer Andreas Hofer in Mantua den Heldentod: er wurde von einer italienischen Truppenabteilung, die im Dienste Napoleons stand, stand­rechtlich erschossen.

Hofer, zu St. Leonhard im Passeiertalc im Wirts- HauseAm Sande" (daher sein BeinameDer Sandwirt")

hier ließt fisrr Klein in Hibem Plummer - Ruch Hlorgcns, als zum DlenH er ging

im Traum erldislnt ihm eine Hummer. Mt dlefë ihm nlihl aus dem Sinn.

Ein ßlüdismann an der Ldie band.

Die Traumzahl ziert sein Hlülzenhand,

geboren, hatte an Österreichs Kriegen gegen Frankreich als Schütze und später als Hauptmann einer Schützenkom­panie teilgenommen und dann für die Volkserhebung in Tirol und die Befreiung des Landes in vorbildlicher Weise gewirkt, so daß sein Name schnell bekannt wurde. Als Österreich nach der Niederlage bei Wagram einen Waffenstillstand abschloß kraft dessen Tirol von den öster­reichischen Truppen geräumt werden mußte, erließen Hofer und seine Getreuen, Speck bacher und der Kapuziner H a s p i n g e r , ein allgemeines Aufgebot und kämpften weiter. Hofer wurde für vogelfrei erklärt aber das kümmerte ihn zunächst nur wenig, und mehrere Schlachten, die er an der Spitze der aufständischen Tiroler den Fran­zosen und ihren Verbündeten lieferte, vor allem die Schlacht am Berge Isel bei Innsbruck, jagten den Feinden Furcht und Schrecken vor diesem Kleinkriege ein. Von der feindlichen Übermacht ü'tzerwältigi, war der Volksheld aber schließlich gezwungen, sich im November 1809 nach Passeier zurückzuziehen. Es wäre ihm nicht schwer ge­wesen, nach Österreich zu fliehen; aber er wollte seine Tiroler nicht im Stich lassen und hielt sich zwei Monate unter Schnee und Eis in einer Alpenhütte im Passeier verborgen, bis ein übelbeleumdeter Tiroler namens Naffl ihn verriet, um den auf Hofers Kopf gesetzten Preis zu verdienen. Am 27. Januar 1810 stiegen 400 be­waffnete Italiener mühsam zur Sennhütte hinan und nahmen den Helden, gefangen. Mu gebundenen Händen und nackten Füßen wurde er unter starker Bedeckung über Eis und Schnee hmweggezerrt und nach Marnua ge­schleppt. Ein Kriegsgericht verurteilte ihn hier auf Napoleons Befehl zum Tode durch Erschießen, und das Urteil wurde am 20. Februar 1810 vollstreckt. Mit unverbundenen Augen und aufrecht stehend erlitt Hofer den Soldatentod; er selbst gab den Befehl zum Schießen; erst die dreizehnte Kugel traf. Hofers Leiche wurde 1823 in die Hofkirche zu Innsbruck gebracht und neben den dort ruhenden Habsburgern beigesetzt. Eben­dort steht seit 1834 sein Standbild. Als ein Held des Volkes lebt Andreas Hofer im Gedächtnis der Nachwelt fort; das verdankt er der Treue, die er seinem Lande in allen Nöten bewahrte.

Der Dichter Julius Mosen hat den Tod Hofers in einem schönen Gedicht, das mit den WortenZu Mantua in Banden ..." beginnt, verherrlicht. Dieses volkstüm­liche Gedicht ist eines unserer meistgesungenen Lieder ge­worden.

Hoffmanns Tropfen.

Wer kennt nicht Hoffmanns Tropfen! Wer hatte sie nicht schon irgendeinmal bekommen und genom­men, wenn er sich nicht ganz wohl fühlte oder einer Ohn­macht nahe war! Wie belebend wirkten dann 10 bis 20 Tropfen dieses Ätherweingeistes, auf ein Stückchen Zucker gegossen und dem Magen einverleibt! Eine klare, farblose, stark nach Äther riechende Mischung aus einem Teil Äther und drei Teilen Weingeist das sind Hoff­manns Tropfen, die auch unter dem NamenL i q u o r* bekannt sind. Der sie einst in den Arzneischatz einführte, war Friedrich Hoffmann, einer der berühmtesten Ärzte seiner Zeit, dessen Geburtstag sich a m 19. Fe­tz r u a r zum 275 Male jährt.

Hoffmann stammte aus Halle, und in Halle ist er (17421 auch gestorben. Er war länaere Seit praktischer

Deutschland bleibt Weltmeister im Viererbobfahren.

In St. Moritz kamen die deutschen Farben zu einem neuen Weltmeisterschaftserfolg: Der BobDeutschland I", von Hans Kilian gesteuert, erzielte für alle vier Fahrten mit 5 :33,0 die beste Gesamtzeit und verteidigte so den bereits im Vorjahre errungenen Weltmeistertitel mit Er­folg. Unser Bild zeigt Hans Kilian.

Arzt zu Mllnden in Westfalen, dann Phon kns des Fürstentums Minden, kurfürstlicher Hofmedikus, Pbvükus in Halberstadt, erster Professor der Medizin in Halle bei Begründung der dortigen Universität und schließlich Leibarzt des ersten Königs von Preußen (Friedrich U. Er hat eine Menge wichtiger Arzneimittel und viele Mineralwässer geprüft und in Aufnahme gebracht, aber bis zum heutigen Tage im Urzneimittelfchatz erhalten haben sich wohl nur seineTropfen".

Weniger Wert als seine Arzneien hatte ein von ihm erdachtes S V st e m, das die geheimen Beziehungen zwischen Körper und Seele zum Gegenstände hatte und viel bekämpft wurde. Nach diesem Stiftern sollten die Kräfte des Körpers durch eine feine ätherische Substanz, die empfindende Seele, in Bewegung gesetzt werden. Diese Substanz sollte teils im Körper abgesondert, teils aus der Atmosphäre einqcfogcn werden und in ihren Be­wegungen einer obersten, unbewußten Seele unter­worfen sein.

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Drum haull ein Los er fuh geldunlnd, Herr Klein 5 0 0 g Ms r k ggminni