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Sladl und Land

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C Zunächst weitere Milderung wahrscheinlich, Schneefälle.

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31 - Fulda, den 11. Februar 1935.

11. Fremdensitzung der Karnevals- gesellschaft.

Büttenreden und eine Fahrt ins Blaue.

Zu einem richtigen Karneval gehören Fremdensitzungen, und also hielt Fulda seine erste Sitzung dieses Jahres in den Räumen des Stadtsaales ab. Zunächst einmal: es waren eine Masse Menschen da; schon um %8 Uhr kamen sie in solch rauhen Mengen angezogen, daß nur noch mit Mühe ein Platz zu ergattern war. Bekanntlich kann man in einen vollen Saal leicht Stimmung hineinbringen, und das hat man benn auch gründlichst besorgt. Es gab sogar welche, die blieben so lange da, daß sie am Morgen noch den 8-Uhr-Zug nach den Schiwettkämpfen in Gersfeld er­wischten man darf also wohl annehmen, daß es ihnen gefallen hat. Dazu trug in erster Linie das fabulose Pro- gramm bei, das uns den ersten Teil des Abends unterhielt und weiter die Kapelle es war, wie man steht, ein sehr geglückter Abend.

Alldieweil wir im Karneval monarchisch regiert wer­den, gehörte es sich zunächst mal, daß der König seinen Ein­zug hielt. Er kam inmitten seiner Heerscharen mit dem I Elferrat hereingezogen und nahm auf seinem prächtigen Thron auf der linken Seite des Saales Platz. Rechts und links von ihm seine beiden Adjutanten, über ihm funkelte einE mit einer Krone in den Saal hinein, der Elferrat ließ sich nieder und entzündete die vor ihm stehenden Ker­zen. So konnte es losgehen.

Der Präsident, Herr Feldmann, verlas zunächst ein närrisches Protokoll, indem er der vergangenen Regierung Törtchens gedachte und stellte weitere Ueberlegungen an, während derer ein Zuhörer soo klein unb häßlich wurde. Es wurde dem Präsidenten darauf vom Prinzen wegen seines Fleißes der höchste Hausorden verliehen und über­haupt: es wurden manche originelle Orden ausgeteilt an diesem Abend. Bürgermeister Ehser bekam den Krampen­orden, Herr König den Höhlen-, Törtchen den Karambo­lage-, Oberbürgermeister Dr. Danzebrink den Roßorden; Eddy dem Zuverlässigen wurde noch ein Kissen überreicht möge sein Haupt sanft darauf ruhen, falls er es nicht zum Anstecken seiner Orden benötigt!

Es begann nun die Fahrt ins Blaue. Wagemutige i Fuldaer Bürger unternehmen eine Fahrt quer durch Europa, und was sie dabei erlebten, wurde uns hier ge- I zeigt. Die Bühnenbilder stammten von Niels, ausgefllhrt wurden sie von Kretschy sen. Idee wie Ausführungen waren ausgezeichnet, und beiden Künstlern gebührt volles Lob. Dasselbe verdienen die Darsteller; wir sahen ihre Abfahrt von Fulda, dazu noch eine Tanzgruppe, ihre eilige ; Abreise von Berlin, erfahrend, daß allda nicht ein Stück- : chen Barock herumstände; wir sahen sie in dem nach Fulda (wegen seines Karnevals) ausgewanderten Mainz, freu­ten uns mit ihnen über die bayerischen Madeln, bewunder­ten in Wien wieder einen der von Annelies Hillebrandt geleiteten Tänze, und folgten ihnen zuletzt in die Türkei, wo sie mit dem Pascha eines der so in Mode gekommenen Kompensationsgeschäfte abschlossen und dann infolge der iégww Devisenschwierigkeiten in die Heimat zurück mußten. Die- ses letzte Bild wurde nur von Darstellern aus der Türkei bestritten und erntete begreiflicherweise reichen Beifall. Jedenfalls sind unsere Mitbürger wohlbehalten nach Hause ' zurückgekehrt, und haben den Ruhm des Fuldaer Schwarten-

wagens in ganz Europ verbreitet.

