Amerikas ältester „Wolkenkratzer" unter einem Schutzdach. Das „große Haus" nennt ein Jndianerstamm in seinen Ueberlieferungen ein Gebäude aus Lehm- und Schlamm, dessen Ucberreste jetzt im großen Naturschutzgebiet von Arizona unter Naturschutz gestellt wurden. Vor mehr als
tausend Jahren dürfte es dort errichtet worden und sicher in der damaligen Zeit das höchste Haus in ganz Amerika gewesen sein. Regengüsse und starker Sonnenschein drohten jetzt diese letzten Ueberreste einer Jndianerkultur zu vernichten. Deshalb erhielt der älteste „Wolkenkratzer" Amerikas, den wir hier im Bilde zeigen, ein Schutzdach.
Großreinemachen im Panamakanal.
Alle 20 Jahre werden die Schleusen und Anlagen V Panamakanals einer gründlichen Reinigung und jM Nischen Ueberholung unterzogen. So sind jetzt wjchM 1500 Arbeiter mit dieser Riesensäuberung beschäftigt. D unserem Bilde wird eine der Schleusen, nachdem sie è her entleert worden ist, gereinigt und neu geteert.
Die modernste Frauenklinik Deutschlands
Um- und Erweiterungsbau der Universitäts-Frauenklinik Marburg seiner Bestimmung übergeben.
Marburg, 4. Febr. Nachdem bereits im alten Jahre große Teile des Neu- und Umbaues der Universitätsfrauen- klinik vollendet und in Betrieb genommen waren, konnte in den letzten Wochen auch der restliche Teil der Räume seiner Bestimmung zugeführt und nunmehr der Gesamt- bau übergeben werden. Es ist hiermit ein Bauvorhaben zum Abschluß gelangt, dem nicht nur für die Philipps-Universität, sondern auch für Stadt- und Landkreis Marburg sowie die ganze Provinz Hesfen-Nayau größte Bedeutung zukommt. Der Neubau einer Klinik ist eine verantwortliche Sache. Eine Universitäts-Frauenkliniks speziell hat entsprechend ihrer fünffachen Aufgabe, der ^Fürsorge für Mütter und Neugeborene, der Heilung von Frauenkranken, dem Unterricht von Medizinstudierenden, der^ Ausbildung der Hebammen und der wissenschaftlichen Forschung zu dienen. Die Universitäts-Frauenklinik, deren ältester Bauteil im Jahre 1866 errichtet wurde, und die in den Jahren 1894 und 1910 durch Anbauten vergrößert worden ist, entsprach schon seit Jahren nicht mehr den Anforderungen, die an eine derartige Anstalt gestellt werden müssen.
Durch den jetzt beendeten Um- und Erweiterungsbau sind alle Mängel in wirklich großzügiger Weise beseitigt. Anstelle der früher üblichen großen Krankensäle besitzt die Klinik nur Krankenzimmer von 1—5 Betten. Die Zimmer, deren Fenster sämtlich nach Süden liegen, machen mit ihren lichten Farbtönen und der neuen Einrichtung einen überaus freundlichen Eindruck. Ein großer Dachgarten mit umfassenden Blick auf das ganze Nordviertel von Marburg und den Kranz der umliegenden Berge dient zu Freilicht-
Liegekuren und Sonnenbädern. Von ganz besonders schöner Wirkung sind die beiden neuen Operationsabteilungen und die neuen Entbindungssäle, die in modernster Weise ausgeführt und mit allen Einrichtungen versehen wurden, welche nach dem heutigen Stand der Wissenschaft für diese Räume in Frage kommen. Kunstvoll und unter großen Schwierigkeiten wurde ein allen technischmodernen Errungenschaften Rechnung tragender Hörsaal für den Unterricht der Studierenden und Hebammen mit amphitheatra- lisch aufgebauten Sitzbänken, Oberlicht, Sonnenschutz- und Verdunkelungsanlage, Projektionsapparat usw. gebaut. Die neu eingerichtete hydrotherapeutische Abteilung ermöglicht, daß jetzt in der Klinik alle Arten von Bädern, wie Sandbader, Fangobäder, Moorbäder, Kohlensäurebäder usw. verabreicht werden können. Auch die Röntgenabteilung ist umgebaut und neu eingerichtet worden. Eine neue