Zwischendurch stiegen die verschiedenen Büttenreden. Zu- ; erst kletterte Lire in den großen Union-Bier Krug und ihr - folgte bald Jupp, der Kommandant der BUrgergarde, den wir als einen Menschen von liebenswürdigster Rücksicht- Mi nähme kennenlernten. Auf seine in unverfälschtem Platt vorgetragene Beschwerde antwortete ihm der Oberbürger­meister, er möge über die Verwendung von Getränke- und Vürgersteuer seinen Kopf nicht allzusehr zerbrechen; im übrigen stellte er die Eröffnung einer Radrennbahn auf dem Buttermarkt in Aussicht, leider könnte man aus wirt­schaftlichen Gründen vorerst nur an der hölzernen Idee dieser festhalten.

Fips Dahlhausen rechnete als Frau verkleidet in fürch­terlicher Weise mit den Männern ab die laut der Bibel ja doch nur aus Dreck fabriziert worden seien. Aber man kenne ja das schöne Sprichwort: Wer Dreck anfaßt .... Und in vorgerückter Stunde erschien noch Seppel Günther in der Bütt. Nebenher wurde noch fleißig gesungen und M geschunkelt, kurz, die Stimmung war die beste. Auf irgend eine rätselhafte Weise hatte man später einen Platz ge­schaffen, auf dem nun eine Dreimann Kapelle die Beine der andern in Schwung brachte. Im Saal waren die Tür­ken besonders fidel. Wieder und wieder erscholl ihr Ruf: La illa ha! und,natürlich auch das unnachahmliche Good Knoatsch! Dazwischen betätigten einige Leute eine Art Pfeifen, die sich in jedem Lärm durchsetzen würden, klin­gelte die Glocke des Präsidenten, spielte die Musik und wurde gelacht und gesungen. Der Abend warganz groß" s und wenn es soweit kommen soll, muß ja immer ein Publi­kum vorhanden sein, das willig mitgeht, und mit Humor leben Scherz aufnimmt. Nun, diese Bedingung war bei den Fuldaern erfüllt, und es läßt sich auf dieser Grundlage ein Karneval eigener Art herausbilden wozu Fulda auf dem besten Wege ist!

Evangelische Kirche.

Am Dienstag, 12. Febr., beginnt nachmittags wieder der Konfirmanden-Unterrichk. Derjenige für den Südbezirk ist, Herrn Kreispfarrer i. R. Weber übertragen worden, während derjenige für den Nordbezirk nach wie vor von Herrn Pfarrer Otto erteilt wird.

Bm Rade gestürzt.

Am Montagmorgen stürzte, ein Radfahrer, der in der Löherstraße etwas besorgen wollte, infolge der Glätte von seinem Fahrzeug und trug einen Armbruch davon. Er wurde in das Krankenhaus gebracht.

Viehmarkt.

Am 14. Februar b. Js. findet hier ein Viehmarkt statt. Der Abtrieb des Viehes am Vor-Markttage von der Vieh­laderampe am hiesigen Bahnhof erfolgt über die Straßen­ecke Kurfürstenstraße Zieherserweg nach der Straße Heinrich von Bibraplatz" und von da unmittelbar nach den einzelnen Stallungen in der Stadt. Der Auftrieb zum Markttage selbst beginnt um 8 Ufjr und muß um 10 Uhr beendet sein. Hierbei ist das nichtuntersuchte Vieh durch die Schloßstraße, das voruntersuchte Vieh durch die Sturmiusstraßè Lindenstraße aufzutreiben. Der Ab­trieb vom Markt beginnt um 10 Uhr. Im Interesse der

ungehinderten Abwicklung des Marktverkehrs wird die Be­völkerung ersucht, auf die vorstehenden Verhältnisse Rück- sich zu nehmen.

* Gersfeld, 10. Febr. (Kameradschaftsabend der S A. - R e s e r v e.) Der Sturm 3. R. 61 Gersfeld veranstaltete am Samstagabend im SaaleDeutscher Kaiser" seinen diesjährigen Kameradschaftsabend. Kame­rad H. Simon in seiner Eigenschaft als Sturmführer der SA.-Reserve 61 begrüßte die Erschienenen, vor allem Standartenführer Lange mit seinem Stabe aus Fulda, den Sturmbannführer Richter der SA.-Res., die Führer der akt. SA., den Ortsgruppenleiter W. Heun und die PO., so­wie die Vertreter des Kyffhäuserbundes und SA.-Res. 2. Sodann wurde das reichhaltige Programm abgewickelt, das in allen Teilen rege Abwechslung bot. Die Mitwirkenden ernteten reichen Beifall. Während der erste Teil dem Dich­ter Hermann Löns gewidmet war, zeigte der zweite Teil humoristische Szenen. Der neue SA.-Res. Chor unter Leitung von Kamerad Winkler sang einige schöne Lieder, während Militärhumoresken wahre Lachsalven hervor­riefen. Am Schlüsse des Programms ergriff Standarten­führer Lange das Wort zu einer kernigen Ansprache und betonte vor allem die Einigkeit und gute Kameradschaft, die in dem Gersfelder Sturm 3. R. 61 herrsche und gab den Wunsche Ausdruck, daß diese auch fernerhin bestehen bleibe. Die Kapelle unter Leitung von W. Thomas spielte schöne alte Märsche. Schließlich spielte die Kapelle zum Tanze auf. Noch lange blieben die Teilnehmer bei gutem Humor zu­sammen.

* Gersfeld, 10. Febr. (Sonntagsverkehr i n Gersfeld.) Das prächtige Winterwetter brachte unse­rem Rhönstädtchen regen Wintersportverkehr. Aus Fulda und Frankfurt a. M. kam ein Sonderzug und brachte etliche hundert Wintersportler. Die geräumige neue Jugend­herberge war überfüllt.

Marburg. (Semesterschluß-Appell.) Die Marburger Studentenschaft versammelte sich auf dem Marktplatz zu einem Semester-Schlußappell, mit welchem zugleich die Sammlung zur Saarspeude der Deutschen Stu- dentenichaft eröffnet wurde. Nach einleitenden Worten des Universitätsdirektors Prof. Baur erinnerte ein Vertreter des Studentenschaftsführers daran, daß die deutschen Stu­denten bei Durchführung des Saarkampfes mit in vorderste? Linie gestanden hätten. Die einzelnen Verbindungen über­nahmen Patenschaften über Vereine, Gemeinden usw. im Saargebiet, luden die Saarländer zu Besuchen ein und zeig­ten ihnen das neue Deutschland. Ebenso wie die Deutsche Studentenschaft für die Rückkehr der Saar nach Deutsch­land gekämpft habe, werde sie auch jetzt an ihrem Aufbau arbeiten. Alle deutschen Studenten legen heute ein Be­kenntnis zur deutschen Saar ab, indem sie ihr Scherflein zum Aufbau beitragen. Das Sammelergebnis wird bei den großen Befreiungsfeiern Gauleiter Bürckel übergeben. Nach dem Gesang des LiedesVolk ans Gewehr" begannen die Studierenden mit ihrer Sammeltätigkeit.

Grünberg, 9. Febr. (AutoUnfall im Vogels­berg.) In der Nähe von Mücke fuhr in der letzten Nacht ein Auto des Ueberlandwerks Friedberg, in dem der kauf­männische Abteilungsvorstand des Ueberlandwerks, Berg­mann, mit seiner Frau saß, auf der Heimfahrt von Alsfeld gegen eine Straßenbrücke. Dabei wurde der Wagen so stark beschädigt, daß er an Ort und Stelle liegen bleiben mußte. Bergmann und seine Frau kamen zum Glück mit Schnittwunden und Hautabschürfungen davon, mußten sich jedoch nach erster ärztlicher Hilfeleistung in einem anderen Auto nach Friedberg fahren lassen.

Gießen, 9. Febr. (Ein Vorkämpfer der evan­gelischen Missionsarbeit gestorben.) Gestern verstarb nach längerem Leiden der evangelische Pfarrer Ro­bert Staubach in Watzenborn-Steinbach (Kreis Gießen) im 58. Lebensjahr. Der Verstorbene, der in einer Reihe von hessischen Pfarrstellen, insbesondere in Oberhessen, mehr segensreich gewirkt hat, widmete sich neben seinem Pfarr­amt mit besonderer Kraft der Baseler Mission in Ober- Hessen und der Förderung der evangelischen Kirchengefang­vereinschöre im Dekanat. Auf beiden kirchlichen Arbeits­gebieten hat er sich ebenso wie um seine Pfarrämter hohe Verdienste um die evangelische Kirche erworben. Er war in weiten Kreisen der evangelischen Kirchenwelt besonders geschätzt.