imposante Vorhalle am Eingang in die Klinik vom Pilgrimstein her ergänzt den äußeren großzügigen Eindruck des Gebäudes und führt dem Eintretenden den Charakter des nun architektonisch zu einer Einheit zusammengeschlossenen Alt- und Neubaues vor Augen. Gelegentlich der Uebergabe der Klinik hielt Unversilätskurator v. Hülsen in dem Hörsaal vor zahlreichen geladenen Gästen eine Ansprache, in welcher er u. a. darauf hinwies, daß in fünfjähriger ungewöhnlich schwieriger Bauarbeit nunmehr mit einem Kostenaufwande von 1,1 Mill. Rm. der gewaltige Um- und Erweiterungsbau errichtet worden ist, den man als die modernste Frauenklinik Deutschlands bezeichnen könne. — Anschließend machte der Direktor der Frauenklinik, Eeh.-Rat. Prof. Dr. E. Kehrer mit den heutigen Aufgaben einer Frauenklinik und Hebammen-Lehranstalt bekannt.
Blick in den Sport.
Heusel schlägt Petersen zusammen.
Glänzender K. o.-Tieg des Deutschen in London.
Der Bochumer Schwergewichtsboxer Walter Neufer patte in der ausverkauflen Wembley Halle in London einen glänzenden Erfolg zu verzeichnen. Teufel schlug den englischen und zugleich Empire-Meister Jack Petersen in der elften Runde entscheidend und gewann damit eine weitere Ausscheidung zur Weltmeisterschaft.
Etwa 15 000 Zuschauer baten sich eingefunden, und damit war die weite Halle bis aus den letzten Platz gefüllt. In den vorderen Reihen bemerkte man verschiedene Minister. Reusel zeigte sich in dem Kampf klar überlegen und gewann von den elf Runden allein acht, io daß auch ein Punktsieg nie
„Der alte und der junge König".
Erfolgreiche Uraufführung des großen Zannings-Films in Berlin.
Berlin, 5. Febr. Die Uraufführung des Jannings- Films „Der alte und der junge König", die am Dienstagabend im Ufa-Palast am Zoo vor sich ging, gestaltete sich zu einem ganz außerordentlichen Erfolg. Man darf schon jetzt sagen, daß dieser Film, für den ein geradezu überraschendes
Der siegreiche Neusel.
in Frage gestanden hätte. Immer wieder ictnate er leine Schwinger ab, und aus einen Geraden ins Gesicht rutschte Petersen sogar einen Moment zu Boden. Ein wahres Trommelfeuer ließ der Westdeutsche aus Petersen niederprasseln. und der Engländer mußte immer wieder die Schwinger und auch einige zermürbende Leberhaken cinftedcn. Als ihm Neusel in der neunten Runde die linke Augenbraue ctusschlug, war es mit Petersen vorbei, und Neusels Überlegenheit trat immer klarer zutage. In der elften Runde schließlich warfen Petersens Sekundanten nach einem schweren Linken Neusels an das Kinn ihres Mannes, zum Zeichen der Aufgabe das Handtuch in den Ring, und Neusel wurde unter dem Jubel der Massen rum Sieger erklärt.
England ist überrascht.
Der überraschende und völlig eindeutige Sieg Neusels über ^en englischen Welireichchampion hat auf die gesamte englische Lssentlichkeit allergrößten Eindruck gemacht. Allgemein wird festgestellt, daß Neuiels Siea absolut fair imD v erd test war.
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tun gut, ihre Drucksachen, insbesondere diejenigen für Werbezwecke, in einer Buchdruckerei Herstellen zu lassen, die durch neuzeitliche Betriebs-Einrichtungen in der Lage ist, wirklich gute Werbe - Drucksachen hervorzubringen. Eine elegante Drucksache wirkt von selbst und macht sich daher von vornherein bezahlt. / Das haben namhafte und zahlreiche Drucksachenverbraucher längst erkannt und lassen deshalb ihre Drucksachen (aller Art) Herstellen in der
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Aufgebot an prominenten verpflichtet wurde, zu den behM Filmwerken des Winters 1934=35 gehört.