Frankfurt a. M., 9. Febr. (In Frankfurt auf­gefunden.) Die seit einigen Tagen vermißte 13jährige Hilde Arras aus Hemsbach a. d. B. konnte auf Grund der polizeilichen Aufrufe in Frankfurt a. M. ermittelt werden. Sie hatte bereits Aufnahme in einem Kinderheim gefun­den. Das Kind hatte die Strecke von Hemsbach nach Frank­furt zu Fuß zurückgelegt und wurde völlig erschöpft und frierend in das Kinderheim eingeliefert.

Frankfurt a. M., 10. Febr (Guter Wintersport am Sonntag.) Die günstigen Wintersportverhältnisse am Sonntag hatten wieder zahlreiche Sportler und Wan­derer in die Berge gelockt. Im Taunus bot allerdings nur das Feldbergplateau Möglichkeiten zum Sportbetrieb. Die ab und zu hervorbrechende Sonne ermöglichte eine gute Fernsicht. Im Vogelsberg und in der Rhön waren die Schneeverhältnisie günstiger. Die Wintersportzüge nach Hartmannshain und Gersfeld waren gut besetzt. Namentlich die Rhön war das Ziel vieler Wintersportfreunden, die dem letzten Tag der Gaumeisterfchaften beiwohnen wollten.

Wiesbaden, 10. Febr. (Mißglückter Raubüber­fall in Wiesbaden.) Am Samstag abend gegen 7 Uhr versuchten zwei bis jetzt noch unbekannte Männer den Handlungsgehilfen Leo Henn zu berauben. Henn wollte auf dem Postamt 900 Mk. einzahlen. Auf dem Treppenaufgang an der Eingangstür zum Postamt wurde er von hinten am linken Arm gerissen, wobei versucht wurde, ihm das Geld aus der linken Rocktasche zu ent­wenden. Da dies mißlang, erhielt Henn einen Faustschlag an die rechte Kopfseite sowie einen Fußtritt in den Rücken. Der Ueberfallene fiel in die Vorhalle und rief um Hilfe. Hierdurch und durch das Hinzukommen einer Frau würden die Täter gestört und ergriffen die Flucht. Die Täter hatten vor dem Postamt ihrem Opfer aufgelauert. Sie werden wie folgt beschrieben : Der eine Täter etwa 1,65 m groß, kräftig, etwa 30 Jahre alt, trug eine tief ins Gesicht gezogene Klapp­mütze und lange Manchesterhose. Der andere Täter war etwas größer,' schmal und hatte jüngeres Aussehen. Die Kriminalpolizei, die eifrig an der Aufklärung des Ver­brechens arbeitet, ruft das Publikum zur Mitarbeit auf und bittet um sachdienliche Angaben.

Offenbach, 9. Febr. (Einführung des neuen Offenbacher Po l iz e i d i r et t o r sZ Gestern wurde der Major der Landespolizei Reichhardt durch den Leiter der Abteilung 1a (Polizei) des Hessischen Staatsministe- riums, Regierungsrat Dr. Schultze, in Anwesenheit des Chefs des Personalamts des Hessischen Staatsministeriums, Direktor Loewer, und des Leiters des Gauamts für Be­amte, Polizeiamtmann Zingler vom Polizeipräsidium Frankfurt a. M., als kommissarischer Polizeidirektor in sein Amt eingeführt. Major Reichhardt hat nach einer kurzen Ansprache an die versammelten Beamten die Geschäfte so­fort übernommen.

Ein deutsches Mädel liest feinen Ahnenpaß.

Zur Uebersicht der Familiengeschichte für die kommenden Geschlechter und zum Nachweis der arischen Abstammung soll jetzt nach einem Runderlaß des Reichsinnenminislers die Einführung des Ahnenpanes gefördert werden, dessen Eintragungen von den zuständigen Standesbeamten und Kirchenbuchführern zu beglaubigen sind.

Darmstadt, 9. Febr. (Reichsmini st er Göring Schutzherr der Deutsch en Freiballonmei­st e r s ch a f t e n.) Die Fliegeronsgruppe Darmnadt der Fliegerlandesgruppe VH Südweit des Deutschen Lufrsport- verbandes führt am 17. Februar die Deutschen Freiballon­meisterschaften 1935 durch. Wie soeben mitgeteilt wird, hat der Reichsminister für Luftfahrt Ministerpräsident Her­mann Göring die Schirmherrschaft über diese Meisterschaf­ten übernommen.

Mainz, 10. Febr. (Düsseldorf und Mainz imKarnevalein s".) Eine besondere Note erhielt die zweite Damensitzung am Sonntag durch die Teilnab- zahlreicher Düsseldorfer, die unter Führung Sr Tollirät des Prinzen Franz III. und der Prinzessin Venetia, fomte der Düsseldorfer Garden erschienen waren. Die Düsieldor- fer wurden von den Mainzer Narrhallesen mit großer Herzlichkeit begrüßt.

Börse und Handel

Frankfurt a. M. (Schlachtviehmarkt vom 1. F. ö nichtamtl. Vorberich:.) Ochsen: a 3739, b) ' c) 2630, d) 2225. Bullen: a) 3436. 6) 303? c b) 2325. Kühe: a) 33: . Ls 2ic , -25 Färsen: a) 3840. b) 3237, c) 2731, V 232- b) 3844, c) 3237, d) 2431. Lämmer, Hämmel und Schale 62) 3537, c) 3234. Schweine: al) und a2! ;e 5052. 5 4 1 bis 53, c) 48d2, 6) 4aal gl 346, g2 i 3S-2 21 * r c? Rinder 1214 (darunter Ochsen 370, Bullen 113, Kube 380. "erb - 351), Kälber 456, Schafe 138, Schweine 3636 Markw r ' ' Rinder ruhig, Kälber, Hämmel, Schtfe und Schwede m: teI mäßig.

Letzte Nachrichten

Berlin. Laut amtlicher Mitteilung hat der 5* - c und Reichskanzler den Gauleiter Josef Bürckel zu-> Reickskommissar für die Rückgliederung des Saargebietes bestellt.

Breslau. In der Nacht zum Montag hat sich der Frost in Schlesien allgemein weiter verschärft. Auch im Flachlande wurden vielfach 20 Grad Kälte als T efst- punkt erreicht. Bad Kudowa meldete 25 Grad Kälte.

Berlin. Der Führer und Reichskanzler hat dem Ge­heimen Oberbaurat Stübben -Frankfurt a. M. zum 90. Geburtstag in Anerkennung seiner Verdienste auf dem Ge­biete der Städtebaukunst die Goethe-Medaille für Wissen- schaft und Kunst verliehen.

Merseburg. Der 14. Schornstein des Leuna- w e r : ist nunmehr in Betrieb genommen worden. Die Betri. ühruug des Werkes hat sich mit Rücksicht auf grö­ßere slandsaufträge veranlaßt gesehen, in ein­zelne leckselschichtbetrieben die 18-Stundenwoche (statt hisst. Stunden) wieder einzuführen.

4 c n. Die Aufräumungsarbeiten auf der GrubeLaurweg" gehen nur langsam vonstatten. Es sind umfangreiche und zeitraubende Sicherheitsmaßnahmen notwendig, da Nachrutsch-Gefahr besteht. In den späten Abendstunden des Sonntags konnte einer der sieben Toten geborgen werden.

Mitteilungen der NS.-Dienststellen.

NSLB. Fulda. Sonderschulung der jungen Lehrkräfte.

Themen: 1) Chamberlain, Grundlagen, 7. Kap. Der Eintritt der Germanen in die Weltgeschichte.

a) Seite 549596. b) Seite 596632.

2) Erbt. Geschichte auf rassischer Grundlage. Einlei­tung 610. Die Eiszeit, Seite 111.

Bezirk Reuhof-Flieden, Montag, 18. 2. 35, Flieden, 16 Uhr Bahnhof.

Bezirk Langenbieber: Mittwoch, den 20. 2. 35, Friesenhau- sen, 15 Uhr, Schule.

Bezirk Tann-Hilders: Donnerstag, den 21. 2. 35 in Hilders, 15 Uhr.

Bezirk Fulda und nähere Umgebung: Freitag, den 22. 2 35 in Fulda, Evgl. Vereinshaus, 16 Uhr.

Bezirk Gersfeld: Sonnabend, den 23. 2. 35 in Gersfeld 15 Uhr.

Bezirk Großenlüder: Mittwoch, den 27. 2. 35 in Großen­lüder, 15 Uhr.

Der Kreisamtsleiter.