Der Uraufführung wohnten u. a. bei die ReichsminHi-H Darrë und Kerrl, der Retchsführer der SS. Himmler, M Chef der Kanzlei des Führers Reichsleiter Bouhler, M Präsident der Reichsfilmkammer Scheuermann, der Lei«/ der Abteilung Film des Propagandaministeriums Cbent gierungsrat Raether, Vertreter der Reichswehr, SS, J und viele andere mehr. Draußen vor dem Ufapalast fa^H baumlange Kerle in fridericianischer Uniform Ehrenpc V und auf der Bühne bot die Kapelle der Leibstandarte ur ■ Musikmeister Müller-Sohn im blauen Rock und DreimckW der langen Kerls fridericianische Märsche.
Die Verfasser des Manuskriptes Thea von Harbou» Rolf Lauckner haben den Pflichtbegriff in die Mitte Films gestellt, um den allein der Konflikt zwischen und Sohn entstand, und der Regisseur Steinhoff hat ihnW klar herausgearbeitet, daß der Film zu einem HohtliM preußischer Tugenden geworden ist. Sind nicht diese genden auch heute wirksam? Ist der Grundsatz FriebiM Wilhelms I.: „Der einzelne ist nichts, das Land ist â | nicht heute in verstärktem Maße lebendig? Preußen!,!.:» und Nationalsozialismus sind so in diesem Film üerfdjoH zen zu einer weltanschaulichen Einheit, die die W« sittlichen Werte völkischer deutscher Kraft verkörpert.
Alles überragend und erschütternd ist die Leistung W Jannings', der uns einen Friedrich Wilhelm schenkte, kW in jeder Phase König und Mensch in des Wortes edelsteW Bedeutung ist Werner Hinz als Kronprinz Friedrich i | im zweiten Teil männlich und glaubhaft, zu Beginn uftÄ blaß und unpersönlich. Es sind dann weiter u. a. zu neM nen Carola Höhne als Kronprinzessin, Marie Louise Clar» dius als Prinzessin Wilhelmine, Klaus Klausen als KâW Friedrich Kayßler als Kattes Vater. Der Film ist hei.sW stellt worden vom neuen Lichtspielsyndikat. Die schrieb Wolfgang Zeller.
Ja nni ims, Hinz, Marie Louise Claudius und antae konnten sich nach Schluß der Vorstellung vielfach dem bc ■ sterten Publikum zeigen. ■
Auszeichnung des Films „Der alte und der junge Köris M
Berlin, 6. Febr. Zu der gestrigen Uraufführung H Films „Der alte und der junge König" berichtet der Beob. ergänzend, daß Reichsminister Dr. Goebbels bereits■ der 5.30-Uhr-Borstellung beigewohnt und dem Film der Auszeichnung „künstlerisch besonders wertvoll" seine erkennung ausgedrückt habe. B
In der Ermittlungssache gegen
1) die Witwe Rebekka Rosa Edelmuth geb. MU geb. am 13. Dezember 1880 in Hintersteinau (Krc ■ Schlüchtern), wohnhaft gewesen in Fulda, Mittelstrch W jetzt unbekannten Aufenthalts;
2) den Kaufmann Friedrich Max Edelmuth, geb.
1. Mai 1906 in Fulda, wohnhaft gewesen in Full- U Mtttelstraße, jetzt unbekannten Aufenthalts
wegen Vergehens gegen §§ 36 Abs. 1 Ziff. 3, 12 der W ordnung über die Devisenbewirtschaftung vom 23. Mai H wird auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hanau gem«! § 36 Abs. 7 der genannten Verordnung das gesamte w1 deutschen Reich befindliche Vermögen der Beschuldigten
§ 36 Abs. 7 der
schlagnahmt.
Fulda, den 4. Februar 1935.
Das Amtsgericht Abt. 2.
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